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Gesunder Zucker Xylit
Verhindert Karies, stärkt die Knochen und senkt den Blutzuckerspiegel
Xylit wird volkstümlich als Birkenzucker bezeichnet, obwohl er auch aus anderen Harthölzern von Laubbäumen gewonnen wird. Der Grund hierfür reicht zurück in den Zweiten Weltkrieg. Damals herrschte in Finnland eine gravierende Zuckerknappheit. Also begannen die Finnen von da an in großen Mengen Xylit - Birkenzucker - zu produzieren. Irgendwann nach dem Ende des Krieges stellten Zahnärzte erstaunt fest, dass die Gesundheit der Zähne bei den Finnen auf unerklärliche Weise immer besser wurde. Karies und Zahnfleischentzündungen gingen zurück. Um das Phänomen zu erforschen, wurden erste kleine Studien angestellt, bei denen sich der Birkenzucker als Ursache für die auf wunderbare Weise zunehmende Zahngesundheit herauskristallisierte.
Mittlerweile belegen mehr als 300 medizinische Studien zweifelsfrei die Anti-Karies-Wirkung von Xylit!
Birkenzucker hemmt aber nicht nur die Entstehung von Karies, er unterstützt auch die Remineralisierung der Zähne, fördert die Ansiedelung und Vermehrung positiver Bakterien in der Mundhöhle, bremst die Bildung von Plaque und Zahnstein, regt die Heilung von Erkrankungen des Zahnfleisches an und neutralisiert sogar unangenehmen Mundgeruch.
Neun von zehn Deutschen hatten schon oder haben einen Kariesbefall.
Neuere Untersuchungen an Universitäten in Finnland und den USA belegen, dass Xylit auch ein wirksames Mittel gegen Osteoporose ist, die Lebenszeit der roten Blutkörperchen im Organismus verlängert, Leber- und Gallengangstörungen reduziert, die Frequenz des Herzschlags stabilisiert und die Aufnahme verschiedener Vitamine verbessert.
Es gibt also viele gute Gründe, den Zuckerbedarf teilweise durch Xylit zu ersetzen und die für die Gesundheit günstigen Effekte zu nutzen.
Das Buch enthält auch zahlreiche Anwendungsbeispiele und Rezepte für gesunde Gerichte mit Xylit.
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Veröffentlichungsjahr: 2019
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Dieses Buch dient der Information und ersetzt nicht den Arztbesuch. Auch wenn es sorgfältig erarbeitet worden ist, erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Weder Autor noch Verlag können für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den im Buch gemachten Angaben resultieren, eine Haftung übernehmen.
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Es war einmal ein TV-Werbespot, der es zu legendärer Berühmtheit schaffte. Ein kleines Mädchen lief freudestrahlend aus dem Behandlungsraum einer Zahnarztpraxis und verkündete stolz:
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Der TV-Werbespot lief Anfang der 1970er-Jahre und warb für eine fluoridhaltige Zahncreme, deren regelmäßige Anwendung Zähne vor Karies schützen und somit gesund erhalten sollte. Wer sich noch an den Werbespot erinnert und heute kariesfreie Zähne hat, dürfte eine lebende Rarität sein. Denn nach Angaben der Stiftung Gesundheitswissen (SGW) in Berlin haben, so die Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V), heute lediglich 0,1 Prozent der 65- bis 74-Jährigen ein kariesfreies Gebiss. 2 Vielmehr sind im Mund eines jeden Menschen aus dieser Altersgruppe durchschnittlich ganze achtzehn Zähne von Karies befallen.
Etwas besser sieht es bei denjenigen aus, die den Werbespot aufgrund ihres Alters nicht sehen konnten und ihn vielleicht lediglich aus den »warnenden« Erzählungen ihrer Großeltern kennen. Von den 35- bis 44-Jährigen sind immerhin 2,5 Prozent bislang von Karies verschont worden. Das ist ein bisschen mehr als bei den Älteren, aber beileibe noch kein Grund, stolz darauf zu sein. Denn im Durchschnitt hat jeder in dieser Altersgruppe elf kariesbefallene Zähne im Mund.
Wesentlich besser jedoch sieht es bei denjenigen aus, die den besagten TV-Werbespot gefühlsmäßig in der Steinzeit verorten. 80 Prozent aller Zwölfjährigen haben keine Karies, umgekehrt zeigen 20 Prozent dieser Altersgruppe Karieserkrankungen an den Zähnen.
Schlimmer wird es dann wieder bei den ganz Kleinen, die noch Milchzähne im Mund haben. Von den Sechs- bis Siebenjährigen hat jeder Zweite mit Karies zu tun. Wer jetzt sagt: »Kein Problem, diese Zähne fallen ohnehin bald aus, und dann kommen erst die richtigen«, verkennt den Ernst der Angelegenheit gründlich. Denn ist erst einmal der Grundstein für Karies gelegt, und haben sich kariesverursachende Bakterien in der Mundhöhle breitgemacht, dann kann auch später bei den »richtigen Zähnen« schnell wieder Karies entstehen. Zwar kann mit regelmäßiger und gründlicher Zahnhygiene einiges verhindert und abgewendet werden, doch die Statistik zur Zahngesundheit der Deutschen zeigt, dass es da noch einiges zum Bessermachen gibt.
Bessermachen? Das hört sich nach etwas Anstrengendem an. Weit gefehlt – es gibt eine Möglichkeit, Karies mit etwas richtig Süßem vorzubeugen, nämlich mit Xylit. Mit dieser natürlichen Art von Zucker wird Karies so gut wie vollständig verhindert, verliert das Zähneputzen an Bedeutung, bildet sich Parodontose fast von allein zurück und haften Beläge nicht mehr wie zementiert an den Zähnen, sondern lassen sich leicht und ohne festes Rubbeln entfernen.
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Wer von gesunden Zähnen spricht, hat häufig ein sehr einseitiges Bild vor Augen. Nicht selten läuft es auf die allzu einfache Frage »Loch oder nicht Loch« hinaus. Dabei wird gern übersehen, dass die Mund- oder Zahngesundheit auf wesentlich mehr Faktoren und auch viel komplizierteren gegenseitigen Abhängigkeiten beruht als nur dem »Loch im Zahn« – das kommt praktisch immer erst dann, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist.
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Um die Zusammenhänge zwischen Zahngesundheit und Gesundheit des Organismus insgesamt verstehen zu können, muss man sich den Mund- und Zahnbereich einmal genauer ansehen. Das gesunde Gebiss eines Erwachsenen besteht inklusive aller Weisheitszähne aus 32 Zähnen, davon sechzehn im Oberkiefer und sechzehn im Unterkiefer. Damit die Zähne in der Knochenstruktur des Kiefers Halt finden, sind sie von Zahnfleisch umgeben, dem Zahnhalteapparat.
»An jedem Zahn hängt immer auch ein ganzer Mensch«
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Mit dieser Aussage traf der Schweizer Arzt und Naturphilo-soph Paracelsus (1493/94–1541) auf den Punkt genau, was gesunde Zähne für die Gesundheit des gesamten Organismus bedeuten. So geht die ganzheitliche Zahnmedizin davon aus, dass kranke Zähne der Auslöser vieler akuter oder chronischer Krankheiten sein können. 3
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Eine verschleppte Parodontitis, deren Erreger mit dem Blut im ganzen Körper verteilt werden, kann die Ursache für Lungen- und Herzentzündungen sein.
Bakterien, die zu Zahnwurzelentzündungen führen, können über das Blut verbreitet werden und im Gehirn den Stoffwechsel derart beeinträchtigen, dass Depressionen die Folge sind.
Entzündungen des Zahnfleisches können auch zu Vaginalentzündungen führen, die wiederum Auslöser für Frühgeburten sein können. Nicht selten liegen bei Schwangeren, die eine Frühgeburt erlitten haben, starke Zahnfleischentzündungen vor.
Bakterien von Zahnerkrankungen können über die Blutbahn zu Prostata und Blase gelangen, wo sie dann akute Entzündungen verursachen.
Chronische Entzündungen im Zahnhalteapparat schädigen die sogenannten Endothelzellen, die unter anderem auch den Blutfluss im Penis steuern. Ist dieser aufgrund der geschädigten Endothelzellen gestört, können Erektionsstörungen die Folge sein.
Jeder Zahn besteht aus drei Schichten. Die äußerste Schicht ist der Zahnschmelz, darunter kommt das Zahnbein (Dentin) und als unterste, innerste Schicht das Zahnmark.
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Der Zahnschmelz, die äußerste Schicht des Zahns, besteht zu 95 bis 98 Prozent aus einer anorganischen Kalzium-Phosphat-Verbindung, Hydroxylapatit genannt. Zahnschmelz ist das härteste Gewebe, das im Organismus vorkommt – er ist härter als Knochen. Neben der Kalzium-Phosphat-Verbindung befinden sich im Zahnschmelz noch geringe Mengen von Fluor, Chlor, Magnesium und weiteren Mineralstoffen sowie winzige Mengen von Proteinen, wie etwa die sogenannten Enameline und Amelogenine. Der Anteil dieser Proteine am Zahnschmelz ist jedoch äußerst gering und beträgt lediglich 0,5 Prozent oder sogar noch weniger.
Das Zahnbein (Dentin) besteht zu etwa 70 Prozent aus einer mineralisierten Form des Hydroxylapatits, zu etwa 20 Prozent aus Kollagen und zu etwa 10 Prozent aus Wasser. Das Zahnbein, das sich unter dem Zahnschmelz befindet, ist bei Weitem nicht so hart wie dieser. Zahnbein ist sogar etwas weicher als Knochen. Es hat jedoch den wesentlichen Vorteil, dass es im Gegensatz zu Zahnschmelz lebenslang neu gebildet werden kann. Ist der Zahnschmelz angegriffen oder geschädigt, sind diese Stellen am Zahn unwiderruflich verloren – es sei denn, der Zahnschmelz wird durch Einlagerung von Mineralien remineralisiert. Dieser Vorgang kann durch Xylit unterstützt werden.
Nebenbei bemerkt
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Dentin ist keine neue Substanz, welche die Natur im Laufe der Entwicklung des Menschen erst erfunden hat, sondern uralt. Sie wurde von amerikanischen Wissenschaftlern an der Harvard Medical School in Boston, an der Tulane University in New Orleans und der University of Southern California in Los Angeles bei genetischen Untersuchungen bereits an Vögeln entdeckt, die vor 60 Millionen Jahren auf der Erde lebten. 4 Des Weiteren wurde Dentin im 19. Jahrhundert von Wissenschaftlern als Bestandteil der Zähne und Schuppen von Knorpelfischen beschrieben. 5 Da Zahnschmelz eine nahezu unverwüstliche Substanz ist und ohne nennenswerte Schädigungen auch Jahrmillionen übersteht, gehören Zähne zu den häufigsten und aussagekräftigsten Funden paläontologischer Projekte. Aber dennoch: Zahnschmelz, wie er auch bei uns Menschen die Zähne umgibt, hat leider einen ganz wesentlichen Schwachpunkt – Karies kann ihn zerstören.
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Übrigens
Dass Zähne, insbesondere der ansonsten recht harte Zahnschmelz, verwundbar sind, mussten bereits die Neandertaler feststellen – vermutlich sogar recht schmerzhaft. Das fanden Wissenschaftler um Marina Lozano von der Universitat Rovira i Virgili (URV) in Tarragona bei Ausgrabungen bei Cova Foradà heraus. 6 Der frühe Verwandte des Homo sapiens benutzte kleine Knochen und Knochenstücke, um damit Speisereste aus den Zahnzwischenräumen zu entfernen. Allerdings scheinen die Neandertaler auch schon damals unter Parodontitis gelitten zu haben. Wie die Wissenschaftler nachweisen konnten, benutzten sie ihre »Zahnputz-Instrumente« auch, um damit ihre schmerzhafte Zahnfleischentzündung zu beruhigen. Durch Herumstochern versuchten sie, das schmerzende Zahnfleisch zu pflegen und damit die Entzündungen zu beruhigen. Die Wissenschaftler vermuten, dass dieses Zahnpflegekonzept der Neandertaler mit Knöchelchen und Stöckchen etwa von 150 000 bis 50 000 v. Chr. angewandt wurde.
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Der Kern eines jeden Zahns schließlich ist das Zahnmark, auch Zahnpulpa oder Zahnnerv genannt. Es befindet sich in einer höhlenartigen Ausdehnung (Pulpenhöhle) im Innersten des Zahns und besteht aus weichem Gewebe – Bindegewebe, Blut- und Lymphgefäße sowie Nervenfasern. Ist Karies bereits in diese innersten Strukturen eines Zahns vorgedrungen, tut es richtig weh, und die Wange wird dick. Bei nicht rechtzeitig behandelter oder vielleicht sogar unbehandelter Karies stirbt der Zahnnerv ab. Dann sind die Schmerzen zwar überstanden, aber der Zahn ist tot.
Umspült werden die Zähne vom Speichel, von dem während der Ruhephasen ohne Speiseaufnahme im Durchschnitt pro Minute 0,25 bis 0,35 Milliliter gebildet werden. Während des Essens wird diese Menge vorübergehend – zum Teil deutlich – erhöht. Über den Tag verteilt produziert eine gesunde Person zwischen 0,6 und 1,5 Liter Speichel. In jungen Jahren ist die Speichelproduktion noch relativ hoch, während sie im Alter immer mehr nachlässt. Manchmal kommt es dann zu einem regelrechten Speichelmangel. Zu hohe Mundtrockenheit wiederum ist ein zusätzlicher Risikofaktor für das Entstehen von Zahnerkrankungen.
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Gebildet wird der geschmacksneutrale Speichel in der Mundhöhle von den Speicheldrüsen. Zahlreiche kleine Speicheldrüsen befinden sich in der Schleimhaut von Wangen, Gaumen, Rachen sowie Zungengrund. Darüber hinaus gibt es dreimal zwei große Speicheldrüsen, die in der Mundregion jeweils beidseitig angelegt sind: die Ohrspeicheldrüsen, die Unterkieferspeicheldrüsen und die Unterzungenspeicheldrüsen. Der Speichel wird ständig gebildet, durch mechanische oder chemische Reize wird die Produktion jedoch zusätzlich angeregt, zum Beispiel durch die Bewegung beim Kauen von Nahrung oder durch die Wahrnehmung des Geruchs besonders leckerer und bevorzugter Speisen. Manchmal reicht es sogar schon aus, an seine Leibspeise zu denken, und schon wird die Speichelproduktion angeregt. Sie kennen das sicher, wenn einem beim Anblick eines leckeren Essens das »Wasser im Munde zusammenläuft«.
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Voraussetzung für die ausreichende Bildung von Speichel ist, dass genug Flüssigkeit aufgenommen und getrunken wird. Schmier- und Schleimstoffe im Speichel erleichtern das Kauen und Schlucken der Nahrung, außerdem schützen sie die empfindlichen Innenseiten der Mundhöhle vor Verletzungen.
Die beiden wesentlichen Aufgaben des Speichels sind, die Verdauung einzuleiten und Krankheitserreger in der Mundhöhle abzuwehren. Für seine Beteiligung am Verdauungsprozess enthält der Speichel verschiedene Enzyme, wie zum Beispiel die Alpha-Amylase zum Aufspalten von Kohlenhydraten oder die Lipase zum Spalten von Fetten. Über die Verdauungsenzyme hinaus sind im Speichel auch verschiedene Abwehr-Enzyme vorhanden, die Krankheitserreger in der Mundhöhle unschädlich machen sollen. Darunter befindet sich unter anderem das Enzym Lysozym, das Bakterien abtöten kann, indem es Teile der Bakterienwände zersetzt. Des Weiteren befindet sich im Speichel das Enzym Peroxidase, von dem eine antibakterielle wie auch antivirale Wirkung ausgeht. Darüber hinaus enthält Speichel das Immunglobulin A (IgA), das zu den Antikörpern gehört und Krankheitserreger abwehren kann.
