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Der unwiderstehliche Drang zum Haareausreißen ist eine psychische Erkrankung und wird als Trichotillomanie bezeichnet. Durch das häufige Reißen an den Haaren können dauerhaft kahle Stellen entstehen, für die sich viele Betroffene schämen. Das allgemeine Wohlbefinden und das Selbstwertgefühl sind dadurch beeinträchtigt und es kommt häufig zu einem sozialen Rückzug, was zu massiven Problemen im Privat- und Berufsleben führen kann. Die unzureichende Aufklärung in der Bevölkerung führt dazu, dass den Betroffenen oftmals nicht klar ist, dass ihre Angewohnheit keine Charakterschwäche, sondern eine behandlungsbedürftige Erkrankung ist. Dieser Ratgeber erklärt Betroffenen und Angehörigen, wie es zum krankhaften Ausreißen der Haare kommt, warum es Betroffenen so schwerfällt, wieder aufzuhören und welche Strategien helfen können, um diesen Drang zu überwinden. Der Ratgeber vermittelt Informationen rund um das Erkrankungsbild und stellt konkrete Techniken vor, die das krankhafte Haareausreißen effektiv verringern können.
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Veröffentlichungsjahr: 2016
Antje Hunger
Heidi Lüttmann
Ratgeber Trichotillomanie
Informationen zum krankhaften Haareausreißen für Betroffene und Angehörige
Ratgeber zur Reihe Fortschritte der Psychotherapie
Band 33
Ratgeber Trichotillomanie
von Prof. Dr. Antje Hunger, Dr. Heidi Lüttmann
Herausgeber der Reihe:
Prof. Dr. Kurt Hahlweg, Prof. Dr. Martin Hautzinger,
Prof. Dr. Jürgen Margraf, Prof. Dr. Winfried Rief
Begründer der Reihe:
Dietmar Schulte, Klaus Grawe, Kurt Hahlweg, Dieter Vaitl
Prof. Dr. Antje Hunger, geb. 1972. Psychologische Psychotherapeutin (Schwerpunkt Verhaltenstherapie). Seit 2013 Professorin für Psychosoziale Beratung an der Hochschule Düsseldorf.
Dr. Heidi Lüttmann, geb. 1965. Psychologische Psychotherapeutin (Schwerpunkt Verhaltenstherapie). Seit 2010 Tätigkeit in der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie der LWL Klinik Lengerich in Rheine und niedergelassen in eigener psychotherapeutischer Praxis.
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Satz: ARThür Grafik-Design & Kunst, Weimar
Format: EPUB
1. Auflage 2016
© 2016 Hogrefe Verlag GmbH & Co. KG, Göttingen
(E-Book-ISBN [PDF] 978-3-8409-2309-8; E-Book-ISBN [EPUB] 978-3-8444-2309-9)
ISBN 978-3-8017-2309-5
http://doi.org/10.1026/02309-000
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Vorwort
1 Trichotillomanie – Was ist das?
1.1 Woran erkennt man eine Trichotillomanie?
1.2 Wer erkrankt an Trichotillomanie? Gibt es Risikofaktoren?
1.3 Wie entwickelt sich die Erkrankung weiter?
1.4 Wie wirkt die Trichotillomanie auf andere?
2 Wie entsteht Trichotillomanie und warum geht sie nicht von allein weg?
3 Was kann man gegen Trichotillomanie tun?
3.1 Was kann man selbst gegen das Haareausreißen tun?
3.2 Was sollte ich rund um eine professionelle Behandlung wissen?
Ist eine Behandlung in einem Krankenhaus für Psychiatrie oder Psychosomatik sinnvoll bzw. notwendig?
Wie finde ich einen geeigneten Psychotherapeuten?
Sind Medikamente sinnvoll bzw. notwendig?
3.3 Wie sieht eine psychotherapeutische Behandlung aus?
3.3.1 Diagnostik, Information und Zielsetzung
3.3.2 Kontrolle über das Verhalten zurückgewinnen
3.3.3 Stressquellen reduzieren und Belastungen bewältigen
3.3.4 Vorbeugung und Bewältigung von Rückfällen
3.4 Wie kann ich zu meiner Behandlung beitragen?
3.5 Wie kann ich als Angehöriger die Behandlung unterstützen?
3.6 Was kann eine Behandlung bringen?
3.7 Muss ich vielleicht etwas in meinem Leben ändern?
4 Ein Fallbeispiel
Anhang
Zitierte Literatur
Literaturempfehlungen
Kontaktadressen
Informative Webseiten
Informations- und Dokumentationsfilm
Arbeitsblätter
Trichotillomanie ist nicht nur ein schweres Wort, sondern auch eine ernstzunehmende Erkrankung. Das krankhafte Haareausreißen verursacht täglich zigtausend Menschen in Deutschland schmerzliches Leid und ist dennoch kaum bekannt. Oft wird es als schlechte Angewohnheit willensschwacher Menschen unterschätzt. Und ebenso oft resignieren Menschen, weil es unmöglich erscheint, das Haareausreißen „einfach sein zu lassen“. Warum ist das bloß so verdammt schwer?
Auch für uns war die Trichotillomanie lange Zeit ein Rätsel. Unsere Tätigkeit als Psychologin an der Universität und als Psychotherapeutin in der Praxis hat uns glücklicherweise die Möglichkeit und die Zeit gegeben, mit vielen betroffenen Menschen, ihren Angehörigen und Fachleuten zu sprechen und zu arbeiten. Wir haben dabei viel gelernt über das vielgestaltige Erscheinungsbild dieser Erkrankung, über mögliche Ursachen, aber auch über die Möglichkeiten zur erfolgreichen Bewältigung. Dies ist nun eine gute Gelegenheit den vielen Menschen zu danken, die uns auf diesem Weg begleitet und unterstützt haben, indem sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit uns geteilt haben. Herzlichen Dank, Ihnen allen, Sie haben dieses Buch möglich gemacht!
