Potenzial Persönlichkeit - Arman Samary - E-Book
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Potenzial Persönlichkeit E-Book

Arman Samary

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Beschreibung

Zeit ist für viele ein knappes Gut – egal wie man es dreht und wendet, am Ende des Tages scheint es einfach nicht genug davon zu geben. Erst recht nicht für die Dinge, die uns begeistern und glücklich machen. Dabei wird der Wunsch nach erfüllten Beziehungen, mehr Erfolg und Energie für Wunschprojekte immer größer. Doch wie soll man diese Dinge in einem vollen Alltag angehen? Wie schafft man es, die eigenen Ziele zu erkennen und mit entschiedenen Schritten darauf zuzugehen? Arman Samary weiß aus eigener Erfahrung, dass es genau auf dieses Wie ankommt! Der Unternehmer, Keynote Speaker und Coach fasst daher in seinem Buch nicht nur die wichtigsten Methoden in Sachen Persönlichkeitsentwicklung, Zeitmanagement und Produktivität zusammen, sondern gibt darüber hinaus hilfreiche Workflows, um sie auch effektiv umsetzen zu können. Mithilfe von Aufgaben und Checklisten wirst du deine Fortschritte ganz einfach in deinen Alltag integrieren können und deinen Zielen so Stück für Stück näher kommen. Du möchtest endlich loslegen und Raum für dich und deine Weiterentwicklung schaffen, ohne deinen Alltag völlig auf den Kopf stellen zu müssen? Dann wartet hier das richtige Buch auf dich!

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Seitenzahl: 230

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Arman Samary

POTENZIAL Persönlichkeit

Die besten Methoden der Persönlichkeitsentwicklung und ihre konkrete Umsetzung für ein stärkeres Selbstbewusstsein

Haftungsausschluss:

Die Ratschläge im Buch sind sorgfältig erwogen und geprüft. Alle Angaben in diesem Buch erfolgen ohne jegliche Gewährleistung oder Garantie seitens des Autors und des Verlags. Die Umsetzung erfolgt ausdrücklich auf eigenes Risiko. Eine Haftung des Autors bzw. des Verlags und seiner Beauftragten für Personen-, Sach- und Vermögensschäden oder sonstige Schäden, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und/oder unvollständiger Informationen verursacht wurden, ist ausgeschlossen. Verlag und Autor übernehmen keine Haftung für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte und ebenso nicht für Druckfehler. Es kann keine juristische Verantwortung und keine Haftung in irgendeiner Form für fehlerhafte Angaben und daraus entstehende Folgen vom Verlag bzw. Autor übernommen werden.

Sollte diese Publikation Links auf Webseiten Dritter enthalten, so übernehmen wir für deren Inhalte keine Haftung, da wir uns diese nicht zu eigen machen, sondern lediglich auf deren Stand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung verweisen.

Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.

1. Auflage 2023

© 2023 by Remote Verlag, ein Imprint der Remote Life LLC, Powerline Rd, Suite 301-C, 33309 Fort Lauderdale, Fl., USA

Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags.

Redaktion: Melanie Krauß

Lektorat und Korrektorat: Katrin Gönnewig, Markus Czeslik

Umschlaggestaltung: Zarka Bandeira

Satz und Layout: Zarka Bandeira

Abbildungen im Innenteil: © Arman Samary

ISBN Print: 978-1-955655-70-5

ISBN E-Book: 978-1-955655-71-2

www.remote-verlag.de

Danksagung

Ich bedanke mich bei allen Menschen, die mich direkt oder indirekt an diesen Ort hier und heute gebracht haben, egal ob Autoren, deren Bücher ich gelesen habe, Mentoren, deren Rat ich befolgt habe, Freunde, die mich inspiriert, oder Gegenspieler, die mich motiviert haben. Ohne euch wäre mein Leben nicht so verlaufen, wie es ist, und ich hätte niemals das machen können, was ich heute mache. Dennoch gebührt einigen Menschen besonderer Dank in meinem Leben.

Danke an meine Lebensgefährtin, die mich bei allem unterstützt und mir immer die Kraft gibt, weiterzumachen. Ohne dich wäre ich nicht der, der ich heute bin, denn du bist fast immer die Quelle jeder guten Idee, die ich habe, und die Person, mit der ich am liebsten die Früchte meiner Arbeit teile. Danke für alles, was du für unser gemeinsames Leben tust.

Danke an meine Eltern und meinen Bruder, die schon immer mehr auf sich genommen haben, als ich jemals erwarten kann, um mir die besten Chancen zu ermöglichen. Es sind eure Erziehung und Unterstützung, die mir das Fundament gegeben haben, mein Leben so aufzubauen, wie ich es getan habe.

Danke an meine Freunde, die sich die Zeit genommen haben, etliche Kapitel dieses Buches durchzugehen und mir dabei zu helfen, diese zu verbessern.

Und zu guter Letzt: Danke an jeden Menschen, der an der Produktion dieses Buches beteiligt war. Ich habe bereits seit der Kindheit eine Rechtschreibschwäche. Meine Texte zu korrigieren, ist eine Mammutaufgabe, das weiß ich. So bin ich unendlich dankbar, euch zu haben.

Inhaltsverzeichnis

DANKSAGUNG

VORWORT

Die Reise zu diesem Buch

0. HOW TO READ

1. DIE GRUNDIDEE

2. UNSERE WELT

3. ZEIT UND ENERGIE

4. FORMEN DES LERNENS

Unbewusstes Lernen

Bewusstes Lernen

Iteratives Lernen

5. PLANUNG

Gewinner: die Woche

Die Felder des Lebens

Das Fundament der Planung

Die Besonderheit zu Punkt 3 und 4

Die Musterwoche

Richtige Energieplanung

6. ZIELE

Ebenen des Handelns

Die Prozessebene

Die Identitätsebene

7. GEWOHNHEITEN

Wie Gewohnheiten entstehen

Das Gewohnheitstagebuch

Tracking

Gewohnheiten löschen

8. AUFGABENMANAGEMENT

Eisenhower-Methode

Listen

Orte

Zeit

Energie

Vielleicht- und Highlight-Liste

Projekte

Die Schritte eines Projekts

Slow und Fast Burner

9. LERNEN

Second Brain

Aufbau deines Second Brain

Journaling

Mein Monatsrückblick

Die Jahresauswertung

10. PERSÖNLICHKEITEN

Persönlichkeitstests

Erklärung von Persönlichkeitstests

Umgang mit dem Ergebnis

Das Johari-Fenster und der blinde Fleck

11. KOMMUNIKATION

Die zwei Teile

Aufrichtiges Zuhören

In fünf Schritten zum besseren Zuhörer werden

12. SKILLS

Körpersprache lesen können

Verhandlungen richtig führen

Finanzen und Wirtschaft verstehen

Beziehungen verbessern

13. BALANCE

Meditation

Flow für sich nutzen

Urlaub und Arbeit

14. SELBSTBEWUSSTSEIN

Innere Stimme

Stärken und Schwächen

Dein Alltagshelm – individuelle Wahrnehmung

Internalität als Quelle von Wachstum

Die Könige der Erfüllung

15. ABSCHLUSS

Über den Autor

Endnoten

Quellen

Bücher

Websites

Studien

Vorwort

DIE REISE ZU DIESEM BUCH

Dieses Buch ist mein Werk aus jahrzehntelangem Lernen, Optimieren und Anpassen mit nur einem Ziel: ein System zu erschaffen, das es jedem ermöglichen kann, die Dinge zu erreichen, die einem wichtig sind, ohne auf dieselben bekannten Probleme zu stoßen. Es sind schon Hunderte, wenn nicht sogar Tausende Bücher und Artikel darüber geschrieben worden: Prokrastination, Burn-out, Antriebslosigkeit, Ziellosigkeit, Verzweiflung, Misserfolg, Routinen etc.

Doch wie komme ich zu diesem Buch? Ich selbst habe mich in meinen jungen Jahren auf diese Suche begeben. Geblendet von den erfolgreichen Menschen dieser Welt, habe ich mich danach gesehnt, wie sie zu sein. Ich fing an, zu lesen. Damit meine ich keine Romane, sondern Bücher, die der Persönlichkeitsentwicklung dienen und mir dabei helfen sollen, die beste Version meiner selbst zu werden. Ich habe gehört, dass der durchschnittliche Milliardär 52 Bücher im Jahr liest, also ein Buch pro Woche. Das beeindruckte mich tief. Ich selbst verbrachte drei Monate mit demselben Buch. Es schien so fern, eines Tages so viel Zeit zum Lesen zu haben, nebenbei beruflich erfolgreich zu sein, gesundheitlich und sportlich neue Errungenschaften zu feiern und dann noch Zeit für Familie und Freunde zu finden.

Jahre später habe ich nun dieses Buch beendet und kann dir sagen, dass alles möglich ist. Doch es lief alles anders, als ich dachte. Warum habe ich also das Buch geschrieben? Ganz einfach: um dir dabei zu helfen, die Dinge, auf die es ankommt, von Anfang an richtig zu machen, und die Dinge, die dir nichts nützen, sein zu lassen. Aber vor allem möchte ich dir helfen, mit bewährten Methoden deinen eigenen Weg zu finden, der nicht versucht, einem Ideal gerecht zu werden, das uns tagtäglich vorgelebt wird.

Als ich anfing, mich mit Persönlichkeitsentwicklung zu beschäftigen, war ich ein einfacher Student im sechsten – und damit letzten – Semester meines Studiums. Heute kann ich sagen, dass ich nicht nur mein Studium beendet, sondern auch gelernt habe, wie ich Unternehmen in unterschiedlichen Bereichen aufbaue, Teams und Führungskräfte coache, Keynotes vor Zehntausenden halte, Start-ups zu ihrem großen Durchbruch verhelfe – und das alles, während ich eine unglaubliche Frau kennengelernt und mit ihr eine tolle Beziehung aufgebaut habe. Und ja: Ich habe auch 52 Bücher in einem Jahr gelesen, genauer 53.

Wie kam das alles, fragst du dich? Tatsächlich gab es Momente, in denen ich mich das selbst gefragt habe. In einem Jahr war ich fünfmal verreist, habe jede Woche ein Buch gelesen, körperlich in jedem Bereich neue persönliche Rekorde aufgestellt, den Umsatz meines Unternehmens verdoppelt, 25 Seminare besucht und ein halbes Dutzend Ausbildungen abgeschlossen und Zertifikate erworben. Je mehr ich mich damit beschäftigte, warum die Dinge grundsätzlich so gut liefen, umso bewusster wurde mir, dass es die vielen kleinen Gewohnheiten und Helfer waren, die das ermöglichten. Es waren die kleinen Dinge wie regelmäßige Meditationen, das tägliche Pflegen meines von mir entwickelten Journals, der Umgang mit sozialen Medien und vieles mehr. All diese Dinge kamen aber nicht auf einmal, sondern nach und nach, und ich habe sie Hunderte Male überarbeitet. Allein mein Journal, das ich nun seit Jahren ohne Unterbrechung pflege, hat mehr als 40 Versionen.

Du bekommst in diesem Buch mein System von A bis Z, damit du nicht herumprobieren musst wie ich. Du kannst direkt dort anfangen, wo ich aktuell stehe, und zusätzlich erkläre ich dir nicht nur alle Techniken und Methoden, die du brauchst, um das System perfekt für dich zu nutzen, sondern auch das Verständnis, um es weiterzuentwickeln. Mein Wunsch ist es, dass dieses Buch der erste Schritt deiner Reise zu einer besseren Version deiner selbst ist.

Dann lass uns keine Zeit verlieren und loslegen.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verzichte ich in diesem Buch auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d). Sämtliche Formulierungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

0. How to Read

Ich habe mir viele Gedanken gemacht, wie du das meiste aus diesem Buch herausholen kannst, und mich darüber informiert, wie man am besten neue Dinge lernt und sie auch behält. Das Ergebnis ist ganz einfach: Am meisten behältst du, wenn du die Dinge selbst anwendest und sie auch anderen beibringst. Alle Kapitel führen dich in jedes neue Thema ein und werden dir im Verlauf alles schrittweise erklären und mit Geschichten und Beispielen anschaulich machen. Mit diesem Aufbau kannst du alle Themen einfach lernen. Doch nun zum praktischen Teil: Am Ende jedes Kapitels findest du meistens eine Checkliste bzw. Schritt-für-Schritt-Pläne. Diese Listen sind kurze und knackige Zusammenfassungen der gezeigten Methode und sollen dir dabei helfen, schrittweise zur Handlung geführt zu werden.

Außerdem findest du an verschiedenen Stellen im Buch QR-Codes, die dich zum jeweiligen Thema auf meiner Website führen. Dort kannst du als treuer Leser meines Buches auf eine Sammlung an Spickzetteln zugreifen, die dir die gezeigten Techniken auf praktischen Arbeitsseiten zusammenfassen. Wenn du z. B. das Kapitel «Planung» beendet hast und es kaum erwarten kannst, loszulegen, dann gelangst du mit dem QR-Code am Ende des Kapitels zu meiner Website, wo du meine Vorlage zur Wochenplanung herunterladen und direkt für dich nutzen kannst. Alle diese Spickzettel und Vorlagen sind – und bleiben – kostenlos. Mir ist es wichtig, dass du so viel wie möglich aus diesem Buch herausholen kannst.

Also, los geht‘s. Lies die Kapitel, verinnerliche sie und nutze die Spickzettel. Wenn du dann noch anderen Menschen die gelernten Techniken und Methoden erklärst, dann kannst du dir sicher sein, dass du die besten Lernmethoden für dich genutzt hast.

Zum Üben:

1. Die Grundidee

Als ich mich durch die besten Bücher, die man zur Persönlichkeitsentwicklung finden kann, durchgelesen hatte, stellte ich fest, dass sich vieles wiederholt und sich manches mehr oder weniger widerspricht. Aber das größte Problem ist die Umsetzung der meisten Dinge. Mir hat ständig eine einfache Anleitung zur Umsetzung gefehlt. Liest du z. B. über den «Golden Circle» von Simon Sinek, so erklärt er dir in den meisten Büchern, «was» man erreichen kann und «warum» dies Sinn ergibt, aber es fehlt die einfache Anleitung, «wie» man die Dinge umsetzt, der Plan, der dich von deiner individuellen Ausgangslage zum Ziel bringt.

Über die Jahre habe ich eine gute Technik zur Umsetzung gefunden: Ich habe die Methoden ausprobiert und mit der Zeit kleine Verbesserungen vorgenommen, bis ich den richtigen Weg gefunden hatte, der am besten zu mir passt. Unfassbar wichtig ist es dabei, jede Kleinigkeit zu dokumentieren, um so Runde für Runde durch Testen und Optimieren den besten Weg zu finden. Auch wenn das gut klappt, ist es sehr aufwendig und braucht leider viel Zeit. Es wäre für dich und mich von Vorteil, direkt einen Weg, ein «Wie» oder eine Anleitung zu bekommen, die uns mit minimalem Aufwand zur 80-Prozent-Marke bringt. Natürlich kannst du dann weiter optimieren und für dich die beste Umsetzung der Techniken finden, doch es ist ein Fundament geschaffen, mit dem du anfangen kannst.

Was bedeutet das für dich? Du kannst mit diesem Buch durch minimalen Aufwand unglaubliche Ergebnisse in den wichtigsten Bereichen deiner persönlichen Entwicklung erzielen.

«Potenzial Persönlichkeit» ist das Buch, das ich damals gern als Erstes gelesen hätte: die Zusammenfassung der Erkenntnisse, Methoden und Techniken aller führenden Menschen dieser Welt und die einfache Umsetzung dieser Methoden.

«Ideen zu sammeln und zu horten, hat noch zu keiner Veränderung geführt.»

Brandauer, Werner

Ich möchte dir aber noch einen Hinweis auf den Weg geben: Ich selbst habe all das nicht über Nacht gelernt, sondern über viele Jahre hinweg. Heute kommt es auch nach all dieser Zeit vor, dass ich mich selbst dabei erwische, wie ich manche Methoden falsch anwende, sie erneut nachschauen muss oder gänzlich vergessen habe. Ich möchte dir damit sagen, dass niemand perfekt ist und du dir die Zeit geben solltest, alles Schritt für Schritt in Ruhe zu lernen. Du hast den Vorteil, dass ich bereits die Essenz der besten Methoden für dich zusammengefasst habe. Freu dich also auf eine lange Reise, auf der du über die nächsten Monate und Jahre mit diesem Buch dein volles Potenzial entfalten wirst. Mein Wunsch ist es, dass du nicht einfach nur einmal dieses Buch liest, sondern es als Fundament deiner Persönlichkeitsentwicklung nutzt. Es wird dann der Zeitpunkt kommen, an dem du über dieses Buch hinausgewachsen bist. Bis dahin habe ich hoffentlich weitere Fortsetzungen für dich geschrieben, oder du wirst selbst auf die Suche gehen, um noch besser zu werden. Egal wie du es machst, mach es langsam und geduldig. Die größten Dinge passieren Schritt für Schritt und niemals auf einmal.

2. Unsere Welt

Wir leben in einer komischen Welt. Es gibt einfach so viel zu verarbeiten, und das aus allen Richtungen. Schon ab dem ersten Moment jedes einzelnen Tages prasselt es auf dich ein. Du wachst auf, schnappst dir dein Smartphone, das zum Laden neben dir liegt, und es geht los. Etliche Apps kämpfen mit Benachrichtigungen, Bannern und roten Zahlen um deine Aufmerksamkeit und Zeit, während sie dich gleichzeitig mit allen möglichen Informationen überfluten.

Noch bevor du dir das Gesicht gewaschen hast, hast du mehr Informationen zu verarbeiten als noch vor wenigen Jahrzehnten in einer ganzen Woche. Du trinkst den ersten Kaffee des Tages und zehn Dinge versuchen deine Aufmerksamkeit zu bekommen. Auf dem Weg zur Arbeit genauso. Und bist du erst einmal dort angekommen, erwartet dich die nächste Welle an Nachrichten auf deinem PC. So hast du nicht nur die 20 E-Mails deines privaten Accounts durchzuschauen, sondern auch die etlichen beruflichen. All diese Dinge müssen irgendwohin, also sammeln sie sich an dem einzigen Ort, an dem sie genug Platz finden: in deinem Kopf.

Die schönen Dinge gehen dabei schnell unter, wie die ersten warmen Sonnenstrahlen im Frühling, während du mit dem Stress des Alltags zu kämpfen hast, z. B. mit den Hasskommentaren unter einem viralen Bild, dem Onlinebeitrag zu den immer schlimmer werdenden Rückenbeschwerden in der Gesellschaft, der schlimmen Wirtschaftslage, den steigenden Ölpreisen und der hohen Inflation, die dir dein Geld raubt. Gleichzeitig versuchst du, alles in deinem Kopf zu behalten, was die nächsten Tage und Wochen ansteht und du nicht vergessen darfst. Du wolltest deiner Schwester beim Umzug helfen, musst noch ein Geschenk für deinen Kumpel kaufen und schnell eine Lösung für dein Auto finden, dessen Kontrollleuchte schon wieder angegangen ist, und das genau vor dem TÜV-Termin in zwei Wochen. Doch eigentlich bist du in letzter Zeit so müde. Außerdem hat deine Onlinesuche ergeben, dass du wahrscheinlich nur noch zwei bis drei Monate zu leben hast, weil du wahrscheinlich einen Gehirntumor hast.

Du brauchst eine Pause. Aber die moderne Welt gibt dir keine. Die Informationsflut wird nicht weniger, sondern immer und immer mehr. All die Daten, welche die Menschheit im Jahr 2000 produziert hat, produziert sie voraussichtlich alle neun Minuten im Jahr 2025. Jeden Tag werden fast 300 Milliarden E-Mails versendet, 95 Millionen Instagram-Posts und genug YouTube-Material für ein Menschenleben von 82 Jahren. Während du dich durch diese Daten kämpfst, darfst du auf Social Media beobachten, wie Influencer ihr Traumleben führen und Politiker eine schlechte Entscheidung nach der anderen treffen. Rechne das alles zusammen und du wirst merken, dass ein starker Druck entsteht. Ein Druck, der dir sagt: Sei erfolgreicher, lebe gesünder, nimm mehr ab und sei gleichzeitig ein toller Lebens- oder Ehepartner!

Am Ende des Tages bist du erschöpft, erschöpfter als eine Fliege, welche die Funktionalität eines Fensters nicht versteht. Sie sieht die Lücke nicht, um herauszufliegen, und versucht immer wieder, mit voller Kraft durch die Scheibe zu fliegen. Auch wir sehen häufig die Lücke nicht und finden uns selbst in einer Situation wieder, in der wir irgendwie mit all dem klarkommen müssen.

Vielleicht hast du deine eigene Art entwickelt, damit umzugehen. Du gehst regelmäßig zum Sport und ernährst dich toll, während du viel Zeit mit Freunden verbringst, um dir einen Ausgleich zu schaffen. Doch nicht jeder schafft das einfach so.

Vielleicht verdrängst du es eher, machst einen Frustkauf nach dem anderen, lässt dich von allem beschallen und hoffst auf eine magische Änderung, während du von einem besseren Leben träumst. Ein Glas Wein oder ein Bier am Abend mit einer 90-minütigen Hasstirade über deinen Job oder Boss ist vielleicht dein Ventil, damit umzugehen. Ganz egal, was du machst: Es ist in Ordnung, denn die Gesellschaft hat sich so entwickelt. Nur hat uns keiner darauf vorbereitet.

Innerhalb von wenigen Jahrzehnten hat sich die moderne Technik vom ersten PC zu den unendlichen Weiten des Internets entwickelt. Es gibt nicht zu wenig Information auf der Welt, und das wird es sehr wahrscheinlich nie geben. Was aber fehlt, sind das Persönlichkeitstraining und die Fähigkeit, damit umzugehen. Unsere Eltern oder Großeltern sind in einer Zeit aufgewachsen, in der es all diese Dinge nicht gab, sodass sie uns nicht helfen können. Im Gegenteil sind sie sogar noch mehr als wir überfordert und benötigen für die modernsten technischen Neuerungen unsere Hilfe. Wir leben somit in einer Zeit, in der unsere Art zu leben sich grundsätzlich von der unserer Eltern unterscheidet. Als wäre das nicht schon genug, leben wir auch noch in einer sich so schnell ändernden Zeit, dass wir uns regelmäßig komplett neu anpassen müssen. Du hast gerade gelernt, die moderne Welt am PC zu bedienen? Toll, dann lerne es erneut, nur diesmal an einem Smartphone. In naher Zukunft müssen wir das sehr wahrscheinlich mit künstlichen Intelligenzen und smarten Brillen wiederholen.

In einer Welt, die sich ständig um uns herum ändert, bin ich da, um sie in dir zu ordnen. Denn wenn erst einmal dein Inneres geordnet ist, kann außen alles Mögliche passieren – du findest dich trotzdem zurecht. Sieh es als Werkzeuge an, mit denen du jeder neuen Herausforderung gewachsen bist. Also lass uns gemeinsam deine Werkzeugkiste mit den besten Werkzeugen füllen, die du dir vorstellen kannst. Fangen wir mit unserem wertvollsten Gut an: der Zeit.

3. Zeit und Energie

Als Kind gehen wir mit Zeit intuitiv um. Stundenlang können wir spielen und es kommt uns vor wie Minuten. Eine 30 minütige Autofahrt hingegen erscheint uns wie eine Ewigkeit. Auch als Erwachsene haben wir unterschiedliche Wahrnehmungen von Zeit. So geht der Urlaub immer zu schnell vorbei, aber die Arbeitswoche zieht sich wieder. Wir können nur nicht ewig auf ein intuitives System für Zeit setzen. Wie wollen wir uns für einen wichtigen Termin verabreden, ohne ein System, das dafür sorgt, dass wir auch pünktlich ankommen? Einfach dem zeitlichen Gefühl zu vertrauen, das würde viele Missverständnisse kreieren. Wir wechseln also vom intuitiven Zeitmanagement zum systematischen Zeitmanagement. Ein einfacher Kalender macht da den Unterschied, weil es nicht möglich ist, einen Kalender ohne System zu pflegen. Termine haben automatisch ein Start- und ein Enddatum, eine Startund eine Endzeit.

Doch wie gehen wir mit unserer Energie um? Leider gehen wir damit ein Leben lang intuitiv um. In meiner Zeit als Teamleiter eines mittelgroßen Vertriebsteams wurde mir diese Lektion zum ersten Mal bewusst. Ich hielt es für eine gute Idee, meinem Team die Möglichkeit zu geben, Termine in meinen Kalender einzutragen, und schaltete diesen daher frei. Das sollte Zeit sparen und es allen einfacher machen, meine Zeit effizient zu nutzen, ohne sich absprechen zu müssen. Von den vielen Doppelbelegungen abgesehen, stellte ich ein zweites Problem fest, mit dem ich nicht gerechnet hatte: Energiemanagement. Natürlich passen in meinen Kalender fünf Termine in Folge, die jeweils ein bis zwei Stunden dauern. Das heißt aber nicht, dass ich auch die Energie für diese fünf Termine habe. Die ersten zwei werden gut, beim dritten lasse ich in der Leistung nach und schon beim vierten Termin passieren mir Fehler. Ich verwechsele Namen, habe eine trockene Stimme, vergesse wichtige Informationen und versaue so das wichtige Verkaufsgespräch. Woran ist es jetzt gescheitert? Nicht an der Zeit, denn im Kalender war genug Platz. Es scheiterte an meiner Energie.

Selbst unsere Kommunikation dreht sich darum. Wir fragen uns: «Wie hast du geschlafen?», «Du siehst aber müde aus!», «Da strahlt ja jemand heute!» und beschreiben damit das Energieniveau des anderen. Wir beweisen damit nur, dass wir unsere Energie nicht ganz beherrschen und es dem Zufall überlassen, wie viel Energie wir haben. Dabei können wir Energiemanagement. Wir können es sogar richtig gut. Jeden Tag aufs Neue beweisen wir es uns mit unserem Smartphone. Wir laden es abends auf, sodass wir mit 100 Prozent in den Tag starten. Haben wir nicht genug Akku übrig, um durch den Tag zu kommen, nehmen wir ein Kabel mit oder fragen Arbeitskollegen danach. Das ist für uns ganz normal. Bezüglich unserer eigenen Energie wird uns jedoch nicht angezeigt, wie viel Prozent an Akkuleistung noch übrig sind. Natürlich macht es das schwerer, aber nicht unmöglich. Denn unser Körper teilt uns permanent mit, ob wir noch fit sind.

Wenn die Akkuleistung bei unserem Smartphone knapp wird, dimmen wir z. B. die Helligkeit, schalten den Flugmodus ein oder beenden Apps, die im Hintergrund noch laufen. Auf diese Weise nutzen wir die restliche Energie optimal. Wir schauen nicht, wie viele Stunden der Tag noch hat und was wir in dieser Zeit mit dem Smartphone alles machen können. Doch genau so planen wir meistens unsere Tage, Wochen und Monate.

Wir fokussieren uns nur darauf, ob genug Zeit ist, die Dinge zu tun, und nicht darauf, ob wir genug Energie, Willenskraft und Disziplin für diese Dinge haben. Das Ergebnis ist klar: Wir fassen jedes Jahr neue Vorsätze, und schon am 19. Januar halten wir uns nicht mehr daran. Wenn wir stets nur die Zeit, nicht aber unsere Energie im Blick haben, erledigen wir nur das, was erledigt werden muss. Das hat verheerende Folgen. Warum das so ist, erfährst du im Kapitel über Prioritäten.

Plane also, wann immer du kannst, nach Energie und nicht nur nach Zeit.

Das ist der Nummer-eins-Schwachpunkt von allen Teams und Führungskräften, die ich über die Jahre coachen durfte: Sie haben eine volle Woche mit den unterschiedlichsten Terminen und Aufgaben ohne die Energie, sie auch so auszuführen.

Doch wie messen wir unsere Energie? Denn vieles hat nicht nur mit der reinen Energie zu tun, sondern auch mit der Stimmung. Es reicht nicht aus, uns als einen großen Akku zu betrachten, dessen Strom wir über den Tag verteilen sollen. Wir müssen auch unsere Stimmung und Emotionen berücksichtigen.

Bevor ich dir zeige, wie du deine Energie planen kannst, müssen wir uns erst einmal aneignen, wie wir am besten lernen und planen können.

4. Formen des Lernens

Ich habe über die Jahre drei Arten zu lernen gefunden und möchte sie dir jetzt zeigen.

UNBEWUSSTES LERNEN

Die erste Form des Lernens ist das unbewusste Lernen. Leider ist das die ineffizienteste Form, die aber am meisten praktiziert wird. Hierbei erwartet man, dass sich die Erkenntnisse ganz unbewusst im Laufe der Zeit einstellen. Das unbewusste Lernen ist eine passive Form des Lernens. Wir müssen uns also nicht anstrengen, um zu lernen. Sie läuft ähnlich wie das Atmen im Hintergrund ab, ohne dass wir es merken. Jeder kennt das eine Lied, das man auswendig mitsingen kann, weil es seit Wochen im Radio hoch- und runterläuft, oder das Intro der Lieblingsserie, das man aus 50 Metern Entfernung im Schaufenster des Elektromarktes erkennt. Diese Dinge haben wir unbewusst gelernt. Wir haben nicht versucht, das Lied auswendig zu lernen oder das Intro mit all seinen Szenen im Kopf abzuspeichern. Es ist einfach passiert.

BEWUSSTES LERNEN

Die zweite Form des Lernens ist das bewusste Lernen. Das ist die am häufigsten gewählte Form, wenn wir uns vorbereiten wollen. Jeder, der bereits eine Klausur oder Abschlussprüfung geschrieben oder eine wichtige Präsentation gehalten hat, weiß, was ich meine. Wir versuchen, uns Dinge einzuprägen, sodass wir sie im richtigen Moment bewusst abrufen können. Dies machen wir bewusst und so kostet uns diese Form des Lernens auch Anstrengung. Wir glauben, diese Form sei die beste, um Dinge zu lernen, jedoch behaupte ich, dass dies nicht der Fall ist.

ITERATIVES LERNEN

Beim iterativen Lernen geht es darum, durch Versuch, Test und darauffolgende Anpassung zu lernen. Du kennst diese Form häufig aus dem Sport. Tänzer z. B. probieren meistens eine schwierige Schrittfolge aus, scheitern daran und versuchen es einfach erneut, allerdings leicht modifiziert, sodass die Chance steigt, es richtig auszuführen. Im Gegensatz zur unbewussten Form lernen wir hier bewusst. Nach jedem misslungenen Versuch ändern wir ein kleines Detail und probieren es erneut. Das wiederholen wir so lange, bis wir genau das gelernt haben, was wir lernen wollten. Die Anpassung ist dabei meistens zufällig gewählt. Diese dritte Form des Lernens ist, wie uns die Evolution zeigt, die beste Form, denn alles Leben ist hierdurch entstanden. Eine DNA-Sequenz wird ausprobiert, schlägt fehl und wird dann – leicht angepasst – erneut an den Einflüssen der Umwelt getestet. Dies wird so lange fortgesetzt, bis eine Variante entstanden ist, die allen Einflüssen trotzt. Genauso bietet sich diese Methode an, dir bei deiner Planung zu helfen. Jedes Mal, wenn du planst, beziehst du die Erkenntnisse vom letzten Mal mit ein.

5. Planung

Du musst wissen, dass wir Menschen nicht für präzise Zeitplanung geschaffen sind. Unsere Vorfahren haben keine Benachrichtigung von ihrem Google-Kalender bekommen, die ihnen mitgeteilt hat, dass jetzt Zeit für die Mammutjagd ist. Ich habe mich also gefragt, wie ich meine Zeit am besten planen kann. Nach vielem Probieren habe ich mich für den Wochenplan entschieden. Doch warum habe ich die Woche als beste Planungseinheit gewählt?

Stell dir vor, wir würden das ganze Jahr planen und damit arbeiten. Unser Blick auf die Dinge wäre von viel zu weit oben. So weit, dass unsere Motivation oftmals nicht ausreicht, die geplanten Projekte auch anzugehen. Nehmen wir noch einmal die berühmten Neujahrsvorsätze: Warum halten wir sie meist nur zwei Wochen ein? Die Antwort ist logisch: Wenn ich das Jahr plane, dann ist es viel zu einfach, zu sagen: «Ich mache das einfach im/in der nächsten *hier beliebigen Zeitraum einsetzen*.»

Beim Monat ist es leider nicht besser. Auch da habe ich nach kurzer Zeit festgestellt, dass meine produktivste Zeit die mittleren zwei Wochen jedes Monats sind. Der Grund dafür ist simpel: Am Anfang des Monats dachte ich mir, dass ich noch den ganzen Monat Zeit habe. Nach der ersten Woche sollte ich dann langsam etwas tun und legte mich erst Mitte des Monats richtig ins Zeug. Nur um festzustellen, dass ich früher hätte anfangen sollen. Ich stemple am Ende des Monats den Monat als verloren ab und warte auf den neuen Start im nächsten Monat.

Dann planen wir doch einfach jeden Tag einzeln. Jetzt haben wir aber einen Feind, der alles daransetzt, dass unser Plan nicht aufgeht: das Schicksal. Immer wenn etwas klappen muss, kommen Dinge dazwischen, die genau das verhindern: Auto springt nicht an, Stau, Tank leer, Termin abgesagt, Mitarbeiter krank, Meeting überzogen, verschlafen etc. Ein Tag ist zu unflexibel. Da wir nicht alles beeinflussen können, habe ich in der Zeit, in der ich Tagespläne gemacht habe, festgestellt, dass ich mich viel zu häufig aufgeregt und meinen Plan ständig aktualisiert habe. Das hat mich mehr Arbeit gekostet, als es mir erspart hat.

GEWINNER: DIE WOCHE

Es bleibt die Woche. Die Woche ist perfekt geeignet für eine Planung. Ich erkläre dir auch, warum: Die Woche ist so kurzfristig, dass wir den Fokus behalten können, aber dennoch so lang, dass wir genug Flexibilität für die Spontaneität des Alltags haben. So kannst du dir in allen Feldern deines Lebens die wichtigsten Aufgaben vornehmen und auch ausführen und im Notfall auch mal Dinge verschieben.

DIE FELDER DES LEBENS