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Die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst an der deutschen Ostseeküste bietet Bodden und Buchten, Steilküste und Sandstrände, eine einzigartige Tierwelt mit z.B. Rotwild und Kranichen sowie eine Anzahl sehenswerter Ostseebäder, die sich wie eine Perlenschnur von Graal-Müritz bis Zingst reihen. Der aktuelle Reiseführer zu einer vom Massentourismus bisher verschonten, wunderschönen Region Ostdeutschlands.
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Seitenzahl: 118
Veröffentlichungsjahr: 2015
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Die Seebrücke von Prerow
Rolf Gruel
FISCHLANDDARSSZINGST
… UND DAS RECKNITZTAL
Koehlers Verlagsgesellschaft
Hamburg
Fotos: Rolf Gruel, soweit nicht anders angegeben.
Karte: iGrafik | Holger Bennewitz | Stefan Wolff | Bonn/Frankfurt
Coverabbildungen:
Zeesenboot KATHARINA im Hafen von Ribnitz
Typische Darßer Haustür in Prerow, Grüne Str. 8, Haus des Malers Schultze-Jasmer
Allee im Park von Schloss Schlemmin
Leuchtturm Darßer Ort
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Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
ISBN 978-3-7822-1214-4eISBN 978-3-7822-1454-4Koehlers Verlagsgesellschaft, Hamburg
© 2015 by Maximilian Verlag, HamburgEin Unternehmen der Tamm MediaAlle Rechte vorbehalten.
Layout: Inge Mellenthin
Einleitung
Fischland
Graal-Müritz
Dierhagen
Wustrow
Barnstorf
Ahrenshoop
Der Darß
Darßer Ort
Prerow
Der Zingst
Das Zingster Umland
Die Bodden
Barth
Die Umgebung von Barth
Bodstedt
Fuhlendorf
Lüdershagen
Wieck
Born
Althagen
Niehagen
Saal
Ribnitz
Die Umgebung von Ribnitz
Das Recknitztal
Laage
Bad Sülze
Marlow
Schlösser und Herrenhäuser
Anhang
Literatur
Kontakte/Adressen
Fischland-Darß-Zingst ist eine Halbinsel an der deutschen Ostseeküste, etwa 60 Kilometer lang und zwischen zwei und sieben Kilometern breit, an einigen schmalen Stellen sind es nur 250 Meter. Das Recknitztal erstreckt sich von Ribnitz-Damgarten aus etwa 42 Kilometer nach Süden und, wenn man die Barthe miteinbezieht, etwa 24 Kilometer nach Osten.
Die ersten zehn Kilometer der Halbinsel, das Fischland, gehören seit alters her zu Mecklenburg, Darß und Zingst dagegen zu Pommern (siehe auch Seite 37, 105 f. und 115). Die historische Grenze verläuft quer durch die Gemeinde Ahrenshoop, markiert durch den Grenzweg. Hier sieht man: Der Kernort Ahrenshoop lag in Pommern, die Ortsteile Althagen und Niehagen in Mecklenburg.
Wappen Mecklenburg
Wappen Pommern
Nach Süden verlief diese Grenze an der Recknitz entlang bis nach Bad Sülze. Seit der Kreisgebietsreform von 2011 gehört nun die gesamte Region Fischland-Darß-Zingst zum Landkreis Vorpommern-Rügen. An manchen Stellen gibt es Steilküsten, weithin dominieren schöne Sandstrände mit Dünen, dahinter liegen Strandseen und vermoorte Senken.
Der Darß ist vor allem ein Waldgebiet, weniger dagegen Fischland und Zingst. Zusammen mit den Bodden und Buchten auf der Binnenseite der Halbinsel bietet sich überall ein abwechslungsreiches Bild. Kiefern, Buchen und Erlenbruch dominieren. Das Rotwild wird an vielen Stellen nicht mehr bejagt und ist dort manchmal auch am Tage und sogar in den Dünen zu sehen. In der Luft herrscht über Darß und Zingst der Seeadler, in dem Waldgebiet südlich der binnenseitigen Boddenküste und im Recknitztal der Schreiadler – ein Symboltier für die Pommern. Das Windwatt bei Pramort am Ostende der Halbinsel ist alljährlich im Herbst und Frühjahr Rastplatz für 40.000 Kraniche.
Sommer auf Fischland-Darß-Zingst ist Erholung pur, in der belebenden Seeluft atmet man tief durch. Eine Perlenkette von Ostseebädern ist an der Küste von Graal-Müritz bis Zingst aufgereiht. Es kann ein spannender Teil des Urlaubs werden, ihre Besonderheiten zu erkennen und zu erleben. Natürlich haben auch alle anderen Orte der Urlaubsregion Fischland-Darß-Zingst ihre originäre Ausprägung und bieten dem Gast vielfältige Möglichkeiten zu einer aktiven Urlaubsgestaltung bis hin zum Seekajak-Fahren, angeboten von Darß-Tours (www.darsstour.de). Der Ostseestrand und die Boddenufer sind ein wahres Eldorado für Wasserratten. Reiten, Wandern, Segeln und Surfen stehen in den meisten Orten im Angebot.
Radfahrer können ortsnahe Ausflüge (in allen Orten gibt es einen Fahrradverleih) oder anspruchsvolle Routen wählen:
1.60-Kilometer-Route von Graal-Müritz bis Barth. Diese Route verläuft weithin auf dem Seedeich, führt ab Ahrenshoop durch den Darßwald oder über Born und Wieck nach Prerow. Weiter geht es über Zingst und die Meiningenbrücke bis Barth.
2.Radwanderweg »Südliche Boddenküste« von Ribnitz bis Barth. Die Route ist ideal, um die Orte und die Landschaft des Saaler und des Bodstedter Boddens zu entdecken.
3.Touren im Recknitztal: Broschüren des Tourismusvereins Recknitztal (siehe Seite 135).
Auf Fischland-Darß-Zingst gibt es praktisch keine Steigungen, ebenso im Recknitztal. Ausgenommen sind Randmoränenhänge.
1. Kultur: Dass neben Sport und Natur die Kultur nicht zu kurz kommt, zeigt die Zusammenstellung von 13 Museen der Region, die beim Tourismusverband Fischland-Darß-Zingst (siehe Seite 135) sowie bei den Touristen-Informationsstellen erhältlich ist. Einige dieser Museen dokumentieren die Entwicklung der Seefahrt, die prägend für die Region gewesen ist.
Vielerorts gibt es Sommerprogramme mit abwechselungsreichen Kulturveranstaltungen, oft mit renommierten Künstlern.
2. Vor- und Nachsaison: Dass Vor- und Nachsaison ungeahnte Vorteile bieten, gilt in der Region Fischland-Darß-Zingst in ganz besonderer Weise. Dazu gehören die kulinarischen Wochen (von Mitte Oktober bis Mitte November; www.kulinarische-wochen.de).
3. Barrierefreiheit: Auf barrierefreien Urlaub wird hier ein besonderes Augenmerk gelegt (www.barrierefrei.m-vp.de). In Zingst (siehe Seite 67) und in Ribnitz gibt es einen Rollstuhlverleih und Hilfe in allen orthopädietechnischen Angelegenheiten (Liebau-Orthopädietechnik, Ribnitz, Lange Straße 17 a, Tel. 03821-706434; OTS-Orthopädietechnik, Ribnitz, Braumeisterplatz 2 a, Tel. 03821-2545 – Sanitätsfachgeschäft Zingst, 038232-17980).
Die Anfänge von Fischland-Darß-Zingst reichen, wie überall in Norddeutschland, bis in die Eiszeit. Es entstanden die aus Geschiebemergel bestehenden Grundmoränen und etwas weiter südlich bei Velgast auch einige Endmoränen. Bedeutsam für Fischland-Darß-Zingst ist aber, dass sich beim Abschmelzen des Eises vor etwa 12.000 Jahren auf weiten Flächen Schmelzwassersande ablagerten (Sander). Noch vor 9.000 Jahren lag der Meeresspiegel um acht Meter niedriger als heute. Durch seinen Anstieg wurden aus den höheren Moränenhügeln von Fischland und Zingst und dem Sanderkern des Altdarß Inseln.
Das Wasser drang in die Vertiefungen ein. Der Wasseranstieg und die Abtragungs- und Transportarbeit von Brandung und Meeresströmung führten zu einer Küstenlinie, die um 1000 n. Chr. schon fast die heutige Form erreichte. Das geschah dadurch, dass sich zwischen den Resten der Inseln Nehrungen bildeten. Es entstand das uns heute vertraute Bild von Strand, Dünen und Waldstreifen. Dahinter liegen die Bodden mit ihrer vielfältig zerlappten Binnenküste. Sie erlebt eine stetige Neulandbildung durch Verschlickung und ausgedehntes Wachstum von Schilffeldern an den Uferrändern.
Die Ufer- und Wasserwelt der Bodden ist ein biologisch höchst aktiver Lebensraum. Die windbedingt häufig wechselnden Wasserstände führen zu einer spezifischen Zwischenwelt ohne feste Grenze von Land und Wasser. In ihr bilden sich Salzwiesen und Salzmoore.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung stammen aus der Steinzeit (siehe auch Seite 110/111). Aus der Zeit seit 8000 v. Chr. gibt es einzelne Funde von Feuersteinwerkzeug u. Ä. mit einer deutlichen Häufung in den Bereichen Wustrow, Althagen und Niehagen (siehe auch Seite 32, 89 und 90). Spuren von Siedlungsplätzen konnte man dort nicht finden. Die Menschen lebten noch lange als Nomaden. Sie wohnten in Zelten. Unterwasserarchäologen spürten aber unlängst vor der Küstenlinie steinzeitliche Wohnplätze auf. Den Übergang zu Ackerbau und Viehzucht um 2000 v. Chr. lassen keramische Funde und Ackerbaugerätschaften erkennen. Auch aus der Bronzezeit und der germanischen Eisenzeit (1000 v. Chr. bis etwa 500 n. Chr.) gibt es nur wenige Funde. Die Lebensbedingungen auf den verbliebenen, schmaler gewordenen Landstreifen waren ungünstig.
INFO
1168 eroberte Dänenkönig Waldemar I. die Tempelburg der Slawen auf Arkona. Laurus Tuxen hat die Schlussszene 1890 in einem Prunkgemälde dargestellt – es hängt im Schloss Frederiksborg, dem nationalhistorischen Museum in Kopenhagen. Dabei tritt Waldemar nur im Hintergrund auf. Sein Bischof Absalon bringt das Erreichte zum Ausdruck: Waldemar hat den dänischen Staat geeint und die Machtstellung des nordischen Landes durch den Brückenkopf an der südlichen Ostseeküste gefestigt. Waldemar I. gilt seitdem als Stammvater des dänischen Nationalstaats.
Im 12. Jahrhundert endete die polnische Oberhoheit über Pommern, das Land wurde ein Lehen des Heiligen Römischen Reichs. Im Dreißigjährigen Krieg besetzten die Schweden Pommern. Mit dem Friedensschluss 1648 kam Hinterpommern zu Brandenburg, Vorpommern zu Schweden. Als Ergebnis des Wiener Kongresses kam 1815 auch Vorpommern zu Preußen.
Den Einbruch des Mittelalters markieren für Mecklenburg und damit für das Fischland und das Recknitztal spätestens der Sieg Heinrichs des Löwen über den Obotritenfürsten Niklot im Jahre 1160 bei der Burg Werle und die anschließende Christianisierung des Landes. Der sächsische Einfluss hatte einen Zustrom von deutschen Siedlern zur Folge. Durch diese Einwanderung und durch die Bekehrung der Slawen mittels Kirchenbau, Bildung der Pfarreien und Klostergründungen sowie durch die Herrschaft des Adels fand ein tiefgreifender Wandel statt, der ganz Mecklenburg prägte. Für den pommerschen Bereich, also für Darß und Zingst, verläuft die Entwicklung in ähnlicher Weise, allerdings mit der Variante, dass die landesherrliche Zuordnung mehrfach gewechselt hat. Die dänische Eroberung Rügens 1168 brachte im heutigen Nordvorpommern eine dänische Lehnsherrschaft.
Das Fischland war lange Zeit eine Insel. Ihr Kern war der Rest eines Moränenhügels, hier bestand die Insel aus Geschiebemergel. Seit 5.000 Jahren lagert sich nördlich und südlich des Kerns durch die Meeresströmung immer mehr Sand ab. Zuletzt trennte nur noch der Permin, ein schmaler Meeresarm, beziehungsweise die südliche Recknitzmündung das Fischland vom Festland, bis die Rostocker diesen Wasserweg verschlossen. Fischland ist seitdem (1395) Halbinsel.
In das Licht der Geschichte trat das Fischland 1328 mit der Übergabe des Landes durch Heinrich II. von Mecklenburg an das von ihm 1323 gestiftete Klarissenkloster zu Ribnitz (siehe auch Seite 100).
Streckenweise ist die Fischlandküste nur ein schmaler Streifen zwischen Ostsee und Bodden Luftbild: Dr. Hackethal, Ribnitz
1352 erwarb das Kloster noch weitere Ländereien von dem Ritter Plessen und legte einen Meierhof unweit der Ostmüritzer Dünen an.
Somit kam das Fischland und auch das Gebiet des heutigen Graal-Müritz in die Obhut des Klosters. Das war für die Menschen durchaus von Vorteil, denn die geistliche Obrigkeit hatte für die Bauern auf deren Land eine Art Erbpachtstatus vorgesehen. Für jedes Haus gab es einen Hausbrief, der die Rechte und Pflichten enthielt. Dazu gehörte ein striktes Teilungsverbot. Für die Neuzeit war das segensreich, denn es verhinderte Bodenspekulation und Zersiedelung.
Die Ostseeküste des Fischlands wird auch heute immer noch von der Kraft des Meeres verändert. Die Wellen tragen den Strand ab, und die Strömung transportiert den Sand weiter. Markantester Abbruchbereich ist das Fischlandkliff. Es ist der allerletzte Rest des westlichsten Teils der Velgaster Endmoränenstaffel. Hier bricht das Meer Jahr für Jahr mindestens einen halben Meter von der Küste ab (siehe auch Seite 94–96).
Graal-Müritz liegt nicht direkt auf dem Fischland, aber die Nähe und die landschaftliche und historische Verbundenheit legen eine Einbeziehung nahe. Auch bietet Graal-Müritz eine schöne Möglichkeit, das Fischland zu erreichen. Nach der Anreise mit der Bahn können Radwanderer von hier aus auf dem Ostseeküstenradweg mit Blick aufs Meer in den Fischland-Darß-Zingst-Urlaub hineinradeln. Sie werden überall beste Fahrradbedingungen antreffen. Zum Beispiel nimmt die Generalbuslinie von Fischland-Darß-Zingst, die Linie 210, zu vielen Abfahrtzeiten Räder auf Fahrradanhängern mit (www.nvp-bus.de).
1328 wurde Müritz (in der Wortbedeutung: am Meer gelegen) dem Kloster Ribnitz zugeteilt, um 1750 wurden in Graal in größerer Zahl Büdnerstellen eingerichtet. Ein Büdnerhaus steht in der Langen Straße 32.
Weitere Büdnerstellen entstanden in der Ära Napoleons. Als letzter deutscher Staat trat Mecklenburg-Schwerin 1808 dem Rheinbund bei. Damit verbunden war die Verpflichtung zur Rekrutengestellung für die Armee Napoleons. Es waren auch Matrosen aus Graal bzw. Müritz dabei, denn Fischerei und Frachtsegelei gab es natürlich auch in diesen Orten. Der Herzog versprach den Matrosen dafür jeweils eine Büdnerstelle und löste 1812/1814 dieses Versprechen ein.
Das Haus Rostocker Straße 49 ist das Elternhaus und Sterbehaus von Werner Timm. Er war Kunsthistoriker und Museumsleiter, zunächst in der DDR, dann von 1979 bis 1992 in Regensburg. Seine Werke zu Edvard Munch, Käthe Kollwitz und Lyonel Feininger haben den Rang von Standardwerken über diese Künstler. Unter dem Titel »Hier will ich bleiben« stellte er Graal-Müritz für die Zeit von 1326 bis 1994 dar.
Einige der damals entstandenen Häuser sind noch heute in der Rostocker Straße zu sehen (Haus Nr. 29–49).
Weitere Einzelheiten zur Geschichte von Graal und Müritz enthält das Heimatmuseum in der Parkstraße. Tel. 038206-74556, www.graal-mueritz.de/heimatmuseum.php
Die evangelische Lukaskirche an der Ecke Lindenweg/Kastanienallee wurde als Patronatskirche des Großherzogs Friedrich Franz IV. 1908 geweiht. Vom Baustil her ist sie neuromanisch. Der Name bezieht sich auf den Apostel Lukas. Er gilt als Schutzpatron der Künstler und der Ärzte, eine für Graal-Müritz sehr zutreffende Namenswahl, denn sowohl die Kunst als auch das Gesundheitswesen spielen für den Ort eine wichtige Rolle (www.ev-kirche.graal-mueritz.de). Seit 1938 sind die Orte Graal und Müritz vereint, 1993 wurde die Seebrücke errichtet. Von hier aus gibt es Fahrten nach Warnemünde und Ostsee-Minikreuzfahrten. BALTICA-Büro, Tel. 0381-5106790, www.ms-baltica.de
Nachdem der Medizinalrat Carl von Mettenheimer Müritz zu einem geeigneten Bade- und Heilort erklärt hatte, nahm ab 1880 der Fremdenverkehr zu. Mettenheimer war Leibarzt von Großherzog Friedrich Franz II., auf ihn geht auch die Gründung der Kinder-Erholungseinrichtung »Tannenhof« zurück, die als Kinder-Rehaklinik heute großes Ansehen genießt. Im Park der Klinik wird er mit einem Gedenkstein geehrt. Um Gesundheit dreht sich viel in Graal-Müritz, dazu gehören Rehakliniken, Kur- und Heileinrichtungen sowie Wellnessangebote. Aquadrom, www.aquadrom.net
Es gibt vier Routen für Nordic Walking. Graal-Müritz wird vom Wald der Rostocker Heide umschlossen, der bis nach Warnemünde reicht und selbst gut trainierten Wanderern reichlich Auslauf bietet.
Alle Besucher des Ostseeheilbads profitieren von der bioklimatischen Lage, die durch die Kombination von Wald und Meer gegeben ist. Zu diesem Effekt trägt auch das Große Ribnitzer Moor bei. Dem Naturfreund eröffnet sich hier ein Eldorado: Ein Gang über den schwankenden Moorboden wird zum bleibenden Erlebnis.
Ein Abweichen von den Wanderwegen kann verhängnisvoll werden. Bei den geführten Wanderungen ist man auf der sicheren Seite. Den Zugang bildet das Info-Zentrum »Wald und Heide« im Ribnitz-Ortsteil Neuheide, Ribnitzer Landweg 3. Es liegt 1,5 Kilometer östlich von Klein Müritz. Führungen finden an jedem Mittwoch ab 10 Uhr statt. Die Strecke beträgt 7,5 Kilometer. Die Wanderung dauert etwa drei Stunden. Tel. 038206-14444, www.moorinfo.ribnitz-damgarten.de
Ebenfalls in Neuheide zeigt ein Privatmuseum Natur- und Bernsteinschätze. 3.500 Quadratmeter Paradiesgarten bilden ein duftendes Blütenmeer, das Hunderte von Schmetterlingen anlockt. In der Pilzsaison kommen 250 Pilzarten aus dem Boden. Die Faszination der Bernsteine wird ergänzt durch Mineralien und Fossilien des Ostseeraums und Hunderte von Edelsteinen.
Der Kurpark ist mit seinen Rhododendren und Azaleen im Mai und Juni eine besondere Attraktion. Rund 2.500 Exemplare von teils beachtlicher Größe stehen dann in voller Blüte und erfreuen die Besucher.
An einem Wochenende um den 20. Mai herum wird in jedem Jahr das Rhododendronparkfest gefeiert. Die Besucher erleben Musik, Theater, Tanz, Artistik und Kinderprogramm im Blütenmeer.
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