Rhetorik-Handbuch 2100 - Erfolgreich reden - Horst Hanisch - E-Book

Rhetorik-Handbuch 2100 - Erfolgreich reden E-Book

Horst Hanisch

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Beschreibung

"Die Kunst, flott vorzutragen." Wie lange quält schon der Gedanke, endlich vernünftige Präsentationen halten zu können? Die Vorträge sollen 'Hand und Fuß' haben. Ein vernünftiger Einstieg soll auf das Thema neugierig machen, die Struktur logisch und nachvollziehbar sein, das Präsentationsende die Zuhörer mit einem gekonnten Appell oder einer passenden Moral überzeugen. Wie baut sich eine Rede oder eine Präsentation auf, welche Wörter werden bevorzugt, welche 'Negativwörter' sollen vermieden werden? Und natürlich soll mit den Zuhörern eine Interaktion erfolgen, damit diese sich eingebunden fühlen. Dass die Stimme bzw. der Tonfall die Vortragsweise deutlich beeinflussen kann, ist nachvollziehbar. Wie kann was und wie betont werden, um der Aussage eine besondere Bedeutung zu geben? Erlernen Sie die vielfältige und wichtige Basis der Rhetorik, die notwendig ist, um in allen möglichen zukünftigen Dialogen, Reden und Gesprächen überzeugend Ihre Ideen und Ihr Wissen zu vermitteln. Treten Sie ein in die 'Kunst zu reden' die Rhetorik des 21. Jahrhunderts. Im vorliegenden Ratgeber "Rhetorik - Erfolgreich reden" wird schwerpunktmäßig auf folgende Themen eingegangen: Korrekte Struktur einer Präsentation; Interaktion und Kommunikation mit dem Zuhörer; Passende Wortwahl und unterstreichender Sinneseinsatz zum besseren Verständnis.

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Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

„Die Kunst, flott vorzutragen“

TEIL 1 – KORREKTE STRUKTUR EINER PRÄSENTATION

B

ASIS FÜR EINE PROFESSIONELLE

P

RÄSENTATION

Dynamisch und kurzweilig vortragen

Der Rote Faden

Vortragsarten

D

IE

P

RÄSENTATION KORREKT BEGINNEN – DIE

E

INLEITUNG

Es geht los

Titel und Thema nennen

Das Redeziel

Rahmengeschichte – Die Präsentation in einen Rahmen packen

Struktur der Präsentation

Nachvollziehbarkeit durch die Struktur

Die Struktur des Hauptteils

Zeitumfang und Reserve

Das Präsentations-Ende

Feedback

Diskussion

Verabschiedung und Schluss

TEIL 2 – INTERAKTION UND KOMMUNIKATION MIT DEM ZUHÖRER

B

ASIS FÜR DIE

E

MPATHIE

Was erwartet Ihr Publikum?

W

AS

A

SAGT UND

B

VERSTEHT

Ständige gegenseitige Beeinflussung

Bedürfnisse der Zuhörer

Mit packendem Titel potentielles Interesse wecken

Welches Ziel der Redner verfolgt

Sinnvolle Gestaltung des Redeinhalts

Gefühle extrem einbringen

I

NTERAKTION

Umgang mit passiven Zuhörern

Umgang mit aktiven Zuhörern

Einbeziehen der Teilnehmer

TEIL 3 – PASSENDE WORTWAHL UND UNTERSTREICHENDER SINNESEINSATZ ZUM BESSEREN VERSTÄNDNIS

W

ÖRTERN EINEN

S

INN UND EINE

S

TIMME GEBEN

Stimmung und Atmosphäre schaffen

W

ORT

, W

ORTE

, W

ÖRTER

Wörter werden lebendig

Die affektive Bedeutung eines Wortes

Kategorien-Verwechslung – Gewollt komisch

Die lästigen Unwörter – ‚eigentlich‘ heißt ‚eigentlich nicht‘

Kraft der Wörter – Deutsch ist nicht gleich Deutsch

V

ON

W

ÖRTERN ZUM AUSSAGEKRÄFTIGEN

S

ATZ

Der gesprochene Satz – Satzstil

Verallgemeinerung – „Jeder hat schon mal …“

Tautologie – Wortverdopplungen

M

IT ALLEN

S

INNEN ARBEITEN

Was die Sprache beschreibt und verrät – Psyche und Körper

D

IE

K

RAFT DER

S

TIMME

– S

UPRASEGMENTALE

M

ERKMALE

Sprechrhythmus durch Tonhöhe, Betonung und Lautstärke

Das Auslösen von Reaktionen durch die Stimme

Das Mittel der Betonung – Prosodische Bedeutung

Zäsur – Sprechpause

Sprechakte – Funktionen der Sprache

AUSLEITUNG

„Keine rhetorischen Fremdwörter“

STICHWORTVERZEICHNIS

K

NIGGE ALS

S

YNONYM

Umgang mit Menschen

Einleitung

„Die Kunst, flott vorzutragen“

Wie lange quält schon der Gedanke, endlich vernünftige Präsentationen halten zu können? Die Vorträge sollen ‚Hand und Fuß‘ haben.

Ein vernünftiger Einstieg soll auf das Thema neugierig machen, die Struktur logisch und nachvollziehbar sein, das Präsentationsende die Zuhörer mit einem gekonnten Appell oder einer passenden Moral überzeugen.

Wie baut sich eine Rede oder eine Präsentation auf, welche Wörter werden bevorzugt, welche ‚Negativwörter‘ sollen vermieden werden?

Und natürlich soll mit den Zuhörern eine Interaktion erfolgen, damit diese sich eingebunden fühlen. Dass die Stimme beziehungsweise der Tonfall die Vortragsweise deutlich beeinflussen kann, ist nachvollziehbar.

Wie kann was und wie betont werden, um der Aussage eine besondere Bedeutung zu geben?

Erlernen Sie die vielfältige und wichtige Basis der Rhetorik, die notwendig ist, um in allen möglichen zukünftigen Dialogen, Reden und Gesprächen überzeugend Ihre Ideen und Ihr Wissen zu vermitteln.

Treten Sie ein in die ‚Kunst zu reden‘, die Rhetorik des 21. Jahrhunderts.

Praxisnah, zeitgemäß und kompakt. Das sind drei interne Vorgaben für unsere Rhetorik-Ratgeber. In unserer Reihe der kleinen Rhetorik-Handbücher wird jeweils ein wesentlicher Teil aus dem umfangreichen Bereich der Rhetorik kompakt vorgestellt.

Die Themenbereiche sind beispielsweise den Büchern ‚Das große Buch der Rhetorik 2100‘ oder ‚Trickreiche Rhetorik 2100‘ vom selben Autor entnommen. Die Zahl 2100 steht dabei für das 21. Jahrhundert, was die Aktualität der Themen unterstreicht. Diese entsprechen den heutigen Anforderungen im beruflichen Umgang miteinander.

Im vorliegenden Ratgeber „Rhetorik – Erfolgreich reden“ wird schwerpunktmäßig auf folgende Themen eingegangen:

Korrekte Struktur einer Präsentation

Interaktion und Kommunikation mit dem Zuhörer

Passende Wortwahl und unterstreichender Sinneseinsatz zum besseren Verständnis

Viel Erfolg bei der Vertiefung bestehenden Wissens und erfolgreichen Einsatz im Berufsleben.

Teil 1 – Korrekte Struktur einer Präsentation

Basis für eine professionelle Präsentation

Dynamisch und kurzweilig vortragen

Wer kennt sie nicht, die langweiligen Reden, möglichst monoton vorgetragen und gespickt mit ähm und öhms?

Viel anregender (und professioneller) sind die Reden, Vorträge und Präsentationen, die lebhaft, dynamisch und kurzweilig rüberkommen, die beim Zuhörer alle Sinne anregen, die sich bildhaft und farbenfroh – dort wo es passt – mit einer Prise Humor am deutlich zu erkennenden roten Faden entlang entwickeln.

Der Zuhörer profitiert von vermittelten Informationen, die das Wissen erweitern und einen wertvollen Erkenntniszuwachs schaffen.

Gut gelaunt, motiviert und gegebenenfalls sogar begeistert applaudieren die Zuhörer am Ende der Ausführungen. So soll es sein!

Und so schwierig ist es gar nicht, den Zuhörer zu inspirieren.

Wie schön wäre es, gäbe es eine Checkliste, die nur abgehakt werden müsste, um eine tolle Rede hinzulegen. Nun, so ist es nicht – und soll es auch nicht sein, bestünde doch die berechtigte Gefahr, überall gleichartige Präsentationen zu hören.

Rhetorik-Gerüst individuell füllen

Lassen Sie es uns so ausdrücken: Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, wird ein ‚Rhetorik-Gerüst‘ an die Hand gegeben, welches Sie mit Ihren besonderen Stärken, eigenen Vorstellungen und persönlichem Profil individuell füllen. Es kann (und sollte) Ihnen gelingen, einen eigenen Vortragsstil zu entwickeln, in dem Sie selbst ‚aufgehen‘ können, um Ihre Zuhörer rhetorisch zu überzeugen. Bringen Sie Struktur und Spannung ein, Bewegung, Abwechslung und Initiative.

Ihre Zuhörer investieren nicht nur Zeit, sondern auch Energie und in der Regel Geld, um Ihren Worten zu lauschen.

Transferleistung

Schaffen Sie für den Zuhörer eine Transferleistung. Damit ist gemeint, dass der Zuhörer aus Ihren Schilderungen etwas in sein Berufsleben (und wenn gewünscht auch ins Private) transferieren kann. Er gewinnt nicht nur neue Informationen, sondern erkennt auch deren Anwendung.

Aha-Erlebnis

Oft ist das durch ein zustimmendes Kopfnicken oder einer Feststellung „ja, das stimmt“ erkennbar. Manchmal wird auch durch den sogenannten Aha-Effekt beziehungsweise ein Aha-Erlebnis schlagartig eine neue Erkenntnis gewonnen.

Der deutsche Psychologe Karl Bühler (1879 – 1963) führte diesen Begriff ein. Aha-Erlebnis – ein Problem wird durchschaut, jedoch noch nicht die Lösung erkannt. Die Person spürt, auf dem richtigen Weg zu sein. Sie probiert und erreicht die ‚Schwelle zum Denken‘. Plötzliche Überschreitung dieser Schwelle (das ist das eigentliche Aha-Erlebnis), gefolgt vom Moment der Einsicht. Es bedeutet:

die

plötzlich

auftretende Einsicht in die Lösung eines Problems, oder

das

schlagartige

Erkennen von Zusammenhängen.

Der Wissenszuwachs wurde plötzlich erhöht. Im Idealfall offenbart sich dem Zuhörer, wo und wie er das neue Wissen sinnvoll einsetzen kann. Die investierte Zeit hat sich gelohnt. So soll es sein!

Der Rote Faden

Damit Ihnen genau das gelingt, bedarf es einiger handwerklichen, methodischen Fähigkeiten, auf die wir in diesem Ratgeber eingehen. Soziale Kompetenz, Einfühlungsvermögen, ein gesundes Selbstvertrauen und weiteres lässt eine Präsentation rund werden.

Um eine flotte Rede gelungen vorzutragen, ist ein roter Faden zu spannen.

An diesem unsichtbaren Faden orientiert sich der Zuhörer. Die Struktur wird sichtbar, die Übersicht und Ordnung bleibt bestehen.

Bei manchen Rednern scheint der Ablauf so auszusehen, könnte er als Linie aufgezeichnet werden:

Langweilige Wiederholungen, endlose Schachtelsätze, die sich im Nirgendwo verlieren, unlogische Sprünge im Ablauf verraten den rhetorischen Laien.

Der Trainierte hat seine Struktur deutlich vor Augen, macht diese für den Zuhörer hör- und sichtbar.

Vergrößern wir die erste Zeichnung, lassen sich einzelne Blöcke erkennen, die bei näherem Hinschauen beispielsweise folgende Präsentationsteile kennzeichnen.

Diese Präsentationsteile können verschieden lang sein, was dem Redeanlass entspricht und natürlich auch von der zur Verfügung stehenden Zeit anhängig ist.

Vortragsarten

In diesem Ratgeber und den anderen der Reihe „Das kleine Rhetorik-Handbuch 2100“ werden wir immer die Begriffe Rede, Vortrag, Präsentation und andere hören. Auch wenn alle Vortragsarten professionell und kurzweilig dargestellt sein sollen, sehen wir hier einen kleinen Unterschied zwischen diesen Begriffen.

Die folgende Aufstellung soll eine gewisse Übersicht geben. Zu den drei Kategorien Präsentation, Vortrag und Rede werden Beispiele gegeben.

Allen Redearten wird ein gewisser Schwierigkeitslevel unterstellt. Eine Art ist nicht schlechter als die andere, jede hat ihre Herausforderung.

Der einfacheren Lesbarkeit halber werden wir im folgenden Text trotzdem alle Begriffe gleichwertig behandeln.

Lassen Sie uns in den ersten Schwerpunkt des Ratgebers einsteigen und die Struktur einer Präsentation beleuchten.

Die Präsentation korrekt beginnen – die Einleitung

Es geht los

Die Zuhörerinnen und Zuhörer haben Platz genommen. Vereinzelt tuscheln einige Teilnehmer miteinander, andere blättern in ihren Unterlagen. Hier wird noch in der Tasche gekramt, dort raschelt ein hastig aufgedrehtes Bonbonpapier. Eine leichte und leise Geräuschkulisse füllt den Raum.

Und nun sind Sie dran, liebe Leserin, lieber Leser. In ganz wenigen Augenblicken werden sich mehrere Augenpaare auf Sie richten, um Ihren Worten zu lauschen. Gutes Gelingen.

Sie räuspern sich einmal leise, konzentrieren sich, setzen Ihr charmantestes Lächeln auf – und los geht‘s!

Die ersten Wörter werden gesprochen. Herzklopfen? Macht nichts: einfach weiterfahren! Mehrere richtige Möglichkeiten stehen Ihnen zur Verfügung, um Ihre Präsentation korrekt zu beginnen. Drei der möglichen Variationen, Ihre Präsentation einzuleiten, werden hier beschrieben.

Der seriöse Beginn

Sie bevorzugen den konservativen Einstieg?

Seriöser Beginn

Sie beginnen Ihre Präsentation in der üblichen Art mit: „Guten Tag, meine … Ich bin … und spreche heute über das Thema … Gehen wir zunächst …“

Denkzeit

Sie geben Ihren Zuhörern eine Problemstellung vor. Sie werfen nach Ihrer Begrüßung die Problemstellung durch eine Frage auf: „Was wäre geschehen, wenn Kleopatra und Caesar einander nicht begegnet wären?“Ihre Zuhörer denken nach und werden dadurch in das Thema miteinbezogen. Neugierde wird geweckt, Spannung aufgebaut. Sie fahren weiter: „Guten Tag, meine … Ich heiße … Unser heutiges Thema lautet … Gehen wir zunächst …“

Vorspann