Richtig einkaufen bei Hashimoto - Diana Zichner - E-Book

Richtig einkaufen bei Hashimoto E-Book

Diana Zichner

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Beschreibung

Die richtigen Lebensmittel auswählen

Das ist bei dieser Autoimmunerkrankung der Schilddrüse gar nicht so einfach. Was kann ich gut essen, was bereitet mir Beschwerden? Wie gehe ich mit Unverträglichkeiten auf Gluten, Soja, Zucker oder Lektinen um? Wie kann ich dennoch genussvoll essen?

Hier finden Sie alles auf einen Blick:

Lebensmittel-Ampel: sofort erkennen, was geeignet ist und was Sie besser nicht kaufen.

Nährstoffe und Superfoods: Wie Sie einen Mangel an Vitalstoffen ausgleichen und wie Kurkuma, Probiotika, Gerstengras & Co. Ihr Immunsystem unterstützen.

Auswärts essen: Die besten Tipps für beschwerdefreien Genuss auch im Restaurant und unterwegs.

Die ideale Ergänzung zu Ratgeber und Kochbuch!

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 88

Veröffentlichungsjahr: 2022

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Richtig einkaufen bei Hashimoto

Lebensmittel, Checklisten, Vitamine, Nährstoffe. Trigger erkennen und vermeiden

Diana Zichner

1. Auflage 2022

10 Abbildungen

Liebe Leserin, lieber Leser,

sind Sie von einer Hashimoto-Thyreoiditis betroffen und haben Ihr Wohlbefinden noch nicht zurückerlangt? Haben Sie bereits mehrere Ratgeber gelesen und wissen nicht so recht, wie Sie die Flut an Informationen rund um die Ernährung bei Hashimoto umsetzen sollen? Ich bin selbst von der Autoimmunerkrankung betroffen und kann daher nachempfinden, wie Sie sich fühlen. Nach meiner Diagnose vor 14 Jahren begann ich, sämtliche Informationen über die noch recht unbekannte Autoimmunerkrankung zu sammeln. Mich plagten beinahe alle Symptome, die bei einer Hashimoto-Thyreoiditis beschrieben werden. Mein Wissen wurde immer umfangreicher, ich stellte meine Ernährung um, probierte vieles aus, sodass ich mein Wohlbefinden nach und nach zurückerlangte.

Der Wunsch, all meine Erfahrungen an Betroffene weiterzugeben, wuchs. Ich absolvierte eine Ausbildung zur ganzheitlichen Ernährungs- und Gesundheitsberaterin und vertiefte meine Kenntnisse rund um die Darmgesundheit. Mein eigener Weg war sehr lang und holprig. Damals hätte ich mir eine erfahrene Begleitung gewünscht. In meinen Coachings stellte ich fest, dass auch viele andere Betroffene mehr Anleitung und Unterstützung benötigen. Auch auf meinem persönlichen Weg kamen ebenso immer wieder Fragen auf wie: »Was darf ich überhaupt noch essen?«, »Wie finde ich heraus, was mir guttut?«, »Wo finde ich eine Liste der empfohlenen Nahrungsmittel?«, »Gibt es so etwas für die Handtasche?« Der Anlass für diesen kleinen Einkaufsführer, den Sie gerade in Ihren Händen halten, war gegeben. Er soll Ihnen spielend einfach die Richtung für Ihre Ernährung vorgeben und begleitet Sie gern zum Einkauf. Anhand der Einkaufs-Tabellen können Sie auch im Laden blitzschnell nachschlagen. Ernährung spielt zweifelsohne eine große Rolle, um Hashimoto in den Griff oder sogar zum Stillstand zu bekommen. Ausführlichere Informationen rund um Hashimoto erhalten Sie auch in meinem Buch Meine Hashimoto-Ernährung, ebenfalls erschienen im TRIAS Verlag.

Nun hoffe ich, dass dieses kleine Büchlein hilfreich für Sie ist, und wünsche Ihnen viel Erfolg auf Ihrem Weg zu einem guten Leben mit Hashimoto.

Ihre Diana Zichner

Inhaltsverzeichnis

Titelei

Liebe Leserin, lieber Leser,

Die Erkrankung

Hashimoto kurz erklärt

Gut mit Hashimoto leben

Ernährung bei Hashimoto

Wie macht sich eine Dysbiose im Darm bemerkbar?

Stärken Sie Ihren Darm mit gesunder Ernährung

Kohlenhydrate – die Energielieferanten

Proteine – für einen leistungsfähigen Körper

Vegetarische und vegane Ernährung

Fette – für einen funktionierenden Hormonhaushalt

Die häufigsten Trigger

Wie erkennen Sie ein unverträgliches Nahrungsmittel?

So funktioniert eine Auslassdiät

Lektine in der Nahrung

Nachtschattengewächse

Soja

Gluten: Worin ist es enthalten? Wie identifiziere ich es?

Wie erkennen Sie glutenhaltige Lebensmittel?

Milchprodukte

Zucker: Wo versteckt er sich?

Den Blutzucker stabilisieren – warum es so wichtig ist

Woran erkennen Sie eine Insulinresistenz?

Was können Sie tun?

Richtig einkaufen, unterwegs essen

Tipps für den Restaurantbesuch

Snacks to go

Wenn es schnell gehen muss

Richtig einkaufen

Obst und Gemüse

Fleisch

Fisch

Tiefkühlkost

Verpackung

Organisation

Einkaufs-Tabellen

So lesen Sie die Tabellen

Gemüse

Obst

Fisch, Meerestiere, Fleisch, Geflügel und Eier

Hülsenfrüchte

Getreide, Pseudogetreide und Ersatzmehle

Milchprodukte und Milchersatzprodukte

Nüsse, Samen, Öle und Fette

Kräuter, Gewürze und Würzmittel

Superfoods

Süßungsmittel

Getränke

Süßigkeiten und Gebäck

Industriell hergestellte Produkte, Fertigprodukte und -gerichte

Supplemente & Superfoods

Supplemente – stets versorgt

Mängel, die bei Hashimoto häufig vorkommen

Vitamin D

Zink

Selen

Eisen

Magnesium

Vitamin B12

Jod

Omega-3-Fettsäuren

Unterstützung für Immunsystem, Leber und Darm

Empfehlungen von Diana Zichner

Autorenvorstellung

Sachverzeichnis

Impressum

© ratmaner/stock.adobe.com

Die Erkrankung

Ihr Lebensstil und insbesondere Ihre Ernährung spielen eine große Rolle dabei, wie gut es Ihnen mit Hashimoto geht.

Hashimoto kurz erklärt

Was ist Hashimoto eigentlich? Welche Auslöser gibt es? Wie kann sich die Erkrankung zeigen? Und wie stellt der Arzt die Diagnose?

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine autoimmun verursachte Schilddrüsenentzündung, bei der das fehlgeleitete Immunsystem spezielle Antikörper bildet, welche die Zellen der Schilddrüse zerstören. Durch die Schädigung des Schilddrüsengewebes ist die Schilddrüse nicht mehr in der Lage, genügend Hormone zu produzieren. Daraus resultiert eine Schilddrüsenunterfunktion. Der Körper wird nicht mehr ausreichend mit den nötigen Hormonen versorgt, die für viele Funktionen im Körper zuständig sind. Hierzu gehören ein schnurrender Stoffwechsel, ein fittes Herz-Kreislauf-System, eine gute Verdauung sowie Muskel- und Nervenfunktionen. Fehlen uns Schilddrüsenhormone, funktioniert unser Motor nicht richtig und wir fühlen uns träge und energielos. Oftmals bleibt die Erkrankung viele Jahre unentdeckt. Die Symptome sind vielfältig und auch der Verlauf ist von Patient zu Patient unterschiedlich.

Wie kommt es zu einer Hashimoto-Thyreoiditis? Meist bedarf es mehrerer Auslöser für eine Autoimmunerkrankung. Folgende Faktoren sind bekannt, die zu einem Entstehen einer Hashimoto-Thyreoiditis führen können.

Mögliche Hashimoto-Auslöser:

Störungen der Darmgesundheit und Unverträglichkeiten wie Glutensensitivität, Leaky Gut, Zöliakie

genetische Veranlagung

hormonelle Veränderungen in der Pubertät, nach der Entbindung, in der Menopause

Zufuhr hoher Dosen von Jod

chronische Infekte und Virusinfektionen z. B. mit dem Eppstein-Barr-Virus (EBV)

Stress (Familien- und Beziehungsprobleme, Schwierigkeiten bei der Arbeit, finanzielle Sorgen)

Die Symptome sind manchmal unspezifisch und anfangs schwer zuzuordnen. Zu Beginn und auch später während eines Schubes können durch die Zerstörung des Schilddrüsengewebes Hormone freigesetzt werden, was zu einer kurzfristigen Überfunktion mit den typischen Symptomen wie beispielsweise Herzrasen, Zittern, innerer Unruhe und Kopfschmerzen führen kann. Generell verursacht Hashimoto aber Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion.

Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion:

Müdigkeit, allgemeine körperliche Erschöpfung, fehlende Belastbarkeit

Konzentrationsschwäche, Gedächtnisschwäche, Wortfindungsstörungen

hoher Blutdruck mit Puls unter 70, Herzstolpern, Herzrasen

Angst- und Panikattacken, Gereiztheit, depressive Verstimmungen

trockene, struppige und glanzlose Haare, Haarausfall, brüchige Fingernägel

teigige, trockene Haut (Myxödem)

Verstopfung, Blähungen

frieren, nächtliches Schwitzen

Gewichtszunahme unabhängig von der Kalorienzufuhr, selten Gewichtsabnahme

Zyklusstörungen bei der Frau, unerfüllter Kinderwunsch, Neigung zu Fehlgeburten

Abnahme des sexuellen Verlangens

nächtliches Kribbeln und Einschlafen von Händen und Unterarmen (Karpaltunnelsyndrom)

nachlassendes Hörvermögen, Ohrgeräusche

Nackenverspannung, Nackenschmerzen

Lidrandentzündung, Lidödem, geschwollene Nasenschleimhaut

Die Aktivität des Immunsystems und somit des Autoimmungeschehens kann weitere Symptome hervorrufen.

Autoimmun-Symptome:

Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen und Verhärtung von Sehnen und Muskeln

Hautveränderungen wie z. B. Urticaria, Rosazea

Trockenheit der Schleimhäute (Sicca-Syndrom)

Schwindel, unsicherer Gang, neurologische Symptome (Neuritiden)

allgemeine Schwäche, geringe Belastbarkeit

Übelkeit und Magen-Darm-Probleme, Verdauungsprobleme

Augenerkrankung (endokrine Orbitopathie)

grippeähnliche Symptome, Lymphknotenschwellung, Fieber

erhöhte Leberwerte

stecknadelkopfgroße, weiße Flecken auf den Unterarmen

Komorbide Autoimmunerkrankungen: In Verbindung mit der Hashimoto-Thyreoiditis können bei etwa 25 % der Erkrankten andere zusätzliche Autoimmunerkrankungen auftreten oder bereits bestehen. Hierzu gehören beispielsweise Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Zöliakie, Diabetes Typ 1, Vitiligo, Morbus Addison, Myasthenia gravis oder Lupus erythematodes.

Hashimoto-Diagnose: Anhand von Blutwerten wie den Schilddrüsenparametern TSH, freies T3, freies T4, TPO-, TG- und TR-Antikörpern und einer Ultraschalluntersuchung kann Hashimoto durch einen Arzt dingfest gemacht werden.

Gut mit Hashimoto leben

Hashimoto ist bisher nicht heilbar. Mit einer Änderung des Lebensstils ist es jedoch möglich, die Autoimmunerkrankung in Remission, d. h. zum Stillstand zu bringen. Überlegen Sie, was Sie in diese Situation gebracht haben könnte und was Sie verändern müssen, damit Sie sich wieder gut fühlen. Hier wird es meist etwas unbequem. Es ist notwendig, selbst aktiv zu werden. Das ist gar nicht so einfach, wenn die nötige Energie fehlt. Ärzte können uns unterstützend durch Bestimmung von Werten und auch richtungsweisend begleiten. Den Weg zur Besserung müssen wir selbst in Angriff nehmen. Neben der richtigen hormonellen Einstellung spielt Ernährung eine große Rolle und ist eine Säule, um in Remission zu gelangen. Eine Auswahl an möglichst naturbelassenen Nahrungsmitteln, angepasst an die eigenen Bedürfnisse und Verträglichkeiten, wird Ihnen Energie und einen leistungsfähigen Körper zurückgeben. Aber auch weitere wichtige Säulen wie ausreichender und erholsamer Schlaf, Stressreduktion, Bewegung, ein gesunder Darm und eine fitte Leber sind wichtig für Ihre Hormonbalance und das gesamte Wohlbefinden. Das sollten Sie auf keinen Fall außer Acht lassen. Ein ganzheitlicher Ansatz ist unausweichlich und nur dieser wird Sie voranbringen. Achten Sie auf sich und nehmen sich unbedingt Auszeiten. Seien Sie nicht zu streng mit sich selbst, wenn die Ernährungsumstellung nicht sofort klappt. Auch kleinere Schritte führen vorwärts.

Ernährung bei Hashimoto

Kommen wir nun zur Ernährung bei Hashimoto. Hier sei gesagt, sie ist so individuell wie die Erkrankung selbst.

Was dem einen gut bekommt, kann bei jemand anderem starke Reaktionen hervorrufen. Die eine »Hashimoto-Diät« gibt es nicht, jedoch einige Nahrungsmittel, die eine Autoimmunerkrankung triggern können. Dessen sollten Sie sich bewusst sein und für sich herausfinden, welche Nahrungsmittel Ihnen dauerhaft Probleme bereiten und welche Ihr Wohlbefinden steigern. Die Mühe lohnt sich! Machen Sie sich unbedingt frei von starren Ernährungsformen.

Entscheiden Sie sich für eine ausgewogene, antientzündliche Ernährung mit frischen, unverarbeiteten, hochwertigen Nahrungsmitteln ohne ungesunde Zusätze. Je naturbelassener die Lebensmittel, desto leichter hat es Ihr Darm, diese verdauen und verarbeiten zu können. So kann sich Ihr Immunsystem wieder beruhigen. Viel zu oft greifen wir auf Industrienahrung zurück, weil die Zubereitung so schnell und einfach ist. Industriell verarbeitete Lebensmittel enthalten jedoch meist zu viele Kohlenhydrate, Zucker, schädliche Transfette und eine Vielzahl an künstlichen Zusatzstoffen. Bedenken Sie, dass viele dieser Stoffe Ihrem Darm fremd sind. Ist die Darmbarriere nicht mehr intakt, wird gleichzeitig Ihr Immunsystem in Alarmbereitschaft gebracht. Wussten Sie, dass 80 % Ihres Immunsystems im Darm sitzt? Hier liegt auch häufig das Problem. Eine aus dem Lot geratene Darmflora ist meist der Beginn des Schlamassels.

Unser Darm ist ein hoch komplexes System und wird von einer schützenden Schleimhautschicht ausgekleidet. Diese Schleimhaut in unserem Darm sorgt für eine Barriere zwischen der Außenwelt und unserem Körperinneren. Sie kleidet aber nicht nur unseren Darm aus, sondern auch unseren Mund, die Speiseröhre und unseren Magen. Sie verhindert, dass aufgenommene Keime, Umweltgifte, Viren und Bakterien in unseren Körper gelangen und sorgt gleichzeitig dafür, dass alles Unbrauchbare mit dem Stuhl wieder ausgeschieden wird. Nur die wichtigen Nährstoffe, die der Körper aus der Nahrung benötigt, werden durch die Darmschleimhaut über die Darmwand in den Blutkreislauf geschleust. Die geregelte Aufnahme über die Darmepithelzellen funktioniert aber nur dann, wenn die Zellzwischenräume durch »Tight Junctions« ausreichend abgedichtet sind. Weist die Darmepithelschicht »Löcher« auf (Leaky Gut) können Giftstoffe und Bakterien hindurchkommen.

Damit diese Verbindungen intakt bleiben und alle Nährstoffe ausreichend über die Darmepithelzellen aufgenommen werden können, müssen die im Darm befindlichen Bakterien, die die Darmflora bilden, im Gleichgewicht sein. Die Darmflora, welche auch Mikrobiom genannt wird, besteht aus Billionen von nützlichen und schädlichen Bakterien. Zu den nützlichen gesundheitsförderlichen Darmbakterien, deren Anteil überwiegen sollte, zählen die Lakto- und Bifidobakterien. Diese ernähren sich von Ballaststoffen