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Südfrankreich genießt weltweit großes Ansehen: neben eisigen Gletschern an der Rhône, duftenden Lavendelfeldern in der Provence und sonnigen Stränden an der Côte d'Azur lohnen auch schicke Zentren wie Nizza oder Montpellier einen Besuch. Mit dem POLYGLOTT on tour Südfrankreich lässt sich der Herzschlag der mediterranen Regionen erspüren. Die Autorin Muriel Brunswick-Ibrahim führt in 19 ausgeklügelten Touren durch die Vielseitigkeit der bekannten Destination und lässt Sie Typisches, Besonderes und Eigenheiten entdecken. Schnuppern Sie mediterranes Lebensgefühl und lernen Sie Südfrankreich hautnah kennen. Machen Sie Kanutouren durch himmelhohe Schluchten, besichtigen Sie mittelalterliche Stadtkerne und spannende Kulturfestivals. In Grasse können Sie von Parfümerie zu Parfümerie schlendern oder im Naturschutzgebiet von Port Cros schnorcheln. Sicher können Sie sich dem Flair des "Midi" bald nicht mehr entziehen. Dank individueller Tipps können Sie ausprobieren und eintauchen, mitten hinein ins Leben des französischen Südens. Auf einen Blick: TYPISCH-Kapitel mit "Eine Reise wert", "50 Dinge" und "Was steckt dahinter" Faltkarte für die perfekte Orientierung vor Ort E-Book mit Verlinkungen zu Standorten der Adressen POLYGLOTT im Web unter www.polyglott.de oder bei Facebook
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Seitenzahl: 199
Veröffentlichungsjahr: 2019
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© eBook: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, München, 2019
© Printausgabe: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, München, 2019
Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung und öffentliche Zugänglichmachung, auch auszugsweise, sowie die Verbreitung durch Film und Funk, Fernsehen und Internet, durch fotomechanische Wiedergabe, Tonträger und Datenverarbeitungssysteme jeder Art nur mit schriftlicher Zustimmung des Verlags.
Redaktionsleitung: Grit Müller
Verlagsredaktion: Anne Kathrin Scheiter
Autoren: Manfred Braunger, Muriel Brunswig
Redaktion: Anja Lehner
Bildredaktion: Tamara Hansinger
Layoutkonzept/Titeldesign: fpm factor product münchen
Kartografie: Theiss Heidolph und Kunth Verlag GmbH & Co. KG
eBook-Herstellung: Anna Bäumner, Martina Koralewska
ISBN 978-3-8464-0674-8
1. Auflage 2019
GuU 0674 05_2019_02
Bildnachweis
Coverabbildung: Lookphotos/Siering, Martin
Fotos: Brunswig, Muriel: >, >; Catch-the-Day/Braunger, Manfred: >, >, >, >, >, >; Fotolia/bacalao: >; Fotolia/Graille, Philippe: >; Fotolia/oscity: >; Getty Images/Moirenc, Camille: >; imago/PanoramiC: >; laif/Amiel, Jean-Claude: >; laif/Haidinger, Robert: >; laif/hemis.fr/Azam, Jean-Paul: >; laif/hemis.fr/Barrere, Jean-Marc: >; laif/hemis.fr/Cavalier, Michel: >; laif/hemis.fr/Cintract, Romain: >; laif/hemis.fr/Frumm, John: >; laif/hemis.fr/Hauser, Patrice: >; laif/hemis/Moirenc, Camille: >; laif/Le Figaro Magazine: >; laif/Le Figaro Magazine/Prignet: >; laif/Marshall, Rebecca: >; laif/REA/Gelebart, Alexandre: >; laif/Redux/The New York Times/Haslam, Andy: >; laif/robertharding/Emmerson, Neil: >; Lookphotos/Wothe, Konrad: >; mauritius image/Alamy/Gilbert, Jeff: >; mauritius images/Alamy/niceartphoto: >; mauritius images/Photononstop: >; mauritius images/Alamy/WorldPix: >; Seasons Agency/Jalag/Lanneretonne, Anthony: >; Shutterstock/Arcachonphoto: >; Shutterstock/Chica, Jon: >; Shutterstock/Dufek, Adam: >; Shutterstock/Fesenko, Ievgenii: >; Shutterstock/FotoMonkey: >; Shutterstock/Leppens, Daniel: >; Shutterstock/PHB.cz/Semik, Richard: >; Shutterstock/Picturereflex: >; Shutterstock/Prochasson, Frederic: >; Shutterstock/sh.el.photo: >; Shutterstock/Staerk, Rolf E.: >; Shutterstock/Telly: >; Shutterstock/Trejo, Anibal: >; Shutterstock/urbanlight: >; Shutterstock/Vynogradova, Lilyana: >; Shutterstock/Wodniack, Jef: >; stock.adobe.com/ArTo: >; stock.adobe.com/Deborde, Jeanmichel: >; stock.adobe.com/Fabien: >; stock.adobe.com/minicel73: >, >; stock.adobe.com/Pat on stock: >; stock.adobe.com/PHB.cz: >; stock.adobe.com/Schmid, Horst: >; stock.adobe.com/Seybert, Gerhard: >.
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SYMBOLE ALLGEMEIN
L
Erstklassig: Besondere Tipps der Autoren
C
Seitenblick: Spannende Anekdoten zum Reiseziel
1
Top-Highlights und
0
Highlights der Destination
1
Die POLYGLOTT-Touren
6
Stationen einer Tour
1
Hinweis auf 50 Dinge
Hotel DZ
Restaurant
€
bis 80 EUR
bis 10 EUR
€€
80 bis 150 EUR
10 bis 30 EUR
€€€
über 150 EUR
über 30 EUR
Zeichenerklärung der Karten
Autobahn Schnellstraßebeschriebene Region (Seite=Kapitelanfang)Hauptstraße sonstige Straßen FußgängerzoneSehenswürdigkeitenEisenbahn StaatsgrenzeTourenvorschlagLandesgrenze NationalparkgrenzeDie wichtigsten Sehenswürdigkeiten
Die wildromantische Schlucht lädt zu Wanderungen und Kanutouren ein.
In der Altstadt stehen der Fürstenpalast und das berühmte Meereskundemuseum.
Eine Autofahrt zwischen Menton und Nizza verspricht fantastische Aussichten.
Zwei bedeutende Kunstmuseen zeigen Werke von Matisse und Chagall.
Auf der zentralen Place aux Aires findet täglich ein bunter Blumenmarkt statt.
Der karge, windgepeitschte Gipfel ist eine Herausforderung für Radsportler.
Einige der größten Künstler ihrer Zeit schmückten die Privatgemächer der Päpste.
Das hervorragend erhaltene Aquädukt ist ein Meisterwerk antiker Ingenieurskunst.
Markenzeichen der naturgeschützten Sumpflandschaft sind die weißen Pferde.
Ein doppelter Mauerring mit 52 Wehrtürmen umschließt die Festungsstadt.
Von der einstigen Bedeutung als Station auf dem Jakobsweg zeugt die Kathedrale.
Klassizistische Prachtbauten und Weinlagerhäuser säumen das Garonne-Ufer.
mehr entdecken, schöner reisen
Perfekte Planung > Parallel > aufschlagen
TOUREN
REGION
DAUER
TOUR1
Gipfelrunde in den Hochalpen
Französische Alpen
2 Tag
TOUR2
Französische Seealpen
Französische Alpen
1–2 Tage
TOUR3
Parc National des Écrins
Französische Alpen
mind.
1 Tag
TOUR4
Glanzlichter der Riviera
Côte d‘Azur
3–4 Tage
TOUR5
Künstlerdörfer im Hinterland
Côte d‘Azur
1–2 Tage
TOUR6
Inseln im Golf von Hyères
Côte d‘Azur
1 Tag
TOUR7
Highlights der Provence
Rhône-Tal und Provence
7 Tag
TOUR8
Landpartie in Lavendelblau
Rhône-Tal und Provence
3–4 Tage
TOUR9
Strände und stolze Städte
Languedoc und Cevennen
2–3 Tage
TOUR0
Durch Täler und Schluchten
Languedoc und Cevennen
3–4 Tage
TOUR!
Eselwandern in den Cevennen
Languedoc und Cevennen
8 Tage
TOUR@
Berge, Burgen, Badestrände
Französische Pyrenäen
3–5 Tage
TOUR#
Von Perpignan nach Biarritz
Französische Pyrenäen
4–5 Tage
TOUR$
Meer, Reben und Steinzeit
Der Südwesten
7–10 Tage
TOUR%
Radtour an der Silberküste
Der Südwesten
4 Tage
TOUR^
Im Tal der Charente
Der Südwesten
1 Tag
TOUR&
Große Südfrankreich-Rundfahrt
Extra-Tour
3 Wochen
TOUR*
Von der Riviera in die Pyrenäen
Extra-Tour
1 Woche
TOUR(
Auf dem Jakobsweg
Extra-Tour
3–4 Tage
© laif/robertharding/Emmerson, Neil
Im Hafen von Cannes, Treffpunkt des internationalen Jetsets, ankern einige der exklusivsten Luxusjachten der Welt
Weltberühmte Maler entdeckten Frankreichs Süden, lange bevor sich die Region zur attraktiven Urlauberdestination entwickelte. Ganz zufällig geschah dies nicht: Der Landesteil zwischen Côte d’Azur und Atlantikküste zählt zum Besten, was die Grande Nation zu bieten hat.
© Catch-the-Day/Braunger, Manfred
MANFRED BRAUNGER
machte nach dem Studium der Politologie, Soziologie und Ethnologie seine Reiseleidenschaft zum Beruf. Er ist Autor von diversen Reiseführern, Bildbänden und Zeitschriftenartikeln. Zwischen seinen Reisen nach Frankreich lebt er in Freiburg im Breisgau, einen Katzensprung von der Grenze entfernt.
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Frédéric Mistral widmete sein Leben der provenzalischen Volkskultur
Unbeeindruckt vom einsetzenden Platzregen blickt der von Grünspan überzogene Literaturnobelpreisträger Frédéric Mistral auf der Place du Forum in Arles von seinem Podest in die Blätterkronen der Platanen. Mit einem kurzen Spurt rette ich mich unter eine dotterfarbene Markise ins Trockene, die Tische und Stühle überspannt. »Café La Nuit« steht in großen Buchstaben an der sonnenblumengelben Rückwand. Der rubinrot leuchtende Rosé, den der Kellner auf meinen Tisch stellt, passt in den provenzalischen Farbenreigen. Kein Wunder. Wo ich sitze, verbrachte vor über 120 Jahren Vincent van Gogh seine Arbeitspausen beim einen oder anderen Glas Absinth. 1888 pinselte er seine Stammkneipe auf Leinwand und schuf damit eines seiner bekanntesten Werke. Ich habe das Gemälde als Postkarte bei mir, um Vergleiche anzustellen. Die Ähnlichkeit ist frappierend und erklärt, warum das Café trotz zweifelhafter kulinarischer Qualität stets regen Zulauf hat.
Das schattenlose Licht, die klaren Farben und der vom Mistral wolkenleer gefegte blaue Himmel Südfrankreichs schlugen nicht nur das niederländische Malergenie in Bann. Schon vor Jahrzehnten begann ich Winkel und Gegenden zu erkunden, in denen Frankreichs Künstlerelite Staffeleien aufbaute oder in Ateliers den unvergleichlichen Zauber der Region mit Pinsel und Farbe auf Leinwand festhielt. So wie im Filmgeschäft Locationscouts nach passenden Drehorten Ausschau halten, vertraue ich Malern mit Gespür für das Augenscheinliche, wenn ich selbst auf der Suche nach Motiven bin (wobei ich meine Bilder nicht auf Leinwänden, sondern auf Speicherkarten mit mir herumtrage).
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Im Werk von Paul Cézanne spielt die Montagne Ste-Victoire eine zentrale Rolle
Wenn mir der Rummel in Aix-en-Provence trotz historischer Altstadtgassen und regionaler Köstlichkeiten auf dem Bauernmarkt zu viel wird, mache ich mich auf den Weg ins östliche Umland. Schon vom Stadtrand aus ist das schroffe, graubleiche Bergmassiv der Montagne Ste-Victoire auszumachen, das Paul Cézanne hundertfach so malte, dass man wilden Lavendel, Rosmarin und Kiefernharz auf seinen Bildern fast zu riechen glaubt. Von Pablo Picasso wird erzählt, er habe sich mit dem Gedanken getragen, die Montagne Ste-Victoire zu kaufen. In den letzten zweieinhalb Lebensjahrzehnten lebte und arbeitete er an seiner geliebten Côte d’Azur, wo sich der Wandel zum touristischen Hotspot erst anzubahnen begann. Viel Fantasie brauche ich nicht, um mir vorzustellen, wie ihn der Wellenschlag an der Promenade von Cannes, das außergewöhnliche Licht und die seidige Meeresluft zu seinen Werken beflügelten. Lang her scheinen die Zeiten, als der weltberühmte Künstler unter einem ausladenden Strohhut mit Dackel Lump an der Leine am Hafen von St-Tropez spazieren gehen konnte wie einer unter vielen. Heute reibe ich mir verwundert die Augen darüber, wie unverhohlen sich Goldkettchen tragende Geldaristokraten und Jetsetter auf millionenteuren Jachten dem gaffenden Fußvolk zur Schau stellen.
Als Picasso 1919 seinen ersten Urlaub an der Côte verbrachte, hauchte der kranke Impressionist Auguste Renoir in seinem Landhaus Les Collettes in Cagnes-sur-Mer eben sein Leben aus. Von der Terrasse des heutigen Museums präsentiert sich mir ein mit knorrigen, altersgebeugten Olivenbäumen bestandener mediterraner Garten, der den rheumakranken Künstler vielleicht zum duftigen Farbenspiel mancher seiner Werke angeregt hat.
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Das Fischerdorf Collioure ist die Geburtsstätte des Fauvismus
Der Blick auf den strahlend blauen Meeresstreifen am Horizont hat sich mir ebenso ins Gedächtnis gebrannt wie das Panorama, das sich mir an der Plage Boramar mitten in der 3000-Seelen-Gemeinde Collioure an der Côte Vermeille über ein Eisbechergebirge mit Sahnegletscher hinweg bietet: Zum Greifen nah ein sandiger Flecken Badestrand, an dem die müde Hafenbrandung leckt, links die Kirche Notre Dame des Anges, die mit ihrem aus Naturstein gemauerten Turm eher an eine Festung erinnert, rechts das alte Château Royal, hinter dem sich die grünen Pyrenäenhöhen bis in das spanische Katalonien erstrecken. Angesichts der Postkartenszenerie würde ich mich wundern, wenn Künstler wie Albert Marquet und André Derain nicht auf die Idee gekommen wären, die Bilderbuchgemeinde in eine Künstlerkolonie zu verwandeln.
Im Westen von Collioure ruft mir die akkurate Geometrie der sich bis fast an den Atlantik ausdehnenden Rebgärten ins Gedächtnis, dass der Süden Frankreichs neben optischen Preziosen auch um »geistige« Werte nicht verlegen ist. Vermutlich haben edle Tropfen aus dem Languedoc-Roussillon und der Region um Bordeaux Kunstschaffenden schon immer kreative Geistesblitze beschert …
Hier wird entdeckt, probiert, gestaunt, Urlaubserinnerungen werden gesammelt und Fettnäpfe clever umgangen. Diese Tipps machen Lust auf mehr und lassen Sie die ganz typischen Seiten erleben. Viel Spaß dabei!
1Schnupperkurs Nach kurzer Einführung in die Kunst der Parfümherstellung darf man sich bei Galimard in Grasse > aus über 100 Essenzen seinen eigenen Duft mischen (tgl. 10, 14, 16 Uhr, 2 Std., 53 € inkl. 100 ml Eau de Parfum).
2Das Glück der Erde … Sie leben halbwild, geben sich aber zahm: die weißen Pferde, auf deren Rücken sich in der Domaine de la Palissade Online-Karte ein noch ursprüngliches Stück Camargue entdecken lässt (13129 Salin de Giraud, www.palissade.fr).
3Radtour durch Reben Bei den geführten Touren von Baja Bikes lernt man die Weinberge rund um St-Emilion > kennen. Unterwegs bleibt auch Zeit, den einen oder anderen Merlot zu verkosten (Tel. 06 46 25 21 99, www.bajabikes.eu, 3 Std., ab 2 Pers. 75 €, ab 4 Pers. 60 €).
4Mont Ventoux im Mondlicht Die Verkehrsämter von Malaucène und Bédoin bieten im Sommer geführte Nachtwanderungen auf den Mont Ventoux > an, bei denen man auf dem Gipfelplateau biwakiert und frühmorgens den Sonnenaufgang erlebt (www.bedoin.org).
5Flirt mit Fischen An der Plage de la Palud auf Port-Cros > startet ein Unterwasserlehrpfad, der Teil des Naturschutzgebiets ist – entsprechend selbstbewusst gebärden sich die Meeresbewohner (am Hafen ausgeschildert, dort auch Verleih von Schnorchelausrüstung).
6Entenspritztour Freiheit und französisches Savoir-vivre – das verbinden 2CV-Fans mit der wackligen Blechkiste. In Aubeterre-sur-Dronne kann man Enten mieten und mit einem Picknickkorb im Kofferraum die Region Poitou-Charentes erkunden (Tel. 06 31 20 68 33, www.tourdecanard.com, ab 109 €).
7Schluchtabenteuer In La Malène starten Kanutouren durch den schönsten Abschnitt der Gorges du Tarn >, einer wilden, von himmelhohen Felsen gerahmten Schlucht (Canoe Moulin de la Malène Online-Karte, 48210 La Malène, Tel. 04 66 48 51 14, www.canoeblanc.com, ab 34 € für 2 Pers.).
8Pont du Gard-Plage Bei einem Ausflug zum Pont du Gard > bei Nîmes im Sommer nimmt man am besten Badesachen mit: Etwa 200 m vom Aquädukt entfernt werden am Flussufer öffentliche Strände eingerichtet.
9Lavendelmeer Lavendelfelder umgeben den hübschen Ort Sault – auf dem 5 km langen Chemin des Lavandes spaziert man mittendurch und erfährt dabei auf Tafeln Interessantes zu Anbau und Verarbeitung (Start: Parkplatz an der D 164, 1,3 km Richtung Mont Ventoux).
© stock.adobe.com/Seybert, Gerhard
Wo immer sich eine freie sandige Fläche findet, wird in Südfrankreich Pétanque gespielt
0Ran an das Schweinchen Warum nicht mal eine ruhige Kugel in dem Ort schieben, wo Jules Le Noir 1910 das Pétanque-Spiel erfand: Zur Bar Les Deux Pétou Online-Karte in La Ciotat gehören drei Boulebahnen – den Apéro kann man mitnehmen (10, av. André Bellon, 13600 La Ciotat).
!Bouillabaisse Das Miramar Online-Karte am Vieux Port von Marseille ist die klassische Adresse für die mit rouille und Knoblauchbrot servierte mediterrane Fischsuppe. Küchenchef Buffa gibt an jedem dritten Donnerstag im Monat auch Bouillabaisse-Kochkurse (12, quai du Port, 13002 Marseille, www.lemiramar.fr).
@Cannelés de Bordeaux Die köstlichen Küchlein mit knuspriger karamellisierter Kruste und saftigem Kern verlieren nach ein paar Stunden ihren ganzen Charme. Daher unbedingt ofenfrisch probieren – z.B. bei Baillardran Online-Karte(Centre Commercial Les Grands Hommes, 33000 Bordeaux, www.baillardran.com).
#Banon Chèvre Der in Kastanienblätter gewickelte und mit Bast verschnürte Ziegenkäse ist ein guter Grund für einen Ausflug nach Banon. Bei der Charcuterie Melchio stapeln sich die Käselaibe und von der Decke baumeln brindilles, ellenlange, fingerdünne Würste mit Walnüssen, Pinienkernen, Wacholder oder Paprika (Place de la République, 04150 Banon).
$Lavendel aus der Waffel An die 60 Sorten Eis und über 30 Sorbets machen die Wahl nicht leicht, doch bei Fenocchio Online-Karte in Nizza liegt man eigentlich immer richtig. Intensiv nach Sommer und Süden schmeckt die Sorte lavande(2, pl. Rossetti, 06300 Nice, www.fenocchio.fr).
%Cassoulet Der Bohneneintopf mit Schweinefleisch, Würsten und Gänse- oder Entenconfit ist der ganze Stolz von Castelnaudary. Er ist nicht gerade eine Diätspeise, aber gewisse Opfer müssen gebracht werden (Le Tirou Online-Karte, 90, av. Monseigneur Delangle, 11400 Castelnaudary, www.letirou.com).
^Klassewein Das Château Prieuré-Lichine Online-Karte ist eines der bekanntesten Weingüter der Médoc-Region Margaux und als Grand Cru Classé eingestuft. Hier gibt es nicht nur rote Tropfen zum Verkosten, sondern auch weiße – den Benediktinern sei Dank. Hatte das Rot doch zu deutliche Flecken auf den weißen Roben hinterlassen … (33460 Cantenac, www.prieure-lichine.fr).
&Süß wie die Sünde Seit dem 16. Jh. wird in Montélimar weißer Nougat mit Mandeln und Pistazien hergestellt. Bei Arnaud Soubeyran Online-Karte kann man dabei zusehen und natürlich auch probieren und kaufen (Av. du Gournier, 26204 Montélimar, www.nougatsoubeyran.com).
*Socca Die Kichererbsenfladen sind eine Spezialität aus Nizza. Bei Chez Pipo Online-Karte sitzt man an Bistrotischen in der Gasse und sieht durchs Fenster dabei zu, wie der Koch aus dem Holzofen riesige Bleche mit Socca zieht, die dann warm auf den Tisch kommt (13, rue Bavastro, 06000 Nice, www.chezpipo.fr).
(Tapenade Die Paste aus Oliven, Kapern und Knoblauch schmeckt bei einem Picknick gut auf Brot. In der Ölmühle Ramade Online-Karte nahe der Olivenhochburg Nyons wird sie aus besten Zutaten frisch zubereitet (7, impasse du Moulin, 26110 Nyons, www.moulinramade.com).
© mauritius image/Alamy/Gilbert, Jeff
Im Becken von Marennes-Oléron züchten Fischer die Festtagsaustern der Franzosen
)Gourmetaustern Aus Marennes am Atlantik kommen die begehrten, in Brackwasser fein geklärten huitres verts, deren grüne Farbe einer Alge zu verdanken ist. An Ständen kann man sie frisch probieren, auf der Terrasse von Le Buccin Online-Karte sitzt man dabei auch schön (6, rue des Martyrs, 17320 Marennes, www.restaurant-lebuccin-marennes.fr).
© laif/hemis.fr/Barrere, Jean-Marc
Wind und Wasser verändern das Bild der riesigen Dune du Pilat täglich
qSensation aus Sand Bei Arcachon kann Europas größte Wanderdüne bestiegen werden, die Dune du Pilat >. 3 km lang, bis zu 500 m breit und von niemandem in Zaum zu halten. 5 m kommt der riesige Sandhaufen jedes Jahr voran.
wPanoramafriedhof Der Cimetière du Trabuquet Online-Karte in Menton > ist in vier Terrassen angelegt, von denen jede einer Nation bzw. Religion zugeordnet ist. Die Grabmonumente auf dem alten Friedhof sind richtige Schönheiten, aber der grandiose Blick über die Bucht, auf den Hafen und die Dächer der Altstadt übertrifft alles (Ch. du Trabuquet, 06500 Menton).
eLiteraturtempel Im 1000-Seelen-Dorf Banon lagern in der Buchhandlung Le Bleuet Online-Karte in einem Ensemble alter Häuschen 200.000 Bücher in Regalen, auf Treppen und Fensterbänken – man sieht sich als Konkurrenz zu Amazon (Pl. St-Just, 04150 Banon, www.lebleuet.fr).
rGrüner Diamant Im Diamant Vert, dem enormen Gewächshaus des Parc Phoenix Online-Karte in Nizza, spaziert man durch sechs Klimazonen und sieht die Pflanzenwelt dabei zur Abwechslung auch mal von unten (405, prom. des Anglais, 06200 Nice, www.parc-phoenix.org).
tVan Gogh in 3D Ein Déjà-vu-Erlebnis beschert Malereifans der Pont de Langlois Online-Karte südlich von Arles >. Vincent van Gogh malte die hölzerne Klappbrücke 1888 aus unterschiedlichen Blickwinkeln (Rue Gaspard Monge, 13200 Arles).
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Die Schwebefähre über die Charente zwischen Rochefort und Échillais ist die letzte ihrer Art in Frankreich
yFahrende Brücke Zwischen Rochefort und Échillais verbindet seit 1900 der Pont Transbordeur die beiden Charente-Ufer, eine einzigartige, an zwei stählernen Pylonen aufgehängte Schwebefähre.
uQuallenleuchter Ernst Haeckels berühmte Abbildungen von Medusen lieferten die Vorlage für den mit filigranen Glastentakeln versehenen Jugendstillüster in Monacos Musée Océanographique >.
iSteinzeitgalerie Die Höhle von Lascaux, die Forscher gern als »sixtinische Kapelle der Frühgeschichte« bezeichnen, verschlägt Besuchern mit ihrer überwältigenden Bilderflut auch als originalgetreuer Nachbau > den Atem.
oSeekühe in den Alpen Am Col des Lèques bei Castellane führt ein Spazierweg ins Vallée des Sirènes, vorbei an 40 Mio. Jahre alten Versteinerungen von Seekühen, die weltweit als einzigartig gelten.
pPromi-Zoo Vor dem Sénéquier in St-Tropez inszenieren sich von Bikinischönheiten umlagerte Bestbetuchte auf den Decks ihrer Jachten – schauen und knipsen ist erlaubt, streicheln hingegen nicht.
QKorkenziehermuseum Auf dem Weingut Domaine de La Citadelle Online-Karte ist das Musée du Tire Bouchon mit 1200 Exponaten aus der Zeit vom 17. Jh. bis heute zu besichtigen – darunter Kuriositäten wie ein als Spazierstock getarntes Modell (601, rte. de Cavaillon, 84560 Ménerbes, www.domaine-citadelle.com).
WBardot-Sandalen Die handgefertigten Römersandalen von K. Jacques Online-Karte avancierten dank Stars wie Brigitte Bardot in den 1960ern zum Must-have und sind heute ein Klassiker (28, rue Henri Seillon, 83990 St-Tropez, www.kjacques.fr).
ERuhige Kugel Die richtige Boulekugel für jedes Temperament und jeden Körpertyp findet man im Shop des Musée de la Boule Online-Karte, das der Marseiller Hersteller La Boule Bleue im Panier-Viertel eröffnet hat. Auf Wunsch wird auch der eigene Name eingraviert (2, pl. des Treize Cantons, 13002 Marseille).
RGourmetsalz In Gruissan bei Narbonne gewinnt eine Saline Fleur du Sel Online-Karte. Die von der Wasseroberfläche abgeschöpfte, besonders reine Salzblume lässt Gerichte nach Sonne und Meer schmecken (Rte. de l’Ayrolle, 11430 Gruissan, www.lesalindegruissan.fr).
TMeeresbrise Erinnerungen an im Strandkorb verbrachte Tage am Atlantik rufen die Stoffe und Heimtextilien von Jean-Vier Online-Karte aus gestreiftem baskischen Leinen wach (48, rue Gambetta, 64500 St-Jean-de-Luz, www.jean-vier.com).
YObelix-Snack Luftgetrocknete Wildschweinschinken und -würste sind die Spezialität der Charcuterie Catalane Bonzom Online-Karte in Saillagouse westlich von Perpignan (9, rte. d’Estavar, 66800 Saillagouse, www.charcuterie-catalane-bonzom.com).
UProvencedüfte In Manosque hat der Kosmetikhersteller L’Occitane Online-Karte seinen Sitz. Nach einer Führung durch Fabrik und Gärten kann man im Shop Produkte wie die Crème précieuse zum Vorzugspreis erwerben (ZI Saint Maurice, 04100 Manosque, www.loccitane.com).
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In Brousse wird in einer Wassermühle bereits in siebter Generation Papier hergestellt
ISeegraspapier Nicht weit von Carcassone stellt die Moulin à Papier Online-Karte de Brousses mit Baumwolllumpen und Pflanzenzellulose handgeschöpftes Papier her und verkauft es auch. Das zartgrüne Papier verdankt seine Farbe Seegras, das zartblaue alten Jeans (11390 Brousses-et-Villaret, www.moulinapapier.com).
OIndigoblau In der Keramikhochburg Moustiers-Ste-Marie findet man bei La Mòstra de l’Estela Arbeiten von Künstlern wie Chantal Césure, die Indigobatik diverser Völker in fantasievolle Glasuren übersetzt (Rue Fouque, 04360 Moustiers, www.mostra-moustiers.com).
PIbiza-Bag Die lässigen Taschen aus Palmblatt für den Strand werden in der traditionellen Korbflechterei Le Palais d’Osier Vannerie Online-Karte in Nizza von Hand geflochten. Dank der guten Verarbeitung erleben sie ganz sicher auch noch den nächsten Urlaub (3, rue de la Préfecture, 06300 Nice).
aSt-Trop-Look Ideal komplettiert wird das lässige Strandoutfit durch Schmuck des Marseiller Designers André Gas Online-Karte, inspiriert von den Glücksarmbändern der Hippies und der Farbenpracht Indiens (106, rue Paradis, 13006 Marseille, www.gasbijoux.com).
sKüstenstraße am Wochenende Im Hochsommer verzichtet man auf der Küstenstraße zwischen St-Tropez und Menton besser auf Wochenendausflüge mit dem Auto – in der Regel herrscht Verkehrschaos.
dZündeln Hunderte Hektar Wald fallen jedes Jahr Bränden zum Opfer – Schuld sind nicht nur Brandstifter, sondern auch Gedankenlose, die brennende Zigarettenkippen aus dem Autofenster werfen.
fKäsegemetzel In einem Land, das stolz auf seine Käsekultur ist, sollte man keinen Käseteller ordern, ohne die wichtigste Regel zu kennen: Käse wird nie tangential geschnitten, sondern so, dass jeder ein Stück vom Kern bekommt.
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Mangelnder Respekt im Umgang mit Käse ist in Frankreich kein Bagatelldelikt
gBaguette schneiden Das zum Essen gereichte Brot wird nicht mit dem Messer traktiert, sondern mit der Hand gebrochen. Bei allen anderen Speisen, auch bei Obst, gilt jedoch: Besteck benutzen!
hSturm auf den Restauranttisch Selbst in einem wenig frequentierten Lokal setzt man sich nicht einfach an den erstbesten Tisch, sondern wartet geduldig, bis einem der Ober einen Platz zuweist.
jEnglisch drauflosplaudern Die sprichwörtliche Unhöflichkeit der Franzosen stellt sich meist dann ein, wenn man sie umstandslos auf Englisch oder Deutsch anspricht. Ein paar Grußworte in der langue plus belle du monde gestalten den Umgang wesentlich harmonischer.
kEinsilbigkeit Einem allein etwas plump daherkommenden »Oui« oder »Non« bzw. »Bonjour« verleihen Franzosen durch das Anhängen von »Madame« und »Monsieur« weltmännische Eleganz.
lKüsschen, Küsschen Franzosen gehen mit Wangenküssen weitaus sparsamer um, als man gemeinhin denkt. Wenn man sich noch nicht gut kennt, bleibt man fürs Erste besser beim Handschlag.
ADen Atlantik unterschätzen
