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Sie schwärmen für den italienischen Fussball, essen am liebsten Pizzas und haben eine besondere Vorliebe für Touristen in geblümten Hemden! Schwestern sind ihnen ein Gräuel und nur Antonia kann den strengen Kriterien der Jungs standhalten. Abseitsfalle, Defensive, Fallrückzieher.....es gibt nichts, was die heimliche „Football-Queen“ nicht erklären könnte.... Dies ist die Kurzgeschichte der Erdmännchen Salvatore und Luca, die beschlossen haben, ein neues Zuhause zu suchen und in der Geisterstadt Seixo (portugiesisch: Erdmännchen) fündig werden. Unterwegs dorthin begegnen sie dem Raben Roberto, ein schräger Vogel, wie sich bald herausstellt. In der Geisterstadt treffen sie auf ebenso fussballverrückte wie müllproduzierende Touristen in Badelatschen und Hawaiihemden, die anstelle der Stadt lieber ein Fussballstadion errichten würden. Mit freiem Eintritt und Aufnahmeprüfung für die Mitglieder. Und dann wäre da noch die Sache mit dem Abwasch, die vor dem Umzug dringend geklärt werden muss... Die Geschichte eignet sich für junge und junggebliebene Erwachsene mit Vorliebe für schräge und lustige Erzählungen. Wer gerne lacht und schmunzelt und dem Leben mit einem Augenzwinkern begegnet, ist hier genau richtig!
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Veröffentlichungsjahr: 2012
Es war einmal ein Erdmännchen, das hiess Salvatore. Es lebte mit seinen Geschwistern, Eltern, Grosseltern, Urgrosseltern und vielen Freunden in der Geisterstadt Seixo im Wilden Westen. Die Stadt wurde von Goldgräbern aus Europa gegründet. Sie waren gekommen und nach den wertvollen Bodenschätzen wie Gold und Silber zu graben. Und als es keine mehr gab, zogen sie weiter um ihr Glück an einem anderen Ort zu suchen. Mit der Zeit waren die Gebäude verfallen und der Wind heulte durch die menschenleeren Gassen. Salvatore und seine Familie hatten im alten Büro des Sheriffs ein neues Zuhause gefunden. Das Gebäude war zweistöckig und bot der ganzen Familie reichlich Platz. Salvatore hatte seine Schlafecke im oberen Stock. Von dort aus konnte er aufs Dach klettern und den Sonnaufgang beobachten. Ausserdem hatte er eine herrliche Aussicht über die ganze Stadt. Am äussersten Rand des Daches sass er immer, wenn er allein sein wollte. Dann liess er seinen Blick in die Ferne schweifen und dachte über alles Mögliche nach. Sein bester Freund Luca wohnte mit seiner Familie im alten Kramladen, während seine Freundin Antonia und ihre Verwandten in der Kirche ein neues Zuhause gefunden haben. Sie alle hatten es satt in der Wüste zu wohnen und täglich den Staub und Dreck einatmen zu müssen. Die Erdlöcher boten zu wenig Platz für die ganze Sippschaft und so wurde der Beschluss gefasst ein neues Zuhause zu suchen. Jeden Tag kamen Touristen in die Nähe ihres alten Zuhauses um Fotos von ihnen zu machen. Salvatore fand die Menschen mit ihren Hüten und Sonnenbrillen immer ganz lustig, obwohl er nie verstand, warum die ausgerechnet von ihnen Fotos machen wollten. Aber eigentlich war es ihm egal. Schliesslich hatten die Leute immer irgendwelche Knabbereien dabei, die sie ihm und seinen Freunden als Dankeschön für die gelungenen Fotos verteilten. Und während Salvatore und seine Freunde brav fürs Foto Spalier standen, untersuchten andere Kumpels die Picknickkörbe der Touristen. Dort fanden sich meistens noch weitere Leckereien und andere spannende Sachen. Nach einer Weile stiegen die Touristen dann wieder in ihre Busse ein und verschwanden auf Nimmerwiedersehen. Eines Tages fand Luca in einer Kühltaschen zwischen Tomaten und Radieschen einen Prospekt der Geisterstadt Seixo, den er sofort stibitzte. Nachdem die Touristen endlich gegangen waren, machten es sich die Freunde vor der Höhle bequem und mampften die ergatterten Leckereien. Währenddessen las Luca den Prospekt vor. Die Geisterstadt bot allerhand Interessantes, vor allem aber leer stehende Gebäude in denen man umsonst wohnen konnte. Die Karte auf der Rückseite des Prospekts zeigte auf, wo sich die Stadt befand und plötzlich war den Freunden klar, warum sich immer wieder Touristen vor ihren Erdhöhlen versammelten. Die Stadt lag praktisch um die Hausecke und ihre Erdlöcher entlang der Zufahrtsstrasse dorthin. Aber warum zog es so viele Menschen in diese verlassene Stadt? Gab es da etwas zu entdecken, von dem die Freunde bisher noch nichts wussten? Salvatore und Luca wollten es herausfinden und so beschlossen die zwei Kumpels, sich die Stadt einmal genauer anzuschauen. Sie verabredeten sich für den nächsten Tag. Im Morgengrauen mussten sie losziehen um am Abend wieder zurück sein. Bis dahin wollten sie sich einen Eindruck von der Touristenattraktion machen, deren Ende jeweils vor ihren Höhlen stattfand. In dieser Nacht lag Salvatore lange wach in seinem Nest. Die Bilder aus dem Prospekt gingen ihm nicht aus dem Sinn. Er fragte sich immer wieder, was diese Stadt wohl zu bieten habe und ob sie dort ein neues, besseres Zuhause finden würden. Warum wollte niemand mehr in dieser Stadt wohnen? Die vielen Fragen machten in ganz wirr und es dauerte lange bis er endlich einschlief.....
