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Wie werden Preise im Gehirn des Käufers wahrgenommen und bewertet? Welche Preise werden akzeptiert? Wie lassen sich höhere Preise durchsetzen? Der erste Titel zum Thema NeuroPricing gibt überraschende Antworten. Um höhere Gewinne zu erzielen, nutzt der Autor die neuesten Erkenntnisse der Hirnforschung. Er erklärt innovative Preisbildung, optimale Preisdarstellung sowie die Preiswahrnehmung beim Kunden und schlägt eine Brücke zwischen moderner Neurowissenschaft und Marketing. So lässt sich ein Preis entwickeln, der zum Produkt passt, der in den Markt passt, der den höchsten Gewinn verspricht und - ganz besonders wichtig - ein Preis, den Kunden auch gerne bezahlen. Inhalte: - Wie der Kunde Preise bewertet und was Preise im Kundengehirn auslösen - Wie sich die Neurowissenschaft anwenden lässt, um höhere Preise zu erzielen - Durch höhere Preise zu mehr Gewinn: konkrete Praxisbeispiele - Verständliche Hintegrundinformationen zu Zahlungsbereitschaft, Rabattsignale, Gestaltung von Preisschildern u.v.m. - Profitmaximierung durch innovative Forschung und fundiertes Marketingwissen
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Seitenzahl: 285
Veröffentlichungsjahr: 2012
Das vorliegende Buch ist das erste deutschsprachige Werk, das sich den Preisen von Waren und Dienstleistungen aus neurowissenschaftlicher Sicht widmet. Viele Leser werden sich fragen, was die Hirnforschung mit einem Thema zu tun hat, das bisher doch hauptsächlich der Betriebswirtschaft vorbehalten war. In diesem Buch werden Sie erfahren, weshalb die Preise nicht einfach nur eine Addition betriebswirtschaftlicher Größen sind, sondern höchst fragile Gebilde, die erst im Kopf des Kunden eine Kontur gewinnen und ihre Wirkung entfalten.
In der bislang publizierten Neuromarketing-Literatur wird Preisbildung, Preisdarstellung und Preiswahrnehmung zwar berücksichtigt, tritt aber zumeist gegenüber den Aspekten der Produktgestaltung, der Marketingkommunikation und der Zielgruppenpsychologie in den Hintergrund. Dr. Müllers Buch macht klar, dass der Preisaspekt zu Unrecht vernachlässigt wird. Das in diesem Buch gesammelte Wissen über die preisbestimmenden Prozesse im Kopf des Konsumenten wird zunehmend wettbewerbsentscheidend sein, da auf Anbieterseite bereits ein Umdenken zugunsten eines höheren Preisbewusstseins stattfindet.
Im Zusammenhang mit dem Thema NeuroPricing werden auch einige kulturelle Unterschiede zwischen den USA und Europa deutlich, die von zunehmender Relevanz für Unternehmer sind. Dies betrifft vor allem die Trennung (beziehungsweise die Zusammenarbeit) zwischen Wissenschaft und Praxis. In den USA stellen Wissenschaftler ihre Ergebnisse gerne Praktikern zur Verfügung. Unternehmer sind dazu geneigt, diese neuen Erkenntnisse pragmatisch zu testen und umgehend zu verwenden, falls sie sich als nützlich erweisen.
In Europa wird häufig noch eine harsche Trennung zwischen Grundlagen- und anwendungsbezogener Forschung gezogen, die in vielen Fällen weder gerechtfertigt noch nützlich ist. Gleichzeitig ist eine gewisse Neigung von Unternehmen beim Bewährten zu bleiben und Neues nicht auszuprobieren vielerorts noch stark ausgeprägt. Gerade beim Thema Preisbildung ist diese Haltung jedoch höchst problematisch, da sie einen Verzicht auf Gewinn bedeuten kann. Dieses Buch soll den Pfad von der Wissenschaft zur Praxis ebnen. Der Autor hat dementsprechend eine Darstellungsweise gewählt, die es dem Leser leicht macht, schnell zu den wesentlichen Erkenntnissen vorzudringen, ohne den Lesespaß zu verlieren.
Ich kenne Kai-Markus Müller seit mehr als zehn Jahren, seit wir uns zum ersten Mal in der International Max Planck Research School in Tübingen begegneten. Zwischen 2005 und 2009 haben wir dann gemeinsam an der Unit of Cognitive Neurophysiology and Imaging des National Institute of Mental Health (NIMH) in den USA geforscht. Dr. Müller hat während dieser Zeit einen exzellenten wissenschaftlichen Hintergrund aufgebaut, den er später in beeindruckende wirtschaftliche Erfolge umsetzte. Wahrscheinlich ist es ihm gerade deshalb gelungen, mit diesem Buch eine Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis zu schlagen. Der wissenschaftliche Hintergrund vieler Überlegungen wird für den Praktiker verständlich und nachvollziehbar, während er gleichzeitig konkrete Antworten auf Fragen erhält, die mit dem Thema Preis zu tun haben.
Als mir Kai-Markus Müller im Jahr 2011 erzählte, dass er sich für den Weg des Unternehmensgründers entschieden hat, stimmte ich ihm freudig zu. Die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Unternehmertum wird nicht nur in den USA, sondern auch in Europa zunehmend Bedeutung erlangen. Ich wünsche diesem Buch viele Leser, die sich daraus wertvolle Anregungen holen. Den Neuromarketing Labs wünsche ich darüber hinaus viele spannende Aufgaben und deren Auftraggebern neue gewinnbringende Erkenntnisse.
Univ. Prof. Dr. rer. nat. Alexander V. Maier Department of Psychology Vanderbilt University Nashville, Tennessee, USA
Bei der Preisbildung kommt es nicht, wie von der klassischen Nationalökonomie postuliert, nur auf die Struktur und Situation des Markts an, sondern einer der entscheidenden Bestimmungsfaktoren darüber hinaus ist das menschliche Gehirn. Die ausschlaggebende Rolle spielen die Erwartung des Verkäufers über die Zahlungsbereitschaft des Kunden und in erster Linie die Wahrnehmung, die Informationsverarbeitung und die Entscheidungsfindung des Käufers.
„NeuroPricing – Was ist denn das?”, haben Sie sich möglicherweise beim Anblick dieses Buchs gefragt. Der eine oder andere Leser wird vielleicht schon mit „Neuromarketing” in Berührung gekommen sein. Unter Neuromarketing versteht man den Einsatz der Technologien moderner Hirnforschung im Bereich Marketing und Marktforschung. Der Fortschritt der Hirnforschung – der Neurowissenschaften – war in den letzten Jahrzehnten atemberaubend. Auch im Bereich der technischen Methoden wurden faszinierende Fortschritte erzielt. Mittlerweile kann man mit der funktionellen Kernspintomografie (fMRI) Hirnaktivität auf den Millimeter genau lokalisieren. Es ist möglich, mittels Elektroenzephalografie (EEG) und Magnetoenzephalografie (MEG) Hirnaktivität in Echtzeit zu verfolgen. Diese Fortschritte sind auch der Wirtschaft nicht verborgen geblieben.
Mit Hirnscans kann man heute sehr viel bessere Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt von Konsumenten bekommen als mit Methoden der klassischen Marktforschung. Dies wurde mehrfach durch hochwertige wissenschaftliche Arbeiten untermauert.
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
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