Roadtrips Portugal - Ulrike Jeute - E-Book
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Roadtrips Portugal E-Book

Ulrike Jeute

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Beschreibung

Wo ist es am schönsten in Portugal? In Lissabon, der portugiesischen Hauptstadt am Tejo? In Cascais, Europas westlichstem Punkt? In Porto, der Barockstadt am Douro? An der Algarve mit ihren Traumstränden und Atlantikwellen? Oder auf Madeira, dem Naturparadies vor Afrika? Schwer zu entscheiden! Am besten also, man verbindet die Highlights von Portugal – und zwar auf seinen Traumstraßen. Damit der Weg mindestens genauso lohnend ist wie das Ziel!

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Seitenzahl: 250

Veröffentlichungsjahr: 2023

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INHALT

WILLKOMMEN IN PORTUGAL

EINE LIEBE AUF DEN ERSTEN BLICK

TOUR 1: VON VILA DO CONDE NACH BRAGANÇA HOCH OBEN IM NORDEN PORTUGALS

1Ponte de Lima und Vinho Verde / Romantik am Flussufer

2Barcelos & Braga / Die Legendäre und die Junggebliebene

Nationalpark Peneda-Gerês / Immergrüne Wälder und seltene Tiere

3Chaves / Fels in der Brandung und heiße Quellen

4Bragança / Tor zur Vergangenheit

TOUR 2: VON PORTO NACH MIRANDA DO DOURO DIE WIEGE DER NATION UND DER WEIN

1Porto / Eine Stadt im Zeichen des Weins

2Guimarães / Die Wiege der Nation

3Vale do Douro / Auf den Spuren des Weins

4Vila Nova de Foz Côa / Steine, die Geschichte schrieben

5Miranda do Douro / Von fast vergessen zu unvergesslich

TOUR 3: VON PORTO NACH COIMBRA ZEIT FÜR EIN WENIG MEER

1Aveiro / Venedig Portugals

2Viseu / Die künstlerisch Sakrale

3Coimbra / Stadt der Studenten

ROUTE 4: IN DER SERRA DE ESTRELA BIS CASTELO BRANCO UNTERWEGS IM »STERNENGEBIRGE«

1Covilhã / Zwei Flüsse, Wolle und mehr

2Guarda / Die hochgebaute Wehrhafte

3Belmonte / Klein, aber oho

4Castelo Branco / Tradition trifft Moderne

ROUTE 5: VON NAZARÉ NACH ESTREMOZ WELLEN, PILGERN, MARMOR UND WELTERBE

1Nazaré / Von Pilgern und Surfern

2Batalha / Eine Schlacht und ein Versprechen

3Fátima / Eine Erscheinung, die die Welt veränderte

4Tomar / Hochburg der Tempelritter

ROUTE 6: VON QUELUZ BIS PENICHE WESTLICH VON LISSABON

1Cascais & Cabo da Roca / Charme und Urgewalten

2Sintra / Kultur in der Natur

3Óbidos / Eine Mauer zum Schutz des Schönen

4Peniche / Natur statt Kultur

ROUTE 7: VON LISSABON BIS ALQUEVA TRUBELIGE HAUPTSTADT UND LÄNDLICHE RUHE

1Lissabon / Zwischen Vergangenheit und Moderne

2Sesimbra / Sonne, Strand und mehr

3Setúbal / Liebe auf den zweiten Blick

4Évora / Eine Stadt wie ein Freilichtmuseum

5Alqueva und Umgebung / Ein neu geschaffenes Paradies

ROUTE 8: VON SANTIAGO DO CACÉM BIS MÉRTOLA ALENTEJO – DAS URSPRÜNGLICHE PORTUGAL

1Santiago do Cacém / Kulturschätze und Weitblicke

2Beja / Herausragend charmant

Vila de Frades & Vinho de Talha / Ein Dorf und sein Wein

3Moura / Die Maurin

4Serpa / Die weiße Stadt

5Mértola / Freilichtmuseum am Rio Guadiana

ROUTE 9: VON VILA REAL DE SANTO ANTÓNIO BIS SAGRES AN DER KÜSTE VON OST NACH WEST

1Vila Real de Santo António / Auf dem Reißbrett geplant

2Tavira / Die verschlafene Schöne

3Olhão / Die Authentische an der Algarve

4Faro / Hauptstadt der Algarve

5Lagos / Seefahrer und Strandschönheiten

6Sagres und Cabo de São Vicente / Das Ende der Welt

Nationalstraße N2 / Auf der N2 quer durchs Land

ROUTE 10: VON ESTÓI BIS ALJEZUR IM HINTERLAND DER ALGARVE

1Loulé / Wirtschaftszentrum mit Kleinstadtcharme

2Alte / Eine echte Schatzkiste

3Silves / Die Orangenhauptstadt

4Serra de Monchique / Im Garten der Algarve

5Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina / Tief im Westen – ein Naturparadies

ROUTE 11: MADEIRA STEILKLIPPEN, VULKANE UND GRÜNES PARADIES

1Funchal / Eine blumenreiche, explosive Hauptstadt

2Câmara de Lobos / Hoch hinaus und tief geblickt

3Rabaçal / Inmitten einer grünen Oase

4Porto Moniz / Natürliche Schwimmbecken mit Ausblick

5Von Porto Moniz nach Ponta São Lourenço / Straße der unzähligen Highlights

Pico Ruivo & Pico do Arieiro / Auf dem Dach der Insel

Register

Bildnachweis

Impressum

Das Denkmal der Entdeckungen in Belém zeigt wichtige portugiesische Persönlichkeiten.

Portugal hat viele schöne Strände.

Wunderbar kunstvolle Keramik aus Sagres

Strandläufer am langen Sandstrand von Praia do Cabeço

Orangenbäume entlang der Landstraße – typisch Portugal

Der bunte Leuchtturm an Madeiras Küste ist aus der Ferne gut sichtbar.

Die Felsenhöhle von Benagil liegt an der Algarve im Süden Portugals.

Die Steinbrücke über den Fluss Douro befindet sich in Peso da Régua.

WILLKOMMEN IN PORTUGAL

ERSTAUNLICHE EINBLICKE

Die Schönheit des Landes und die Mentalität seiner Bewohner lassen sich nicht in Zahlen und Statistiken fassen – und doch erstaunen manche Fakten über das beliebte Urlaubsziel im Südwesten Europas: Stichworte Wein, Tee, Wasseranteil und Linksverkehr.

BEM VINDO A PORTUGAL

Portugal wurde 1143 gegründet, ist der westlichste Punkt Kontinentaleuropas, teilt sich seine Grenzen im Norden und Westen mit Spanien und stößt im Osten und Süden an den Atlantik. Die zwei autonomen Regionen im Atlantik sind die Inselgruppen Madeira und Azoren. Seit 1900 hat sich die Einwohnerzahl verdoppelt, heute leben gut 10,3 Millionen Menschen in Portugal. Pro Jahr kommen mehr Touristen ins Land, als es Einwohner hat.

ALTO DOURO

Die älteste Weinbauregion der Welt mit geschützter Herkunftsbezeichnung liegt in Portugal – genauer gesagt im Nordosten Portugals, dort, wo der Douro durch eine atemberaubend schöne Natur- und Kulturlandschaft fließt und bei Porto in den Atlantik mündet. Die Weinbauregion Alto Douro ist nicht nur die weltweit älteste, sie ist seit 2001 auch UNESCO-Weltkulturerbe und schaut auf eine mehr als 2000-jährige Geschichte zurück.

SPRACHEN

In Portugal gibt es zwei offizielle Landessprachen: Portugiesisch und Mirandés. Mirandés wird nur in einigen wenigen Ortschaften nahe der spanischen Grenze im Norden des Landes gesprochen. Entwickelt hat sich diese Sprache seit dem 12. Jahrhundert. Seit dem 17. September 1998 ist sie neben Portugiesisch als Amtssprache anerkannt und darf in den örtlichen Verwaltungen und auch bei Amtshandlungen benutzt werden.

TEMPURA

Portugiesische Jesuiten haben das erfunden, was heute in jedem japanischen Restaurant auf der Speisekarte steht: Tempura. Die Missionierung der Japaner durch die Mönche hatte nur mäßigen Erfolg. Dafür blieben die Zubereitung von Fisch (und anderen Lebensmitteln) im frittierten Teigmantel und der portugiesische Name.

WASSERSTAAT

Die Grenzen Portugals erstrecken sich bis weit in den Atlantischen Ozean hinaus und umfassen ausgedehnte Meeresgebiete rund um die Azoren und Madeira. Rechnet man diese auf die Fläche des Landes um, bedeutet das, dass Portugal zu etwa 95 Prozent aus Wasser besteht. Führt man die Rechnung noch weiter, stellt man fest, dass die Meeresgebiete mehr als das 18-Fache der Landfläche ausmachen.

TEATIME: PORTUGIESISCHER IMPORT

Der portugiesischen Adeligen Katharina von Braganza, die im Zuge ihrer Hochzeit mit dem englischen König Charles II. den Tee, den sie so sehr mochte, im 17. Jahrhundert auf die Insel brachte, verdanken die Briten ihre Teatime. Tee war damals auf der britischen Insel noch nicht bekannt. Dank Katharina tauschten die Briten alsbald den Kaffee gegen Tee. In Portugal füllen sich noch heute zwischen 16 und 17 Uhr merklich die Cafés, allerdings um zur »Teatime« bica oder galão zu genießen.

KORK

Der weltweit größte Exporteur von Kork heißt Portugal. Rund 60 Prozent des weltweit gehandelten Korks kommt hierher – das meiste davon aus dem Alentejo. Die Korkeichenwälder heißen hier »Montado«, und es gibt sie seit über 1000 Jahren. Das Schälen der Rinde ist nachhaltig, denn der Baum regeneriert sich von selbst.

VOM LINKS- ZUM RECHTSVERKEHR

Zwischen England und Portugal besteht nicht nur das älteste diplomatische Bündnis Europas (seit 1373 bzw. 1386), sondern die Beziehung brachte auch den Linksverkehr hierher. Erst 1928 wurde auf Portugals Straßen auf Rechtsverkehr umgestellt.

KÜSTEN, WEIN UND GANZ VIEL GRÜN

EINE LIEBE AUF DEN ERSTEN BLICK

… das ist Portugal für viele Urlauber, die oftmals gar nicht sicher waren, ob sie überhaupt in den äußersten Südwesten Eurpoas reisen wollen. Es ist ein Land, das an jeder Ecke überrascht, jede Region ist einmalig, es gibt verbindende Elemente und ebenso viel Einzigartiges. Mit Kultur, Schönheit und einer Unberührtheit, mit der man so nicht gerechnet hat, wird man in den Bann gezogen.

Die Altstadt von Porto am Fluss Douro, auf dem die Rabelo-Boote liegen

Oft steht Portugal im Schatten des Nachbarn Spanien, und viele glauben, dass, wenn sie Spanien besucht haben, eine Reise nach Portugal nicht mehr nötig ist, da beide Länder wenn auch nicht gleich, aber doch ähnlich sind. Das sind sie aber nicht! Zwar kommt der Nordspanier dem eher freundlich zurückhaltenden Temperament der Portugiesen am nächsten und der an der östlichen Algarve wohnende Südportugiese dem Spanier, doch wie der Vergleich von Äpfeln und Birnen wird auch dieser der Wirklichkeit nicht gerecht. Deswegen sollte man sich aufmachen und sich selbst ein Bild verschaffen.

Im Norden, an der rauen Küste und in den Bergen könnte man fast das Gefühl haben, in Irland zu sein. Mauerreste, Burgruinen, schroffe Felsen und Megalithen, alles da, alles ähnlich, aber eben doch anders – portugiesisch. Portugal ist ein Land voller Kontraste, schwankend zwischen Tradition und Moderne, das es aber schafft, die Traditionen zu bewahren und Modernität zuzulassen. Ein Land, von dem man glaubt, man kenne es – und denkt dabei an die Algarve, vielleicht noch an Lissabon und Porto. Doch fährt man dann los, merkt man, dass man eigentlich gar nichts über das Land weiß. Höchste Zeit, das zu ändern!

Wo fängt man an, wo hört man auf? Egal wo, es wird sich lohnen. Und eines ist gewiss: In Portugal gibt es nie nur Kultur oder nur Natur, etwas von dem jeweils anderen taucht unerwartet immer auf. Portugal ist kein reiches Land, gemessen an seinem Einkommen, aber reich an Naturschätzen, Welterbestätten und Küste. Die Portugiesen sind Meister darin, aus dem, was sie haben, das Beste zu machen. Entlang der Küste sind das kulinarisch gesehen Fischgerichte, im Landesinneren und in den Bergen Fleisch und alles, was der Boden hergibt. Sie haben eine Vielfalt an Weinen, sie produzieren bestes Olivenöl, und viele Wurst- und Fleischwaren werden aus einheimischen Tierrassen hergestellt. Der Käse könnte ganz vorne mitspielen, ebenso das Öl, wenn die Portugiesen offensivere Vermarkter wären, aber dann wäre es vielleicht nicht mehr typisch portugiesisch – vornehm zurückhaltend.

Eine lange Geschichte …

Einst war Portugal ein bedeutendes Land, ein wichtiger Handelspartner und ein Land der Entdecker und Eroberer. Es brachte große Persönlichkeiten hervor, wagte sich in unbekanntes Terrain vor und machte den Weg frei für die anderen. Die längste zwischenstaatliche Beziehung besteht zu Großbritannien. Wein, den die Römer vor mehr als 2000 Jahren auf portugiesischen Boden brachten, war neben Fisch und Salz der größte Exportschlager. Vom Linksverkehr trennte man sich, die diplomatischen Verträge zwischen beiden Ländern aber bestehen seit dem 14. Jahrhundert.

Von Heinrich dem Seefahrer haben viele gehört, aber dass er Portugiese war – wer weiß das schon? Das größte Segelschiff seiner Zeit hat er entwickelt: die Karavelle, ein Vorbild für die Nachwelt. Die Portugiesen haben den Seeweg nach Indien entdeckt und ihr Piri Piri mitgebracht, die kleine scharfe Schote, die auch heute noch Teil der indischen Gewürzküche ist. Silves an der Algarve war einst ein Zentrum maurischer Hochkultur, bedeutender und schöner als die heute noch bekannten spanischen Pendants. Und was ist davon geblieben? Die Erinnerung an die großen Zeiten, die Burgen und Schlösser, die Ruinen und Gesänge. Aber die Vergänglichkeit haben die Portugiesen nie beklagt, das liegt ihnen nicht. In ihren historischen Gesängen, Fado und Cante Alentejano, bringen sie ihre Wehmut und ihre Klagen zum Ausdruck. Ansonsten machen sie das Beste aus ihrer großen Vergangenheit und bieten dem Besucher das, was sie haben, in all seiner Vielfältigkeit und nicht immer prachtvoll, sondern gern auch mit marodem Charme, aber immer echt.

Die schönste Art des Reisens

Ein Roadtrip ist der schönste Weg, das Land kennenzulernen. Der Norden, so ganz anders als der Süden, ist geprägt von sattem Grün und durchzogen von vielen Flüssen und Gebirgszügen. Gigantische Brücken verbinden die Täler, und auch Kulturschätze gibt es reichlich. Das zentrale Portugal besticht mit Olivenhainen, Feldern und Korkeichen, es ist landwirtschaftlich geprägt und überrascht mit UNESCO-Weltkulturerbe. Es ist schön, charmant und ursprünglich. An der Südküste geht es dann die Promenade entlang, so wie man es sich für einen Strandurlaub wünscht.

Die Westküste zeigt schließlich noch einmal von allem etwas: unberührte Natur, atemberaubende Felsformationen, tosendes Meer, gigantische Wellen und unweit davon die Hauptstadt Lissabon, eine Perle, ein Juwel, eine Stadt, in der man unbedingt einmal gewesen sein muss.

Ein Roadtrip durch Portugal bedeutet eine der entspanntesten Arten des Reisens, die man sich vorstellen kann. Das Fahren hier ist so relaxt wie seine Bewohner. Die Straßen sind meist gut und die Autobahnen noch besser. Wer einen Wagen mietet, sollte die Mautbox am besten gleich mitmieten, dann kann man spontan entscheiden, wo es langgeht, ob auf der Autobahn oder über die Landstraße. Viel Spaß beim Road-tripping, beim Erinnerungen schaffen und beim Genießen!

Camper pausieren an einer Klippe bei Nazaré mit atemberaubenden Aussichten.

UNSER NACHHALTIGKEITSKODEX

Die Welt birgt viele Wunder, Abenteuer und spektakuläre Aussichten, die wir gerne erkunden möchten. Doch sie ist auch leicht aus dem Gleichgewicht zu bringen. Hier ein paar Tipps, wie wir unsere Welt nachhaltig entdecken können:

Die Hauptsaison meiden: Wenn wir nicht gerade auf die Ferienzeiten angewiesen sind, können wir der Umwelt einen großen Gefallen tun, indem wir in der Nebensaison verreisen. Damit tragen wir zu einer gleichmäßigeren Auslastung der Umwelt und der Infrastruktur bei, und der Urlaub wird dazu auch noch wesentlich entspannter.

Die Aufenthaltsdauer dem Reiseziel anpassen: Je weiter das Reiseziel ist, desto länger sollte der Aufenthalt sein. Dadurch lernen wir die Region nicht nur intensiver kennen, sondern stärken sie ganz nebenbei noch durch unsere Ausgaben vor Ort. Anfahrtsintensive Tagesausflüge sollten besser vermieden werden, das bedeutet nur Stress, sowohl für die Umwelt als auch für uns selbst.

Umweltbewusst fahren: Reisen mit dem Auto oder Womo sind grundsätzlich umweltfreundlicher als mit dem Flugzeug, dennoch können wir noch mehr tun und zum Beispiel den Kraftstoffverbrauch minimieren, indem wir vorausschauend fahren, so wenig Last wie möglich mit uns führen und die Umgebung vor Ort mit dem Fahrrad oder zu Fuß erkunden.

Nur dort parken und campen, wo es erlaubt ist: Selbst wenn wir uns noch so vorbildlich verhalten und unseren Aufenthaltsort so hinterlassen, wie wir ihn vorgefunden haben, stören wir den Lebensraum von Wildtieren und hinterlassen Spuren und Gerüche. Auch Lagerfeuer entzünden wir ausschließlich an den dafür vorgesehenen Stellen und achten dabei auf Waldbrandstufen und Naturschutzgebiete.

Ressourcen gewissenhaft nutzen: Manche Umweltressourcen sind bereits knapp, endlich sind auf jeden Fall alle. Um sie zu schonen, sollten wir sparsam mit ihnen umgehen, gerade in Gegenden, in denen zum Beispiel Wasser oder Strom nicht im Überfluss vorhanden sind.

Ein guter Gast sein: Nachhaltig unsere Umgebung zu erkunden, bedeutet auch, der hiesigen Flora und Fauna mit Respekt zu begegnen. Pflanzen sollten auf keinen Fall gepflückt werden, aber sie stehen uns bestimmt gerne Modell für das eine oder andere Foto. Das Gleiche gilt für wilde Tiere: Wir füttern sie nicht, halten Abstand und beobachten sie aus der Ferne.

Auf den Wegen bleiben: Wer die vorgegebenen Wege verlässt, dringt nicht nur in die Rückzugsräume heimischer Arten ein, sondern trägt auch dazu bei, dass sich neue Wege bilden, was zur Erosion des Bodens führt.

Abfall wieder mitnehmen: Plastikverpackungen jeglicher Art, Dosen, Flaschen und Papiertaschentücher (es dauert Jahre, bis sich ein einzelnes Taschentuch vollständig abgebaut hat!) gehören nicht in die Natur, sondern artgerecht entsorgt. Am besten gleich eine wiederverwendbare Brotdose oder Trinkflasche mitnehmen. Dazu zählen natürlich auch Toilettenpapier und der Inhalt von (Chemie-)Toiletten. Entsprechende Entsorgungsstationen finden sich überall.

Lokal kaufen: Dadurch lernen wir Land und Leute besser kennen und unterstützen die regionale Wirtschaft, außerdem sind regionale Produkte meist auch preisgünstiger und qualitativ hochwertiger.

So wie wir die Umwelt respektieren, wollen wir auch unseren Mitmenschen und deren Kultur Respekt entgegenbringen, gerade im Hinblick auf deren Traditionen, Religion oder typische Gebräuche. So können ein Lächeln oder ein paar Worte in der Landessprache Berge versetzen!

TOUR 1: VON VILA DO CONDE NACH BRAGANÇA

HOCH OBEN IM NORDEN PORTUGALS

Der Norden Portugals, zwischen Porto und der spanischen Grenze, gilt als der heimliche Liebling der Portugiesen. Im Westen der Atlantik mit seiner Wildheit und den herrlichen Stränden, ein Nationalpark entlang der spanischen Grenze, der süffige Vinho Verde und ganz viel Geschichte lassen nicht nur portugiesische Herzen höher schlagen!

Das türkisblaue Wasser am Sandstrand von Vila do Conde im Norden Portugals

Start: Vila do Conde

Ziel: Bragança

Länge: ca. 345 Kilometer

Dauer: 3–4 Tage

Beste Reisezeit: April bis Oktober

Vila do Conde heißt seine Besucher bereits bei der Ankunft herzlich willkommen, und das auf seine ganz eigene Art. Kaum dass man den Ort ansteuert, erhebt sich geradezu majestätisch das imposante Aquädukt aus dem 18. Jahrhundert. Zwar hier und da unterbrochen, ist es in seiner erhaltenen Länge überaus beeindruckend. Kein Wunder, dass es seit jeher als Wahrzeichen des Fischer- und Badeortes gilt. Der ortseigene Sandstrand lädt mit seiner Promenade zum Lauschen der Wellen und Flanieren ein, bevor es entlang der Küste weiter Richtung Norden geht.

Ganz entspannt verläuft die Strecke über die N13 nordwärts, das nächste Ziel, Viana do Castelo, die nördlichste Hafenstadt Portugals, im Visier. An der Mündung des Rio Lima gelegen, besticht der Ort nicht nur durch sein malerisches Stadtbild.

Viana do Castelo lockt zusätzlich mit langen feinen Sandstränden und einem reizvollen Flussufer. Stattliche Herrenhäuser, die an alte Zeiten erinnern, eine Basilika, die nach dem Vorbild der Pariser Sacré-Cœur erbaut wurde, die Brücke Ponte Eiffel, vom Konstrukteur Gustave Eiffel höchstpersönlich entworfen, und ein Museeumsschiff, das einst als Hospitalschiff fungierte, runden das Bild ab.

Dem Flussufer des Rio Lima folgend, geht es auf der N202 ins Landesinnere nach Ponte de Lima. Die Strecke passiert dabei ein Örtchen nach dem anderen. Mal säumen hübsch hergerichtete Häuser entlang alter Steinmauerfragmente, mal Gehöfte mit marodem Charme, mal gemächlich grasende Schaf-, Ziegen- oder Rinderherden, üppiges Grün und die ein oder andere Weinrebe den Straßenrand. In den Ortschaften finden sich oft kleine Schilder, die auf besondere Haltepunkte hinweisen. Sofern das Auto nicht zu breit ist und man sie rechtzeitig erspäht, einfach mal den Blinker setzen und ihnen folgen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit landet man an einem idyllischen Fleckchen, wo man sich z. B. die Beine vertreten kann – so etwa in Esteiro, wo das Schild den Weg zum Parque de Lazer de São Salvador da Torre weist. In Ponte de Lima angekommen, präsentiert sich das Städtchen bereits am Ortseingang als wahre Augenweide. Der Weg führt an zahlreichen historischen Gebäuden vorbei Richtung Flussufer, auf dessen Sandbank das Auto abgestellt werden kann, bevor es auf Erkundungstour geht.

Das Heiligtum Bom Jesus du Monte befindet sich am Stadtrand von Braga.

Vom legendären Hahn zur ältesten Stadt

Die Strecke führt nun auf der N204 mitten durch das Anbaugebiet des spritzigen Vinho Verde nach Barcelos. Mit ein wenig Glück und vorausschauender Planung gelingt dies an einem Donnerstag. Denn trotz ihrer doch beachtlichen Größe erwacht die Stadt erst dann so richtig zum Leben, wenn donnerstags hier der größte Wochenmarkt Portugals stattfindet. Ein wahres Fest für die Sinne, den Gaumen und das Feilscherherz, denn hier gehört nach alter Tradition das Handeln um den Preis noch mit zum Marktbesuch. Die Marktschreier noch im Ohr geht es weiter nach Braga, der junggebliebenen ältesten Stadt des Landes. Es sind nur knapp 23 Kilometer, die man über die A11 im Auto sitzt. Wer Autobahnen normalerweise scheut: Eine Fahrt über die Autobahn nimmt einen in Portugal niemals das »Roadtrip-Gefühl«, denn sie fügen sich meist harmonisch in die Landschaft ein. Oft hoch oben auf Pfeilern und mit unzähligen Brücken und Tunneln durchsetzt, bieten sich hier außergewöhnliche Ausblicke, die dem Reisenden fantastische Eindrücke vermitteln. Angekommen in Braga, wird das Auto auf einem der ausgeschilderten Parkplätze abgestellt, und dann heißt es, die mehr als 2000-jährige Geschichte der Stadt erkunden, die dank der vielen Studenten jung geblieben wirkt.

Ein Nationalpark, Thermalquellen & Bragança

Auf ganz viel Kultur und Geschichte folgt nun Natur und Ruhe. Braga wird auf der N103 Richtung Nordosten verlassen und Kurs auf Chaves genommen. Unterwegs streift man den Rand des Nationalparks Peneda-Gerês (siehe S. 28). Unweit des südlichen Parkrandes gibt es eine Abzweigung, die zum Aussichtspunkt Baloiço de Cantelães führt. Sofern das Auto wendig und auch auf nicht-asphaltierten Straßen fährt, empfiehlt es sich, hier abzubiegen und das Zwischenziel anzusteuern: Zwei Schaukeln laden neben einem Picknicktisch ein, sich den Blick in die Ferne mit Schwung anzusehen – und dabei festzustellen, dass Portugal voller Schätze ist, große, kleine, neue, alte. Mit wachem Blick und Zeitpuffer fährt es sich am besten, und allein der Blick aus dem Fenster verrät dem Reisenden, warum der Norden der heimliche Liebling der Portugiesen ist. Zurück im Auto, geht es über die N103 auf die R311. Nach gut einer Stunde Fahrt lohnt sich die nächste Pause, vor allem wenn Kinder an Bord sind. Der Boticas Park – Nature and Biodiversity liegt auf der Strecke und ist kaum zu verfehlen. Er lädt dazu ein, spazierenzugehen, die heimische Tierwelt zu entdecken, eine Kajaktour zu unternehmen, Fahrrad zu fahren …

Am Ende dieser wunderbaren Route erreichen wir hinter den Bergen, kurz vor der spanischen Grenze Bragança. Bereits von den Kelten besiedelt, war es fast 300 Jahre lang Sitz des portugiesischen Königshauses und immer bereit, das Land gegen die Spanier zu verteidigen. Gleich nebenan wird es im Parque Natural de Montesinho freier, wilder und grüner, aber nicht weniger hoheitsvoll, denn in den Eichen- und Kastanienwäldern des Naturparks kann einem schon einmal ein Wolf begegnen.

RESTAURANTS / ÜBERNACHTUNGEN

EINKEHREN

O CANGHALO (VILA DO CONDE)

Mit seiner blauen Fassade kaum zu übersehen, lädt das Innere des Lokals mit portugiesischer Gemütlichkeit zum Mittag- oder Abendessen ein. Nur eine Handvoll Tische, gibt es hier typisch portugiesische Hausmannskost.

www.facebook.com/OCangalho/?locale=pt_BR

RESTAURANTE KAMY (VIANA DO CASTELO)

Von außen wenig einladend, wird hier mit Liebe zu traditionellen Gerichten gekocht. Einfach in der Erscheinung, aber einfach richtig gut im Geschmack.

www.facebook.com/restaurantekamy

TABERNA DO MIGAITAS (BRAGA)

Hübsches Ambiente, große Portionen und landestypische Küche. Hier fühlt sich die ganze Familie wohl. Manche sagen, hier gibt es die besten Francesinhas in Braga.

www.facebook.com/taberna.migaitas/?locale=pt_BR

CASA NOSTRA (BRAGANÇA)

Italienische Küche mit portugiesischem Touch. Das familiengeführte Restaurant überzeugt mit Gastfreundlichkeit, bester italienischer Küche und einer guten Weinberatung. Der Service beginnt an der Tür und endet erst beim Verlassen.

www.facebook.com/ristorantecasanostra

LEITÕES.COME (CHAVES)

Hier werden Desserts in Kunstwerke verwandelt. Bei jedem Gericht isst das Auge mit. Tapas und einfache regionale Gerichte, mit Pfiff und Liebe zubereitet.

https://leitoescome.com/restaurante/

ÜBERNACHTEN

ARC’OTEL (PONTE DE LIMA)

Moderne, stilvoll eingerichtete Zimmer in alten Gemäuern, direkt am Ende der Brücke Ponte Medieval. Der Park hin-term Haus, der Fluss Lima einen Steinwurf entfernt – die Lage ist perfekt.

http://arc-otel.pt/

BOM JESUS – UNTERKÜFTE (BRAGA/BOM JESUS)

In einer Parkanlage oberhalb der Stadt bei der Wallfahrtskirche Bom Jesus werden hier in herrschaftlichen Häusern Zimmer für jeden Geldbeutel angeboten. Die Räume sind, je nach Hotel, von modern über antik bis schlicht eingerichtet, aber die Umgebung ist für alle gleich fantastisch.

https://en.hoteisbomjesus.pt/hotel-do-templo-in-braga/

POUSADA BRAGANÇA (BRAGANÇA)

Das ehemalige Schloss empfängt die Gäste mit stilvoll eingerichteten Zimmern. Im Winter genießt man den Wein vor dem Kamin und im Sommer den Blick auf die Lichter der Stadt beim nächtlichen Bad aus dem Pool heraus.

www.pousadas.pt/de/hotel/pousada-braganca

RESIDENCIAL BEM ESTAR (CHAVES)

Der Charme des Hauses liegt in dem freigelegten Mauerwerk. Die Steinwände verleihen den Zimmern Burgcharakter, obwohl es keine ist. Perfekt gelegen im historischen Zentrum der Stadt, geparkt werden kann hinter dem Schloss. Sehr gutes Frühstück.

www.facebook.com/residencialbemestarchaves/

QUINTA DA RODA – VALDREU (AM RAND DES NATIONALPARKS PENEDA-GERÊS)

Der perfekte Ort für einen entspannten Ausklang nach einem Tag in der Natur. Die Quinta hat alten Mauern modernen Charme eingehaucht. Die Zimmer sind großzügig, das Frühstück opulent, und der Pool im Garten bietet einen fantastischen Blick in die Natur.

www.quintadaroda.com

Ponte de Lima – die Brücke, die der Stadt am Fluss ihren Namen gab

PONTE DE LIMA UND VINHO VERDE

ROMANTIK AM FLUSSUFER

Die Perle am Rio Lima ist nicht nur eine der ältesten Städte Portugals, sie liegt auch in einer Umgebung reich an hochherrschaftlichen Häusern, alten Adelspalästen und inmitten des Anbaugebietes des spritzigen Vinho Verde. Ponte de Lima lädt zum Flanieren, Genießen und zu sportlichen Aktivitäten gleichermaßen ein.

Alegoria ào Feiras Novas ao Folclore – volkstümliche Bronzestatue an der Promenade von Ponte de Lima

Schon lange, bevor die Römer ab dem 2. Jahrhundert v. Chr. hierherkamen und das Nord- und Südufer des Rio Limo durch eine Brücke miteinander verbanden, war die Region besiedelt. Mit der Erbauung der gleichnamigen Brücke Ponte de Lima – auch als Ponte Medieval bekannt – nahm der Ort an Bedeutung zu. Die Stadtrechte erhielt Ponte de Lima zu Beginn des 12. Jahrhunderts.

Die vielen mittelalterlichen Häuser, die in der Stadt verteilten religiösen Bauwerke und die wunderschönen Plätze zeugen von Ponte de Limas langer Geschichte. Gleichzeitig machen sie ihren Charakter und besonderen Charme aus. Nicht ohne Grund gilt sie als eine der schönsten Kleinstädte in Nordportugal. Ein ganz besonderer Zauber liegt jedes Jahr zwischen Ende Mai und Ende Oktober über der Stadt. Dann findet hier das internationale Festival de Jardins statt. Zarter, süßer Blumenduft begleitet die Besucher zu dieser Zeit bei ihrem Spaziergang durch die Garten- und Parkanlagen.

Parken am Fluss im Herzen von Ponte de Lima

Ponte de Lima ist klein, aber reizvoll. Die historische Altstadt lässt sich in zwei bis drei Stunden erkunden. Im Anschluss kehrt man am besten in einem der Cafés oder Restaurants mit Blick auf den Rio Lima ein, um den Gaumen zu erfreuen und die Seele baumeln zu lassen. Nach der Einkehr bietet sich ein Spaziergang an. Das Auto immer noch sicher auf der Sandbank am Flussufer geparkt, schlendert man an der Promenade entlang und vorbei an den Statuen, die einen kleinen Einblick in die Tradition der Bewohner geben, Richtung Brücke Ponte de Lima. Überquert man diese, gelangt man am Ende direkt zum Eingang der Gärten des Festival Internacional de Jardins. Hier heißt es dann eintauchen ins Blütenmeer, Düfte genießen und noch einmal einen anderen Blick auf die wunderschöne Stadt bekommen.

Vinho Verde, der spritzig Grüne

Wie so oft im Leben kommt das Beste zum Schluss. Eine Weinverkostung – zumindest für den Beifahrer oder am Ende des Tages auch für den Fahrer – darf bei einem Besuch der Region keinesfalls fehlen. Denn nur der Wein aus der Region Minho, in der auch Ponte de Lima liegt, darf sich Vinho Verde nennen. Das Besondere ist seine fruchtige, spritzige Note, die an heißen Sommertagen ein idealer Begleiter für einen netten Abend in guter Gesellschaft ist.

Die Geschichtsbücher sagen im Übrigen, dass die Vinhos Verdes die ersten portugiesischen Weine waren, die in die europäischen Märkte exportiert wurden, und das bereits im 16. und 17. Jahrhundert. Heute ist das Anbaugebiet der Vinhos Verdes im Nordwesten Portugals eine der größten und ältesten Weinregionen der Welt. Durch seine Einzigartigkeit konnte sich der Vinho Verde weltweit behaupten. Er steht auch als Synonym für Vielfalt. Das Klima und die einheimischen Rebsorten ermöglichen es, Weine aller Farben und Geschmäcker zu produzieren. Das Ergebnis: eine große Auswahl an verschiedensten Weinen. So gibt es Vinho Verde nicht nur als Weißwein, wenngleich er als solcher zu großen Teilen exportiert wird. Eine Verkostung vor Ort ist somit auch deswegen unverzichtbar, da seine Varianten als Rosé oder gar Rotwein fast ausschließlich in Portugal zu finden sind! Die beste Beschreibung des Weins stammt aus einem Dekret von 1929: »Als Vinho Verde können nur Weine bezeichnet werden, die durch die Vergärung von frischem Most entstehen, der von frischen und schönen reifen regionalen Trauben stammt.« Wohl bekomm’s!

WEINVERKOSTUNG

Empfehlenswert ist ein Besuch des Centro de Interpretaçã e Promoçã do Vinho Verde inklusive Weinverkostung oder eine Verkostung auf einem der vielen Weingüter der Region.

https://www.cipvv.pt

GOLFSPORT

Portugal ist für Golfer ein Mekka. Der Gebirgs-Golfplatz Axis Golfe de Ponte de Lima ist ein Erlebnis der besonderen Art. Hier wird zwischen jahrhundertealten Bäumen und Herrenhäusern abgeschlagen. Erst nach Durchqueren einer Schlucht kann die Partie beendet werden.

http://www.axishoteisegolfe.com

BAUERNMARKT

Jeden zweiten Montag findet auf der Sandbank am Flussufer ein großer Bauernmarkt statt.

BARCELOS & BRAGA

DIE LEGENDÄRE UND DIE JUNGGEBLIEBENE

Geschichte und Legenden gehören irgendwie zusammen. So verwundert es nicht, dass die Stadt, die einer Legende zufolge das Wahrzeichen des Landes begründete, quasi direkt neben einer der ältesten und geschichtsträchtigsten Städte Portugals liegt. Sowohl Barcelos als auch Braga haben Geschichte geschrieben und heißen ihre Besucher, jede auf ihre eigene Art, herzlich willkommen.

Die barocken Monumentaltreppen zum Heiligtum Bom Jesus do Monte sind beeindruckend und führen über einen Höhenunterschied von 116 Metern.

Überquert man auf der alten Brücke Ponte Medieval den Rio Cávado, betritt man just einen der beispielhaftesten Orte der Handwerkskunst in der Region Minho: das legendäre Barcelos. Das Zentrum der Stadt hat sich bis heute sein mittelalterliches Aussehen bewahrt. So lassen sich Reste der alten Stadtmauer – die Torre da Porta Nova –, der Herzogspalast Paço dos Duques oder auch die Mutterkirche Igreja Matriz gleich beim Ponte Medieval bestaunen. Das Herz bzw. Aushängeschild der Stadt, vor allem an Donnerstagen, ist der Marktplatz (Largo de Freia bzw. Campo da República). Denn dann findet hier der landesweit größte Wochen- und Handwerkermarkt statt. Feilgeboten werden traditionelles Kunsthandwerk, Getöpfertes, Geflochtenes, Handbemaltes, regionale Lebensmittel – eben alles, was das Herz begehrt. Wer es nicht an einem Donnerstag nach Barcelos schafft, der erfährt mehr über die Töpferkunst im Museo de Olaria oder bekommt im Zentrum für volkstümliche Kunst (Centro de Artesanato de Barcelos) unweit des Marktplatzes einen Einblick.

Die Legende vom Hahn