12,99 €
POLYGLOTT on tour Schottland Hier ertönen längst nicht mehr nur Bagpipes: Schottland ist die Heimat zahlreicher Bands wie Franz Ferdinand, Chvrches, Belle and Sebastian, Snow Patrol oder auch des DJs Calvin Harris. Neben internationalen Top-Acts gibt es jedoch noch vieles mehr zu entdecken. Mit dem POLYGLOTT on tour lässt sich der Herzschlag Schottlands hautnah erspüren. Der Autor Thomas Rudolf führt in 14 ausgeklügelten Touren durch die Vielseitigkeit des Landes und stellt Typisches, Besonderes und Eigenheiten vor. Schnuppern Sie keltisches Lebensgefühl und lernen Sie das Land kennen! Besuchen Sie eines der zahlreichen Kulturfestivals, nutzen Sie die Möglichkeiten für anspruchsvolle Outdoor-Aktivitäten und erkunden Sie den mittelalterlichen Stadtkern von Edinburgh. Bei Höhlenwanderungen in den Highlands, vorbei an Wasserfällen und unterirdischen Seen und beim Probieren der raffinierten traditionell und trotzdem modern zubereiteten Köstlichkeiten fühlt man sich wie die Einheimischen. Dank individueller Tipps zu spannenden Entdeckungen können Sie persönlich ins Leben des keltischen Landes eintauchen und sind mittendrin. Auf einen Blick: - TYPISCH-Kapitel mit "Eine Reise wert", "50 Dinge" und "Was steckt dahinter" - Faltkarte für die perfekte Orientierung vor Ort - E-Book mit Verlinkungen zu Standorten der Adressen - POLYGLOTT im Web unter www.polyglott.de oder bei Facebook
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 199
Veröffentlichungsjahr: 2019
Unsere eBooks werden auf kindle paperwhite, iBooks (iPad) und tolino vision 3 HD optimiert. Auf anderen Lesegeräten bzw. in anderen Lese-Softwares und -Apps kann es zu Verschiebungen in der Darstellung von Textelementen und Tabellen kommen, die leider nicht zu vermeiden sind. Wir bitten um Ihr Verständnis.
© eBook: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, München, 2019
© Printausgabe: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, München, 2019
Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung und öffentliche Zugänglichmachung, auch auszugsweise, sowie die Verbreitung durch Film und Funk, Fernsehen und Internet, durch fotomechanische Wiedergabe, Tonträger und Datenverarbeitungssysteme jeder Art nur mit schriftlicher Zustimmung des Verlags.
Redaktionsleitung: Grit Müller
Verlagsredaktion: Anne Kathrin Scheiter
Autoren: Brigitte Ringelmann, Thomas Rudolf
Redaktion: Martin Waller
Bildredaktion: Nora Goth
Layoutkonzept/Titeldesign: Independent Medien Design, München Horst Moser (Artdirection), Lucie Heselich
Kartografie: Theiss Heidolph und Kunth Verlag GmbH & Co. KG
eBook-Herstellung: Anna Bäumner, Martina Koralewska
ISBN 978-3-8464-0633-5
1. Auflage 2019
GuU 0633 03_2019_02
Bildnachweis
Coverabbildung: Getty Images/Milka Buch De Bruijn/EyeEm
Fotos: Alamy/Campbell, Scott: >; Alamy/Murray, Louise: >; Alamy/Scottish Viewpoint: >; AWL Images/Adams, Peter: >; AWL Images/Copson, Alan: >; DFDS Seaways: >; Fotolia/Arnold, Andreas: >; Fotolia/Berlin, Jule: >; Fotolia/Goede, Hans-Martin: >; Fotolia/Hora, Nataliya: >; Fotolia/Irina: >; Fotolia/McLean, Scott: >; gemeinfrei: >; Getty Images/Julian Eliott Photography: >; Getty Images/Pasdzior, Michael: >; Getty Images/Richardson, Jim: >; Getty Images/Sitton, Hugh: >; Getty Images/Warburton-Lee, John: >; Huber Images/Eiben, Hans-Georg: >; Huber Images/Rellini, Maurizio: >; Huber Images/Simeone, Giovanni: >; Jahreszeiten Verlag/Moser, Aaron: >; Jahreszeiten Verlag/Pedersen, Tore: >; Jahreszeiten Verlag/Schmitz, Walter: >, >; laif/Hirth, Peter: >, >; laif/Krinitz: >; laif/Le Figaro Magazine/Martin: >; laif/Loop Images/Holm, Jan: >; laif/Woolfitt Adam/Harding, Robert: >; Lookphotos/age fotostock: >; Lookphotos/Johaentges, Karl: >; mauritius images/cultura/Harris, Leon: >; mauritius images/robertharding/Robertson, George: >; plainpicture/Benvie Niall: >; plainpicture/Gerull Jérome: >; Ringelmann, Brigitte: >; Shutterstock/Armor, Lou: >; Shutterstock/Aumphotography: >; Shutterstock/Burton, Sue: >; Shutterstock/Chan, Richie: >; Shutterstock/Cornfield: >; Shutterstock/Divizia, Claudio: >, >; Shutterstock/Heartland Arts: >; Shutterstock/Howard, Brendan: >; Shutterstock/Hotson, Helen: >; Shutterstock/Jandi, Attila: >; Shutterstock/johnbraid: >; Shutterstock/Kraft_Stoff: >; Shutterstock/Pharr, Jaime: >; Shutterstock/Philipp Maguire: >; Shutterstock/Photo Image: >; Shutterstock/Roxby, Kay: >; Shutterstock/stocker-1970: >; Shutterstock/Taylor, Graham: >; Shutterstock/Warwick, Michael: >; stock.adobe.com/Karnholz, A.: >;
Unser E-Book enthält Links zu externen Webseiten Dritter, auf deren Inhalte wir keinen Einfluss haben. Deshalb können wir für diese fremden Inhalte auch keine Gewähr übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber der Seiten verantwortlich. Im Laufe der Zeit können die Adressen vereinzelt ungültig werden und/oder deren Inhalte sich ändern.
Bei Interesse an maßgeschneiderten B2B-Editionen: [email protected]
Die Polyglott-Homepage finden Sie im Internet unterwww.polyglott.de
www.facebook.com
SYMBOLE ALLGEMEIN
L
Erstklassig: Besondere Tipps der Autoren
C
Seitenblick: Spannende Anekdoten zum Reiseziel
1
Top-Highlights und
0
Highlights der Destination
1
Die POLYGLOTT-Touren
6
Stationen einer Tour
1
Hinweis auf 50 Dinge
Hotel DZ
Restaurant
€
bis 50 EUR
bis 15 EUR
€€
50 bis 100 EUR
15 bis 30 EUR
€€€
über 100 EUR
über 30 EUR
Zeichenerklärung der Karten
Autobahn Schnellstraßebeschriebene Region (Seite=Kapitelanfang)Hauptstraße sonstige Straßen FußgängerzoneSehenswürdigkeitenEisenbahn StaatsgrenzeTourenvorschlagLandesgrenze NationalparkgrenzeDie wichtigsten Sehenswürdigkeiten
Die Königliche Meile führt vom Schloss zum Palace of Holyrood House.
Das georgianische Bauensemble ist UNESCO-Weltkulturerbe.
Charles Rennie Mackintosh hinterließ in Glasgow elegante Art-nouveau-Bauten.
Die gotische Abteiruine gilt als Inbegriff der Ruinenromantik in den Borders.
Mehr als zwei Dutzend Brennereien bieten in Speyside Werksführungen an.
Im Schloss am Fluss Dee verbringt die Königsfamilie ihre Sommerferien.
Die Burg des Duke of Atholl ist einer der ältesten Adelssitze Schottlands.
Die atemberaubende Panoramastraße führt von Fort William nach Mallaig.
In dem grandiosen, geschichtsträchtigen Tal gibt es viele Wandermöglichkeiten.
Die dramatischen Berge sind ein Wandererparadies auf Schottlands schönster Insel.
Die uralten Steine auf der Insel Lewis dienten wohl der Himmelsbeobachtung.
Nach wie vor zieht der tiefe See Monsterjäger an.
mehr entdecken, schöner reisen
Perfekte Planung > Parallel > aufschlagen
TOUREN
REGION
DAUER
TOUR 1
Verlängertes Wochenende der Kontraste
Edinburgh & Glasgow
3–4 Tage
TOUR 2
Abteiruinen & die Hügel der Lammermuirs
Süden
2 Tage
TOUR 3
Whiskytour durch Speyside
Osten
2 Tage
TOUR 4
Schlösser und Paläste
Osten
2 Tage
TOUR 5
Am Firth of Forth zur Grafschaft Fife
Osten
1 Tag
TOUR 6
Islay und Jura
Westen
3 Tage
TOUR 7
Mull & Schottlands schönste Straße
Westen
4 Tage
TOUR 8
Rundtour: Isle of Skye
Highlands & Islands
2 Tage
TOUR 9
Äußere Hebriden: Lewis & Harris
Highlands & Islands
3 Tage
TOUR 0
Von Plockton nach Ullapool
Highlands & Islands
2 Tage
TOUR !
Rund um Schottlands Norden
Highlands & Islands
4 Tage
TOUR @
Der Süden Schottlands
Extra-Tour
1 Woche
TOUR #
Die Äußeren Hebriden
Extra-Tour
8 Tage
TOUR $
Große Schottlandreise
Extra-Tour
2 Wochen
© AWL Images/Adams, Peter
Die Westspitze der Isle of Skye mit dem Leuchtturm am Neist Point
Kaum ein Land von der Größe Schottlands hat so viele Aspekte zu bieten: architektonische Highlights wie Edinburgh, an jeder Ecke Burgen und Schlösser, grandiose Landschaften, charakteristische Musik und ein ausgeprägter Nationalstolz, der gleichwohl weltoffen und herzlich ist.
© Ringelmann, Brigitte
BRIGITTE RINGELMANN,
liebte an Schottland besonders die Mischung aus unberührter Natur, Gemäuern voller Geschichte und manchmal skurrilen, aber humorvollen Menschen. Sie ist 2016 verstorben. Die Bearbeitung übernahm Thomas Rudolf, ein langjähriger Freund und Kollege, der ihre Leidenschaft für Land und Leute schon immer geteilt hat.
Beim Anflug auf Glasgow überzieht ein grauer Wolkenteppich das Land. Aber kaum trete ich aus dem Flughafengebäude, erwartet mich eine wahre Blumenpracht. An jeder Säule, die eine Überdachung für auf Reisebusse wartende Menschen trägt, hängen bunt gefüllte Blumenkörbe, und auch sonst spart der Schotte nicht an Blumenarrangements, wie sich auf meinem Gang durch die Rose Street in der New Town von Edinburgh mit seinen bunten Blumenkörbchen an den grauen Granithäusern zeigt. Genau darin spiegelt sich die Liebe der Schotten zur Natur ebenso wie zum großstädtischen Flair wider: Es gibt moderne Metropolen wie Edinburgh, Glasgow und Aberdeen, aber auch unendliche Natur, die zum Entspannen einlädt.
Der Unterschied zum Rest Großbritanniens wird schnell klar, nicht nur in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht, sondern auch bezüglich Sprache und Charakter: Die Schotten sind ungeheuer liebenswerte Menschen, nur an ihre Sprache muss man sich erst gewöhnen, selbst wenn man eigentlich gut englisch spricht.
© laif/Le Figaro Magazine/Martin
Anstruther liegt an der Mündung des Firth of Forth, nur 80 km von Edinburgh entfernt
Besonders im Westen des Landes wird auch die gälische Sprache gefördert. Die dort verbreiteten zweisprachigen Straßenschilder lassen sich nicht mal so eben im Vorbeifahren lesen; hier muss man schon sehr aufmerksam Auto fahren. Als ich im September 2014, zur Zeit des Unabhängigkeitsreferendums, durch Schottland reiste, wurde auch an den vielen YES-Schildern klar, dass Schottland seine Eigenständigkeit in jedweder Hinsicht hervorheben möchte.
© Shutterstock/Cornfield
In den Buchanan Galleries in Glasgow zeigt sich Schottland von seiner urbanen Seite
Dem Besucher präsentiert sich eine reiche Auswahl. Allein Edinburgh mit seinen grandiosen Gebäuden in der Old und New Town, den kleinen Closes entlang der Royal Mile, dem einzigartigen, die Stadt überragenden Castle, den schönen Parks mitten in der Innenstadt, den herausragenden Museen, zu denen der Eintritt kostenlos ist, den vielen gemütlichen Pubs und der Lage am Firth of Forth ist schon eine Reise wert. Glasgow steht dem nicht nach, es prunkt mit tollen Museen, den von Charles Rennie Mackintosh entworfenen Jugendstilgebäuden – insbesondere dem Mackintosh at the Willow in der Sauchiehall Street – schönen Parks und der prächtigen Einkaufsstraße Buchanan Street.
Nachdem ich in Edinburgh auch noch dem herrlichen Friedhof auf dem Weg zur Scottish National Gallery of Modern Art einen Besuch abgestattet habe, heißt es Abschied nehmen von der zauberhaften Hauptstadt, denn die Highlands mit ihren herrlichen Lochs, den mit Heide übersäten Bergen und den reizenden kleinen Dörfern rufen. Auf dem Weg aber muss ich noch unbedingt eine Pause im Fischerörtchen Anstruther an der Nordseeküste einlegen, um mir dort eine Portion Fish & Chips aus dem vielfach prämierten Restaurant und Take away Anstruther Fish Bar einzuverleiben. Da vor Schottlands zerklüfteter Küste auch 790 Inseln liegen, gibt es viel Meer drumherum – mit jeder Menge Fisch und anderen Meerestieren darin.
Gestärkt mache ich mich auf nach Norden. Mein Herz schlägt höher angesichts der unglaublichen Ausblicke über Seen und Wälder. Unzählige Schafe grasen friedlich auf den Hügeln – und überqueren auch schon mal die Straße, ohne nach rechts oder links zu blicken. Völlig unbekümmert tummeln sich Moorhühner und rote Eichhörnchen auf den schmalen einspurigen Straßen.
Ich durchquere die Speyside, in der der Angels’ Share (Anteil der Engel) in der Luft liegt. Er entweicht den Whiskyfässern im Lauf der langen Lagerung und lädt die Besucher ein zu einem Halt in einer der vielen hübsch gelegenen Destillerien. Verwöhnt von Whisky, einem üppigen Scottish Breakfast und anderen kulinarischen Köstlichkeiten, die die schottische Küche wider Erwarten zu bieten hat, ruft mich jetzt die Natur zu allerlei Aktivitäten. Natürlich steht Schottland für Wandern, Radfahren, Golf und Angeln, aber das ist nur ein kleiner Teil der Möglichkeiten, die das Land zu bieten hat. Verpassen sollte man keinesfalls einen Bootsausflug zur Isle of May, um Puffins (Papageitaucher) zu beobachten – meine absoluten Lieblingsvögel. An der Westküste wiederum wird Wal-, Delfin- und Seerobbenbeobachtung angeboten – von Unternehmungen für Abenteuerlustige wie Wildwasser-Rafting, Canyoning oder Coasteering ganz zu schweigen.
Aber ich bin ja auch wegen der Kultur gekommen. Wie schaffe ich es bloß, die ganzen Schlösser und Burgen zu besuchen, die alle Schottlands Geschichte so spannend erzählen? Ich muss mich für diesmal auf die einst riesige St Andrews Cathedral, Blair Castle mit den Atholl Highlanders und das Dunrobin Castle mit seiner prächtigen Gartenanlage beschränken.
Meine letzten beiden Nächte verbringe ich im zauberhaften B & B Druimgrianach am Loch Linnhe. Die schottische Besitzerin Bridget spricht feines Englisch, was sie jedoch sehr bedauert, denn sie würde gerne den schottischen Dialekt beherrschen. Vom Garten aus ist eine Wiese zu sehen, auf der Highland-Rinder und Schafe friedlich nebeneinander grasen. Der Blick geht weiter zum See und den Bergen, hinter denen langsam die Sonne versinkt und ihre Strahlen auf den See wirft. Das ist Schottland.
Die kleinen Geheimnisse sind oftmals die spannendsten. Hier werden die Geschichten hinter den Kulissen erzählt.
Jeder wahre Schotte wird die Frage mit »die Zukunft der Nation« beantworten – nur ist das nicht ganz das, was wir wissen wollen. Die Scottish Tartans Authority möchte, dass die Männer eine Unterhose unter dem nationalen Kleidungsstück tragen, und findet das Statement »Der wahre Schotte trägt nichts unter dem Kilt« sowohl »kindisch« als auch »unhygienisch«. Einige populäre Schotten wehren sich allerdings gegen einen solche Vorschrift. So ist man als Besucher dann meist genauso schlau wie vorher.
Der Geiz der Schotten ist ein anscheinend unausrottbares Klischee. Sehr wahrscheinlich stammt es aus einer Zeit, als vor allem die ländliche Bevölkerung von Armut und Hunger bedroht war und sehr sparsam mit den Erträgen umgehen musste.
In Schottland selbst wird jedoch schnell klar, dass die Schotten eher großzügig und sehr gastfreundlich sind. Sie haben sich so weit von ihrem Klischee entfernt, dass sie inzwischen Witze über sich selbst machen können. Und sie spenden mehr pro Kopf für wohltätige Zwecke als die Bürger vieler anderer Regionen im Vereinigten Königreich.
Das in die Straße eingepflasterte Herz nahe dem Eingang zur High Kirk of St Giles > markiert den ehemaligen Standort der Tolbooth, dem Verwaltungszentrum der Stadt im 15. Jh., in dem auch das Gefängnis war. Kriminelle sollen zur damaligen Zeit im Vorbeigehen auf das Herz gespuckt haben, um nicht im Kerker zu landen. Noch heute ist es der einzige Ort in Edinburgh, wo man auf die Straße spucken darf – es soll Glück bringen.
»The Dunmore Pineapple« nahe Airth in der Region Falkirk mit seiner 15 m hohen ananasförmigen Kuppel zählt zu Schottlands bekanntesten Staffagen. Der 4. Earl of Dunmore gab 1777, zurückgekehrt aus den amerikanischen Kolonien, den Bau in Auftrag. Dort galt die Ananas als Wilkommensgruß: Plantagenbesitzer aus der Karibik, die Häuser in New York und Neuengland unterhielten, ließen sie am Eingang platzieren, um zu zeigen, dass sie zu Hause waren und Gäste empfangen konnten. So ließ auch der extravagante Earl wissen, dass er wieder in Schottland war. Heute sind in dem Gebäude Ferienwohnungen.
Hier wird entdeckt, probiert, gestaunt, Urlaubserinnerungen werden gesammelt und Fettnäpfe clever umgangen. Diese Tipps machen Lust auf mehr und lassen Sie die ganz typischen Seiten erleben. Viel Spaß dabei!
1 Shoppingmuffel, aufgepasst! Auch wenn Sie gar nichts kaufen möchten: Ein Gang durch das 1895 eröffnete Kaufhaus Jenners in der Princes Street in Edinburgh fasziniert in jeder Hinsicht, nicht nur, weil es ein architektonisches Kleinod ist (www.houseoffraser.co.uk).
2 Proms in the Park Am 2. Samstag im September lädt die »Last Night of the Proms« zu einem Musikspektakel auch in Glasgow ein. Um nicht als ignoranter Tourist aufzufallen, sollte man »Rule Britannia« und »God save the Queen« allerdings mitsingen können (www.bbc.co.uk/proms).
3 Golf spielen Anders als hierzulande darf in Schottland jeder sogar auf feinstem Rasen sein Glück versuchen, den Golfball in allen 18 Löchern zu versenken. Probieren Sie es auf dem Pitlochry Putting Green (www.pitlochrygolf.co.uk).
© Fotolia/Berlin, Jule
Als Wasserfall stürzt der Bach Allt Smoo in die zweite Kammer der Smoo Cave
4 Coasteering Sie wollen eine zerklüftete Küste nicht nur betrachten, sondern sich an den Felsen entlanghangeln, in die Fluten springen und in Höhlen und Zuflüsse schwimmen? Vertical Descents bietet von Oban aus Coasteering-Touren an (www.verticaldescents.com).
5 Höhlenerkundung Drei Kammern hat die Smoo Cave > nahe Durness in den Highlands; die letzte erreicht man nur per Boot – am Wasserfall vorbei über den unterirdischen See. Das Innere der Höhle ist mit Flutlicht beleuchtet.
6 Langer Weg zum Bier 29 km zu Fuß, um sich ein kühles Bier zu gönnen? Um zum Old Forge Pub Online-Karte auf der Halbinsel Knoydart zu kommen, nimmt man gern eine Tageswanderung auf sich. Straßen führen ohnehin nicht hin. Fußlahme können natürlich auch die Fähre von Mallaig nehmen (Inverie, Knoydart, www.theoldforge.co.uk, Mi geschl.).
© Shutterstock/Burton, Sue
Am Strand der Lunan Bay nahe Montrose, Grafschaft Angus
7 Auf dem Rücken der Pferde Über Strände galoppieren, durch die Moorheide reiten oder gar mit seinem Pferdchen ein Bad in einem der vielen Lochs nehmen – Highlands Unbridled bietet herrliche Reiturlaube, etwa den 7-tägigen Coast to Coast Trail Ride (all inclusive ab £ 1480; Brora, Sutherland, http://highlandsunbridled.co.uk).
8 Das Tanzbein schwingen Cèilidh Events laden im ganzen Land zum Tanzen ein, und jeder kann mitmachen. Der traditionelle schottische Tanz ist schnell erlernt, etwa auf dem Feis an Eilein Festival > in Portree auf Skye.
9 Tour nach St Kilda Schroff ragen spitze Felsnadeln aus dem Meer, Zehntausende Seevögel schwirren durch die Luft. An Land: Spuren von 2000 Jahren Siedlungsgeschichte. Die kleine Inselgruppe St Kilda > weit draußen im Atlantik ist kombiniertes UNESCO-Welterbe für Kultur und Natur – und die vierstündige Anfahrt durch oft raue See unbedingt wert (www.kilda.org.uk).
0 Entspannter Sport Etwas Spannendes erleben, ohne sich dabei zu sehr zu verausgaben? Tontaubenschießen! In wunderbarer Natur können sich selbst Anfänger darin versuchen, die flachen Scheiben in der Luft zu treffen. U.a. wird das Shooting in Aberfeldy angeboten (www.scottishclayshoot.com).
! Porridge & Whisky Der wahre Schotte schwört auf einen Schluck »Wasser des Lebens« im Porridge. Probieren kann man die Köstlichkeit zum Frühstück im Claymore Guest House Online-Karte(162 Atholl Road, Pitlochry, www.claymorehotel.com).
© Shutterstock/Roxby, Kay
Scottish Tablet liegt zum Verkauf aus beim Food and Drink Festival am Loch Lomond
@ Wild vom Loch Lomond Was beim immer im September stattfindenden Loch Lomond Food and Drink Festival in Balloch serviert wird, sind unübertroffene lokale Spezialitäten – Hirschsteak oder -burger direkt aus dem Loch Lomond National Park (www.lochlomondfoodanddrinkfestival.co.uk).
# Scottish Tablet Das nicht ganz harte süßliche Konfekt wird aus Zucker, Kondensmilch und Butter hergestellt, dazu enthält es Vanille oder Whisky, man kann es aber auch mit Haselnüssen bekommen. Das feine Fudge House Online-Karte auf Edinburghs Royal Mile verführt zu feinstem Scottish Tablet (197 Canongate).
$ Cullen Skink Geräucherter Kabeljau oder Schellfisch verleiht dieser cremigen Fischsuppe ihren unverwechselbaren Geschmack, Kartoffeln und Zwiebeln sorgen für die richtige Konsistenz. Das Tolbooth Restaurant > in Stonehaven lädt zum Probieren ein.
© Alamy/Scottish Viewpoint
Traquair House in Südschottland hat ebenfalls eine eigene kleine Brauerei
% Schottisches Bier Über 300 verschiedene Biere werden in mehr als 70 schottischen Mikrobrauereien gebraut, und meist ist der Brauerei auch ein gemütlicher Pub angeschlossen. Im Moulin Inn & Brewery > in Pitlochry etwa läuft das Braveheart Ale frisch aus dem Zapfhahn.
^ Schottisches Eis In Schottland ist es zwar nicht so heiß wie in Italien, ein leckeres Eis (Erdbeere und Schoko, hmmm!) aus Jannettas Gelateria Online-Karte in St Andrews sollte man sich aber trotzdem gönnen (31 South St., www.jannettas.co.uk).
& Fish & Chips Die fettige Mischung aus frittiertem Kabeljaufilet und dicken Pommes ist ein kulinarisches Muss. In der Fisherman’s Tavern > in Dundee gehört das Gericht zu den Klassikern.
* Irn-Bru Auch der orangefarbige koffeinhaltige Softdrink ist – neben Whisky – ein Nationalgetränk. Irn-Bru wird in Schottland genauso gern getrunken wie Cola und ist überall erhältlich (www.irn-bru.co.uk).
( Arbroath Smokie Diese Spezialität aus Arbroath in Angus, in Salz eingelegter und heiß geräucherter Schellfisch, entstand der Legende nach, als einmal Fässer mit eingesalzenem Fisch Feuer fingen. Man bekommt sie in vielen Lokalen in Arbroath, z.B. im Harbourside Bar & Grill (61 Ladybridge Street, www.harboursidegrill.co.uk).
) Brodick Castle Die Bilderbuchburg auf Arran ist von Glasgow aus leicht zu erreichen. Und wenn Sie schon mal auf der Insel sind, dann sehen Sie sich noch weiter um: Arran > ist wie ganz Schottland im Kleinformat (www.visitarran.com).
q Sherlock-Holmes-Statue Die Pfeife in der Hand, steht der Meisterdetektiv sinnend am Picardy Place nahe Calton Hill in Edinburgh und löst wahrscheinlich gerade wieder einen kniffligen Fall. Die Statue wurde zu Ehren seines 1859 in Edinburgh geborenen Schöpfers Sir Arthur Conan Doyle errichtet.
w Whaligoe Steps 330 in die Klippen gehauene Stufen mussten die Fischer ihren Heringsfang vom versteckten Hafen Whaligoe hochtragen. Er ist nicht mehr in Betrieb, aber der Blick vom Whaligoe Steps Cafe auf Stufen und Steilküste ist den Abstecher wert (12 km südlich von Wick, www.whaligoesteps.co.uk).
e Titan Clydebank Der 1907 in Clydebank westlich von Glasgow erbaute 46 m hohe Kran war einst der Superlativ im Schiffsbau am River Clyde. Renoviert bietet er heute Besuchern ein grandioses Panorama, bei klarem Wetter bis Glasgow (www.titanclydebank.com).
r Loch Lomond aus der Vogelperspektive Den ausgedehnten See > mit seinen – je nach Wasserstand – 30 bis 60 Inseln vom Flugzeug aus zu sehen ist immer etwas Besonderes (40 Min. ab £ 119, www.lochlomondseaplanes.com).
t Skara Brae Dass schon in der Steinzeit Reihenhäuser mit gleichem Grundriss gebaut wurden, beweist die rund 5000 Jahre alte prähistorische Siedlung auf den Orkney-Inseln >. Die Anlage in spektakulärer Lage an der rauen Atlantikküste gibt hochinteressante Einblicke in die Wohnkultur prähistorischer Zeiten.
© Shutterstock/Heartland Arts
Wie ein futuristisches Riesenrad schaufelt das Falkirk Wheel die Boote in luftige Höhen
y Falkirk Wheel Das drehende Schiffshebewerk, das den Forth & Clyde Canal mit dem 35 m höher gelegenen Union Canal verbindet, wirkt fast wie ein Riesenrad. Auch wenn man nicht selbst im Boot sitzt, ist der Anblick faszinierend (www.scottishcanals.co.uk/falkirk-wheel).
u Machrie Moor Stone Circles Etwas versteckt sind die Steinkreise aus der frühen Bronzezeit nahe der Westküste auf der Insel Arran, was die mystische Atmosphäre eher noch verstärkt. Stellen Sie sich in die Mitte. Spüren Sie die Energielinien? Ein 1,5 km langer Fußweg von der Küstenstraße führt hin (www.historicenvironment.scot).
i Explorers Garden in PitlochryOnline-KartePlant Hunters, Pflanzenjäger, haben die verschiedensten Pflanzen aus aller Welt nach Schottland gebracht, teilweise unter großen Gefahren. Ihnen ist der kleine, aber sehr feine Garten am Festival Theatre gewidmet (Port-Na-Craig, Pitlochry, www.explorersgarden.com).
o Enchanted Forest Im Oktober erstrahlt der Faskally Wood nahe Pitlochry in wunderbaren Farben, untermalt von eigens komponierter Musik (www.enchantedforest.org.uk).
p Rosslyn Chapel Die gotische Kirche nahe Edinburgh ist innen wie außen ohnehin ein Augenschmaus. Noch spannender wird der Besuch aber durch die zahlreichen Legenden, die sich um sie ranken: Der Schatz der Tempelritter, die Bundeslade, ja sogar das mumifizierte Haupt Jesu Christi sollen in der Krypta des Gotteshauses versteckt sein (www.rosslynchapel.com).
Q Forth Side Railway Bridge Schon in Hitchcocks Film »Die 39 Stufen« ist die eindrucksvolle, rot gestrichene Brücke über den Firth of Forth zu sehen, die Edinburgh mit Fife verbindet. Vom kleinen Hafen in South Queensferry am Südufer hat man unverstellte Sicht.
W Uisge-beatha-Sortiment Wer sich nicht für eine Whiskysorte entscheiden kann, nimmt ein Set aus verschiedenen Regionen in 5-cl-Fläschchen mit nach Hause. In vielen Souvenirshops erhältlich.
E T-Shirt mit Andreaskreuz Es ist ganz einfach, sich als Schottlandfan zu outen – mit einem T-Shirt mit der Nationalflagge Schottlands, einem weißen Kreuz auf blauem Grund. Ein reichhaltiges Angebot bieten etwa The Edinburgh Kilt Makers auf dem Grassmarket unterhalb des Schlosses.
© Jahreszeiten Verlag/Pedersen, Tore
Schals aus schottischer Wolle halten warm
R Wollschal mit Tartanmuster Über sechs Millionen schottische Schafe helfen über die kalten Winter hinweg. Das Angebot an Wollsachen im Land ist unerschöpflich, u.a. werden Sie fündig im Caledonian Gifts and Souvenirs Shop in der Church Street in Inverness.
T Die Clans zum Abtrocknen Wer ein Geschirrtuch mit der schottischen Landkarte und der Einteilung in die verschiedenen Clans mit nach Hause nimmt, hat schon den Grundstein für den nächsten Besuch gelegt. Der Souvenirshop am Inverewe Garden > bietet eine schöne Auswahl an Geschirrtüchern verschiedenster Motive.
Y Nessi für zu Hause Leider ist trotz beharrlichen Starrens auf Loch Ness das Ungeheuer auch diesmal nicht zum Auftauchen zu bewegen gewesen. Ein Nessie-Souvenir aus dem Shop im Loch Ness Centre & Exhibition > lindert den Frust.
U Parfüms vom Ende der Welt Schottlands abgelegenster Parfümhersteller hat in der Einsamkeit von Wester Ross am Loch Ewe seinen Sitz. Nehmen Sie den Duft der Highlands in konzentrierter Form mit nach Hause, etwa mit dem Gael Song Highland Perfume Online-Karte(£ 24,10; Mellon Charles, Wester Ross, www.perfume-studio.com).
I Teetasse Nach dem Besuch der von Charles Rennie Mackintosh gestalteten Teestube »Mackintosh at the Willlow« in der Sauchiehall Street in Glasgow > kann man im angeschlossenen Laden wunderschöne Tassen kaufen, die auch zu Hause noch bei jeder Tasse Tee an den legendären Art-nouveau-Designer erinnern.
O Keltischen Schmuck Selbst wenn man die Sprache nicht versteht, sollte man sich eines der schönen Schmuckstücke der Kelten mit nach Hause nehmen, z.B. einen silbernen Morven-Ring (ab £ 68) aus dem umfangreichen Angebot der Hebridean Jewellery Online-Karte auf South Uist (Iochdar, HS8 5QX, www.hebrideanjewellery.co.uk).
© Shutterstock/Jandi, Attila
Puffin mit reichem Fang
P Eigenes Foto vom Papageitaucher An Schottlands netteste Vögel erinnert man sich gern. The Highland Council bietet geführte Wanderungen von Durness zum Faraid Head an der Küste an, wo man die Puffins beobachten und fotografieren kann (www.outdoorhighlands.co.uk/events).
a Lemon Curd Die köstliche Zitronencreme des 1938 gegründeten Unternehmens Mackays bekommen Sie in vielen Geschäften; probieren können Sie sie auch im Mackays Visitor Shop Online-Karte in Arbroath (James Chalmers Rd., www.mackays.com).
s Die Nationalhymne am Kühlschrank Dudelsack-Kühlschrankmagnete gibt es in vielen Tartanmustern u.a. auf dem Lawnmarket in Edinburgh im Heritage of Scotland Shop. Ein kleiner Druck auf den Mini-Dudelsack, und schon fühlt man sich wieder wie in Schottland.
d Überteuerte Souvenirs kaufen
