Paarstress adé - der "regelbare" Mann - Monika Anders - E-Book

Paarstress adé - der "regelbare" Mann E-Book

Monika Anders

0,0

Beschreibung

Eine humorvolle Beschreibung vieler Möglichkeiten, wie man mit seinem männlichen Partner umgehen kann und sollte, damit die Beziehung wirklich richtig gut funktionieren und auf jeden Fall besser laufen kann.. Im Erkennen und Akzeptieren seiner männlichen "Vorzüge" und Schwächen liegt die Chance, besser und länger mit ihnen zusammenleben zu können, ohne ständig oder gelegentlich leiden zu müssen. Wir möchten doch trotzdem nicht auf sie verzichten, machen uns aber oft emotional von ihnen abhängig und leiden eigentlich nur deshalb, weil wir sie gerne anders hätten, als sie sind. Und gerade deshalb sollten wir uns einfach ihre vielfältigen "Schwächen" zunutze machen.

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern
Kindle™-E-Readern
(für ausgewählte Pakete)

Seitenzahl: 80

Veröffentlichungsjahr: 2023

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Monika Anders

Paarstress adé – der „regelbare“ Mann

PROLOG

Eigentlich möchte ich versuchen, so eine Art „Gebrauchsanweisung“ für uns Frauen zu liefern, die uns hilft, die Spezies „Männer“ besser zu verstehen.

   Dies sollte ja eigentlich gar nicht so schwierig sein. Aber warum funktioniert es dann trotzdem oft nicht? Warum sind solche wichtigen Ereignisse des Lebens  wie Partnerschaften, Ehen, Lebensgemeinschaften, Freundschaften dermaßen kompliziert ? Wobei die Freundschaften zwischen Männern und Frauen noch am ehesten funktionieren sollten. Obwohl ich bezweifle, dass es eine echte Freundschaft  zwischen ihnen geben kann. Meiner Meinung nach verspricht sich immer einer von beiden mehr davon.

   Aber es ist ja auch kein Wunder, denn wir sind so unterschiedlich voneinander, als kämen wir von jeweils anderen Planeten. Besonders deutlich wird das, weil auch keiner von uns die Sprache des anderen so richtig versteht.

Meine Erfahrungen in Sachen Männer lässt sich eigentlich sehr schnell zusammenfassen, denn die meiste Zeit meines Lebens habe ich an der Seite meines Ehemannes verbracht. Dann aber „knallte“ es und nach fast 35-jähriger Ehe habe ich schweren Herzens die Reißleine gezogen.

   Mein Mann hatte dafür kein Verständnis, fiel sozusagen „aus allen Wolken“, was mich allerdings nicht erstaunte. Wann checken Männer überhaupt mal was? Wenn eine Frau sich zu diesem tiefgreifenden Schritt entscheidet, hat sie sich meistens schon monatelang mit dem Gedanken herumgetragen, so dass es für die Männer meistens unmöglich ist, in das Entscheidungsgeschehen noch wirksam eingreifen zu können.

   Plötzlich wach geworden, ersinnen sie sich die „tollsten“ Ideen, um die „Heißgeliebte“ umzustimmen. Dabei kommen ihnen so ganz wichtige Dinge wie Blumen, Pralinen – vielleicht sogar teurer Schmuck – in den Sinn. Das, was die Frau schon lange vermisst, bemerken sie nicht. Und dass ER mit dem Entschluss wirklich was zu tun haben könnte, auf diesen Gedanken kommt er meistens erst gar nicht.

   Der Meine war nun ganz besonders anhänglich und so dauerte die ganze „Prozedur“ mit Trennung und Scheidung ganze sechs Jahre. Und als auch danach noch nicht Schluss war mit seinen „Eroberungszügen“, blieb mir nur noch die „Flucht“ ins weit entfernte Ausland.

„Flucht“ ins weit entfernte Ausland

Ein relativ junger Mann, der sich in mich verguckt hatte, mich verehrte und vergötterte, tat mir in den letzten zwei Jahren meines Aufenthaltes in meiner deutschen Heimat gut und ich nahm ihn mit nach Übersee. Von dieser Konstellation waren meine beiden Söhne selbstverständlich nicht begeistert.

   Der Älteste, Michael, wollte seinen Vater nicht im Stich lassen und blieb noch weitere zwei Jahre in Deutschland. Der Jüngste, Fabian, damals erst 14 Jahre alt, musste mit uns umziehen.

   Das Verhältnis meines neuen Partners zu Fabian war ziemlich verheerend von seiten des hinzugekommenen Erwachsenen. Der versuchte, meinen Jungen zu bekämpfen, wo er konnte und stellte sich zwischen uns. Ein neuer Partner kann in der Regel nichts Schlimmeres tun als das.

   Ich war in den Wechseljahren, Fabian noch in der Pubertät und mein neuer Partner steckte ebenfalls noch in den Kinderschuhen, wenn ich mal über seine Flausen im Kopf  nachdenke (Millionär werden, Autorennen fahren und berühmt werden). Und somit wurde er von mir selbstverständlich nicht als ebenbürtiger Partner angesehen. Die Rolle als „Vaterersatz“, ohne selber jemals Kinder gehabt zu haben, ohne Erfahrung auf diesem Gebiet und mit dem Willen, selber noch ein Kind sein zu wollen, hat ihn total überfordert.

   Dass seine Rolle eine so unnötig Erscheinende war, ist natürlich das Schlimmste, was man einem Mann antun kann, denn er glaubt ja immer, der Macher, der Tolle, der Praktische, der Retter, der Beschützer und der Ernährer zu sein.

   Da er für keine dieser Rollen auch nur annähernd geeignet war, sich später als aggressiver Mensch meinem Sohn, mir und auch anderen gegenüber entpuppte, habe ich ihn nach den ersten beiden Jahren unseres Insellebens aus dieser „Verantwortung“ entlassen, ihn wieder in den Flieger Richtung Deutschland gesetzt und mich so für immer von ihm verabschiedet.

Es würde diesen Rahmen sprengen, wenn ich die gesamte Geschichte aufschreiben würde. Es war für mich trotz allem eine wichtige Zeit, weil sie mir erstens geholfen hat, eine sehr schwierige Zeit mit meinem langjährigen Partner zu überstehen und zweitens die Möglichkeit bot, mein Leben nochmals neu zu ordnen und in ein Land zu gehen, in dem ich niemals vorher war, in dem eine neue Sprache gesprochen wurde und ein neuer Lebensstil auf mich wartete. Ohne ihn wäre ich sicherlich nicht mit meinem Jüngsten und allem Hab und Gut nach Übersee ausgewandert. Ich glaube, den Mut hätte ich alleine nicht gehabt.

Die „Klügere“ sein

Wenn Sie, ruhig auch trotz besseren Wissens, Ihrem Partner stets das Gefühl von übergroßer Wichtigkeit geben und ihn oft wissen lassen, dass er der wichtigste Mensch in Ihrem Leben überhaupt ist, werden Sie kaum Probleme mit ihm haben. Er muss sich großartig, überragend und männlich fühlen (was auch immer er darunter verstehen mag). Was ER sagt, ist Gebot. Was ER denkt, ist richtig. Was er TUT – sowieso.

   Durch die Emanzipation der Frau ist meiner Meinung nach vieles in den Beziehungen durcheinander geraten, was früher (ganz früher) seine heilige Ordnung hatte. Frauen standen am Herd, in der Waschküche, hüteten die Kinder und wenn der Mann abends von der Arbeit kam, ging alles „auf leisen Sohlen“, um dem Vater den Abend so angenehm wie möglich zu gestalten.

   Warmes Essen wurde auf den Tisch gestellt, die Pantoffeln standen bereit. Der Ernährer und „Häuptling“ war wieder bei seinem Stamm. Hurra!

Männern wurde gestattet, nach des Tages Mühe sich auszuruhen, sich zu entspannen, ihren Gedanken freien Lauf zu lassen, die Zeitung in Ruhe zu lesen, dabei vielleicht ein gemütliches Pfeifchen zu rauchen. Er hatte Zeit, abzuschalten und sich von seinen Sorgen und Nöten des Tages zu befreien. Ganz früher – in der Steinzeit – hat er sicherlich vor der Höhle gesessen, das Feuerchen für den Abend entfacht, in der Glut gestochert und den Flämmchen und Funken gedankenverloren nachgeschaut. Das geht heutzutage nicht mehr, so dass heute dafür wahrscheinlich der Fernseher und/oder ebenfalls die Zeitung herhalten muss.

   Bei dieser überaus wichtigen Tätigkeit sollte er auch nicht gestört werden. Er muss zunächst einmal langsam von „Tempo 100 auf 0“ runterfahren dürfen.    Sie vergeben sich nichts, wenn Sie einfach bei all dem die „Klügere“ sind, die sich nach außen hin zwar zurückhält, aber letztendlich die Gewinnerin ist. Das gemeinsame Leben gestaltet sich dadurch wunderbar einfach, reibungslos und stressfrei. Die kluge Frau gibt vermeintlich nach und trotzdem funktioniert alles, wie von ihr gewünscht, und er „tanzt“ nach ihrer Pfeife. Man darf diese Überlegenheit nur nicht nach außen tragen.

Die „armen“ Männer

Doch, wo ist diese Rücksichtnahme auf sie denn heutzutage geblieben? Männer werden abends von ihren Frauen „überfallen“ mit allen möglichen Neuigkeiten aus deren Tag, der aus Problemen mit den Kindern, den Nachbarn, den Arbeitskollegen und dem Chef bestand. Kein gemütliches Pfeifchen mehr, keine Rücksichtnahme auf die ach so hart und schwer arbeitenden Männer, die im Schweiße ihres Angesichts für das Wohl der Familie sorgen möchten.

   Es wird verlangt, dass sich die Herren der Welt, die Hauptperson der Familie und Krone der Schöpfung mit profanen Dingen abgibt, sich womöglich an der Hausarbeit, für die sie nach eigenem Dafürhalten mehr als ungeeignet sind, zu beteiligen. So etwas ist doch wahrlich unter der Würde des Königs!

   Reparaturen – jawohl, solche Arbeiten sind geeignet für den Retter in der Not. Aber mit dem Staubsauger herumhantieren, Betten machen oder sogar Wischen. Was für eine Erniedrigung und was für eine enorme Verschwendung männlichen Könnens!

Wir Frauen müssen wirklich sehr aufpassen, dass wir nicht noch mehr unserer Arbeit auf die Männerwelt übertragen. Viele von Ihnen werden jetzt auf die Barrikaden gehen und sagen: Was heißt denn hier „unsere“ Arbeit?

   Wenn ich auch voll und ganz der Meinung bin, dass es eine Ungerechtigkeit ist, dass wir Frauen neben Haushalt, Kindern, Kochen, Wäsche, Putzen, Einkäufe erledigen, Kindergeburtstage organisieren, Rechnungen bezahlen, Streit schlichten und tausend anderen Kleinigkeiten auch noch einen Halbtags- oder sogar einen Fulltimejob übernehmen müssen, glaube ich doch, dass wir uns etwas einfallen lassen müssen, um unsere Männer nicht vollständig zu Idioten zu machen.

   Wollten wir denn nicht immer einen tollen, männlichen Mann? Einen, der zupacken kann, der maskulin, selbstsicher, richtungweisend ist? Möchten wir denn wirklich einen Mann, der sich mit Kinderbrei beschäftigt und sich mit dem Staubwedel in der Hand in der Küchenschürze bewegt?

   Unsere Männer verlieren immer mehr von ihrer Männlichkeit – inzwischen auch immer mehr von ihrer Zeugungsfähigkeit. Woran das liegt, wäre noch zu ergründen. Vielleicht ist es der Stress, der Druck, der von allen Seiten auf ihnen lastet. Vielleicht sind es aber auch die seit Jahrzehnten an uns Frauen verabreichten Antibabypillen, deren Hormone teilweise wieder ausgeschieden werden und von dort – ich will’s gar nicht sagen, weil es so unappetitlich ist –, wieder in die Nahrungskette gelangen?!

   Den heutigen Männern fehlt das, was heute anscheinend nicht mehr gefragt ist und das, was aber schon vor vielen Jahrtausenden in ihren Genen angelegt wurde: Das Jagen, Beschützen, Kämpfen und „Schießen“ der Nahrung. Und anscheinend war es auch ihre Aufgabe, ihren Samen möglichst weit und flächendeckend auszubringen, damit die Menschheit weiter existieren kann.

   Und was verlangen wir Frauen von ihnen? Monogamie, Leisetreterei, Küchendienst. Und dabei geht nicht nur ihr Selbstvertrauen den Bach runter, sondern auch unser Respekt den Helden, den Rettern, den Rittern gegenüber.

Muss man sie nicht einfach nehmen, wie sie sind?