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Die richtigen Lebensmittel auswählen
Das ist bei dieser Autoimmunerkrankung der Schilddrüse gar nicht so einfach. Was kann ich gut essen, was bereitet mir Beschwerden? Wie gehe ich mit Unverträglichkeiten auf Gluten, Soja, Zucker oder Lektinen um? Wie kann ich dennoch genussvoll essen?
Hier finden Sie alles auf einen Blick:
Lebensmittel-Ampel: sofort erkennen, was geeignet ist und was Sie besser nicht kaufen.
Nährstoffe und Superfoods: Wie Sie einen Mangel an Vitalstoffen ausgleichen und wie Kurkuma, Probiotika, Gerstengras & Co. Ihr Immunsystem unterstützen.
Auswärts essen: Die besten Tipps für beschwerdefreien Genuss auch im Restaurant und unterwegs.
Die ideale Ergänzung zu Ratgeber und Kochbuch!
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 88
Veröffentlichungsjahr: 2022
Diana Zichner
1. Auflage 2022
10 Abbildungen
sind Sie von einer Hashimoto-Thyreoiditis betroffen und haben Ihr Wohlbefinden noch nicht zurückerlangt? Haben Sie bereits mehrere Ratgeber gelesen und wissen nicht so recht, wie Sie die Flut an Informationen rund um die Ernährung bei Hashimoto umsetzen sollen? Ich bin selbst von der Autoimmunerkrankung betroffen und kann daher nachempfinden, wie Sie sich fühlen. Nach meiner Diagnose vor 14 Jahren begann ich, sämtliche Informationen über die noch recht unbekannte Autoimmunerkrankung zu sammeln. Mich plagten beinahe alle Symptome, die bei einer Hashimoto-Thyreoiditis beschrieben werden. Mein Wissen wurde immer umfangreicher, ich stellte meine Ernährung um, probierte vieles aus, sodass ich mein Wohlbefinden nach und nach zurückerlangte.
Der Wunsch, all meine Erfahrungen an Betroffene weiterzugeben, wuchs. Ich absolvierte eine Ausbildung zur ganzheitlichen Ernährungs- und Gesundheitsberaterin und vertiefte meine Kenntnisse rund um die Darmgesundheit. Mein eigener Weg war sehr lang und holprig. Damals hätte ich mir eine erfahrene Begleitung gewünscht. In meinen Coachings stellte ich fest, dass auch viele andere Betroffene mehr Anleitung und Unterstützung benötigen. Auch auf meinem persönlichen Weg kamen ebenso immer wieder Fragen auf wie: »Was darf ich überhaupt noch essen?«, »Wie finde ich heraus, was mir guttut?«, »Wo finde ich eine Liste der empfohlenen Nahrungsmittel?«, »Gibt es so etwas für die Handtasche?« Der Anlass für diesen kleinen Einkaufsführer, den Sie gerade in Ihren Händen halten, war gegeben. Er soll Ihnen spielend einfach die Richtung für Ihre Ernährung vorgeben und begleitet Sie gern zum Einkauf. Anhand der Einkaufs-Tabellen können Sie auch im Laden blitzschnell nachschlagen. Ernährung spielt zweifelsohne eine große Rolle, um Hashimoto in den Griff oder sogar zum Stillstand zu bekommen. Ausführlichere Informationen rund um Hashimoto erhalten Sie auch in meinem Buch Meine Hashimoto-Ernährung, ebenfalls erschienen im TRIAS Verlag.
Nun hoffe ich, dass dieses kleine Büchlein hilfreich für Sie ist, und wünsche Ihnen viel Erfolg auf Ihrem Weg zu einem guten Leben mit Hashimoto.
Ihre Diana Zichner
Titelei
Liebe Leserin, lieber Leser,
Die Erkrankung
Hashimoto kurz erklärt
Gut mit Hashimoto leben
Ernährung bei Hashimoto
Wie macht sich eine Dysbiose im Darm bemerkbar?
Stärken Sie Ihren Darm mit gesunder Ernährung
Kohlenhydrate – die Energielieferanten
Proteine – für einen leistungsfähigen Körper
Vegetarische und vegane Ernährung
Fette – für einen funktionierenden Hormonhaushalt
Die häufigsten Trigger
Wie erkennen Sie ein unverträgliches Nahrungsmittel?
So funktioniert eine Auslassdiät
Lektine in der Nahrung
Nachtschattengewächse
Soja
Gluten: Worin ist es enthalten? Wie identifiziere ich es?
Wie erkennen Sie glutenhaltige Lebensmittel?
Milchprodukte
Zucker: Wo versteckt er sich?
Den Blutzucker stabilisieren – warum es so wichtig ist
Woran erkennen Sie eine Insulinresistenz?
Was können Sie tun?
Richtig einkaufen, unterwegs essen
Tipps für den Restaurantbesuch
Snacks to go
Wenn es schnell gehen muss
Richtig einkaufen
Obst und Gemüse
Fleisch
Fisch
Tiefkühlkost
Verpackung
Organisation
Einkaufs-Tabellen
So lesen Sie die Tabellen
Gemüse
Obst
Fisch, Meerestiere, Fleisch, Geflügel und Eier
Hülsenfrüchte
Getreide, Pseudogetreide und Ersatzmehle
Milchprodukte und Milchersatzprodukte
Nüsse, Samen, Öle und Fette
Kräuter, Gewürze und Würzmittel
Superfoods
Süßungsmittel
Getränke
Süßigkeiten und Gebäck
Industriell hergestellte Produkte, Fertigprodukte und -gerichte
Supplemente & Superfoods
Supplemente – stets versorgt
Mängel, die bei Hashimoto häufig vorkommen
Vitamin D
Zink
Selen
Eisen
Magnesium
Vitamin B12
Jod
Omega-3-Fettsäuren
Unterstützung für Immunsystem, Leber und Darm
Empfehlungen von Diana Zichner
Autorenvorstellung
Sachverzeichnis
Impressum
© ratmaner/stock.adobe.com
Ihr Lebensstil und insbesondere Ihre Ernährung spielen eine große Rolle dabei, wie gut es Ihnen mit Hashimoto geht.
Was ist Hashimoto eigentlich? Welche Auslöser gibt es? Wie kann sich die Erkrankung zeigen? Und wie stellt der Arzt die Diagnose?
Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine autoimmun verursachte Schilddrüsenentzündung, bei der das fehlgeleitete Immunsystem spezielle Antikörper bildet, welche die Zellen der Schilddrüse zerstören. Durch die Schädigung des Schilddrüsengewebes ist die Schilddrüse nicht mehr in der Lage, genügend Hormone zu produzieren. Daraus resultiert eine Schilddrüsenunterfunktion. Der Körper wird nicht mehr ausreichend mit den nötigen Hormonen versorgt, die für viele Funktionen im Körper zuständig sind. Hierzu gehören ein schnurrender Stoffwechsel, ein fittes Herz-Kreislauf-System, eine gute Verdauung sowie Muskel- und Nervenfunktionen. Fehlen uns Schilddrüsenhormone, funktioniert unser Motor nicht richtig und wir fühlen uns träge und energielos. Oftmals bleibt die Erkrankung viele Jahre unentdeckt. Die Symptome sind vielfältig und auch der Verlauf ist von Patient zu Patient unterschiedlich.
Wie kommt es zu einer Hashimoto-Thyreoiditis? Meist bedarf es mehrerer Auslöser für eine Autoimmunerkrankung. Folgende Faktoren sind bekannt, die zu einem Entstehen einer Hashimoto-Thyreoiditis führen können.
Mögliche Hashimoto-Auslöser:
Störungen der Darmgesundheit und Unverträglichkeiten wie Glutensensitivität, Leaky Gut, Zöliakie
genetische Veranlagung
hormonelle Veränderungen in der Pubertät, nach der Entbindung, in der Menopause
Zufuhr hoher Dosen von Jod
chronische Infekte und Virusinfektionen z. B. mit dem Eppstein-Barr-Virus (EBV)
Stress (Familien- und Beziehungsprobleme, Schwierigkeiten bei der Arbeit, finanzielle Sorgen)
Die Symptome sind manchmal unspezifisch und anfangs schwer zuzuordnen. Zu Beginn und auch später während eines Schubes können durch die Zerstörung des Schilddrüsengewebes Hormone freigesetzt werden, was zu einer kurzfristigen Überfunktion mit den typischen Symptomen wie beispielsweise Herzrasen, Zittern, innerer Unruhe und Kopfschmerzen führen kann. Generell verursacht Hashimoto aber Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion.
Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion:
Müdigkeit, allgemeine körperliche Erschöpfung, fehlende Belastbarkeit
Konzentrationsschwäche, Gedächtnisschwäche, Wortfindungsstörungen
hoher Blutdruck mit Puls unter 70, Herzstolpern, Herzrasen
Angst- und Panikattacken, Gereiztheit, depressive Verstimmungen
trockene, struppige und glanzlose Haare, Haarausfall, brüchige Fingernägel
teigige, trockene Haut (Myxödem)
Verstopfung, Blähungen
frieren, nächtliches Schwitzen
Gewichtszunahme unabhängig von der Kalorienzufuhr, selten Gewichtsabnahme
Zyklusstörungen bei der Frau, unerfüllter Kinderwunsch, Neigung zu Fehlgeburten
Abnahme des sexuellen Verlangens
nächtliches Kribbeln und Einschlafen von Händen und Unterarmen (Karpaltunnelsyndrom)
nachlassendes Hörvermögen, Ohrgeräusche
Nackenverspannung, Nackenschmerzen
Lidrandentzündung, Lidödem, geschwollene Nasenschleimhaut
Die Aktivität des Immunsystems und somit des Autoimmungeschehens kann weitere Symptome hervorrufen.
Autoimmun-Symptome:
Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen und Verhärtung von Sehnen und Muskeln
Hautveränderungen wie z. B. Urticaria, Rosazea
Trockenheit der Schleimhäute (Sicca-Syndrom)
Schwindel, unsicherer Gang, neurologische Symptome (Neuritiden)
allgemeine Schwäche, geringe Belastbarkeit
Übelkeit und Magen-Darm-Probleme, Verdauungsprobleme
Augenerkrankung (endokrine Orbitopathie)
grippeähnliche Symptome, Lymphknotenschwellung, Fieber
erhöhte Leberwerte
stecknadelkopfgroße, weiße Flecken auf den Unterarmen
Komorbide Autoimmunerkrankungen: In Verbindung mit der Hashimoto-Thyreoiditis können bei etwa 25 % der Erkrankten andere zusätzliche Autoimmunerkrankungen auftreten oder bereits bestehen. Hierzu gehören beispielsweise Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Zöliakie, Diabetes Typ 1, Vitiligo, Morbus Addison, Myasthenia gravis oder Lupus erythematodes.
Hashimoto-Diagnose: Anhand von Blutwerten wie den Schilddrüsenparametern TSH, freies T3, freies T4, TPO-, TG- und TR-Antikörpern und einer Ultraschalluntersuchung kann Hashimoto durch einen Arzt dingfest gemacht werden.
Hashimoto ist bisher nicht heilbar. Mit einer Änderung des Lebensstils ist es jedoch möglich, die Autoimmunerkrankung in Remission, d. h. zum Stillstand zu bringen. Überlegen Sie, was Sie in diese Situation gebracht haben könnte und was Sie verändern müssen, damit Sie sich wieder gut fühlen. Hier wird es meist etwas unbequem. Es ist notwendig, selbst aktiv zu werden. Das ist gar nicht so einfach, wenn die nötige Energie fehlt. Ärzte können uns unterstützend durch Bestimmung von Werten und auch richtungsweisend begleiten. Den Weg zur Besserung müssen wir selbst in Angriff nehmen. Neben der richtigen hormonellen Einstellung spielt Ernährung eine große Rolle und ist eine Säule, um in Remission zu gelangen. Eine Auswahl an möglichst naturbelassenen Nahrungsmitteln, angepasst an die eigenen Bedürfnisse und Verträglichkeiten, wird Ihnen Energie und einen leistungsfähigen Körper zurückgeben. Aber auch weitere wichtige Säulen wie ausreichender und erholsamer Schlaf, Stressreduktion, Bewegung, ein gesunder Darm und eine fitte Leber sind wichtig für Ihre Hormonbalance und das gesamte Wohlbefinden. Das sollten Sie auf keinen Fall außer Acht lassen. Ein ganzheitlicher Ansatz ist unausweichlich und nur dieser wird Sie voranbringen. Achten Sie auf sich und nehmen sich unbedingt Auszeiten. Seien Sie nicht zu streng mit sich selbst, wenn die Ernährungsumstellung nicht sofort klappt. Auch kleinere Schritte führen vorwärts.
Kommen wir nun zur Ernährung bei Hashimoto. Hier sei gesagt, sie ist so individuell wie die Erkrankung selbst.
Was dem einen gut bekommt, kann bei jemand anderem starke Reaktionen hervorrufen. Die eine »Hashimoto-Diät« gibt es nicht, jedoch einige Nahrungsmittel, die eine Autoimmunerkrankung triggern können. Dessen sollten Sie sich bewusst sein und für sich herausfinden, welche Nahrungsmittel Ihnen dauerhaft Probleme bereiten und welche Ihr Wohlbefinden steigern. Die Mühe lohnt sich! Machen Sie sich unbedingt frei von starren Ernährungsformen.
Entscheiden Sie sich für eine ausgewogene, antientzündliche Ernährung mit frischen, unverarbeiteten, hochwertigen Nahrungsmitteln ohne ungesunde Zusätze. Je naturbelassener die Lebensmittel, desto leichter hat es Ihr Darm, diese verdauen und verarbeiten zu können. So kann sich Ihr Immunsystem wieder beruhigen. Viel zu oft greifen wir auf Industrienahrung zurück, weil die Zubereitung so schnell und einfach ist. Industriell verarbeitete Lebensmittel enthalten jedoch meist zu viele Kohlenhydrate, Zucker, schädliche Transfette und eine Vielzahl an künstlichen Zusatzstoffen. Bedenken Sie, dass viele dieser Stoffe Ihrem Darm fremd sind. Ist die Darmbarriere nicht mehr intakt, wird gleichzeitig Ihr Immunsystem in Alarmbereitschaft gebracht. Wussten Sie, dass 80 % Ihres Immunsystems im Darm sitzt? Hier liegt auch häufig das Problem. Eine aus dem Lot geratene Darmflora ist meist der Beginn des Schlamassels.
Unser Darm ist ein hoch komplexes System und wird von einer schützenden Schleimhautschicht ausgekleidet. Diese Schleimhaut in unserem Darm sorgt für eine Barriere zwischen der Außenwelt und unserem Körperinneren. Sie kleidet aber nicht nur unseren Darm aus, sondern auch unseren Mund, die Speiseröhre und unseren Magen. Sie verhindert, dass aufgenommene Keime, Umweltgifte, Viren und Bakterien in unseren Körper gelangen und sorgt gleichzeitig dafür, dass alles Unbrauchbare mit dem Stuhl wieder ausgeschieden wird. Nur die wichtigen Nährstoffe, die der Körper aus der Nahrung benötigt, werden durch die Darmschleimhaut über die Darmwand in den Blutkreislauf geschleust. Die geregelte Aufnahme über die Darmepithelzellen funktioniert aber nur dann, wenn die Zellzwischenräume durch »Tight Junctions« ausreichend abgedichtet sind. Weist die Darmepithelschicht »Löcher« auf (Leaky Gut) können Giftstoffe und Bakterien hindurchkommen.
Damit diese Verbindungen intakt bleiben und alle Nährstoffe ausreichend über die Darmepithelzellen aufgenommen werden können, müssen die im Darm befindlichen Bakterien, die die Darmflora bilden, im Gleichgewicht sein. Die Darmflora, welche auch Mikrobiom genannt wird, besteht aus Billionen von nützlichen und schädlichen Bakterien. Zu den nützlichen gesundheitsförderlichen Darmbakterien, deren Anteil überwiegen sollte, zählen die Lakto- und Bifidobakterien. Diese ernähren sich von Ballaststoffen
