OKAY - MACHEN WIR - Werner Vieler - E-Book

OKAY - MACHEN WIR E-Book

Werner Vieler

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Beschreibung

Eine spontan beschlossene und individuell geplante Reise mit dem Motorrad zum Nordkap mit vielen überraschenden Momenten und Erlebnissen, reich bebildert. Zwischenmenschliche Dramen.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 46

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Okay – Machen wir

Mit der Harley zum Nordkap

Ein Reisebericht

Werner Vieler

OKAY – MACHEN WIR

Mit der Harley zum Nordkap

Ein Reisebericht

Für Teffy

Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieses Buches, Text oder Bild, darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors vervielfältigt oder verbreitet werden

Text und alle Fotos Werner Vieler

© Dr. Werner Vieler

Inhalt

Prolog

Start

Tag 1 Trelleborg – Gränna

Tag 2 Gränna – Uppsala

Tag 3 Uppsala – Stöde

Tag 4 Stöde – Umeå

Tag 5 Umeå – Överkalix

Tag 6 Överkalix – Karesuando

Tag 7 Karesuando – Alta

Tag 8 Alta - Nordkap – Alta

Tag 9 Alta – Tromsø

Tag 10 Tromsø – Narvik

Tag 11 Narvik - Nordnes (Rokland)

Tag 12 Nordnes (Rokland) – Trofors

Tag 13 Trofors – Trondheim

Tag 14 Trondheim – Molde

Tag 15 Molde - Trollstigen – Gaupne

Tag 16 Gaupne – Geilo

Tag 17 Geilo – Kristiansand

Tag 18 nach Hause

Epilog

Einfach Machen – Ein Reisebericht

Prolog

September 2021

Es war ein schöner Sommerabend. Ich saß mit Tobias und unseren Frauen beim Grillen zusammen und wir unterhielten uns über unser Hobby, das Motorradfahren.

Ich bin motorradverrückt und hatte mir zusätzlich zu meiner mittlerweile 43 Jahre alten Kawa Z 1000 noch eine alte Harley Dyna Sport Glide und viel früher noch eine Kawa Ninja ZX6R zugelegt. Als Ruheständler hat man ja Zeit. Die Z-1000 ist seit 1978 in meinem Besitz, wurde zwischenzeitlich voll restauriert. Mit ihr war ich danach problemlos in den französischen Alpen. Die alte Harley hatte ich von einem Freund übernommen, weil meine alte Kawa restauriert wurde. Das dauerte ein ganzes Jahr. Auf der Ninja ist meine Frau genau einmal mitgefahren und hat danach dankend auf weitere Fahrten verzichtet.

Irgendwann im Verlauf des Abends sagte Tobias: “Eigentlich müsste man noch einmal im Leben, solange man noch kann, ans Nordkap fahren.“ Mein persönliches Motto ist ja: Nicht lang schnacken, einfach machen. So antwortete ich: „Okay, lass es uns machen, wenn nicht jetzt, wann dann?“

Sofort waren wir im Planungsfieber. Ich erklärte mich bereit, die Route zu planen und Hotels und Campingplatzhütten vorab zu buchen. Wir waren uns einig, dass wir uns drei Wochen Zeit für die Reise nehmen würden. Die von mir geplante Route würden wir selbstverständlich besprechen und gegebenenfalls ändern. Von vorneherein war klar, dass wir auf jeden Fall auch Tromsø, Narvik, die Antlantikstrasse, den Trollstigen, die Adlerstrasse mit dem Geirangerfjord und den Geiranger-Skywalk in die Route einbeziehen würden. Den Preikestolen nahmen wir aus der Planung heraus. Tobias ist nicht so gut zu Fuß und würde den etwa zweistündigen Aufstieg, zumal in Motorradkleidung, wohl nicht schaffen. Ich wollte aber auf jeden Fall auch die berühmte Stabkirche in Røldal besuchen. Dazu sollte es später aber nicht kommen.

So verbrachte ich viele Abende am PC und plante mit Hilfe von Google Maps die Route. Ich schrieb Campingplätze an und telefonierte viel nach Schweden und Norwegen. Alle Campingplatzbetreiber waren sehr freundlich und kooperativ. Mit meinen Englischkenntnissen kam ich gut zurecht. Die Hotels buchte ich über Booking.com. Tobias und ich waren uns einig, dass es aufgrund, sagen wir mal unserer Schlafhygiene, besser sei, stets getrennte Hütten oder Hotelzimmer oder Hütten mit getrennten Zimmern zu buchen. Wir sind beide enorme Schnarcher.

Wir wollten zunächst durch Schweden reisen, um auf dem Rückweg dann entlang der norwegischen Küste nach Hause zu fahren. Unsere Frauen beschlossen, den Schmerz über unsere lange Abwesenheit mit einem zehntägigen MallorcaAufenthalt zu lindern. Die Beiden fingen jedenfalls auch gleich mit ihren Planungen an, später gesellte sich sogar noch der erwachsene Nachwuchs hinzu, der wollte auch mit.

Als erstes buchte ich für uns am 12.9.2021 die Nacht-Fähre von Travemünde nach Trelleborg mit zwei Schlafsesseln, Abfahrt am 3. Juni 2022. Danach machte ich alle Übernachtungen in Schweden und auch einige Übernachtungen in NordNorwegen fest. Wegen des einbrechenden Winters konnte ich die weiteren Campingplatz-Hütten erst ab April 2022 fest buchen.

Üblicherweise unternahm ich mit Freunden aus Berlin und Reinfeld in jedem Sommer eine Tour in die Alpen. Ich rief meinen Freund Thomas in Berlin an, um mich für dieses Jahr abzumelden.

Nun musste meine Maschine vorbereitet werden. Meine Kawa Z-1000, Modell 1977/78, bekam ein Top-Case von Hepco und Becker. Sieht scheußlich aus, erfüllt aber den Zweck. Zusammen mit meinem Gepäcksack auf dem Rücksitz und einem großen Tankrucksack sollte das ausreichend sein. Da der Kupplungszug gelegentlich reißt besorgte ich mir noch einen Ersatzzug sowie eine Drehzahlmesser- und Tacho-Welle. Ein Ersatzschalthebel kam auch noch dazu. Früher war ich mit meiner Yamaha RD 400 einmal weggerutscht. Der Hebel war abgebrochen, ich konnte nicht weiterfahren. Das sollte mir in Norwegen nicht passieren. Dann kaufte noch zwei Dosen mit Reifenfüllmittel. Zwei H4-Leuchtmittel wurden bei Amazon bestellt. Die Kawa killt auf Grund feiner Vibrationen nämlich die Leuchtmittel ab einer Drehzahl von 4.500 U/min, ein bekanntes Leiden.

Hinzu kamen unter anderem ein Schlafsack, ein aufblasbares Kopfkissen, Handtücher aus speziellem, dünnem, saugfähigem Material, ein kleiner Kulturbeutel, Anti-Mückenspray, Schmerzmittel, Verbandmaterial. Die Zusteller hatten viel zu tun, die Kisten und Päckchen stapelten sich. Ach ja, mein chirurgisches Notfallbesteck durfte auch nicht fehlen.

Tobias hatte, gefühlt, eine komplette Werkstatt eingepackt. Darunter fand sich auch ein über die Bordelektrik zu speisender Kompressor für die Reifen und eine große PowerBar als Starthilfe, falls die Batterie einmal schwächeln sollte.

Ich legte mir ein Garmin-Navigationsgerät zu und wir übertrugen alle geplanten Routen auf unsere Navis. Tobias hatte sich unabhängig von mir zufällig das gleiche Gerät zugelegt. So konnten wir uns die Routen auch gegenseitig übertragen. Die Handhabung des Geräts habe wir beide als schwierig empfunden.