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Adolf Loos (1870 - 1933) gilt als einer der bedeutendsten Pioniere des Architektur- und Designfunktionalismus im frühen 20. Jahrhundert. Als radikaler Vertreter einer neuen Formensachlichkeit setzte sich Loos sowohl als Architekt als auch als Publizist vehement gegen die Stilelemente des Historismus und des Jugendstils ein. Sinnbild für verschwenderisches Produzieren ist für Adolf Loos das Ornament. In seinem bekanntesten Aufsatz "Ornament und Verbrechen" bekräftigt der Publizist seine Kritik an überflüssigen Verzierungen und gestalterischen Schnörkeleien. Die ursprünglich 1908 anlässlich eines Vortrages verfasste Streitschrift erschien erst 21 Jahre später in der Frankfurter Zeitung. Darin werden in ironischer und bisweilen polemischer Argumentation geeignete Materialwahl und arbeitsökonomische Grundsätze zu den neuen und gleichzeitig einzig geltenden Leitprinzipien des produzierenden Gewerbes erkoren. Eine fulminante Rede gegen das Ornament und die Verzierung - ein Klassiker der Designliteratur. "100% - vollständig, kommentiert, relevant" + Einleitung zum historischen Kontext.
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Seitenzahl: 18
Veröffentlichungsjahr: 2011
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Adolf Loos
Ornament und Verbrechen
Impressum
ISBN 978-3-940621-86-3 (epub)
ISBN 978-3-940621-87-0 (pdf)
Digitalisat basiert auf dem Artikel im Abendblatt der Frankfurter Zeitung, 24. Oktober 1929, S. 1-2 (Nr. 795).
Digitalisierung: Vergangenheitsverlag. Bearbeitung: Frank Petrasch
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Einleitender Essay: Wieso Ornamente Verbrechen sind
Ornament und Verbrechen
Adolf Loos (1870 – 1933) gilt als einer der bedeutendsten Pioniere des Architektur- und Designfunktionalismus im frühen 20. Jahrhundert. Als radikaler Vertreter einer neuen Formensachlichkeit setzte sich Loos sowohl als Architekt als auch als Publizist vehement gegen die Stilelemente des Historismus und des Jugendstils ein. Diese, nach Loos’ Ansicht durch Extravaganz und modische Kurzlebigkeit gekennzeichnete Stilrichtungen, standen für den Österreicher im fundamentalen Widerspruch zu den Idealen einer modernen und fortschrittlichen Gesellschaft. Ökonomische Rationalität und Nutzungseffektivität sollten die neuen Grundfeste architektonischer und industrieller Erzeugnisse werden; Kunst und Gewerbe hingegen strikt voneinander getrennt verlaufen.
