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Die Gesundheit von Körper und Geist können wir zu großen Teilen selbst beeinflussen: Was essen wir? Wie denken wir? Wie beeinflussen uns positive Gedanken? Was leisten Mütter? Welche Rolle kann ein Hund in unserem Leben spielen? Wie gestalten wir unseren Alltag? Wann hören wir auf unser Bauchgefühl? Was sind gesunde Lebensmittel? Wie kommen wir gut durch Krisen aller Art? Wann beginnt Suchtverhalten - und wie vermeiden wir es? Was bedeutet uns Weihnachten? Wie sorgen wir wirklich gut für uns selbst? Es geht darum, Ballast auszumisten - auch in psychischer Hinsicht. Denkmuster und Gewohnheiten zu durchbrechen, mehr Raum für innere Zufriedenheit und ein rundum befreiendes Lachen zu schaffen, Glücksmomente zu erkennen und sie ganz bewusst zu (er)leben. Das alles bietet eine überaus kompetente Ärztin im vorliegenden Ratgeber an. Sie macht Vorschläge, gibt Tipps, verrät Kochrezepte und gibt uns die Chance, eigenen Gedanken und Notizen zu folgen - immer auf dem Weg zu unserer ganz eigenen Oase, zu innerer Zufriedenheit. Dieses Buch ist konstruktiv, praxisnah, lebensbejahend und sehr konkret.
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Seitenzahl: 167
Veröffentlichungsjahr: 2022
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Einstimmung
Alltag ist niemals gleich Alltag
Kreiere deinen eigenen Alltag
Good morning! Don’t let the stress begin!
Glücksmomente integrieren
Heute schon gelacht?
Noch schnell die Welt retten
Zu Fuß unterwegs
Im Hier und Jetzt
Wahrnehmen ohne Wertung
Lästiges Warten in Oasen verwandeln
Mütter, Lebenskünstlerinnen des Alltags
Können wir Menschen wirklich so dumm sein?.
Immer kommt was dazwischen! Hindernisse und Stolpersteine
Wenn es im Hals eng wird
Die emotionale Achterbahn
Minderwertigkeit trifft Größenwahn
Wenn aus Sehnsucht eine Sucht wird
Gewinnmittelindustrie statt Lebensmittelgewinn
Selbstverursachte Hindernisse
Covid-19 auf dem Gipfel seiner Macht
Advent, Advent
Ein Schicksalsschlag
Engelkinder
Wo ist der feste Halt, den ich mir so wünsche?
Das verborgene Innere berühren
Alles liegt in dir
Focus on moving
Selbstgekochtes: doppelter Gewinn
Christophs Lieblingssalat
Mix-Max mit Pfiff
Flammkuchen de luxe
Lust auf eine fantastische Pizza?
Lasagne Mountain Mama
Die Magie der Wunder
Wir haben ein Vogelbaby bekommen
Unser gemeinsamer Freund, der Baum
Auch der November birgt Wunder
Just me and my dog
Bedingungslose Liebe
Das Multitasking des Lachens
Glaube versetzt Berge
Zwischen Himmel und Erde
Zurück ins Ursprüngliche
To-get-ther(e)
Anhang: Mein Ernährungs- und Bewegungstagebuch
Dank
Als Kind war ich eher schweigsam. Ich habe die Welt mehr beobachtet, als wirklich aktiv an ihr teilzunehmen. Ich saugte alles wie ein Schwamm auf. Dieses Buch basiert auf dem, was ich selbst erlebt und mit allen Sinnen wahrgenommen habe.
In meinem Grundschulalter haben wir einige Jahre im Kongo gelebt und auch später verbrachte ich gern die Sommerferien wieder in Afrika. Der Kontinent mit seiner Schönheit und seiner Armut hat mich als Jugendliche fasziniert und geprägt. Ich liebte die aufgeschlossene und fröhliche Art dieser Menschen, deren zufriedene Ausstrahlung, auch, wenn sie sehr wenig hatten. Ich erweiterte meinen Horizont und realisierte, dass vieles im Leben nicht selbstverständlich ist. Ich lernte ganz früh, Glücksmomente einzufangen und dankbar zu sein. Ich beobachtete, dass es vielen Menschen wesentlich schlechter ging als mir, wollte helfen und entwickelte meinen Sinn für Gerechtigkeit. Die Menschen in Kongo zeigten mir, was Demut, Zuversicht und Zufriedenheit bedeutet.
Mit sechzehn Jahren assistierte ich bei lokalen Geburten in Afrika. Ich war beeindruckt von den sehr jungen Müttern, die allein und hochschwanger manchmal vierzig Minuten brauchten, um zu Fuß die kleine Entbindungshütte am Waldrand zu erreichen, um dort ganz natürlich und ohne große technische Unterstützung ihr Baby zu gebären. Nach ein bis zwei Stunden wickelten sie ihr Kind auf den Rücken, um den gleichen Weg wieder zurückzulaufen. Ich studierte Medizin in Gent (Belgien) und während ich in meinem praktischen Jahr das Fach Geburtshilfe absolvierte, musste ich an die jungen, afrikanischen Mütter zurückdenken – wie unglaublich mutig sie doch waren! Da ich die Arbeit der Ärzte ohne Grenzen immer bewundert habe, hatte ich mit mir selbst einen Deal vereinbart, und zwar: Sollte ich ledig bleiben, würde ich als Ärztin ohne Grenzen in Afrika arbeiten. Ärztin bin ich geworden – allerdings nicht in Afrika. Doch den Mut der Afrikanerinnen habe ich als Mutter verinnerlicht.
Warum ich dieses Buch schreiben wollte
Einerseits, weil ich meinen Jugendtraum, ein eigenes Buch zu schreiben, jetzt verwirkliche. Anderseits, weil wir voneinander lernen können und ich glaube, dass alle Menschen aus meinem Buch etwas mitnehmen können.
Der Alltag nimmt einen großen Teil unseres Lebens ein und läuft meistens automatisch ab. Aber wie wäre es, wenn wir lernen könnten, das Besondere in all dem Gewöhnlichen zu sehen? Geht das überhaupt, wenn wir von A nach B hetzen? Strahlen wir an einem durchschnittlichen Tag tatsächlich Zufriedenheit aus? Was senden wir mit unseren Handlungen und Reaktionen für Signale? Auch, wenn unser Tag reibungslos ablaufen könnte, erhöhen wir manchmal selbst noch die Hürden auf unserem Weg und engen dadurch unseren Alltag ein.
Und dann gibt es die Situationen, in denen die Routine unterbrochen wird. Neben kleinen Hindernissen, die wir eigentlich gut bewältigen könnten, gibt es auf einmal Zustände, in denen wir das Gefühl haben, gegen den Strom zu schwimmen oder plötzlich von einem Tsunami erfasst zu werden. So etwas rüttelt uns wach und manchmal haben wir in solchen Momenten sogar Angst, unterzugehen. Wo finden wir dann Hoffnung und einen festen Halt?
Ich beobachte, dass viele Menschen sich immer mehr auf ihre eigene Insel zurückziehen, dabei könnten wir gemeinsam doch so viel mehr verwirklichen, oder? Wir Menschen sind genial, warum stellen wir uns manchmal so dumm an? Ist es nicht das Wichtigste, verbunden zu sein? Natürlich nicht einzeln, sondern gemeinsam, miteinander und untereinander.
Wundere dich nicht, wenn das Lächeln immer wieder im Buch auftaucht, denn Lachen vereinfacht vieles im Alltag. Neben Ermunterungen zum Lächeln findest du in diesem Buch auch viele Anregungen zum Loslassen, denn sie schaffen dir Oasen.
Du erkennst diese Anregungen leicht, denn sie sind grau markiert – halte doch bitte mal kurz inne, wenn du diese Farbe siehst!
Du findest auch immer wieder Reflexionsfragen. (bitte benutze für die Bearbeitung der Fragen doch ein separates Blatt Papier). Es sind Denkanstöße für dich, um mehr Klarheit zu gewinnen und zu überlegen, wie du dich wohler fühlen könntest, wo dein Herz Zuhause ist. Du erkennst es am folgenden Symbol:
Es warten außerdem Einladungen zum Entspannen auf dich. Du schließt die Augen und machst eine kurze Pause. Dieses Innehalten erkennst du an folgendem Symbol:
Meine Wünsche für dich
Ich wünsche dir die Zeit, hier immer mal wieder ein Kapitel zu lesen, kurz zu reflektieren und dir selbst ein bisschen Glück zu schenken – indem du deinen Alltag bewusster mit etwas mehr Freude und Vitalität erlebst.
Dieses Buch ist für dich!
Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.
Sokrates (469 bis 399 v. Chr.)
Der Alltag. Wir meinen, dass er halt so ist und wir sowieso nichts an ihm ändern könnten. So, als ob wir den Rucksack, den wir geschultert haben, nicht auch neu sortieren könnten. Der Alltag wird akzeptiert, wie er ist und leider oft Tag für Tag unverändert gelebt. Aber das muss nicht so sein.
Wann hast du das letzte Mal eine Zeitinsel für dich selbst gehabt? Also wirklich nur für dich. Ehrlich?
Wann hast du den Mut gehabt, aus deinem Hamsterrad zu springen oder von der ständigen Überholspur abzubiegen?
Sollten wir nicht öfter mal eine Auszeit nehmen, um Urlaubsgefühle auch im Alltag zuzulassen? Denn sie geben uns Kraft, wirken ausgleichend und lassen uns strahlen.
Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will.
Jean-Jacques Rousseau (1712 bis 1778)
Ich habe meinen Job an den Nagel gehängt. Schneller, höher, weiter – bis ich irgendwann aus der Kurve fliege? Nein, das kann es nicht sein.
Schluss mit dieser Routine des Aufwachens, bei der im nächsten Moment, wie beim Anknipsen eines Lichtschalters, sofort all die vielen Aufgaben durch meinen Kopf schießen, die auf mich warten. Als ob es regnen würde, jeder Tropfen ist eine zusätzliche Aufgabe. Schluss mit dem Drang, mir selbst beweisen zu wollen, dass ich alles schaffen kann! Schluss mit dem Gefühl, ständig vor einer Flutwelle wegrennen zu müssen oder mit angezogener Handbremse schneller sein zu wollen als je zuvor. Schluss mit inkompetenten Mitarbeitenden, die immer wieder versuchen, ihre Verantwortung in fremde Schuhe zu schieben. Außerdem: Wenn Mittelmaß hofiert wird, ich als Herzblut-Leistungsbringerin nicht wertgeschätzt werde, sondern alles als selbstverständlich hingenommen wird, was ich tue, dann verliere ich Power und Elan, irgendwann ist der Spaß ganz weg. Insbesondere dann, wenn konstruktive Kritik als unerwünscht und störend eingestuft wird.
Ja, es war ein mutiger Schritt, meinen Job an den Nagel zu hängen. Mutig, weil es manchmal einfacher ist, wie bisher im Hamsterrad weiter zu strampeln. Mutig, weil unsere Gesellschaft Menschen vor allem nach ihrer beruflichen Position bewertet. Mutig, weil ein fester Job auch deiner Tagesstruktur einen festen Rahmen gibt. Mutig, weil du, wenn du deinen Posten über Bord wirfst, mit dem Fallschirm über einem unbekannten Land abspringst und dein Selbstvertrauen zum einzigen Wegweiser wird.
Nein, ich habe es nicht bereut. Ich bin meiner inneren Stimme gefolgt, obwohl mein Kopf sich dagegen wehren wollte. Also drückte ich endgültig den reset-Knopf, nicht ahnend, was auf mich zukommen würde.
Die ersten Wochen kamen mir sehr befremdlich vor: Statt auf die Minute durchgetaktet zu sein, tauchte ich in ein Meer von Zeit ein, in dem ich erst einmal etwas verloren herumplanschte: „Was mache ich jetzt?”
Dabei hatte ich schon lange vorher dieses Meer mit zahlreichen WunschInseln gefüllt. Während ich in meinem Holzbötchen am Horizont so vor mich hinschaukelte, ließ ich mich treiben. Ich machte nichts und war trotzdem zufrieden. Ich dockte an der Insel Yoga und Meditation an und lernte, wieder bei mir zu sein, schlüpfte in die Selbst-Beobachterrolle und lehrte meinen Geist, wieder still zu werden – was für mich ein schwierig zu erreichendes Ziel war. Ich schaffte es aber mit Hilfe der nächsten Insel: Natur. Ohne Wenn und Aber ging ich jeden Tag – und gehe noch immer – zwei Mal täglich mit meinem Hund spazieren.
Es war die perfekte Oase, um loszulassen und Abstand von allem zu nehmen. Wo ich vorher bei der Arbeit überwiegend am PC gehockt hatte, blieb ich meinem Büro nun fern und da ich immer schon keine E-Mails auf dem Smartphone empfangen wollte, erreichten mich viele Nachrichten der Außenwelt gar nicht mehr. Stattdessen buddelte ich stundenlang im Garten und ließ die Welt hinter mir. Diese Welt, in der die Menschen hastig ihre Körner picken, wie Hühner immer in Angst, dass ein anderes mehr abbekommen könnte als sie.
Ich fand Ruhe und inneren Frieden. Mehr brauchte ich erst einmal nicht. Ich nahm mein Fahrrad und umrundete die Insel Entdecken – und zwar ohne Google Maps. Mit der guten, alten Karte war ich gezwungen, wieder logisch meine Wege zu finden. Ich stieß auf wundervolle Straßen in der Südstadt und fand Ruhepunkte, wie den Kreuzgang des Münsters. Ich blätterte in Kunstbüchern, etwa von Amseln Kiefer, und recherchierte im Brockhaus. Interessanterweise stieß ich zu Hause auf ganz viele nicht erledigten Dinge. Etwa meine Online-Bankzugangsdaten, die bereits drei Jahre im Regal vor sich hin staubten oder den letzten Umzugskarton von vor zehn Jahren im Keller.
Klar, nun war ich auf der Insel Ausmisten angekommen. Großartig: erst resetten, dann entdecken und jetzt detoxen. In einem Jahr sind wir – besser gesagt: unser Haus – um 722,5 Kilo Ballast leichter geworden. Es war interessant zu sehen, wie wenig wir eigentlich brauchen und wie viel Krimskrams sich angesammelt hatte. Mit jedem entrümpelten Kilo fühlte ich mich befreiter und ausgeglichener.
Also, worauf wartest du? Bist du auch gespannt, wieviel überflüssige Dinge du wegschaffen kannst? Und vergiss nicht, deine losgewordenen Kilos zu notieren – das motiviert.
Ich war dann so weit, um auf der Insel Kreativität anzukommen. Ich fing an, dieses Buch zu schreiben, und spürte Erfüllung und tiefe Zufriedenheit. Natürlich fehlte mir manchmal die Muse. Schiller beispielsweise hat reife Äpfel in seiner Schublade versteckt, um sich selbst an den Schreibtisch zu locken. Ich finde meine Inspiration in der Natur, beobachte meine Umgebung und während ich schreibe, höre ich gern Musik im Hintergrund. Damit ist es natürlich noch nicht getan. Ich habe mir die Selbstdisziplin auferlegt, jeden Tag – na ja, fast jeden Tag – zu schreiben und mir einen Zeitplan aufgestellt. Ich musste Momente von Selbstzweifeln überwinden, um weiterschreiben zu können. Im Covid-Lockdown habe ich wochenlang keinen anderen Menschen außer meinen Mann gesehen und doch Energie daraus gezogen. Ich habe meine Muttersprache bewusst fast nicht mehr gesprochen, um mehr mit der deutschen Sprache verbunden zu sein. Ich las nur noch deutschsprachige Bücher, sodass die Sprache beim Denken wie beim Träumen von flämisch zu deutsch wechseln konnte – immer in der Hoffnung, dass die Wörter beim Schreiben dann genauso fließen würden. Und es hat sich gelohnt.
Sind wir nicht ständig mit Dingen beschäftigt, die wir tun müssen, statt mit Dingen, die wir tun wollen? Wir haben allem in unserem Leben eine Funktion gegeben, haben rigoros Werte wie Bewunderung, Staunen, Dankbarkeit und Schönheit gegen Funktionalität ausgetauscht. Ist es nicht höchste Zeit, dass wir zurückrudern, jetzt, wo unser Riemen noch stark ist? Oder wollen wir weitermachen und ohne Riemen möglicherweise untergehen?
Wie sieht dein Alltag aus?
Fühlst du dich darin wohl oder funktionierst du eher?
Kannst du dich entfalten oder hast du die meiste Zeit Stress?
Wie fühlst du dich in Situationen, die du als belastend erlebst?
Ziehst du die Schultern ständig hoch oder ist dein Nacken oft angespannt? Magst du deine Arbeit?
Wie reagierst du auf Zeitdruck und Deadlines?
Wie intensiv sind deine Arbeitstage? 40 Stunden pro Woche oder mehr? Vielleicht sogar das Doppelte?
Gibt es auch Platz für Urlaubsgefühle in deinem Alltag?
Fehlt dir der Mut, um beruflich das zu machen, worauf du wirklich Lust hast?
Möchtest du dein Leben mit allem, was gemacht werden muss, füllen?
Nimm dir Zeit, um in dich zu gehen und zu reflektieren. Notiere, was du ändern möchtest. Schreibe deine Träume auf und überlege, wie du deine Träume verwirklichen kannst.
Nimm dir Zeit; ein Acker, der ausruhen konnte, liefert eine prächtige Ernte.
Publius Ovidius Naso (43 bis 17 v. Chr.)
Fang den Tag mit einem Lächeln an, und zwar, während du noch in deinem kuscheligen Bett liegst, und freue dich heute auf etwas Schönes. Nein, du solltest nicht an all das denken, was du heute zu erledigen oder gestern nicht geschafft hast.
Wenn du nichts Schönes findest, weil die Aufgaben um dich herum wie Soldaten strammstehen, ein Hammertag voller Stress auf dich wartet oder schon wieder das tägliche Einerlei erledigt werden will, dann ist es höchste Zeit, heute etwas für dich Erfreuliches in diesen Tag einzubauen.
Egal, ob es ein zehnminütiger Power Nap ist, ein Artikel in der Zeitung, den du lesen willst, Serien oder Fußballspiele, die du sehen möchtest, eben mal Fahrradfahren oder die Freundschaftspflege mit einem kurzen Besuch, einem kleinen Geschenk ... Hauptsache, die Freude ist da, weil du weißt, dass du dir diese Oase heute gönnen wirst. Es sollte auf keinen Fall eine der vielen Aufgaben von deiner To-do-Liste sein, sondern ein Lichtblick, der dir Spaß macht, etwas, worauf du richtig Lust hast. Nimm dir also etwas vor, das du auch realisieren kannst und willst.
Auch, wenn du deinen Wecker nicht gehört hast und eigentlich schon zu spät dran bist, lohnt es sich, dir diesen kurzen Moment zu nehmen, um an etwas Positives zu denken.
Nimm dir jeden Morgen kurz Zeit, um etwas Schönes für deinen Tag zu planen.
Was sind deine Oasen? Schreib sie dir bitte mal in aller Ruhe auf!
Nach einem breiten und dankbaren Lächeln – schließlich fängt ein neuer Tag an – gibst du deinem Körper Bescheid, dass du nun aufstehen möchtest.
Gib deinem Körper jeden Morgen Zeit, um in aller Ruhe aufzuwachen.
Das geht am besten mit Recken und Strecken, also: nicht direkt hochfedern, sondern genüsslich in der Rückenlage ohne Kopfkissen die gestreckten Arme über den Kopf ausweiten und gleichzeitig die Fersen Richtung Bettende dehnen. Zieh deine Mundwinkel hoch, deine Arme seitlich, mal nach links, mal nach rechts länger machen. Spüre, wo dein Körper sich noch räkeln möchte. Beuge deine Beine und umarme deine Knie, um dann erst auf die Seite am Bettrand zu rollen – also, nicht aus der Rückenlage hochspringen. Sondern die Füße aufstellen und erst jetzt aufstehen.
Fange jeden Tag neu an.
Öffne das Fenster und atme die frische Luft ein. Falls es noch dunkel ist, schließe deine Augen und falls die Sonne auch schon auf ist, lächelst du zurück. Atme tief ein und stell dir vor, dass du jede Zelle in deinem Körper mit Sauerstoff füllst. Atme noch tiefer aus und lasse den ganzen Ballast los. Wiederhole dies dreimal.
Vergiss nicht, ein guter Tag beginnt mit einem erholsamen Schlaf, deshalb sollte dein letzter Gedanke vor dem Schlafen immer Dankbarkeit widerspiegeln.
Überlege dir vor dem Schlafengehen, welche Glücksmomente dir heute geschenkt wurden.
Gab es heute drei Dinge, die schön waren, mit denen du zufrieden warst? Hier kannst du sie aufschreiben:
Du wirst viel ruhiger und zufriedener schlafen und nach etwas Übung ist Dankbarkeit schon automatisch dein erster Gedanke beim Aufwachen, dein Tag wird erfüllter und glücklicher sein. An stressigen Tagen übersehen wir das meistens, aber grübelnd ins Bett zu gehen, sorgt auf keinen Fall für einen erholsamen Schlaf.
Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.
Sir Francis Bacon (1561 bis 1626)
Glücksmomente gibt es überall. Ist dir das bewusst?
Glück ist für mich ...
... die Sonne zu spüren, die jeden Tag auch aufsteht und uns Licht schenkt.
… den ersten Schluck Kaffee am Morgen zu schlürfen.
… im morgentaufeuchten Rasen zu tänzeln.
... die Nase im Nackenfell meines Hundes zu vergraben und die frische Luft vom Spaziergang noch zu riechen.
... Brot zu kneten und dabei unseren Kindern zuzuschauen, wie sie mit rosigen Wangen und nassen Haaren toben und lachen.
... einen blühenden Magnolienbaum von oben zu bewundern.
... sonntags eine Wintersuppe zuzubereiten mit Musik von Franz Liszt im Hintergrund.
... in einer Kakofonie von Instrumenten der Musikschule mein eigenes Kind spielen zu hören.
... die Wäsche in der ersten Frühlingssonne aufzuhängen.
... die ersten Spargel aus der Heimat auf meiner Zunge schmelzen zu lassen.
... in mich zu gehen, während Amir Katz nach Noten von Chopin über die Klaviertasten gleitet.
... mit Freunden zu essen, zu lachen, zu genießen und die Zeit zu vergessen.
... die Stille einzuatmen.
... den Kaffee am Wochenende mit meinem Liebsten im Bett zu genießen, während der Hund seine Schnauze zwischen uns zwängt.
... an einem nasskalten und düsteren Frühlingstag Tortilla zu essen.
… ein Schutzengel für andere zu sein.
... mich auf dem Weg zum Bahnhof zu beeilen, damit ich mein erwachsenes Kind noch einmal umarmen kann, bevor es den Zug nimmt.
… ein warmes Zuhause zu haben.
… mir bewusst zu sein, dass all meine Organe jeden Tag ihre Arbeit zuverlässig verrichten.
… mit dem Kreischen der Zugvögel aufzuwachen.
… einen erholsamen Schlaf noch kurz nachzugenießen.
… meinem Schulkind eine Doppelschnitte mit Salat und Ei zu schmieren.
… kurz vor Ladenschluss, zwar erschöpft, noch ein Weihnachtsgeschenk für ein kleines Mädchen aus Syrien zu kaufen.
… mich in der Gondel dem Berg Auge in Auge gegenüberzusehen.
… Pflanzen zu spüren.
… Musik einzuatmen.
… mich wieder wie ein Kind zu fühlen, wenn ein altes Fahrrad an mir vorbeiquietscht.
… süßlich duftende Lindenblüten durch die Nase einzuatmen.
… meinen Hund zu umarmen, wenn er wieder zurückgekommen ist.
… einen Offline-Tag einzulegen.
… die Seele zu entfalten, während Ludovico Einaudi spielt.
… einfach zusammen zu sein.
… Dinge zu tun, die weder nützlich noch vernünftig sind.
… die ersten eigenen, reifen Tomaten zu ernten.
… die erste Nachricht meines Kindes auf Weltreise zu bekommen und zu lesen.
… sich zu zweit im Bett einzumummeln und die Decke an den Seiten festzustopfen.
Oder …
... wenn ich die beste Mama der Welt für mein Kind bin.
... wenn mein Lachen in Heulen übergeht.
… wenn das feuchte Gras meine Zehen kitzelt.
… wenn ein blauer Himmel mein Inneres berührt.
… wenn eine warme Brise, die nach Heu und Dünen duftet, durch meine Haare streift.
… wenn der Vollmond auf dem Meeresspiegel jubelt.
… wenn meine beste Freundin mich versteht.
… wenn alles kann und nichts muss.
Und was sind deine Glücksmomente?
Ist dir schon aufgefallen, dass du, wenn du das Glück nicht suchst, es viel eher findest? Besser nicht verbissen nach dem großen Glück suchen, denn das Glück ist nicht in großen Dingen zu finden. Vielmehr ist die Summe kleiner Momente viel größer als das große Glück allein.
Versuche, heute deine Umgebung bewusst zu beobachten. Etwa: Hast du Glücksmomente von früher wiederentdeckt? Vielleicht sind sogar neue dazugekommen?
Konkret: Inwieweit war der heutige Tag anders für dich als gestern? Schreib es dir hier auf!
Lache, denn das gibt deiner Seele Flügel.
