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Beim Spaziergang mit dem Hund die Natur entspannt genießen – nur ein Traum? Statt zu gehorchen streifen viele Vierbeiner lieber durch den Wald, um sich mit Reh, Hase und Fuchs persönlich bekannt zu machen. Wer Jagdverhalten rechtzeitig erkennen und unterbrechen will, sollte lernen, die Welt mit den Augen seines Hundes zu sehen. Dieses Buch zeigt, was der Hund mit seinen scharfen Sinnen alles erlebt und wahrnimmt. Zusätzlich leitet es an, wie man Wildspuren und andere Reize, denen der Hund so leicht erliegt, erkennt und richtig deutet. Ein fundierter Ratgeber und praktisches Trainingsbuch – für ein perfektes Outdoor-Team Mensch und Hund.
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Seitenzahl: 129
Veröffentlichungsjahr: 2021
Dieses E-Book ist die digitale Umsetzung der Printausgabe, die unter demselben Titel bei KOSMOS erschienen ist. Da es bei E-Books aufgrund der variablen Leseeinstellungen keine Seitenzahlen gibt, können Seitenverweise der Printausgabe hier nicht verwendet werden. Stattdessen können Sie über die integrierte Volltextsuche alle Querverweise und inhaltlichen Bezüge schnell komfortabel herstellen.
Das Verhältnis von Hundehaltern und Jägern ist nicht immer das Beste. Treffen beide aufeinander, liegt oft schon Spannung in der Luft. Automatisch werden imaginäre Schubladen im Kopf geöffnet und altbekannte Vorurteile herausgekramt. Doch woran liegt das?
Liegt es an der Jägersprache, die von den Waidgesellen genutzt wird und die ein Nichtjäger kaum versteht? Dass der Jäger oft auftritt, als würde ihm der Wald gehören und der Hundehalter wäre nur mit Zähneknirschen in Wald und Feld geduldet, oder liegt es an der unbändigen Freiheitsliebe des Hundehalters, der sich in seinen Rechten eingeschränkt sieht, sich frei im Wald zu bewegen, dass es zu Vorverurteilungen oder sogar zu lautstarken Auseinandersetzungen kommt? Oftmals völlig grundlos, unangemessen im Ton und mit wenig Respekt für sein Gegenüber.
Der Wecker klingelt. Ich habe das Gefühl, mich im Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ zu befinden. Rein in die Klamotten, am Kaffee genippt und die Hundeleine geschnappt. Raus zur schnellen Runde durch den Wald. 30 Minuten durchatmen, bevor der Alltagstrott beginnt. Da möchte man doch manchmal Hund sein. Schlafen, fressen, durch den Wald stromern. Einfach seiner Nase folgen und schauen, was sich so findet, Pi-Mails lesen oder einer interessanten Spur folgen, hier und da eine Nachricht absetzen für die, die da kommen werden. Wild und ungestüm durch den Busch laufen und sich den Wind um die Nase wehen lassen. Wie gerne würde ich für einen Tag mit ihm tauschen! Schmunzelnd über diesen Gedanken und die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben könnten, trotte ich hinter meinem Hund her, beneide ihn ein bisschen, lasse ihn sein Ding machen und freue mich an seinem glücklichen Gesicht, wenn er hechelnd an mir vorbeispurtet und mit vollem Elan durch den Wald rennt.
© Eike Mross
Durchatmen in der Morgenstunde – über Ruhe und Natur freuen sich Jäger und Hundehalter gleichermaßen.
Die Sonne geht über dem Feld auf. Leichter Nebel liegt in der Luft und die Tautropfen glitzern in der aufgehenden Sonne. Die ersten Vögel fangen an zu zwitschern. Ich lasse meinen Blick durch das Fernglas über den Waldrand gleiten. Am Feldrand entdecke ich zwei lange Lauscher, die sich im Wind drehen. Anscheinend hat die Ricke nichts Verdächtiges gehört und tritt mit ihren beiden Kitzen auf die Lichtung. Endlich bekomme ich die beiden Kleinen zu Gesicht. Zwei Kitze, rotbraunes Fell mit ihren weißen Punkten, zwei große schwarze Nasen neugierig in den Wind gestreckt. Es hat sich gelohnt, für diesen Anblick so früh am Morgen aufzustehen. Vergessen ist die ganze Arbeit des vergangenen Jahres. Wildäcker bestücken und Hecken pflanzen, damit das Wild eine Rückzugsmöglichkeit hat. Die Streuobstwiese pflegen und bei tiefsten Minustemperaturen im kniehohen Schnee das Wild in Notzeiten füttern, weil das Nahrungsangebot durch die Witterungsbedingungen gegen Null gegangen ist.
Ich werfe noch kurz einen Blick unter den Hochsitz, wo mein vierbeiniger Jagdgefährte ruhig und entspannt neben meinem Rucksack liegt und wartet, lehne mich wieder entspannt zurück und genieße diesen wunderbaren Anblick.
© Eike Mross
Aufmerksam stellt das Reh die Lauscher auf. In der Gerste ist es gut versteckt.
Beide Bilder für sich vermitteln einen Zustand des perfekten Moments, von denen wir in unserem Alltag vielleicht viel zu wenige haben und genießen können. Umso wertvoller sind diese Momente für uns und umso empfindlicher reagieren wir, und wie ich finde völlig zurecht, wenn diese Momente plötzlich wie eine Seifenblase zerplatzen.
© Inga Haase@flainfotografie/Kosmos
Der perfekte Moment des Hundes – wild und frei umherstreifen können.
Was aber passiert, wenn diese Momente für den Hundehalter durch eine unentspannte Jägerin, die gerade fuchsteufelswild und sich wie ein Rumpelstilzchen aufführend aus dem Busch gestapft kommt, enden? Oder wenn ich als Jägerin auf dem Hochsitz sitze und ein Hund mir den Anblick von der Ricke mit den beiden Kitzen vermiest? Dann ist es vorbei mit der Harmonie, und für jeden der beiden Parteien zerplatzt der Zauber des Moments wie eine Seifenblase. Jeder fühlt sich in seinen ganz persönlichen Bedürfnissen beeinträchtigt. Verständlich, dass beide Parteien nicht entspannt aufeinander reagieren und die Toleranz füreinander gegen Null geht.
„Es ist von Vorteil, die ganz individuellen Lieblingsreize und Vorlieben seines Hundes zu kennen, um vorausschauend handeln zu können und um im richtigen Moment präsent zu sein.“
Nicole Lützenkirchen
Was treibt den Hund dazu, plötzlich, als würde ein Schalter umgelegt werden, vom Sofawolf zum Wildfang zu mutieren? Es sind seine Instinkte, die ihn leiten, und für ihn ist es keine Frage von richtig oder falsch. Eine gefundene Spur eines vor kurzem über den Weg gelaufenen Hasen oder eine Bewegung jenseits des Weges lösen ihn aus. Es ist ein Reiz, dem er sich nicht entziehen kann.
Darum ist es meiner Meinung nach eine Grundvoraussetzung für den Freilauf eines Hundes, dass ich einen gut erzogenen Hund habe, bei dem ein Verhaltensabbruch zuverlässig möglich ist und den ich in jeder Situation stoppen und heranrufen kann. Habe ich mit meinem Hund einen zuverlässigen Rückruf erarbeitet, kann ich ihm entspannt mehr Freiräume bieten. Funktioniert der Rückruf nicht zuverlässig und ist eher ein Glücksspiel, sollte der Wildfang lieber an der Leine geführt werden, um brenzlige Situationen zu vermeiden und um niemanden, egal ob Menschen, andere Hunde oder Wild in Gefahr zu bringen. Denn ich als Hundehalter habe die alleinige Verantwortung für das Handeln meines Hundes.
© Inga Haase@flainfotografie/Kosmos
Es ist sinnvoll, wenn man seinen Hund gut kennt …
© Inga Haase@flainfotografie/Kosmos
… und erste Anzeichen einer Witterung registriert …,
© Inga Haase@flainfotografie/Kosmos
… bevor er abdreht und im Gebüsch verschwindet.
Was bedeutet eine Einschränkung des Freiraums durch die Leine im Vergleich zu den Möglichkeiten, die wir unserem Hund heute alternativ bieten können, wenn es noch nicht so gut mit dem Rückruf klappt? Mittlerweile gibt es unzählige Angebote von Hundesportvereinen und Hundeschulen, in denen man unter fachlicher Anleitung seinen Hund entsprechend seiner Vorlieben auslasten kann. Gemeinsam eine künstlich gelegte Fährte auszuarbeiten, zu apportieren oder vermisste Personen zu suchen – mal ehrlich, was könnte uns besser zusammenschweißen, als gemeinsame Erfolge zu feiern? Und wem das von der Bewegung her immer noch zu wenig ist, kramt die Sportschuhe raus oder macht den Drahtesel wieder flott.
Was dürfen denn nun Hund und Halter im Wald überhaupt tun? Ein Betretungsrecht in Wald und Flur hat grundsätzlich jeder. Ausnahmen gibt es aber bei besonders geschützten Gebieten wie z. B. Naturschutzgebiete oder Wildruhezonen, die nur auf den Wegen betreten werden dürfen.
Bei der Gesetzgebung für Hundehalter mit freilaufenden Hunden muss man allerdings schon etwas genauer hinschauen. In Deutschland gibt es hierzu keine einheitlichen Regeln, sie sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Die Vorgaben reichen von uneingeschränktem Freilauf bis hin zur generellen Leinenpflicht.
© Intrepix/Shutterstock
Schilder geben Auskunft, wie man sich hier zu verhalten hat. In Naturschutzgebieten herrscht meist Leinenpflicht.
In den meisten Fällen ist es so, dass der Jäger nicht gleich der Eigentümer des Waldes ist, auch wenn er manchmal so auftritt. Er hat meist lediglich das Recht gepachtet, in diesem Gebiet die Jagd auszuüben. Zu diesem Recht gehören aber auch eine Menge Pflichten. Er hat die Aufgabe, den Bestand der Waldbewohner genau so groß zu halten, dass Familie Wildsau nicht täglich in den Maisfeldern von Bauer Kunze ein wahres Gelage veranstaltet und die Ernte zunichtemacht oder Herrn Bocks und Frau Rickes Vorliebe für zarte Sprösslinge den Bestand an Bäumen und Pflanzen nicht bedroht. Er muss die Waage halten zwischen natürlichem Nahrungsangebot und der Größe des Wildbestandes, ansonsten zahlt der Jäger die Zeche. Das heißt, der Jäger muss für den vom Wild verursachten Schaden aufkommen. Definitiv kein einfacher Job. Hält Familie Wildsau ein Gelage im Maisacker ab, so muss der Jagdpächter für den Schaden zahlen.
© Eike Mross
Oft heimlich in der Dämmerung ist Familie Wildsau unterwegs …
© Inga Haase@flainfotografie/Kosmos
… und hinterlässt deutliche Spuren. Hier war ein wahres Festgelage.
Er hat aber auch dafür zu sorgen, dass das Wild nicht in seinem grünen Wohnzimmer gestört wird, es seinen Nachwuchs in Ruhe aufziehen kann, die „Einrichtung“ passt und der „Kühlschrank“ entsprechend der jeweiligen Vorlieben gefüllt ist. Das Ganze ist in Gesetzen wie z. B. dem Bundesjagdgesetz, dem Landschaftsschutzgesetz und im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) verankert.
Was dem einen einen Dopaminkick verschafft, verschafft dem anderen einen Adrenalinschub.
Die Freiräume, in denen sich die Waldbewohner heute bewegen können, werden durch die Nachfrage an Industriegebieten, Wohnraum und durch den Straßenbau immer kleiner.
Jede Störung und jede Flucht ist ein Energieverlust und bedeutet Stress, besonders im Winter und in der Zeit der Trächtigkeit. Herr Bock, Meister Lampe und Frau Bache, denen gerade aufgelauert und nachgestellt wird, wissen nicht, dass der Wildfang es (meist) nicht schafft, sie zu packen, und einfach Spaß hat, ihnen hinterherzulaufen. Für sie ist es jedes Mal eine lebensbedrohende Situation.
Dabei werden sie aufgrund ihrer sehr begrenzten Rückzugsmöglichkeiten gezwungen, Fluchtwege zu nutzen, bei denen sie häufig auch über Straßen, Autobahnen oder Gleise laufen müssen. Hierdurch steigt die Gefahr eines Unfalls für Wild, Hund und Mensch immens. Jeder Hundebesitzer, egal ob Familien- oder Jagdhund, sollte sich im Klaren sein, was ein solcher Wildunfall auf der Autobahn oder einer viel befahrenen Straße bedeuten kann, und wie es ist, als Autofahrer in der Situation zu sein, dass einem Reh und Hund vor das Auto laufen.
Soweit das Soll, aber was ist mit dem Ist-Zustand? Wir sind alle nicht perfekt, und so hängt der eine seinen Gedanken nach, achtet nicht auf seinen Hund und schon ist es passiert, und dem anderen platzt trotz hoher Frustrationstoleranz die Hutschnur und er macht sich Luft. Beides absolut menschlich und nachvollziehbar. Ein Aufeinandertreffen ist unausweichlich … was kann man tun?
Als Jägerin bin ich in der Pflicht, das, was ich von den Hundehaltern erwarte, vorzuleben. Das bedeutet für mich, dass ich außerhalb aller jagdlichen Aktivitäten meinen Hund auch nur auf dem Weg führe und ihn nicht über Wiesen und Felder sowie quer durch den Wald rennen lasse. Genauso gilt für den Jagdhund, dass es generell, egal ob auf der Jagd oder auf den Spaziergängen, einen Verhaltensabbruch gibt und ich ihn in jeder Situation stoppen kann. Wie sonst soll ich einem Hundehalter glaubhaft gegenübertreten und ihn bitten, seinen Hund nur auf den Wegen laufen zu lassen, wenn ich es nicht selbst tue?
© Inga Haase/Nicole Lützenkirchen
In der Dämmerung, wenn das Wild aktiv ist, leint man die Hunde einfach an.
Die „Waidgerechtigkeit“, der jeder Jäger verpflichtet ist, fordert nicht nur, Respekt vor der Natur und dem Wild zu zeigen, sondern auch gegenüber dem Menschen. Meine Aufgabe ist es also auch, meine Wut so manches Mal hinunterzuschlucken, meinem Gegenüber offen und mit Respekt entgegenzutreten und ihn durch gezielte Aufklärung für die Umwelt zu sensibilisieren und Interesse und Verständnis zu wecken.
Betrachtet man das Ganze mit einem ordentlichen Abstand, sind Jäger und Hundehalter doch gar nicht so verschieden. Wir sind gerne draußen, bewegen uns an der frischen Luft, genießen die Ruhe und den Augenblick.
Im Endeffekt hängt aber die Perfektion dieses Augenblicks von unserer persönlichen Einstellung und unserer Eigenverantwortung ab – nämlich von meinem Verhalten in der Öffentlichkeit, sowohl als Jäger mit meinem Jagdhund als auch als Familienhundehalter mit Familienhund. Und davon, wie ich meinem Gegenüber entgegentrete, wie ernsthaft ich mich informiere und natürlich von meiner Bereitschaft, Ressourcen zu pflegen und zu schützen. Wie sehr bemühe ich mich außerdem, meine Schublädchen im Kopf einfach mal geschlossen zu halten und ohne pauschale Vorurteile auf einen anderen Menschen zuzugehen und ihm mit Wertschätzung zu begegnen? Ein freundliches Wort hilft meist weiter.
Ganz im Sinne von „So wie ich in den Wald hineinrufe, so schallt es auch wieder heraus“. Egal ob vom Hochsitz oder vom Wegesrand!
© Inga Haase@flainfotografie/Kosmos
Miteinander ins Gespräch kommen: Bei einem Plausch verschwinden auch manche Vorurteile.
Du kennst es bestimmt: Gerade läuft dein Hund noch entspannt neben dir, ihr genießt die frische Morgenluft und die ersten Sonnenstrahlen. Doch plötzlich rastet bei deinem Hund ein Schalter ein, er ist nicht mehr ansprechbar und im nächsten Moment auch schon im Unterholz verschwunden.
© Inga Haase@flainfotografie/Kosmos
Was genau hat gerade diesen Schalter umgelegt? Du hast nichts gesehen, nichts gehört … Hier werden wir einmal ganz genau hinschauen.
Was verraten dir umgeknickte Äste, niedergetretenes Gras, Spuren im Matsch und Haare, die im Stacheldraht hängen geblieben sind? Wer wohnt eigentlich noch in unseren Wäldern und wo ist die Wahrscheinlichkeit groß, auf die Waldbewohner zu treffen?
Manche Reaktionen deines Hundes mögen dir auf einem Spaziergang banal erscheinen. Aber meist steckt viel mehr dahinter. Was verrät dir eine in die Luft gestreckte Nase, das Ohrenspiel oder die gehobene Vorderpfote deines Hundes? Hierzu findest du in diesem Buch jede Menge Informationen und Inspirationen, die du auf deinem täglichen Spaziergang einbauen kannst.
Dieses Buch soll dir dabei helfen, deine eigenen Sinne für die Feld- und Waldbewohner zu schärfen, damit du bald zusammen mit deinem Hund mit einem anderen Blick und anderen Ideen durch Wald und Feld laufen kannst. Zudem macht es Spaß, wenn man Hase oder Reh beobachten kann.
Du wirst deinen Hund besser verstehen können und eine Idee davon haben, was in seinem Kopf auf den Spaziergängen vorgeht, und warum er manchmal nicht anders kann, als auf Umweltreize zu reagieren und sich davon zu machen.
Somit kannst du auf jeden Fall vorausschauender spazieren gehen. Vielleicht ringt es dir dann auch hin und wieder ein kleines Schmunzeln ab und weckt Verständnis für das, was gerade in deinem Hund vor sich geht.
Welches Wissen brauchst du, um in den Kopf deines Hundes zu schauen oder um eine Vorstellung davon zu bekommen, was in seinem Kopf vorgeht, wenn ihr gemeinsam draußen unterwegs seid? Wir werden uns im ersten Teil mit dir als Hundehalter, mit deinem Hund und der Umwelt beschäftigen.
Dein Hund ist dir mit seinen Sinnen weit voraus. Deshalb gilt es, dich zu schulen und deine Sinne zu schärfen, damit du annähernd eine Idee davon hast, was dein Hund alles leistet und was er wahrnehmen kann. Zusammen werden wir deine Sinne schärfen und dich sensibel für die Dinge machen, die dort draußen in der Wildnis vor sich gehen.
Auch deine Erwartungen an deinen Hund und den gemeinsamen Spaziergang werden wir beleuchten. Diese haben nämlich nicht minder Einfluss auf das Verhalten deines Hundes. Oft übertragen wir unbewusst eine bestimmte Stimmung auf unseren Hund, die ihn zu einem bestimmten Verhalten animiert oder ihn dazu veranlasst, etwas nicht zu tun. Zum Beispiel mal nicht zu uns zurückzukommen, da wir ziemlich missmutig dreinschauen oder die Aussicht auf eine kurze Jagd ohne dich spannender erscheint.
© Inga Haase@flainfotografie/Kosmos
Witterung aufnehmen und wissen, was los ist. Mit seiner Nase können wir nicht mithalten.
Die Genetik deines Hundes bestimmt sein Verhalten. Was hast du da eigentlich genau an der Leine und welches Verhalten ist per se schon einmal zu erwarten?
Aber nicht nur die Genetik bestimmt sein Verhalten, sondern auch die bereits gemachten Erfahrungen auf euren gemeinsamen Spaziergängen. Du wirst auch einen tieferen Einblick in die Sinne deines Hundes erhalten und hier und da eine andere Brille aufgesetzt bekommen.
