Ohne die Mauer hätte es Krieg gegeben - Heinz Keßler - E-Book
Beschreibung

Inzwischen sind sich alle, die sich ernsthaft mit dem 13. August 1961 und seinen Ursachen befassen, darin einig: a) Die Maßnahmen beendeten eine latente Krise in Zentraleuropa, welche in einen Krieg zwischen West und Ost hätte münden können. Und b) die DDR handelte im Auftrag des Warschauer Vertrages und seiner Führungsmacht, der Sowjetunion. Aus Anlass des 50. Jahrestages dieser Operation äußern sich im Gespräch: Heinz Keßler und Fritz Streletz, die letzten noch lebenden prominenten Beteiligten, die Zeugnis darüber ablegen können.

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Seitenzahl:225

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Impressum

ISBN eBook 978-3-360-51003-7

ISBN Print 978-3-360-01825-0

© 2011 edition ost im Verlag Das Neue Berlin, Berlin

Umschlaggestaltung: Buchgut, Berlin

Dokumente: Archiv Streletz

Das Neue Berlin Verlagsgesellschaft mbH

Neue Grünstr. 18, 10179 Berlin

Die Bücher des Verlags Das Neue Berlin und der edition ost erscheinen in der Eulenspiegel Verlagsgruppe

www.edition-ost.de

Heinz KeßlerFritz Streletz

Ohne die Mauer hätte es Krieg gegeben

Zwei Zeitzeugen erinnern sich

Das Buch

Keßler und Streletz waren 1961 aktiv Beteiligte. Sie sind die höchstrangigen Militärs, die heute noch darüber Auskunft geben können, was damals geschah. Vor allem aber: warum. Seit nunmehr einem halben Jahrhundert wird versucht, die Ursachen für die Maßnahmen am 13. August zu verschleiern. Natürlich, wo Menschen ihr Leben verloren und Blut vergossen wurde, herrscht Mitleid vor. Bei der »Trauer« werden jene Grenzsoldaten der DDR, die bei ihrem Dienst ermordet wurden, ausgeblendet. Allein dieser Umstand offenbart, dass es bei der »Erinnerung« nicht um die »Toten« und um die »Mauer« geht, sondern um politisches Kalkül, um die Verdrängung von Mitschuld und Mitverantwortung des Westens. Nicht die Führung im Osten hat aus Willkür gehandelt, sondern es blieb ihr, vom Westen genötigt, keine andere Chance zur Friedenssicherung.

Die Autoren beweisen es.

Die Autoren

Armeegeneral a. D. Heinz Keßler, Jahrgang 1920, gelernter Maschinenschlosser aus Chemnitz, trat drei Wochen nach dem Überfall als Wehrmachtsoldat zur Roten Armee über. 1945 Rückkehr nach Berlin. Seit 1950 bei den bewaffneten Organen der DDR. Von 1956 bis 1985 Stellvertretender Verteidigungsminister, danach Verteidigungsminister bis 1989.

Generaloberst a. D. Fritz Streletz, Jahrgang 1926, von 1941 bis 1943 Besuch einer Unteroffiziersvorschule, Kriegseinsatz und -gefangenschaft 1945 bis 1948. Danach Kasernierte Volkspolizei (KVP), zweimal Studium in der Sowjetunion. Von 1979 bis 1989 Stellvertreter des Oberkommandierenden der Streitkräfte des Warschauer Vertrages, Stellvertretender Minister für Nationale Verteidigung und Chef des Hauptstabes der NVA sowie 19 Jahre lang Sekretär des Nationalen Verteidigungsrates der DDR bis 1989.

50 Jahre danach

Quer durch die Mitte Berlins zieht sich ein Band von Pflastersteinen, gelegentlich unterbrochen vom in Metall gegossenen Hinweis, dass sich hier bis 1989 »die Mauer« befunden hätte. Und alljährlich am 13. August formieren sich die Stadtoberen, Vertreter von Parteien und sogenannter Opferverbände in der Bernauer Straße zu einer Trauergemeinde. Die Nachrichtenagenturen vermelden wie etwa dpa an jenem Tag 2010: »Mit Kränzen, Kerzen und Schweigeminuten erinnert Berlin heute an den Mauerbau vor 49 Jahren. An der Gedenkstätte in der Bernauer Straße legt Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit einen Kranz für die Opfer des DDR-Grenzregimes nieder.« Zuvor hatte man »bei einer Andacht auf dem früheren Todesstreifen Kerzen entzündet«.

Solche Bilder gehen um die Welt und ans Gemüt. Wo »Trauer« herrscht, hat die Vernunft zu schweigen. Und alle, die den Finger heben und sich kritisch äußern, gelten augenblicklich als Zyniker. Sie würden »die Opfer« verhöhnen.

Zynisch hingegen sind tatsächlich jene, die einer falschen, einer ahistorischen Darstellung das Wort reden und ihr in solchen Aufmärschen und Erklärungen symbolhaft Gestalt geben. Man könnte es besser wissen, wenn man es denn wissen wollte. Aber die Lesart ist vorgegeben und wird seit einem halben Jahrhundert ins öffentliche Bewusstsein getrommelt: Ulbricht, der Lügner, hat die Mauer gebaut und damit das Land gespalten.

Und zum Beweis sendet man in Endlosschleifen jene Sequenz, wo eben jener Geschmähte erklärt, niemand habe die Absicht, eine Mauer zu errichten. Ohne natürlich, was die journalistische Sorgfaltspflicht verlangte, die Erklärung hinzuzusetzen, dass der DDR-Staatsratsvorsitzende dies am 15. Juni 1961 und auf einer internationalen Pressekonferenz in Berlin nach dem Gipfeltreffen von Chruschtschow und Kennedy in Wien gesagt hatte. Und zwar auf die Frage der Korrespondentin der Frankfurter Rundschau Annamarie Doherr: »Bedeutet die Bildung einer Freien Stadt Ihrer Meinung nach, dass die Staatsgrenze am Brandenburger Tor errichtet wird? Und sind Sie entschlossen, dieser Tatsache mit allen Konsequenzen Rechnung zu tragen?«

Und Ulbricht reagierte darauf in der bekannten Weise: »Ich verstehe Ihre Frage so, dass es in Westdeutschland Menschen gibt, die wünschen, dass wir die Bauarbeiter der Hauptstadt der DDR dazu mobilisieren, eine Mauer aufzurichten. Mir ist nicht bekannt, dass eine solche Absicht besteht. Die Bauarbeiter unserer Hauptstadt beschäftigen sich hauptsächlich mit Wohnungsbau, und ihre Arbeitskraft wird dafür voll eingesetzt. Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!«

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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