Russische Informationsmedizin - Olga Häusermann Potschtar - E-Book

Russische Informationsmedizin E-Book

Olga Häusermann Potschtar

4,6
8,99 €

Beschreibung

Achtung Gesundheit: die Russen kommen!

Das neue Wissen im Bereich Gesundheit kommt aus Russland. Informationsmedizin, ein ganzheitlicher Ansatz zur Lebensoptimierung. Keine Magie oder Mystik, sondern präzise und erstaunlich wirksame Techniken des Bewusstseins. Die Heilpraktikerin Olga Häusermann Potschtar vereint hier östliche mit westlicher Gesundheitslehre. Mit den neun wichtigsten Techniken, zum Beispiel die Arbeit mit dem Neutralisierungspunkt, grundlegend erklärt.

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Seitenzahl: 232

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Olga Häusermann Potschtar

Klaus Jürgen Becker

Russische Informationsmedizin

Die neun Basis-Techniken und ihre praktische Anwendung

Buch

Die Russische Informationsmedizin basiert auf einem tieferen Erkennen dessen, was es heißt, Mensch zu sein: kein Opfer des Zufalls, sondern vollkommener, selbstverantwortlicher Schöpfer und Gestalter des eigenen, wie des kollektiven Lebens. So repräsentiert die Russische Informationsmedizin eine neue, dem modernen Anspruch auf ein kollektives Bewusstsein entsprechende Lebenshaltung, welches die vergangene und zukünftige geistige Entwicklung des Menschen und globale Betrachtungsweisen einbezieht. Mit diesem Ansatz befinden wir uns inmitten der Avantgarde einer neuen Epoche von Bewusstseinsentwicklung.

Durch besondere Konzentrationsübungen (»Steuerungen«) auf der höchsten Ebene in Einheit mit der Weltschöpfung können die göttlichen Kräfte des Menschen entdeckt und im täglichen Leben genutzt werden.

Autoren

Olga Häusermann Potschtar wurde in Russland geboren, lebt seit vielen Jahren in Deutschland, unterrichtet Russische Heil- und Informationsmedizin und arbeitet als Heilpraktikerin und Ernährungsberaterin in eigener Praxis.

Klaus Jürgen Becker, geboren 1956, ist Seminarleiter, Lebensberater und Beziehungscoach mit eigener Praxis in Schondorf/ Oberbayern. Seit vielen Jahren beschäftigt sich der Autor zahlreicher Sachbücher mit dem Schwerpunkt »Psychologie, Lebenshilfe und Gesundheit« mit der Russischen Informationsmedizin.

Von Klaus Jürgen Becker ist bei Goldmann ebenfalls erhältlich:

Heilen mit Zeichen, zusammen mit Layena M. Bassols Rheinfelder

Der Inhalt dieses E-Books ist urheberrechtlich geschützt und enthält technische Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugte Nutzung. Die Entfernung dieser Sicherung sowie die Nutzung durch unbefugte Verarbeitung, Vervielfältigung, Verbreitung oder öffentliche Zugänglichmachung, insbesondere in elektronischer Form, ist untersagt und kann straf- und zivilrechtliche Sanktionen nach sich ziehen. Sollte diese Publikation Links auf Webseiten Dritter enthalten, so übernehmen wir für deren Inhalte keine Haftung, da wir uns diese nicht zu eigen machen, sondern lediglich auf deren Stand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung verweisen.Die hier vorgestellten Informationen und Methoden sind von Autoren und Verlag nach bestem Wissen und Gewissen geprüft, dennoch übernehmen die Autoren und der Verlag keinerlei Haftung für Schäden irgendeiner Art, die sich direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Informationen oder Methoden ergeben. Jegliche Haftung der Autoren bzw. des Verlages für Schäden an der Gesundheit oder an Personen ist ausgeschlossen. Im Zweifel, insbesondere bei körperlichen oder psychischen Krankheiten, empfiehlt es sich, einen Arzt, Heilpraktiker oder Therapeuten aufzusuchen. Die hier vorgestellten Methoden ersetzen nicht die Behandlung bei einem Arzt, Heilpraktiker oder Therapeuten und auch nicht die von einem Arzt oder Heilpraktiker empfohlenen Medikamente. Sie empfehlen sich jedoch als wertvolle Ergänzung hierzu.

1. Auflage

Originalausgabe August 2014

© 2014 Wilhelm Goldmann Verlag, München,

in der Verlagsgruppe Random House GmbH, Neumarkter Str. 28, 81673 München.

Copyright © 2014 bei Olga Häusermann Potschtar und Klaus Jürgen Becker

Umschlaggestaltung: UNO Werbeagentur, München

Umschlagmotiv: FinePic®, München

Bildredaktion: Melanie Greier

Lektorat: Martina Klose, Freiburg

SSt · Herstellung: cb

Satz: EDV-Fotosatz Huber/ Verlagsservice G. Pfeifer, Germering

ISBN 978-3-641-12173-0V003

www.goldmann-verlag.de

Inhalt

Vorwort Olga Häusermann Potschtar

Vorwort Klaus Jürgen Becker

Hoffnungen und Möglichkeiten

Dem Zweifel die Hoffnung entgegensetzen

Heilweisen damals und heute

Die Entwicklung der Heilweisen in (prä-)historischen Kulturen – unser kulturelles Erbe

Schulmedizin – der Kampf gegen Viren und Bakterien

Die Entdeckung der Psychosomatik

Gesundheit und Krankheit aus Sicht der Weltgesundheitsorganisation

Placebo – heilende Einbildung?

Das Weltbild des Menschen – damals und heute

Der altüberlieferte Glaube an die Schicksals-Gottheiten

Das mechanistische Weltbild

Wie materiell ist die Materie? – Das Quantenvakuum

Teilnehmer statt Beobachter

Die Begrenzungen der Materie überwinden

Allverbundenheit

Das holistische Weltbild – die Welt ist ein Hologramm

Die heilige Geometrie und das fraktale Prinzip

Das Prinzip der Quantenverschränkung

Nichtlokalität und zeitüberschreitende Wirkungen

Der Teilchen-Welle-Dualismus in 10-17 Sekunden?

Die Entdeckung der Informationsfelder (morphischen Felder)

Hyperkommunikation

Warum gerade Russland

Aus Russlands Entwicklung wird der Welt größte Hoffnung erwachsen

Der ganz besondere kulturelle und religiöse Hintergrund Russlands

Russische Philosophen, Raumforscher und Wissenschaftler – Avantgarde eines neuen Bewusstseins

Heiler und Pioniere der Russischen Informationsmedizin

Organe nachwachsen lassen – warum nicht?

Das Welt- und Menschenbild der Russischen Informationsmedizin

Welche Bedeutung hat Information?

Was ist Energie?

Wie wirkt Informationsmedizin?

Krankheit, Gesundheit und Heilung aus Sicht der Informationsmedizin

Russische Informationsmedizin – ein moderner Weg zur Gesundheit

Die göttliche Norm / Ordnung

Der Mensch

Der menschliche Körper

Die Seele

Der Geist

Das Bewusstsein

Die Wahrnehmung

Die Wahrnehmung des Menschen im Vergleich zu der anderer Lebewesen

Übersinnliche Wahrnehmung

Die innere und die äußere Welt des Menschen

Bewusstsein – Wahrnehmung – Realität

Das Denken

Grundlagen der Russischen Informationsmedizin

Alles ist Information

Die Realität ist steuerbar

Persönliche Ziele mit den Zielen der gesamten Menschheit synchronisieren

Steuernde Hellsichtigkeit

Kraft und Einfluss von Symbolen

Erste Übungen zur Visualisierung und Veränderung von Symbolen

Die vier Prinzipien der Steuerung mit der Kraft des Bewusstseins

Durchführung der mentalen Steuerungen

Voraussetzungen für geistige Steuerungen

In den Zustand des erweiterten, strukturierten, konzentrierten Bewusstseins kommen

Die Konzentration des Bewusstseins

Die Vorbereitung auf die Konzentration

Das Ziel der Steuerung richtig formulieren

Spüren, fühlen, visualisieren

Die Steuerung fixieren

Verbale Einstimmung (alternativ)

Werkzeuge der Steuerung

Die neun Basistechniken

1. Konzentration: Sich von allen Abweichungen von der göttlichen Norm mit dem Neutralisierungspunkt reinigen

2. Konzentration: Die Gedächtnismatrix reinigen – negative Erinnerungen auflösen

3. Konzentration: Die Liebe im Herzen öffnen (Technik »kleine Sonne«)

4. Konzentration: Die Sphäre der Seele von »Aufklebern« befreien

5. Konzentration: An der führenden Zelle eines Organs arbeiten

6. Konzentration: Der Bildschirm des Schöpfers für Regeneration und Heilung

7. Konzentration: Das eigene Bewusstsein auf eine neue Ebene anheben – Das Bewusstsein von negativen Gedanken und Glaubenssätzen, von allen Abweichungen von der göttlichen Norm befreien

8. Konzentration: Mit Sphären arbeiten

9. Konzentration: Der Fluss des Lebens – glückliche, harmonische, gesunde Ereignisse erschaffen

Anhang

Anmerkungen

Literaturempfehlungen

Bildnachweis

Register

Vorwort Olga Häusermann Potschtar

Ich wurde in einem kleinen Ort in der Nähe von Wladiwostok geboren. Hier endet die Transsibirische Eisenbahn, die den östlichsten Zipfel Russlands mit Europa verbindet. So repräsentiert meine Geburtsstadt seit dem 19. Jahrhundert die Integration von West und Ost. Wladiwostok war bereits vor der Oktoberrevolution ein internationales Handelszentrum und ist heute noch die wichtigste Hafenstadt Russlands im Pazifik und ein wichtiger Militärstützpunkt, liegt es doch im Grenzgebiet Russlands zu Nordkorea, China und Japan.

Mein Vater diente als U-Boot-Kapitän beim russischen Militär. Als er in Frühpension ging, zog ich mit meinen Eltern in die heutige Ukraine, wo ich Medizin studierte. Der altostslawische Name Ukraina (slawisch krai, Grenze) bedeutet wörtlich »Grenzgebiet«. Wieder war ich in einer »Grenzregion« gelandet. Es sollte sich zeigen, dass ich mich später auch geistig sehr ausgiebig mit »Grenzwissenschaften« beschäftigen würde – aber davon wusste ich damals noch nichts. Später siedelte ich zusammen mit meiner Mutter nach Deutschland über, wo ich meine Zulassung als Heilpraktikerin erhielt und meine Praxis in Oberbayern eröffnete.

Einerseits erfüllte mich die Arbeit mit meinen Patienten, auf der anderen Seite aber suchte ich nach einem tieferen Sinn des Daseins und vor allem nach einem Weg zu dauerhafter Gesundheit. So reiste ich in ferne Länder wie Indien und Sri Lanka zu großen Heilern und Gurus, um eine Heilkunst zu lernen, die ich in der Schulmedizin nicht finden konnte. Leider wurde ich nicht in dem Maße fündig, wie ich es mir erhofft hatte. Und so suchte ich verzweifelt weiter.

Vor vielen Jahren stieß ich dann irgendwann mehr oder weniger durch Zufall auf die Bücher russischer spiritueller Lehrer mit enorm wirksamen russischen Heiltechniken. Ich war verblüfft und zugleich fasziniert davon, dass all das, wonach ich auf der ganzen Welt gesucht hatte, in meiner eigenen Heimat zu finden war: geistige Wege zur Heilung, wissenschaftliche Erklärungen für Krankheit und Gesundheit, für den Aufbau dieser Welt und Antworten auf den tieferen Sinn unserer menschlichen Existenz.

Die gedanklichen Grundlagen der russischen Informationsmedizin entsprachen mehr meiner Mentalität als alles, was mir zuvor begegnet war – war es ja meine eigene Heimat, die da zu mir sprach. Damals gab es fast keine internationale Literatur zu dieser Methode, sehr wohl aber zahlreiche russische Schriften, die ich mit Begeisterung studierte.

Ich lernte große russische Wissenschaftler, spirituelle Lehrer, Buchautoren und Heiler kennen. Einige von ihnen brauchten einen Dolmetscher für ihre Vorträge und Seminare in Deutschland. Während meiner Arbeit als Dolmetscherin erlebte ich mehr und mehr am eigenen Leib, wie tiefgreifend die Russische Informationsmedizin wirkt. Ich begann die Heiltechniken bei meinen Patienten und für meine eigene Gesundheit einzusetzen. Von da an erfuhr mein Leben eine deutliche Veränderung: Krankheiten begannen ungewöhnlich schnell zu heilen, meine Beziehungen und Lebensumstände verbesserten sich gravierend. Um es mit einem Bild zu beschreiben: Die Welt begann mir mehr und mehr ihre »Schokoladenseite« zu zeigen.

Die großen russischen Lehrer wurden seitdem zu meinen Lehrern und Freunden. Inzwischen gibt es ein gewaltiges Netzwerk von über tausend russischen Anwendern der Informationsmedizin, die über Skype miteinander in Verbindung stehen und mit denen ich mich leidenschaftlich gern austausche. Jeder hat seinen eigenen Arbeitsplatz, irgendwo auf der Welt, seine eigenen Erfahrungen mit Patienten und Seminarteilnehmern. Es besteht allgemein großes Interesse daran, Erfahrungen auszutauschen und sich über neueste Entdeckungen zu informieren.

Eine ganz besondere spirituelle Lehrerin und spätere Freundin ist für mich dieinternational bekannte Seminar- und Konferenzleiterin Valentina Batishcheva, die ich in ihren Seminaren gedolmetscht habe. Valentina ist ausgebildete Valeologin (Wissenschaft der Harmonie von Körper, Seele und Geist) und wendet seit Jahren die russischen Techniken der Realitätssteuerung in ihrer praktischen Arbeit an.

Einen Tag vor einem ihrer großen Seminare rief Valentina an und teilte mir mit, dass sie das geplante Seminar absagen müsse. Da bereits teure Räume angemietet und zahlreiche Eintrittskarten verkauft worden waren, entschied ich mich, das Seminar »zur Schadensbegrenzung« selbst zu halten.

Das Seminar war ein großer Erfolg und wurde zum Grundstein für meinen damals neuen Beruf als Seminarleiterin für Russische Informationsmedizin. Die Teilnehmer schätzen meine Fähigkeit, die oftmals kompliziert erscheinenden Inhalte der einzelnen russischen Techniken in eine leicht verständliche Struktur zu bringen, sodass sie sie leicht nachvollziehen können.

Mittlerweile unterrichte ich die Russische Informationsmedizin mit großem Erfolg in acht Kursstufen. In zusätzlichen Steuerungsabenden haben die Teilnehmer die Möglichkeit, das Gelernte mit Unterstützung der ganzen Übungsgemeinschaft regelmäßig zu trainieren.

Heute freue ich mich darüber, dass die Russische Informationsmedizin so viele Anwender gefunden hat, und über das wunderbare Feedback meiner Seminarteilnehmer.

Danken möchte ich an dieser Stelle den großen russischen spirituellen Lehrern unserer Zeit und aus der Vergangenheit, die den Grundstein dafür gelegt haben, dass wir heute scheinbar Unglaubliches mithilfe der Russischen Informationsmedizin vollbringen können. Hierzu zählen u. a. Grigori Grabovoi, Arkadij Petrov, Igor Ariepjev, Vadim Zeland, Mirsakarim Norbekov, Vitali und Tatiana Tischoplav, Alexander Sablodski, Valerij Sinelnikov, Sergei Konowalov und viele andere.

Valentina Batishchewa gebührt mein ganz besonderer Dank. Ihr Wirken hat in mir eine Flamme entzündet, die ich in meinen Kursen und Seminaren weitergebe.

Olga Häusermann Potschtar

Feldafing, im Frühjahr 2014

Vorwort Klaus Jürgen Becker

Im November 2012 besuchte ich einen Abendvortrag in München über Russische Informationsmedizin. Ich ahnte damals noch nicht, dass dieser Abend von besonderer Bedeutung für mein zukünftiges Leben werden sollte. Die Referentin war Olga Häusermann Potschtar.

Von der ersten Minute an war ich fasziniert von der Einfachheit und Präzision ihrer Darstellung. Ich bekam einen klaren Zugang zu den Grundprinzipien der Russischen Informationsmedizin, von der meine Freunde, Seminarteilnehmer und Klienten schon seit Langem immer wieder erzählten.

Beeindruckt von der einprägsamen Erfahrung bei dem Einführungsvortrag, besuchte ich die Kurse Olga Häusermann Potschtars, einige sogar mehrmals. Je länger ich mit der Russischen Informationsmedizin arbeitete, umso einprägsamer wurden für mich die »Steuerungen«. Ich erlebte, in welchem Ausmaß es möglich ist, durch »steuernde Hellsichtigkeit« die eigene Wahrnehmung auf die gewünschte Weise zu verändern und dadurch auch die eigene »Realität«.

Ein Schlüsselerlebnis war für mich die Heilung meiner linken Schulter: Ich hatte mir durch einen Sturz beim Badminton und eine zu späte Behandlung eine Schultersteife zugezogen. Meine Orthopädin wie mein Physiotherapeut diagnostizierten, ein »langer und schmerzensreicher Weg« würde vor mir liegen. Beide glaubten, dass es mindestens sechs Monate dauern würde, bis ich wieder in der Lage wäre, den linken Arm zu heben.

Daraufhin setzte ich mich hin und wendete die Konzentration Bildschirm des Schöpfers (siehe hier) gezielt für meine linke Schulter an. In der darauffolgenden Nacht spürte ich eine Erstverschlimmerung der Schmerzen – doch am nächsten Morgen erlebte ich ein Wunder: Ich konnte den linken Arm, den ich am Tag zuvor nur bis zur Hüfthöhe heben konnte, fast bis zur Höhe des Türrahmens ausstrecken. Mein Physiotherapeut war verblüfft und konnte sich diese unerwartet schnelle Verbesserung nicht erklären, da sie allen allgemeinmedizinischen Diagnosen widerspricht.

Immer stärker beschäftigte ich mich nun auch mit anderen Protagonisten der Russischen Informationsmedizin. Hierbei erlebte ich, dass die Kurse bei Olga Häusermann ein gutes Fundament gelegt hatten, um das Wissen der großen russischen Heiler und Lehrer gut einordnen zu können. Doch nirgendwo fand ich eine derartige Präzision, Klarheit und Effektivität in der Erklärung der Russischen Informationsmedizin wie bei Olga Häusermann.

Aus meiner Sicht hat Olga Häusermann für die Russische Informationsmedizin Ähnliches geleistet wie die Begründer des NLP, Bandler / Grinder, für die Psychologie: von den großen Lehrern, Heilern und Meistern lernen und das Gelernte in ein überschaubares System zusammenfassen.

So war ich überaus glücklich, als mir eines Tages Olga Häusermann und der Goldmann Verlag anboten, gemeinsam ein Buch über die Russische Informationsmedizin zu schreiben und dort auch mein eigenes Wissen einzubringen.

Sie finden in diesem Buch Hilfe und Unterstützung für jede Lebenslage, nicht nur für Ihre Gesundheit, sondern auch für Ihren Beruf, Ihre Finanzen, Ihre Beziehungen – es gibt kaum einen Lebensbereich, in dem sich die russischen Techniken nicht einsetzen ließen. Möge dieses Buch Ihnen, liebe Leser, und allen Menschen, die mit Ihnen zu tun haben, zum Segen gereichen.

Klaus Jürgen Becker

Seefeld, Mai 2014

Hoffnungen und Möglichkeiten

Wenn ein Mensch krank ist, so wünscht er sich nichts sehnlicher, als gesund zu werden. Wenn jemand erschöpft und niedergeschlagen ist, wünscht er sich nichts sehnlicher, als sich zu regenerieren und aufzurichten. Wer Beziehungsprobleme hat, der wünscht sich eine gute Lösung für sich und seinen Partner. Wer sich als Opfer des Zufalls erlebt, wünscht sich nichts sehnlicher, als das Leben nach seinen Herzenswünschen gestalten zu können.

In der Vergangenheit war es üblich, dass der Mensch die Sorge um sein Wohlergehen anderen anvertraute. In dieser besonderen Zeit zu Beginn des 21. Jahrhunderts beginnen immer mehr Menschen damit, die Verantwortung für ihre Lebensumstände und ihre Gesundheit in die eigenen Hände zu nehmen. Doch leider ist das, was jenseits der Möglichkeiten der derzeit anerkannten Schulmedizin liegt, noch weitgehend unbekannt. Wir sprechen hier von den Möglichkeiten der Russischen Informationsmedizin, die erst in dieser Zeit mehr und mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken.

Die Schulmedizin behandelt vorwiegend den physischen Körper, der nur das letzte Glied einer Kette ist. Deshalb hält trotz schulmedizinischer Behandlung manche Besserung nicht lange vor. Oder die Krankheit wechselt ihren Platz im Körper (wandert z. B. von der Galle in den Magen), verbleibt aber weiter in ihm. Oder sie verlagert sich vom körperlichen in den seelischen Bereich. Die Russische Informationsmedizin geht davon aus, dass jede Krankheit und sogar alle unglücklichen Umstände ihren Ursprung auf der Informationsebene haben (im Informationsfeld, morphischen Feld1 des Menschen) und hier zuerst berichtigt werden sollten.

Das Bewusstsein jedes einzelnen Anwenders ist das einzige »Medikament« der Russischen Informationsmedizin. Durch die Arbeit mit den russischen Heiltechniken und die Umstellung auf eine gesunde Lebensweise können Sie Ihren Körper regenerieren, die Gesundheit wiederherstellen und Glück bringende Ereignisse in Ihrem Leben manifestieren. Die Heiltechniken sind kleine, leicht nachvollziehbare Konzentrationen, die es dem Menschen erlauben, seine Realität (Gesundheit, Ereignisse etc.) zu steuern und sein Bewusstsein zu entwickeln.

Ziel der Russischen Informationsmedizin ist es, das geistige Potenzial des Menschen zu entwickeln und die höhere Ebene des Bewusstseins, des Begreifens der Welt, zu erreichen; in dem Bewusstseinszustand zu leben, Schöpfer der eigenen Realität zu sein. In diesem höheren Zustand des Bewusstseins ist es möglich, das Leben in Einklang und Harmonie mit der ganzen Schöpfung zu gestalten und dauerhafte Gesundheit zu erlangen.

Die Russische Informationsmedizin bietet enormes Wissen und einfache Techniken als praktisches Handwerkszeug, die es ermöglichen, Organe zu regenerieren, zu genesen, sich zu verjüngen und gewünschte Lebensereignisse harmonisch für alle Beteiligten zu manifestieren.

In meinen Seminaren (OH)2 erhalten die Teilnehmer seit einigen Jahren die Möglichkeit, sich dieses Wissen anzueignen und Techniken zu erlernen, die ihnen helfen, ihre Gesundheit wiederherzustellen, sich zu regenerieren und glückliche Ereignisse zu erschaffen. Dafür ist es nicht mehr notwendig, um die halbe Welt zu reisen oder in einem fernöstlichen Land unter unkomfortablen Bedingungen zu leben. Die Einfachheit der Methoden ist es, die die russischen Techniken so einzigartig macht. Sie können prinzipiell von jedem Menschen angewandt werden. Mit dem vorliegenden Werk ist es möglich, sich den Einstieg in dieses Wissen selbst zu erarbeiten.

Dem Zweifel die Hoffnung entgegensetzen

Die Realität und die eigene Gesundheit nach eigenen Wünschen zu steuern erscheint erst einmal als eine Utopie. Aber wie oft haben wir erleben dürfen, dass die Utopie von gestern zur Realität von morgen wurde! Stets wurden die Vorreiter eines neuen Bewusstseins erst belächelt, dann bekämpft und letztendlich bestätigt.

Vielleicht zweifeln Sie daran, dass Sie die Realität und Ihre Gesundheit selbst steuern können – doch nehmen wir einmal an, dies wäre möglich: Welcher lang ersehnte Wunsch, welche lang ersehnte Genesung könnte dadurch für Sie in Erfüllung gehen? Bewegen Sie diese Frage in Ihrem Herzen und lassen Sie Ihre persönliche Antwort auf diese Frage zu einer Flamme der Sehnsucht in Ihnen werden.

»Zweifel schläfert man ein, indem man Hoffnungen weckt«, sagte einmal Gerhard Uhlenbruck. Und in diesem Sinne wollen wir hier die Brücke der Hoffnung bauen für all jene, die den Mut und die Bereitschaft haben, die Verantwortung für ihr Leben und ihre Gesundheit zu übernehmen.

Vielleicht hilft uns an dieser Stelle die Erkenntnis, dass die Beispiele menschlicher Irrtümer nahezu endlos sind. Nachfolgend einige Irrtümer der Menschheit:

Im Jahr 1899 wollte C. H. Duell, der Beauftragte des US-Patentamts, das Patentamt schließen lassen mit der Begründung: »Alles, was erfunden werden kann, ist bereits erfunden worden.«»Trotz allem kommenden wissenschaftlichen Fortschritt wird der Mensch nie einen Fuß auf den Mond setzen.« (Lee Dee Forest, amerikanischer Erfinder)»Flugzeuge sind interessante Spielzeuge, aber von keinem militärischen Wert.« (Marschall Ferdinand Foch, Professor für Strategie)»Das Telefon hat zu viele ernsthaft zu bedenkende Mängel für ein Kommunikationsmittel. Das Gerät hat von Natur aus keinen praktischen Wert für uns.« (Western Union, interne Meldung, 1876)»Die drahtlose Musikbox hat keinen denkbaren kommerziellen Wert.« (ein potenzieller Investor zur Erfindung des Radios in den 1920er Jahren)»Wer zum Teufel will Schauspieler reden hören?« (Warner Brothers über Tonfilme, 1927)»Schwerer als Luft? Flugmaschinen sind unmöglich.« (Lord Kelvin, Präsident der Royal Society, 1895)»Wir mögen den Sound nicht, und außerdem ist Gitarrenmusik sowieso dabei auszusterben.« (Decca Recording Co. begründet die Ablehnung der Beatles, 1962.)»Atomenergie wird es niemals geben.« Hier irrte sich sogar ein Genie wie Albert Einstein. »Ich denke, es gibt weltweit einen Markt für vielleicht fünf Computer« (Thomas Watson, Vorsitzender von IBM, 1943) bzw. »Es gibt keinen Grund, warum irgendjemand einen Computer. in seinem Haus wollen sollte.« (Ken Olson, Präsident Digital Equipment Corp., 1977) Für das Jahr 2015 rechnen Experten mit über fünf Milliarden PC-Nutzern!»E-Mails sind ein absolut unverkäufliches Produkt.« (Ein Manager der Sharp Associates, 1979) Heute werden täglich mehr als 200 Millionen E-Mails versendet!

Stets sind es die Versuche mutiger Pioniere, die uns eines Besseren belehren.

Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen.

William Shakespeare

Heilweisen damals und heute

Die Entwicklung der Heilweisen in (prä-)historischen Kulturen – unser kulturelles Erbe

Lassen Sie uns nun gemeinsam durch die Geschichte der Medizin reisen, um anschließend bei der vielleicht modernsten und zugleich humansten Heilform zu landen, die unser Planet derzeit zu bieten hat – der Russischen Informationsmedizin.

Die Heilweisen früher Kulturen gingen von einem beseelten Universum aus, in dem der Mensch ein Teil der gesamten Schöpfung war. Für die antiken Kulturen und Naturvölker war es selbstverständlich, dass wir Menschen in ständiger Wechselwirkung mit der gesamten Schöpfung stehen. Sie nützten die Fähigkeit der Hellsicht und erweiterten Wahrnehmung im täglichen Leben. Sie beorderten Priester(innen) bzw. Seher(innen), die nicht materiellen, subtilen Einflüsse wahrzunehmen und die Dinge zum Wohle des Volkes und des Einzelnen zu lenken. Hierfür einige Beispiele:

In Lemurien: Der Legende nach gab es vor Urzeiten einen sagenhaften, inzwischen versunkenen Kontinent namens Lemurien (auch Mu genannt), der entweder in Polynesien oder im ostindischen Meer gelegen haben soll. Die Vorstellung von Lemurien geht u. a. zurück auf Maya-Forschungen des französischen Archäologen Charles Étienne Brasseur de Bourbourg und auf Aufzeichnungen der Hopi. Der Legende nach haben die Bewohner von Mu um die »Einheit aller Königreiche der Natur« (Menschen, Tiere, Pflanzen, Mineralien) gewusst. Aus ihrem Einheitsbewusstsein soll es ihnen weitgehend möglich gewesen sein, die Realität zu steuern. Ein bekanntes Medium in den USA, Jach Pursel3,berichtet in seinen Channelings von dieser Zivilisation. Damals soll es den »alten Träumer von Lemurien« gegeben haben: Was immer der alte Träumer von Lemurien träumte, wurde unmittelbar Wirklichkeit. Heilung bedeutete für die Lemurier, in Einklang mit den Königreichen der Natur zu kommen. Hierbei wurde der Heilung der Emotionen besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Die Heiler dieser Zeit sollen nicht nur über ein detailliertes Wissen in Bezug auf die Wirkkräfte von Pflanzen, Kräutern und Symbolen verfügt, sondern auch die Kunst der Medialität bzw. Hellsicht beherrscht haben.

In Atlantis: Nach Lemurien soll es eine Hochkultur namens Atlantis gegeben haben. Atlantis wurde erstmals von dem griechischen Philosophen Platon (428–347 v. Chr.) erwähnt und beschrieben. Die Bewohner von Atlantis sollen große Priester und Raumforscher gewesen sein, welche technologisch ihrer Zeit voraus waren. In Heiltempeln wurde der Legende zufolge vorwiegend mit geistiger Kraft geheilt, u. a. in Verbindung mit dem Einsatz von Edelsteinen, insbesondere Bergkristallen für Heilzwecke.4 Heilung bedeutete für die alten Atlanter, sich von negativen Gedanken zu reinigen. Nach einer jahrtausendelangen Blüte in Atlantis gab es Platon zufolge eine Phase der Dekadenz: Statt ihre gewaltige geistige Kraft für die Heilung und zum Wohle des gesamten Planeten zu nutzen, hatten die Atlanter sich in Gier nach Macht und Reichtum zu einer aggressiven Kriegsmacht mit gewaltigem Expansionsstreben entwickelt. Dies leitete ihren Untergang ein. Platon zufolge5 soll Atlantis »als Strafe für die Hybris seiner Herrscher« etwa 9600 v. Chr.6 innerhalb »eines einzigen Tages und einer unglückseligen Nacht« untergegangen sein: »… damit sie, durch dieselbe zur Besinnung gebracht, zu einer edleren Lebensweise zurückkehrten«7.

In China: In China erkannte man bereits vor Jahrtausenden, dass der Einzelne nur durch seine Wechselwirkungen innerhalb des großen Ganzen erfassbar ist. Der Mensch wurde als Mikrokosmos innerhalb des Makrokosmos angesehen. Nur wenn weiblich-empfangendes (Yin) und männlich-dynamisches Prinzip und die daraus sich ergebenden fünf grundlegenden Elemente (Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser) sich in gesunder Harmonie aufeinander beziehen, ist, so die Lehre der Traditionellen Chinesischen Medizin, der Mensch gesund.

In Ägypten: Etwa 4000 v. Chr. bis 330 v. Chr. war die Blütezeit des alten Ägyptens, das die Nachfolgekultur der Atlanter gewesen sein könnte. Über die Kultur und Heilweisen des alten Ägyptens gibt es zahlreiche historisch anerkannte Artefakte und Aufzeichnungen. Die Ägypter verfügten über ein umfangreiches anatomisches Wissen und eine für die damalige Zeit sehr fortgeschrittene ägyptische Medizin. Als Begründer der ägyptischen Medizin gilt der Priester-Arzt Imhotep am Hof des Pharaos Djoser. Imhotepwurde von den Ägyptern und später von den Griechen als Verkörperung des Heiler-Gottes Asklepios verehrt. Die Ägypter kannten die Unterteilung des Menschen in zehn verschiedene Aspekte:8 Khat (physischer Körper), Hari (physisches Herz), Ab (geistiges Herz oder Gewissen), Khabit (Schatten), Sekhem (Vitalkraft), Ka (Energiekörper), Khu (geistiger Körper), Ba (geistiger Kanal), Sahu (kosmischer Körper) und Ren (Name).

In Griechenland: Während die Völker des Alten Testaments9 davon ausgingen, dass Krankheit eine Strafe Gottes sei, betrachteten die Griechen der gleichen Zeit Medizin als eine Wissenschaft. Die Griechen der Antike wussten bereits um den Einfluss des psychischen Zustandes auf die Gesundheit. Es gab Heiltempel, die dem Heiler-Gott Asklepios geweiht waren. Der Stab des Asklepios, um den sich eine Schlange wickelt, wurde zum Symbol der Ärzte und bedeutet noch heute Erneuerung, Wiedergeburt und Heilung – analog zur Fähigkeit der Schlange, die alte Haut abzustreifen. Im alten Griechenland kannte man bereits die Heilung auf geistigem Weg, hier insbesondere mithilfe von induzierten Heil­träumen. Eine weitere wichtige Heiler-Persönlichkeit sowohl Ägyptens wie auch Griechenlands war Hermes Trismegistos.10 Eine Parallele zu der Russischen Informationsmedizin finden wir in seinem Lehrsatz: »Wie oben, so unten, wie innen, so außen, wie im Großen, so im Kleinen!«

In Rom: Mit der Eroberung Griechenlands durch die Römer wurden nicht nur die griechischen Götter, sondern auch die griechischen Heilweisen übernommen und weiterent­wickelt. Der bekannteste ist der römische Arzt Galen (Galenus von Pergamon). Seine Einteilung des Menschen in vier Grundtypen (Sanguiniker/ Blut, Phlegmatiker/ Schleim, Melancholiker/ schwarze Galle, Choleriker/ gelbe Galle), die sogenannte Viersäftelehre, hatte sich bis über das 15. Jahrhundert hinaus in der westlichen Medizin gehalten – heute gilt die aus ihr überlieferte Behandlungsmethode als widerlegt und medizinisch wertlos. Zu Galens Verdienst gehört, dass er eine Lebenskraft proklamierte, die er physis nannte. Es gibt einen Grundgedanken Galens, der auch aus dem 21. Jahrhundert stammen könnte und der sich mit den modernsten Erkenntnissen der Russischen Informationsmedizin deckt: der Glaube, dass der Mikrokosmos Mensch eng mit dem Makrokosmos, der Natur und dem Universum, ja der gesamten Weltschöpfung verbunden ist und diese widerspiegelt. Leider neigte Galen auch hier zu Pauschalisierungen – er suchte die Lösung in der Astrologie, so wie er es von den Persern und Arabern gelernt hatte: Nach Galens Lehre stand beispielsweise die Sonne für das Herz, der Mars für die Muskeln usw. Wenn wir von der Neigung Galens, in astrologischen Kategorien zu denken, einmal absehen, finden wir bei Galen einen Grundgedanken, der sich auch bei der Russischen Informationsmedizin zeigt: Heilung als ein wechselseitiger Prozess in Einklang mit der Weltschöpfung!

Das Christentum: Die Bibel führt viele Beispiele dafür auf, wie Jesus Christus die Menschen durch Gebet, durch Berührung oder durch bloße Aufforderung von Lahmheit, Blindheit heilte und sogar Tote auferstehen ließ. Hieraus hat sich über die Jahrhunderte die Anrufung von Heiligen entwickelt, die als Mittler zwischen Gott und Mensch über göttliche Kräfte verfügen sollen. Seit Jahrhunderten erfahren Gläubige, indem sie zu Heiligen (zum Beispiel Pankratius um Heilung von Kopfschmerzen, zu Valentin um Heilung bei Gicht, zu Peregrin um Heilung von Krebs usw.) beten, eine Stärkung der Selbstheilungskräfte und eine Beschleunigung ihrer Heilung. Was wir von der Anrufung der Heiligen lernen können, ist, dass durch konzentrierte Gebete Heilungen angeregt werden können. Erst in unserer Zeit wird dem Menschen zunehmend bewusst, dass er auch ohne Mittler, durch Konzentrationen bzw. Gebete etwas für seine Gesundheit tun kann, indem er sich direktan den Schöpfer bzw. an die ihm innewohnende göttliche Heilkraft wendet. Es gibt zahlreiche (oftmals charismatische) Zweige des Christentums, die sich in der heutigen Zeit ausgiebig dem Thema der Heilung durch den Heiligen Geist widmen.

Die Klostermedizin: Jahrhundertelang waren die Klöster die bevorzugten Orte, an denen sich Menschen in Abgeschiedenheit vom Lärm der Welt der Heilung der Seele – und des Körpers – widmen konnten. Manches medizinisch bedeutsame Buch war ausschließlich in den Klosterbibliotheken erhältlich. Viele Mönche waren gebildet genug, um die einheimischen wie die ausländischen Schriften zu lesen. Sie wurden inspiriert durch den christlichen Auftrag, sich aus Nächstenliebe um die Kranken zu kümmern. So kam es, dass die Klöster im Zeitraum vom 5. bis zum 12. Jahrhundert geradezu ein Monopol auf ärztliche Versorgung hatten. Die meisten bedeutsamen Klöster enthielten dafür ein eigenes Infirmarium (so wurde der separate Bereich für die Kranken damals genannt). Allerdings wurde in den meisten Klöstern etabliertes Wissen nicht weiterentwickelt, sondern lediglich Bestehendes verteidigt und etabliert.

Eine Ausnahme war hier Hildegard von Bingen, die mit dem Mut und der Entschlossenheit einer Löwin gegen verkrustete Dogmen der Kirche rebellierte und mit akribischer Sorgfalt das Chaos an Arzneien und Behandlungsformen der Klostermedizin in eine überschaubare Ordnung brachte. In der Neuzeit wurde die Verbindung von Naturheilkunde und Religion, für die Hildegard stand, einem materiellen Weltbild untergeordnet. Erst im 20. Jahrhundert wurden die wertvollen Schriften der Hildegard durch den österreichischen Arzt Gottfried Hertzka übersetzt und als eine medizinische Lehre formuliert. Damit wurde die Bedeutsamkeit des Glaubens an die Natur und an Gott, wie es Hildegard entsprach, in die moderne Zeit zurückgebracht.