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Unabhängig und beweglich bleiben
Die ersten Anzeichen einer Parkinson-Erkrankung sind meist verlangsamte Bewegungen und steifer werdende Muskeln. Viele Betroffene haben Sorge, ihren gewohnten Alltag oder ihre Hobbys aufgeben zu müssen. Sie fürchten auch, irgendwann auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein oder gar zum Pflegefall zu werden.
Die Ergotherapeutin Julia Sternheimer-Völcker hat sich auf die Betreuung von Parkinson-Patienten spezialisiert und weiß, wo deren Schwierigkeiten im Alltag liegen. Ihre speziell entwickelten Tipps und Tricks für den Alltag helfen, schwierig gewordene Bewegungen richtig auszuführen und selbstständig zu bleiben.
Das Programm ermöglicht es Patienten:
Von Parkinson-Patienten erprobte Übungen, die das Leben leichter machen.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 141
Veröffentlichungsjahr: 2021
Julia Sternheimer-Völcker
1. Auflage 2021
80 Abbildungen
darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Julia Sternheimer-Völcker. Ich möchte dich mit diesem Buch unterstützen, dein Leben mit der Diagnose Parkinson einfacher und angenehmer zu machen.
Ich bin Ergotherapeutin aus Leidenschaft; zu Anfang meiner beruflichen Laufbahn habe ich in einem Alten- und Pflegeheim gearbeitet. In dieser Einrichtung habe ich auch meine ersten Begegnungen mit Parkinson-Patienten gehabt. Inzwischen leite ich meine eigene Praxis für Ergotherapie in Lörrach. In meiner beruflichen Tätigkeit ist die Zusammenarbeit mit Parkinson-Patienten ein Schwerpunkt geworden und für mich eine große Bereicherung. Dieses Tätigkeitsfeld ist für mich geprägt von konstruktiver Zusammenarbeit und gegenseitigem Vertrauen. Ich habe mich im Bereich Parkinson weiterqualifiziert zur LSVT-Big-Therapeutin. Diese spezielle effiziente Parkinson-Therapie ist die einzige, die auf wissenschaftlichen Studien basiert.
Die Zusammenarbeit mit meinen Patienten ist immer von einem intensiven Austausch geprägt. In diesen Gesprächen erfahre ich aus erster Hand, welche Probleme für Parkinson-Patienten im Alltag auftreten, und bin daran beteiligt, Lösungen und Übungen zu erarbeiten, die Abhilfe schaffen. Der Wunsch, dieses Wissen an andere Betroffene weiterzugeben, war der Anlass für dieses Buch. Es soll ein Ratgeber sein, der hilft, den Alltag besser zu bewältigen, und ich hoffe, dass er dir eine große Unterstützung sein wird. Dabei ist es egal, wie alt du bist: Das menschliche Gehirn besitzt bis ins hohe Alter die Fähigkeit zum Lernen. Ich bin überzeugt, dass du auf den folgenden Seiten Anregungen finden wirst, mit Parkinson neu umzugehen. Gehen wir es an!
Julia Sternheimer-Völcker
Jeder Mensch mit Behinderungserfahrung braucht ein gutes Team in der näheren Umgebung, praktische, emotionale und seelische Begleitung durch die Schwierigkeiten des Alltags. Für den Betroffenen birgt der Alltag immer wieder unüberwindbare Hindernisse; diese Konfrontation mit der eigenen Unzulänglichkeit macht ungeduldig, gereizt und manchmal auch antriebslos. Auf diese Situation bereitet nichts und niemand Angehörige und Außenstehende vor. Wie damit umgehen? Helfen wir zu sehr, fühlt sich der Mensch eingeengt und unfähig. Die Person sich selbst zu überlassen, ist auch keine Option, denn manches kann sie eben nicht ohne Hilfe. Machen wir sie auf die Dinge aufmerksam, die nicht funktionieren, fühlt sie sich gegängelt. Konflikte sind vorprogrammiert. Ja wir meinen es nur gut. Doch gut gemeint ist nicht gut gemacht.
Jedem von uns passieren Missgeschicke. Ein Beispiel zur Verdeutlichung: Es ist Sommer und wir haben Gäste zu einem Grillabend eingeladen. Wir sind noch nicht fertig, als die Gäste kommen. Um Zeit zu sparen, stellen wir das Tablett zu voll. Beim Tragen spüren wir, dass die Arme zittern, da die Last zu groß ist. Die Soßen beginnen schon, gefährlich an den Gefäßrand zu schwappen. »Ganz ruhig halten, nicht zittern.« Und da passiert es schon. Die Soße schwappt über und alle sehen das Missgeschick. Wie peinlich!
Für Menschen mit Parkinson-Erkrankung sind solche Erlebnisse Alltag. Der eigene Körper lässt sie ihm Stich und alles, was selbstverständlich war, wird zu einer enormen Herausforderung. Nicht genug, dass man sich damit herumschlagen muss, nein, die gesamte Umgebung sieht sich auch noch genötigt, gute Ratschläge zu geben. Der Betroffene fühlt sich dadurch jedoch nur noch mehr gedemütigt.
Angehöre und Außenstehende müssen sich dies immer wieder bewusstmachen und auf ihre Formulierungen achten, wenn sie sich zur Krankheit oder zu Symptomen äußern. Nehmen wir die Tatsache, dass Parkinson-Patienten oft im wahrsten Sinne des Wortes nicht »Schritt halten« können, denn Parkinson-Patienten machen spürbar kleinere Schritte als gesunde Menschen. Was liegt näher, als den Betroffenen immer wieder darauf aufmerksam zu machen? Oft führt das zu Ärger und Trotzreaktionen. »Du machst keine normalen Schritte« ist eine Wertung, durch die sich der Erkrankte abgestempelt fühlt als krank und unfähig. Es fühlt sich für ihn besser an, wenn man sagt: »Mach größere Schritte. Wie fühlt sich das an?« Dann kommt oft die Antwort, das fühle sich komisch an: «Als würde ich Riesenschritte machen!« Darauf kann ein Angehöriger antworten: «Immer, wenn sich deine Schritte so anfühlen, machst du einen angemessen großen Schritt. Du kannst das. Du kannst jede Bewegung in dem Umfang machen,wie du es brauchst. Es ist nur dein Gehirn, das dir da etwas vorgaukelt.«
Auch die eigene Positionierung im Raum ist wichtig: Läuft man vorneweg, fühlt der Parkinson-Betroffene sich vorgeführt. Auf gleicher Höhe fühlt es sich für ihn viel besser an. Biete an, dass er sich bei der Schrittlänge gern an dir orientieren kann.
Auch Belehrungen helfen nicht weiter. Wem beim Aufschließen der Tür die Einkaufstaschen aus den Händen fallen, der möchte nicht gesagt bekommen: »Warum hast du die Taschen nicht abgestellt, um die Tür aufzuschließen?« Hand aufs Herz, jeder hasst das. Die anderen sagen, was man sich gerade selbst gedacht hat, und das hilft nun auch nicht mehr. Parkinson-Patienten möchten genauso wenig wie andere Menschen belehrt und gescholten werden. Menschen mit Behinderungserfahrung brauchen unsere Unterstützung, jedoch auch unser Verständnis für ihre Gefühle. Dies erfordert Sensibilität und Aufmerksamkeit und auch Kommunikation: Die beste Voraussetzung sind intensive Gespräche, in denen man herausfindet, welche Unterstützung sich der Betroffene wünscht und wann. Ist man sich einig, wie der Alltag und das Miteinander laufen sollen, wird alles leichter.
Titelei
Liebe Leserin, lieber Leser,
An Angehörige und Interessierte
Die Tätigkeiten des täglichen Lebens meistern
Da geht noch was!
Schuhe binden
Aussteigen aus dem Auto
Staubsaugen, Fegen, Rasenmähen
Staubsaugen
Fegen
Rasenmähen
Jacke anziehen
Mit Kleingeld bezahlen
Zähneputzen
Am PC arbeiten
Unterschreiben
Aufstehen aus dem Bett
Essen
Rund ums Geschirr
Spazierengehen
Hilfreiche Tricks für den Alltag
Der Griff in die Trickkiste
Motorische Unruhe im Arm und in der Hand (Tremor)
Der Trick mit dem Wasserglas
Der Trick mit dem Gedankenspiel
Der Trick mit dem Händeschütteln
Der Trick mit dem großen Mousepad
Der Trick mit dem großen Bildschirm
Der Trick beim Zuknöpfen
Motorische Unruhe in den Beinen
Der Trick mit dem Treppensteigen
Der Trick mit dem Fußwechsel-Spiel
Der Trick mit dem Luftkissen
Der Trick mit dem Schuheausziehen
Haltungsprobleme, geringe Kraft
Der Trick mit dem Ball
Der Trick mit dem Wackelstuhl
Der Trick mit dem Bildschirm
Der Trick mit dem Daumen raus
Der Trick mit dem Kirschkernkissen auf dem Kopf
Schwierigkeiten beim Aufstehen
Der Trick mit dem Beinzug
Der Trick zum Aufstehen aus dem Sitzen
Kleines Bewegungsausmaß
Der Trick mit der Vierteldrehung
Der Trick mit den Selbstgesprächen
Der Trick mit den weggestellten Gegenständen
Der Trick mit dem markierten Lenkrad
Der Trick mit dem großen Gefühl
Schwindel
Der Trick mit der Fixierung eines festen Punktes
Freezing
Der Trick mit dem Schenkelklopfen
Der Trick mit dem Stock
Koordinationsprobleme
Der Trick für das Öffnen der Tür
Der Trick mit dem richtigen Start
Der Trick mit den gespiegelten Bewegungen
Der Trick mit den Hilfsmitteln
Wäscheklammer mit großer gummierter Grifffläche
Schuh- und Strumpfanziehhilfe selbst gemacht
Die selbstgemachte Griffverdickung
Schlüsseladapter
Anti-Freezing-Gehstock
Zehenringe aus Silikon mit Magnet
Knöpfhilfe
Kugelschreiber mit dickem Griff
Trinkhilfe
Münzhalter/Münzboxen
Filzgleiter
Rollator
Tägliche Übungen
Stetes Üben bringt Lebensqualität
Luftsitz
Vorschub am Bett
Vorwärtslauf auf dem Ball
Vorwärtslauf rücklings
Flugente auf dem Boden
Luftfechten
Fahne
Giftzwerg
Nackendrehen
Mein Name ist Hase
Fensterrahmen mit großer Bewegung nachzeichnen
Schwimmen auf dem Trockenen
Luftballon-Tanz
Paddeln
Bein-Pendel im Liegen
Po hoch
Twist
Froschhüpfen
Planke erhöht
Stütz und hüpf
Liegefahrrad
Rauf und runter
Aufstehen einbeinig
Kissen auf und ab
Kissenübergabe
Kissenschieben
Einbeinstand
Balancieren auf dem Strich
Flasche, wechsele dich
Wiegeschritt mit Armschwingen
Ballerina auf der Spitze
Hampelmann
Mache einen Diener
Wechselschritt
Vorwärts, rückwärts, seitwärts, stehen
Ballenstand auf der Treppe
Aufstampfen
Vorwärtslauf auf den Händen
Treppentrampeln
Tanzschritt
Springen und hüpfen
Brustdehnung an der Wand
Brustdehnung mit abgewinkeltem Arm
Streckung nach oben
Streckung nach oben mit angewinkeltem Arm
Dehnung nach vorn
Rückendehnung
Heiligenschein
Stange schieben
Stange schwingen
Liegestütz im Stand
Luftboxen
Kissenwerfen
Ball mit Schnur werfen
Fang den Besenstiel
Stocktwist
Hau auf den Tisch
Faust, öffne dich
Faustspiel
Kügelchen schnipsen
Fingerdrehen
Fingerkuppen aneinandertippen
Finger-O
Wanderball
Wenn Kugeln rollen
Kneifen
Schnapp mit dem Tennisball
Handraupe
Wandernde Rolle
Das Leben mit Parkinson erleichtern
Sturzprophylaxe
Mit Parkinson durch den Tag
Aufstehen
Das bewegte Zähneputzen
Auf dem Weg durch den Tag
Einen schönen Abend
Sport bei Parkinson
Therapien bei Parkinson
Die medikamentöse Therapie des Parkinson-Syndroms
LSVT-Loud und LSVT-Big-Therapien
Ergotherapie
Job-Coaching
Physiotherapie
Logopädie
Um Hilfe bitten, Hilfe bekommen
Antrag auf Schwerbehinderung
Integrationsamt
Integrationsfachdienst IFD
Sozialverbände
Selbsthilfegruppen
Service
Glossar: Parkinson-Symptome
Empfehlungen von Julia Sternheimer-Völcker
Verwendete Literatur/Internetadressen
Autorenvorstellung
Sachverzeichnis
Impressum
Jeden Tag verrichten wir unzählige Tätigkeiten und Handgriffe, über die wir überhaupt nicht nachdenken müssen. Für Parkinson-Patienten sieht das ganz anders aus.
Mit Parkinson können banale Dinge zum Problem werden – sie müssen es aber nicht bleiben! In diesem Kapitel sehen wir uns einige ganz normale Alltagstätigkeiten und Strategien zur Bewältigung an.
Für die meisten von uns sind die Arbeiten oder Aktivitäten des Alltags eine Selbstverständlichkeit. Wir spüren erst, wie schwer sie fallen können, wenn wir aus unserer Routine gebracht werden. Das kann durch einen Umzug sein oder weil wir neue Geräte nutzen, oder auch durch eine Verletzung wie einen verstauchten Daumen. Bei einer auch noch so kleinen Verletzung an diesem Finger wird einem schmerzlich bewusst, wie sehr man ihn braucht, unzählige Male am Tag. Plötzlich kann man kein Glas mehr greifen, keinen Hosenknopf mehr schließen, fummelt unendlich lange bei eigentlich einfachen Tätigkeiten.
Für Menschen mit einer Behinderungserfahrung gehören solche Einschränkungen oder unüberwindbare Hürden zum Alltag. Bei einer Parkinson-Erkrankung sind die Beeinträchtigungen so vielfältig, dass auch ich als Ergotherapeutin nicht für jedes Problem eine Lösung parat habe. Die Beispiele können aber hoffentlich helfen, die Herausforderungen des Alltags mit neuer Energie anzugehen – und vielleicht auch eigene Lösungen zu finden.
Nehmen wir einmal die einfachsten Dinge des täglichen Lebens genauer unter die Lupe. Sie bestehen aus vielen kleinen Bewegungen, die einzeln oder kombiniert mit anderen Bewegungen ausgeführt werden. Wir denken nicht darüber nach, wie wir sie machen, und wir planen es auch nicht bewusst. Wir machen es einfach. Nehmen wir zum Beispiel Schuhebinden. Irgendwann vor langer Zeit hat man es uns beigebracht; am Anfang war es elend schwer und es hat gedauert, bis wir es allein geschafft haben. Jetzt, als Erwachsener, können wir es, ohne nachzudenken: Eins, zwei, drei, die Schleife ist da. Der Ablauf ist automatisiert. Für solche Abläufe gibt es in unserem Gehirn einen eigenen Speicherplatz.
Sollst du nun aber einem anderen erklären, wie du den Schuh bindest und welche einzelnen Bewegungen und Schritte dafür nötig sind, wird es schon schwieriger und du musst nachdenken. Spielen wir das einmal durch:
Schritt 1: Wir nehmen die beiden Schnürsenkel in die rechte und linke Hand und ziehen sie straff. Dazu müssen Daumen und Zeigefinger einen festen Griff ausüben und das Material spüren. Wir müssen außerdem beide Arme im rechten Winkel anheben können und in der Lage sein, den Oberkörper so weit wie nötig zu beugen.
Schritt 2: Nun überkreuzen wir die Schnürsenkel, so dass der rechte in die linke Hand wechselt und über dem linken Schürsenkel liegt. Für diesen Arbeitsschritt benötigen wir die Koordination von Zeige- und Mittelfinger und Daumen. Die Hand-Auge-Koordination ist ebenfalls wichtig. Unser Gehirn leistet Erstaunliches, wenn wir eine so simple Handlung vollziehen.
Schritt 3: Das untenliegende Band wird mit der rechten Hand von unten um das Band in der linken Hand gewunden, sodass es sich in einem flachen Knoten mit beiden Händen festziehen lässt. Dabei müssen wir Zeige- und Mittelfinger und Daumen koordinieren. Dazu kommen alle vorher genannten Fähigkeiten und Aktivitäten im Bereich der Körperhaltung.
Wer hätte das gedacht, wie kompliziert es ist, einen Schuh zu binden! Wir sind noch nicht mal beim Legen der ersten Schlaufe für die endgültige Schleife angekommen. Ich verschone dich mit weiteren Details, denn die Beschreibung des gesamten Ablaufs würde den Rahmen des Buches sprengen. Ich wollte lediglich demonstrieren, welch detaillierter Blick auf die Tätigkeiten unseres täglichen Lebens notwendig ist, um Abhilfe zu schaffen, wenn grundlegende Fähigkeiten verloren gehen.
Im Folgenden werden wir uns einige solcher Aktivitäten ansehen. Durch kleinschrittiges Üben einzelner Handgriffe und Bewegungen wirst du hoffentlich in Zukunft besser und flüssiger durch den Tag kommen. Bei jeder Aktivität findest du Verweise auf Übungen und Tricks, die dir helfen können, besser zurechtzukommen.
Das Schuhebinden fällt vielen Menschen mit Parkinson-Diagnose sehr schwer. Gleichzeitig ist es aber ein gutes Training für die Feinmotorik.
Nimm zu Anfang dicke, grob strukturierte Schürbänder. Diese kannst du besser anfassen und sie rutschen nicht aus den Fingern. Je dünner die Schürbänder, desto höher ist die Schwierigkeitsstufe.
Jeder Mensch hat beim Schuheanziehen seine eigene Taktik. Der eine setzt sich bequem auf die Treppenstufe oder einen Stuhl, der andere stellt den Fuß auf den Stuhl und schürt die Schuhe im Stehen zu. Diese Form ist sehr sportlich, denn dabei wird auch das Gleichgewicht beansprucht. Finde heraus, womit du gut zurechtkommst.
Das Schleifebinden selbst beherrschst du sicherlich – theoretisch. Und du kannst es ohne jeden Zweifel auch praktisch, auch wenn du vielleicht aktuell daran zweifelst. Damit du es praktisch hinbekommst, gibt es eine Reihe Übungen, die deine Koordination verbessern – sowohl solche, die den ganzen Körper beanspruchen, als auch solche, in denen du speziell deine Hände trainierst.
Hilfreiche Tricks und Übungen
▶ Der Trick mit der Vierteldrehung
▶ Finger-O
▶ Kneifen
▶ Schnapp mit dem Tennisball
▶ Kügelchen schnipsen
▶ Faustspiel
▶ Faust, öffne dich
▶ Treppentrampeln
▶ Ballenstand auf der Treppe
▶ Rauf und runter
▶ Aufstehen einbeinig
▶ Einbeinstand
▶ Balancieren auf dem Strich
▶ Wiegeschritt mit Armschwingen
▶ Stocktwist
▶ Fingerdrehen
▶ Wanderball
Das Aussteigen aus einem Fahrzeug ist eine sehr komplexe Herausforderung, die aus mehreren Schritten besteht:
die Tür öffnen
den Fuß aus dem Auto heraus auf den Boden stellen
mit vorgebeugtem Körper aus dem Auto aussteigen
vom Auto wegtreten und die Tür schließen
Mit einigen der nachfolgend beschriebenen Techniken und den genannten Übungen kann man viel bewirken. Natürlich kann es sein, dass Rücken- und Schulterschmerzen deine Bewegungen einschränken. Solche Schmerzen sind oft durch Fehlhaltungen bedingt. Die dadurch verkürzten Muskeln und Bänder müssen nun wieder gestreckt werden. Diese Dehnungsübungen sind oft sehr schmerzhaft. Gehe vorsichtig vor und dehne dich konsequent jeden Tag etwas mehr.
Die Tür öffnen Zum Öffnen der Tür musst du den Türgriff halten und gleichzeitig die Tür weit aufstoßen. Ist die Tür nicht ausreichend weit geöffnet, wird das Aussteigen erschwert. Hier ein Trick, der zum einen hilft, die Übersicht über die Umgebung zu behalten, und es gleichzeitig ermöglicht, die Autotür weit zu öffnen: Öffne die Tür (als Fahrer) mit der rechten Hand. Das erscheint zunächst unpraktisch, hat jedoch eine Reihe von Vorteilen. Um mit der rechten Hand an den Türgriff zu kommen, drehst du den Oberkörper automatisch weit nach links herum und kannst dich so vergewissern, dass du nicht Gefahr läufst, einen Fahrradfahrer oder Fußgänger zu übersehen. Außerdem kannst du die Tür viel weiter öffnen und hast so beim Aussteigen mehr Bewegungsfreiheit. Du kannst mit viel Kraft aus dem gesamten rechten Arm deine Tür aufstoßen. Man gewöhnt sich sehr schnell an diesen Ablauf und die Vorteile sind unübersehbar.
Hilfreiche Übungen
▶ Paddeln
▶ Brustdehnung an der Wand
▶ Brustdehnung mit abgewinkeltem Arm
▶ Streckung nach oben
▶ Streckung nach oben mit angewinkeltem Arm
▶ Dehnung nach vorn
▶ Rückendehnung
Den Fuß auf den Boden stellen Bewege dein linkes Bein aus dem Fahrzeug und stelle deinen linken Fuß ganz weit nach links auf den Boden. Als Orientierungspunkt kannst du die Rückenlehne des Autositzes nehmen. Ja, so weit weg! Der rechte Fuß kann nun folgen. Wenn du deine Füße weit voneinander aufstellst, ist der zu überwindende Weg in die aufrechte Haltung kürzer. Bitte schau dir dazu auch den Trick mit dem Aufstehen an. Übe ihn bei jedem Aussteigen.
Wenn nötig, kannst du vor dem Aufstehen den Autositz etwas nach hinten bewegen. Dann kommt dir das Lenkrad nicht so in die Quere.
Hilfreiche Tricks
▶ Der Trick zum Aufstehen aus dem Sitzen
▶ Der Trick mit der Fixierung eines festen Punkts
Mit vorgebeugtem Körper aussteigen Dies ist mit Sicherheit der schwierigste Moment. Du musst aus den Oberschenkeln die notwendige Kraft aufbringen, außerdem darfst du mit vorgebeugtem Oberkörper nicht aus dem Gleichgewicht geraten. Da deine Füße weit voneinander entfernt aufgestellt sind, hast du ein breites Fundament und stehst sicher! Schau nach oben in die Richtung, in die du dich bewegen möchtest. In Richtung Boden hat dein Blick nichts zu suchen. Richte die Augen auf einen Punkt in der Richtung, in die du möchtest. Das verhindert Schwindel
