Nichtrauchen macht nicht dick! - Peter Bußjäger - E-Book

Nichtrauchen macht nicht dick! E-Book

Peter Bußjäger

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Beschreibung

Viele Raucher haben Angst, dass sie dick werden, wenn sie das Rauchen aufhören, und versuchen es deshalb erst gar nicht. Doch was steckt hinter dieser Angst? Sind es objektive Tatsachen oder sind es nur Vorurteile? Özgen Senol und Peter Bußjäger, die Erfinder der Nichtrauchermarke FUMITO, trennen Fakten von Vorurteilen und beantworten die Fragen dahinter: Warum gibt es Ex-Raucher, die tatsächlich abgenommen haben nach dem Rauchstopp? Wie ist das möglich? Und warum gibt es Raucher, die übergewichtig sind, obwohl sie rauchen, wenn Rauchen doch angeblich schlank macht? Dazu gibt es Verhaltenstipps, wie sich das Risiko einer Gewichtszunahme nach dem Rauchstopp ausschließen lässt.

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Seitenzahl: 61

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort der Autoren

Özgen, Peter, SGIB, YACK und FUMITO

Die inneren Stimmen der Raucher

Nichtrauchen macht dick?

Wissenschaft: Information oder Spekulation?

Die Fakten

Warum rauchen Raucher überhaupt?

Was Raucher sagen

Was die Tabakindustrie sagt

Wie funktioniert Nikotin?

Die psychologischen Fallen

Falsche Verknüpfungen

Manipulationen

Was passiert beim Rauchen? Und was ändert sich, wenn Sie damit aufhören?

Warum und wie viel Kalorien der Raucher mehr verbrauchen muss als der Nichtraucher

Hunger und Gier – Verwechslungsgefahr!

Also nochmal: Werden wir dick, wenn wir nicht mehr rauchen?

Wohin mit den Raucherkalorien?

Die beiden Stellschrauben für den Energiehaushalt

Energieerhaltung

Unsere Musterperson

Tipps, um mehr kcal zu verbrennen durch Aktivitäten

Tipps, um kcal zu sparen durch Nahrungswahl

Tipps, um 200 kcal zu verbrennen

Tipps, um 200 kcal zu sparen

Tipps, was Sie in 30 Minuten alles tun können

Noch ein paar allgemeine Tipps

Machen Sie einen Plan und packen Sie es an!

Schlusswort der Autoren

Anhänge

Unsere weiteren Medien:

Die Website:

www.fumito.de

In eigener Sache

Hinweise

Die Autoren

Vorwort der Autoren

Das Verhältnis zwischen Raucherinnen und ihren Zigaretten ist schon immer ein klein wenig inniger als das zwischen Rauchern und ihrer Droge. „Schon immer“ bedeutet: seit etwa 1930, denn vorher hat kaum eine Frau geraucht. Es war kein Zufall, dass sich das änderte. Das beginnende 20. Jahrhundert war die Zeit, in der die Psychologie als Werkzeug zur Beeinflussung großer Menschenmengen systematisch entwickelt wurde. Politische Parteien machten sich das neue Wissen zunutze, genauso wie Unternehmen.

Eines der Meisterstücke psychologischer Manipulation war die Kampagne, mit der Frauen an die Zigarette gelockt wurden. Die wichtigsten Botschaften darin waren: Rauchen ist ein Zeichen der Emanzipation, Rauchen desinfiziert den Mund nach dem Essen und Rauchen macht schlank. Damit wurde Rauchen im Bezug auf Frauen noch stärker überhöht als im Bezug auf Männer. Hartnäckig wie keine andere Falschinformation rund um das Rauchen hält sich der Aberglaube, Rauchen mache schlank. Inzwischen glauben es auch die männlichen Raucher. Damit räumen wir hier auf!

Als wir vor über zehn Jahren begannen, uns mit Tabak, Nikotin, Sucht und wie man davon loskommt zu beschäftigen, wurde uns sehr bald klar, dass wissenschaftliche Literatur nur sehr begrenzt Vertrauen verdient. Wir haben Hunderte Bücher und Aufsätze gelesen und die darin aufgestellten Behauptungen bis zu den meist auf Englisch verfassten Originaltexten zurückverfolgt. Es gibt massenhaft unseriöse, von der Tabakwirtschaft finanzierte Studien, die methodisch einwandfrei sind, andererseits gibt es seriöse Studien, die von falschen Annahmen ausgehen oder nicht nachvollziehbare Behauptungen aufstellen. Diese Behauptungen, Halbwahrheiten und Lügen rutschen leider gelegentlich auch in Veröffentlichungen der in Deutschland am höchsten anerkannten Autoritäten: der DHS (Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen), wenn es um Tabak geht und der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung), welche für das Spezialthema dieses Buches wichtig sind. Die meiste Arbeitszeit verbringen wir damit, diese unbrauchbaren von brauchbaren Informationen zu unterscheiden. Das ist ein immenser Aufwand!

Andeutungen über Zusammenhänge zwischen Rauchen und Gewicht finden sich auch in den Werken vieler Nichtraucher-Gurus. Oft halten weder die Erklärungen einem kritischen Blick stand noch die beigefügten Ernährungstipps. Da wir uns zu den Nichtraucher-Gurus zählen, aber uns nicht plötzlich für Ernährungsexperten halten – und auch nicht so tun wollen, als ob wir welche wären – werden wir im Bezug auf Ernährung nur auf die grundlegendsten Fakten zurückgreifen.

Für unser Hauptthema, das endgültige Aufhören mit dem Rauchen, stellt der Gewichts- und Ernährungsaspekt einen wichtigen Nebenschauplatz dar. Aber eben nur einen Nebenschauplatz. Aus diesem Grund sehen wir dafür in unserem Standardprogramm nicht so viel Raum vor, wie wir es hier tun. Einige Gedanken aus dem Hauptprogramm wiederholen wir hier, weil sie für das Verständnis der Zusammenhänge wichtig sind.

In den Text haben wir einige Erfahrungsberichte aufgenommen. Einige sind allgemein gehalten, manche gehen speziell auf das Thema Rauchen und Ernährung ein.

Viel Spaß beim Lesen wünschen

Peter Bußjäger und Özgen Senol

Özgen, Peter, SGIB, YACK und FUMITO

Bei FUMITO geht es darum, das Rauchen an sich zu verstehen. Dabei helfen SGIB und YACK, so heißen unsere beiden imaginären Assistenten. SGIB steht für die innere Stimme der Vernunft, die sich jedoch gegen YACK, die innere Raucherstimme, nicht durchsetzen kann. Von inneren Stimmen sprach schon Johann Wolfgang von Goethe, als er „zwei Seelen“ in die Brust seines tragischen Helden Faust hineindichtete. Harry Haller, der „Steppenwolf“, klagt im Roman von Hermann Hesse bereits über 100 Seelen, die seine Brust strapazieren. Aus der modernen Psychologie erfahren wir schließlich, dass es nicht zwei oder 100, sondern je nach Situation mehr oder weniger „innere Stimmen“ sind, die sich zu bestimmten Fragen melden. Beim Rauchen sind es eben zwei Stimmen. Denen haben wir Namen und Gestalt gegeben. Die eine, den SGIB, hat jeder Mensch, ob Raucher oder nicht, den YACK haben nur Raucher. Schauen wir doch einmal, wie es zwischen den beiden zugeht …

SGIB

YACK

Die inneren Stimmen der Raucher

SGIB zu seinem Besitzer:

Du solltest das Rauchen aufhören!

YACK zu seinem Besitzer:

Zigaretten sind ein Genuss.

SGIB:

Die Raucherei kostet dich ein Vermögen.

YACK:

Man muss sich auch mal etwas gönnen!

SGIB:

Du bist nicht gerade das beste Vorbild, wenn du vor deinen Kindern rauchst!

YACK:

Jeder kann selbst entscheiden, ob er rauchen will oder nicht!

… so geht es endlos weiter, bis …

SGIB:

Du solltest das Rauchen aufhören!

YACK:

Dann wirst du dick und fett!

Das ist zermürbend. YACK hat immer einen Spruch auf Lager, mit dem er SGIB am Ende aushebelt. SGIB könnte nur gewinnen, wenn er verstehen würde, wie YACK tickt. Aber auch, wenn er an dieser Stelle (noch) nicht besonders hilfreich ist, so ist er doch immer ein Freund seines Besitzers.

Die innere Stimme der Vernunft, SGIB, haben Raucher wie Nichtraucher. Nur ist sie bei den Rauchern beeinträchtigt, weil sie von YACK bekämpft wird. Wenn sich SGIB nicht mehr ganz sicher ist, was er denken soll, dann stellt er sich tot oder er flüchtet. Trotzdem meint er es immer gut mit seinem Besitzer. Er will jederzeit, dass es ihm gut geht. Wenn er einmal etwas registriert hat, was dem gut getan hat, dann merkt er sich das auf alle Zeit.

SGIB ist der lebenslange Begleiter seines Besitzers. Leider kann er leicht beeinflusst und verunsichert werden. Wenn er es nur oft genug hört, dann verinnerlicht er Redensarten wie „zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen“. Jetzt lernt er, dass Arbeit und Vergnügen nicht zusammengehören. Oder: „Gewohnheiten sind schwer zu ändern“. Das glaubt er dann auch, obwohl es ihm keinerlei Mühe bereiten würde, einen Sportwagen zu fahren, bei dem das Zündschloss auf der anderen Seite des Lenkrads wäre. Einmal gefunden und wir haben eine neue Gewohnheit. Das ist in diesem Beispiel belanglos, aber in anderen Fällen können solche Glaubenssätze problematisch werden. Und sie entstehen nicht nur im