Raus aus der Automatik - Bernd Lehnert - E-Book

Raus aus der Automatik E-Book

Bernd Lehnert

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Beschreibung

Fotografieren in Programm-, Zeit- und Blendenautomatik sowie im manuellen Modus Schärfe, Weißabgleich und Belichtung selbst einstellen Mit vielen Praxisaufgaben zum Üben und Verinnerlichen Spiegelreflex- und Systemkameras sowie die meisten Bridgekameras bieten Ihnen fantastische Funktionen und Möglichkeiten. Fotografieren Sie im Automatikmodus oder in den Motivprogrammen, nutzen Sie diese jedoch nicht voll aus und überlassen Ihrer Kamera viele Entscheidungen, die Sie selbst treffen könnten. Bernd Lehnert erklärt Ihnen in diesem Buch, wie Sie Ihre Kamera auch jenseits dieser Automatiken beherrschen. Sie lernen die einzelnen Komponenten wie Blendenöffnung, Verschlusszeit, ISO, Belichtungskorrektur und Weißabgleich kennen und erfahren, in welchen Situationen die Programmautomatik, die Zeitautomatik, die Blendenautomatik oder auch der Manuelle Modus sinnvoll ist. Außerdem lernen Sie, wie Sie die Schärfe einstellen, wann Sie einen Blitz einsetzen sollten und wann nicht. Wie die Kameraeinstellungen in verschiedenen Situationen anzupassen sind, erfahren Sie in einem weiteren Kapitel. Durch viele Praxisübungen sowie Tipps und Tricks werden Sie Ihre Kamera immer mehr verstehen lernen. Ihre Fotos werden besser und vorhersehbarer, je mehr Kontrolle Sie über Ihre Kamera haben. So macht Fotografieren erst richtig Spaß! Aus dem Inhalt: Wichtige Bedienelemente Objektive Belichtungs-Grundlagen Belichtung für Fortgeschrittene Schärfe Farbe Blitzen Bildgestaltung Sinnvolles Fotozubehör Fotografie-Apps Tipps und nützliche Voreinstellungen Aufgaben und Übungen

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Seitenzahl: 126

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Inhaltsverzeichnis
Impressum
Vorwort
Kapitel 1: Wichtige Bedienelemente​
1.1 Dioptrien-Korrektur​
1.2 Einstellrad​ bzw. -räder
1.3 Taste für den Schnellzugriff
1.4 Menü​
1.5 Aufnahme​- und Bildinfos​ einblenden
Kapitel 2: Objektive
2.1 Brennweite​
2.2 Lichtstärke​
2.3 Abkürzungen in den Bezeichnungen
2.4 Zoomobjektiv​ vs. Festbrennweite​
2.5 Sinnvolle Objektivergänzungen​
Kapitel 3: Belichtung – Grundlagen
3.1 Belichtungszei​t u​nd Blendenöffn​ung
3.2 Automatik​ und Motivprogamme​ (SCN)
3.3 P​ – Programmautomatik​
3.4 A​/Av​ – Zeitautomatik​
3.4.1 Porträt​
3.4.2 Landschaft​
3.4.3 Makroaufnahmen​
3.5 ​S/​Tv – Blendenautoma​tik
3.5.1 Einfrieren schneller Bewegungen​
3.5.2 Bewegung zeigen
3.5.3 Verwacklung​
3.5.4 Bildstabilisierung​
3.5.5 Lange Belichtungen
3.6 M​ – Manueller Modus​​
3.6.1 Nachtaufnahmen​
3.6.2 Langzeitbelichtung​​ B/bulb​
3.6.3 Panoramafotografie​
3.6.4 Fotografie mit Studioblitz
3.6.5 Perfekte Kontrolle für Fortgeschrittene und Profis
3.7 Zusammenfassung Belichtungsmodi
3.8 ISO-Empfindlichkeit​
3.8.1 Rauschen​
3.8.2 ISO-Empfindlichkeitsempfehlungen
3.8.3 ISO-Automati​k
3.9 Das »magische Dreieck​​« aus​ Verschlusszeit​, Blendenwert​ und ISO​
3.10 Belichtungskorrektu​r
Kapitel 4: Belichtung – Fortgeschritten
4.1 Belichtungsmessmethode​n
4.1.1 Belichtungsmesser
4.1.2 Matrix-​/Mehrfeldmessung​/Multi
4.1.3 Mittenbetonte​ (Integral-)Messung​
4.1.4 Spot​- und Selektivmessung​
4.1.5 Vergleich der verschiedenen Belichtungsmessmethoden
4.2 Belichtungsmesswertspeicher​ AE-L
4.3 Belichtungsreihen​/BKT/BRK/AEB
4.4 Große Kontraste bewältigen
4.4.1 HDR-Foto​s
4.4.2 Dynamikbereichserweiterung​/DRI​-Dynamic Range Increase
4.5 Histogramm und Spitzlichterwarnung
4.5.1 Histogramm​
4.5.2 Spitzlichterwarnung​
Kapitel 5: Schärfe
5.1 AF-Bereich​ (AF-Felder​)
5.1.1 Einzelfeld-AF​
5.1.2 Alle AF-Felder​
5.1.3 Mehrere AF-Felder​ – Auswahl einer Zone
5.1.4 AF-Feld-Tracking​/3D-Tracking​
5.1.5 Tracking/Verfolgung​ im Live-View​
5.1.6 Gesichtserkennung
5.2 AF-Modu​s
5.2.1 Einzelautofoku​s: AF​-S/One S​hot
5.2.2 Kontinuierlicher Autofokus​: AF-C​/AI Servo​
5.2.3 Automatischer Autofokus​: AF-A​/AI Focus​
5.3 Empfohlene Kombinationen
5.4 Manueller Foku​s
Kapitel 6: Farbe
6.1 Weißabgleich​ (WB​)
6.1.1 AUTO, Presets, manueller Weißabgleich
6.1.2 Weg von der WB-Automatik
6.2 Bildstil​/Kreativmodus​/Picture Control​
6.3 Bildeffekte​/Spezialeffekte​/Kreativfilter​
6.4 Dateiformat​e RAW und JPEG
6.4.1 JPEG​
6.4.2 RAW​
6.4.3 RAW-Konvertierung​ und -bearbeitung
Kapitel 7: Blitzen​
7.1 Blitzlicht im Dunklen
7.1.1 Langzeitsynchronisation​/SLOW
7.1.2 Langzeitsynchronisation​ auf den 2. Verschlussvorhang​/REAR
7.1.3 ISO rauf, Blende auf!
7.2 Blitzlicht im Hellen
7.3 Blitzleistungskorrektur​
7.4 Tipps fürs Blitzen
7.4.1 Rote Augen​
7.4.2 Geschlossene Augen
7.4.3 Weitwinkelblitzfotos (mit Gegenlichtblenden)
7.4.4 Blitzen bei Tageslicht
7.4.5 Blitzen bei wenig Licht
7.4.6 Bessere Blitzfotos
Kapitel 8: Bildgestaltung​
8.1 Motiv- und Formatwahl
8.2 Verwendete Brennweite​
8.3 Perspektive​
8.4 Lage des Horizonts​
8.5 Goldener Schnitt​ und Drittelregel​
Kapitel 9: Sinnvolles Fotozubehör​
9.1 Stativ​
9.1.1 Kleine Kunststoffstative
9.1.2 »Normale« Dreibeinstative
9.1.3 Carbonstative
9.1.4 Einbeinstative​
9.1.5 Stativkopf​: Kugelkopf oder 3-Wege-Neiger
9.2 Fernauslöser​
9.3 Filter​
9.3.1 Polarisationsfilter​
9.3.2 Graufilter​ (Neutrale Dichte- bzw. ND-Filter​)
9.3.3 Grauverlaufsfilter​
9.3.4 UV-Filter
9.3.5 Achtung beim Filterkauf
9.4 Gegenlichtblende​
Kapitel 10: Fotografie-Apps​
10.1 Apps zur Planung eines Shootings
10.1.1 Sun Surveyor (Lite)
10.1.2 ​PhotoPills
10.1.3 ​RegenVorschau
10.1.4 ​Rain Today
10.2 Apps zur Bildbearbeitung
10.2.1 Lightroom CC
10.2.2 ​Snapseed
Kapitel 11: Tipps und nützliche Voreinstellungen
11.1 Porträt​
11.2 Landschaft​
11.3 Makro​
11.4 Sport​ / Bewegte Tiere​
11.5 Feuerwerk​
11.6 Atmosphärisch geblitzte Innenaufnahme (Geburtstag oder Weihnachten)
11.7 Zimmeraufnahme (z.B. Wohnungsfotos)
11.8 Schnappschuss​
11.9 Schönstes Licht​ zum Fotografieren
Kapitel 12: Aufgaben und Übungen
12.1 Belichtung – Grundlagen
12.2 Belichtung – Fortgeschritten
12.3 Schärfe
12.4 Farbe
12.5 Blitzen
12.6 Bildgestaltung

Bernd Lehnert

Raus aus der Automatik

Blende, Verschlusszeit & Co. beherrschen

3. Auflage

Impressum

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über <http://dnb.d-nb.de> abrufbar.

ISBN 978-3-95845-849-9 3. Auflage 2018

www.mitp.de E-Mail: [email protected] Telefon: +49 7953 / 7189 - 079 Telefax: +49 7953 / 7189 - 082

© 2018 mitp Verlags GmbH & Co. KG

Dieses Werk, einschließlich aller seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. in diesem Werk berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten wären und daher von jedermann benutzt werden dürften.

Lektorat: Sabine Janatschek Sprachkorrektorat: Petra Heubach-Erdmann Covergestaltung: Christian Kalkert, www.kalkert.deelectronic publication: III-satz, Husby, www.drei-satz.de

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Vorwort

In den letzten Jahren hat die Beliebtheit von Digitalen Spiegelreflexkameras (DSLRs) und Systemkameras stark zugenommen. Dadurch, dass sie im Vergleich zu den Kompaktkameras und Fotohandys große Sensoren haben, bieten sie zum einen eine tolle Bildqualität, auch bei wenig Licht, zum anderen ermöglichen sie eine bewusste Bildgestaltung mit Schärfe und Unschärfe, mit eingefrorenen oder verwischten Bewegungen, mit leuchtenden Farben oder puristisch in Schwarz-Weiß.

Allerdings nutzt ein Großteil der Käufer diese fantastischen Funktionen und Möglichkeiten gar nicht aus, sondern lässt die Kameras im Automatikmodus herumdümpeln.

Und genau da setzt das Buch an: Wer gezielt bestimmte Aufnahmen machen möchte, muss wissen, was wo warum eingestellt wird. Wer gute Fotos an anderen Orten zu anderen Zeiten mit verschiedenen Gegebenheiten reproduzieren will, muss wissen, worauf er zu achten hat. Die Automatik hilft da nicht weiter ...

Dieses Buch basiert auf den Einsteigerkursen, die wir mit unserem Trainerteam bei fototrainer.com seit einigen Jahren unter dem Motto: »Raus aus der Automatik – Mehr Kontrolle übers Bild« erfolgreich halten, bei denen wir schon einigen Tausend fotobegeisterten Einsteigern die Möglichkeiten jenseits der Automatik gezeigt haben. Nicht wenige Teilnehmer sehen wir wieder bei Fortgeschrittenenworkshops, beim Blitzen, der Bildbearbeitung oder in etlichen Themenworkshops.

Das Buch soll, soweit es möglich ist, universell für alle Kameramarken sein. Natürlich werden Sie als Leser merken, dass die großen Marken häufiger erwähnt werden als die anderen, aber das liegt vor allem auch daran, dass ich am meisten mit Canon, Nikon und Sony zu tun habe. Sie sind deshalb nicht unbedingt besser als die anderen und die Bezeichnungen sind herstellerübergreifend ähnlich. Also werden sich auch Kunden von Panasonic, Olympus, Fuji, Pentax, Samsung & Co mit dem Buch hervorragend zurechtfinden.

Einige verwendete Fotos dienen dem Vergleich von bestimmten Einstellungen und haben deshalb keine Aufnahmedaten aufgeführt, aber im Text oder in den Bildbeschriftungen steht, worauf es ankommt.

Bei den Fotos, die beschriftet sind, stehen zwar immer die wichtigsten Sachen dabei (auch die Brennweite und das jeweilige Aufnahmeformat APS-C oder Kleinbildgröße – FullFrame), nicht aber der Aufnahmemodus, da ich oftmals Blende, Zeit & Co im Manuellen Modus verstelle. Dort möchte ich Sie für den Anfang noch nicht hindrängen, aber zumindest »Raus aus der Automatik«.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen, probieren Sie die Praxisaufgaben mit aus und schauen Sie nach jedem gelesenen Kapitel noch einmal ins Kapitel 12, denn da sind weitere Aufgaben.

Üben Sie in nächster Zeit, so oft es geht, und nehmen Sie sich vielleicht sogar bestimmte Themen vor für Ihre Übungsspaziergänge. Sie sollen ganz sicher nicht alles auf einmal vor jedem Foto einstellen, denn dann ist das Motiv längst weg oder eingeschlafen. Beschränken Sie sich auf das Wesentliche für die Aufnahme und lassen Sie es im Laufe der Zeit mehr werden, auf das Sie achten und das Sie verstellen. Und irgendwann ist es so, dass Sie sagen:

»Ja, ich kann Blende, Verschlusszeit & Co beherrschen.«

Kapitel 1:  Wichtige Bedienelemente​

1.1 Dioptrien-Korrektur

1.2 Einstellrad bzw. -räder

1.3 Taste für den Schnellzugriff

1.4 Menü

1.5 Aufnahme- und Bildinfos einblenden

Neben dem Auslöser und dem Wahlrad für die Belichtungsprogramme gibt es noch eine ganze Menge wichtiger Tasten und Räder, die den Zugriff und die Bedienung der Kamera erleichtern.

Ich denke, den An- und Ausschalter und den Auslöser kennen Sie, also widmen wir uns den anderen Tasten und Rädern.

1.1 Dioptrien-Korrektur​

Je nach Kamerahersteller und -modell befindet sich neben dem optischen oder elektronischen Sucher ein kleines Rad, das man manchmal sogar herausziehen muss, oder ein Schieber für die Dioptrien-Korrektur. Verändern Sie nach dem Antippen des Auslösers und beim Schauen in den Sucher diese Korrektur, sehen Sie, wie die Schärfe der eingeblendeten Werte (meist unten im Sucher) oder gar des ganzen elektronischen Suchers sich ändert. Dadurch kann in bestimmten Grenzen eine Fehlsichtigkeit Ihres Auges kompensiert werden. Reicht die Korrektur nicht aus, müssen Sie sich einmal beim Kamerahersteller erkundigen, ob es Korrekturlinsen gibt, die Sie hinten auf das Sucherokular stecken oder schrauben können, oder doch zur Brille greifen.

Abb. 1.1: Dioptrien-Korrektur des Sucherokulars, links Nikon D5500, rechts Fuji X-E2

1.2 Einstellrad​ bzw. -räder

Auch hier ist es je nach Hersteller und Modell unterschiedlich, ob sie ein oder zwei Räder, vorn oder/und hinten haben. Über dieses Rad oder diese Räder werden Verschlusszeit und Blendenwert verstellt; aber auch Funktionen, die bestimmten Tasten zugeordnet sind, lassen sich damit direkt verstellen, wenn die entsprechende Taste gedrückt wird, z.B. der Weißabgleich oder die ISO-Werte.

1.3 Taste für den Schnellzugriff

Bei vielen Kameramodellen gibt es eine Taste für den schnellen Zugriff auf die wichtigsten Funktionen, sodass Sie nicht ins Menü gehen müssen.

Bei Canon steht auf dieser Taste »Q«, bei Nikon das »i«, bei Sony beispielsweise »Fn«. Nach dem Drücken der Taste können Sie über den Kreuzwähler bzw. Multifunktionswähler rechts neben dem Display auf die jeweilige Funktion navigieren. Durch Drücken der mittleren Taste im Multifunktionswähler wird die Funktion ausgewählt und kann verstellt werden.

Diese Taste für den Schnellzugriff erspart somit oft das Suchen im Menü.

1.4 Menü​

Das Menü ist in verschiedene Bereiche aufgeteilt, sodass Sie darin thematisch suchen können. Die Menüstruktur ist von Hersteller zu Hersteller verschieden, jedoch gibt es fast immer einen Bereich, der mit einem Kamerasymbol gekennzeichnet ist und die Aufnahmeeinstellungen beinhaltet. Darin finden Sie alles, was das nächste Foto beeinflusst: Weißabgleich, Bildgröße und -qualität, Farben und Kontraste ...

Dann gibt es die Wiedergabeoptionen​, durch das »Play«-Symbol dargestellt, das es auch an Fernbedienung für Fernseher und Blu-ray-Player gibt.

Ein weiterer Unterpunkt wird durch Werkzeugschlüssel, Zahnräder und bei Nikon durch einen Stift und Werkzeugschlüssel dargestellt. Dort sind Individualeinstellungen der Kamera enthalten, die das Verhalten der Knöpfe und Tasten festlegen, aber auch Systemeinstellungen wie Sprache, Datum und Uhrzeit zulassen. Eine wichtige Funktion dabei ist »Zurücksetzen​« auf die Werkseinstellungen; wenn also (warum auch immer) beim Betätigen der Kamera nicht mehr das passiert, was Sie möchten: Zurücksetzen!

Abb. 1.2: Menüstruktur einer Sony A7II (links) und einer Canon EOS 7DII (rechts)

1.5 Aufnahme​- und Bildinfos​ einblenden

Bei Kameras im LiveView​-Aufnahmemodus und speziell beim Betrachten der Fotos ist es sehr hilfreich, sich verschiedene Aufnahmeinformationen anzeigen zu lassen. Dafür gibt es Tasten mit der Aufschrift »INFO« z.B. bei Canon oder »Disp« bei Sony. Bei Nikon können die Aufnahmedaten beim Betrachten der Fotos über das Multifunktionskreuz nach oben oder unten geändert werden.

Damit können Sie bei Fotos, die Ihnen gefallen, nachsehen, was eingestellt war, oder bei Nichtgefallen überlegen, warum das Bild nicht Ihren Vorstellungen entspricht, und es bei der nächsten Aufnahme anders, ja vielleicht sogar besser machen.

Abb. 1.3: Verschiedene Aufnahme- und Wiedergabeinformationen, hier bei einer Sony A58

Kapitel 2:  Objektive

2.1 Brennweite

2.2 Lichtstärke

2.3 Abkürzungen in den Bezeichnungen

2.4 Zoomobjektiv vs. Festbrennweite

2.5 Sinnvolle Objektivergänzungen

Es ist zwar toll, dass Sie glücklicher Eigner einer Spiegelreflex- oder Systemkamera sind, doch die Fotos, die Sie machen, werden vor allem durch das Objektiv beeinflusst. Damit Sie wissen, was Sie vorn an Ihrer Kamera dranhaben, gibt es auf jedem Objektiv Kennzahlen, die seine wichtigsten Daten beschreiben, z.B.

Nikon AF-S DX Nikkor 18–200mm 1:3.5–5.6 G ED VR II

Canon EF-S 17–55 f/2.8 IS USM

SONY DT 50 mm F1.8 SAM

Zum Erklären der Eigenschaften verwende ich das Objektiv, das Sie in Abbildung 2.1 sehen.

Abb. 2.1: Objektivbezeichnun​g

2.1 Brennweite​

18–200mm ist die Brennweite des Objektivs, für Sie sicherlich etwas Abstraktes. Die Brennweite ist zuallererst ein Maß für den Bildwinkel. Das bedeutet, dass kleine Brennweiten, z.B. 18mm, einen großen Bildwinkel aufnehmen können, mittlere Brennweiten wie 55mm nehmen schon kleinere Bildwinkel auf. Haben Sie eine große Brennweite, wie z.B. 200mm, nehmen Sie nur einen recht kleinen Bildwinkel auf. Damit können Objekte, die weit entfernt sind, recht groß auf dem Sensor abgebildet werden. Der gesamte Brennweitenbereich wird als Zoombereich bezeichnet. Mit dem 18–200mm können Sie also Objekte gut heranzoomen.

Hört Ihr Objektiv schon bei 50mm oder 55mm auf, können Sie durch ein zusätzliches Objektiv, z.B. 55–200mm, auch weiter entfernte Objekte gut »heranholen«

Passt durch Ihr Objektiv z.B. in Innenräumen oder bei Stadtaufnahmen gerade in engen Gassen nicht alles aufs Bild, was Sie gerne hätten, können Sie sich mit einem Ultraweitwinkel z.B. ab 10mm oder 12mm Abhilfe verschaffen. Dabei wird mit einem extrem großen Bildwinkel aufgenommen. Bilder solcher Objektive haben Sie sicherlich schon in Urlaubskatalogen gesehen, auf dem Foto ist alles recht klein und sieht weitläufig aus. Vor Ort kommt Ihnen dann alles etwas »enger« als auf den Fotos vor und der Pool ist gar nicht sooo groß ...

Abb. 2.2: Weitwinkel-Aufnahme mit 18mm Brennweite

Abb. 2.3: Teleaufnahme mit 200mm Brennweite vom gleichen Standpunkt aus

2.2 Lichtstärke​

1:3.5–5.6 stellt die maximale Lichtstärke des Objektivs dar. Je kleiner die Zahlen nach dem Doppelpunkt sind, desto mehr Licht kann maximal durch das Objektiv kommen, das heißt, der maximale Durchmesser des Objektivs ist größer. Bei einem Objektiv mit Lichtstärke 1:2.8 kann mehr Licht durch das Objektiv kommen als bei einem mit 1:5.6.

Dass im obigen Beispiel 1:3.5–5.6 zwei Zahlen stehen, bedeutet, dass das Zoomobjektiv im Weitwinkelbereich eine höhere maximale Lichtdurchlässigkeit (1:3.5) hat als in der Teleeinstellung (1:5.6).

Standardzooms werden meistens mit Lichtstärke 1:3.5–5.6 (manchmal 1:3.5–6.3) gebaut, professionelle Zoomobjektive haben eine konstante Lichtstärke von 1:2.8. Dadurch sind sie größer, schwerer und natürlich auch teurer.

Die Objektive

Nikon AF-S DX Nikkor 17–55mm 1:2.8 G IF-ED

Nikon AF-S DX Nikkor 18–55mm 1:3.5–5.6 G ED VR

unterscheiden sich also nur minimal im Bildwinkel des Weitwinkelbereichs, wohl aber in der maximalen Lichtstärke und somit auch in Größe und Preis.

Abb. 2.4: Vergleich von maximaler Lichtstärke und Größe der Nikon-Objektive 18–55mm/1:3.5–5.6 und 17–55mm/1:2.8

Wichtig

Es gibt mehrere Schreibweisen für die Lichtstärke​, die alle das Gleiche bedeuten: 1:2,8 oder 1:2.8; f/2.8; F2.8.

2.3 Abkürzungen in den Bezeichnungen

Neben der Brennweite und der Lichtstärke stehen viele Kürzel in den Objektivbezeichnung​en. Nicht alle Hersteller schreiben jedes verbaute Element oder jede Funktion des Objektivs mit in die Bezeichnung, weshalb manche Hersteller in folgender Auflistung häufiger vertreten sind als andere. Hier sind einmal die am häufigsten anzutreffenden Kürzel:

DG, Di, EF, FE

Vollformat-taugliches Objektiv

AF (Nikon)

Vollformat-taugliches Autofokusobjektiv mit Stangen AF. Das Objektiv wird von der Kamera angetrieben, das heißt, der AF geht nur, wenn die Kamera einen Motor hat – wichtig bei Nikon, alte Objektive mit dieser Bezeichnung funktionieren nicht an aktuellen Einsteigerkameras (D3x00, D5x00).

DC, DiII, DiIII, DT, DX, E, EF-S

Objektiv ist für die APS-C-Sensorfläche berechnet, an Vollformatkameras gibt es schwarze Ecken, da der Bildkreis des Objektivs zu klein ist. Steht diese Bezeichnung nicht am Objektiv, stellt das kein Problem dar, die Objektive sind an APS-C und Vollformatkameras verwendbar.