Rosen - Pierre-Joseph Redouté - E-Book

Rosen E-Book

Pierre-Joseph Redouté

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Beschreibung

Das Mega Square-Buch Rosen präsentiert eine große Anzahl verschiedener Arten dieser einzigartigen Blume, die so viel Gefühl und kulturelle Bedeutung trägt. Durch seinen künstlerischen, aber auch botanischen Wert ist es wie gemacht für Kunstliebhaber und jeden, der die Schönheit und Vielseitigkeit von Rosen liebt. Jedes der farbenfrohen Bilder ist durch wertvolle botanische Informationen ergänzt und das praktische Mega Square-Format macht es zum perfekten Geschenk.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

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Seitenzahl: 69

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Pierre-Joseph Redouté - Claude Antoine Thory

Übersetzung: Miriam Mersin

Redaktion der deutschen Ausgabe: Klaus H. Carl

© 2023, Parkstone Press International, New York, USA

© 2023, Confidential Concepts, worldwide, USA

© Image-Barwww.image-bar.com

Alle Rechte vorbehalten.

Das vorliegende Werk darf nicht, auch nicht in Auszügen, ohne die Genehmigung des Inhabers der weltweiten Rechte reproduziert werden. Soweit nicht anders vermerkt, gehört das Copyright der Arbeiten den jeweiligen Fotografen, den betreffenden Künstlern selbst oder ihren Rechtsnachfolgern. Trotz intensiver Nachforschungen war es aber nicht in jedem Fall möglich, die Eigentumsrechte festzustellen. Gegebenenfalls bitten wir um Benachrichtigung.

ISBN: 978-1-78160-944-6

Inhalt

Die Anwendung der Symbolik auf Botanik im Allgemeinen und auf Rosen im Besonderen

Die Bildtafeln

Abbildungsverzeichnis

A

Abgewandelte Varietät der Herbst-Damaszenerrose

Acker-Rose

Acker-Rose (halbgefüllte Sorte)

Alpenrose

Anjou-Rose

Apfelrose

Apfelrose (auch Schottische Zaunrose)

Apfelrose „Zabeth“

Apothekerrose

B

Banks-Rose „Lady Banksia Snowflake“

Bibernell-Rose „Double Pink Scotch Briar“

Bibernell-Rose von Marienburg

Blaublütige Varietät der Provinsrose

Blush Gallica

Bourbonrose

Boursault-Rose

Büschelrose „Seven Sisters Rose“

C

Cherokee-Rose

China-Rose

China-Rose „Longfolia“

China-Rose „Old Blush“

D

Damaszenerrose „Celsiana“

Damaszenerrose „Celsiana“

Damaszenerrose „York and Lancaster“

De Candolle Rose

E

Einfach blühende Kohlrose

Einfach blühende Moosrose „Andrewsii“

Einfache Varietät der Boursault-Rose

Eschenrose (auch „Hudson Bay Rose“)

F

„Francofurtana“

Feld-Rose

Filzrose(gefüllte Sorte)

Filzrose (halbgefüllte Sorte)

Frankfurter Rose „Empress Josephine“

Fuchsrose (Übelriechende Varietät der Filzrose)

G

Gefüllte Mai-Rose

Gefüllte Moosrose

Gefüllte Varietät der China-Rose

Gefüllte Wiesenrose

Gefüllte Zwergrose

Gelbe Fuchsrose

Gestreifte Varietät der „Hudson Bay Rose“

Glanzrose „Rose d’Amour“

Großblättrige Varietät der Provinsrose

Großblütige Varietät der Provinsrose

H

Halbgefüllte Alba-Rose

Halbgefüllte Moschusrose

Halbgefüllte schottische Zaunrose

Halbgefüllte Varietät der Sumpfrose

Halbgefüllte Varietät der Sumpfrose

Heckenrose

Herbstblühende Varietät der China-Rose

Herbstdamaszener-Rose

Hügelrose

Hybride der Apfelrose

Hybride der Provinsrose

Hybride der Provinsrose

J

Japan-Rose

K

Kleinblütige Weinrose

Kohlrose

Kohlrose „Anemonoides“

Kohlrose „Petite de Hollande“

Kohlrose „White Provence“

Kriechende Essig-Rose

Kurzgriffelige Rose

M

Mai-Rose

Marmorierte Varietät der Provinsrose

Monatsrose

Monatsrose

Monatsrose

Monatsrose „Slater’s Crimson China“

Montezuma-Rose

Moschusrose

N

Nelkenblütige Varietät der Kohlrose

Noisette-Rose

P

Pompon-Centifolie „De Meaux“

Portland-Rose „Duchess of Portland“

Portland-Rose „Rose du Roi“

Provins Royal

Provinsrose

Provinsrose „Duchesse d’Orléans“

Provinsrose „The Bishop“

Provinsrose „Versicolor“

Provinsrose „Violacea“

R

Redouté-Rose

Rosa Evratina Bosc

Rose von Malmédy

Rosenberg-Rose

Rotstielige, rotstachelige Redouté-Glanzrose

S

Salatblättrige Kohlrose

Schwefelrose

Sellerieblättrige Varietät der Kohlrose

Stachellose Bibernell-Rose

Stapelienblütige Varietät der Provinsrose

Sumpfrose

T

Teerose „Hume’s Blush Tea-Scented China“

V

Van Eeden Rose

Varietät der Apfelrose

Varietät der China-Rose

Varietät der China-Rose

Varietät der Damaszenerrose

Varietät der Immergrünen Rose

Varietät der kleinen Herbst-Damaszenerrose

Varietät der Kohlrose

Varietät der Kohlrose

Varietät der Kohlrose

Varietät der Kohlrose

Varietät der Moosrose

Varietät der Provinsrose

Varietät der Provinsrose

Varietät der Provinsrose „L’Enfant de France“

Varietät der Provinsrose „Rose d’André du Pont“

Varietät der Provinsrose oder Kohlrose

Vilmorinrose (Varietät der Kohlrose)

Virginia-Rose

W

Weiße „Celestial“

Weiße „Great Maiden’s Blush“

Weiße Alba-Rose „À feuilles de Chanvre“

Weiße Moosrose

Weiße Varietät der Herbst-Damaszenerrose

Wiener Rose

Wiesenrose

Z

Zottige Rose (mit Terpentingeruch)

Wie man an ihrem Zweig im Monat Mai die Rose

in ihrer Jugend sieht, in ihrer ersten Pracht,

wie sie mit ihrer Glut den Himmel neidisch macht,

der morgens sie besprengt, der weinend-wolkenlose.

Die Anmut ruht sich aus, die Lieb’ auf ihrem Blatte,

erfüllend Busch und Baum mit ihrem süßen Hauch;

doch martert Regen sie, quält Hitze ihren Strauch,

so löst sie sich vom Stiel und stirbt, die todesmatte.

So hat im ersten Glanz, in deiner schönsten Zeit,

als Erd’ und Himmel dich geziert mit ihrem Kleid,

die Parze dich gefällt zu frühem Aschenlose.

Nimm meine Träne denn zum Schmuck dir in die Gruft,

den Krug hier voller Milch, den Korb voll Blumenduft,

dass tot wie lebend du nur Rose seist, nur Rose.

Rosa tomentosa (Flore multiplici)

Filzrose (gefüllte Sorte)

Die seit Jahrhunderten in der Lyrik zu findenden brillanten Anspielungen und Verweise auf Rosen, die Verwendung der Rose bei Festen und Zeremonien in der Antike, der moderne Kult um Rosen, der bei einigen Völkern Einzug gehalten hat – scheinbar würdige Themen für eine Einleitung zu einem Bildband, der dem Leser diese schönste aller Blumen in ihrer ganzen Pracht zeigen möchte. Da dieser literarische Ansatz zur Rose jedoch bereits in der Rhodologia (1631) von Johann Karl Rosenberg so scharfsinnige und in President d’Orbessans Essai sur les roses so gewandte und kultivierte Verwirklichung fand, sei der Leser an dieser Stelle lediglich auf diese Werke verwiesen.

So werden die banalen Wiederholungen einiger Autoren vermieden, die sich in ähnlichen Abhandlungen gerne der fundierten Rechercheleistung besagter beider Autoren bedienen, ohne sich die Mühe zu machen, ihre Quellen zu zitieren. Der vorliegende Text geht einen anderen Weg. Diese Veröffentlichung über Rosen zeigt zugleich die Geschichte der Darstellung der Rose in der Bildkunst von der ersten Anwendung der botanischen Symbolik in dieser Kunstform bis heute.

Die Anwendung der Symbolik auf Botanik im Allgemeinen und auf Rosen im Besonderen

Augustin Pyramus de Candoll, der kluge Autor des Buches Theoretische Anfangsgründe der Botanik (1813) schrieb einst: „Selbst die exakteste Beschreibung einer Pflanze schafft es kaum, sowohl die Pflanze selbst als auch ihre allgemeine Erscheinungsform darzustellen.“ Wenn dies stimmt, so trifft es ganz besonders auf die Rose und ihre zahlreichen Züchtungen zu. Mehr noch: Unter den Blumen, der die Natur die bei weitem höchste Wandlungsfähigkeit mitgab, ist die Rose konkurrenzlos. Ihre wunderbaren Farben und Formen sind so vielfältig, dass ein ausschließlich der Rose gewidmetes Bildwerk inzwischen unverzichtbar ist für jeden, der diese Blumen kennen und bestimmen möchte.

Die Naturforscher der Antike erkannten den Vorteil, der in der figurativen Darstellung der von ihnen beschriebenen Spezies lag. Der römische Schriftsteller Plinius der Ältere sowie andere Gelehrte der Antike zitieren eine Schrift mit dem Titel Rhizotomicum, in der der Verfasser Cratevas, ein griechischer Botaniker aus der Zeit des Mithridates, Pflanzen abbildete und Namen und Merkmale jeder einzelnen Pflanze erfasste. Das Manuskript wurde vermutlich vernichtet, als die Türken 1453 Konstantinopel eroberten.

In der Renaissance erschienen schließlich erstmals naturgeschichtliche Schriften mit Abbildungen auf Holzschnitten, so etwa das Hortus Sanitatis (Garten der Gesundheit) des deutschen Botanikers Johannes de Cuba. Das zahlreiche Bildtafeln aus Hortus Sanitatis enthaltende Trattato della Agricoltura von Piero Crescenzi und das Promptuarium Medicinae von Jacques Dondi zählen zu den ersten Werken, die diese Form der Abbildung für Pflanzen einsetzten. Doch auch diese Darstellungen waren zu unvollkommen und die Werke, in denen sie abgebildet waren, daher wertlos als naturgeschichtliche Fachliteratur, und erst einige Zeit nach der Veröffentlichung dieser Schriften wurde die Kunst des Holzschnitts so perfektioniert, dass nun die Darstellung mehr oder weniger annehmbar der Natur ähnelte, wie es in den Werken von Leonhart Fuchs, Conrad Gesner, Castor Durante, Matthiole, Tabernaemontanus (der eigentlich Jacob Theodor hieß) sowie Lobel, Clusius und den Gebrüdern Bauhin zu sehen ist (obgleich diese von Gelehrten nicht als bedeutende Fachquellen herangezogen werden).

Rosa sulphurea

Schwefelrose

Rosa centifolia (var. Bullata)

Salatblättrige Kohlrose

Rosa muscosa (var. Multiplex)

Gefüllte Moosrose

Rosa indica vulgaris

China-Rose „Old Blush“

Bis auf Fuchs verkleinerte jeder dieser Autoren den Maßstab der Holzsschnitte sogar so stark, dass die dargestellten Objekte kaum noch zu erkennen und somit ebenfalls kaum noch von Nutzen waren. Die Botanik konnte aus diesem Darstellungsverfahren erst wertvollen Nutzen ziehen, als der Kupferstich den Holzschnitt zu verdrängen begann und zunehmend für die Darstellung von Pflanzen eingesetzt wurde.

Die Historiker sind sich uneins darüber, welche naturgeschichtliche Schrift nun die erste ihrer Art war: Der Biograph des italienischen Botanikers Fabius Colonna behauptet, die 1592 in Neapel auf vier Blättern in lateinischer Sprache erschienene Pflanzenkunde dieses Gelehrten enthalte die erste jemals erschienene Bildtafel von Pflanzen im Kupferstich. Andere vertreten die Meinung, dieses Verfahren sei bereits 1590 in der Schrift Symbolorum et Emblematum centuriaeIII von Camerarius angewandt worden, während laut Seguier die italienische Übertragung von Dondis Promptuarium Medicinae, die 1536 in Venedig unter dem Titel Herbolario Vulgare erschien, bereits erste Kupferstiche enthielt.

Eines ist jedoch unbestritten: Diese Pflanzendarstellungen waren und sind bis heute für die Naturgeschichte von unschätzbarem Wert und erreichten, vorwiegend in Frankreich, zunehmende Perfektion bis hin zu dem uns heute gewohnten Grad. Besondere Anerkennung fanden ihre Vorzüge jedoch mit der Entstehung des Farbsteindrucks, einer modernen Erfindung, die die illuminierten Handschriften erfolgreich ersetzt hat.