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In Zeiten der Globalisierung und Unsicherheit sehnen sich viele Menschen nach finanzieller Unabhängigkeit und vor allem nach einer einfachen Erfolgsformel. Das Buch NIE WIEDER ARBEITEN MÜSSEN zeigt die Erfolgsformel, die schon tausende Menschen finanziell frei und unabhängig gemacht hat. Sie ist so einfach, wie Geld auf ein Sparbuch einzubezahlen. JEDER kann es tun - ohne Vorkenntnisse. Er muss nur die grundlegenden Werkzeuge dafür kennen und wissen wo der Zug steht, der ihn zur finanziellen Freiheit fahren wird. Er muss nur noch entscheiden sich das Ticket zu holen und einzusteigen. Ich habe 20 Jahre nach einem Weg gesucht um finanziell unabhängig zu werden. Ich habe nur mittlere Reife, kein Abitur, eine weiterführende Schule abgebrochen, Scheidung, finanzielle Schieflagen und diverse erfolglose wirtschaftliche Versuche erlebt. Bis ich endlich die entscheidenden Informationen gefunden habe. Ab da an ging es dann steil bergauf. Heute bin ich finanziell unabhängig, habe Home Office und gebe meine Erfahrungen nun in Form dieses Buches weiter. Wenn ich mit 16 mein heutiges Wissen gehabt hätte, wäre ich mit 30 Millionär gewesen. Hast Du Dich schon einmal gefragt, warum Du schuftest während andere scheinbar spielerisch immer reicher werden? Hast Du Dich schon einmal gefragt, wie Du das auch schaffen kannst? Gibt es eine Formel, mit der JEDER finanziell unabhängig werden kann? Ja – die gibt es. Ich verrate Sie Dir in diesem Buch. Dieses Buch beschreibt, wie einfach dieses unmöglich erscheinende Ziel eigentlich ist. Wenn man etwas Grundschulen Mathematik beherrscht und 1&1 zusammenzählen kann, dann erscheint es eher Unmöglich, dieses Ziel nicht zu erreichen. Ich zeige Dir wo der Zug steht und wo Du das Ticket bekommst. Nur einsteigen mußt Du noch selbst. Es ist so einfach wie Geld auf Dein Sparbuch einzubezahlen. Wenn Du das kannst, dann ist der Rest ein Kinderspiel.
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Seitenzahl: 131
Veröffentlichungsjahr: 2016
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Dieses Buch enthält Meinungen und Ideen des Autors und hat die Absicht, Menschen hilfreiches und informatives Wissen zu vermitteln. Die enthaltenen Strategien passen womöglich nicht zu jedem Leser und es gibt keine Garantie dafür, dass sie auch wirklich bei jedem funktionieren. Die Benutzung dieses Buches und die Umsetzung der darin enthaltenen Informationen erfolgt ausdrücklich auf eigenes Risiko. Der Autor kann für etwaige Schäden jeder Art aus keinem Rechtsgrund eine Haftung übernehmen. Haftungsansprüche gegen den Autor für Schäden materieller oder ideeller Art, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und/oder unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen. Das Werk inklusive aller Inhalte wurde unter größter Sorgfalt erarbeitet. Der Autor übernimmt jedoch keine Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit und Qualität der bereitgestellten Informationen. Druckfehler und Fehlinformationen können nicht vollständig ausgeschlossen werden. Es kann keine juristische Verantwortung sowie Haftung in irgendeiner Form für fehlerhafte Angaben und daraus entstandenen Folgen vom Autor übernommen werden.
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Meine Geschichte
Der Zug zur Freiheit
Lektion 1 - Das Brennmaterial für den Heizkessel
Lektion 2 - Sparen
Lektion 3 - Schulden
Lektion 4 - Konsumverhalten
Lektion 5 - Einkommen generieren
Lektion 6 – Warum Dich Banken nicht reich machen
Lektion 7 - Inflation
Lektion 8 – Geldwert/Sachwert
Lektion 9 – was ist unter finanzieller Unabhängigkeit zu verstehen?
Bahnsteig, Zug und Ticket
Warum gibt es überhaupt Aktien und wie funktioniert das überhaupt?
Aktien sind langfristig sicher und die beste Geldanlage
Das Erfolgsprinzip
Wie mir Pizza Hut mein Essen bezahlt hat
Erfolgreiche Aktien finden
Das große ganze
Was haben wir gelernt?
Turnarounds & heiße Tipps
Lotto
Jetzt ein spannender Abschnitt: Die Macht des Zinseszins und der Dividende
Noch mal Berechnung Deines Bedarfs
Strategie
Steuern und Aufwand
The Trend is your Friend
Eigenverantwortung
Motivation
Aktienkultur in Deutschland
Was wenn das nicht so weiter geht?
Angst, Gier, Neid, Schmerz
Rentenproblematik
Zusammenfassung
Schrittweise Anleitung
Liste lohnenswerter Aktien
Erfolgstabelle
VWL + Betriebsrente
Die Erfolgsformel
Schlusswort
Vorwort
NIE WIEDER ARBEITEN MÜSSEN ist der Traum von vielen. Die psychologische Ansicht: „Mach dein Hobby zum Beruf und du musst nie wieder arbeiten“ ist sicherlich auch eine Lösung. Ich meine es aber so wie es geschrieben steht. Zum Beispiel jeden Monat 2000 Euro auf Dein Konto zu bekommen ohne dafür etwas tun zu müssen. Unmöglich? Vielleicht denkst Du, man muss besonders intelligent sein oder übermenschliche Fähigkeiten haben um dieses Ziel zu erreichen? Nein, muss man nicht. Wenn es etwas mit Intelligenz zu tun hätte, dann wäre jeder Professor Millionär. Heute ist vieles alltäglich, was vor 100 Jahren noch unvorstellbar war. Ford hat dafür gesorgt, daß jeder sich ein Auto leisten konnte. IKEA hat dafür gesorgt, daß alle Menschen Zugang zu guten und günstigen Möbeln bekommen, Microsoft hat es geschafft, daß sich jeder einen Computer leisten kann. Warum wissen wir aber nicht, wie man finanziell unabhängig wird und ein Leben in Freiheit führen kann? Weil wir zu Konsumenten und Sparern erzogen werden. Und nicht zu Unternehmern und Investoren. Und Beides vernichtet Dein Geld – bzw. bringt es von Dir weg. Auf der einen Seite durch Ausgeben und auf der anderen durch Inflation. Finanziell unabhängig bedeutet aber Geld – bzw. Werte zu haben, die ihrerseits Geld bringen, für das Du nichts mehr tun musst. Das Zauberwort heißt passives Einkommen. Und davon handelt dieses Buch. JEDER kann es. Einfachstes Beispiel: Du musst nur Deiner Bank etwas Geld geben und Zinsen bekommen und schon hast Du passives Einkommen geschaffen. So einfach ist das. Was den erfolgreichen vom erfolglosen unterscheidet ist schlicht und ergreifend die Tatsache es überhaupt zu tun. Nun ja – ein bischen mehr gehört schon dazu. Aber das sehen wir uns gleich genauer an. Es gibt einen netten Witz, der da ganz gut dazu paßt: Herr Meier sitzt in der Kirche und jammert, daß er immer vom Pech verfolgt ist, noch nie hat er im Lotto gewonnen und er würde weiß Gott alles dafür tun. Er würde jeden Tag 20 Vaterunser beten und und und. Petrus schaut vom Himmel herunter und murmelt: Idiot - wie soll ich Dir helfen, wenn Du noch nie einen Lottoschein ausgefüllt hast?
Ich wurde 1967 geboren. Genauso wie Boris Becker, Kai Pflaume und Vin Diesel. Elvis Presley heiratet Priscilla, das Fernsehen wurde farbig und das ZDF strahlt die erste Folge von Aktenzeichen XY ungelöst aus. Meine Mutter war Hausfrau und mein Vater Sachbearbeiter in einer großen Münchner Brauerei.
Meine Oma war Baujahr 1899, hatte 2 Weltkriege und die Weltwirtschaftskrise miterlebt und hatte irgendwie das mit dem Sparen drauf. Bis man schaute, hatte sie von ihrer kleinen Rente wieder etwas zusammen und kaufte einen Pfandbrief und an Weihnachten gab es meistens ein kleines Geldgeschenk von ihr.
Von ihr hörte ich schlaue Sprüche wie „Im Kleinen muß man Sparen, dann kann man es im Großen ausgeben“ oder „Von den armen kannst Du Kochen lernen, von den Reichen das Sparen“. Woher sie das nur wußte? Besonders „Von den Reichen kann man Sparen lernen“ hat mich ein Leben lang begleitet. Erst nach vielen Jahrzehnten konnte ich wirklich verstehen was damit gemeint war.
Nach der Grundschule wollten meine Eltern daß ich das Gymnasium besuche. Ich habe das dann 4 Jahre gemacht und bin mit 3 Sechsern und 2 Fünfern hochkantig geflogen. In der Realschule ging es wesentlich besser und ich machte meinen Abschluss. Ich glaube an dieser Stelle merkt man schon, dass Schule nicht meine Welt ist. Dann machte ich eine Ausbildung zum Funkelektroniker und versuchte dann noch die Berufsoberschule, die ich nach 1/2 Jahr mit 2 Fünfern freiwillig abgebrochen habe. Der Direktor hätte mir noch eine Chance gegeben, aber ich wusste das ist nicht meine Welt.
Was soll's? Einstein ist auch 1x sitzen geblieben und es gibt genug Beispiele, wo Menschen ohne herausragende schulische Leistungen trotzdem erfolgreich geworden sind. Und genau das hatte ich mir vorgenommen. Nur womit sollte ich das schaffen? ICH HATTE KEINE IDEE. Ich machte mich also auf den Weg, herauszufinden, wie das mit dem Geld in dieser Welt funktioniert und wie man es schaffen kann, so viel davon zu bekommen, daß man finanziell unabhängig ist – also NICHT MEHR ARBEITEN MUSS.
Nach meiner Ausbildung und dem gescheiterten BOS Versuch saß ich in einer Kabelfertigung und lötete Kabel an irgendwelche Stecker und verdiente 1600 DM brutto, das war so um 1987. Ich versuchte mit Nebenjobs ein wenig dazuzuverdienen. Die Angebote in der Zeitung waren alles andere als lukrativ. Kugelschreiber zusammenbauen oder meistens Verkäuferjobs, was auch so gar nicht meine Welt war.
Mein Vater hatte sich in seiner Rente irgendwie den Gartenpflegejob bei Karl-Heinz Böhm aufgehalst und als er es gesundheitlich nicht mehr geschafft hat, habe ich das weiter gemacht (kann ich wenigstens damit angeben, bei Karl-Heinz Böhm gegärtnert zu haben…). Ich habe deshalb nicht mehr bekommen als wo anders, aber es war nicht weit weg und ich lernte, dass ein Prominenter auch nur ein normaler Mensch ist und nicht jemand, vor dem man ehrfurchtsvoll auf die Knie gehen muss.
Irgendwann kam ich mit einem Strukturvertrieb für Versicherungen in Berührung. Das funktionierte nicht auf der Verkäuferschiene. Man musste niemanden auf eine Versicherung ansprechen, sondern ob er sich nebenbei Geld verdienen will. Der begeisterte neue Mitarbeiter war dann zugleich der neue Kunde. Das klang einfach, ich machte das 1 Jahr lang, bis ich meinen Freundeskreis durch hatte und dann war dieses Event auch wieder vorbei. Es hat Spaß gemacht und ein wenig Geld habe ich auch verdient. Aber fremde Leute anquatschen war mir dann doch zu viel.
Dann startete ich einen Verkauf von HiFi Geräten und Telefonen von zu Hause aus. Ich machte mit meinem damaligen Computer einen Werbeflyer und kaufte mir einen gebrauchten Kopierer, der leider schnell eine Macke hatte und kaputt war. Ich habe im Freundeskreis ein bischen etwas verkauft, aber das war es dann auch wieder. Die großen Elektronik Ketten hatten Preise gegen die ich nicht konkurrieren konnte. Bei einem Telefon erinnere ich mich noch, das war für mich im Einkauf beim Großhändler teurer als es im Laden stand.
Ein Freund hatte damals die Idee eine Band zu gründen. Ich konnte ein wenig Klavier Klimpern, er spielte Schlagzeug, ein anderer aus unserer Clique konnte Gitarre spielen und er organisierte noch einen Sänger. Also machten wir mal einen auf Musikband. Grottenschlecht, aber es gibt bekanntlich immer schlimmeres. Ein Auftritt an Sylvester in einem Studentenwohnheim war eher schlecht als recht. Keiner hatte Lust sich weiter zu blamieren. Die Sache löste sich wieder auf. Bis auf meinen Freund Tom, der dran blieb und es viele Jahre später nach unzähligen Experimenten und Rückschlägen geschafft hatte eine richtig gute Band zu erzeugen. Heute spielt er auf dem Münchner Oktoberfest, auf Volksfesten, selbst nach USA wurde er schon eingeladen und verdient heute richtig gutes Geld damit.
Nur bei mir wollte Irgendwie so gar nichts klappen was ich anfasste.
Das einzige was mir sicher etwas Geld einbrachte, war mein Erspartes. Auch wenn es nicht viel war. Aber - damals gab es noch 6,75% Zinsen. Ich hatte ein bischen was von Oma und ein bischen eigenes Erspartes und suchte nach etwas besserem oder flexibleren als einen Pfandbrief wo man nur 1x im Jahr den Zins bekommt. Ich entdeckte das Festgeld für mich. Ich arbeitete und sparte. Klar ging ich trotzdem mit Freunden weg und habe es krachen lassen. Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, Nebenjob und irgendwann hatte ich einen Job mit bezahlten Überstunden. Wir haben damals für den Irak Sirenen gebaut von 9 bis 22 Uhr geackert und danach bin ich noch in eine Nachbardisco gefahren, wo ich den Chef kannte, der gerade jemanden für einen Umbau gebraucht hat.
Im Fernsehen gib es doch Geschichten von reichen Menschen, die sich an irgendwelchen Firmen beteiligen? Aber wie geht das? In der Süddeutschen Zeitung las ich zufällig: "Lukrative Firmenbeteiligung". Ich ließ mir Infomaterial schicken und fuhr am WE nach Wiesbaden um zu überprüfen, dass diese Firma auch wirklich existiert. Es sah alles gut aus. 25.000 DM war der Mindesteinsatz und 75000 DM sollte ich bis in 3 Jahren schrittweise zurück bekommen.
DAS wäre ein guter Schub für meine Idee gewesen. Leider ging das in die Hose und der Geschäftsführer haute mit 14 Mio nach Brasilien ab. Es war nur die Hälfte meines Ersparten, aber es tut verdammt weh gerade einen Mitteklassewagen verloren zu haben! Man arbeitet und spart schließlich nicht jahrelang, damit sich andere damit ein schönes Leben machen. 2 Monate danach erhielt ich einen Anruf, der Geschäftsführer wäre in Brasilien gefasst und jetzt fehle Geld um ihn auszulösen und nach Deutschland zurück zu bringen. Dass das nur eine Masche war um noch einmal abzukassieren erfuhr ich erst viel später. Ich machte also noch einmal 500 DM locker – Hoffnungsgeld, das natürlich auch weg war. Die letzte Meldung die ich ein paar Jahre danach zu diesem Fall bekam, war ein Zeitungsartikel, dass sich an irgendeinem bayerischen See ein Herr Walz bei dem Versuch ihn festzunehmen mit einer Handgranate in die Luft gesprengt hat. Das war der Onkel und Drahtzieher dieses Geschäftsführers. Er selbst hat nur den Kopf hingehalten und soll jetzt als Dachdecker arbeiten. Damit war wenigstens das gesühnt. Das Geld blieb aber trotzdem verschwunden.
Was macht man, wenn man gerade die Hälfte seines Vermögens verloren hat? Genau - weiter machen, arbeiten und wieder sparen. Dann versuchte ich noch mit 5000 DM eine Beteiligung an einer Schweizer Süßwarenfabrik, die nach der Grenzöffnung in den neuen Bundesländern eine Fabrik eröffnen wollte. Das hatte mir der Sohn unserer örtlichen Versicherungsagentur empfohlen. Das klang nach Vertrauen und er selbst hat sicherlich keine Schuld daran, dass es nicht geklappt hat. Das ging 4 Jahre gut, dann waren die auch pleite und das Geld weg.
Letzter Versuch war eine Immobilie. In München unerschwinglich, also erzählte mir der Makler ich solle lieber eine in Hannover kaufen. Das wäre wegen der Grenzöffnung ein Fadenkreuz in der Mitte Deutschlands und deshalb besonders interessant wegen Wertzuwachs und mir würde die Steuer sozusagen die Wohnung finanzieren und nach 5 Jahren könne ich sie mit Gewinn wieder verkaufen. Die Gegend in Hannover ist gut (wen es interessiert, das war in Herrenhausen) Immobilien waren ja immer gut... Aber wie komme ich nach Hannover zum Ansehen? Er sagte: "Wozu - das musst Du nicht, das macht heute alles die Hausverwaltung, dafür ist die ja da". Ab diesem Tag hatte ich 130.000 DM Schulden bei der Bank und eine Wohnung in Hannover. Dass das auch nicht geklappt hat, könnt Ihr Euch denken. 3-4 Jahre lief es gut, dann begannen die Probleme. Ich sanierte die Wohnung nach 8 Jahren für 10.000 DM um sie für 70.000 DM überhaupt los zu werden. Ich nahm mir 3 Wochen Urlaub und ackerte mich fast kaputt. 50.000 DM Verlust - jetzt reicht es! Ich hatte die Schnauze aber sowas von gestrichen voll!
Ich konzentrierte mich wieder auf meinen Job, inzwischen arbeitete ich im Filmgewerbe und habe 15 Jahre lang Filme fürs Fernsehen technisch aufbereitet. Ein toller Job – jeden Tag Fernsehen und auch noch Geld dafür bekommen… Verdient habe ich anfangs auch nicht gewaltig viel mehr, aber ich bekam Überstunden bezahlt, die irgendwie immer angefallen sind und es machte einen riesen Spaß. Ich arbeitete und sparte wieder und irgendwo im Hinterkopf hatte ich den festen Glauben, es irgendwann irgendwie trotz aller Rückschläge zu schaffen - nur wie?
Ich las Bücher wie „Denke nach und werde reich", "Sprenge Deine Ketten" oder "Der Weg zur finanziellen Freiheit". Das sind tolle Bücher, nur so wirklich weitergebracht haben sie mich nicht. "Der Weg zur finanziellen Freiheit" hat mich am besten bestätigt, daß ich auf dem richtigen Weg war. In diesem Buch fehlte mir nur noch die praktische Umsetzbarkeit. Diese fand ich 1998 in einem Heft namens Börse Aktuell vom Stuttgarter Aktienclub. Da hat es KLICK in meinem Kopf gemacht und ich wußte - DAS IST MEIN WEG. Das ist MEIN Claim, in dem ich die Nuggets finden würde.
Hier stand er. Der Zauberzug, der mich in die finanzielle Freiheit bringen könnte. Ich machte alles Geld locker, das ich auftreiben konnte. Kündigte meine 3 Lebensversicherungen und kaufte Aktien. Damals genau in der Phase als die Internetblase zum Höhepunkt hinaufwuchs. Ich wuchs 3 Jahre mit. Mehr konservativ, vorsichtig und mit wenigen Internetwerten. Aber es brummte trotzdem gewaltig. Und ich verschlang alle Bücher die ich über Aktien finden konnte und fand heraus wie es funktioniert und warum es bei so vielen nicht funktioniert. Zu denen wollte ich natürlich nicht gehören.
Es ist schon erhebend, wenn man an manchen Tagen mehr Vermögenszuwachs hat, als man im Beruf in 6 Monaten verdient. Allerdings geht das auch wieder in die andere Richtung. Vor allem als das dann 2001 wie eine Seifenblase platzte. Ich kann nicht sagen, daß ich unvorsichtig war und hatte Schutzmaßnahmen getroffen, die den folgenden Rückgang etwas abgefedert hatten. Aber man kann es mit 3 Jahren Erfahrung einfach nicht besser einschätzen. Vielleicht sogar mit viel Erfahrung nie. Dazu gibt es einen schönen Satz: "Dieses Mal ist alles anders".
