22,99 €
Wo fängt man an und wo hört man auf, will man die »Grüne Insel« in all ihrer Schönheit und Vielfalt bereisen? Am besten folgen Sie den Roadtrip-Ideen dieses Reiseführers. Etwa dem Wild Atlantic Way entlang der Westküste Irlands oder der Causeway Coastal Route von Belfast bis Londonderry in Nordirland. Natürlich sollte auch Dublin auf Ihrer Reise nicht fehlen, genauso wenig wie der Shannon River und der Ring of Kerry.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 259
Veröffentlichungsjahr: 2023
WILLKOMMEN IN IRLAND
OHNE REGEN KEIN REGENBOGEN
ROUTE 1: VON DUBLIN NACH WEXFORD / AUF DEN SPUREN DER WIKINGER
1Dublin / Die Heimat des Guinness
Das Wasser des Lebens / Irischer Whiskey
2Die Wicklow Mountains / Nationalpark des Ostens
3Carlow / Herzlich willkommen im »Dolmen County«
4Kilkenny / Reise in die Vergangenheit – das mittelalterliche Irland
5Wexford / Sonne, Sand und Meer
ROUTE 2: UNTERWEGS IN CORK / WILLKOMMEN IM WILDEN WESTEN
1Cork City / Die stolze Hauptstadt der Rebellen
2Skibbereen und Mizen-Halbinsel / Am Rand der Welt
3Beara Halbinsel / Der Ring of Beara
ROUTE 3: DER BERÜHMTE RING OF KERRY / IRLAND WIE IM BILDERBUCH
1Killarney / Wie aus einem Märchen
2Dingle / Where the craic is mighty
3Tralee / Schön wie eine Rose
ROUTE 4: CLARE / MALERISCHE LANDSCHAFTEN IM WESTEN
1Limerick / Auf zu neuen Ufern!
2Loop Head / Atemberaubende Küstenlinie mit schroffen Klippen
3Cliffs of Moher / Die wohl bekanntesten Klippen der Welt!
4Aran Islands / Die Inseln der Galway Bay
Der fruchtbare Stein / Der Burren
5Lisdoonvarna / Ein kleiner, zauberhafter Ort zum Verlieben
ROUTE 5: GALWAY UND CONNEMARA / WILDE SCHÖNHEIT
1Galway / Die viel besungene Hafenstadt, kunterbunt und laut
2Connemara / Mehr als ein Nationalpark
3Westport / Das Tor zu Mayo
ROUTE 6: MAYO / EINE REISE ANS ENDE DER WELT
1Achill Island / Hoch hinaus!
2Die Mullet-Halbinsel / Weit weg vom Rest der Welt, mitten im Nirgendwo
3Nord Mayo / Ein Lied von Torf und Wasser
ROUTE 7: SLIGO UND LEITRIM / NAH AM WASSER GEBAUT
1Carrick-on-Shannon / Umgeben von Wasser
2Sligo / Märchen, Muscheln und Meer
Surfen in Irland / Mehr Liebe zum Meer
3Cladagh Glen / Das Höhlensystem der Marble Arch Caves
ROUTE 8: IM SÜDWESTEN VON DONEGAL / DIE REISE IN DEN NORDEN BEGINNT
1Donegal Town / Vier Meister und ein Schloss
2Slieve League / Wolkenfänger
3Ardara / Craic agus Ceol
ROUTE 9: VON ARRANMORE BIS DERRY / UNTERWEGS ZUM NÖRDLICHSTEN PUNKT IRLANDS
1Arranmore / Raue Inselschönheit
Gaeltacht / Irish at its Best
2Gweedore / Hier wird Tradition gelebt
3Inishowen / Ganz im Norden der Insel
4Derry / Willkommen in Nordirland
ROUTE 10: CAUSEWAY COASTAL ROUTE NACH BELFAST / IMMER AN DER KÜSTE ENTLANG
1The Giant’s Causeway / Von Helden und Riesen
2Rathlin Island / Vom Wind gepeitschtes Vogelparadies
3Glens of Antrim / Zwischen alten Ruinen, sattem Grün und rauem Meer
4Belfast / Die Hauptstadt des Nordens
Titanic / Die Geburtsstätte des tragischen Ozeanriesen
5Newcastle / Reizendes Fischerdorf mit perfektem Badestrand am Meer
ROUTE 11: ZWISCHEN LEGENDEN UND GESCHICHTE / EINE REISE IN DIE VERGANGENHEIT
1Cooley-Halbinsel / Schauplatz epischer Schlachten in vergangenen Zeiten
2The Hill of Tara und New Grange / Spuren vergangener Kulturen
3Tullamore / Mehr als nur Whiskey
Autos fahren und mieten in Irland / Nur nicht die Nerven verlieren
Inkas Roadtrip-Playlist / Ein musikalischer Wegweiser
Register
Bildnachweis
Impressum
Landschaft in Pastell in Donegal
Der »Druid’s Altar« in Drombeg ist 1500 Jahre alt.
Bunte Fassaden in Kinsale
Unterwegs auf der Old Military Road in Wicklow
Klassische Wegweiser für den Wild Atlantic Way
Pubs – Orte für Zusammenkunft und Austausch
Idyllische Landschaft im Gleninchaquin Park
Vom Doonagore Castle in Doolin aus kann man die Arran Islands im Hintergrund sehen.
WILLKOMMEN IN IRLAND
Irland ist in den letzten Jahren zu einem immer beliebteren Reiseziel geworden. Charmante Menschen, unzählige Schafe und mystische Landschaften verzaubern die Besucher. Auch das Wetter kann die ausgelassene Stimmung und spektakulären Aussichten nicht trüben.
Die Insel im Atlantik teilt sich in zwei Staaten: das kleinere Nordirland (Teil von Großbritannien) und die wesentlich größere Republik Irland (Teil der Europäischen Union). Von den 80 irischen Inseln sind nur etwa 20 bewohnt. Irland hat heute etwas über fünf Millionen Einwohner, das sind noch immer knapp vier Millionen weniger Menschen als vor der großen Hungersnot von 1841 bis 1845. 30 Prozent der Iren leben in ländlichen Regionen, das ist mehr als der europäische Durchschnitt. Außerdem ist die Bevölkerung auf der Insel auch eine der weltweit jüngsten, das liegt vor allem an dem Wachstum in den letzten Jahrzehnten.
Der Spitzname könnte passender nicht sein. Irland ist zwar unbestreitbar grün, doch in dem Ausdruck verbirgt sich eine größere Bedeutung als das Offensichtliche. Die Bezeichnung entstammt dem Gedicht »When Erin First Rose« von William Drennan. Der Belfaster war Arzt, politischer Aktivist und Poet. Unter anderem war er beteiligt an der Gründung der Society of United Irishmen. Später arbeitete der Pazifist für eine der ersten Akademien in Irland, die Protestanten und Katholiken unterrichtete.
Irland ist die einzige Nation der Welt, die ein Musikinstrument als offizielles Wappenzeichen hat. Das Saiteninstrument ist eng verwoben mit der irischen Mythologie und der Religion. Über Jahrhunderte hinweg waren die Iren bekannt für ihr besonders virtuoses Harfenspiel. Erstmals nutzte der legendäre Hochkönig Brian Boru das Symbol, um das Land zu vereinen.
So viele werden in Irland zumindest ungefähr gezählt. Die Zahl inkludiert auch jede Art von Fort oder anderen Befestigungen. Ob intakt oder in Ruinen, gigantisch groß oder klein und eingefallen, es gibt wirklich keinen Weg an ihnen vorbei.
Diese kulinarische Kreation hat mich beim ersten Mal ganz schön zum Lachen gebracht. Es handelt sich dabei um ein Irish Breakfast in einem Baguette-Brötchen, komplett mit Würstchen, Bacon, Baked Beans, Ei, Hashbrown und mehr. Man bekommt es morgens bei jeder Tankstelle mit Hot Deli.
Nur Schweden gewann den Eurovision Song Contest so oft wie Irland. Außerdem hält die Nation auch den Rekord für die meisten Siege in Folge (drei Mal von 1992 bis 1994).
Das dreiblättrige Kleeblatt ist Irlands Nationalblume, auch wenn es sich streng genommen nicht um eine Blume handelt. Der Name entspringt dem irischen Wort seamróg (junger Klee). Schon die Kelten glaubten, dass alles Wichtige in der Welt in drei Formen kommt (Erde, Himmel und Meer/die drei Phasen des Lebens).
… sind die drei Farben der irischen Flagge. Grün symbolisiert den Katholizismus und Orange den Protestantismus im Land. Das Weiß in der Trikolore steht stellvertretend für den Frieden zwischen den zwei Konfessionsgruppen.
Irland gehört zu den wenigen Ländern dieser Welt, in denen es keine wild lebenden Schlangen gibt. Auch wenn es heißt, das wäre St. Patrick zu verdanken, so gab es auch schon vorher keine Kriechtiere dieser Art auf der Insel.
OHNE REGEN KEIN REGENBOGEN
Wer an Irland denkt, der denkt wahrscheinlich zuerst an Regen, Guinness, grüne Wiesen, Steinmauern und Schafe. Und während man das alles auch auf der Insel im Atlantik findet, bietet das kleine Land mit seiner reichen Kultur, Geschichte und dramatischen Küste doch so viel mehr.
Das Wetter ist, nun ja, zugegebenermaßen durchwachsen. Es ist nicht selten, dass man in den Genuss aller vier Jahreszeiten und sämtlicher Wetterverhältnisse in wenigen Stunden kommt. Deshalb sollte man dementsprechend packen, um sich zu wappnen, und auch im Sommer einen dicken Pulli mitbringen.
Als ich das erste Mal nach Irland reiste, hatte ich vieles erwartet und doch, wie so oft im Leben, war die Realität dann anders als gedacht. Das hat natürlich mehrere Gründe: Mangelnde Recherche und verinnerlichte Narrative über das Land, die meinem Schulunterricht entspringen. Dort habe ich vor allem vieles über die Armut Irlands gelernt, die große Hungersnot im 19. Jahrhundert und den ewig anhaltenden und brutalen Nordirland-Konflikt. Außerdem ist Irland natürlich auch ein Ort angefüllt mit romantischen Vorstellungen, reich an Mythologie, Regenbögen und geprägt vom Katholizismus. Während all das natürlich irgendwie wahr ist, ist das Irland des 21. Jahrhunderts trotzdem ganz anders, als ich es mir ausgemalt hatte. Die junge Republik war in den letzten Jahrzehnten vor allem vom Wandel geprägt. Vieles verändert sich hier sehr viel schneller als in den größeren und dadurch vielleicht auch trägeren Nachbarländern. Werte werden durchleuchtet und die soziale Frage steht im Fokus der Gesellschaft. So gehört Irland zu den Ländern, in denen nicht nur das ehrenamtliche Engagement, sondern auch die Spendenbereitschaft am höchsten ist (CAF World Giving Index 2019). Ein anderes gutes Beispiel ist die Legalisierung der Eheschließung zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren. Nach einem Referendum wurde Irland zum ersten Land, das die Ehe für alle in vollem Umfang durch einen Volksentscheid anerkannte und gleichstellte.
Die sanfte Hügellandschaft der Dingle Halbinsel ragt über 48 Kilometer in den Atlantik hinein.
Am meisten haben mich persönlich die Menschen hier beeindruckt: Bescheiden, auf eine besondere Art schüchtern, während sie trotzdem ständig den Austausch suchen, und sehr stolz. Iren sind unglaublich freundlich, höflich und hilfsbereit. Und es wird fast ausschließlich der Vorname genutzt. Selbst an offiziellen Stellen, auf Ämtern oder in Banken, duzt man sich. Ich glaube, dass ich noch nie vorher Menschen getroffen habe, die sich so oft entschuldigen. »Sorry« gehört wahrscheinlich zu den am häufigsten gebrauchten Wörtern. Außerdem grüßt man sich gegenseitig immerzu. Oftmals mit einem schlichten »How are you?« Darauf antwortet man eigentlich kaum, vielmehr stellt man meist eine identische Gegenfrage. Und es dauert bestimmt nicht lange, bis man das erste Mal gefragt wird: »Any Craic?« Craic ist das irische Wort für Spaß oder die Freuden des Lebens im Allgemeinen. So werden auch viele Pubs mit den Worten Craic und Ceol beworben. Spaß und Musik, dieses Versprechen wird fast überall in Irland erfüllt.
Die Bedeutung von Gastfreundschaft spürt man auf der Insel während des gesamten Aufenthaltes. Einer der Gründe dafür liegt in der Geschichte. Vor mehr als tausend Jahren galten die Brehon Laws (Richtergesetze) in Irland. Unter anderem besagten sie, dass es obligatorisch ist, selbst Fremden ein gewisses Maß an Gastfreundschaft zu zeigen. Auf der Gegenseite musste sich der Gast dann auch anständig benehmen. Bezahlt wurde damals häufig nicht durch monetäre Mittel, sondern mit Gesang, Geschichten oder Gedichten. Auch heute wird es noch gern gesehen, wenn Gäste sich an den musikalischen Abenden beteiligen und selbst ein Ständchen aus ihrer Heimat vortragen. Es ist sowieso überraschend, wie viele Melodien der irischen Folksongs einem bekannt vorkommen.
Vor allem Rheinländern werden bestimmt einige der Lieder geläufig sein. Beispielsweise »Red is the Rose« oder auch »I'm a Rover«. Der traditionelle Song »The Wild Rover« ist deutschlandweit mit einem anderen Text bekannt unter dem Namen »An der Nordseeküste«. Am besten lernt man das irische Wesen im Pub kennen. Hier kommen Anwohner und Besucher zusammen. Falls man eine Auskunft sucht, findet man dort oft die Informationen, die man braucht. Die Iren helfen einfach unglaublich gern. Und dann ist da natürlich noch das Guinness. Es schmeckt anders, cremiger und ist kein Vergleich zu dem Stout, das man außerhalb der Insel zu probieren bekommt.
In diesem Buch finden sich immer wieder Empfehlungen für Songs, die mit Orten, die auf den Routen besucht werden, oder deren Geschichte zusammenhängen. Das Ergebnis ist eine Playlist, die wie ein akustischer Wegweiser über die Insel und durch die Geschichte führt.
Die vorgestellten Routen sind persönliche Empfehlungen, aber es ist immer ratsam, seinem eigenen Herzen und Instinkt zu folgen. Es gibt so viel zu entdecken. Irland eignet sich perfekt für einen Roadtrip, da die wahren Attraktionen in Irland die Schönheiten der Natur sind. Es gibt keinen besseren Weg, um das Land und die Leute kennenzulernen. Auf Schildern werden sogenannte Viewpoints oder Scenic Routes (Straßen durch besonders malerische Gegenden) gekennzeichnet. Deshalb lohnt es sich ein Auge dafür offen zu halten und sich Zeit für den ein oder anderen Umweg zu nehmen. Es gibt oft Gelegenheiten, ganze Landstriche, zumindest gefühlt, ganz für sich alleine zu haben. Da die Insel nicht so dicht besiedelt ist wie andere europäische Länder, gibt es viel Platz: zum Atmen, für Erkundungstouren und zum Abtauchen, um mit seinen Gedanken alleine zu sein. Ohne Auto kann es teilweise schwierig werden, sich fortzubewegen. Die Infrastruktur des Landes ist eine andere als in Deutschland. Doch in Städten oder größeren Ortschaften ist es stets ratsam das Auto abzustellen und sich zu Fuß auf den Weg zu machen. Viel Spaß und nicht vergessen: Der Weg ist das Ziel, also heißt es ihn zu genießen.
Die kleine Hafenstadt Galway ist inselweit bekannt für ihre »Buskers« (Straßenmusiker).
Die Welt birgt viele Wunder, Abenteuer und spektakuläre Aussichten, die wir gerne erkunden möchten. Doch sie ist auch leicht aus dem Gleichgewicht zu bringen. Hier ein paar Tipps, wie wir unsere Welt nachhaltig entdecken können:
Die Hauptsaison meiden: Wenn wir nicht gerade auf die Ferienzeiten angewiesen sind, können wir der Umwelt einen großen Gefallen tun, indem wir in der Nebensaison verreisen. Damit tragen wir zu einer gleichmäßigeren Auslastung der Umwelt und der Infrastruktur bei und der Urlaub wird dazu auch noch wesentlich entspannter.Die Aufenthaltsdauer dem Reiseziel anpassen: Je weiter das Reiseziel ist, desto länger sollte der Aufenthalt sein. Dadurch lernen wir die Region nicht nur intensiver kennen, sondern stärken sie ganz nebenbei noch durch unsere Ausgaben vor Ort. Anfahrtsintensive Tagesausflüge sollten besser vermieden werden, das bedeutet nur Stress, sowohl für die Umwelt als auch für uns selbst.Umweltbewusst fahren: Reisen mit dem Auto oder Womo sind grundsätzlich umweltfreundlicher als mit dem Flugzeug, dennoch können wir noch mehr tun und zum Beispiel den Kraftstoffverbrauch minimieren, indem wir vorausschauend fahren, so wenig Last wie möglich mit uns führen und die Umgebung vor Ort mit dem Fahrrad oder zu Fuß erkunden.Nur dort parken und campen, wo es erlaubt ist: Selbst, wenn wir uns noch so vorbildlich verhalten und unseren Aufenthaltsort so hinterlassen, wie wir ihn vorgefunden haben, stören wir den Lebensraum von Wildtieren und hinterlassen Spuren und Gerüche. Auch Lagerfeuer entzünden wir ausschließlich an den dafür vorgesehenen Stellen und achten dabei auf Waldbrandstufen und Naturschutzgebiete.Ressourcen gewissenhaft nutzen: Manche Umweltressourcen sind bereits knapp, endlich sind auf jeden Fall alle. Um sie zu schonen, sollten wir sparsam mit ihnen umgehen, gerade in Gegenden, in denen zum Beispiel Wasser oder Strom nicht im Überfluss vorhanden sind.Ein guter Gast sein: Nachhaltig unsere Umgebung zu erkunden bedeutet auch, der hiesigen Flora und Fauna mit Respekt zu begegnen. Pflanzen sollten auf keinen Fall gepflückt werden, aber sie stehen uns bestimmt gerne Modell für das eine oder andere Foto. Das Gleiche gilt für wilde Tiere: Wir füttern sie nicht, halten Abstand und beobachten sie aus der Ferne.Auf den Wegen bleiben: Wer die vorgegebenen Wege verlässt, dringt nicht nur in die Rückzugsräume heimischer Arten ein, sondern trägt auch dazu bei, dass sich neue Wege bilden, was zur Erosion des Bodens führt.Abfall wieder mitnehmen: Plastikverpackungen jeglicher Art, Dosen, Flaschen und Papiertaschentücher (es dauert Jahre, bis sich ein einzelnes Taschentuch vollständig abgebaut hat!) gehören nicht in die Natur, sondern artgerecht entsorgt. Am besten gleich eine wiederverwendbare Brotdose oder Trinkflasche mitnehmen. Dazu zählen natürlich auch Toilettenpapier und der Inhalt von (Chemie-)Toiletten. Entsprechende Entsorgungsstationen finden sich überall.Lokal kaufen: Dadurch lernen wir Land und Leute besser kennen und unterstützen die regionale Wirtschaft, außerdem sind regionale Produkte meist auch preisgünstiger und qualitativ hochwertiger.So wie wir die Umwelt respektieren, wollen wir auch unseren Mitmenschen und deren Kultur Respekt entgegenbringen, gerade im Hinblick auf deren Traditionen, Religion oder typische Gebräuche. So können ein Lächeln oder ein paar Worte in der Landessprache Berge versetzen!
ROUTE 1: VON DUBLIN NACH WEXFORD
Diese Route führt uns quer durch den Osten Irlands. Von der Hauptstadt aus geht es vorbei an Bergen, Tälern, Flüssen und Seen bis in den sonnigen Süden der Insel. Immer wieder stößt man hier auf die Spuren von Wikingern, Normannen und christlichen Siedlern. Es ist wirklich für jeden etwas dabei.
Start: Dublin
Ziel: Hook Peninsula
Länge: 375 Kilometer
Dauer: 6–8 Tage
Beste Reisezeit: April–September
Auf irischen Straßen stößt man häufig auf flauschige Verkehrsteilnehmer auf vier Beinen.
Wer in Dublin startet, dem sei angeraten sich in der Stadt ohne Auto fortzubewegen und den Mietwagen erst am Ende des Dublin-Aufenthalts abzuholen. Die Route folgt von dort der M50 in Richtung Süden und anschließend der M11 zu dem Küstenort Bray. Die Kleinstadt bietet sich für eine Pause an, die man unter Umständen nach dem zum Teil nervenraubenden Verkehr in Dublin braucht. Man bekommt, mit Blick auf den Hafen, im Dockyard No.8 den wohl besten Fishtaco der Ostküste. Auf der R755 geht es danach weiter in Richtung der Wicklow Mountains. In der Ferne zeichnen sich die ersten Berge am Horizont ab. Der Nationalpark und seine ausgedehnten Wanderpfade sind eher etwas für Bewegungsfreudige, doch die pittoresken Landschaften und Straßen eignen sich auch ausgezeichnet für einen Roadtrip. Auf der Fahrt durch diese Region bieten sich unentwegt atemberaubende Ausblicke. Vorbei am Viktor’s Way und dem Ballinastoe Wood folgen wir nun einem der schönsten Streckenverläufe in Irland, dem Sally Gap Drive. Nehmt euch Zeit und genießt die Aussicht. Zum Beispiel am Aussichtspunkt Lough Tay (auch bekannt als Guinness Lake), dort gibt es auch die Möglichkeit zu parken. Die Straße führt zwischen den Bergen Kippure und Djouce hindurch. Wenn man links auf die R115 abbiegt, gelangt man auf die sich durch die Berglandschaft windende alte Militärstraße. Der nächste Stopp ist Glendalough. Der Parkplatz am Upper Lake kostet 5 Euro. Von dort folgen wir der R756 durch die Wicklow Gap, die Straße verbindet den Osten mit dem Westen Wicklows und bietet großartige Aussichten auf den Nationalpark. Außerdem führt sie uns zu einem irischen Hollywood – ja, auch hier gibt es einen ikonischen Schriftzug, allerdings steht dieser auf einer Schafweide. Überall in Wicklow und entlang der Strecke finden sich prähistorische Steinkreise, Keilgräber und Ruinen, die zum Pausieren einladen. Kurz vor Carlow passiert diese Route auch den gigantischen Brownshill-Dolmen.
Von der Stadt Carlow führt uns die M9 auf kürzestem Weg nach Kilkenny. Der Abstecher in das benachbarte County ist vor allem empfehlenswert für Liebhaber mittelalterlicher Orte. Im Anschluss geht es weiter in Richtung Küste gen Wexford. Vom 9 Stones Viewing Point aus kann man bis zu 8 Counties sehen (Carlow, Laois, Kildare, Wicklow, Wexford, Waterford, Kilkenny und die Berge in Tipperary) und an besonders klaren Tagen sogar Wales im Osten. Der Ursprung der neun Steine ist unbekannt, aber wahrscheinlich erinnern sie an sieben Hirten, die auf dem Mount Leinster in einem Wintersturm verschollen sind. Von dort aus geht es weiter in die Richtung von Enniscorthy und zum historischen Schlachtfeld (der irischen Rebellion von 1798) Vinegar Hill. Weiter folgt die Route dann dem Fluss Slaney bis zu dessen Mündung an der Stadt Wexford.
Der Mount Leinster liegt an der Grenze zwischen den Grafschaften Carlow und Wexford.
Ein Abstecher in die Edenvale Woods, für einen Spaziergang, ist zu empfehlen. Der Wald hat etwas Magisches, Uraltes an sich. So wie hier hat es in Irland vor Tausenden von Jahren vielleicht einmal ausgesehen. Die Wanderwege nehmen nicht viel Zeit in Anspruch und führen an Wasserfällen und dem Fluss Sow entlang. Es gibt dort viel zu entdecken, zum Beispiel die Ruine einer alten Mühle. Mittlerweile ist diese so überwachsen, dass sie mehr zur Natur gehört als zur Kultur, die sie einst erbaute. Die Pfade können etwas schlammig sein, deswegen ist festes Schuhwerk empfohlen.
Wer mehr Zeit in Wexford verbringt, der kann die unzähligen Strände entlang der Küste erkunden oder die endlos wirkende Weite der irischen See am Carnsore Point genießen. Vom Kilmore Quay führt eine Fähre zu den Saltee Islands, diese sind allerdings nur zu Fuß zu erkunden und das Auto kann am Pier geparkt werden.
Das Ziel dieser Route, die Halbinsel Hook, liegt nicht weit entfernt. Die Fahrt über den Ring of Hook dauert nur etwas über eine halbe Stunde. Jedoch sollte man einen halben Tag einplanen, um die vielen Attraktionen entlang der Strecke zu erkunden. Die Ruine des Fethard Castle ist eines der ersten Highlights. Zwar kann man die Burg selbst nicht betreten, aber die Umgebung erkunden. Am historisch relevanten Baginbunhead begann 1170 die Invasion der Normannen. Nicht weit von dort, an der Spitze der Halbinsel, steht der älteste Leuchtturm Irlands. Die benachbarte Lofthus Hall ist fast so alt wie das Hook Lighthouse und prägt das Panorama von Hook in gleicher Art. Allgemein heißt es, dass es in dem Gebäude spukt. Als Nächstes führt uns die Straße zum Duncannon Fort. Es wurde 1587 erbaut, mit dem Zweck Wexford vor einem möglichen Angriff durch die spanische Armada zu verteidigen. Wer mehr über die militärische Bedeutung von Hook in der Vergangenheit erfahren möchte, sollte hier eine Tour einplanen (Eintritt kostet 10 Euro pro Person). Die sehr intakte Kirchenruine in Templetown war einst das Hauptquartier der Wexford Tempelritter. Besuchern ist es erlaubt, frei das Gelände zu erkunden. Schließlich bietet sich die Dollar Bay perfekt für eine kleine Abkühlung im Meer an. Der für Wexford-Verhältnisse kleine Strand liegt geschützt in einer Bucht. Legenden zufolge ist hier irgendwo noch immer ein Piratenschatz vergraben (249 Säcke voll Gold, um genau zu sein). Diese Sage erklärt auch den Namen der Bucht.
EINKEHREN
CORNUCOPIA
Das Selbstbedienungsrestaurant bietet alle möglichen veganen Köstlichkeiten mit einem Schwerpunkt auf mediterraner Kost und Salaten. Man findet es mitten im Zentrum von Dublin. Eine relativ preisgünstige und gesunde Alternative zu den umliegenden Essens-Optionen. Seit 1986 ist das Familienunternehmen ein fester Bestandteil der Restaurantszene der Stadt.
cornucopia.ie
WICKLOW HEATHER
Das urtümliche Lokal im Ort Laragh liegt mitten in den Wicklow Mountains. Schon beim Betreten des Restaurants fühlt man sich, als würde man in der Zeit zurückreisen. Zwischen viel Holz wird hier deftige und regionale Kost serviert.
wicklowheather.ie
AZZURRO BAR UND RESTAURANT
Ausgezeichnete mediterrane Küche in Dunmore. Es gibt einen Wintergarten und sehr schmackhafte Espresso Martinis an der Bar. Der perfekte Ort also um sich nach einer langen Fahrt zu stärken.
azzurro.ie
LORD BAGENAL
Ideal, um in den Genuss eines klassischen irischen Carvery Lunch zu kommen. Dabei handelt es sich um ein Sonntagsbraten-Buffet, bei dem gebratenes oder geschmortes Fleisch mit diversen Beilagen geboten wird.
lordbagenal.com
VILLAGE AT WHEELOCKS
Die Obstfarm bietet in ihrem Café frisch zubereitetes, herzhaftes und süßes Gebäck an. Wexford ist vor allem für seine Erdbeeren bekannt, deswegen sollte man dort unbedingt einen der Erdbeerkuchen probieren.
thevillageatwheelocks.ie
ÜBERNACHTEN
WREN URBAN NEST
Die moderne und nachhaltige Unterkunft (es ist unter anderem das erste klimaneutrale Hotel in Irland) in Dublin liegt in einer überraschend ruhigen Ecke im Zentrum der Stadt. Allerdings gibt es keine Parkmöglichkeiten im Hotel selbst.
wrenhotel.ie
TUBBRID CASTLE
Man hat in der Turmburg aus dem 15. Jahrhundert die Möglichkeit, einmal in einem Schloss zu übernachten. Das Gebäude wird exklusiv an Selbstversorger vermietet und bietet eine einmalige Unterkunft während des Irland-Urlaubs.
tubbridcastle.com
WILD CAMPING IN WICKLOW
So wie in den anderen Nationalparks in Irland, ist auch in Wicklow das Wild-Campen erlaubt. Genauere Informationen dazu findet man online.
nationalparks.ie/wicklow
MARSH MERE LODGE
Das Gasthaus liegt auf der Halbinsel Hook. Eine Übernachtung dort hat Museums-Charakter, da die Einrichtung mit viel Liebe zum Detail von Antiquitäten strotzt. Die Gastgeber sind sehr herzlich und das Frühstück ist vielseitig.
marshmerelodge.com
Live-Musik in Pubs ist ein fester Bestandteil irischer Kultur und wird fast überall geboten.
DUBLIN
Dublin ist die ewige Hauptstadt der Insel, egal unter welchem Regiment oder welcher Regierung. Seit den Wikingern ist die Stadt das Zentrum politischer Aktivitäten. Auch bei einem kürzeren Aufenthalt kann man viele der Attraktionen an einem Tag besuchen, denn Dublin ist extrem fußgängerfreundlich. Das Auto lässt man hier am besten stehen.
Die Steinbogenbrücke in Dublin wurde nach dem Politiker Henry Gratten benannt. Er setzte sich für die parlamentarische Freiheit Irlands ein.
Der Name Dublin entstammt dem Irischen »dubh linn«. Übersetzt heißt das »schwarzer Teich«. Die zwei Flüsse Poddle und Liffey liefen am Dublin Castle zusammen und bildeten ein tiefes Wasserbecken. Der heute genutzte, moderne irische Name »Baile Átha Cliath« hingegen steht bezeichnend für ein Straßensystem an der Father Mathew Bridge, die es Reisenden möglich machte, den Fluss zu überqueren.
837 landeten die Wikinger in Dublin und übernahmen die Herrschaft. 999 befreite Brian Boru, der letzte Hochkönig Irlands, die Stadt von den Nordmännern, beendete die Vorherrschaft des Ui Neill Clans und einte ganz Irland. Später, im Jahr 1171, eroberte Henry II. mit seiner Armee das Land und machte Dublin anschließend zur Hauptstadt seiner neuen englischen Kolonie. Der Einfluss der britischen Krone auf Dublin war im Laufe der Jahrhunderte mal schwächer und dann wieder stärker, doch während des Easter Rising und des irischen Unabhängigkeitskrieges fanden viele Kämpfe in den Straßen der Stadt statt. 1921 wurde Dublin offiziell durch den anglo-irischen Vertrag zur Hauptstadt der freien Republik Irland. Mittlerweile erstrahlt die Stadt wieder in vollem Glanz und beherbergt zahlreiche Museen und Kulturstätten, die über die turbulente Vergangenheit berichten.
Irlands National Gallery wurde 1864 in einem extra dafür erbauten Gebäude eröffnet. Damals wurden 112 Bilder ausgestellt, mittlerweile beläuft sich die Anzahl der Kunstwerke in der nationalen Sammlung auf über 16 300. Die meisten Werke entstammen der westeuropäischen Kunstszene vom frühen 14. Jahrhundert bis heute. Der Eintritt ist gratis, aber man sollte trotzdem Tickets online buchen, um sich den Einlass zu sichern.
Die Trinity Universität und der Long Room liegen im Herzen Dublins. Die 300 Jahre alte und 65 Meter lange Bibliothek umfasst etwa 200 000 Bücher. Das berühmte Book of Kells wird dort ausgestellt. Das Evangeliar entstammt dem 9. Jahrhundert und ist komplett in Latein verfasst. Die 680 Seiten des Buches sind zum Teil mit aufwendigen Illustrationen verziert. Neben dem religiösen Werk sind hier weitere wertvolle Bücher aufbewahrt, so auch eine der wenigen Kopien der Proklamation der irischen Republik aus dem Jahr 1916. Nicht weit von der Akademie findet sich die gusseiserne Ha’penny Bridge. Sie liegt direkt neben dem Temple Bar Viertel und wurde vor 200 Jahren erbaut, um die Nord- und Südseite des Flusses Liffey miteinander zu verbinden. Die Passage kostete damals einen halben Penny, daher auch der heutige Name der Brücke.
Wer tiefer in die Geschehnisse rund um die irische Unabhängigkeit eintauchen möchte, sollte die GPO Witness History Tour erwägen. Im alten General Post Office werden die Ereignisse von 1916 und welche Rolle das Gebäude während des Easter Rising spielte, näher beleuchtet.
Die Bronzeskulptur der viel besungenen Fischhändlerin findet sich auf der Grafton Street.
Das Dublinia Museum gehört zu den beliebtesten der Stadt. Das Gebäude sieht aus wie eine Mini-Version der Christ Church Cathedral. Die Wikinger hatten großen Einfluss auf die Kultur und die Geschichte Dublins. Und das, obwohl ihre Herrschaft nur relativ kurz war. Die Ausstellung ist interaktiv und man betrachtet nicht nur leblose Artefakte in Vitrinen.
Die benachbarte Kathedrale ist eines der schönsten Gebäude in Dublin. Sie ist fast 1000 Jahre alt und damit quasi genauso alt wie Dublin selbst. Erbaut wurde sie von dem Wikinger-König Sitruic Silkenbeard. Die ursprüngliche Holzkonstruktion wurde durch ein Steingebäude ersetzt und im Laufe der Jahrhunderte immer wieder restauriert.
Die St. Patrick's Cathedral ist die zweite und größte Kathedrale in Dublin. Beide Gotteshäuser liegen weniger als einen Kilometer voneinander entfernt. Der Bau begann im Jahr 1220 und dauerte ganze 40 Jahre. In ihren Mauern wurde 1311 auch die erste Universität von Dublin gegründet. Die im gotischen Stil erbaute Kirche wurde von 1860 bis 1865 komplett restauriert. Für die Renovierung des einsturzgefährdeten Gebäudes bezahlte damals Benjamin Guinness (einer der Nachfahren des Guinness-Gründers).
Die Christ Church Cathedral im Herzen der Stadt dient bereits seit dem Mittelalter als Sitz der Dubliner Erzbischöfe.
Der Long Room diente als Inspiration für die Bibliothek in den Harry-Potter-Filmen.
Das Dublin Castle liegt inmitten des Stadtzentrums und gehört zu den meistbesuchten Orten Dublins. Der Bau der Festung begann im Jahr 1204 und wurde 1230 vollendet. Es gibt viel zu besichtigen im und um das Schloss herum. Eine Tour durch die Katakomben führt einen weit zurück in der Zeit bis hin zu den Wikingern. Die angeschlossene Chapel Royale wird heute nicht mehr als Kirche genutzt, sie ist Schauplatz für verschiedene Events und Konzerte. Der Garten ist jedem frei zugänglich und vor allem im Sommer eine echte Oase inmitten der Stadt. Der älteste Teil der Burg ist der Record Tower. Der runde Turm war einst der Aufbewahrungsort für die Garderobe und Schätze des Königs. Mittlerweile dient er als Archiv für wichtige Staatspapiere und Manuskripte.
Nur einen Steinwurf vom Schloss entfernt steht die Molly-Malone-Statue. Sie erinnert an einen der bekanntesten und viel besungenen Dublin-Charaktere. Die Skulptur ist eines der meistfotografierten Objekte in Dublin. Es gibt mehrere Versionen der Geschichte von Molly, aber sie war sehr wahrscheinlich die Frau eines Fischers, deren Aufgabe die Auslieferung von Meeresfrüchten im ganzen Stadtgebiet war. In einigen Varianten heißt es außerdem, dass sie nebenbei der Prostitution nachging. Mein Song für die Roadtrip-Playlist: »Molly Malone« von The Dubliners.
Seit 1837 ist das St. James’s Gate die Heimat der Guinnessbrauerei. Arthur Guinness begann sein Brauerei-Business hier 1759 und unterzeichnete einen festen Mietvertrag über 9000 Jahre, für schlappe 45 Pfund im Jahr. Heute ist die aktive Produktionsstätte zeitgleich ein Museum, das die Geschichte des weltbekannten Biers erzählt. Die Tour endet mit einer Verkostung in der hauseigenen Rooftop-Bar. Die Gravity Bar bietet einen Panorama-Ausblick über die Stadt. Außerdem nennen etliche Whiskey-Destillerien die Stadt ihr zu Hause, unter anderem auch Teeling und Jameson.
Der Phoenix Park in Dublin ist eine der größten umzäunten Grünanlagen in Europa und seit 1745 der Öffentlichkeit zugänglich. Einst diente er als royale Jagdanlage, daher war es auch nötig ihn komplett zu umschließen. Noch heute leben Hirsche, Rehe und viele andere Tiere dort, allerdings dienen diese nicht mehr der Jagd. Die grüne Lunge der Stadt ist unter anderem der Standort des Dublin Zoo und der Residenz des irischen Präsidenten.
Weiter im Norden der Stadt liegt der botanische Garten. Der Eintritt hier ist frei und als Besucher kann man sich in Ruhe in den schönen Gärten und verschiedenen Gewächshäusern umsehen. Dieser Ruhepol scheint wie ein kleines Paradies, vor allem wenn man dem geschäftigen Betrieb Dublins für eine Weile entkommen möchte. Definitiv einer meiner Lieblingsorte in der Hauptstadt!
DUBLIN PASS
Einer der besten Tipps, die ich bekam. Diese universale Eintrittskarte kostet 109 Euro für zwei Tage. Will man viele der Sehenswürdigkeiten besuchen, kann man viel sparen. Inkludiert sind unter anderem: das Guinness Storehouse, die Jameson-Destillerie, EPIC, GPO, der Hop on hop off Bus, die Teeling-Destillerie und das Dublin Castle. Der Dublin Pass ist online erhältlich.
ROE AND CO DESTILLERIE
Die Brennerei ist untergebracht im ehemaligen Guinness Power House in den Liberties und benannt nach einem der Whiskey-Pioniere des 19. Jahrhunderts. Es gibt verschiedene Tour-Angebote: Der Flavour Workshop kostet 25 Euro pro Person und dreht sich um das Kreieren von Cocktails, die Blending Experience für 42 Euro pro Kopf weiht ein in einige Geheimnisse rund um das Mischen in der Whiskey-Produktion.
roeandcowhiskey.com
HOWTH CLIFF WALK
Wer dem Stadtzentrum entfliehen möchte, für den ist ein Tagesausflug nach Holt wahrscheinlich genau das Richtige. Es gibt verschieden lange Routen, die längeren beginnen im Ort selbst, die kürzeste am Howth Summit Parkplatz. Letztere nimmt in etwa eineinhalb Stunden in Anspruch.
DAS WASSER DES LEBENS
