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Um möglichst originalgetreue und einwandfrei funktionierende Lokomotiven auf der eigenen Modellbahnanlage einsetzen zu können, bedarf es zuallererst reichlichen Geschicks und perfekt zusammengesetzter Modellbausätze. Ebenso wichtig sind eine verständliche Anleitung und weitreichendes Fachwissen der Materie, um selbst kreativ tätig zu werden. Rainer und Thomas Albrecht, erfahrene Modellbauer und Fotografen, verraten in diesem kompetenten Ratgeber wertvolle Tipps und Tricks. Bastelfreudige Modellbauer erfahren hier alles Wissenswerte zu Modellbausätzen und Fahrzeugen.
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Seitenzahl: 135
Veröffentlichungsjahr: 2016
Rainer & Thomas Albrecht
Profi-Tipps für den Lok-Modellbau
Paul Pietsch Verlage
Sie werden an dieser Stelle vielleicht Erläuterungen zum Inhalt dieses Buches erwartet haben, aber wir möchten hier zunächst dem Modellbau und den guten Geistern unserer Zunft einige Gedanken widmen.
Noch vor wenigen Jahren waren Modellbau und Basteln eine Freizeitgestaltung auf hohem Niveau. Die Modellbauer waren stolz auf etwas selbst Geschaffenes sowie ihre erlangten Fertigkeiten und beschäftigten sich mit der Materie sowohl im Vorbild als auch im Modell.
Leider sind diese Fähigkeiten durch den Computer und ein verändertes Freizeitverhalten in den Hintergrund gerückt. Außerdem überraschten in den vergangenen zwei Jahrzehnten die großen Modellbahnhersteller mit immer besser detaillierten Großserienprodukten nach immer ausgefalleneren Vorbildern.
Nichtsdestoweniger sind diese hervorragenden Modelle der Großserie eine willkommene Ergänzung, können aber häufig nicht mit einem selbstgebauten Stück konkurrieren. Das ist auch dann der Fall, wenn der Eigenbau nicht so professionell ausfällt. Außerdem sind die beim Bau eines Modells verbrachten Stunden nicht nur eine erholsame Zeit, sondern auch eine unwiederbringliche Erfahrung, an deren Ende meist ein bleibendes Erfolgserlebnis steht.
Eigentlich braucht der Schritt zum Eigenbau nur etwas Selbstüberwindung. Wer einmal mit etwas Geduld und geeignetem Werkzeug das erste Modell begonnen hat, wird ein Gefühl erfahren, das mit dem Kribbeln im Bauch der ersten Liebe vergleichbar ist.
Viele Modelleisenbahner verwenden viel Zeit auf den Bau ihrer Anlage, um sie so vorbildgetreu wie möglich zu gestalten. Ein großes und gutes Angebot der Firmen Busch, Heki, Auhagen und Noch, um nur einige zu nennen, bietet dafür modellmäßig tolle und solide Grundlagen. Sicherlich knurrt nicht nur der Geldbeutel, wenn für die wenigen Quadratmeter Anlage gleich mal 400, 500 oder gar 1000 Euro zum Kauf von Bäumen, Gras, Blumen und Häusern berappt werden.
Als besonders teuer gelten vor allem hochwertige Fahrzeugbausätze der einschlägigen Kleinserienhersteller. Das mag auf den ersten Blick auch so sein, doch auf den zweiten sieht die Sache schon ganz anders aus. Dies sei an einem konkreten Beispiel verdeutlicht, dem Bausatz der Einheitsdampflok der Baureihe 24 der Firma Weinert, der uns auch noch an anderer Stelle dieses Buches beschäftigen wird (siehe Seite 70). Für diesen Bausatz ist zurzeit in der normalen Version der stolze Preis von immerhin 929,– € fällig. »Zu teuer« werden viele Leser an dieser Stelle denken. Aber jetzt machen wir zu unserem Bausatz der BR 24 einmal eine ganz simple Rechnung. Dieser besteht immerhin aus mehr als 560 Einzelteilen. Diese mussten alle in vielen Stunden Arbeitszeit zunächst als Gieß- oder Handmuster hergestellt werden. Danach kommt der Gießvorgang bzw. das Ätzen der Bausatzteile. Ganz zu schweigen von zahllosen Stunden der Recherche, der Zeichnungserstellung, des Musterbaus und der Fremdbestellungen bis hin zum Verpacken des Bausatzes. Wenn man den Preis des Bausatzes von 929,– € durch 560 – der Anzahl seiner einzelnen Bauteile – teilt, kommt man im Durchschnitt auf 1,65 € pro Teil. Immer noch zu viel Geld werden einige sagen, aber wie hoch kann denn der Wert einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung überhaupt bewertet werden?
Vergessen wir dabei aber nicht die einzigartige Pionierleistung der Firma Weinert und anderer Hersteller von Modellbausätzen in diesem Buch, die in den vielen Jahren unermüdlich Bausätze und Bauteile für den aufrechten, unerschütterlichen »Fummler« als Grundlage seiner Freizeitbeschäftigung geschaffen haben.
Packen wir also gemeinsam den Bau der Baureihe 24 und verschiedener weitere Modelle an. Und nicht vergessen: Das erste Mal ist immer das Schwierigste!
Noch ein Wort zum Aufbau dieses Buches: Wir haben lange darüber nachgedacht, wie man am sinnvollsten verschiedene Arbeitstechniken vermittelt. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass dies am besten am lebenden Objekt geschieht, also einer vollständigen Bausatzbeschreibung und nicht einzelnen Techniken. Da sich aber bestimmte Techniken am besten an einfachen Bausätzen vermitteln und nicht gleich an einem komplizierten Lokbausatz, finden sie in den ersten drei kurzen Kapiteln eine Anzahl von Bausätzen beschrieben, die vom Fahrrad über den Lkw bis zum Triebwagen reichen. Denn wir meinen, wer zunächst ein Erfolgserlebnis mit einem Fahrrad oder einem Traktor hat, der bringt auch die Geduld und Energie für den Bau einer ganzen Lokomotive auf. Letzterem ist dann das umfangreiche Kapitel 4 gewidmet. Genauere Angaben zu den verwendeten Bausätzen und deren Hersteller bzw. Bezugsquellen finden Sie auf den Seiten 126 und 127.
Doch jetzt aber in die Hände gespuckt und ran ans Werk – die Arbeit beginnt!
Viel Spaß dabei wünschen
Rainer & Thomas Albrecht
Erntehelfer: Der Bau eines Lanz-Traktors und einer Sternradheumaschine sind eine gute Übung und bereichern die Szenerie der Anlage.
Das geflügelte Wort vom Anfang, der angeblich fast immer schwer sein soll, gilt auch und gerade für den Bau von Lokomotivmodellen. Wer hier ohne weitere Vorkenntnisse oder Übungen startet, der kommt recht schnell in Schwierigkeiten. Diese lassen sich relativ problemlos umgehen, indem man sich einen einfachen Einstieg sucht. Mit anderen Worten: Bevor es an den ersten Zusammenbau einer Lokomotive geht, der womöglich in einem frustrierenden Fiasko endet, sollte mit kleineren Aufgaben etwas modellbauerische Routine erworben werden. Für diese Übungen eignen sich besonders gut kleine Fahrzeuge für den Straßenverkehr und/oder für die Landwirtschaft. Damit gewinnt der Modellbauer gleich zweimal: Er übt nicht nur, sondern er bereichert gleichzeitig seine Anlage mit einem interessanten Fahrzeug. Deshalb beginnt das folgende Kapitel mit dem vergleichsweise einfachen Bau eines Lastenfahrrads, das jede kleine Straßenszene schmückt. Für die Gestaltung einer Baustelle steht mit wenig Aufwand bald die bekannte Dreikantfeile bereit. Doch auch die Landwirtschaft kommt nicht zu kurz, denn für diese entstehen ein klassischer Lanz-Traktor und eine Sternradheumaschine, wobei besonders Letztere eine knifflige Aufgabe ist. Die Lastwagenfreunde bekommen ebenfalls einiges zu tun: zwei Vorkriegs-Lkw und der DDR-Klassiker schlechthin, der W 50, entstehen. Eine Herausforderung an den Modellbauer stellt in diesem Zusammenhang der Kippmechnismus beim W 50 dar. Den Abschluss bildet das erste Eisenbahnfahrzeug: ein Eisenbahnkran, der einst in Chemnitz im Einsatz war und sich für fast jede Bw-Szene eignet.
Fahrräder werden auf Modellbahnanlagen eigentlich immer benötigt. Seltener sind dagegen Lastenräder zu sehen. Somit kann man mit diesem Bausatz eine echte Lücke im Fuhrpark schließen. Erleichternd kommt hinzu, dass dieser Bausatz nicht nur übt, sondern auch nur wenig Zeit beansprucht.
In weniger als zehn Minuten sind die einzelnen Teile für das Fahrrad »en miniature« aus den Ätzplatinen mittels eines Skalpells herausgetrennt und zusammengeklebt.
Einfach zu bauen: Ein Lastenfahrrad ist eine willkommene Ergänzung des Fahrzeugparks.
Mit Hilfe zweier Spitzpinzetten werden die zwei äußeren sowie die Mittelplatine positioniert und mit etwas leicht fließendem Sekundenkleber verklebt.
Unter der Lupe werden anschließend vorsichtig eventuell noch sichtbare Grate mit feinstem Schleifpapier entfernt. Sattel, Pedale und Lenker werden nach der Bauanleitung gebogen und am Gepäckträger werden die Enden an den Stützen um 900 gedreht, positioniert und verklebt.
Der vordere Gepäckträger wird gebogen, die Stütze eingesetzt und ebenfalls am Fahrrad befestigt. Und schon steht das kleine extrem filigran wirkende Gefährt zur Lackierung bereit. Eine Metallgrundierung und fein pigmentierte Farbe, ein kleiner Spitzpinsel und eine ruhige Hand vervollständigen das gelungene Outfit. Ein einziger Kritikpunkt bleibt am Ende: Mein Gott Herr Weinert, Sie haben die Ventile vergessen!
Mit Hilfe eine Skalpells wird das filigrane Fahrrad aus der Platine gelöst.
Diese Platinen müssen miteinander verklebt werden.
Das extrem filigran wirkende Gefährt steht zur Lackierung bereit.
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
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