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Wenn in der Familie jemand pflegebedürftig wird und in ein Pflegeheim soll, muss dies häufig sehr schnell gehen. Nach welchen Kriterien soll man dann ein Pflegeheim aussuchen? Wohl kaum jemand hat sich schon im Vorwege ausgiebig mit diesem Thema befasst und Pflegeeinrichtungen verglichen. Dieser Ratgeber soll einen schnellen Überblick verschaffen, worauf man bei der Auswahl eines Pflegeheimes achten muss. Er soll Angehörigen auch die notwendigen Informationen bieten, um Aussagen von Beratungsstellen und Pflegeanbietern bewerten zu können. Die Checkliste am Ende enthält konkrete Anhaltspunkte für den ersten Besuch im Pflegeheim. Ebenso erhalten Sie Tipps, worauf Sie nach Einzug ins Pflegeheim achten sollten.
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Seitenzahl: 27
Veröffentlichungsjahr: 2015
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Bernhard Stärck
Pflegeheim-Check
Tipps für eine erfolgreiche Suche nach der richtigen Pflegeeinrichtung
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Pflegeheim-Check
Erste Schritte
Lebensraum
Selbstbestimmung - Der Kunde ist König
Tagesablauf nach eigenem Wunsch
Attraktive Freizeitangebote
Eigene Möbel
Freundliches Personal
Gute pflegerische Versorgung
Sauberkeit und Hygiene
Ein offenes Ohr der Leitung
Gutes Essen
Preis - Leistung
Schlusswort
Nachtrag
Mögliche Fragen zum Erstgespräch
Zum Autor
Impressum neobooks
Wenn ein Familienmitglied pflegebedürftig wird und Unterstützung benötigt, muss oft schnell entschieden werden, wie es nun weitergeht. Fällt die Entscheidung auf eine Betreuung im Pflegeheim, steht die Frage im Raum: Nach welchen Kriterien sucht man ein Pflegeheim aus?
Im besten Fall hat sich der Pflegebedürftige schon vorher informiert welche Angebote es in der Region gibt und sich bereits entschieden. Leider ist das aber nur selten der Fall und die Entscheidung liegt häufig bei den Angehörigen und muss schnell gefällt werden. Dieser Ratgeber soll einen ersten Überblick verschaffen, worauf man bei der Auswahl eines Pflegeheimes achten muss. Er soll Angehörigen auch die notwendigen Informationen bieten, um Aussagen von Beratungsstellen und Pflegeanbietern bewerten zu können. Die Checkliste am Ende enthält konkrete Anhaltspunkte für den ersten Besuch im Pflegeheim. Ebenso erhalten Sie Tipps, worauf Sie nach dem Einzug ins Pflegeheim achten können.
Die folgenden Ausführungen beruhen auf mehr als dreißig Jahre Erfahrung in der Altenhilfe. Sie zeigen beide Seiten der Medaille:
Sie sind einerseits Kunde und können für Ihr Geld eine vernünftige Dienstleistung erwarten, das Pflegeheim ist aber andererseits auch als Partner zu begreifen und Partnerschaft beruht auf gegenseitigem Verständnis und Vertrauen.
Können alltägliche Verrichtungen wie waschen und anziehen nicht mehr alleine bewältigt werden, ist ein Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung auszufüllen. Hierbei sind Pflegeberatungsstellen oder Pflegestützpunkte gerne behilflich. Die Pflegekasse hat meist die gleichen Kontaktdaten wie die Krankenkasse, auf jeden Fall kann man Sie dort weiter leiten. Nach einigen Wochen erfolgt dann ein angekündigter Besuch des medizinischen Dienstes der Krankenkasse (MDK). Der MDK-Gutachter legt gegebenenfalls einen Pflegegrad fest. Sobald eine Pflegebedürftigkeit vorliegt, haben Sie einen gesetzlichen Anspruch auf Pflegeberatung durch Ihre Pflegekasse. Die Palette der Beratung reicht vom unverständlichen Schreiben im Briefkasten bis zum ausführlichen Beratungsbesuch bei Ihnen zu Hause. Zu dem Beratungsnetz der Pflegekassen gehören auch die sogenannten „Pflegestützpunkte“. In vielen Städten und Gemeinden gibt es diese bereits. Unter www.pflegestuetzpunkte-online.de finden Sie die Kontaktdaten. Das Bundesministerium für Gesundheit schreibt hierzu auf seiner Internetseite:
„Pflegestützpunkte werden von den Kranken- und Pflegekassen auf Initiative eines Bundeslandes eingerichtet und bieten Hilfesuchenden Beratung und Unterstützung. Wenn Sie selbst pflegebedürftig sind oder pflegebedürftige Angehörige haben, erhalten Sie im Pflegestützpunkt alle wichtigen Informationen, Antragsformulare und konkrete Hilfestellungen. In den Pflegestützpunkten finden Sie auch die Pflegeberaterinnen und -berater der Pflegekassen.“
In vielen Pflegestützpunkten erhalten Sie professionelle und kompetente Beratung. Vorsicht, manche Pflegestützpunkte sind in Räumlichkeiten von Pflegeanbietern und die Berater sind mitunter ehemalige oder noch aktive Mitarbeiter eben dieser Anbieter. Wie unabhängig und neutral diese Beratungen dann sind, ist fraglich.
