Permakultur leicht gemacht! - Till Minder - E-Book

Permakultur leicht gemacht! E-Book

Till Minder

0,0
9,99 €

oder
-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Wenig Arbeit, große Erträge!


Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten? Und die Natur übernimmt die meiste Arbeit? Das klingt wie ein leeres Versprechen, doch das ist möglich mit Permakultur!


In diesem Buch zeige ich Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie selbst eine Permakultur aufbauen können. Besonders für Anfänger gibt es zu Beginn einiges zu beachten. Doch mit dem richtigen Know-how und einer guten Planung können Sie die Fehler vermeiden und saftige Früchte ernten.


Ihre Vorteile mit einer Permakultur:


Struktur: Ob Beet oder Baum – alles ist genau richtig angelegt, wo Sie es auch langfristig haben wollen.

Wenig Arbeit: Jede Pflanze bekommt ausreichend Sonne, Wasser und Nährstoffe, da Sie von Anfang an richtig geplant haben.

Natur pur: Sie brauchen weder Pestizide noch künstlichen Dünger. Ihre Ernte ist Natur pur.

Gut für die Umwelt: Bienen und Schmetterlinge werden Ihnen danken, dass Ihr Garten so naturbelassen ist. Auch Boden, Wasser und Luft bleiben dank einer Permakultur natürlich und gesund.

Selbstversorgung: Unabhängigeres Leben dank Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten.


Was Sie mit diesem Buch bekommen:


Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit vielen Tipps, wie Sie bei der Gestaltung der eigenen Permakultur alles richtig machen.

Wertvolle Tipps für Ihren Gemüse- und Obstanbau mit ertragreicher Ernte.

Umfangreiches Know-how, um Anfängerfehler zu vermeiden. Das spart nicht nur Zeit und Mühe, sondern vor allem Nerven!


Fazit: Machen Sie sich die Vorteile einer Permakultur zu Nutze und profitieren Sie von dem natürlichen Kreislauf der Natur. Belohnt werden Sie mit gesunden, frischen Lebensmitteln aus dem eigenen Garten! Und mit der richtigen Planung starten Sie auch gleich in Ihre Selbstversorgung. Worauf warten Sie noch?


Kaufen Sie jetzt das Buch für mehr Unabhängigkeit!


Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2022

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



 

 

Till Minder

Permakultur

leicht gemacht!

Unabhängig Gemüse anbauen und mehr Freiheit genießen. Der perfekte Start zum Selbstversorger mit dem umfassenden Praxishandbuch für Einsteiger.

 

 

 

 

Impressum

 

Copyright © Till Minder

1. Auflage 2022

ISBN: 9783754670316

 

 

Alle Rechte vorbehalten

Nachdruck, auch in Auszügen, nicht gestattet

Kein Teil dieses Werkes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors in irgendeiner Form reproduziert, vervielfältigt oder verbreitet werden

Kontakt: Kontakt: Michael Stüssi / Seestrasse 65 / 8820 Wädenswil

Covergestaltung: 99designs

 

www.redfox-verlag.de

Bei Fragen oder Anregungen schreiben Sie bitte an:

[email protected]

 

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Was ist Permakultur?

Permakultur ist kein neuer Trend

Die ersten Schritte zur Permakultur

Ist-Zustand aufnehmen

Gewächse sortieren

Grobe Skizze anfertigen

Die Beete genauer planen

Schritt für Schritt zur Permakultur

Der Boden im Garten

Bodenarten

Pflege des Bodens

Kompost im eigenen Garten

Woraus sollte der Kompost bestehen?

Natürlicher Dünger

Fazit

Wasser

Regenwasser

Bewässerungssystem im Garten

Fazit

Gartengestaltung

An der Lage orientieren

Tiere in der Permakultur

Gemüseanbau

Gewächshaus und Frühbeet nutzen

Die richtigen Gemüsesorten finden

Das perfekte Gemüsebeet

Übersicht Gemüsesorten

Fazit

Obstanbau

Die richtigen Obstsorten finden

Planung des Obstgartens

Obstgarten anlegen und pflegen

Fazit

Kräuter

Der Weg zum eigenen Kräuterbeet

Pflege der Kräuter

Fazit

Pilzzucht

Bodenverbesserung

Düngung

Pflanzenkrankheitengezielt behandeln

Die häufigsten Schädlinge

Vorbeugung von Schädlingen und Krankheiten

Ein Jahr im Garten

Die 10 häufigsten Fehler in der Permakultur

1. Den Kreislauf der Permakultur stören

2. Die Planungen nicht gründlich durchführen

3. Nicht an den Aussaatkalender halten

4. Den Aufwand und Ertrag nicht richtig einschätzen

5. Den Boden vernachlässigen

6. Zum falschen Zeitpunkt ernten

7. Tieren den Lebensraum nehmen

8. Falsche Vorbereitungen treffen

9. Größentechnisch im Garten verschätzen

10. Sich nicht genug mit der Permakultur beschäftigen

Bonus: Die Permakultur auf der Terrasse oder auf dem Balkon

Tipps für Balkon und Terrasse

Mischkultur in der Permakultur

Abschließende Worte

Literaturverzeichnis

Haftungsausschluss

Impressum

 

 

 

 

 

Vorwort

 

 

P

ermakultur erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Dabei handelt es sich hierbei gar nicht um ein neuartiges Konzept. Wussten Sie, dass der Erfinder der Permakultur das Konzept bereits in den 1970-er Jahren entwickelt hatte? Doch völlig zurecht erlebt Permakultur gerade heute wieder einen großen Aufschwung.

Nicht ohne Grund halten Sie auch dieses Buch in der Hand. Es ist ein erster Schritt für mehr Natürlichkeit im eigenen Garten. Die Natur darf Natur bleiben und wird dabei sinnvoll unterstützt. Damit geht das Konzept weg vom perfekten Garten mit stilistischen Elementen, den so gar nichts mehr mit der eigentlichen Natur verbindet.

Doch warum gewinnt Permakultur gerade in letzter Zeit wieder an Bedeutung? Wir sind nicht darauf angewiesen im eigenen Garten Obst und Gemüse anzubauen, dennoch gehen immer mehr Menschen wieder in diese Richtung. Wir wollen wissen, was wir essen und suchen gezielt nach Lebensmitteln ohne genetische Veränderung oder chemische Behandlung. Die beste Option bietet Ihnen dabei der eigene Garten. Sie können sich Obst und Gemüse einfach selbst anbauen. Sie werden erstaunt darüber sein, was für Möglichkeiten Ihnen selbst ein kleiner Garten oder auch nur eine Terrasse oder ein Balkon bieten können. Permakultur ist bei diesem Vorhaben, der ideale Begleiter, der Sie dabei unterstützt, sich selbst versorgen zu können und nicht stets von einem Supermarkt in der Nähe abhängig sein zu müssen.

Ich möchte Sie an dieser Stelle gerne abholen und mit auf eine Reise zur eigenen Permakultur nehmen. Selbst, wenn Sie mit diesem Begriff bisher wenig anfangen konnten, ist das gar kein Problem. Und auch, wenn Sie bereits mit Permakultur einige Erfolge feiern konnten, gebe ich Ihnen gerne noch weitere Tipps. So werden Sie in Zukunft noch erfolgreicher mit der eigenen Permakultur sein. Damit das Konzept der Natürlichkeit im eigenen Garten überhaupt aufgehen kann, braucht es einiges an Grundwissen, das ich Ihnen sehr gerne vermitteln möchte. Außerdem gibt es einige Anfängerfehler, die vermieden werden sollten.

Sehen wir uns dazu gemeinsam an, was eine Permakultur ist und wie diese entsteht. Haben Sie sich entschieden, selbst eine Permakultur zu errichten? Wunderbar, dann widmen wir uns gleich auch den ersten erforderlichen Schritten. Dabei wird zunächst deutlich, welche Rolle die Gartengestaltung spielt. Sie erfahren aber auch, welche Möglichkeiten Sie neben dem Obst- und Gemüseanbau zusätzlich noch haben. Was sollten Sie tun, wenn sich Schädlinge in Ihren Garten verirren? Und was sind letztlich die größten Unterschiede zu einer klassischen Kultur im Garten?

Damit bei der Umsetzung alles nach Plan verläuft, ist es schon einmal ein guter erster Schritt, dass Sie ein Buch wie dieses in den Händen halten. So sind Sie perfekt vorbereitet, um selbst durchzustarten und Ihr eigenes Projekt in die Tat umzusetzen. Das grundlegende Wissen aus diesem Buch wird Ihnen dabei helfen, die größten Fehler zu vermeiden und von Anfang an alles richtig zu machen.

 

Worauf warten Sie noch?

Lassen Sie uns beginnen!

 

 

 

 

Was ist Permakultur?

 

 

G

anz einfach formuliert ist es das größte Ziel der Permakultur, sich selbst zu versorgen. Im Garten soll damit ein Kreislauf entstehen, der nicht von äußeren Einflüssen abhängig ist, sondern sich selbst am Leben erhalten kann. Die größte Besonderheit ist, dass Sie als Mensch dabei so wenig wie möglich eingreifen. Es kommt also keine moderne Technik zum Einsatz, das gilt sowohl für landwirtschaftliche Maschinen, als auch für elektrische Gartengeräte. Außerdem wird sowohl auf Dünger als auch auf Pestizide verzichtet, die von außen in den Garten eingebracht werden müssten.

Die Permakultur richtet sich vor allem an Menschen, die den Wunsch hegen, sich selbst versorgen zu können. Viele nehmen leider gar nicht wahr, dass wir uns in einer andauernden Abhängigkeit befinden. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, was mit dem Apfel vorher passiert ist, den Sie gerade essen möchten? Manche dürften diese Gedanken für übertrieben halten, jedoch ist es ein überaus interessanter Ansatz, darüber nachzudenken, was wir eigentlich essen und was damit vorher geschehen ist. Dabei geht es vor allem darum, Verantwortung zu übernehmen und darauf zu achten, was der eigene Körper eigentlich essen sollte. Wie Sie vielleicht jetzt merken, umfasst die Permakultur viel mehr als nur eine Möglichkeit, wie ein Garten sinnvoll bewirtschaftet werden kann. Letztlich entwickelt sich durch diese Art der Kultur eine ganz andere Verbindung zur Natur, da diese die nötige Wertschätzung erhält und nicht länger ausgebeutet wird.

Permakultur bedeutet dabei vor allem, dass der Garten biologisch und nachhaltig gestaltet werden soll. Sie vertraut darauf, dass die Natur sich selbst gut versorgen kann und dazu nur die natürlichen Ressourcen benötigt werden. Ziel ist es bei der Permakultur außerdem, zu jeder Zeit irgendwo im Garten etwas ernten zu können. Damit das möglich wird, ist die Einrichtung sogenannter Gartenzonen notwendig. Darauf werden wir im weiteren Verlauf noch genauer eingehen, da diese Zonen eine entscheidende Rolle spielen.

Bereits der Begriff „Permakultur“ verrät jedoch sehr gut, worum es eigentlich geht. Permakultur stammt auf dem Englischen und bedeutet permanent agriculture. Das wiederum lässt sich als „dauerhafte Landwirtschaft“ ins Deutsche übersetzen. Der eigene Garten soll bewusst gestaltet und erhalten werden, sodass ein landwirtschaftlich produktives Ökosystem entsteht. Dieses Ökosystem soll die Vielfalt und Dauerhaftigkeit beibehalten, die auch in der Natur vorkommt. Damit handelt es sich um eine Gegenbewegung zur industriellen Landwirtschaft, die vor allem auf die Masse der Erzeugnisse abzielt, jedoch auch einige Nachteile hat.

David Holmgren beschrieb die Permakultur folgendermaßen: „Permakultur ist ein kreativer Gestaltungsansatz, der auf eine Welt schwindender Energie- und Ressourcenverfügbarkeit rea-giert.“ Das mag im ersten Blick schwer verständlich und nicht greifbar klingen. Sie werden aber merken, dass die Permakultur leicht verständlich ist und sich Schritt für Schritt sehr gut umsetzen lässt. Dennoch sollten Sie auch wissen, dass hinter dem Konzept der Permakultur auch ethische Grundsätze stehen, die sich beispielsweise damit beschäftigen, dass jeder für sich selbst sorgen können sollte und die natürlichen Ressourcen auf der Erde endlos sind. Die Erde selbst soll dabei mit Respekt behandelt werden. Nachhaltigkeit, Balance und Fairness stehen im Vordergrund.

Ziel unserer Permakultur ist es, ein nachhaltiges Gartenkonzept zu schaffen, das Ihnen möglichst wenig Arbeit bereitet. Dabei werden natürliche Ökosysteme genau beobachtet und dann im eigenen Garten nachgeahmt. Dabei sind die eigenen Möglichkeiten im Garten größer als Sie jetzt vielleicht denken. Wenn Sie sich für Permakultur entscheiden, arbeiten Sie mit der Natur und kämpfen nicht mehr gegen Sie. So entsteht ein Ökosystem, das theoretisch für die Ewigkeit geschaffen ist und sich selbst in der Balance halten kann.

Nicht umsonst wird Permakultur als ein besonders naturnahes System, um Landwirtschaft zu betreiben, bezeichnet. Wenn Sie schon immer gerne Obst und Gemüse im eigenen Garten anpflanzen wollten, sind Sie an dieser Stelle genau richtig. Konsum und Produktion stehen dabei im Gleichgewicht und werden zusammengebracht. Die Permakultur ist auch dann ideal für Sie, wenn Sie nicht unendlich viel Zeit in den eigenen Garten stecken wollen oder können. Gleichzeitig gelingt es Ihnen dennoch, Erträge in ausreichender Höhe zu erhalten und den Arbeitsaufwand noch zusätzlich zu minimieren. Selbst wenn Sie nur einen kleinen Garten haben, können Sie Permakultur bei sich umsetzen und zum eigenen Vorteil und zum Vorteil der Natur nutzen. Beispielsweise versucht die Permakultur auf gesunde Mischkulturen zu setzen und Monokulturen zu verhindern, da diese die Vielfalt bedrohen.

Es ist natürlich schön, wenn Sie auch hinter den ethischen Gedanken der Permakultur stehen. Genauso gut können Sie das Konzept aber auch nutzen, wenn Sie einfach nur Gemüse und Obst für den Selbstbedarf anbauen möchten. Dann ist Permakultur nämlich eine Möglichkeit, die es Ihnen auch als Anfänger auf diesem Gebiet besonders einfach macht. Scheuen Sie sich also nicht und lesen Sie auch jeden Fall auch die nächsten Kapitel.

Es ist ein schöner Grundgedanke, mit der Permakultur so viel Natur wie möglich aufrechterhalten und gleichzeitig noch einen Gewinn daraus ziehen zu können. Auch sehr kleine Räume wie etwa ein Hausgarten können dabei einen großen Nutzen entwickeln.

Wenn Sie sich auch nur ansatzweise bei diesem Konzept der Natürlichkeit im Garten wiederfinden, dann ist die Permakultur genau das Richtige für Sie. In jedem Fall ist es einen Versuch wert. Oftmals wächst die Begeisterung immer weiter an, je länger Sie sich mit dieser Thematik auseinandersetzen.

 

 

 

 

Permakultur ist kein neuer Trend

 

 

A

n dieser Stelle ist es noch wichtig zu erwähnen, dass es sich bei Permakultur nicht um einen neuen Trend handelt. Vielmehr wurde sie bereits in den 1970er-Jahren von zwei Australiern entwickelt. Bill Mollison und David Holmgren haben in diesem Zusammenhang bereits große Bekanntheit erlangt.

Zu der damaligen Zeit erlebte die industrielle Landwirtschaft einen großen Aufschwung. Immer mehr Massen wurden produziert. Und dies zum Leidwesen der Natur. Die beiden Australier suchten deshalb nach einem Gegenentwurf zur klassischen Landwirtschaft an. Was sie entdecken, war nicht unbedingt neu, musste aber wieder neu entdeckt werden, weil diese Prinzipien vollkommen in Vergessenheit geraten waren.

In der industriellen Wirtschaft kommen besonders häufig Monokulturen vor, wie Sie sicherlich auch bereits vor der eigenen Haustür beobachten konnten. Überall wächst das Gleiche und die Vielfalt scheint ernsthaft bedroht zu sein. Gleichzeitig kommen in hohen Mengen Dünger und verschiedene Pestizide zum Einsatz, die leider dafür sorgen, dass der Boden immer mehr verseucht wird. Konzepte zur Permakultur gibt es, wie gesagt, bereits länger. Einen wirklichen Erfinder dieser Anbauweise auszumachen, ist also kaum möglich. Bereits um 1911 machten sich amerikanische Agrarwissenschaftler Gedanken darüber, wie nachhaltige Anbaumethoden geschaffen werden können, die den Boden nicht zur sehr belasten und über einen langen Zeitraum gut funktionieren können. Franklin Hiram King nahm dabei zum ersten Mal den Begriff „Permakultur“ in den Mund. Im Fokus stand schon damals der ewige Kreislauf, in dem sich ein gut funktionierendes Ökosystem befinden kann. Der Einklang mit der Natur spielte auch hierbei schon eine entscheidende Rolle.

Holmgren und Mollison verfeinerten das Konzept vor allem, indem sie in der Praxis testeten, was in der Theorie feststand. Auch in Japan gab es zur etwa gleichen Zeit Menschen, die ein ähnliches Landschaftskonzept aufstellten. Der oberste Wunsch war dabei, die Natur nicht weiter auszubeuten. Es wurde daher genau beobachtet, wie sich die Natur selbst verhält, um auf Dauer funktionieren zu können und trotzdem eine reiche Ernte zu bringen.

Um eine gute Permakultur entwickeln zu können, kommt es vor allem auf die Planung an und auf das richtige Wissen, um die größten Fehler vermeiden zu können. Noch scheint der eigene Traum, Lebensmittel im Garten anbauen zu können, in weiter Ferne. Sie werden jedoch merken, dass es gar nicht so schwer ist, den eigenen Garten richtig zu gestalten.

Bereits zur damaligen Zeit erkannten die Entwickler der Permakultur die Vorteile, die es hat, wenn sie auf ein funktionierendes Ökosystem setzen. Dabei steht auch immer die Warnung im Hintergrund, dass wir uns mit der klassischen Landwirtschaft die Böden auf der Erde kaputt machen, sodass wir sie nicht mehr lange nutzen können. Mit der eigenen Permakultur im Garten ist es Ihnen möglich, sich ein stückweit unabhängig zu machen.

Bis heute hat sich das Konzept der Permakultur ständig weiterentwickelt. Immer noch kommen daher laufend neue Erkenntnisse hinzu. Recht schnell wurde erkannt, dass es wenig Sinn macht, nur einzelne Bestandteile zu beobachten. Vielmehr sollte das gesamte System in seiner Ganzheit betrachtet werden. Auch innerhalb des Ökosystems gibt es immer wieder Wechselwirkungen, weshalb einzelne Teile immer gemeinsam beobachtet werden sollten.

Im Laufe der Geschichte ist die Permakultur sogar zu einer internationalen Bewegung geworden, die ein modernes und gleichzeitig nachhaltiges Konzept für die Raumplanung bietet. Viele Prinzipien der Permakultur werden heute sogar für die Energieversorgung oder Landschaftsplanung genutzt. Inzwischen tritt auch der Wunsch der Gesellschaft immer mehr hervor, nachhaltig handeln und wirtschaften zu wollen. Viele möchten damit im eigenen Garten beginnen, wozu sich Permakultur hervorragend eignet.

Es ist auch davon auszugehen, dass die Entwicklung der Permakultur in den nächsten Jahren noch weiter voranschreiten wird, wenn Nachhaltigkeit und Balance mit der Natur noch weiter an Bedeutung gewinnen. Im nächsten Schritt wollen wir uns damit beschäftigen, wie Sie perfekt in die Permakultur einsteigen. Vor allem die richtige Planung spielt eine wichtige Rolle, damit Sie am Ende auch zufrieden sind und sich nicht mehr Aufwand machen als unbedingt notwendig.

 

 

 

 

Die ersten Schritte zur Permakultur

 

 

B

einahe nichts ist bei der Permakultur wichtiger als die richtige Planung. Es wird Ihnen wenig helfen, einfach loszulegen, denn dann übersehen Sie unter Umständen wichtige Aspekte, die im Nachhinein dann nur noch schwer eingebracht werden können.

Daher möchte ich Ihnen eine Schritt-für-Schritt Anleitung in die Hand geben, damit Sie bestmöglich vorbereitet sind und keine Anfängerfehler machen.

Ist-Zustand aufnehmen

Zuerst ist es tatsächlich entscheidend, welche Gegebenheiten bei Ihnen vorhanden sind. Haben Sie einen großen oder kleinen Garten? Schreiben Sie sich alle wichtigen Fakten direkt auf. Selbst wenn Sie nur eine Terrasse haben, gibt es Möglichkeiten, um so nah wie möglich an einer Permakultur arbeiten zu können. Dafür ist es im ersten Schritt jedoch sehr wichtig, den eigenen Garten bzw. die Terrasse genau unter die Lupe zu nehmen. Machen Sie sich gerne auch Notizen, damit Sie später nichts Wichtiges vergessen.

Da davon auszugehen ist, dass sich momentan schon Pflanzen im Garten befinden, sollten Sie auch danach schauen, was für Pflanzen und Gewächse dort im Moment schon zu finden sind. Machen Sie wenn nötig sogar Bilder und schreiben sich die Namen der Pflanzen auf.

Tipp:

Wenn Ihnen einige Namen nicht geläufig sind, müssen Sie nicht aufwendig nachschlagen. Es gibt inzwischen einige Apps für das Handy, mit denen Sie Pflanzen über die Handykamera ganz einfach bestimmen können.

 

Für die genauere Planung ist es zudem sehr hilfreich, wenn Sie nicht nur die Größe des Gartens kennen, sondern diesen auch skizzieren. So können Sie später leichter die einzelnen Gartenzonen einzeichnen. Zudem sollten Sie versuchen, den Boden näher zu betrachten. Der Boden ist ausschlaggebend dafür, was im Garten wirklich wachsen kann. Wenn Sie in diesem Bereich nicht über Fachwissen verfügen, können Sie im Labor auch einfach eine Bodenprobe einsenden, um auf Nummer sicher zu gehen. Wenn Sie das nicht möchten, sollten Sie den Boden zumindest auf seine Beschaffenheit untersuchen. Ist er eher sandig? Können Sie einzelne Bestandteile vielleicht erkennen und näher benennen?

Abbildung 1: Sie sollten auf jeden Fall eine Skizze von Ihrem Garten anfertigen, damit Sie einen besseren Überblick über den vorhandenen Platz gewinnen. Dies hilft Ihnen später die detaillierte Planung schneller vorzunehmen und Ihnen passieren weniger Fehler bei der Einteilung der einzelnen Permakultur Zonen. Zudem wissen Sie welche Pflanzen bereits in Ihrem Garten vorhanden sind und können anschließend die neuen Pflanzen daran anpassen.

Versuchen Sie außerdem, den Garten in verschiedene Zonen einzuteilen. Gibt es Bereiche die unterteilt werden können? Vielleicht auch Höhenunterschiede die beachtet werden sollten? Zeichnen Sie den eigenen Garten so gut wie möglich auf.

In der Planung sollten Sie sich auch Gedanken darüber machen, was Sie eigentlich vom fertigen Garten erwarten und was Sie gerne ernten möchten. Bleiben Sie dabei jedoch realistisch und schreiben Sie sich die einzelnen Wünsche auf. Sie sollten so genau wie möglich ein Ziel notieren. Wie soll das Endergebnis aussehen? Haben Sie vielleicht schon Ideen, die unbedingt umgesetzt werden sollten? Oft gibt es auch Dinge, die weiterhin unbedingt so im Garten verbleiben sollten, wie z.B. der geliebte Gartenteich. Auch das sollte bereits jetzt Berücksichtigung finden.

Wenn Sie sich noch sehr unsicher sind und kaum Ideen haben, kann es sehr sinnvoll sein, sich einfach mal in den Garten zu setzen. Suchen Sie sich mittig einen Platz und schauen Sie einfach rundherum. Gibt es Plätze, die besonders stark in der Sonne liegen und welche die eher schattig sind? Auch das sollten Sie sich aufschreiben.

Tipp:

Skizzieren Sie Ihren Garten einmal ganz genau und dann sollten Sie sich einige Kopien anfertigen. So können Sie sich in jeder Kopie andere Notizen machen, damit es nicht zu unübersichtlich wird.

Im ersten Moment kommt hier vielleicht die Frage auf, warum Sie sich den Aufwand überhaupt machen sollten. Denken Sie aber daran, dass Sie sich den Garten nach den Regeln der Permakultur jetzt so gestalten, wie Sie wollen. Seien Sie dabei gründlich, damit keine wichtigen Aspekte vergessen werden können. Jede Pflanze hat andere Bedürfnisse und deshalb sollten Sie die Gegebenheiten, also den Ist-Zustand, so gut wie möglich aufnehmen. Es gibt Pflanzen, die sich nur in der Sonne wohlfühlen, und andere wiederum, die Schatten benötigen, um richtig gedeihen zu können. Wenn Sie genügend Zeit haben, sollten Sie den Garten sogar in den einzelnen Jahreszeiten beobachten, um zu sehen, wie die Witterung sich auf den Garten auswirkt.

Gewächse sortieren

Ein wichtiger nächster Schritt ist es, sich Gedanken darüber zu machen, welche Pflanzen Sie im Garten behalten möchten und welche für Ihre persönliche Permakultur leider nicht allzu viel Sinn machen.

Das ist eine persönliche Entscheidung, die nur Sie treffen können. Denken Sie auch daran, dass die Pflanzen zu ganz verschiedenen Zeitpunkten austreiben und sich daher vielleicht erst zu einem späteren Zeitpunkt in Ihrem Garten zeigen. Das sollte bei der Planung berücksichtigt werden. Pflanzen Sie bereits jetzt Gewächse um, die Sie nicht mehr benötigen. Im Zeichen der Permakultur sollten Sie versuchen diese noch weiterzuverwenden. Vielleicht lässt sich aus ihnen noch etwas zubereiten oder Sie haben im Freundes- und Bekanntenkreis Abnehmer für die Pflanzen?

Bei diesem Schritt des Aussortierens sollten Sie sich gleichzeitig auch überlegen, was Sie gerne in Ihrem Garten anbauen möchten. Hierbei können Sie ganz nach Ihren persönlichen Vorlieben gehen. Sortieren Sie Pflanzen aus, deren Früchte Sie evtl. einfach nicht mögen. Machen Sie sich eine Liste mit Gemüse- und Obstsorten, die Sie anbauen möchten. Vergessen Sie dabei auch nicht Kräuter und Blumen, die evtl. nicht konkret eine Ernte bringen, aber dennoch zur Permakultur beitragen.

Sie können erst einmal alles aufschreiben, was Sie sich wünschen. Ich empfehle Ihnen, bereits jetzt zu schauen, welche Rahmenbedingungen die einzelnen Pflanzen oder Bäume benötigen. Evtl. müssen Sie an dieser Stelle dann schon aussortieren. Machen Sie sich außerdem Gedanken darüber, wie viel Sie ernten möchten und ob Sie ganzjährig ernten wollen.

Notieren Sie sich zu jeder Pflanze, was diese benötigt. Fertigen Sie dazu eine Übersicht mit den wichtigsten Eigenschaften an. Ich weiß, dass dies unter Umständen mühsam sein kann. Gleichzeitig lernen Sie aber bereits jetzt viel über Pflanzen und Bäume im eigenen Garten. Dieses Wissen wird später noch sehr wertvoll für Sie sein.

 

Grobe Skizze anfertigen

Sie wissen nun, was Sie möchten und können eine grobe Skizze anfertigen. Gerne auch etwas größer, sodass Sie diese ausgelegt vor sich auf den Tisch legen können. So haben Sie die Möglichkeit, noch genauer planen zu können. Zeichnen Sie nun zuerst alle Bestandteile im Garten ein, die bereits fest sind und in der Regel auch nicht verändert werden können.

Abbildung 2: Für die Planung ist es wertvoll alle Gegenstände und Pflanze einzuzeichnen, welche fest an einem Platz sind. Dies kann z.B. ein Gartensitzplatz, große Bäume, ein Gartenteich, ein Schuppen oder Gartenhäuschen sein. Anschließend wissen Sie genaue welche Fläche für die Permakultur zur Verfügung steht.

 

Überlegen Sie sich, wo Sie Beete unterbringen möchten. Hier gibt es nach der Permakultur keine genauen Vorgaben. Sie sollten nur darauf achten, dass die Beete lieber lang als zu breit sind, da das die Bearbeitung der Beete erheblich erschweren kann. Auch Bäume sollten Sie jetzt schon ganz genau einplanen. Vergessen Sie dabei auch nicht Zubehör, das Sie benötigen. Zeichnen Sie schon jetzt das Gartenhaus ein oder den Komposthaufen, der bei der Permakultur auf keinen Fall fehlen darf.

Auch die Wegeplanung sollte bereits in der ersten Skizze berücksichtigt werden. Planen Sie die Wege möglichst praktisch, sodass Sie alle Bereiche im Garten möglichst schnell erreichen können. Es sollten weder zu wenig noch zu viele Wege sein. Zeichnen Sie diese gerne schon direkt ein. Damit Sie bei der Wasserversorgung der Pflanzen nicht nachhelfen müssen, sollten Sie im Garten einige Regentonnen installieren. Positionieren Sie diese am besten etwas oberhalb, damit das Wasser dann wie von selbst wieder aus der Tonne herausfließen kann. So kann der Garten sich ganz von selbst mit Wasser versorgen. Wenn der Garten groß genug ist, haben Sie sogar die Option, einen kleinen Bachlauf anzulegen, der die Wasserversorgung nochmals verbessern kann.

Die Beete genauer planen

Wenn Sie den Garten grob geplant haben, sollten Sie sich intensiver mit den einzelnen Beeten auseinandersetzen. Ich empfehle Ihnen, sich hierfür eine zusätzliche große Skizze anzufertigen, die nur die Beete abbildet. Jetzt sind die Vorüberlegen sehr hilfreich, die Sie bereits getroffen haben. So wissen Sie bereits, was Sie im Garten gerne anpflanzen möchten. Dabei sollten Sie unbedingt berücksichtigen, dass Gemüse und Obst verschiedene Anbauzeiten haben. Das bedeutet, dass ein Gemüse nicht das ganze Jahr einen Platz im Beet besetzt. Nach der Ernte kann genauso gut noch ein anderes Gemüse eingesetzt werden. Dabei spielt die Fruchtfolge eine sehr wichtige Rolle. Hierzu gebe ich Ihnen in den folgenden Kapiteln jedoch ebenfalls noch wertvolle Tipps, denn hier gilt es einiges zu beachten.

Auch wenn Sie jetzt zu Beginn noch nicht umfassendes Wissen haben, können Sie bereits beginnen zu planen.

---ENDE DER LESEPROBE---