Ratgeber Tinnitus und Hyperakusis - Gerhard Goebel - E-Book

Ratgeber Tinnitus und Hyperakusis E-Book

Gerhard Goebel

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Beschreibung

Zahlreiche Menschen leiden unter Ohrgeräuschen (Tinnitus) oder einer Geräuschüberempfindlichkeit (Hyperakusis). Akute Tinnitussymptome gehen häufig in eine chronische Form über, d.h. das Pfeifen bzw. das Rauschen im Ohr bleibt über viele Jahre hinweg permanent hörbar. Wenn zudem eine Geräuschüberempfindlichkeit besteht, empfinden Betroffene den Tinnitus als noch lauter. Der Ratgeber liefert Informationen über den neuesten Wissensstand zu den biologischen und psychologischen Hintergründen des Tinnitus und der Hyperakusis. Er erklärt, wie das Gehör funktioniert, was ein Tinnitus bzw. eine Hyperakusis ist und wie man sie messen kann. Weiterhin geht es darum, was das Ohrgeräusch bzw. die Geräuschüberempfindlichkeit auslösen kann und wie sie aufrechterhalten werden. Zudem wird aufgezeigt, wie eine Akutbehandlung bei Tinnitus aussieht, auf welchen Säulen eine professionelle ambulante Behandlung beruht und welche weiteren gängigen Therapieverfahren es gibt. Schließlich wird erläutert, was Betroffene selbst gegen den Tinnitus und die Hyperakusis unternehmen können.

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Veröffentlichungsjahr: 2018

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Gerhard Goebel

Carl Thora

Ratgeber Tinnitus und Hyperakusis

Informationen für Betroffene und Angehörige

Ratgeber zur Reihe Fortschritte der Psychotherapie

Band 41

Ratgeber Tinnitus und Hyperakusis

Prof. Dr. med. Gerhard Goebel, Dr. med. Carl Thora

Herausgeber der Reihe:

Prof. Dr. Kurt Hahlweg, Prof. Dr. Martin Hautzinger, Prof. Dr. Jürgen Margraf, Prof. Dr. Winfried Rief

Begründer der Reihe:

Dietmar Schulte, Klaus Grawe, Kurt Hahlweg, Dieter Vaitl

Prof. Dr. med. Gerhard Goebel, geb. 1946. Facharzt für Innere Medizin und Psychotherapeutische Medizin. 1999–2012 Chefarzt der Medizinisch-Psychosomatischen Klinik Roseneck in Prien am Chiemsee. Seit 2013 in eigener Praxis in Prien tätig.

Dr. med. Carl Thora, geb. 1962. Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie Praktischer Arzt. Seit 2002 Leitung des Tinnitus Beratungszentrums TIBEZ in München.

Wichtiger Hinweis: Der Verlag hat gemeinsam mit den Autoren bzw. den Herausgebern große Mühe darauf verwandt, dass alle in diesem Buch enthaltenen Informationen (Programme, Verfahren, Mengen, Dosierungen, Applikationen, Internetlinks etc.) entsprechend dem Wissensstand bei Fertigstellung des Werkes abgedruckt oder in digitaler Form wiedergegeben wurden. Trotz sorgfältiger Manuskriptherstellung und Korrektur des Satzes und der digitalen Produkte können Fehler nicht ganz ausgeschlossen werden. Autoren bzw. Herausgeber und Verlag übernehmen infolgedessen keine Verantwortung und keine daraus folgende oder sonstige Haftung, die auf irgendeine Art aus der Benutzung der in dem Werk enthaltenen Informationen oder Teilen davon entsteht. Geschützte Warennamen (Warenzeichen) werden nicht besonders kenntlich gemacht. Aus dem Fehlen eines solchen Hinweises kann also nicht geschlossen werden, dass es sich um einen freien Warennamen handelt.

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Tel. +49 551 999 50 0

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[email protected]

www.hogrefe.de

Umschlagabbildung: © iStock.com by Getty Images / serdjophoto

Satz: Matthias Lenke, Weimar

Format: EPUB

1. Auflage 2019

© 2019 Hogrefe Verlag GmbH & Co. KG, Göttingen

(E-Book-ISBN [PDF] 978-3-8409-1824-7; E-Book-ISBN [EPUB] 978-3-8444-1824-8)

ISBN 978-3-8017-1824-4

http://doi.org/10.1026/01824-000

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Diese Bestimmungen gelten gegebenenfalls auch für zum E-Book gehörende Audiodateien.

Anmerkung:

Sofern der Printausgabe eine CD-ROM beigefügt ist, sind die Materialien/Arbeitsblätter, die sich darauf befinden, bereits Bestandteil dieses E-Books.

Zitierfähigkeit: Dieses EPUB beinhaltet Seitenzahlen zwischen senkrechten Strichen (Beispiel: |1|), die den Seitenzahlen der gedruckten Ausgabe und des E-Books im PDF-Format entsprechen.

Inhalt

Vorwort

1 Tinnitus und Hyperakusis – was ist das?

1.1 Was ist Tinnitus?

1.1.1 Subjektiver Tinnitus

1.1.2 Objektiver Tinnitus (Körpergeräusch)

1.1.3 Chronisch kompensierter Tinnitus

1.1.4 Chronisch dekompensierter Tinnitus

1.1.5 Tinnitus der Kategorie IV nach Jastreboff

1.2 Was ist Hyperakusis (Misophonie)?

1.2.1 Das Anfangsstadium von Hyperakusis

1.2.2 Misophonie und Phonophobie

1.2.3 Rekruitment

1.2.4 Funktionsstörungen der Mittelohrmuskeln

1.3 Psychische Belastung durch Tinnitus und Hyperakusis

1.3.1 Tinnitus-Charakter und erlebte Belastung

1.3.2 Hyperakusis-Charakter und erlebte Belastung

1.3.3 Tinnitus und psychische Erkrankungen

1.4 Wie kann man einen Tinnitus und eine Hyperakusis messen?

1.4.1 Was ist ein Audiogramm?

1.4.2 Was ist eine Tinnitus-Analyse?

1.5 Kulturhistorische Beispiele

1.6 Wie viele Menschen sind betroffen?

1.6.1 Tinnitus

1.6.2 Hyperakusis

1.7 Wie funktioniert unser Gehör?

1.7.1 Luftleitung

1.7.2 Knochenleitung

1.7.3 Das Innenohr – die Cochlea

1.7.4 Das bewusste Hören

1.7.5 Wahrnehmung und Interpretation des Gehörten

2 Wodurch werden Tinnitus bzw. Hyperakusis ausgelöst bzw. aufrechterhalten?

2.1 Auslösende Faktoren

2.1.1 Schallleitungsstörung

2.1.2 Schallempfindungsstörung

2.1.3 Erkrankungen des Hörnervs (Retrocochleäre Störung)

2.1.4 Der somatosensorische Tinnitus: Störungen in Wirbelsäule und Kiefer-Kauapparat

2.1.5 Abwesenheit organischer Ursachen

2.2 Aufrechterhaltende Faktoren

2.2.1 Tinnitus-Teufelskreis

2.2.2 Hyperakusis-Teufelskreis

3 Behandlung von Tinnitus und Hyperakusis sowie Möglichkeiten der Selbsthilfe

3.1 Was können Betroffene selbst gegen Tinnitus bzw. Hyperakusis unternehmen und wie können nahestehende Personen sie dabei unterstützen?

3.1.1 Fehlannahmen über Tinnitus und Hyperakusis

3.1.2 Was kann ich selbst gegen Tinnitus und Hyperakusis tun?

3.1.3 Wie können nahestehende Personen helfen?

3.2 Wie sieht eine Akutbehandlung bei Tinnitus aus?

3.2.1 Zur Wirksamkeit von Medikamenten und Hyperbarer Sauerstofftherapie (HBO)

3.2.2 Therapie beim Morbus Menière

3.2.3 Therapie des Akustikusneurinoms

3.3 Bausteine einer professionellen ambulanten Behandlung von Tinnitus und Hyperakusis

3.3.1 Erste Säule: Informationsvermittlung

3.3.2 Zweite Säule: Einstellungsänderung

3.3.3 Dritte Säule: Hör- und apparative Therapie

3.3.4 Vierte Säule: Entspannungsverfahren

3.4 Welche weiteren Therapieverfahren gibt es?

3.4.1 Biofeedback und Neurofeedback

3.4.2 Kognitive Verhaltenstherapie (KVT)

3.4.3 Tinnitus-Bewältigungs-Therapie (TBT)

3.4.4 Tinnitus-Retraining-Therapie (TRT)

3.4.5 Hypnotherapie

3.4.6 Musiktherapie

3.4.7 Therapiemöglichkeiten des somatosensorischen Tinnitus

3.4.8 Therapiemöglichkeiten des objektiven Tinnitus

3.4.9 Behandlung der chronischen Hyperakusis

3.4.10 Was kann ich von einer Behandlung des Tinnitus bzw. der Hyperakusis erwarten?

3.4.11 Überblick über die Therapieansätze

4 Fallbeispiele

4.1 Tinnitus

4.2 Hyperakusis

Anhang

Zitierte Literatur

Literaturempfehlungen

Hilfreiche Adressen

|9|Vorwort

Ohrgeräusche (Tinnitus) und Geräuschüberempfindlichkeit (Hyperakusis) sind zwei der häufigsten Beschwerden, die in der Hals-Nasen-Ohrenärztlichen (HNO) Praxis angegeben werden. Vor allem als akutes Symptom in Verbindung mit Hörverlust oder Schwindel führt es den Patienten zum Arzt und kann bei der Krankheitsdiagnose entscheidende Hinweise liefern. Von den jährlich 10 Millionen akuten Tinnitus-Episoden gehen ca. eine Viertel Million in eine chronische Form über, d. h. der Tinnitus bleibt mehr oder weniger auch nach frühen Behandlungen der möglichen Auslöser (z. B. nach Club- oder Rockkonzertbesuch, Knalltrauma an Silvester oder nach Schießübungen, nach einem Hörsturz oder anderen Entwicklungen einer Schwerhörigkeit) über viele Jahre permanent hörbar.

Noch komplizierter wird es, wenn eine Geräuschüberempfindlichkeit (Hyperakusis) hinzukommt: Dann ist zu erwarten, dass neben den für andere Personen als leise erlebten Umweltgeräuschen den Betroffenen alles zu laut ist und dadurch auch der Tinnitus lauter empfunden wird, als er ohne Hyperakusis wäre. Betroffene mit ein- oder beidseitigem Tinnitus in Kombination mit der in der Regel beidseitigen Hyperakusis sind oft besonders beeinträchtigt und nicht selten wird die Hyperakusis als belastender erlebt als der eigentliche Tinnitus (Goebel & Floetzinger, 2008).

Eine klare und global anwendbare Ursachenerklärung des Tinnitus und der Hyperakusis existiert bis heute nicht und ist bei der Vielzahl der Störungen im Hörsystem auch nicht zu erwarten. Vermutete Auslöser, die in der Schädigung von Innenohr, des Hörnervs und der zentralen Hörbahn liegen, können bei einzelnen Personen nach Erhebung der Krankheitsgeschichte und des Befundes nur hypothetisch zugeordnet werden, ein wirklicher Nachweis kann nicht erfolgen. Insofern kann man genau genommen auch nicht „ursächlich“ behandeln. Festlegungen auf Pauschalhypothesen wie Durchblutungsstörung oder Stress werden der Differenziertheit des Tinnitus und der Hyperakusis nicht gerecht.

Die Tinnitus-Auslöser liegen nicht nur im Fachbereich des HNO-Arztes, sondern es gibt auch Vernetzungen mit dem Fachgebiet des Psychiaters, Psycho|10|therapeuten, Zahnarztes, Manualtherapeuten, Orthopäden und Neurologen. Fachpersonal dieser Disziplinen wissen aber oft nicht, dass Aspekte, die den Tinnitus in seiner Wahrnehmung ändern, in ihr Fachgebiet fallen. Dadurch werden unter Umständen differenzierte Diagnosen nicht gestellt und entsprechende Behandlungsmöglichkeiten nicht konsequent verfolgt.

In diesem Ratgeber lernen Sie den neusten Wissensstand über biologische und psychologische Hintergründe des Tinnitus und der Hyperakusis kennen. So werden Sie im ersten Teil erfahren, was ein Ohrgeräusch (Tinnitus, vgl. Kapitel 1.1) und was eine Hyperakusis (vgl. Kapitel 1.2) ist, wie man sie messen kann (vgl. Kapitel 1.3), wie viele Menschen davon betroffen sind (vgl. Kapitel 1.5) und wie unser Gehör funktioniert (vgl. Kapitel 1.6). In einem zweiten Teil geht es darum, was das Ohrgeräusch und die Hyperakusis auslösen kann (vgl. Kapitel 2.1) und wie sie aufrechterhalten werden (vgl. Kapitel 2.2). Der dritte Teil zeigt Ihnen schließlich, was Sie selbst gegen Tinnitus und Hyperakusis unternehmen können (vgl. Kapitel 3.1), wie eine Akutbehandlung bei Tinnitus aussieht (vgl. Kapitel 3.2), auf welchen Säulen eine professionelle ambulante Behandlung beruht (vgl. Kapitel 3.3). Zudem erhalten Sie Informationen über weitere gängige Therapieverfahren (vgl. Kapitel 3.4). Abschließend werden Ihnen zwei Fallbeispiele vorgestellt (vgl. Kapitel 4).

Dieses Wissen ist für Sie nützlich, wenn Sie zusammen mit einem ärztlichen Psychotherapeuten oder einem Psychologen, im Rahmen einer Tinnitus-Retraining-Therapie (TRT/ADANO) oder in einer „Tinnitus-Klinik“ Ihre individuelle Behandlung planen bzw. nach dem therapeutischen Gespräch die angesprochenen Punkte mithilfe des Ratgebers, den Sie gerade in Händen halten, nachvollziehen und vertiefen können. Mit Ihrem Wissen helfen Sie unter Umständen auch dem Therapeuten, da nicht immer genügend Zeit zur Verfügung steht, Ihnen neben den eigentlichen psychologischen Informationen das medizinische Wissen und die daraus entwickelten Krankheitsmodelle zu vermitteln.

Dieses Buch basiert auf der Erfahrung aus der Arbeit von vier Jahrzehnten mit Tinnitus- und Hyperakusis-Patienten der Schön Klinik Roseneck in Prien am Chiemsee und dem Ambulanten Therapiezentrum TIBEZ in München. Die hier angewendeten Therapiekonzepte haben sich bewährt und werden |11|leitlinienkonform seit Jahren auch in vielen anderen psychosomatischen Kliniken und Praxen angewendet.

Darüber hinaus finden Sie im Anhang Adressen von Selbsthilfeorganisationen und Fachgesellschaften, auf deren Webseiten Sie zum Thema Tinnitus, Hyperakusis, Hörsturz und Morbus Menière Informationen finden.

Das Internet hat sich zwischenzeitlich zu einem Jahrmarkt der Wissensvermittlung, aber auch der unlauteren Angebote und Verunsicherungen entwickelt, sodass es zunehmend wichtig wird, hier die Spreu vom Weizen zu trennen. Auch hierzu geben wir Ihnen Hinweise.

Nicht alles, was Sie hier erfahren, wird Ihnen sofort einleuchten. Vor allem die möglichen psychischen Zusammenhänge und das Behandlungsziel „Akzeptanz“ werden Sie als Leser nicht gerne annehmen: Einerseits kennen Sie vielleicht die Zunahme des Tinnitus und der Hyperakusis bei Stress, andererseits wird es Ihnen unangenehm „in den Ohren klingen“, dass es im Verlauf einer effektiven Behandlung meist darum geht, den Stress besser zu bewältigen, eventuell den Lebensstil anzupassen und die Einstellung zum Tinnitus und zur Hyperakusis zu ändern und weniger darum, dem Stress auszuweichen, z. B. durch Vermeidung bis hin zur Berufsaufgabe bzw. Berentung. Die entscheidende Rolle bei der Tinnitus-Bewältigung fällt Ihnen zu; es gibt leider keinen „Heiler“ der Ihnen den Tinnitus nimmt. Der Erfolg der Behandlung steht und fällt mit Ihrer aktiven Mitarbeit!

Für eine erfolgreiche Behandlung ist es dennoch wichtig, sich über mögliche medizinische Behandlungen zur Linderung der Belastung durch den Tinnitus sachkundig zu machen. Hierzu gehört der Umgang mit Geräuschüberempfindlichkeit (Hyperakusis), die Kenntnis über Verdeckungsmöglichkeiten des Tinnitus mithilfe von Aufmerksamkeitslenkung, akustischen Verfahren („Hörtherapie“, Musiktherapie, vgl. Kapitel 3.4.6) bis hin zur Nutzung von Hörhilfen, deren Effektivität in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat.