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Erfolgreich sein, einen befriedigenden Beruf und ein erfülltes Privatleben miteinander vereinen, wer möchte das nicht? Und dennoch – viele verharren auf dem einmal eingeschlagenen Weg, richten ihre Erwartungsskala nach unten aus und resignieren. Da kommt Gerhard Krauses Ratgeber gerade recht. Seine klar gegliederte, leicht nachvollziehbare «Anleitung zum Erfolg» enthält eine Fülle von mutmachenden Anregungen, wertvollen Denkanstößen und praktischen Tips, wie man die Zuversicht in die eigene Kraft wiedergewinnt.
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Seitenzahl: 252
Veröffentlichungsjahr: 2018
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Gerhard Krause
Positives Denken – der Weg zum Erfolg
13 Bausteine für ein erfülltes Leben
Ihr Verlagsname
Erfolgreich sein, einen befriedigenden Beruf und ein erfülltes Privatleben miteinander vereinen, wer möchte das nicht? Und dennoch – viele verharren auf dem einmal eingeschlagenen Weg, richten ihre Erwartungsskala nach unten aus und resignieren.
Da kommt Gerhard Krauses Buch gerade recht. Seine klar gegliederte, leicht nachvollziehbare «Anleitung zum Erfolg» enthält eine Fülle von mutmachenden Anregungen, wertvollen Denkanstößen und praktischen Tips, wie man die Zuversicht in die eigene Kraft wiedergewinnt.
Gerhard Krause ist Psychologe.
ist ein Buch, das eine Änderung Ihres Denkens in positive Richtung bewirken möchte. Ihrem individuellen Wunsch nach Erfolg wird Rechnung getragen. Es erwartet Sie eine Fülle von Erfolgsrezepten. Und doch werden Sie letztlich erkennen, daß nur Sie über Ihren ganz persönlichen Erfolg entscheiden!
Der Inhalt bietet wertvolle und vor allem anwendbare Hilfen an. Im Grunde ist es nicht neu für den Menschen, wenn man ihm sagt, wie er erfolgreich werden könnte. Denn jeder besitzt die notwendigen Talente und bekommt Möglichkeiten geboten. Es gilt, sie nur zu entdecken und aufzuzeigen. Es ist wie mit einem Reporter. Er meldet seiner Zeitung zwar Neuigkeiten, aber sein Bericht gibt dennoch bereits Geschehenes wieder.
Ängstlich scheut der Mensch davor zurück, neue Erfahrungen zu sammeln. Lieber bleibt er auf dem bekannten und vertrauteren Weg. Dieser scheint problemloser zu verlaufen. Doch unsere Zukunft wird durch die Qualität unserer Gedanken von heute gestaltet!
Wir leben in einer Zeit der Wissensexplosion. Was aber wissen wir über uns – über das eigene Ich? Zwar legen wir Wert auf möglichst gute Kleidung, auf eine vorzeigbare Verschalung unseres Körpers. Dafür scheuen wir keine Investition. Was dagegen ist uns die Innenseite unseres Körpers wert? Wie hoch ist Ihr persönlicher Ausbildungswert, Ihr Geschäftswert? Kennen Sie Ihren Marktwert? Wir lernen und bauen uns dadurch jeweils eine höhere Plattform. Was resultierte aus dem Lernprozeß? Im Alter von sieben Jahren konnten wir lesen. Durchschnittlich mit fünfundzwanzig Jahren verdienen wir den Lebensunterhalt für die eigene Familie. Aber mit fünfundsechzig Jahren haben die meisten Menschen noch nicht erlernt, finanziell unabhängig zu sein. Der Hintergrund dieser erschreckenden Bilanz enthält die Tatsache, daß das Individuum nicht selbständig genug denkt und entscheidet. Ebensowenig denken wir über unsere enormen Fähigkeiten, die effektiv sind, nach. Sie kommen nur durch den Einsatz zur Geltung. Dem Urwunsch nach Lebenserfolg wird nicht bewußt genug nachgegeben. Der englische Dichter Alexander Pope sagte: «Das richtige Studium für den Menschen ist der Mensch.» Dieses Studium ist zugleich auch das wichtigste.
Der Mensch in seiner komplizierten Machart, besitzt als Besonderheit in seiner Natur großartige Fähigkeiten. Leider erinnert er sich selten solcher Fähigkeiten oder erkennt nicht deren Wert. Dennoch vermietet er sie täglich beispielsweise in seiner Arbeit. Er stellt sie zur Verfügung und setzt sie engagiert ein. Quasi als tragende Zugabe zu seinen sonstigen Vor- und Nachteilen, die er sonst noch zu bieten hat. Der Mensch vermietet sich pauschal, inklusive seiner Kraft in der Auswirkung. Er tut dies vorbehaltlos und bietet sich mit all seinen Oberflächlichkeiten, aber auch inneren Möglichkeiten an. Einschließlich seiner Gedanken. Ebenfalls in die Leistungen eingeschlossen ist seine Kreativität.
So läßt sich der Mensch mieten, kaufen oder verkaufen. Bis hin zu seinem sechzigsten oder fünfundsechzigsten Lebensjahr. Dann folgt der berufliche Abschied und dieser nunmehr müde Mensch wird in vorgespiegelter Großherzigkeit mit einer vielleicht goldenen Uhr abgefunden. Für lange Jahre aufopfernder Dienstbereitschaft.
Nicht das System – das freilich seine Chancen zu bieten hat – wird kritisiert. Sondern die Trägheit, mit der man sich in diesem System bewegt. Der altrömische Philosoph Seneca bemerkte: «Was hat dieser Mann von seinen achtzig Jahren, die er in Trägheit hingebracht hat? Ein solcher Mensch hat nicht gelebt, sondern sich nur im Leben aufgehalten, und er ist nicht spät gestorben, sondern lange.»
Gebrauchen Sie Ihren Verstand – dieses gewaltige Potential. Würde man Ihr Gehirn in Form eines Computers nachbauen, wäre dieses Gerät nach dem heutigen Stand der Technik größer als das Empire State Building in New York und müßte mit allen Wassern der Niagarafälle gekühlt werden. Der Mensch kann seine Gliedmaßen nutzbringend einsetzen. Er kann Logik oder Unlogik seines Tuns aufdecken. Eine Maschine, die derartige Leistungen liefern könnte, würde gegenwärtig schätzungsweise vierzig Millionen Mark kosten.
Wir sind leistungsfähig und suchen eben durch die Leistung das Erfolgserlebnis. Niemand sucht direkt den Mißerfolg. Und doch wirft eine Statistik Fragen auf:
Was ist aus hundert Menschen mit fünfundsechzig geworden?
Summarisch betrachtet, bleibt den meisten Menschen – bis auf fünf Prozent – wirtschaftlicher Erfolg versagt. Mißerfolg ist auf negatives Denken zurückzuführen. Mißerfolgler blicken rückwärts statt vorwärts. Sie schließen sich falschen Vorbildern an. Oft werden Gelegenheiten nicht erkannt oder nicht genutzt. Und nicht einmal die durchschnittlich 4,8 Jahre, die der Mensch nach seiner Pensionierung noch zu leben hat, können sorgenfrei gelebt werden. Es wird dem Zu-spät-Status entgegengelebt.
Dabei ist die Fülle vom Leben vorgegeben. Die meisten von uns verhalten sich jedoch zu schüchtern und unangebracht anspruchslos. Sie wagen nicht, diese Fülle zu beanspruchen. Doch dieses Wagnis muß eingegangen werden. Es erlaubt uns dafür, gut zu leben. Eigene Aktivität zahlt sich aus. Es ist unverantwortlich, andere für uns denken zu lassen. Denken wir selbst!
Viele Menschen betreiben bereits in jungen Jahren geistigen Suizid. Sie handeln ohne zielgerichtetes Denken. Sie lassen sich treiben. Wem ist es je gelungen, seinem Glück passiv entgegenzutreiben? Glück und Erfolg müssen bewußt angesteuert werden, sonst erreicht man beides nie.
Der Drang nach Glück und Erfolg ist natürlich. Jeder Mensch möchte glücklich sein, möchte Erfolg haben. Nur wenigen aber gelingt das. So muß versucht werden, eine Änderung des unerwünschten Zustandes – grundsätzlich des Denkens – in kreativer und konstruktiver Richtung herbeizuführen. Setzen wir unsere Energie gezielt ein. Denn der Mißerfolg kostet ebensoviel Kraft wie das Streben nach Erfolg!
Die Themen dieses Buches werden Bausteine genannt, Bausteine, die Ihrem Selbstaufbau, Ihrer Persönlichkeitsentwicklung dienen. Denken Sie über die Themen nach, und Sie werden über sich selbst nachdenken. Dies zu tun, ist unbedingte Voraussetzung. Ein Wort lautet: «Wir müssen bereit sein zu hören, um zu wachsen. Hören wir nicht mehr, lernen wir nicht mehr und gehen im Kreis!» Albert Einstein sagte einmal: «Würde unser Leben vom Gewinnen eines Schachspiels abhängen, würden wir es als geringste Pflicht ansehen, die Namen der Figuren zu lernen und wie man sie einsetzt. Der Lebenserfolg hängt von der Beherrschung der Regeln des Lebens ab.» Und: «Ich habe nie einen Menschen getroffen, von dem ich nicht hätte lernen können.«
Dieses Buch will Sie veranlassen, sich selbst zu erkennen und über sich nachzudenken. Es zeigt Ihnen Wege auf, wie man sich Ziele setzt und danach handelt. Der Lebenskampf erspart Ihnen nicht, daß Sie sich Kraftproben zu stellen haben. Ihr Selbstbewußtsein wird davon profitieren.
Das Leben ist ein großer Markt. Und Sie sind Verkäufer, immer. Und Ihr wichtigstes Geschäft ist herauszufinden, wie Sie sich bestmöglich verkaufen können. POSITIVES DENKEN – DER WEG ZUM ERFOLG hält Bausteine für Sie bereit. Dieses Buch wurde unter dem Eindruck einer starken, aufbauenden Lebensphilosophie geschrieben – einer Philosophie, die handeln lehrt und nicht verschweigt, daß man mit Sinnigkeit allein nicht weiterkommt. Wenn Sie die Erfolgsregeln beherzigen, kann der Erfolg nicht ausbleiben. Wichtig dabei ist, auf dem einmal gewählten Weg zu bleiben.
Dieses Werk vermag Sie anzustoßen. Doch laufen müssen Sie selbst.
Gerhard Krause
Um mein Leben klar formulieren zu können, muß ich erst nach dem Sinn fragen, der in den Stunden, Wochen und Jahren steckt.
Wir tasten uns oft wie blind und taub voran. Nicht selten vergessen wir sogar den «Blindenstock», der uns ein wenig helfen könnte, die Ecken und Stufen zu erkennen. Jene Hindernisse auf unserem Lebensweg, die unweigerlich vorhanden sind. Wir stoßen uns an ihnen und empfinden Schmerz. Und zähneknirschend mogeln wir uns ein Stückchen weiter in diese unangenehme Dunkelheit. Wie können wir so jemals den großen Schritt in die erlösende Helle – dem Ziel entgegen – schaffen?
Jeder von uns stellte sich wohl schon die Frage nach dem Sinn des Lebens. Doch war diese Frage meist nur rhetorisch geartet. Eigentlich erwarteten wir nicht ernsthaft eine Antwort darauf. Allein diese Überlegung beweist, daß wir den Motor namens Lebenszweck zwar besitzen, jedoch nicht angeworfen haben. Wir nutzen jene Antriebskraft, die wir Motivation nennen, nicht. Obwohl sie in jedem von uns schlummert.
Was ist das nun, der Lebenszweck? Weshalb leben wir? Die Frage nach dem Sinn und Zweck des Lebens ist wichtig. Sie betrifft uns zutiefst und erfordert eine kompromißlose Selbstbefragung und ehrliche Selbsterkenntnis.
Selbst dem Tier genügt es nicht, nur zu existieren, bloß dahinzuvegetieren. Es erfüllt eine bestimmte Funktion. Eine eingegebene Funktion, die sich ständig den Aufgaben stellt. Ein Mensch ohne ein bewußt angesteuertes Lebensziel ist wie ein Stück Holz, das sich treiben läßt, treiben lassen muß, wohin es das Schicksal verschlägt. Dennoch wird sogar ein Stückchen Holz – wenn es nicht irgendwo verfault – eines Tages an Land gespült und beispielsweise ins Feuer geworfen, um Lebewesen Wärme zu spenden. So erfüllt es einen guten Zweck.
Dasselbe Stück Holz könnte auch – geschnitzt als herrliche Figur – in einer Kirche stehen und einen Engel darstellen – wie Kinder ihn sich vorstellen. Es könnte Augen zum Leuchten bringen und die Phantasie anregen. Schlummernde Gedanken könnten geweckt werden, und Menschen könnten sich herausgefordert fühlen, sich mit Hilfe dieses Blickfangs Gott zuzuwenden. Unser Stückchen Holz könnte also in der Erinnerung vieler Menschen als etwas Besonderes einen Platz auf erhöhter Ebene einnehmen und zur Huldigung dessen beitragen, der es einmal gewollt hat.
Doch dieses Holz hat keine Seele wie der Mensch, hat keine Gedanken, die sich verwirklichen lassen. Wir Menschen besitzen diese Kraft. Es gilt sie zu entdecken und zu gebrauchen.
Marc Aurel sagte: «Das Leben eines Menschen ist das, was er daraus macht.» Das ist sehr wahr. Doch es genügt nicht, diese Erkenntnis als die eigene anzunehmen und nur zu akzeptieren. Sie müssen sich zunächst den Standpunkt aneignen: «Ich werde meinen Platz im Leben suchen, und es soll der beste sein.» Dies sollte Ihr erster Vorsatz sein. Sodann stecken Sie sich Ziele, die Ihr Leben als sinnvoll erweisen werden. Das aber können Sie erst, wenn Sie sich über Ihren persönlichen Lebenszweck klargeworden sind.
Der Architekt des Universums hat nichts gebaut, das nicht seinen Sinn hätte. Alles hat seinen Sinn! Allerdings wird dieser Sinn selten sofort oder überhaupt nicht erkannt.
Wird nicht von vielen Menschen bereits der Tagesablauf als monoton empfunden und deshalb alles Geschehen diesem müden Eindruck unterworfen? Neunzehn von zwanzig Befragten antworteten auf die Frage, warum sie morgens aufstehen und arbeiten: «Weil alle es tun!» und darin schwingt mit: «Weil es notwendig ist! Wovon sollte ich sonst leben?» Solchem Leben fehlt es an höheren Zielen, an einem wahren Sinn. Diese Einstellung beweist, daß die Frage nach dem Lebenszweck unterdrückt wurde.
«Ich bin ja nicht allein. Die anderen Leute – meine Nachbarn, Freunde, Arbeitskollegen, alle die ich kenne, sind so wie ich!» In solchen Worten drückt sich unterschwellig aus, daß das Leben als einzige Verzweiflung empfunden wird, als Qual ohne jeden Sinn. Die wenigen kleinen Annehmlichkeiten, die man sich wiederum bitter genug verdienen mußte, vermögen nicht über das bohrende Verzweiflungsgefühl hinwegzutäuschen, das den Menschen langsam vergiftet. Ein freudloser Gesichtsausdruck demonstriert deutlich diesen Zustand.
Im Alter kommt die Erkenntnis zu spät. Fragt man sich erst dann, was man aus seinem Leben gemacht hat, so werden auch Nachbarn und Freunde nicht zur Wendung beitragen können oder wollen.
Onassis war einer jener Menschen, die vielbeachtet und vielbeneidet waren. Er und viele andere, die als Verkörperungen überaus erfolgreicher Menschen galten, mußten resümierend feststellen, im Endeffekt ein wenig sinnvolles Leben verbracht zu haben. Geld macht selten den Sinn des Lebens aus. Auch wenn die Jagd danach diese Wahrheit vergessen lassen kann.
Der Lebenszweck ist die Erkenntnis über den Sinn des Lebens, auf der die Zielsetzung aufbaut. Es gibt keine gesunde Zielsetzung ohne den vorangegangenen Wunsch. Ein Traum wird formuliert.
Ich werde mich nun fragen, was mein Lebenszweck ist. Mein persönlicher Lebenszweck, der ausschließlich durch mich zur Verfügung gestellt werden kann. Es ist gut, sich in einer Welt voller Abhängigkeiten etwas Eigenes aufbauen zu dürfen. Etwas, das nur Ihnen gehört. Versuchen Sie, destruktive Einflußbereiche zu meiden. Lösen Sie sich von Gedanken, die verhindern könnten, einen echten Lebenszweck zu finden. Was könnte ein Lebenszweck sein? Ein Haus oder ein Auto?
Sie wissen, daß der Lebenszweck den Grund darstellt, weshalb Sie leben. Ein Haus kann zusammenstürzen, wird irgendwann einmal nicht mehr sein. Ist das wirklich alles, was ich vom Leben erwarte, wofür ich lebe?
Oder ein Auto, zusammengeschweißtes Blech, das mir bestenfalls und kurzzeitig eine Art billiges Glücksgefühl vermitteln kann, wenn ich damit über die Straßen flitze. Ein Fahrzeug, das nachher schon bewegungsunfähig sein kann. Und das nur deshalb, weil sich irgendwo im Gewirr der Kabel und Teile – deren Ordnung der Mensch begreifen kann – ein simples Drähtchen lockerte. Nein, dafür lebe ich nicht. Das kann nicht mein Lebenszweck sein. Was dann?
Denken Sie nach. Beziehen Sie in Ihre Überlegungen die Frage mit ein, was «danach» kommt. Wie weit reicht Ihr Lebenszweck? Kann er Sie tatsächlich ein Leben lang begleiten?
Grundsätzlich sollten Sie beantworten können, ob Sie Ihr gesamtes Lebensspektrum für sinnvoll halten. «Nein» ist rasch und oft unbedacht gesagt. Prüfen Sie Ihre Einstellung genau.
Vielleicht leisten Sie bereits etwas, was Sie hervorhebt. Etwas, was für einige Mitmenschen Anlaß und Grund ist und sein wird, Sie in die Reihe nennenswerter und beachtenswerter Persönlichkeiten einzuordnen?
Wer kennt nicht die Geschichte der Florence Nightingale, die sich durch großen pflegerischen Einsatz uneigennützig in den Dienst der Nächstenliebe stellte. Doch bewähren kann sich jeder auf seine Art, nach seinen persönlichen Ambitionen, Fähigkeiten und Möglichkeiten. Gelegenheiten gibt es genügend.
Wie sollte Ihr Lebenszweck beschaffen sein?
Solide und erreichbar
Lohnenswert
Vorstellbar und klar
Anderen Menschen nützlich
Anspruchsvoll
Motivierend
Den Talenten und Fähigkeiten entsprechend.
Zu 1.: Ihr Lebenszweck sollte nicht in utopischen Regionen angesiedelt werden, sondern erreichbar sein. Nehmen Sie eigene Zweifel ernst. Setzen Sie klare Überlegungen dagegen. Die Forschung nach dem Sinn ist bedeutungsvoll genug, um Solidität erwarten zu können.
Zu 2.: Könnte Sie der Gedanke, nur eine Gehaltsstufe weitergekommen zu sein, auf Dauer motivieren? Setzen Sie sich lohnenswertere Ziele. Bedenken Sie dabei, daß sich der Sinn des Lebens nicht nur in Mark und Pfennig ausdrückt.
Zu 3.: Die Präzisierung Ihres Lebenszwecks ist notwendig. Aus vagen Angaben können Irrtümer und Mißverständnisse entstehen. Das können Sie vermeiden. Ein klarer Vorsatz gestattet nicht, späterhin an eintreffende Ereignisse beliebig Zugeständnisse und Korrekturen anzuhängen. Ihr Ziel ist zweckmäßig gestaltet und fixiert worden. Danach gehen Sie vor! Eine spätere Verschiebung der aktuellen Situation sollte dieses Bild nicht verwischen können.
Zu 4.: Wir leben nicht allein auf einer Insel. Wir sollten uns der Abhängigkeit von anderen Menschen bewußt sein. Daraus resultiert die Pflicht, unsere Haltungen und Handlungsweisen rücksichtsvoll zu gestalten. Wir müssen in unsere Denkungsweise das Los anderer mit einbeziehen.
Zu 5.: Sie gestalten Ihren Lebenszweck anspruchsvoll. Das verlangt großen Einsatz und kostet Energie. Eine ausgewogene Kräfteeinteilung ist notwendig. Sie sind wie ein Rennfahrer. Dem nützt es wenig, zwar den Geschwindigkeitslauf gewonnen zu haben, aber das Gesamtrennen als verloren betrachten zu müssen. Er hat sich in einzelnen Wertungen übernommen.
Beanspruchen Sie nur brauchbare Möglichkeiten. Investieren Sie nur da Kraft, wo es sich lohnt. Verausgaben Sie sich niemals vollkommen. So brauchen Sie keine Chance vorüberziehen zu lassen, nur weil Sie zu ausgepumpt sind.
Zu 6.: Sich selbst permanent anzutreiben und sich anhaltend einen unangenehmen Zwang aufzuerlegen, kommt einer ständigen Selbstvergewaltigung gleich.
Den richtigen Lebenszweck gefunden zu haben, beweist sich durch die Freude an der Zielverfolgung. Je mehr Sie den Rahmen Ihres Lebenszwecks ausfüllen, um so zufriedener und glücklicher wird sich Ihr Zustand gestalten.
Zu 7.: Es ist unangebracht, den persönlichen Lebenszweck auf Fähigkeiten anderer abzustimmen. Es ist Ihr Leben, das die Richtung sucht!
Die meisten Menschen gestehen, den falschen Beruf ergriffen zu haben. Weiterhin geben sie zu, zumindest unglücklich darüber zu sein, ungeliebte Tätigkeiten verrichten zu müssen. Die Arbeiten entsprechen im Grunde nicht oder nur wenig ihren wahren Fähigkeiten und Neigungen.
Viele hätten gerne studiert. Aber Uneinsichtigkeit oder widrige Umstände vereitelten die Gelegenheit. Andere hegten lange den Wunsch, einen «Traumberuf» zu ergreifen. Doch sie verpaßten den Zeitpunkt oder waren zu inkonsequent, um anzufangen.
Menschen vergessen gerne, Wünsche zu realisieren. Sie befinden sich im Fahrwasser der Gleichgültigkeit, lassen sich behäbig treiben und bedauern nur, nicht den richtigen, zufriedenstellenden Beruf ergriffen zu haben.
Stellen Sie sich die Frage, ob Sie mit Ihrem Beruf zufrieden sind. Macht es Sie glücklich, das, was Sie tun, tun zu dürfen? Bei einem «Nein» laufen Sie Gefahr, mehr oder weniger widerspruchslos den größten Teil Ihres Lebens unglücklich zu sein. Das können Sie nicht akzeptieren wollen! Ihr Beruf beschäftigt Sie nicht nur während der offiziellen Arbeitszeit. Sie befassen sich gedanklich auch vor und nach der regulären Arbeitszeit mit ihm. Sollten Sie dabei unglücklich sein, empfinden Sie jede Minute – von morgens bis abends, Jahr für Jahr – als bedrückend. Dieser Druck kann Sie zerstören.
Was ist Ihr persönlicher Lebenszweck?
Ihr Lebenszweck darf nicht starren Charakters sein. Er sollte flexibel gestaltet sein und unter Beibehaltung der eingeschlagenen Richtung größer und ausfüllender werden. Ihr Lebenszweck kann ständig mit Ihren Fähigkeiten und Erfahrungen wachsen.
Die Suche nach dem Lebenszweck erlaubt einige Fragen. Fragen Sie sich:
An was glaube ich?
Intensiver:
Woran glaube ich wirklich?
Letztlich:
Was will ich aus meinem Leben machen?
Teils manipulieren uns Anregungen, teils sind wir freiwillig und bewußt bereit, an unendlich viele Dinge zu glauben. Wir hören auf glaubhaft getrimmte Werbesprüche, lautstarke Verkündigungen, angeblich objektive Kommentare und andere Ansprachen. Es ist mühevoll, aus einem Lügenlabyrinth die rechte und brauchbare Wahrheit herauszufinden. Vorbeugend kapitulieren die meisten Menschen vor dieser Aufgabe. Sie geben sich geschlagen und glauben bereitwillig an Märchen und Falschaussagen, die unter einem Tatsachenmantel deklariert werden. Schlimmer ist, wenn jene angenommenen Märchen in die eigene Ansichtenwelt integriert werden. Was also ist Lüge von dem, was Sie glauben? Prüfen Sie Ihre Antwort auf die erste Frage.
Nur die Frage, woran ich wirklich glaube, schenkt die Chance zur Korrektur. Bei dieser genaueren Selbstbefragung hat Selbstbelügung keinen Platz – weil keinen Sinn. Wird durch meinen Glauben an etwas nur eine Lüge gedeckt? Intensivieren Sie Ihre Überlegungen und streichen Sie rückhaltlos selbsterwählte Lügengebilde! Was bleibt, sind ernstzunehmende Punkte. Sie werden feststellen, daß nur wenig übrigbleibt, woran Sie glauben können.
Einige von uns, die glauben, einen ernsthaften Nenner gefunden zu haben, prüfen ihn nur sehr zaghaft auf Bestand. Sie haben Angst, auch dieses «Faktum» könnte berechtigten Zweifeln zum Opfer fallen. Und was bliebe dann?
Ich fand etwas, woran ich wirklich glauben kann. Wie beziehe ich meine Erkenntnis in die Antwort auf die Frage, was ich aus meinem Leben machen möchte, ein?
Es stellt sich hierbei wieder die dominierende Frage nach dem Sinn des Lebens. Denn nur das, woran ich vorbehaltlos und unerschütterlich glaube, ist es doch wert, als solider Baustein für das Bauwerk «Sinn des Lebens» zu dienen.
Neuerkenntnisse können den individuellen Lebensgrund mehr oder weniger – je nach Lebensinhalt – überraschend ändern. Diese Perspektive läßt eine bislang ergebnislose Suche nach einem Baustein sinnvoll werden. Denn aus den Schwankungen der morgigen Gegenwart heraus, kann sich die gesuchte Erkenntnis anbieten. Keine Zeit wird demnach völlig nutzlos gelebt.
MERKSATZ: Ein sinnvolles Leben wird von seinem Zweck erfüllt und bestimmt!
Jedem von uns fallen auf Anhieb mehrere vorgelegte Ziele ein. Notieren Sie nun auf einem Blatt Papier alle Wünsche, die Sie haben. Außer: Geld, Liebe, Glück.
Nehmen Sie sich für diese Aufgabe zwei Minuten Zeit. Danach sollten Sie Ihre Überlegungen abbrechen.
Sie dürften festgestellt haben, daß Sie keine Mühe hatten, sechs, eventuell auch ein oder zwei Wünsche mehr, in der angegebenen Zeit niederzuschreiben. Es fällt jedoch meist schwer, weitere Wünsche zu finden.
Waren wir nicht der Meinung, unzählige Wünsche zu haben? So locken beispielsweise Schaufenster und wecken Wünsche in uns. Oder wieviel Millionen von Menschen legen ihre gesamten Hoffnungen in einen Lottozettel. Drei erratene Zahlen veranlassen zu dem Ausspruch: «Wenigstens den Einsatz konnte ich herausholen!» Denken wir über unsere Reaktion nach! Traurig genug, daß wir uns mit drei, vier Mark «Lottoglück» bescheiden. Während wir achtlos an Möglichkeiten vorbeigehen, die uns weit mehr einbringen könnten. Tatsächlich weitergekommen sind wir keinen Schritt. Doch wir träumen weiter. Von den üblichen Wünschen: Haus, Auto, Möbel, Pferd, Boot, Grundstück oder Urlaub. Die Erreichung dieser Dinge setzen wir uns zum Ziel. Aber um diese Ziele zu erreichen, benötigen wir Geld. Bedenken Sie bei allen Überlegungen die nichtkäuflichen Wünsche!
Zielsetzung läßt den Wunsch kalkulierbar werden, beschneidet den Zufall oder schließt ihn aus. Üblicherweise wünschen wir unüberlegt darauf los, ohne eine reelle Schlußfolgerung zu entwickeln. Bedenken Sie im Vergleich, daß jedes Fahrzeug sein Ziel nur gesteuert findet. Ist es nicht wichtiger, den Ablauf des eigenen Lebens zu steuern? Der Erfolg kommt nicht ungewollt. Und gerade unser Ziel ist erstrebenswert. Erfolg steckt in unseren Träumen: Haus, Auto usw.
Erfolg ist:
Die schrittweise Verwirklichung des Lebenszwecks
Die Gewähr, seinen Zielen näher gekommen zu sein.
Schreiben Sie auf den unteren Teil eines Blattes: «Traum».
Wir beginnen mit einem Traum. Der Wunsch wächst, seine Verwirklichung zu erreichen. Setzen Sie deshalb neben das geschriebene Wort «Traum» einen kräftigen Punkt auf das Papier. Dies ist der Beginn. Nun wird begonnen, den Wunsch zu realisieren. Von diesem Punkt an – leicht aufwärts – ziehen wir eine durchgehende Linie. An deren Ende setzen wir ein Komma. Unter die Linie schreiben wir «Verwirklichung». Und unter das Komma notieren wir: «Ziel». Es ist ein Teilziel, deshalb das Komma. Denn danach folgen neue Ziele! Über diese Zeichnung ziehen wir einen halbrunden Bogen und schreiben «Lebenszweck» darüber. Dieser Bogen steht für den Lebenszweck, der Einfluß auf den Gesamtablauf nimmt.
Traum, Ziel, Verwirklichung. Kein Ziel wird ohne den Wunsch gesetzt. Ohne Wunschsetzung kein Ziel. Ein Leben ohne Ziele wäre völlig sinnlos. Ziele sind die Träume der Vernünftigen. Gesetzmäßig hat der Erfolg, der motivierende Ziele hat. Das ist so gültig wie das Gesetz der Schwerkraft. Wer sich keine Ziele setzt, wird bald feststellen, daß er sich selbst belügt. Ein Leben ohne Ziele ist wie ein Boot ohne Ruder!
Viele Menschen wachen erst in der Mitte ihres Lebens auf. Sie wissen nicht, wo sie sich befinden. Sie blicken auf ein Wirrwarr verschiedener Erlebnisse zurück und haben ein Gefühl innerer Leere. Statt sich nach einer solchen Erkenntnis konkrete Ziele zu setzen, verhalten sie sich wie gewohnt. Sie hegen die unsinnige Hoffnung, vom Schicksal begünstigt zu werden.
Sie selbst bestimmen den Weg! Jeder von uns setzt seine Wegweiser, und keiner sollte so töricht sein, querfeldein zu laufen.
Verirrte fragten einen Weisen: «Wohin führt diese Straße?» Dieser antwortete: «Sie führt dahin, wohin Sie im Leben wollen!»
Sollten Sie nicht die Kraft besitzen, sich selbst zu befragen, sollten Sie die Frage weitergeben und sich helfen lassen.
Wir müssen Ziele dann setzen, wenn es sinnvoll ist. Nur erreichbare Ziele lohnen sich. Blicken Sie voraus. Denken Sie daran, daß Ihnen nach einem arbeitsreichen Berufsleben nur wenige Jahre bleiben. Es muß nicht unbedingt lohnenswert sein, geduldig auf eine kleine Rente zu warten. Zumindest sollten Anstrengungen unternommen werden, höher angesiedelte Ziele zu erreichen. Ziele, zu deren Erreichung man all seine Fähigkeiten in die Waagschale werfen sollte.
Ziele helfen, Entscheidungen zu treffen und den richtigen Weg einzuhalten. Die chronische Entscheidungsarmut der meisten Menschen veranlaßt diese, Träume eben als solche anzusehen. Wunschträume beinhalten für sie keine Zielaussage, sind ohne Wert. Sie entscheiden sich, es beim unverstandenen Traumerlebnis zu belassen.
Nur circa zwei Prozent aller Menschen sehen sich in der Lage, allein und unverzüglich Entscheidungen zu treffen. Dies, ohne den Partner, den Nachbarn oder «guten» Freund befragen zu müssen. Die meisten Menschen haben verlernt, sich zu entscheiden. Viele lernten es gar nicht! Die Kindheit prägt unser Verhalten. Eltern lehnten Entscheidungen ab oder übertrugen sie. Wir begegnen dieser Verhaltensweise während unseres ganzen Lebens. Und manche, die sich für vernünftig halten, «schlafen erst einmal darüber», befinden sie sich in einer Entscheidungssituation. Dadurch verdrängen sie das anstehende Problem. Sie ignorieren Signale ungelöster Fragen. Die unbequeme Situation wird bewußt zur Seite geschoben. Die Selbstforderung wurde vermieden.
Zögern Sie nicht, Ziele zu setzen. Verfolgen Sie unbeirrt diese Ziele. Jede Handlung dient somit der Erreichung eines Zieles. Behalten Sie Ihr Hauptziel im Auge und setzen Sie für das erstrebenswerte Ziel Ihre ganze Persönlichkeit ein. Entwickeln Sie dabei, im Rahmen der Richtlinien, Eigeninitiative. Lassen Sie sich positiv beeinflussen. Achten Sie jedoch darauf, sich nicht ungeprüft steuern zu lassen. Dies wäre ein Zeichen, daß andere es übernommen haben, Ihre Ziele zu bestimmen. Selten harmonieren Fremdvorstellungen mit den Ihren. Vermeiden Sie es, zum kritiklosen Jasager zu werden. Suchen Sie sich ein Berufsziel, das Ihren Ambitionen entgegenkommt. Sie wurden gewiß nicht geboren, sich jahrzehntelang mit einer ungeliebten Arbeit herumzuschlagen! Mangelnde Eigeninitiative und schwaches Selbstbewußtsein führten dazu. Die persönliche Zielsetzung fehlte.
Habe ich einen Plan, muß ich unverzüglich beginnen, ihn zu realisieren. Ob ich bereit bin oder nicht. Ich plane ein Ziel!
Derjenige, der sich ein Haus bauen möchte, benötigt einen Architekten, der den Plan entwirft. Diesen Vorgang sehen wir als Selbstverständlichkeit an. Sollte für die Gestaltung unseres Lebens kein Plan benötigt werden?! Derartige Vorstellungen mögen unverständlich wirken. Und doch wird so gehandelt. Sie haben es in der Hand, so etwas Kostbares wie Ihr Leben in Eigenregie zu bestimmen. Ihrer geistigen Reife gemäß können Sie das Gebäude «Leben» planen und solide erstellen. Es ist Ihr wichtigstes Haus, und Sie werden lange darin wohnen. Vergessen Sie nicht, Ihr Haus «das Leben» gut gegen negative Einflüsse zu isolieren.
Ich muß genau festlegen, welche Ziele ich anstreben möchte. Was bin ich bereit, dafür zu geben? Nur aus fest umrissenen Vorstellungen resultiert ein klares Ziel. Es ist ungenügend zu sagen: «Ich möchte einmal viel Geld verdienen.» Legen Sie deutlich fest, daß Sie beispielsweise in zwei Jahren monatlich 6000 Mark verdienen möchten. Was sind Sie bereit, dafür zu geben? Halten wir es mit dem alten Sprichwort: «Man muß zuerst Holz in den Ofen werfen, will man sich an ihm wärmen.»
Erst geben, dann erwarten. Es ist Mode geworden, den umgekehrten Weg zu suchen. Erst wenn man eines Tages unsanft an seine Verbindlichkeiten erinnert wird, folgt die Bestürzung. «Mehr scheinen als sein» ist eine Devise, die sich vernichtend auswirken kann. Man muß bezahlen. Jeder Schritt, der mich meinem Ziel näherbringt, muß durch Leistung verdient werden. Seien Sie bereit zu geben! Was würden Sie geben, um ein Ziel zu erreichen?
