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Einfach selber machen – Mit mehr als 140 bebilderten Schritt-für-Schritt-Anleitung bekommen Sie praktische Hilfen zur Selbsthilfe Vom Fleck im Teppich über den tropfenden Wasserhahn bis zur Fehlersuche im heimischen PC-Netz: Wenn es in Haus und Wohnung etwas zu reparieren, auszubessern oder zu verschönern gibt – diese Ratgeber zeigt, wie es geht. Mit der richtigen Grundausstattung an gutem Werkzeug, dem nötigen Know-how in den wichtigsten Arbeitstechniken und den fotografierten Schritt-für-Schritt-Anleitungen in diesem Buch können Sie viele Probleme erfolgreich allein bewältigen. In "Reparaturen zu Hause" finden Sie Tipps und Tricks zu wirklich allen Themen, z. B. zu Möbelreparatur, Einbruchschutz, Rauchmeldern und Heizungsanlagen. In die aktualisierte Auflage wurden zusätzlich Themen aufgenommen, wie z. B. Neuerungen im Bereich Telefon, Netzwerk, Internet. Sogar zu häufigen Problemen bei Haushaltsgeräten gibt es Reparaturtipps – ob Geschirrspüler, Waschmaschine, Trockner oder Kühlschrank. Mit übersichtlichen Werkzeug- und Materiallisten sowie vielen Profi-Tipps führen Sie Ihre Heimwerker-Projekte zum Erfolg.
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Seitenzahl: 552
Veröffentlichungsjahr: 2021
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Peter Birkholz Michael Bruns Karl-Gerhard Haas Thomas Heß Hans-Jürgen Reinbold
der Wasserhahn tropft nervtötend, eine verzogene Tür klemmt, ein überlasteter Regalträger reißt aus der Verankerung oder die Heizung bleibt kalt – solche Probleme gibt es im Haushalt immer wieder. „Reparaturen zu Hause“ soll Sie in die Lage versetzen, sich in diesen Fällen selbst helfen zu können. In der Regel ist das gar nicht so schwer, auch wenn Sie kein begeisterter Heimwerker sind.
Mit der richtigen Werkzeug-Grundausstattung, dem nötigen Wissen in den wichtigsten Arbeitstechniken und den Schritt-für-Schritt-Anleitungen in diesem Buch können Sie viele Probleme erfolgreich bewältigen – bis hin zu einfachen Umbaumaßnahmen, die den Wohnkomfort oder die Sicherheit verbessern. Auch wenn Sie eine Wohnung vor dem Auszug renovieren müssen, kann Ihnen dieses Handbuch wertvolle Dienste leisten. Um abzuschätzen, wie aufwendig die ein oder andere Arbeit ist, haben wir Ihnen schnell erfassbar die Schwierigkeitsgrade angegeben (siehe rechts).
Anhand der Material- und Werkzeuglisten in jedem Kapitel kann man zunächst überprüfen, ob alle benötigten Hilfsmittel vorhanden sind: Nichts ist ärgerlicher, als wenn man feststellt, dass man die Arbeit unterbrechen muss, nur weil eine wichtige Kleinigkeit fehlt.
Jede Arbeitsanleitung ist in sich abgeschlossen. Um zu viele Wiederholungen zu vermeiden, wird bei Bedarf aber auf grundlegende Arbeitstechniken, verwandte Themen und zusätzliche Informationen verwiesen, die bei Fragen weiterhelfen können.
Es gibt Profi-Tipps, wie man bei der Anschaffung von Werkzeugen und Geräten solide Qualität erkennt und welche Funktionen die Arbeit wirklich erleichtern. Aktuelle Testergebnisse zu einzelnen Produktgruppen aus dem Heimwerkerbereich werden regelmäßig in den test-Heften veröffentlicht und sind über das Internet auf den Seiten der Stiftung Warentest www.test.de abrufbar.
Bevor Sie aber größere Sanierungs- oder Umbaumaßnahmen in Angriff nehmen, sollten Sie wissen, welche Instandhaltungsarbeiten Sache des Wohnungs- oder Hauseigentümers sind, welche Rechte und welche Pflichten Mieter haben. Auch die Frage der persönlichen Haftung bei selbst durchgeführten Reparaturen sollte geklärt sein, bevor man sich zum Beispiel an die Hauselektrik oder an Wasserleitungen wagt.
Generell gilt in allen Bereichen: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste – die Sicherheit ist oberstes Gebot. Lieber einmal zu viel den Fachmann einschalten als einmal zu wenig. Arbeiten an Gasinstallationen wurden übrigens ganz bewusst ausgeklammert: Sie sind für Heimwerker tabu – hier muss grundsätzlich der ausgewiesene Fachmann ran.
Nun aber viel Erfolg!
FÜR EINSTEIGER
FÜR FORTGESCHRITTENE
FÜR PROFIS
Das Grundwissen
Die Werkzeug-Grundausstattung
Elektrowerkzeuge und Zubehör
Bohren
Dübelverbindungen
Schrauben, Nageln, Tackern
Kleben
Füllen
Nieten
Sägen und Trennen
Werkzeuge pflegen und schärfen
Ungeliebt, aber wichtig: Arbeitsschutz
Möbel pflegen und reparieren
Basisinformationen
Möbelpflege
Grundreinigung
Holzverbindungen temporär fixieren / zusammenpressen
Flecken entfernen
Flecken entfernen bei Holz
Flecken entfernen bei Textilbezügen
Flecken entfernen bei Glattleder
Oberflächen ausbessern
Beschädigte Holzoberflächen glätten
Abgestoßene Holzkanten erneuern
Furniere und Umleimer
Holzverbindungen stabilisieren
Lockere Holzverbindungen lösen
Holzverbindungen neu stabilisieren
Möbel aufstellen und ausrichten
Beschädigte Schrankfüße ersetzen
Stuhl- und Tischbeine anschäften
Möbelgleiter anbringen
Schubladen /-kästen lauffähig machen
Beschläge anbringen und ersetzen
Scharniere einstellen
Ausgerissene Beschläge neu befestigen
Ausgerissene Bodenträger neu befestigen
Oberflächen behandeln
Farbe entfernen
Schleifen
Lackieren
Lasieren
Beizen
Wachsen, Ölen, Ballenmattierung
Wand und Boden
Bodenbeläge
Estrichböden spachteln und nivellieren
Elastische Bodenbeläge fixieren und ausbessern
Teppichböden fixieren
Brandflecken im Teppich beseitigen
Größere Schäden ausbessern
Beschädigte Dielen austauschen und neu fixieren
Dielenböden spachteln und nivellieren
Dielenböden schleifen und versiegeln
Dielen und Parkett ausbessern
Fertigparkettelemente austauschen
Nutzschicht an Fertigparkett erneuern
Randleisten auswechseln und reparieren
Knarrende Holztreppe reparieren
Treppenbeläge erneuern
Feuchtigkeitsschäden vorbeugen
Schimmelflecken beseitigen
Innenputz und Tapeten
Schäden an Tapeten beseitigen
Holzverkleidungen ausbessern
Türen und Fenster
Türen
Warenkunde
Bänder und Scharniere
Spalten gegen Zugluft abdichten
Klemmende Türen reparieren
Schiefsitzende Türen richten
Türen anheben / kürzen
Kratzer beseitigen
Türdrücker erneuern / auswechseln
Einsteckschloss auswechseln
Schließzylinder wechseln
Fliegengitter im Türrahmen anbringen
Fenster
Warenkunde
Fensterdichtungen anbringen
Oberflächenschäden ausbessern
Rahmenteile restaurieren
Rahmenfarbe auffrischen
Kunststofffenster streichen
Fliegengitter am Fenster anbringen
Führungssysteme für Gardinen und Vorhänge
Warenkunde
Montage von Vorhangschienen
Ausgerissene Schiene befestigen
Jalousien, Rollos, Rollläden
Warenkunde
Montage von Jalousien und Rollos
Rollladengurt erneuern
Jalousien-Zugseil erneuern
Einbruchschutz
Schwachstellenanalyse
Türspion einbauen
Sicherheitsbeschlag montieren
Sicherheitsschließblech montieren
Kastenzusatzschloss montieren
Querriegelschloss anbringen
Fenstersicherungen montieren
Abdeckgitter zum Kellerfenster sichern
Elektrogeräte und -installation
Grundregeln für die Sicherheit
Normen und Vorschriften
Grundlagen der Elektrizität
Zähler und Sicherungen
Leitungen und Kabel
Elektrikerwerkzeuge
Fehlersuche in der Elektrik
Lampen und Leuchten
Leuchtmittel wechseln
LED – wechselbar oder nicht?
Leuchtstoffröhre auswechseln
Lichtschalter
Schalter austauschen
Dimmer auswählen und einbauen
Steckdose und Leitungen reparieren
Steckdose befestigen
Angebohrte Stromleitung reparieren
Stecker und Kupplung erneuern
Klingelanlage reparieren
Sicherheitstechnik
Bewegungsmelder installieren
Rauchmelder – Batterie wechseln
Telefon, Netzwerk, Internet
Unterschiedliche Versorgungstechniken im Detail
Leitungen verlegen
Leitungen fixieren
Mauerdurchbrüche
Computernetzwerk im Detail
Netzwerkdosen und -leitungen verlegen
Patchfeld einrichten
Kabellos: WLAN und Powerline
Das Internet geht nicht
Reparaturen an Computern
PC funktioniert nicht
PC ausrüsten mit SSD
Notfall mit USB-Stick lösen
Staub beseitigen
Laptop reinigen
Die Rückkehr von Vinyl & Co.
Plattenspieler-Tonabnehmer wechseln / justieren
Hi-Fi-Komponenten öffnen und zerlegen
Tonköpfe von Kassettenrecordern reinigen
Sicherung wechseln
Bad und Küche
Wasserschaden! Was tun?
Notfallmaßnahmen beim Rohrbruch
Kupferrohre löten
Kunststoffrohre verbinden
Rohrverstopfung beheben
Armaturen für Bad und Küche
Armaturen entkalken
Armaturen austauschen
Wasserhahndichtung austauschen
Kartuschenwechsel bei Einhebelmischern
Durchflussbegrenzer einbauen
Sanitärobjekte reparieren
Waschbecken austauschen
Hänge-WC montieren
Spülkasten reparieren oder austauschen
Fliesen und Fugen
Fliesen und Fugen reinigen
Silikonfugen erneuern
Imprägnierung als Fugenschutz
Fliesen austauschen
Fliesen beschichten
Dübeln in gefliesten Wänden
Dübellöcher / -risse schließen
Küchenausstattung
Warenkunde
Spüle montieren
Mischbatterie anbringen
Untertischspeicher montieren
Dunstabzugshaube installieren und reinigen
Filter der Dunstabzugshaube wechseln
Schränke anbringen
Arbeitshöhen einstellen
Arbeitsplatte erneuern
Möbelfronten erneuern
Haus- und Küchengeräte
Kühlschrank stark vereist
Kühlschranktür anpassen
Kühlschrankdichtung auswechseln
Kühlschrankabfluss reinigen
Kühlschrankbeleuchtung austauschen
Waschmaschine – oft das wichtigste Hausgerät
Waschmaschine pumpt nicht richtig ab
Waschmaschine öffnet nicht
Wasserschlauch bei Waschmaschine wechseln
Geschirrspülersieb ausbauen und reinigen
Heizung
Wenn die Heizung nicht funktioniert
Reparatur und Umbau
Heizungswasser auffüllen
Heizkörper entlüften
Thermostatventil einbauen
Heizungsrohre dämmen
Heizkörper lackieren
Kaminöfen
Schamottsteine kaputt
Wartung von Pelletheizungen
Verträge und Bestimmungen
In der Mietwohnung
Keine Angst vorm Kleingedruckten
Einbauten: Einrichten erlaubt
Reparaturen in und um die Wohnung
Im Wohneigentum
Garantie – Haftung – Versicherungen
So viel Lärm ist erlaubt
Service
Informationen im Internet
Suchmaschinen und Informationsportale für Heimwerker
Adressen
Vermittlungsstellen der Handwerkskammern
Schlichtungsstellen des Handwerks
Verbraucherzentralen
Mietfragen
Vermieterfragen
Stichwortverzeichnis
Bildnachweis
Impressum
PROFI-TIPP
QUALITÄT VON WERKZEUGEN Wir testen immer wieder Werkzeuge für die verschiedensten Einsatzgebiete und veröffentlichen die Ergebnisse in der Zeitschrift test und auf unserer Internetseite www.test.de.
Um Reparaturen überhaupt ausführen zu können, egal, ob im eigenen Haus oder in der Mietwohnung, benötigen Sie eine gewisse WerkzeugGrundausstattung, die sich an Ihren handwerklichen Ambitionen, aber auch Möglichkeiten orientieren sollte. Eine Grundauswahl haben wir für Sie hier zusammengestellt.
Für gelegentliche Anwendungen genügt oft eine mittlere Qualitätsstufe. Wer jedoch häufiger zum Werkzeug greift, sollte die Produkte bekannter Markenhersteller bevorzugen. Sie sind zwar meist teurer, doch halten sie dafür oft ein ganzes Leben lang. Qualitätswerkzeuge gibt es im Fachhandel, aber auch in vielen Baumärkten. Leider ist die Haltbarkeit den Werkzeugen äußerlich kaum anzusehen. Ein versierter Fachmann kann anhand von Bearbeitungsspuren, der Präzision von Schliffen oder der Passgenauigkeit von Verbindungen und Gelenken zwar gewisse Rückschlüsse auf die Qualität ziehen, doch auch er könnte ohne Hilfsmittel nicht den Werkstoff und seine Zähigkeit oder Härte bestimmen.
Einige Werkzeughersteller haben Qualitätskennzeichnungen in Form von Sternen oder Farben für sogenannte Standard- oder Profiqualität eingeführt, doch auch hier ist nicht erkennbar, welche Kriterien dabei zugrunde gelegt werden. Ohne einer solchen Kennzeichnung den Sinn absprechen zu wollen: Dahinter steht wohl mehr eine Verkaufsstrategie als das Bemühen, nachvollziehbare Qualitätskriterien zu deklarieren.
Schützen Sie Ihre Feilen und die Schneiden von scharf geschliffenen Werkzeugen mit Hüllen, die Sie beispielsweise aus Papierklemmleisten oder Installationsrohr zuschneiden können.
Gewisse Rückschlüsse auf die Qualität lassen sich aus Materialangaben ziehen, wie HochleistungsSchnellstahl (HSS) bei Bohrern beziehungsweise Chrom-Vanadium bei Schraubendrehern und -schlüsseln. Doch Vorsicht: Bei Werkzeugen mit Schneiden wie Stechbeiteln oder auch Seitenschneidern kann ein einfacher Kohlenstoffstahl schneidhaltiger sein als die hochlegierten, zähharten Stähle. Man kennt diesen Effekt von nicht-rostenden Messern, die vergleichsweise schlecht schneiden. Material und Verwendungszweck eines Werkzeugs müssen also aufeinander abgestimmt sein.
Skepsis ist auch angebracht bei Werkzeugen, die in den Ramschregalen vor der Kasse angeboten werden oder als ganzes Sortiment zum Niedrigstpreis. Nur eine einzige scharfe Feile zu besitzen, ist befriedigender als einen ganzen Satz stumpfer.
Werkzeuge mit Gummigriffen können mit PAK (polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen) oder gesundheitsschädlichen Weichmachern belastet sein. PAK gelangen beispielsweise als Verunreinigungen aus Abfällen der Erdöl- und Kohleindustrie in das Material und gelten als krebserzeugend oder erbgutverändernd. Da sie gut fettlöslich sind, gelangen die gefährlichen Schadstoffe über die Haut leicht in den menschlichen Organismus. Mehrere Baumärkte, aber auch Lebensmittel-Discounter haben Werkzeugsätze mit verunreinigten Gummigriffen aus dem Angebot zurückziehen müssen, nachdem die Stiftung Warentest eine Belastung mit PAK nachgewiesen hatte. Den genauen Nachweis einer Belastung mit PAK kann nur eine chemische Analyse erbringen, doch Hinweise darauf liefert auch unser Geruchssinn. Strömen die Griffe oder Beläge einen intensiven Geruch nach Gummi oder Chemikalien aus, lassen Sie besser die Finger davon. Ein solider Hammer mit Holzgriff tut es auch.
Schraubendreher, auch Schraubenzieher genannt, dürfen in keinem Werkzeugkasten fehlen. Für den allgemeinen Gebrauch genügen Schraubendreher mit Flachschlitzklinge in drei Größen sowie die jeweils zwei gängigen Größen von Kreuzschlitz-Drehern und solchen mit Phillips- und Pozidriv-Klingen. Spezialschrauben (Seiten 35ff.) verlangen nach passenden
Auch sollte ein Elektriker-Schraubendreher im Haus sein. Er kann zum schnellen Prüfen auf elektrische Spannung verwendet werden. Zum zuverlässigen Prüfen von Steckdosen und elektrischen Leitungen sind zweipolige Spannungsprüfer erforderlich (Seite 181).
Ein Hammer darf in keinem Werkzeugkasten fehlen. Es gibt je nach Handwerkssparte mindestens 50 verschiedene Typen, vom Ausbeulhammer bis zum Zuschlaghammer. Der Schlosserhammer mit 300 oder 500 Gramm schwerem Kopf ist sicher der Klassiker. Er eignet sich zum Einschlagen von Nägeln und für leichte Meißelarbeiten. Die flache Schlagfläche wird als Hammerbahn bezeichnet, die keilförmige Gegenseite als Finne. Zum Einschlagen dünner Stifte sollte besser ein leichterer Hammer verwendet werden.
Schlitzschraubendreher
Phillips-PH3-Schraubendreher
Kreuzschlitzschraubendreher
Torx-HF-Schraubendreher
Schlosserhammer (300g)
Kneifzange
Seitenschneider
Kombizange
Wasserpumpenzange / Rohrzange
Achten Sie beim Hammerkauf auf eine solide Verbindung von Hammerkopf und Stiel. Der Stiel sollte im Auge des Hammerkopfs mit einer sichtbaren Keilhülse gesichert sein. Ist stattdessen das Auge mit Lack vergossen, soll damit häufig nur die unsolide Verarbeitung kaschiert werden.
Die klassische Kneifzange (Beißzange, Kantenzange) ist ein wirkungsvolles Instrument zum Herausziehen von Nägeln und Abknipsen weicher, ungehärteter Drahtstifte. Die Schneide der Kneifzange sollte gehärtet sein, damit Drahtnägel keine unschönen und scharfen Scharten hinterlassen.
Ein Seitenschneider ist eine Zange, die meist bei Elektroarbeiten zum Abschneiden von Drähten und Kabeln benutzt wird. Seine Schneide ist im Gegensatz zur Kneifzange seitlich angeordnet.
Eine Kombizange dient zum Halten und Greifen von Werkstücken, Schrauben oder Muttern, auch beispielsweise zum Ein- und Ausdrehen von Haken. Sie besitzt ebenfalls eine Schneide zum Durchtrennen von Kabeln und meist einen seitlich angeordneten Drahtschneider. Sie und auch andere Zangen wie Seitenschneider werden häufig mit isolierten Griffen angeboten, was jedoch unter keinen Umständen dazu verführen sollte, Elektroarbeiten unter Spannung durchzuführen.
Für feinere Arbeiten ist die Spitz- oder Justierzange mit ihrem pinzettenartigen Zangenkopf geeignet.
Zum Festziehen beziehungsweise Lösen von Rohrmuffen im Sanitärbereich braucht man eine Rohrzange, die sich mit einer Stellmutter auf unterschiedliche Weiten einstellen lässt.
Für größere Verschraubungen, zum Gegenhalten oder bei der Heizungsinstallation benötigen Sie eine Wasserpumpenzange. Sie verfügt über ein verstellbares Gelenk, sodass sich unterschiedliche Maulweiten einstellen lassen. Die Greifbacken sind verzahnt, was die Griffigkeit erhöht, jedoch auch sichtbare Spuren am Werkstück hinterlässt. Für Arbeiten an verchromten Wasserarmaturen ist sie deshalb denkbar ungeeignet. Die Wasserpumpenzange wird fälschlicherweise oft als Rohrzange bezeichnet, obwohl sich die Funktionsprinzipien beider eindeutig unterscheiden.
Schraubenschlüssel dienen zum Lösen und Festdrehen von Gewindeschrauben. Mit schlechten oder sogar unpassenden Schlüsseln sind festsitzende Schrauben schneller ruiniert als gelöst. Häufig vorkommende Schlüsselweiten sind 8 bis 19 Millimeter.
Gabelschlüssel lassen sich von der Seite her über die Mutter schieben, bieten aber nur zwei Anlagekanten für die Kraftübertragung. Bei Ringschlüsseln mit Doppelsechskantprofil wird die Sechskantschraube allseitig umfasst, was ein Abrutschen vermeidet und die Schraubenköpfe schont. Nachteil: Ringschlüssel benötigen genügend Platz, um von oben auf die Schraube aufgesteckt zu werden. Es gibt sie auch in gekröpfter Ausführung, um an tiefliegende Schrauben zu gelangen, und in Kombination als Maul-Ring-Schlüssel. Erwähnenswert sind Steckschlüssel, die man mit festem Griff einzeln kaufen kann bis hin zu ganzen Steckschlüsselkästen samt Ratsche (Knarre), Verlängerungen und Gelenken.
Nicht erst seit dem Zeitalter der Mitnahmemöbel werden Inbusschrauben mit innenliegendem Sechskant verwendet. Um sie zu drehen, gibt es Stiftschlüssel, gebogene Sechskantprofile mit einem langen und einem kurzen Schenkel. Das kurze Ende kommt in den Schraubenkopf, das lange dient als Handgriff. An schwer zugänglichen Stellen lässt sich dieses Werkzeug auch anders herum benutzen. Handschonender sind Inbusschlüssel mit festem Griff.
Der Fuchsschwanz mit einer Blattlänge von 35 bis 70 Zentimetern ist die klassische Handsäge, für Reparaturarbeiten aber eher zu grob. Hierzu besser geeignet ist die kleinere Feinsäge mit fester Rückenschiene. Mit ihr lassen sich Ausschnitte anfertigen oder Holzleisten ablängen. Eine Universal-Taschensäge sollten ohnehin nicht fehlen.
Eine interessante Sägenvariante ist die japanische Zugsäge. Sie erfreut sich zunehmender Beliebtheit und wird, wie der Name vermuten lässt, gezogen statt gestoßen. Allerdings erfordert sie vom Anwender einige Umstellung und Übung. Die Sägeblätter sind dünner und schneiden deshalb gut, sie neigen aber zum Ausknicken. Einmal verbogen sind sie unbrauchbar.
Rollgabelschlüssel
Maulschlüssel
Ringschlüssel
Inbusschlüssel
Universal-Taschensäge
Fuchsschwanz
TRITTE UND LEITERN
Um Wand und Decke zu erreichen, sollten Sie gewagte Balanceakte auf Stühlen oder Tischen vermeiden. Bei Raumhöhen bis 2,5 Metern genügt manchmal ein zwei- oder dreistufiger Tritt oder Treppenhocker. Bei höheren Räumen empfiehlt sich eine Spreiz- oder Klappleiter mit vier bis acht Stufen. Die Höhe sollte so bemessen sein, dass Sie je nach individueller Körpergröße auf der oberen Plattform stehen können, ohne mit dem Kopf gegen die Decke zu stoßen. Eine zu hohe Leiter ist ebenso unzweckmäßig wie eine zu niedrige.
Darauf sollten Sie beim Leiterkauf achten:
•Große, rutschsichere Standfüße mit festen Kappen gegen Beschädigung des Fußbodens
•Trittsichere Stufen (mindestens acht Zentimeter breit)
•Sicherung gegen Überspreizen, zum Beispiel mit Spanngurt oder -kette. Den gleichen Effekt hat auch eine einrastende Sicherheitsplattform.
•Sicherheitsbügel mit Werkzeugablage
Mehrzweckfeile
Schlüsselfeile
Raspel
Halbrundfeile
Zum Sägen von Metallprofilen empfiehlt sich eine kleine Bügelsäge, auch PUK-Säge genannt. Sie besteht aus einem einfachen, federnden Drahtbügel. Ihre auswechselbaren Sägeblätter werden ebenfalls auf Zug eingespannt.
Die Feile ist ein unentbehrliches Handwerkzeug, das in keinem Werkzeugkasten fehlen darf. Mit ihr können nahezu alle Metalle, Holz und Kunststoffe zerspanend bearbeitet werden.
Bei Handwerksarbeiten in Haus und Garten wird man sie meist zum Entgraten oder zum genauen Anpassen von Werkstücken verwenden. Man unterscheidet Feilen nach der Form (von rund bis flach, von vierkantig bis dreieckig), dem Hieb (Zahnteilung) und dem Anwendungsgebiet. Feilen mit einer Länge von 150 Millimetern oder weniger werden als Schlüsselfeilen bezeichnet. Bei der Herstellung einer Feile werden deren Zähne noch vor dem Härten linienförmig, manchmal auch kreuzweise, in vorbestimmter Dichte in das Feilenblatt eingehauen (Hieb). Die Anordnung in Linien unterscheidet die Feile von der Raspel, bei welcher die Zähne punktförmig eingehauen werden. Letztere ist nur für die Holzbearbeitung oder weiche Materialien geeignet, wenn viel Material abgetragen werden soll.
Für den Hausgebrauch sollte mindestens eine Halbrundfeile von 200 Millimeter Länge, Hieb 1 angeschafft werden. Damit kann man beispielsweise abgeschnittene Rohrenden von außen und innen entgraten. Hieb 0 bezeichnet eine gröbere Feile, Hieb 2 eine feinere. Je kleiner die Hiebnummer desto gröber ist die Feile und trägt somit mehr Material vom Werkstück ab. Die Angabe findet man meist am Übergang zur Angel, dem Teil, an dem das Heft (der Griff) aufgesteckt ist.
Für die Holzbearbeitung sind als interessante Alternative zu herkömmlichen Feilen und Raspeln die Surform-Werkzeuge der amerikanischen Firma Stanley erwähnenswert, die inzwischen in fast identischer Form auch von anderen Werkzeugfirmen wie Lux angeboten werden. Sie arbeiten mit auswechselbaren gitterförmigen Blättern, die in entsprechende Handhalter eingespannt werden. Man erzielt mit diesen Werkzeugen eine hohe Abtragsleistung bei gleichzeitig relativ glatter Oberfläche. Man könnte sie als eine Synthese aus Feile, Raspel und Hobel bezeichnen. Es gibt diese Werkzeuge mit flachen und gebogenen Klingenblättern mit Bezeichnungen wie Kombihobel, Standardhobel, Blockhobel, Standardfeile, Rundfeile oder Schaber. Handhalter aus Metall sind solchen aus Kunststoff vorzuziehen, da sie sich beim Arbeiten etwas weniger verziehen.
Der Stechbeitel oder das Stecheisen ist eines der vielseitigsten Werkzeuge in der Holzbearbeitung. Mit dem rasiermesserscharf geschliffenen Stechbeitel werden Aussparungen in das Holz „gestochen“, Zinken hergestellt oder dünne Späne abgenommen, um Holzteile passgenau in- beziehungsweise aneinander zu fügen. Es gibt sie in den verschiedensten Formen und Breiten, auch halbrund als Hohlbeitel. Ein stumpfer Stechbeitel ist unbrauchbar, weshalb die Schneide häufig nachgeschliffen und stets vor Beschädigung, aber auch wegen der Verletzungsgefahr geschützt werden muss.
Man schlägt den Stechbeitel immer mit einem Klüpfel aus Holz, auch Schreinerklüpfel oder Klopfholz genannt, niemals mit einem Hammer aus Metall. Das schont den Beitel.
Surformhobel
Stechbeitel flach (20 mm)
Klüpfel
Schleifpapier
Malerrolle
Pinselset
Für großflächige Schleifarbeiten wird man sicherlich zum Elektrowerkzeug greifen, doch zum Anschleifen einer kleinen Oberfläche oder Brechen einer Kante genügen ein paar Blatt Schleifpapier oder Schleifleinen. Letzteres ist mechanisch stärker belastbar und lässt sich in Streifen reißen, was zum Schleifen von Rundungen vorteilhaft ist. Die Zahlen auf der Rückseite bezeichnen, wie fein oder grob die Schleifkörner sind.
Das Maß ist die Einheit Mesh, nämlich die Anzahl der Maschen eines Siebes pro Zoll (25,4 mm). Die Skala reicht von 8 (extrem grob) bis 1 200 (sehr fein). Für Holzarbeiten kommen Körnungen von 40 bis zirka 180 zum Einsatz. Nassschleifpapiere mit feinerer Körnung werden zum Anschliff lackierter Oberflächen verwendet. Ein Schleifklotz aus Kork oder Hartgummi, auf den das Schleifpapier gespannt wird, erleichtert die Arbeit. Auch feine Stahlwolle liefert einen guten Schliff und entfernt sogar Lackreste von Glasscheiben. In den letzten Jahren sind Schleifpads aus Kunststoff aufgekommen. Ähnlich wie bei einem Spülschwamm sind sie mit einem Abrasiv beklebt, das eine schleifende Wirkung hat.
Für Malerarbeiten sollten ein paar Pinsel in verschiedenen Größen im Haushalt sein. Rundpinsel lassen sich vielseitig für unterschiedliche Lackierarbeiten einsetzen. Flachpinsel sind vor allem für größere Flächen gedacht. Um besser in Ecken zu kommen, kann man einen Winkelpinsel benutzen und auch mit der schmalen Kante streichen. Hochwertige Pinsel werden aus Chinaborsten angefertigt, die in eine Metallzwinge eingespannt sind. Da auch gute Pinsel beim ersten Einsatz Haare verlieren können, streichen Sie sie vor dem Gebrauch mit etwas Wasser aus.
Kleine Schaumstoffrollen eignen sich ebenfalls für Lackierarbeiten. Mit ihnen lässt sich die Farbe besonders gleichmäßig auftragen. Zum Streichen von Wänden nimmt man die größeren Streichroller. Hier sind Rollen mit Lammfell zu bevorzugen, falls der Farbenhersteller keine andere Empfehlung gibt. Sie nehmen die Farbe am besten auf. Farbabstreifer verhindern, dass zu viel Farbe auf Pinsel oder Rolle gelangt und so durch überschüssige Farbe verursachte Nasen.
Werkstücke sollten immer fest am Arbeitstisch, einem Bock oder einer Vorrichtung fixiert sein, damit sie bei der Bearbeitung nicht wegrutschen oder gar außer Kontrolle geraten können. Wer hat das nicht schon erlebt, dass man nur schnell ein Loch in ein kleines Blech oder einen Winkel bohren will und urplötzlich wird das Werkstück vom rotierenden Bohrer mitgerissen. Bei etwas Glück rotiert es nur um den Bohrer und man kann die Maschine schnell abschalten. Bei etwas weniger Glück bleibt allerdings eine blutige Schramme zurück. Daher sollten Sie hier sorgfältig arbeiten.
Die Schraubzwinge, lieferbar in allen Größen, leistet immer gute Dienste, wenn Werkstücke zum Bohren oder Sägen am Tisch fixiert werden sollen oder wenn Druck ausgeübt werden muss, um zwei Holzteile zusammenzuleimen. Für Eilige gibt es die Schnellspannzwinge, die auf Hebeldruck gespannt wird, doch sie hält oft nicht, was sie verspricht. Bei billigen Zwingen gehen die Schutzkappen aus Plastik verloren, oder sie reißen gar, weshalb man besser ein paar kleine Stückchen Hartfaser zum Zwischenlegen im Werkzeugkasten haben sollte. Es gibt auch Zwingen zum Spreizen oder um die Ecken von Rahmen zu fixieren.
Ein Maschinenschraubstock hält beim Bohren auch kleine Teile fest und ersetzt den üblichen Parallelschraubstock, wenn keine dauerhafte Werkbank zur Verfügung steht.
Ein Meterstab (Zollstock) darf in keinem Werkzeugkasten fehlen. Er sollte leichtgängige, aber straff sitzende Federgelenke haben. Bei Strecken über zwei Meter ist das Bandmaß deutlich praktischer. Standardmodelle sind fünf Meter lang, es gibt aber auch deutlich längere. Achten Sie darauf, dass es sich ausgezogen feststellen lässt und sich in sich nicht gleich verdreht. Bei noch größeren Entfernungen bieten sich Laserentfernungsmesser an, die – je nach Hersteller – Entfernungen von 20, 50 oder bis zu 100 Metern sehr exakt messen. Darüber hinaus berechnen die Geräte auch Fläche oder Volumen und lassen sich per Bluetooth mit Apps auf dem Handy verbinden. Neben der Lasertechnik gibt es auch Modelle, die mit Ultraschall arbeiten. Die maximale Entfernung ist aber geringer und die Geräte messen nur große Flächen.
Temperguss-Schraubzwinge
Zollstock
Wasserwaage
Schreinerwinkel
Messschieber, digital
Smartphone mit App „Wasserwaage“
Konturenlehre
Eine Wasserwaage hilft, Gegenstände waagerecht oder senkrecht auszurichten. Sie sollte aus verzugsfestem Teakholz oder Leichtmetall bestehen. Ideal für eine Wasserwaage ist die Länge von 50 Zentimetern, erst dann kann diese wirklich genau messen. Am besten prüfen Sie die Wasserwaage vor dem Kauf, ob Sie richtig funktioniert: Dazu legen Sie sie auf eine gerade, möglichst waagerechte Fläche und schauen sich die Position der Blase in der Libelle an. Drehen Sie anschließend die Wasserwaage um 180 Grad. Befindet sich dann die Blase an einer anderen Position, ist das Gerät untauglich. Wasserwaagen mit einer Maßeinteilung erleichtern das Aufhängen von Bildern. Inzwischen gibt es auch Apps mit Wasserwaagen- und Winkelmessfunktion, die für den schnellen Hausgebrauch durchaus ausreichen. Wesentlich genauer sind Kreuzlinienlaser, die deutlich sichtbare, horizontale und vertikale Bezugslinien auf Wände projizieren, aber auch Winkel – selbst wenn das Gerät leicht schräg steht.
Um Winkel auf Werkstücken anzuzeichnen, hat sich ein robuster Schreinerwinkel bewährt, Messschieber – mittlerweile auch mit digitalen Funktionen –sind unentbehrlich zum Messen von Durchmessern von Bohrern oder Schrauben. Die Messgenauigkeit beträgt 1/10 Millimeter.
Eine Konturenlehre hat unzählige, nach hinten verschiebbare Nadeln, mit denen sie unregelmäßige Konturen abtastet und anschließend auf das Werkstück überträgt. Die Nadeln sind so dicht aneinander gereiht, dass sie nahezu massiv wirken. Drücken Sie nun diese Nadeln gegen einen Gegenstand, verschieben sich die beweglichen Nadeln entsprechend der abgetasteten Kontur. Diese drückt sich sozusagen in die Nadeln. Zum Übertragen der Kontur auf ein Werkstück legen Sie die Konturenlehre darauf und fahren die Kontur mit einem Stift nach.
Für kleinere Reparaturarbeiten im Haus müssen Sie nicht gleich einen ganzen Maschinenpark anschaffen. Manchmal stellt sich später sogar heraus, dass sich beim Einsatz von Handwerkzeugen mit etwas Erfahrung und Geschick bessere Ergebnisse hätten erzielen lassen.
Für den Anfang genügt deshalb vielleicht schon eine Schlagbohrmaschine. Entwickeln Sie später ein Interesse, auch umfangreichere Arbeiten im Haushalt durchzuführen, können Sie mit wachsender Erfahrung weitere Elektrowerkzeuge hinzukaufen.
Eine Schlagbohrmaschine bohrt in Holz und Metall und mit eingeschaltetem Schlagwerk auch in Wandbaustoffe.
1-Gang-Schlagbohrmaschinen mit etwa 600 Watt Leistungsaufnahme sind relativ handlich und liefern genügend Power für die meisten Arbeiten. Wenn oft mit besonders großen Bohrerdurchmessern, Bohrkronen beziehungsweise Lochsägen oder Vorsatzgeräten gearbeitet werden soll, empfiehlt sich die Anschaffung einer stärkeren Schlagbohrmaschine mit zwei Gängen. Der Schnellgang dient zum Bohren mit kleinen Durchmessern, der langsame Gang liefert genügend Kraft für dicke Bohrer und zum Eindrehen von Schrauben.
Damit sich die Bohrmaschine auch zum Schrauben eignet, sind Rechts-/Linkslauf und eine Elektronik, mit der sich die Drehzahl variieren lässt, selbstverständlich.
Schnellspannbohrfutter haben bei den meisten Modellen das klassische Bohrfutter mit Zahnkranzschlüssel abgelöst. Sie sind einfacher zu bedienen und man kann auch keinen Schlüssel verlieren. Komfortabler ist der Bohrerwechsel, wenn sich zum Spannen die Bohrspindel automatisch arretiert oder per Knopfdruck im Stand arretieren lässt.
Wer in einem Haus mit Betonwänden wohnt, sollte besser einen kleinen Bohrhammer benutzen. Während das Rastenschlagwerk von Schlagbohrmaschinen die Energie zum Vorantreiben des Bohrers aus der Andruckkraft des Anwenders bezieht, hämmert sich der Bohrhammer mit seinem Hammerwerk fast von allein durch den Beton. Es genügt, die Maschine nur leicht anzudrücken. Bohrhämmer benutzen zur besseren Kraftübertragung statt eines herkömmlichen Spannfutters eine spezielle Werkzeugaufnahme mit der Bezeichnung SDS-plus, in die ausschließlich Bohrer oder Meißel mit dem dafür vorgesehenen Schaft passen. SDS-plus wurde in den 70er Jahren von der Firma Bosch entwickelt und stand für „Steck, Dreh, Sitzt“. Inzwischen ist der Begriff international zum „Special Direct System“ mutiert.
KAUF VON ELEKTROGERÄTEN
Allzu billige Werkzeuge halten in der Regel nicht lange und bringen meist nicht die gewünschte Leistung. Zudem können Ersatz- und Verschleißteile nur kurze Zeit erhältlich sein. Die oft als Aktionsware angebotenen Geräte sind nicht per se schlecht und für gelegentliche Einsätze durchaus ausreichend. Wer Langlebigkeit erwartet oder mehr Leistung braucht, sollte zu den höherwertigen Modellen greifen. Oft werden Elektrowerkzeuge als Set mit passendem Zubehör verkauft.
Bohrhämmer mit Drehstopp eignen sich auch für leichte Meißelarbeiten wie das Abschlagen von Fliesen.
ALLES AKKUS – ODER WAS?
Akkuschrauber waren die Vorreiter – Fortschritte in der Batterie- und Motortechnik schlagen sich seit einigen Jahren in einem immer größeren Angebot an akkubetriebenen Werkzeugen nieder. Praktisch alle hier beschriebenen Elektroutensilien gibt es zwischenzeitlich auch als Batterie-Variante. Also Leinen los und nur noch Akkuwerkzeuge kaufen?
Es kommt drauf an. Der größte Vorteil der Akku-Geräte ist das fehlende Kabel. Man kann sich nicht mehr darin verheddern, nicht darüber stolpern oder es bei der Arbeit beschädigen – auch an ungünstigere Stellen kommt man so besser hin.
Auf Baustellen muss man sich keine Gedanken über die Stromversorgung des Arbeitsgeräts machen. Diesen Vorteilen stehen aber Nachteile gegenüber. Die Akkus wiegen – das zusätzliche Gewicht verlagert den Schwerpunkt der Werkzeuge und kann bei längerer Nutzung in die Arme gehen. Die Akkukapazität ist endlich; bei größeren Projekten muss man die Ladezeiten berücksichtigen und auch den Preis für einen Zweitakku einkalkulieren. Bei niedrigen Temperaturen sinkt die Fähigkeit der Batterien Energie abzugeben – wer im Winter im zugigen Rohbau arbeiten will, muss dies berücksichtigen. Zudem wollen Akkus gepflegt und auch bei Nichtgebrauch gelegentlich geladen werden – aber auch dann verlieren sie im Lauf der Jahre Kapazität und müssen ersetzt werden.
Was also nehmen? Überall dort, wo die Nachteile von Akkus nicht ins Gewicht fallen, sind batteriebetriebene Werkzeuge besser, weil flexibler. Wenn konstante Dauerleistung gefragt ist oder der Preis der Geräte eine entscheidende Rolle spielt, heißt es weiterhin: Strippen ziehen. Am Ende ihres Lebens sind übrigens alle Akkus ein Fall für die Sammelkisten in Super- oder Baumärkten oder den örtlichen Wertstoffhof. Im Hausmüll haben sie nichts zu suchen.
Bohrhämmer der 2-Kilo-Klasse gibt es von Markenherstellern ab zirka 100 Euro. Zum Bohren in Beton und Mauerwerk genügen Bohrhämmer mit 1-Gang-Getriebe (bis zirka 1 000 Umdrehungen pro Minute).
Zum vorsichtigen Anbohren von Fliesen, auch bei Lochziegeln oder weichen Wandbaustoffen (Porenbeton, Bims) oder bei der Verwendung von Bohrkronen muss das Schlagwerk abschaltbar sein (Schlagstopp).
Wer den Bohrhammer auch zum Bohren in Holz und Metall einsetzen will, findet im Zubehörhandel einen SDS-plus-Adapter, mit dem ein normales Dreibacken-Bohrfutter aufgesetzt werden kann. Die Hammerfunktion muss dann unbedingt ausgeschaltet bleiben, denn das Dreibackenfutter verkraftet die Stöße des Hammerwerks nicht. Auch auf höhere Drehzahlen zum Bohren kleiner Durchmesser muss verzichtet werden, denn 1-Gang-Bohrhämmer liefern selten mehr als 1 000 Umdrehungen pro Minute.
Eine neuere Generation von Bohrhämmern wird als Kombihammer bezeichnet. Sie verfügen über ein Zweistufengetriebe und eine Schnellwechselvorrichtung, bei der die SDS-plus-Aufnahme und ein meist schlüsselloses Dreibackenfutter gegeneinander ausgetauscht werden können.
Bohrhämmer mit Drehstopp lassen sich auch für leichtere Meißelarbeiten nutzen. Anstelle des Bohrers wird dann ein Meißel mit SDS-plus-Schaft in die Maschine eingespannt. Eine typische Meißelarbeit, die sich mit einem kleinen Bohrhammer erledigen lässt, ist das Abschlagen von Fliesen.
Vor allem zum schnellen und kraftsparenden Ein- und Ausdrehen von Schrauben sind reine Akkuschrauber ideal, zum Bohren in Holz, Kunststoff und Blech lohnt sich die Anschaffung eines Akkubohrschraubers. Deren Kraft wird wesentlich durchs verfügbare Drehmoment definiert ( Kasten Seite 26), das wiederum von der Akku-/Motorspannung abhängt. Die mögliche Betriebszeit wird maßgeblich bestimmt durch die Akku-Speicherkapazität in Amperestunden (Ah). Die Ladezeit hängt von der Kapazität und der Ladetechnologie ab.
Beim Kauf gilt es also, den richtigen Kompromiss zwischen Häufigkeit der Verwendung, Lebensdauer und Preis zu finden. Die einfachsten Akkuschrauber haben eine fest eingebaute Batterie und helfen wirklich nur, wenn es gilt, ein paar Schrauben zu versenken oder zu lösen. Auch das kann eine Hilfe sein, denn spätestens, wenn Schrauben schwer zugänglich sind, ist die Arbeit mit dem Schraubendreher mühsam bis unmöglich. Bei Modellen mit eingebautem Akku kann man diesen nicht wechseln, muss also warten, während er geladen wird.
Akkubohrschrauber hingegen haben üblicherweise Wechselakkus. Einfachste Akkuschrauber arbeiten mit 3,6-Volt-Batterien – das reicht für ein Drehmoment von 5 Newtonmeter (Nm). Die meisten Bohrschrauber laufen mit 18 Volt bei einem verfügbaren Drehmoment von wenigstens 40 Nm. Sehr leistungsfähige Modelle versprechen ein Drehmoment von 100 Nm. Vereinzelt finden sich auch Geräte mit 24 Volt. Eine praxistaugliche Akkukapazität sind 2 Ah. Ladezeiten von über einer Stunde sollte man nicht mehr akzeptieren, die Messlatte liegt derzeit eher bei 15 Minuten. In unseren Vergleichstests wird diesem Kriterium besondere Bedeutung zugemessen. Es lohnt sich, einen Blick in die Ergebnistabellen unserer Vergleichstests zu werfen. Diese finden Sie auf unserer Internetseite unter unter www.test.de.
Bohrhammer
Akkubohrschrauber
EIN AKKU FÜR ALLE GERÄTE
Kein neues Problem: Die Akkus eines Herstellers passen nur an die Geräte aus dem eigenen Sortiment. Der Einheitsakku ist zwar nicht in Sicht – aber immerhin gibt es unterschiedliche Bemühungen der Hersteller, hier eine Zusammenarbeit zu forcieren. Im ersten Schritt gibt es die Einheitsakkus nur für Geräte mit 18 Volt Batteriespannung – für die besonders leistungshungrigen 36-Volt-Geräte steht der Universalakku aber noch aus.
Stichsägeblätter, Set
Nicht unwichtig für die Kaufentscheidung sind der Handgriff des Akkuschraubers, das Gewicht, seine Schwerpunktlage und seine Länge. Dazu kommen mitgelieferte Schrauberbits, sonstiges Zubehör und die Zahl der Akkus.
Manche Schrauber erweisen sich in der Praxis als zu lang, wenn etwa zwischen Regalbrettern geschraubt werden soll. Bei manchen kann das Bohrfutter abgeschraubt und der Schrauberbit direkt in eine dafür vorgesehene Aufnahme gesteckt werden. Das Gerät wird dann um vier bis fünf Zentimeter kürzer.
Die Drehzahl der Spindel ist zwar bei allen Produkten stufenlos über den Schalter steuerbar, doch lohnt sich die Anschaffung eines Akkuschraubers mit mechanischem Zweiganggetriebe. Durch den stärker untersetzten ersten Gang steht mehr Drehmoment zum Schrauben zur Verfügung, während der zweite Gang die höhere Geschwindigkeit zum Bohren liefert. Zahnkranzbohrfutter gibt es nur noch bei Billigschraubern. Am einfachsten zu bedienen sind Geräte mit Schnellspannbohrfutter und automatischer Spindelarretierung.
Ein vielseitig einsetzbares Elektrowerkzeug für den Heimgebrauch ist die elektrische Stichsäge. Mit einem sich auf und ab bewegenden Sägeblatt sägt sie nicht nur alle Holzwerkstoffe (Spanplatten, MDF-Platten) und Kunststoffe, sondern auch Keramik und Metalle. Kräftigere Modelle durchtrennen sogar Stahlplatten von bis zu 10 Millimeter Stärke. Dabei kommt es allein auf die Wahl des richtigen Sägeblatts an. Diese gibt es nicht nur für verschiedene Werkstoffe, sondern auch in verschiedenen Längen, wodurch die maximale Schnitttiefe der Stichsäge bestimmt wird. Spezielle Sägeblätter für enge Kurvenschnitte sind besonders schmal, aber auch bruchempfindlicher. Es lohnt sich, die Anwendungshinweise der Sägeblattanbieter genau zu studieren.
Ein generelles Problem aller Stichsägen ist das seitliche Ausweichen des Sägeblatts aufgrund seiner Elastizität, was bei dickeren Materialien wie beispielsweise Küchenarbeitsplatten dazu führt, dass der Schnitt auf seiner Gesamtlänge nicht winkeltreu verläuft. Probeschnitte mit verschiedenen Sägeblättern und Pendelhubeinstellungen sind zu empfehlen, wenn es auf Genauigkeit ankommt. Ein Pendelhub, bei dem das Sägeblatt bei der Aufwärtsbewegung zusätzlich nach vorn gedrückt wird, ermöglicht einen schnelleren Schnitt. Wenn es auf saubere Schnittkanten ankommt, sollten Sie die Pendelung ausschalten.
Bei Stichsägen mit Elektronik lässt sich die Arbeitsgeschwindigkeit den Eigenschaften des Materials anpassen. Ein Überhitzen des Sägeblatts ist in jedem Fall zu vermeiden. Beim Sägen von Blechen ab 3 Millimeter Stärke empfiehlt es sich deshalb, etwas zu ölen, um die Reibung des Sägeblatts herabzusetzen. Ein werkzeugloser Sägeblattwechsel vereinfacht die Bedienung wesentlich.
Für lange gerade Schnitte eignen sich Stichsägen nur bedingt. Hierfür nimmt man besser eine Handkreissäge. Sie sägt Massivholz und Holzwerkstoffplatten, teilweise auch Leichtmetall wie Aluminium. Wichtig ist eine solide Konstruktion der Grundplatte. Sie darf auch bei Schrägschnitten mit geringer Tiefe nicht nachgeben.
Für Zuschnitte von Profilbrettern und üblichen Plattenmaterialien genügt eine Handkreissäge mit zirka 55 Millimetern Schnitttiefe.
Beim Oszillationswerkzeug handelt es sich um ein Gerät, welches außer schleifen auch sägen und trennen kann. Entwickelt hat es der Elekro-Werkzeughersteller Fein, der sein Produkt „Multimaster“ nennt. Andere Anbieter wie Bosch nennen es Multifunktionswerkzeug.
Im äußeren Aufbau ähnelt es einem Winkelschleifer, doch die vom Werkzeug ausgeführte Bewegung ist nicht rotierend, sondern oszillierend, also eine rein schwingende Bewegung um eine Drehachse. Der Winkel, mit dem das eingespannte Sägeblatt beziehungsweise die Schleifplatte schwingt, beträgt nur etwa drei Grad, doch ist diese Bewegung ausreichend, um Rohre durchzusägen, Einstiche in Holz oder Metall vorzunehmen, Fliesen herauszutrennen oder – wie mit einem Dreieckschleifer – Farbe in Ecken und an Kanten von Fenstern abzuschleifen. In unseren Tests erreichte ein Multimaster beim Schleifen zwar nicht ganz die Abtragleistung eines guten Dreieckschleifers, doch seine positiven Gesamteigenschaften, auch die in den anderen Disziplinen, überwiegen, sodass bei seiner Anschaffung das Geld für einen zusätzlichen Dreieckschleifer eingespart werden kann. Es soll allerdings nicht verschwiegen werden, dass die Zubehörteile für Oszillationswerkzeuge sehr teuer sind und ihre Anschaffung sowie der notwendige Ersatz den Preis der Maschine schnell übersteigt.
Stichsäge
Handkreissäge
Oszillationswerkzeug
AKKUBOHRSCHRAUBER UND DREHMOMENT
Als Drehmoment bezeichnet man eine Kraft multipliziert mit einem Abstand zum Drehpunkt. Maßeinheit für die Kraft ist das Newton (N), für den Abstand das Meter (m). Das Produkt aus beiden ist folglich das Newtonmeter (Nm).
Das zum Eindrehen ein und derselben Schraube erforderliche Drehmoment bleibt gleich, egal, ob man einen Schraubendreher mit dünnem oder dickem Griff benutzt, dennoch merkt man den Unterschied: Der dickere Griff liefert den größeren Abstand zur Drehachse, der Kraftaufwand ist folglich geringer.
Bezogen auf einen Akkubohrschrauber ist das Drehmoment sein Durchzugsvermögen beim Bohren oder Schrauben. Beim Eindrehen einer Schraube in Holz steigt das erforderliche Drehmoment kontinuierlich an, je tiefer die Schraube in das Holz eindringt. Eine Gewindeschraube dagegen verlangt zum Eindrehen nur ein geringes Drehmoment, zum Festziehen allerdings kurzzeitig ein hohes. Für beide Situationen haben sich die etwas eigenartig anmutenden Begriffe weicher Schraubfall und harter Schraubfall gebildet.
Ein Akkubohrschrauber sollte über eine mehrstufige Drehmomentbegrenzung verfügen, damit man den Schraubenkopf nicht zu tief in das Holz versenkt. Man nähert sich zu Beginn der optimale Drehmomenteinstellung, bis der Schraubenkopf der Senkschraube bündig mit der Oberfläche abschließt. Bei dünneren Schrauben besteht die Gefahr, dass der Kopf abreißt.
Die Einstiegsmodelle oder billigeren Oszillationswerkzeuge verfügen über keine Schnellspanneinrichtung und man verliert schnell die Lust am Werkzeugwechsel. Auch fehlt ihnen eine elektronische Drehzahlregulierung. Für manche Schleifarbeiten läuft ein solches Gerät erfahrungsgemäß zu schnell, was zum Ablösen oder Reißen des Schleifpapiers führt.
Falls Sie sich für die Anschaffung eines Oszillationswerkzeugs entscheiden, sollten Sie ein drehzahlgeregeltes Gerät mit Schnellspanner und einem zugehörigen Set von Werkzeugen wählen – diese später nachzukaufen würde oft deutlich teurer.
Elektro-Fuchsschwänze arbeiten nach dem gleichen Prinzip wie Stichsägen, sind aber mehr fürs Grobe ausgelegt, zum Beispiel zum Abtrennen von Rohren und Balken – mit entsprechenden Sägeblättern schneiden sie sogar Porenbetonsteine. Für präzise Schnitte sind sie nicht geeignet. In der stärkeren Profiausführung nennen sich diese Maschinen auch Säbelsägen, Tigersägen oder Reziproksägen.
Die Kapp- und Gehrungssäge wird zum Ablängen von Leisten und Profilbrettern sowie zum Anfertigen präziser Gehrungsschnitte benutzt. Einfache Modelle gibt es ab 100 Euro, die Spitzenmodelle kosten mehr als 500 Euro. Die Anschaffung einer solchen Maschine lohnt sich also nur, wenn umfangreiche Arbeiten anstehen. Die meisten Winkelschnitte können auch mit einer Hand-Gehrungssäge ausgeführt werden.
Sollen nur Fußleisten und Profile abgelängt oder Rahmenleisten auf Gehrung angepasst werden, tut es eine elektrische Feinschnittsäge. Mithilfe eines Sägetisches ermöglicht sie auch präzise Kapp- und Gehrungsschnitte. Außerdem kann sie – als Handmaschine verwendet – eingebaute Teile nahezu wandbündig schneiden. Diese Säge gehört nicht zur Grundausstattung.
Schwingschleifer und Dreieckschleifer arbeiten mit vibrierender oder kreisender Bewegung und haben eher eine geringe Abtragsleistung. Sie eignen sich für den feinen Schliff von ebenen Oberflächen. Dreieckschleifer, auch Deltaschleifer genannt, sind die Spezialisten zum Schleifen von Ecken und Kanten. Für größere Flächen sind sie ungeeignet.
Der Exzenterschleifer, der mit einer exzentrisch gelagerten, rotierenden Schleifplatte arbeitet, hat den Schwingschleifer weitgehend verdrängt, weil sich mit ihm sowohl höhere Abtragsleistungen als auch polierte Oberflächen erreichen lassen.
Der Winkelschleifer (auch Trennschleifer oder „Flex“ genannt) eignet sich dagegen nur für eine grobe Oberflächenbearbeitung, zum Beispiel zum Glätten von Schweißnähten oder zum Entrosten. Bei der Holzbearbeitung hinterlässt er unschöne, kreisförmige Spuren oder sogar Brandflecken. Winkelschleifer benutzt man auch zum Trennen von Metall und Stein. Dazu schneidet man das Material mit der Kante der rotierenden Trennscheibe.
Bandschleifer arbeiten mit einem umlaufenden Schleifband, also einer linearen Schleifbewegung, und bieten eine hohe Abtragsleistung. Das Arbeiten mit dem Bandschleifer erfordert etwas Übung, sollen keine Unebenheiten in die Oberfläche geschliffen werden. Eine Staubabsaugung und ein Bürstenschleifrahmen sollten dazugehören. Letzterer sorgt für eine gleichmäßige Auflage und verringert den Anpressdruck, wenn eine hohe Oberflächengüte erreicht werden soll.
Kapp- und Gehrungssäge
Feinschnittsäge
Schwingschleifer
REPARATURCAFÉS
In vielen Städten und Gemeinden existieren schon seit einigen Jahren sogenannte Reparaturcafés, in denen sich ehrenamtliche Helfer um die Instandsetzung defekter Elektrogeräte bemühen. Aber auch Möbel, Fahrräder, Kleider und Uhren werden vielerorts repariert. Selbst, wer letztlich selbst ans Werk geht, freut sich über einen hilfreichen Tipp.
Grundsätzlich arbeiten die Reparaturcafés kostenlos, freuen sich aber über eine Spende. Eventuell nötige Ersatzteile müssen in jedem Fall bezahlt werden. Die Helfer nehmen die Patienten vorzugsweise in sauberem Zustand an, sofern vorhanden, sollten Gebrauchsanleitungen und idealerweise Schaltpläne beziehungsweise Serviceunterlagen der Hersteller mitgebracht werden. Klar muss sein: Bei ehrenamtlicher Tätigkeit gibt es keinerlei Gewähr für die Qualität der Arbeit. Aber dieses Risiko trägt man ja auch, wenn man selbst Hand anlegt.
Auf den Kopf gestellt und am Tisch festgespannt lassen sich einige Fabrikate auch stationär zum Schleifen kleiner Werkstücke einsetzen.
Die Oberfräse ist das kreative unter den Elektrowerkzeugen. Mit ihr kann man Profile nacharbeiten, Holzverbindungen herstellen oder Aussparungen für Beschläge ausfräsen. Viele dieser Aufgaben lassen sich in Handarbeit nur mühevoll erledigen.
Wer sich intensiver mit Schreinerarbeiten beschäftigen will, kommt letztlich um die Anschaffung einer Oberfräse nicht herum. Es lohnt sich dann durchaus, sich gleich für eine leistungsfähige Maschine in der 1 000-Watt-Klasse zu entscheiden. Diese hat nicht nur mehr Leistung, sondern bietet auch vielfältigere und präzisere Einstellmöglichkeiten.
Tacker sind Heftgeräte, mit denen man beispielsweise textile Bespannungen oder Dämmstoffe, aber auch Kabel an einem Trägermaterial befestigen kann. Sie ähneln den bekannten Heftgeräten auf dem Schreibtisch, verarbeiten aber stabilere Drahtklammern, auch Drahtstifte, aus einem Magazin.
Handbetriebene Tacker, die Klammern bis etwa 14 Millimeter Länge verarbeiten, eignen sich vor allem für Dekorationsarbeiten. Dabei muss für jede Auslösung die eingestellte Federspannung überwunden werden, was für die Hand recht anstrengend werden kann. Wer viel damit arbeitet, dem ist deshalb ein elektrisches Gerät zu empfehlen.
Elektrotacker verarbeiten auch längere Klammern, mit denen zum Beispiel Wand- und Deckenverkleidungen angebracht werden können. Es gibt sie mit Netz- oder Akkubetrieb. Die Schlagkraft kann verstellt und damit an das Material und die Klammerhöhe angepasst werden.
Elektrische Tacker haben eine Sperre, die ein unbeabsichtigtes Auslösen verhindert. Noch sicherer sind jedoch Geräte mit einer zusätzlichen Freischusssicherung, die verhindert, dass eine Klammer „verschossen“ werden kann, wenn das Gerät nicht angedrückt wird.
Beim Bohren ist zu beachten, dass für die verschiedenen Werkstoffe der jeweils richtige Bohrer und das passende Bohrverfahren gewählt werden. Kleine Bohrdurchmesser erfordern immer eine höhere Drehzahl, große Durchmesser eine geringere.
Zum Bohren in Metall oder Holz benötigt man lediglich eine Drehbewegung, die man auch mit einer Handbohrmaschine oder einem Akkubohrschrauber erzeugen kann. Stein und Beton fordern zusätzlich einen axialen Schlag, den nur eine Schlagbohrmaschine oder ein Bohrhammer liefert.
Bei Metall kommen normalerweise HSS-Bohrer zum Einsatz. Sie eignen sich für NE-Metalle (Aluminium, Kupfer, Messing, Zink), Eisen und unlegierten Stahl. Die Bezeichnung HSS steht für einen legierten Schnellarbeitsstahl, der eine Warmfestigkeit bis zu 600 °C besitzt. Das Kürzel ist vom englischen Namen High Speed Steel abgeleitet. Wegen der erhöhten Verschleißfestigkeit sollte man beim Kaufen von Spiralbohrern auf diese Bezeichnung achten. Der etwas höhere Preis gegenüber Bohrern aus einfachem Werkzeugstahl wird durch die höhere Standzeit mehr als ausgeglichen. Für Edelstahl sind Bohrer aus kobaltlegiertem Schnellarbeitsstahl (HSS-E) oder gar Bohrer mit Titanbeschichtung erforderlich. Sie sind wesentlich teurer als HSS-Bohrer, ermöglichen aber letztlich erst das Bohren von Spezialstählen ohne extrem hohen Bohrerverschleiß.
Um die Standzeit der Bohrer zu verlängern, sollte vor allem bei tieferen Bohrungen in Metall ab und zu mit ein paar Tropfen Öl gekühlt werden.
Damit der Bohrer auf der glatten Metalloberfläche nicht abrutscht, körnt man die Bohrstelle mit einem Hammerschlag auf einen spitzen Metallstift (Körner) an.
Zum Bohren von dünnen Blechen gibt es Bohrer, deren Kopf ähnlich wie ein Holzbohrer geschliffen ist. Sie schneiden eine kreisrunde Platte aus dem Blech und erzielen so perfekte Bohrungen ohne Ausfransen. Weiterer Vorteil: Mit der scharfen Zentrierspitze genügt es in der Regel, den Bohrer in das Metall zu drücken, um ihn genau zu positionieren. Ein Ankörnen ist hier nicht erforderlich.
Sie sehen wie Kiefernzapfen aus und sind für Metallbleche oder Kunststoffe bis 4 mm Stärke gedacht. Die Stufenbohrer ermöglichen je nach Modell Löcher von 6 bis 45 mm, für die übliche Metallbohrer zu klein sind. Bohren Sie mit dem Kegel einfach bis zur entsprechenden Lochdicke bzw. der Markierung auf dem Bohrer.
HSS-Metallbohrer
Körner
Stufenbohrer
Metallbohrer mit Zentrierspitze
Spezieller Metallbohrer mit Zentrierspitze und seitlichen Vorschneidern. Er eignet sich besonders für absolut kreisrunde und gratfreie Bohrungen in Blechen. Nachteil: Ein Nachschärfen der komplizierten Bohrerspitze ist nicht möglich.
Glasbohrer
Fliesenbohrer
Universalbohrer
Holzspiralbohrer
Forstnerbohrer
Glasbohrer aus Hartmetall sehen wie kleine Speere aus und bohren sich bei langsamer Drehzahl auch durch Ton oder Fliesen. Wobei bohren eigentlich nicht stimmt, sie tragen keine Späne ab, sondern schaben sich durch das Material. Größere Löcher in Glas oder auch Fliesen bohren Sie mit diamantbesetzten Bohrkronen, die sich mit wassergetränktem Schaumstoff im hohlen Kern selber kühlen. Setzen Sie Bohrkronen nicht parallel, sondern zuerst immer leicht schräg auf das Werkstück.
Universalbohrer sind aus Werkzeugstahl oder Schnellarbeitsstahl. Sie haben eine angelötete, keilförmige Hartmetallplatte als Spitze, die im Gegensatz zum Steinbohrer beidseitig geschliffen ist. Die geschliffene Kante arbeitet sich auch durch Holz, dank der Hartmetallplatte können Sie bei Mauerwerk aber auch die Schlagfunktion der Bohrmaschine zuschalten. Die Bohrer sind extrem vielseitig und kommen mit nahezu allen Materialien klar, Holz, Metall, Kunststoff, Stein usw. Die Vielseitigkeit ist wie bei allen Universalwerkzeugen natürlich ein Kompromiss. Aber ideal, wenn man nur gelegentlich mal bohren muss. Ambitionierte Heimwerker verlassen sich auf Bohrer, die speziell auf die jeweiligen Werkstoffe ausgelegt sind.
Holzspiralbohrer für kleinere Durchmesser haben eine lange Zentrierspitze und zwei Vorschneider außen. Diese ritzen die Holzfasern an, bevor sie von den innenliegenden Spanhebern herausgeschnitten werden.
Für größere Bohrdurchmesser (10 bis 50 Millimeter) werden meistens Forstnerbohrer, Kunstbohrer oder Beschlaglochbohrer eingesetzt. Ihr zylindrischer Schneidkopf ist ebenfalls mit einer Führungsspitze und zwei Messern als Spanabheber ausgestattet. Forstnerbohrer haben zwei fast halbkreisgroße Umfangschneiden. Mit ihnen lassen sich auch Bohrungen erstellen, die seitlich offen sind. Kunstbohrer haben außen nur zwei Vorschneider aus Hartmetall. Sie ritzen den Kreis nicht so präzise wie die Umfangschneiden des Forstnerbohrers, halten aber in Holzwerkstoffen, wie zum Beispiel beschichteten Spanplatten und Hartholz, viel länger. Mit Flachfräsbohrer lassen sich kaum präzise Bohrungen erstellen. Ähnliches gilt für verstellbare Holzzentrumsbohrer. Sie können am ehesten im Bohrständer eingesetzt werden. Für tiefe Bohrungen in Holz gibt es noch Schlangen- oder Balkenbohrer.
SO ERKENNEN SIE DEN BAUSTOFF
Die tragenden Außenwände eines Hauses bestehen in der Regel aus Beton oder Mauerwerk. Tragende Innenwände haben eine größeren Wandstärke als nicht tragende Zwischenwände. Klopft man dagegen, so klingen sie weder hohl, noch spürt man eine Schwingung oder ein Nachgeben wie bei Zwischenwänden aus Gipskarton- oder Faserplatten.
Das Bohrmehl von Beton ist staubfein, aber noch rieselfähig und hat eine weiße bis hellgraue Farbe.
Porenbetonmehl ist weiß, grobkörnig und leicht schmierig. Porenbeton setzt dem Bohrer nur wenig Widerstand entgegen.
Ziegel und (Loch-)Ziegel aus Ton liefern rotes oder gelbliches Bohrmehl. Schwierig ist es herauszufinden, ob es sich um Vollsteine oder Lochsteine, zum Beispiel Hohlkammerziegel, handelt. Man merkt es leider erst dann, wenn man beim Bohren in ein Loch „fällt“.
Kalksandsteine haben ein weißes Bohrmehl, das sich sandig anfühlt.
Gipskartonplatten liefern ein feines weißes Mehl, das am Bohrer kleben bleibt. Bei Gipsfaserplatten ist es hellgrau.
Mauerwerk aus Vollsteinen mit dichtem Gefüge, zum Beispiel Backstein, Klinker und Kalksandstein oder gar Wände aus Beton erfordern den Einsatz einer Schlagbohrmaschine oder eines Bohrhammers. Besteht die Wand aus Lochsteinen, aus Steinen mit porigem Gefüge wie Bims und Porenbeton, wird nur drehend (also ohne Schlag) gebohrt, da sonst die Stege zwischen den Luftkammern leicht zerstört werden. Ähnlich empfindlich sind Wände aus Plattenmaterialien wie Gipskarton.
Bohrer für mineralische Werkstoffe, kurz als Steinbohrer bezeichnet, haben eingelötete Hartmetallschneiden. Anders als die geschliffenen Schneiden der Holz- und Metallbohrer erzeugen sie keine Späne, sondern zermahlen den Baustoff zu Staub. Die Bohrerwendel dient dazu, das Bohrmehl aus dem Bohrloch abzutransportieren. Um einem Wärmestau vorzubeugen, sollte der Bohrer öfter gelüftet werden.
Hammerbohrer sind wie Schlagbohrer mit Hartmetallschneiden ausgestattet. Sie sind speziell auf die zum Bohren in Beton erforderliche hohe Schlagenergie abgestimmt. Sie haben einen speziellen Schaft (SDS-plus) mit Führungsnuten für die Werkzeugaufnahme der Bohrhämmer und können nicht in normale Dreibacken-Spannfutter eingesetzt werden.
Für Bohrungen mit größerem Durchmesser, zum Beispiel für Anschlussdosen bei der Elektroinstallation, kommen meist Bohrkronen oder bei weichen Materialien wie Gipskarton auch Lochsägen zum Einsatz.
Werkzeuge, die selten eingesetzt werden, muss man nicht unbedingt kaufen. Viele Baumärkte und Werkzeug-Fachhändler bieten einen Ausleihservice für ihre Kunden an. Es gibt auch Firmen, die sich auf das Verleihen von Werkzeugen und sogar Baumaschinen spezialisiert haben. Die Kosten liegen selbst beim Leihen des Gerätes für eine ganze Woche deutlich unter dem Kaufpreis, jedoch sollte man sich vorher genau nach den Extragebühren für die Abnutzung von Bohrern oder Sägeblättern erkundigen.
Flachfräsbohrer
Schlangenbohrer
Steinbohrer
SDS-Meißel
Hammerbohrer
Hammerbohrer für Gestein mit spezieller Wendelung für schnellen Bohrmehlabtransport. Die an der Spitze eingelötete Hartmetallschneide hat die Aufgabe, den Baustoff zu zermahlen.
Universaldübel
Langschaftdübel
Spreizdübel / Hohlraumdübel Kunststoff
Hohlraumdübel Kunststoff
Befestigungselemente, die einen Dübel samt passender Schraube in sich vereinigen und die für hohe Lasten verwendet werden, nennt man (Mauer-)Anker. Dübel und Maueranker werden in verschiedenen Durchmessern und Längen angeboten. Ihre Durchmesserangabe ist üblicherweise identisch mit dem Durchmesser des erforderlichen Bohrlochs.
Wichtig für die Wahl des Dübels sind der Baustoff, die Montageart und die Belastung, der er ausgesetzt wird. Bei der Belastung kommt es zusätzlich auf deren Angriffspunkt an und in welcher Richtung sie wirkt. Für sicherheitsrelevante Befestigungen – insbesondere, wenn ihr Versagen zu einer Gefahr für das Leben oder die Gesundheit von Menschen werden kann oder erhebliche Sachschäden zur Folge hätte – müssen grundsätzlich bauaufsichtlich zugelassene Dübel verwendet werden. Angaben über die bauaufsichtliche Zulassung findet man auf der Verpackung oder einem Beipackzettel mit entsprechender Montageanleitung.
Im Heimwerkerbereich findet man am häufigsten Kunststoffdübel aus Polyamid, wobei der am weitesten verbreitete klassische Spreizdübel („Fischerdübel“) längst von einer Vielzahl verbesserter Varianten abgelöst worden ist, die etwa die Spreizkräfte gleichmäßiger auf das Bohrloch verteilen und somit für größeren Halt sorgen. Es lohnt sich, die Informationsblätter und Angaben der Dübelhersteller genauer zu studieren. Kunststoffdübel halten naturgemäß am besten in Beton und Mauerwerk aus Vollstein, dort, wo das Material dem hohen Spreizdruck am besten standhält. In einer nachgiebigen Mörtelfuge hingegen hält ein Spreizdübel schlecht und im Hohlraum eines Lochziegels möglicherweise gar nicht.
Bei den schon erwähnten Spreizdübeln aus Kunststoff werden die Spreizteile an die Bohrlochwandung gepresst, sie werden durch Reibschluss gehalten.
Beim Formschluss klappt der Dübel im Hohlraum des Baustoffs aus oder verknotet sich. Solche Dübel eignen sich besonders für die Montage in Lochziegeln oder Plattenbaustoffen. Es gibt sie in unterschiedlichen Ausführungen, zum Beispiel als sogenannte Allzweck- oder Hohlraumdübel.
Beim Erstellen von Dübelverbindungen sind die unterschiedlichen Wandbaustoffe zu berücksichtigen.
Beim Stoffschluss verbindet ein Mörtel oder ein Reaktionsharz den Dübel mit dem Wandbaustoff. Diese Verankerungsart eignet sich auch für randnahe Befestigungen, weil kein Spreizdruck entsteht, der ein Ausplatzen der Ecke bewirken könnte.
Die Bohrung für den Dübel muss dem angegebenen Durchmesser entsprechen und so tief sein, dass sie Dübel und Schraube aufnehmen kann. Der Verputz einer Wand gilt nicht als tragfähig, dementsprechend muss die Bohrtiefe größer ausfallen und eventuell auch ein längerer Dübel verwendet werden. Nach dem Bohren muss das Bohrmehl aus dem Loch entfernt werden. Es reduziert die Haltekräfte.
Zur sicheren Dübelbefestigung gehört immer die passende Schraube. Die verwendbaren Schraubendurchmesser und -längen sind auf der Verpackung angegeben. Bei Dübelbefestigungen in feuchten Räumen, wie Bad oder Keller, sollten nichtrostende Schrauben verwendet werden.
Bei der Dübelmontage sind drei Arten zu unterscheiden. Am bekanntesten ist die Vorsteckmontage: Der Dübel wird in das Bohrloch gesteckt, bis er bündig mit der Wand abschließt. Bei der Durchsteckmontage wird der Dübel durch den Montagegegenstand hindurch in das Bohrloch gesteckt. Verwendet werden dabei entsprechend längere Rahmendübel. Diese Methode erleichtert vor allem die Montage von Gegenständen mit mehreren Befestigungspunkten, zum Beispiel von Holzunterkonstruktionen für Wandverkleidungen. Bei der Abstandsmontage kann das zu montierende Bauteil in einem bestimmten Abstand zur Wand befestigt werden, zum Beispiel bei Rohrleitungen.
Bei Metall-Spreizdübeln (eigentlich Ankerbefestigungen) wird die Klemmwirkung von einem Konus erzeugt. Metalldübel sind tragfähiger und sicherer als solche aus Kunststoff, da sie höhere Spreizkräfte auf die Bohrlochwand übertragen können. Für Befestigungen an Decken sind nur Dübel aus Metall zugelassen, da bei Kunststoff die Gefahr des „Fließens“ besteht, das heißt, sie verformen sich allmählich durch die Auszugskräfte.
Kipp- und Federklappdübel
Messingdübel mit metrischem Gewinde
Gipskartondübel
Siebhülse
Dieser Universaldübel knickt in Hohlräumen zusammen und hält so im Formschluss auch in einer Gipskartonwand.
Die Schraubenlänge hat hohen Einfluss auf die Tragfähigkeit der Dübelverbindung. Bei Kunststoffdübeln sollte die Schraube mindestens so lang sein wie die addierten Werte der Dicke des Anbauteils (C), der Dübellänge (B) und des Schraubendurchmessers (A).
Sogenannte Verbundanker sind für höhere Belastungen geeignet und im Regelfall auch bauaufsichtlich zugelassen. Handelsüblich sind Systeme, bei denen Zweikomponenten-Reaktionsharze mithilfe einer Glasampulle oder einer Mischdüse in das Bohrloch gegeben werden. Das Harz dringt teilweise in die Poren des umgebenden Mauerwerks oder Betons ein, härtet zeit- und temperaturabhängig aus und verklebt eine Ankerstange oder Schraube mit der Bohrlochwand. Solche Anker halten ohne Spreizung beziehungsweise Vorspannung und vermeiden so eine mögliche Rissbildung im umgebenden Baustoff durch hohe Spreizkräfte.
Schraubdübel, auch bekannt als Betonschrauben, sind ein relativ neues Befestigungssystem, welches auch in den Do-it-yourself-Markt vordringt. Die Schraube wird in ein Bohrloch eingedreht, welches einen exakt vorgeschriebenen Durchmesser haben muss. Mit einem Spezialgewinde schneidet sie beim Einschrauben ein Innengewinde in den Baustoff. Die Verankerung erfolgt durch den Formschluss des Spezialgewindes. Die Belastungsfähigkeit hängt deshalb vor allem vom Verankerungsgrund ab. Typische Einsatzgebiete sind Geländer- und Fensterbefestigungen.
Gipskartondübel sind nur für gering belastete Befestigungen geeignet. Sie werden ohne vorzubohren in Gipskartonplatten eingedreht. Für Deckenbefestigungen, beispielsweise für Lampen, sind sie wegen ihrer geringen Tragfähigkeit kaum geeignet, ein Rauchmelder jedoch lässt sich damit minutenschnell an einer Gipskartondecke installieren. Für höher belastete Montagen an Hohlraumwänden wurden spezielle Metall- und Kunststoffdübel entwickelt.
Dämmstoffdübel werden für Befestigungen auf Wärmeschutzfassaden verwendet. Die meisten Dämmstoffdübel sind aus Polyethylen oder Polyamid und haben die Form einer groben Gewindespirale mit Flachkopf und einer Schraubenaufnahme. Sie schneiden sich formschlüssig in das Dämmmaterial ein. Sie werden in Längen von 50 bis 155 Millimeter angeboten. Unter der Bezeichnung Thermax bietet der Hersteller Fischer einen Dübel an, mit dem auch schwerere Gegenstände wie Laternen oder Geländer an wärmegedämmten Fassaden angebracht werden können, ohne dass Kältebrücken entstehen. In einem Kurztest (test 07/2008) hat sich das System als zuverlässig und robust erwiesen.
Chemische Dübel gibt es als Verbundankerpatrone oder Injektionsmörtel. Bei Ankerpatronen befinden sich Harz, Härter und Quarzsand in einem Glasrohr, das man ins Bohrloch steckt. Eingeschlagen werden Gewinde-Ankerstangen, keine Schrauben. Dabei zerbricht das Glas und die Komponenten reagieren miteinander zu einer Masse, die sich mit der Wand beziehungsweise Decke verbindet. Beim Injektionsmörtel befinden sich Harz und Härter in einer Kartusche und vermischen sich beim Einspritzen automatisch.
Die Dübel sind auch für dünnere Bauteile perfekt, da sie sich nicht aufspreizen und daher keinen inneren beziehungsweise seitlichen Druck auf das Bauteil ausüben.
Schrauben, Nageln und Tackern sind die am meisten verwendeten Befestigungs- und Verbindungstechniken. Während Schraubverbindungen später wieder gelöst werden können, sind Nägel und Tackerklammern eher für die einmalige Befestigung gedacht.
Schrauben unterscheidet man nach der Art des Gewindes, nach Durchmesser und Länge, sowie der Form des Kopfes und dem Antrieb. Die Vielfalt kann Laien schnell an die Grenzen bringen.
Als Gewindeschrauben bezeichnet man Schrauben, die ein entsprechendes Gegengewinde (Innengewinde), zum Beispiel in Form einer Mutter benötigen. Holzschrauben verfügen zwar ebenfalls über ein Gewinde, welches jedoch selbstschneidend ist und das Gegengewinde beim Eindrehen erzeugt.
Kopfformen: Bei Arbeiten mit Holz und Holzwerkstoffen kommen vor allem Schrauben mit Senkkopf zum Einsatz. Sie lassen sich bündig in der Oberfläche des Werkstücks versenken. Deshalb beziehen sich die Längenangaben bei Senkschrauben auf deren Gesamtlänge mit Kopf, im Gegensatz zu Schrauben, deren Köpfe über die Oberfläche herausstehen. Schrauben mit Halbrundkopf oder Linsenkopf werden vor allem zum Befestigen von Beschlägen, Schildern und Leisten benutzt.
Weiterhin gibt es Schrauben mit zylindrischen Köpfen sowie solche mit Sechskantköpfen zum Festziehen mit einem Schraubenschlüssel. Schlossschrauben haben einen runden abgeflachten Kopf, der das Ansetzen von Werkzeugen erschwert. Die Schlossschraube kann nur von der Mutterseite her gelöst werden. Ein unter dem Kopf sitzender Vierkant verhindert, dass sich die Schraube beim Anziehen oder Lösen der Mutter mitdreht.
Antriebe: Die häufigsten Antriebe bei Holzschrauben sind der klassische Flachschlitz sowie die beiden Kreuzschlitzvarianten: Phillips und Pozidriv. Bei Blechschrauben und Schnellbauschrauben hat sich der Phillips-Kreuzschlitz durchgesetzt, bei Holzbauschrauben der Pozidriv. Der Pozidriv hat steilere Flanken und zusätzliche Einkerbungen, die das Herausrutschen des Schraubendrehers oder Schrauberbits verhindern sollen. Pozidriv-Schrauben sind an den zusätzlichen feinen Schlitzen leicht zu erkennen. Der Kopf sieht aus wie ein Doppelkreuz. Auch der Pozidriv-Schraubendreher ist an den zusätzlichen Flanken erkennbar. Dies ist wichtig für den Anwender, denn mit dem falschen Schraubendreher lassen sich festsitzende Schrauben nicht lösen, sondern nur ruinieren. Der Schraubendreher muss aber nicht nur in der Form, sondern auch in der Größe passen.
Jeder Käufer von Selbstmontage-Möbeln kennt Schrauben mit Innensechskant, die sogenannten Inbusschrauben.
SCHRAUBEN IN HIRNHOLZ
Sollen Schrauben in Hirnholz (in Faserrichtung) eingeschraubt werden, halten sie sicherer, wenn sie in einen quer zur Faserrichtung eingeleimten Holzdübel geschraubt werden.
Hierzu wird ein Holzdübel oder ein Stück einer Dübelstange in die Leiste eingeleimt und bündig abgesägt.
Anschließend müssen die Holzschrauben bis in das Dübelholz hineingedreht werden.
FESTSITZENDE SCHRAUBEN
Bei Reparaturarbeiten trifft der Heimwerker oft auf Schrauben, die besonders fest sitzen. Bei leicht angerosteten Gewindeschrauben bewirkt etwas Rostlöser oft Wunder.
Fehlt die Kraft, um eine Schraube zu lösen, kann bei manchen Schraubendrehern ein Schraubenschlüssel auf einen Sechskant unter dem Griff gesetzt werden. Mit ihm lässt sich ein deutlich größeres Drehmoment erzeugen. Andere Schraubendreher haben ein Loch im Griff, das nicht nur zum Aufhängen dient. Hier kann ein weiterer Schraubendreher durchgesteckt werden, der einen entsprechenden Hebelarm bietet. Festsitzende Schlitzschrauben lassen sich oft lösen, wenn man den Schraubendreher schräg ansetzt und mit Hammerschlägen auf den Schraubendreher versucht, die Schraube in Drehung zu versetzen.
Flachschlitz, Pozidriv-Kreuzschlitz, Phillips-Kreuzschlitz
Unterschiedliche Kopfformen bei Schlitzschrauben. Von links: Linsenkopf, Halbrundkopf, Zylinderkopf, Senkkopf.
Die gängigen Schraubenköpfe: Torx-Schraubenkopf (oben links), Pozidriv-Kreuzschlitz (oben rechts), Flachschlitz (unten links), Phillips-Kreuzschlitz (unten rechts).
Einige der häufig verwendeten Gewindeschrauben: Sechskantkopf, Inbus, Zylinderkopf, Halbrundkopf, Senkkopf, Schloss.
Spanplattenschrauben mit durchgehendem und Teilgewinde. Schrauben mit Teilgewinde benutzt man zum Befestigen von Leisten.
Zu den Muttern gehört eine Unterlegscheibe und gegebenenfalls eine Sicherung gegen Lösen. Am bequemsten: die selbstsichernde Mutter. Federring oder Zahnscheibe tun es auch. Die Hutmutter deckt das Gewindeende ab. Rechts eine Flügelmutter, falls die Verbindung häufiger gelöst werden soll.
Bei Industrieanlagen, Fahrzeugen oder Geräten kommen noch weitere Schraubenantriebe zur Anwendung, die verhindern sollen, dass Unbefugte die Schrauben lockern oder gar entfernen können.
Immer häufiger findet man Torx-Schrauben in den Baumarktregalen. Sie haben einen sechseckigen Stern mit runden Ecken als Antrieb. Torx-Schrauben mit zusätzlichem Stift in der Mitte werden auch als Sicherheitsschrauben verwendet. Hier passen gewöhnliche Torx-Schraubendreher nicht, sondern nur solche mit einem Loch in der Mitte. Der Torx-Antrieb hat gegenüber dem Kreuzschlitz- oder gar dem Flachschlitzantrieb den Vorteil, dass hohe Drehmomente übertragen werden können und die Gefahr des Abrutschens geringer ist.
BITGRÖSSEN
Bitgröße
Schraubendurchmesser Holz (in mm)
Blech (in mm)
0
2,0
2,2
1
2,5 – 3
2,9
2
3,5 – 5
3,5 – 4,8
3
5,5 – 7
5,5 – 6,3
4
–
8,0 – 9,5
Die klassischen Holzschrauben mit spitzem Gewinde werden heute weitgehend von Spanplattenschrauben, auch als Spax-Schrauben bezeichnet, ersetzt. Sie haben ein stärker ausgeprägtes Gewinde und einen schlankeren Kern, sodass das Vorbohren, wie dies bei Holzschrauben notwendig ist, entfallen kann. Die meist gelb verzinkten Spanplattenschrauben haben das Zeug zur Universalschraube, denn sie eignen sich auch für Weich- und Hartholz, Kunststoffe und selbst für dünne Bleche.
Richtige Blechschrauben haben jedoch ein engeres, weniger steiles Gewinde. Sie schneiden ihr Muttergewinde selbst ins Blech. Es gibt sogar selbstbohrende Ausführungen, die mit einem Schrauber ohne Vorbohren in Profile, Bleche und Metallplatten eingedreht werden können.
Gewindeschrauben schließlich haben ein genormtes, meist metrisches Gewinde und sind mit allen Innengewinden oder Muttern gleicher Norm kompatibel.
Zum Schrauben mit dem Akkuschrauber oder einer Bohrmaschine benötigt man Schrauberklingen, kurz Bits genannt. Wie die Spitzen der Schraubendreher müssen auch die Antriebe der Klingen zu den Schrauben passen. Sie sollten deshalb entsprechend gekennzeichnet sein (zum Beispiel PH2 für einen Bit mit Phillips-Kreuzschlitz in der Größe 2 oder PZ3 für Pozidriv 3). Bei minderwertigen Produkten ist das oft nicht der Fall. Zerstörte Schraubenköpfe oder schnell abgedrehte Bitspitzen sind dann oft die Folge. Bei teureren Bits sollen zusätzliche Beschichtungen aus Keramikpartikeln, Titan- oder Diamantstaub verhindern, dass der Bit bei hoher Belastung aus dem Schraubenkopf herausrutscht und durchdreht. In einem Vergleichstest von 17 Bit-Sets im Februar 2007 hat sich allerdings herausgestellt, dass viele unbeschichtete Stahl-Bits sogar etwas besser abschnitten als manch beschichtetes Exemplar. Einige Schraubenhersteller liefern den passenden Bit zu ihren Schrauben übrigens gleich mit.
Torx
Innensechskant (Inbus)
Pozidriv
Philips-Kreuzschraube
Schlitzschraube
Runder Drahtstift
Gestauchter Drahtstift
Stahlnagel
Nageln ist eine einfache Verbindungsart, dennoch erfordert sie etwas Übung und den richtigen Umgang mit dem Hammer. Wählen Sie ein Hammergewicht, das zum Nagel passt.
Das spitze Ende des Hammerkopfes, Finne genannt, ist hilfreich beim anfänglichen Positionieren des Nagels und schont die Finger. Die große, leicht ballige Schlagfläche wird als Hammerbahn bezeichnet. Sie wird benutzt, um den Nagel mit kräftigen Schlägen einzutreiben. Wird der Nagel krumm, ziehen Sie ihn heraus und ersetzen Sie ihn durch einen neuen.
Wählen Sie Größe und Art des Nagels passend zum Material und dem zu befestigenden Gegenstand. Die glatten Nägel mit geriffeltem oder glatten Kopf werden Drahtstifte genannt. Drahtstifte mit gestauchtem Kopf oder Leistenstifte lassen sich auch versenken (Senkstift) und überspachteln. Fast unsichtbar sind dünne Colornägel in der Farbe des Werkstücks. Zum Annageln von Pappe oder Folien verwendet man Nägel mit besonders großen Köpfen, im Außenbereich oder für Dachpappe in verzinkter Ausführung. Für die Befestigung von Bezugsstoffen gibt es Polsternägel. Zum Aufhängen von Bildern an Wänden benutzt man besser Stahlnägel. Schraubnägel mit einem leichten Gewinde eignen sich besonders zum Verlegen von Dielen, Fußbodenplatten und Treppenstufen. Das Gewinde sorgt für einen hohen Auszugswiderstand und beugt dem Knarren vor.
SO WIRD’S GEMACHT
Damit Holz nicht splittert, sollte die Nagelspitze vor dem Eintreiben mit einem Hammerschlag gestaucht werden.
Damit das Holz nicht reißt, schlagen Sie Nägel immer etwas versetzt ein.
Holzverbindungen halten besser, wenn Sie die Nägel schräg eintreiben.
Mit einer Kneif- / Beißzange können Sie einen Nagel wieder herausziehen. Ein dünnes Holzstück als Unterlage verhindert dabei Abdrücke auf empfindlichen Oberflächen.
Leim kann für die zusätzliche Festigkeit einer genagelten Verbindung sorgen. Mit Nägeln kann man Werkstücke beim Verleimen fixieren, um ein „Schwimmen“ zu verhindern. Kurze Nägel mit abgekniffenem Kopf eignen sich sogar zum unsichtbaren Fixieren von Teilen für die Leimverbindung.
Tackern geht schneller als Nageln, wenn Dekostoffe, Folien, Dämmmaterial und sogar Wand- oder Deckenbekleidungen auf weichem Untergrund, zum Beispiel Holz, angebracht werden.
Als Befestigungsmittel dienen Klammern, die den Heftklammern im Büro ähneln, aber auch kleine Stifte. Die Unterschiede der Klammern sind teilweise gerätebedingt, aber auch anwendungsbezogen. Die schmaleren Feindrahtklammern werden zum Befestigen von Textilien, Geflechten, Draht oder Holzleisten verwendet, die breiteren Flachdrahtklammern für rissempfindliche Materialien wie Folien, Papier und Pappe. Beim Spannen von Stoffen und Folien setzen Sie die Klammern in kurzen Abständen im Zickzack oder schräg nebeneinander.
Schwere Materialien wie Profilbretter und Paneele werden auch oft mit speziellen Paneelkrallen, die auf eine Unterkonstruktion getackert werden, verlegt. Dieses Verfahren ist einfacher und sicherer, als die Klammern zielgenau durch die Unterkante an der Nut zu schießen.
Bei Deckenbekleidungen mit Profilen oder Paneelen sollten Klammern mit mindestens 23 Millimeter Länge zum Einsatz kommen. Allerdings können nicht alle Tacker solch lange Klammern verarbeiten. Beachten Sie die Verlegehinweise der jeweiligen Geräte- und Materialhersteller.
