Verlag: Polyglott, ein Imprint von GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH Kategorie: Lebensstil Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2016

POLYGLOTT Reiseführer Wien zu Fuß entdecken E-Book

Ken Chowanetz

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E-Book-Beschreibung POLYGLOTT Reiseführer Wien zu Fuß entdecken - Ken Chowanetz

Mit Wien zu Fuß entdecken, dem neuen E-Book von POLYGLOTT, sind Reisende sowohl off- als auch online entspannt unterwegs. Geeignet für E-Reader, Tablet und Smartphone, bietet der praktische Digitalreiseführer zahlreiche Informationen ohne weiteres Gewicht im Reisegepäck. Auf 30 vielfältigen Spaziergängen werden die schönsten Orte der Donaumetropole erkundet: von Streifzügen über Naschmarkt, Praterauen oder Hofburgviertel, über Trips durch Wiens imperiales Erbe, bis hin zu den topmodernen Kunst- und Szenehotspots am Puls der Zeit. Für jedes Wetter und Zeitfenster gibt es geeignete Touren; jede verfügt über eine eigene Karte mit eingezeichneter Route und Zoomfunktion. Hinweise zu Öffnungszeiten, öffentlichem Nahverkehr sowie Einkehr- und Pausenoptionen runden die Informationen ab; zudem gibt es weitere Tipps zu Hotel-, Restaurant-, Einkaufs- und Nightlifeadressen. Bei vorhandener Internetverbindung können sämtliche Sehenswürdigkeiten mit einem online-Kartendienst aufgerufen werden, sind jedoch auch mit Offline-Karten verknüpft. Geräteabhängig bestehen benutzerfreundliche Verbindungen zwischen Routen und Infotexten, welche ebenso wie die Volltext-Suchoption umständliches Blättern ersparen. Zudem besteht die Möglichkeit, Lesezeichen und Notizen für die persönliche Reiseplanung einzufügen. So steht einer spannenden Entdeckungsreise nichts im Weg.

Meinungen über das E-Book POLYGLOTT Reiseführer Wien zu Fuß entdecken - Ken Chowanetz

E-Book-Leseprobe POLYGLOTT Reiseführer Wien zu Fuß entdecken - Ken Chowanetz

Unsere eBooks werden auf kindle paperwhite, iBooks (iPad) und tolino vision 3 HD optimiert. Auf anderen Lesegeräten bzw. in anderen Lese-Softwares und -Apps kann es zu Verschiebungen in der Darstellung von Textelementen und Tabellen kommen, die leider nicht zu vermeiden sind. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Meine Reise – meine APP!

Mit der kostenfreien POLYGLOTT-App können Sie auf Ihren Touren eigene Entdeckungen mit Fotos, Adresse und Anmerkungen festhalten und mit anderen teilen. Plus: digitale Postkarten und Slide-Show-Funktion.

www.polyglott.de/meineapp

ZEICHENERKLÄRUNG

POLYGLOTT-Touren

Die Touren leiten von einer Station des öffentlichen Nahverkehrs, Bus, S und U, zu einer anderen – Parkplatzsuche überflüssig.

Wann

Sie sind viel im Freien unterwegs – am schönsten bei Sonnenschein

Überwiegend im Inneren – macht auch bei Regen Spaß

Am schönsten in der Abenddämmerung und danach

Dauer · Distanz

Ein Spaziergang von bis zu zwei Stunden zu schönen und interessanten Orten

Ein Spaziergang mit Sehenswürdigkeiten, der einen halben Tag dauert

Ein ganztägiger Spaziergang

Top-12-Highlights

Herausragende

Sehenswürdigkeiten sind mit Stern gekennzeichnet.

Lieblinge der Autorin

sind mit Herz markiert.

Mal Pause machen

Kleine Auszeit in der Tour

Preiskategorien

Hotel (DZ inkl. Frühstück):

€€€

ab 160 €

€€

bis 160 €

bis 80 €

Restaurant (Hauptgericht):

€€€

ab 30 €

€€

bis 30 €

bis 15 €

DIE TOUREN IM ÜBERBLICK

Klicken und wissen, wie das Wetter wird:

http://www.wetteronline.de/wetter/wien

STADTVIERTEL

WANN

DAUER

TourStephansplatz Im Schatten des Doms

TourHofburgviertel Antike Schätze zum Bestaunen und Kaufen

TourGriechenviertel »Klein Athen« an der Donau

TourGraben / Kärntner Straße Shopseeing in der Fußgängerzone

TourHofburgviertel Phantastische und fantastische Museen

TourHerrengasse Blick in die Höfe

TourAltstadt Auf den Spuren der frühen Stadtgeschichte

TourHofburg Das imperiale Wien

TourRuprechtsviertel Verschollen im Bermudadreieck

TourRingstraße Wiens Repräsentationsmeile

TourStadtpark Musik liegt in der Luft

TourNaschmarkt Der »Bauch von Wien«

TourKarlsplatz Knotenpunkt von Verkehr und Kunst

TourBelvedere Barockes Gesamtkunstwerk

TourHauptbahnhof Großer Bahnhof und neue Stadtteile

TourNeubau und Spittelberg Was für ein Theater!

TourVolksgarten Wettstreit der Architekten

TourMuseumsQuartier Hochburg der Kunst

TourMaria-Theresien-Platz Museale Hochkultur im Doppelpack

TourMariahilf Aquazoo und kaiserliche Möbel

TourMariahilf Licht und Schatten für Fotoliebhaber

TourSchönbrunn Sommerresidenz der Habsburger

TourSchönbrunn Schönbrunn für Kinder

TourRossau Vorstadtidyll und studentischer Trubel

TourJosefstadt Wiens kleinster Bezirk

TourAugarten Krieg und Frieden

TourWeißgerber Auf den Spuren von Hundertwasser

TourPrater Grüner Prater

TourPrater Wurstelprater

TourUNO-City Große Politik in »Transdanubien«

DAS IST MEIN WIEN

© Ken Chowanetz

Ken Chowanetz

wurde die Begeisterung für das Reisen gewissermaßen schon astrologisch in die Wiege gelegt. Als Schütze, Aszendent Schütze ist es für den Tageszeitungsredakteur nicht zu Hause, sondern in der Ferne am schönsten. Seine Leidenschaft sind Städte.

Städte, sagte mir einmal ein Globetrotter, können aufregend oder langweilig, schön oder hässlich sein – keinesfalls aber entzückend. Mit diesen Attributen hatte ich ihm gerade Wien beschrieben. Nicht, dass es mir an anderen Adjektiven gefehlt hätte – aber keines beschreibt die Atmosphäre besser. Keine Frage, die 1,7-Millionen-Einwohner-Metropole blickt zurück auf eine ruhmreiche Geschichte – nicht nur die Hofburg oder Schloss Schönbrunn erinnern daran.

Mein Wien – das ist eben auch das entschleunigte tägliche Leben. In keiner anderen Stadt dieser Größe hätte sich eine vergleichbare Kaffeehauskultur etablieren können, bei der stundenlang bei einer Melange über Gott und die Welt philosophiert wird. Als Wien-Besucher muss man aufpassen, sich nicht von dieser gemächlichen Gangart einlullen zu lassen, es gibt so vieles zu entdecken: Museen von Weltruf, Gotteshäuser von erhabener Schönheit und architektonische Perlen zum Niederknien. Ich liebe mein Wien aber auch für seine wunderbare grüne Seite. Die Parks sind ebenso vielfältig wie riesig, im Prater-Areal etwa hätte der New Yorker Central Park gleich mehrfach Platz, und die Schlossgärten stechen sogar diejenigen in Versailles oder Sanssouci aus. Ich bleibe dabei – Wien ist einfach entzückend!

MEINE LIEBLINGE

Hier schlägt das Herz des Autors höher

<Kaviar aus dem Kaspischen Meer oder Kamelmilchschokolade – bei Meinl am Graben gibt es nichts, was es nicht gibt. Nicht nur Wien-Touristen genießen den Besuch dieses Delikatessenparadieses. >>

>Ope(r)n Air: Von Mai bis Juni und im September überträgt die Staatsoper etwa 70 Aufführungen auf eine 50-m²-Leinwand auf dem Karajanplatz. Während Violetta in »La Traviata« dahinsiecht, schlurfen Einheimische mit ihren Einkaufssackl vorbei – skurril, irgendwie. >>

?Im Burgkino steht seit Jahrzehnten der in Wien gedrehte Film »Der dritte Mann« auf dem Programm – ein idealer Abschluss nach einer »Dritte-Mann-Tour« durch die Wiener Kanalisation. >>

,Holy Moly! Zwei alte Lastkähne wurden miteinander verbunden, der Ladebauch mit Wasser gefüllt – fertig ist das Badeschiff. Ein spritziges Vergnügen. Gourmetrestaurant, Sauna und Kegelbahn gehören auch dazu. >>

.Gut möglich, dass das geniale Beethovenfries von Gustav Klimt wegen eines Erbstreits aus der Secession verschwindet. Deshalb schaue ich mir den Fries, so lange es noch geht, immer wieder an. >>

/Im 57 Restaurant & Lounge erlebe ich höchste und nachhaltige Genüsse im wahrsten Sinne des Wortes. Es ist im 57. Stock des DC Towers untergebracht. Die angeschlossene Szene-Bar liegt sogar noch eine Etage höher. >>

TOP-12-HIGHLIGHTS

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf einen Blick

1Stephansdom Eine Wien-Reise ist nur komplett mit einem Besuch des »Steffl«. >>

2Café Hawelka In diesem berühmtesten aller Wiener Kaffeehäuser scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. >>

3Albertina Das Kunstmuseum präsentiert eine der bedeutendsten grafischen Sammlungen. >>

4Hofburg Früher das Zentrum eines Weltreichs, ist sie heute faszinierender Zeuge glorreicher Zeiten. >>

5Postsparkasse Der Bau von Otto Wagner ist ein architektonischer Schatz. >>

6Karlskirche Der barocke Kirchenbau ist ein Wahrzeichen Wiens. >>

7Belvedere Es beherbergt u.a. die weltgrößte Klimt-Sammlung. >>

8Arsenal Hier befindet sich u.a. das Heeresgeschichtliche Museum. >>

9MuseumsQuartier In den früheren Hofstallungen findet man heute Museen und Ausstellungen von Weltruf. >>

!Schloss Schönbrunn Es zählt zu den schönsten Barockanlagen Europas. >>

@Hundertwasserhaus Das nach dem Konzept des Künstlers gestaltete Wohnhaus wirkt bunt und lebendig. >>

#Prater Der ehemalige Jagdwald der Herrschenden ist heute ein riesiges Naherholungsgebiet. >>

qStephansplatz

Im Schatten des Doms

Tourenkarte | Übersichtskarten

Stephansdom›Dom- und Diözesanmuseum›Mozarthaus›Kunstverein Alte Schmiede›Jesuitenkirche›Österreichische Akademie der Wissenschaften

Start:UStephansplatz (U1, U3)

Ende:UStubentor (U3)

Wann:frühmorgens oder am späten Nachmittag

Distanz:1,4 km

Der die Stadtsilhouette dominierende Stephansdom ist Wiens Wahrzeichen und Österreichs bedeutendstes gotisches Bauwerk. In die verwinkelten Gassen rund um den »Steffl« verliebte sich schon Mozart und bezog hier von 1784 bis 1787 Quartier. Auch kulinarisch ist das Gebiet eine Verheißung.

Klicken und auf Google Maps finden:

11Stephansdom

2Dom- und Diözesanmuseum

3Dombuchhandlung Facultas

4Mozarthaus

5Gulaschmuseum

6Figlmüller

7Jesuitenkirche

8Plachutta

9Simpl

© iStockphoto/Sergey Borisov

Stephansdom

Mit der Rolltreppe geht es aus dem Dämmer des U-Bahnhofs zurück ans Tageslicht – und dann steht er unvermittelt und riesig vor einem: der Stephansdom11, bekanntestes Wahrzeichen nicht nur der Stadt, sondern ganz Österreichs. Rund um das Gotteshaus triumphiert der Kommerz: Werber in historischen Kostümen laden zum Besuch von Kammerkonzerten ein, Kollegen machen auf Theatervorführungen und Restaurants aufmerksam, Fiakerfahrer warten auf Kundschaft, all das zusätzlich zur Lärmkulisse einer Großstadtfußgängerzone. Den Tumult lässt hinter sich, wer in den gotischen Dom, dessen Ursprung im 12. Jh. liegt, eintritt – der Erhabenheit des dreischiffigen Hallenraums kann sich niemand entziehen. Meisterwerke spätgotischer Plastik sind der von Anton Pilgram geschaffene Orgelfuß und die heute Niclaes Gerhaert van Leyden zugeschriebene Kanzel. In den Katakomben werden in Urnen die Eingeweide von Habsburgern aufbewahrt, deren Körper in der Kapuzinergruft ruhen. 343 Stufen sind es hinauf in den Südturm, dessen Fundament nur 4 m tief in die Erde reicht.

MAL PAUSE MACHEN

Tourenkarte | Google Maps

Eine Pause, die man sich redlich verdienen muss bei all den Stufen hinauf in den Südturm des Stephansdoms. Lohn der Mühe: Ein fantastischer Ausblick über die Stadt.

Im Schatten des Doms bestimmt Kirchliches die Szenerie. Ausnahmen bestätigen die Regel: Gegenüber dem Eingang zum Dom- und Diözesanmuseum2 siedelte sich ein Dessousgeschäft an. Im Museum sind nach aufwendigem und jahrelangem Umbau in der Schatzkammer einige Glanzstücke des Domschatzes zu sehen. Devotionalien in Form von Madonnenfiguren, Kreuzen und Kerzen gibt es bei Kunst und Kirche (Stephansplatz 4) zu kaufen. Auch die Dombuchhandlung Facultas3 (s. Shopping, >>) präsentiert in ihren Auslagen Titel jenseits der allgegenwärtigen Top-Ten-Listen.

Im Mozarthaus4 bezog das Musikgenie 1784 eine Wohnung mit vier Zimmern. Sie bildet den Kern eines Museums, in dem auch regelmäßig Konzerte veranstaltet werden. »Für das Wissen von Vorgestern und Übermorgen« heißt es auf dem Schild der Buchhandlung 777 (Domgasse 8), die sich auf esoterische und astrologische Literatur konzentriert.

Appetit sollte man für einen Besuch des Gulaschmuseums5 (österreichisch-ungarisch, €€) mitbringen. In dem Restaurant stehen zig Varianten der ungarischen Spezialität auf der Speisekarte. Gastronomisch jagt in dieser Gegend ohnehin eine Attraktion die nächste: Figlmüller6 (s. Restaurants, >>), u.a. in der Wollzeile, ist in Sachen Wiener Schnitzel eine Institution, und das Café Diglas (Nr. 10; s. Restaurants, >>) hält seit fast einem Jahrhundert die Kaffeehaustradition hoch. Das größte Samowarsortiment Wiens führt die seit 1870 bestehende Theehandlung Schönbichler (Nr. 4; s. Shopping, >>).

© iStockphoto/Paolo Gianti

Figlmüller

Das urige Lokal Wohnzimmer in der gewundenen Schönlaterngasse (Nr. 8) mit ihren guterhaltenen barocken Fassaden macht seinem Namen alle Ehre. Trotz der überschaubaren Größe der Gaststätte sind 44 Biersorten im Angebot. Vielleicht sollte man deshalb vor und nicht nach der Einkehr hier dem Kunstverein Alte Schmiede einen Besuch abstatten, Veranstaltungsort für Lesungen, Ausstellungen und Konzerte. Den Dr. Ignaz-Seipel-Platz dominiert die barocke Jesuitenkirche7 (ehem. Universitätskirche) mit illusionistischen Deckenfresken von Andrea Pozzo. Die Österreichische Akademie der Wissenschaften in einem eindrucksvollen Rokokobau kann nur von außen bewundert werden.

© Sabine von Loeffelholz

Jesuitenkirche

Zurück in der Wollzeile rühmt sich das Plachutta8 (Nr. 38, österreichisch, €€), den besten Tafelspitz der Stadt zu servieren. Im Anschluss bietet sich ein Besuch im Simpl9 (s. Nightlife, >>) an. Das 1912 als »Bierkabarett Simplicissimus« gegründete Haus gilt als eine der bedeutendsten Kleinkunstbühnen Österreichs.

Touren im Anschluss:s, f, g

wHofburgviertel

Antike Schätze zum Bestaunen und Kaufen

Tourenkarte | Übersichtskarten

Schatzkammer des Deutschen Ordens›Theater der Jugend›Café Frauenhuber›Malteserkirche›Kaisergruft›Dorotheum›Jüdisches Museum›Café Hawelka

Start:UStephansplatz (U1, U3)

Ende:UStephansplatz (U1, U3)

Wann:montags bis samstags, tagsüber

Distanz:1,1 km

Von der Schatzkammer des Deutschen Ordens bis zum Jüdischen Museum – diese Tour deckt mehrere Jahrhunderte Wiener Historie ab. Ein kleines Stück Geschichte kann man – entsprechende Liquidität vorausgesetzt – im Dorotheum oder den Geschäften des Antiquitätenviertels erstehen und mit nach Hause nehmen.

Klicken und auf Google Maps finden:

1Schatzkammer des Deutschen Ordens

2Theater der Jugend

3Café Frauenhuber

4Malteserkirche

5Kapuzinerkirche

6Dorotheum

7Jüdisches Museum

82Café Hawelka

Das wagt auch nicht jeder: Zum Auftakt dieser Tour lässt man den Stephansdom einfach links liegen – wenn auch nur, um in die rechts vom Wiener Wahrzeichen liegende Singerstraße einzubiegen. Dort wartet ein Kleinod: die Schatzkammer des Deutschen Ordens1. Die Geschichte der »Brüder und Schwestern vom Deutschen Haus St. Mariens in Jerusalem« reicht bis ins 12. Jh. zurück. Entsprechend alt sind einige der Exponate, u.a. sakrale und profane Kunstgegenstände, Tafelgeschirr und prachtvoll verzierte Waffen aus dem Orient.

In der Liliengasse 3 hat das Theater der Jugend2 eine seiner beiden Spielstätten. Gegeben werden Stücke für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 16 Jahren. Der Weg führt weiter in die versetzt zur Liliengasse liegende Rauhensteingasse. Dort schneidert der Herrenausstatter Alexander Moden Anzüge nach Maß (Nr. 10). Das 1824 gegründete Café Frauenhuber3 in der Himmelpfortgasse ist das älteste durchgängig betriebene Kaffeehaus Wiens. Bereits 1314 befand sich hier eine Badestube, in der der Bademeister nicht nur wusch und rasierte, sondern auch schröpfte und seine Kunden zur Ader ließ.

Den Konsumverlockungen der Fußgängerzone stemmt sich die Malteserkirche4 in der Kärtnerstraße tapfer entgegen. Das im 15. Jh. erbaute Gotteshaus bildet in seiner Ruhe und Beschaulichkeit einen Kontrast zum meist viel besuchten nahen Stephansdom.

© Pixelio/Templermeister

Kaisergruft

Die schlicht gestaltete Kapuzinerkirche5 wäre nur eine unter vielen, befände sich dort nicht die Kaisergruft. In den von Kapuzinerpatres bewachten Gewölben wurden seit dem 17. Jh. die Mitglieder des Hauses Habsburg bestattet. Makaber mutet es an, dass in den 138 Metallsärgen nicht die kompletten Körper der Verblichenen liegen. Die Herzen befinden sich in der Augustinerkirche, die Eingeweide im Stephansdom. Kein Besucher verlässt die Gruft, ohne einen Blick auf den prunkvollen Doppelsarkophag Maria Theresias und ihres Gemahls Franz I. geworfen zu haben.

© Ernst Wrba

Dorotheum

Über Tegethoffstraße und Gluckstraße geht es weiter in die Spiegelgasse. Aus dem 1707 von Kaiser Joseph I. gegründeten »Versatz- und Fragamt zu Wien«, einem Pfandleihhaus, entwickelte sich das in einem prachtvollen Palais untergebrachte Dorotheum6 (s. Shopping, >>), heute eines der renommiertesten Auktionshäuser der Welt. Die auf drei Stockwerken ausgestellten Preziosen sind teils auch im Direktverkauf zu erwerben. Das Gebiet rund um das Dorotheum hat bei den Wienern den Namen »Antiquitätenviertel«. Die Zahl der Händler in der Planken- und Dorotheergasse und somit die Konkurrenz ist groß, was die Chance auf ein Schnäppchen erhöht.

MAL PAUSE MACHEN

Tourenkarte | Google Maps

Schon mal eine Limonana probiert? Im Café Eskeles im jüdischen Museum gibt es diese israelische Minze-Zitrone-Limonade – dazu mediterrane und israelische Spezialitäten.

Die heitere Schaufensterbummelstimmung kann bei einem Besuch des Jüdischen Museums7 plötzlich umschlagen (Dorotheengasse 11, So–Do 10–18, Fr bis 17 Uhr). Anliegen des 1988 gegründeten Museums ist es, spannende Einblicke in die jüdische Geschichte und Gegenwart zu liefern. Die Kuratoren schrecken dabei auch vor kontroversen Themen nicht zurück.

© Ernst Wrba

Café Hawelka

Das Gesehene reflektieren kann man anschließend im Café Hawelka82, einem der berühmtesten Kaffeehäuser der Stadt (Mi geschl., s. Restaurants, >>). Josefine und Leopold Hawelka widersetzten sich in ihrem 1936 gegründeten Unternehmen allen Modetrends – die Installation einer Espressomaschine war in den 1950er-Jahren das einzige Zugeständnis an den Zeitgeist. Viele Bilder an den Wänden stammen von Künstlern, die ihre Rechnung »in Naturalien« beglichen. Gegenüber sorgt eine andere Wiener Institution für oft lange Warteschlangen: Trzesniewski (s. Restaurants, >>) verkauft köstlich belegte Brote stückweise direkt vom Brett.

Touren im Anschluss:a, f, g

eGriechenviertel

»Klein-Athen« an der Donau

Tourenkarte | Übersichtskarten

Schwedenplatz›Griechenbeisl›Griechenkirche zur heiligen Dreifaltigkeit›Wiener Kammeroper›Dominikanerkirche›Urania

Start:USchwedenplatz (U1, U4)

Ende:USchwedenplatz (U1, U4)

Wann:montags bis samstags, am späten Nachmittag oder frühen Abend

Distanz:1,2 km

Rund um den Fleischmarkt zeugt noch vieles von der Zeit, als wohlhabende griechische Kaufleute sich hier ansiedelten. Im »Griechenbeisl« tafelten berühmte Gäste wie Beethoven. Und die Dominikanerkirche wurde in der Stadtsilhouette nur vom Stephansdom übertroffen.

Klicken und auf Google Maps finden:

1Eissalon am Schwedenplatz

2Griechenbeisl

3Wiener Kammeroper

4Beim Czaak

5Dominikanerkirche

6BAWAG Contemporary

7Urania

8Stilwerk

© Ernst Wrba

Schwedenplatz

»Erst mal ein Eis« scheint das Motto im Eissalon am Schwedenplatz1