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Bin ich schon glücklich? Und was macht Glück aus? Viele Menschen fühlen sich wie im Hamsterrad und haben ihr Anrecht aufs Glücklichsein schon abgeschrieben. Auf der Suche nach Antworten werden manche zu richtigen Seminarjunkies: Sie suchen im Außen nach einer Anleitung, einem Rezept für ihr eigenes Glück. Doch im Außen ist die Basis für ein glückliches und erfülltes Leben nicht zu finden. Niemand kann sie uns geben, denn wir alle tragen sie in uns und nur dort kann sie gefunden werden. 15 einfache Schritte im Alltag genügen, um wieder mehr Freude, Dankbarkeit und Zufriedenheit zu spüren. Wolfgang Obermüller, Familienvater, gelernter Koch und Inhaber des merk:würdigen **** S Landrefugium Obermüller im Passauer Land / Bayerischen Wald, stellt sie in diesem Buch anhand seiner eigenen Lebenserfahrungen vor. So wird es auch in Krisenmomenten und herausfordernden Zeiten wieder möglich, die Ausfahrt zu nehmen, raus aus dem Kreisel negativer Gedanken und Gefühle und hinein ins eigene, dauerhafte Glück. Du hast es verdient, glücklich zu sein!
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Seitenzahl: 101
Veröffentlichungsjahr: 2021
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Dieses Buch widme ich meiner Frau Michaela Obermüller, meinem Sohn Jonas, meinen Eltern und Freunden und unseren Mitarbeitenden, ohne deren Unterstützung unser Unternehmen sich nicht so entwickelt hätte.
Glück ist ein Schmetterling, der sich immer unserem Griff entzieht, wenn man ihn jagt; der sich aber auf uns niederlässt, wenn wir ganz still dasitzen.
(Nathaniel Hawthorne, US-amerikanischer Schriftsteller)
Schön, dass Sie da sind.
Wussten Sie, dass unser Unterbewusstsein sich bei der förmlichen Anrede „Sie“ nicht angesprochen fühlt? Unser bzw. Ihr Unterbewusstsein soll sich aber bei den folgenden Seiten sehr wohl angesprochen fühlen, daher verwende ich in diesem Buch die persönlichere und wertschätzende Anrede „du“.
Wenn du dich daran störst, kannst du gerne per Hand alle „Du“s in „Sie“s ausbessern und gegebenenfalls auch noch Titel hinzufügen. Zudem hoffe ich, dass du so manches Augenzwinkern meinerseits zwischen den Zeilen erkennen kannst (im letzten Satz war übrigens eines).
Glück ist eine, wie wir bei uns in Bayern sagen, „verreckte“ Geschichte. Viele haben es, bemerken es aber nicht; andere haben es nicht und wissen nicht mal, wo sie anfangen sollen, danach zu suchen.
Aber was hat dies mit meiner aktuellen Situation zu tun? Nimm dir dieses Buch in einer ruhigen Minute ohne Ablenkung zur Hand. Zum Beispiel ist der Urlaub eine der wenigen Zeiten im Jahr, in denen wir zur Ruhe kommen – wenn wir nicht, wie so manche Mitmenschen, nur auf der Jagd sind nach den perfekten Fotomotiven, ständig am Handy kleben, wie die Verrückten posten und liken oder uns 24/7 bespaßen lassen, ohne uns die Zeit zu nehmen, in uns hineinzuhören.
Unser Geist ist wie ein See. Erst wenn alle Wellen verschwunden sind, können wir in die Tiefe unseres Sees hineinblicken.
(asiatische Weisheit)
Unser „Wellnesshotel“ ist kein klassisches Wellnesshotel, das seine Gäste mit einem Überangebot vergnügen oder sogar verwirren möchte. Wir setzen auf das Naturgesetz von „Saat und Ernte“ (Ursache und Wirkung) und nicht auf einen Freizeitpark mit Bademantel, der seine Gäste zwar kurz zu verzaubern vermag, aber ohne jede Nachhaltigkeit, sodass diese, wenn sie zu Hause sind, wieder vom Stress und Alltag eingeholt werden.
Unsere Philosophie ist es, den Weg mit dir von innen nach außen zu gehen. Denn meine persönliche Erfahrung hat gezeigt, dass die wahren Dinge und „Werkzeuge“, die wir zum Leben brauchen, alle schon in uns angelegt sind.
Daher würden wir uns freuen, wenn wir der Startpunkt für deine Reise zum Glück sein dürfen. Wie auch immer du das Glück für dich definierst. Denn dies ist natürlich jedem selbst überlassen.
Dieses Buch soll dir ein wertvoller Begleiter sein. Wo auch immer du auf deinem Weg zum Glücklichsein gerade stehst: Wir wünschen dir viel Freude beim Lesen und dass du selbst dein „Glücksschmied“ wirst.
Deine Familie Wolfgang Obermüller samt Mitarbeitenden
1. Vorwort zur 4. Auflage
2. Ein kurzer Blick zurück: Wer schreibt dir hier?
3. Was bedeutet unser Name?
4. Kreuzzug ins Glück
5. Jeder Mensch braucht eine Kraftquelle
6. Woher komme ich und wohin gehe ich?
7. Vergleichbarkeit ist der kleine Tod des Glücks
8. Die Kraft der Bilder in deinem Kopf
9. Angst oder Freude – die Antriebsfedern der Menschheit?
10. Angst – dein innerer Wolf, der dich auffrisst
11. Die sonnige Seite der Medaille – Freude!
12. Mensch, ärgere dich nicht!
13. Im Fokus
14. Ein Leben im Einklang mit DEINER Natur
15. Dankbarkeit – der Schlüssel zum Glück?
16. Vom Geld, Gold und Glücklichsein
17. Vom ICH zum WIR: Was haben andere Menschen davon, dass es dich gibt?
18. Mut ist der vollkommene Wille
19. Glaube, Liebe und Hoffnung
20. Und zum guten Schluss: Schenke Freude und bedanke dich – mein Führungsmodell
21. Servus und auf Wiedersehen!
22. Quellenverzeichnis
23. Über den Autor
v.r. Karl Pilsl, Wolfgang Obermüller und Alpaka Karli
Wolfgang Obermüller zeigt in diesem hochinspirativen Buch auf, wie man rauskommt aus dem Kreisverkehr des Lebens und endlich die richtige Ausfahrt findet auf dem Weg zum Glück.
Es geht hier nicht um Glück aufgrund von materiellen Gütern oder Happyness aufgrund von gerade passenden Umständen. Es geht hier vielmehr um das Glück im Innersten des Menschen, einfach ein Dauerzustand, der nicht davon abhängig ist, wie sich gerade die Umstände um dich herum entwickeln. Wahres Glück ist: ein Friede, der alles Verstehen übersteigt, im Tiefsten unseres Herzens, den nur Gott, unser Schöpfer, schenken kann. Es lohnt sich wirklich, dich mit den Gedanken von Wolfgang Obermüller zu füllen. Ja, dieser Input bestimmt auch deinen Output, die Frucht deines Lebens.
Gründer der deutschen Umdenk-Akademie®
und der Genossenschaft „ErVOLLG beginnt ZUHAUSE“ – die Menschenspezialisten® eG
www.ervollg-beginnt-zuhause.de
www.umdenk-akademie.de
Jede große Reise beginnt mit einem kleinen Schritt.
(Konfuzius)
Ich wuchs wohlbehütet als jüngstes Kind in einer typischen Unternehmerfamilie (Bäckerei) auf. Da meine Geschwister (Bruder und Schwester) beide zwischen zehn und 15 Jahre älter waren als ich, wurde ich oft mit ihnen verglichen.
Zum Beispiel, wenn ich nicht so erfolgreich in der Schule war wie sie, nicht so zielstrebig oder wenn ich immer alles hinterfragt habe.
Vor allem aber tat ich alles, um eben nicht mit ihnen verglichen zu werden. Ich wählte andere Sportarten als meine Geschwister, spielte bewusst keine Musikinstrumente und machte schon immer alles ein wenig anders als sie … und die anderen.
Von der Statur her war ich ein richtiger Wonneproppen: Mit 14 Jahren brachte ich bei einer Größe von 1,75 Metern stattliche 110 Kilogramm auf die Waage. Darin spiegelte sich wohl auch meine Bequemlichkeit wider.
Beim Elternsprechtag sagte eine Lehrerin, die uns alle drei kannte, zu meinen Vater: „Hätte der Wolfgang doch mehr von seinen Geschwistern. Aber dafür lebt er wahrscheinlich leichter.“
Naja, die zehn Jahre Schule gingen rum und auf einmal stand ich vor der großen Frage: Was soll ich werden?
Nach langer Überlegung bin ich beim Steuerberater gelandet, in der Ausbildung zum Steuerfachgehilfen. Im Anschluss habe ich noch ein halbes Jahr Hotelfachschule und eine Ausbildung zum Koch drangehängt, da sich inzwischen herausgestellt hatte, dass wir neben der Bäckerei (die mein Bruder erhielt) noch ein Hotel (für meine Existenz) aufbauten, den Grundstock hierfür legten somit meine Eltern. Insgesamt war ich also nur zweieinhalb Jahre in einem Angestelltenverhältnis, und das war für mich die längste Zeit meines Lebens. Selbstständig und Unternehmer – das wollte ich sein!
So rutschte ich also in das Hotelfach hinein, dessen Grundstock meine Eltern 1995 durch ihren Fleiß gelegt hatten. Während mein älterer Bruder die elterliche Bäckerei noch bis 2011 fortführte, wurde ich, mit damals 21 Jahren, selbstständig. Immer an meiner Seite: meine Frau Michaela, die ich bereits 1990 kennen- und lieben gelernt hatte.
Vom klassischen *** Bus-Saisonhotel (April bis November) haben wir uns über die letzten 30 Jahre zum heutigen **** S Landrefugium entwickelt mit angeschlossenen Tochterunternehmen: Vermietung und Verpachtung, Boardinghaus Sonnenhof und einer GbR.
Ich hatte schon immer ein Gespür für Trends, wie bei den forever young Hotels, die ich Anfang der 2000er nach Fitnesspapst Dr. U. Strunz gegründet habe. Schon hier war ich überzeugt: Wellness kann sich nicht nur in der Sauna, in Pools und im Spa-Bereich abspielen. Wellness muss unseren Gästen im Alltag auch weiterhelfen. Dies war meine Vision, leider war ich hier zu schnell. Denn nun, 25 Jahre später, hält die Longevity-Bewegung Einzug in die gehobene Wellnesshotellerie. Longevity zielt darauf ab, den Gästen Langlebigkeit zu schenken und mehr Lebensqualität dank Gesundheit und Leistungsfähigkeit bis ins hohe Alter. Auch hier war ich der Zeit schon voraus, als die Wellnesshotellerie noch in den Kinderschuhen steckte und mehr ein „Freizeitpark mit Bademantel“ war.
2015 haben wir unser Landrefugium schließlich um ein Hallenbad und die ersten zwei Saunen erweitert, vorrangig, um kein klassisches Saisonhotel mehr zu sein. Somit konnten wir auch unsere Mitarbeitenden ganzjährig beschäftigen.
Zudem haben wir unseren Á-la-carte-Betrieb, also unser öffentliches Restaurant, eingestellt. Wir wollten ein Hotelresort sein, das zu 100 Prozent für seine Hotelgäste da ist, und ihnen unsere ganze Aufmerksamkeit schenken.
2015 wurden wir bei den Premiumpartnern des Bayerischen Waldes aufgenommen und zählen seitdem zu den besten Wellnesshotels im Bayerischen Wald.
Eine tolle Gemeinschaft, innerhalb der auch viele Freundschaften entstanden sind.
Und dann: 2020 und 2021 – ein Jahr im Lockdown! Die Hotellerie weltweit stand still. Auch unser Hotel war von einer kompletten Schließung betroffen, von März bis Mai 2020 und nochmals von November 2020 bis Ende Mai 2021.
Noch während ich diese Zeilen hier schrieb, saßen wir komplett im Ungewissen. Keinerlei Öffnungsperspektive, trotz schlüssigem und funktionierendem Hygienekonzept.
Stille. Dieses Wort beschreibt den Start des Lockdowns für uns wohl am besten. Stille im ganzen Haus und wir als Inhaber und Team zur Untätigkeit verdammt.
Als „Herbergsvater“ – ich komme später noch einmal darauf zurück und erzähle dir, warum ich mich genau so sehe – war es das Schlimmste für mich, am 18. März 2020 unsere Gäste heimschicken zu müssen. Zwei Tage zuvor hatte Markus Söder in einer Pressekonferenz den Katastrophenfall ausgerufen. Der beinhaltete ein Reiseverbot. Von einem Tag auf den anderen musste ich meine Gäste bitten, abzureisen. Das werde ich so schnell nicht wieder vergessen.
Auch finanziell war es natürlich erst einmal ein Schock: Die Jahre 2020 und 2021 sollten für uns nach einer Investition in Höhe von mehreren Millionen Euro wirtschaftlich gute Jahre werden.
Als der erste Lockdown begann, dachten meine Berufskollegen und ich noch: „Wird schon nicht so lange dauern. Ostern 2020 haben wir wieder offen.“ Weit gefehlt, denn in Wirklichkeit wurde es erst der 16. Mai 2020.
All unsere treuen Mitarbeitenden gingen in Kurzarbeit. Für den Inhaber eines Unternehmens gibt es zum Glück immer etwas zu tun, und so arbeiteten meine Frau und ich den ganzen Tag vor uns hin, aber es war nicht dasselbe. Bei Weitem nicht. Wir vermissten unsere Gäste und Mitarbeitenden gleichermaßen.
Doch die Stille und die ungewohnt viele Zeit allein im Haus ließ uns auch Dinge hinterfragen: Wo wollen wir mit unserem Hotel hin, wenn es wieder losgeht? Was genau wollen wir unseren Gästen bieten? Und wie können wir das Leben unserer Gäste in diesen schwierigen Zeiten wirklich bereichern?
All dies hat uns zum Nachdenken gebracht und so haben wir uns und unser Angebot sowie die Bezeichnungen in unserer Firmierung durchleuchtet und neu definiert.
Nach der Wiedereröffnung war das Hotel gut gebucht. Einen Sommer mit so guter Auslastung hatten wir selten. Alles lief wieder – bis zur nächsten Vollbremsung Anfang November 2020. Lediglich ein vierwöchiger „Wellenbrecher-Shutdown“ war von offizieller Seite angekündigt. Auch hier hatten wir die Hoffnung, unsere Gäste spätestens an Weihnachten/Silvester wieder verwöhnen zu können. Doch dies bewahrheitete sich nicht.
Ende November, als sich abzeichnete, dass es kein kurzer Shutdown wird, zogen wir das Projekt „Außenpool und neuer Wellnessgarten“ vor. Ursprünglich war diese Baustelle erst für das nächste Jahr geplant gewesen, so konnten wir die erneute Zwangspause aber für etwas Sinnvolles nutzen.
Am 29. Mai 2021 durften wir unsere Hoteltüren endlich wieder öffnen und freuten uns, keine Museumswärter mehr zu sein und neue Gäste im Hotel begrüßen zu können.
Das Lachen der Mitarbeitenden und der Gäste sowie deren Zufriedenheit bei Abreise – wie sehr hatten wir das vermisst. Wie überall in der Hotellerie und Gastronomie kehrten viele 450-Euro-Kräfte der Branche den Rücken, da sie auf das Einkommen angewiesen waren. Das kann ich natürlich nachvollziehen, aber eine schmerzliche Lücke hinterlässt jeder Einzelne.
Warum ich dir das alles erzähle? Weil sich für mich im Lockdown ein ganz wesentlicher Aspekt offenbart hat: Im ersten Lockdown haben wir zum Beispiel alles aufgeräumt, renoviert und das gemacht, was wir schon lange vor uns hergeschoben hatten. Anstatt Hotelalltag im Büro zu erleben, war ich Hausmeister. Tatenlos zusehen konnte ich der Lage nicht und so war ich zumindest etwas abgelenkt. Jeden Tag das gute Gefühl, immerhin eine Kleinigkeit geschafft zu haben. Kennst du das auch? Wenn du etwas in Ordnung gebracht hast oder nach einem produktiven Arbeitstag das Ergebnis deiner guten Arbeit siehst?
Der Lockdown hat mir darüber hinaus auch Zeit für dieses Buch geschenkt. Hier möchte ich all das teilen, was ich auf meinem „Kreuzzug ins Glück“, wie ich ihn im Rückblick gern bezeichne, erlebt und für wichtig befunden habe.