PARKS. Erholung und Abenteuer. - Jine Knapp - E-Book

PARKS. Erholung und Abenteuer. E-Book

Jine Knapp

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Beschreibung

Einatmen, ausatmen, Balance finden und Lebensfreude tanken – das gelingt am einfachsten in einem der fast 1.000 Wiener Parkanlagen und darüber hinaus. 19 große und 10 etwas kleinere Parks haben wir für Dich ausgewählt und beschrieben: Wir erzählen Vergangenes und Gegenwärtiges, während wir die verschlungenen Wege blumiger Gärten betreten, Wildschweine und Hirschkäfer oder Schmetterlinge und Wildbienen zwischen Bächen, Teichen und Fontänen beobachten, mitten in der Stadt in die wilde oder gebändigte Natur eintauchen, auf einer Wiese die Seele baumeln und den Tagträumen freien Lauf lassen. Maximaler Erholungsfaktor und inneres Aufblühen an besonderen Orten, die es uns ermöglichen, aus dem Alltag auszubrechen und dem Stress und der Schnelligkeit zwischen Beton und Asphalt zu entfliehen. Let's do it! Mit Orientierungskarten, Anreise am Handy via QR Codes abrufbar

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Seitenzahl: 86

Veröffentlichungsjahr: 2025

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PARKS

ERHOLUNG UND ABENTEUER IN WIEN & UMGEBUNG

PLACES 1

DORIS RITTBERGER

JINE KNAPP

INHALT

Willkommen

1. Epochal

Stadtpark

2. Spielerisch

Donaupark

3. Malerisch

Pötzleinsdorfer Schlosspark

4. Kontrastreich

Schwarzenbergpark

5. Erhaben

Cobenzl & Himmel im Biosphärenpark Wienerwald

6. Reizvoll

Türkenschanzpark

7. Selbstbewusst

Belvedere-, Botanischer- & Schweizergarten

8. Prunkvoll

Schönbrunner Schlosspark & Auer-Welsbach-Park

9. Bodenständig

Lainzer Tiergarten

10. Historisch

Steinhofgründe & Dehnepark

11. Vergnüglich

Kurpark Oberlaa & Laaer Berg

12. Jugendlich

Donauinsel

13. Beschwingt

Augarten

14. Beseelt

Lobau im Nationalpark Donauauen

15. Faszinierend

Wurstel- & Grüner Prater

16. Meditativ

Floridsdorfer Wasserpark

17. Entzückend

Blumengärten Hirschstetten

18. Wanderbar

Naturpark Föhrenberge

19. Très chic

Laxenburger Schlosspark

20. Kunterbunt

Kleine Wiener Parks

Hinweise zu externen Links

WILLKOMMEN

Bis 2028 wird die Bevölkerungszahl Wiens die 2-Millionen-Marke erreicht haben. Bis 2050 soll es mehr als 70% Menschen geben, die weltweit in städtischen Gebieten leben. Zu den 53% Grünanteil am Wiener Stadtgebiet tragen die fast 1.000 Parkanlagen, die von den Wiener Stadt- und den Bundesgärtnern betreut werden, mit insgesamt 13km² Fläche einen wichtigen Teil bei. Hinzu kommen u.a. die Flächen des Wienerwaldes und der Lobau. Diese Grünflächen versorgen die WienerInnen mit dem nötigen Erholungsfaktor, den es dringend braucht, um sich zwischen Beton und Asphalt wohlzufühlen.

Das Wiener Parkleitbild gibt vor, wie durch nutzungsgerechte Raumbildung, Parkgestaltung aus ökologischen und sozialen Gesichtspunkten sowie authentischen und ortsspezifischen Lösungen ein maximaler Wohlfühlfaktor erreicht werden kann. Was für Landschaftsarchitekten heute maßgebend ist, stellten im 18. Jahrhundert beispielsweise die 5 Bände der »Theorie der Gartenkunst« eines gewissen CCL Hirschfeld dar. Die Kunstform der Gartengestaltung ist weit bis ins Altertum zurückzuverfolgen und orientierte sich hauptsächlich an den politischen und religiösen Anschauungen ihrer Zeit.

Lange war das barocke Versailles das Maß aller Dinge und prägte die Gestaltung von Gartenanlagen wie z.B. Schönbrunn und Belvedere. Dann kam die Aufklärung und man betrachtete die Natur wie ein gemaltes Bild, das nicht mehr in starre Strukturen gegossen werden wollte. Bewusst als Kontrast zum französischen Landschaftsgarten entwickelte sich das englische Pendant. Die ersten wichtigen Einflüsse auf spätere europäische Landschaftsgärten im englischen Stil (Schlosspark Laxenburg) wurden durch den italienischen Jesuiten, den Kupferstecher Matteo Ripa geprägt, der nach seiner Reise durch China fernöstliche Eindrücke nach Europa mitgebracht hatte und an denen man sich fortan orientierte.

Als das »Publikum« unter Kaiser Franz Josef erstmals in den Gärten des Adels geduldet wurde, ging es um andere Motive für einen Parkbesuch als heute. Man suchte zwar auch die Erholung an der frischen Luft, doch ein Hauptgrund für einen Spaziergang im Park war das »Sehen und Gesehen-werden«, also ein gesellschaftlicher Faktor, der im Laufe der Zeit fast gänzlich weggefallen ist. In diesem Büchlein haben wir 19 große und 10 kleinere Parks in Wien und Umgebung beschrieben und es war auch für uns im Zuge der Recherchen erstaunlich, welch Vielfalt an Erholungsräumen Wien zu bieten hat.

Die hohe Lebensqualität, die sich daraus ergibt und die Möglichkeit zu jeder Zeit aus dem Alltagswahnsinn, der uns alle mehr oder weniger einnimmt, auszubrechen, kann täglich für jeden erlebbar sein. Es liegt an uns, dieses Freudekonzept persönlich zu nützen.

Let's do it!

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Alle Places sind online

Unsere Orte kannst Du auch ganz einfach am Handy abrufen, indem Du den QR-Code des jeweiligen Parks scannst, die Karte öffnest (Google Maps) und schon geht die Anreise ganz einfach.

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IMPRESSUM

Die Informationen in diesem Buch wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch können Fehler nicht vollständig ausgeschlossen werden. Die Benutzung dieses Buches und die Umsetzung der darin enthaltenen Informationen erfolgen ausdrücklich auf eigenes Risiko. Verlag, Autoren und Lektor können für etwaige Unfälle und Schäden jeder Art, die sich beim Besuch von beschriebenen Orten aus diesem Buch oder bei der Anreise dorthin ergeben, aus keinem Rechtsgrund Haftung übernehmen. Alle Anreiseangaben ohne Gewähr.

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©verlag rittberger+knapp

Edition WildUrb, Buchtitel: PARKS

ISBN: 978-3-902999-65-8,

1. Auflage 2025.e

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Autor: Doris Rittberger, Jine Knapp; Medieninhaber: Rittberger+Knapp OG, Schrannenplatz 3/2, 2340 Mödling, Austria; [email protected], www.rittbergerknapp.com; Lektorat und Öffi-Anreise-Angaben: Loris Knoll BSc. (grüngrätzlwege.at); Für den Inhalt verantwortlich: Doris Rittberger

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Alle Rechte vorbehalten, auch das der auszugsweisen Wiedergabe in Print- oder Online-Medien. Kommentare und Fragen gerne an:

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Copyrighthinweis Bilder:

Coverfoto, Bilder im Buch: ©wildurb

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KAPITEL1

EPOCHAL

STADTPARK

BESONDERHEITEN

SpielplätzeDenkmäler und SkulpturenBrunnenanlagenalte MeiereiWienflusseinwölbung

Reich an Denkmälern, vom Wienfluss durchzogen und als erste öffentliche Wiener Parkanlage im englischen Landschaftsstil angelegt, bezaubert der Stadtpark seine Besucher-Innen seit nun fast schon 160 Jahren.

Dort, wo einst massive Stadtmauern schützend ihre Steine um Wiens Zentrum legten und sich davor, durch das Carolinentor (vorm. Seilerstättentor) erreichbar, das sogenannte Wasserglacis und der noch unregulierte Wienfluss befanden, entstand ein Park nach den Ideen eines Landschaftsmalers namens Joseph Selleny und des gebürtigen Leipzigers und späteren Leiters des Stadtgartenamtes Rudolf Siebeck. Es sind heute mehr als 94.000m2, die uns hier im virtuosen Farben- und Formenspiel und in zwei Teilbereiche geteilt – Stadtpark und Kinderpark – erhalten geblieben sind.

Als die Stadtmauern 1857 fielen, begannen vier Jahre später innerhalb kurzer Zeit die Bauarbeiten. Anstelle einer Mineralwassertrinkanstalt (Heilwasser für Trinkkuren) und eines Kaffeezeltes am Glacis, das bei Flaneurinnen und Flaneuren sehr beliebt war, baute man schon bald darauf z.B. den Kursalon im Stil der italienischen Renaissance und umzäunte den jungen Park mit einem Eisengitter, welches man erst 100 Jahre später wieder entfernte. 1903 wurde ganz im Stil des gastronomischen Modetrends der damaligen Zeit die Milchtrinkhalle Meierei im Stadtpark (heute Steirereck) eröffnet. Die Idee des Gartenkonzeptes sah vor, im Stadtpark am linken Wienufer einen Ziergarten mit Sträuchern, Wiesen und sanft geschwungenen Wegen und am rechten Wienufer im Kinderpark weitere schattige Plätze zu schaffen.

Wenn wir über den Stadtparksteg wandern, der sich circa in der Mitte des Parks befindet, gelangen wir zum einstigen Kinderpark, wo heute dem Namen von damals entsprechend, aber viel zielgruppengerechter, ein großer Kinder- und Jugendspielplatz, ein Basketballgehege und eine Halfpipe zu finden sind. Zu den herausragenden Errungenschaften der Jahrhundertwende zählt aber bestimmt die Wienflusseinwölbung und das elegante Jugendstil-Portal des Stadtparks.

Nicht zu überhören ist die U-Bahn, unser steter akustischer Begleiter auf unserem Spaziergang durch das Stadtparkareal. Der Wiener Eislaufverein, das mächtige Hotel Intercontinental und der Blick hinein Richtung Seilerstätte (ehem. Carolinentor) sind die markanten Punkte am Weg zur denkmalgeschützten U4-Bahnstation Stadtpark, die Otto Wagners Handschrift zeigt. Der Architekt, Stadtplaner und Lehrer prägte mit seiner Wagnerschule nicht nur eine ganze Generation auszubildender Architekten und infolgedessen natürlich auf lange Zeit das Stadtbild, sondern brachte es bereits zu Lebzeiten durch seine Großprojekte für vorwiegend finanzkräftige Auftraggeber zu beachtlichem Ruhm.

Was an der U4-Station Stadtpark im Großen und Ganzen erkennbar wird, findet sich auch in jedem Detail wieder: Trotz Nützlichkeitsprinzipien und Geradlinigkeit, die Wagner in seinem Stil stets verfolgte, gibt es bei näherer Betrachtung immer auch verspielte Elemente. Uns interessiert aber nicht die Dramaturgie, sondern vielmehr die Aufführung. An der Wienflusseinwölbung tritt nämlich der Wienfluss das erste Mal seit dem Naschmarkt wieder ans Tageslicht.

Bewandert man die Wienflusspromenade Richtung Donaukanal, zeigt sich ein geniales Motiv: unter uns die im Sonnenuntergang funkelnden Glitzerhüpfer im Wasser des Wienflusses und vor uns der Blick auf den Hilton-Koloss in der mittleren von drei übereinandergestapelten Ebenen mit ihren in die Mauer integrierten überdimensionalen Jugendstilvasen in Türkis.

In der obersten Etage, also im Stadtpark selbst, finden wir uns an einem in geschwungenen Linien angelegten Teich zwischen hübsch arrangierten Uferbepflanzungen wieder, wo sich eine Vielzahl an flatternden Artgenossen tummelt. Sieht man genauer hin, entdeckt man außerdem riesige orange Fische im Wasser, die sich um das von den ParkbesucherInnen illegalerweise ins Wasser geworfene Futter mit den Enten rangeln.

Der gesamte Stadtpark ist bestückt mit einer Unmenge an Parkbänken, die sich entlang der geschwungenen Wegführungen liebevoll aneinanderschmiegen. Wenn wir heute eine Pause einlegen, da und dort im Beisein der Herren Schubert, Lehár, Schindler, Strauß & Co ein paar genüssliche Momente lang verweilen oder dem Plätschern aus einem der sechs im Stadtpark aufgestellten Brunnen lauschen wollen, denken wir vermutlich nicht daran, dass man früher für die Benützung der Sitzgelegenheiten in den Parks bezahlen musste.

Für die Leihsessel waren die sogenannten »Sesselfrauen« zuständig. Sie prägten mit ihren dunklen Gewändern, den ledernen Bauchtaschen und den zu entlehnenden grünen Eisenstühlen bis in die 1960er Jahre das Bild der Wiener Parkanlagen. Heute wie damals präsentiert sich hier eine in den Großstadtdschungel eingebettete Erholungsoase mit dem Charme einer kulturell bedeutsamen »Belle Epoque«.

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START

1010 Wien, Johannesgasse 33

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ÖFFENTLICHE ANFAHRT

Linie U4 › Stadtpark

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ÖFFNUNGSZEITEN

Stadtpark stets begehbar; Hundeverbot

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KAPITEL2

SPIELERISCH

DONAUPARK

BESONDERHEITEN

Großer SpielplatzLagerwiesenDonauturmDonauparkbahnSchachBoulodrome (Boccia)Tischtennis

Reich an Denkmälern, vom Wienfluss durchzogen und als erste öffentliche Wiener Parkanlage im englischen Landschaftsstil angelegt, bezaubert der Stadtpark seine Besucher-Innen seit nun fast schon 160 Jahren. Dort, wo einst massive Stadtmauern schützend ihre Steine um Wiens Zentrum legten und sich davor, durch das Carolinentor (vorm. Seilerstättentor) erreichbar, das sogenannte Wasserglacis und der noch unregulierte Wienfluss befanden, entstand ein Park nach den Ideen eines Landschaftsmalers namens Joseph Selleny und des gebürtigen Leipzigers und späteren Leiters des Stadtgartenamtes Rudolf Siebeck.

Es sind heute mehr als 94.000m2, die uns hier im virtuosen Farben- und Formenspiel und in zwei Teilbereiche geteilt – Stadtpark und Kinderpark – erhalten geblieben sind. Als die Stadtmauern 1857 fielen, begannen vier Jahre später innerhalb kurzer Zeit die Bauarbeiten. Anstelle einer Mineralwassertrinkanstalt (Heilwasser für Trinkkuren) und eines Kaffeezeltes am Glacis, das bei Flaneurinnen und Flaneuren sehr beliebt war, baute man schon bald darauf z.B. den Kursalon im Stil der italienischen Renaissance und umzäunte den jungen Park mit einem Eisengitter, welches man erst 100 Jahre später wieder entfernte.

1903 wurde ganz im Stil des gastronomischen Modetrends der damaligen Zeit die Milchtrinkhalle Meierei im Stadtpark (heute Steirereck) eröffnet. Die Idee des Gartenkonzeptes sah vor, im Stadtpark am linken Wienufer einen Ziergarten mit Sträuchern, Wiesen und sanft geschwungenen Wegen und am rechten Wienufer im Kinderpark weitere schattige Plätze zu schaffen.