Sardinien - Andrea Behrmann - E-Book

Sardinien E-Book

Andrea Behrmann

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Beschreibung

Auf der Landkarte sieht Sardinien aus wie eine Sandale, die eine Kinderhand vor die mittelitalienische Küste in das Tyrrhenische Meer gemalt hat. Weltweit bekannt wurde die zweitgrößte Insel Italiens durch die von Prinz Karim Aga Khan IV. erschlossene Costa Smeralda, die seit jeher Prominente und Stars anzieht. Doch Sardinien ist viel mehr als Nobelorte und Superjachten. Die Insel mit nur 1,6 Millionen Einwohnern lockt mit feinen Sandstränden, meterhohen Steilküsten, riesigen Lagunen, hübschen Bergdörfern und einer atemberaubenden Natur. Da vor allem im Sommer viele bekannte Ziele überlaufen sind, bietet dieses Buch 50 Vorschläge, die nicht gleich jedem Urlauber in den Sinn kommen. Die meisten liegen ein wenig abseits, aber manchmal auch in unmittelbarer Nähe zu den berühmten Sehenswürdigkeiten wie der Strand von Portu Sèssini, der seinem großen Bruder in der Nachbarbucht eigentlich in nichts nachsteht. Und wenn dort am Abend die Sonne am Horizont untergeht, weiß man, dass man auf einer der schönsten Inseln Italiens zu Besuch ist.

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Seitenzahl: 217

Veröffentlichungsjahr: 2022

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IMPRESSUM

Sardinien

50 Tipps abseits der ausgetretenen Pfade

Andrea Behrmann | Paolo Succu

© 2021 360° medien

Nachtigallenweg 1 | 40822 Mettmann

360grad-medien.de

Das Werk ist in allen seinen Teilen urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Über­setzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung sowie Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Der Inhalt des Werkes wurde sorgfältig recherchiert, ist jedoch teilweise der Subjektivität unterworfen und bleibt ohne Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität.

Redaktion und Lektorat: Christine Walter

Satz und Layout: Serpil Sevim-Haase

Gedruckt und gebunden:

Lensing Druck GmbH & Co. KG | Feldbachacker 16 | 44149 Dortmund

www.lensingdruck.de

Bildnachweis: siehe Seite 256

ISBN: 978-3-96855-154-8

Hergestellt in Deutschland

360grad-medien.de

Andrea Behrmann | Paolo Succu

SARDINIEN

An den Steilhängen des Capo Caccia ist die meiste Zeit des Jahres nur das Pfeifen des Windes und das Zwitschern der Zugvögel zu hören.

VORWORT

Cala Luna, Cala Goloritzè, La Pelosa, Tuerredda oder Is Arutas: Die schneeweißen Strände dürften jedem Sardinien-Kenner ein Begriff sein. Sie sind ohne Zweifel traumhaft schön, aber im Sommer auch rappelvoll. Einige sind so überlaufen, dass sogar Eintrittsgeld verlangt wird. Ein Glück, dass die zweitgrößte italienische Mittelmeerinsel auch Sandbänder zu bieten hat, die noch wild und ursprünglich sind. Warum also nicht einmal Foxi Manna, Murtas oder Punta Fenu Struvu kennenlernen? Diese Strände hat vermutlich kaum ein Urlauber auf der Liste.

Wenn Sie glasklares Wasser lieben, sollten Sie aber auch mal ins Inland fahren: Bei Gadoni in der Barbagia di Belvì speist der Flumendosa-Fluss gleich mehrere malerisch gelegene Badebecken. Am Wasserfall von Bau Mela bei Villagrande Strisaili können Sie von den umliegenden Felsen in ein kleines Wasserbecken springen. Für die Sarden der Bergregionen sind die naturbelassenen Pools nahe gelegene Erfrischungsplätze. Sie nutzen sie größtenteils am Wochenende zum Baden und Picknicken mit der Familie. Natürlich dürfen Sie dort nicht den gewohnten Strandservice erwarten, dafür gelingt einem nicht selten ein Pläuschchen mit den Einheimischen.

Spaziergänger und Wanderer werden auf dem Monte Moro, auf dem Monte Mesu und im Hinterland von Sadali ihre Freude haben. Das idyllische Dorf in der Barbagia di Seulo ist vielleicht kein Geheimtipp mehr, aber die Wanderung zum Wasserfall Su Stampu ‘e Su Turnu ist dennoch empfehlenswert. In der Inselhauptstadt Cagliari bieten die Saline Conti Vecchi und die weitläufige Parklandschaft rund um die Burg von San Michele zwei noch wenig überlaufene Erholungsziele.

Oristano, die siebtgrößte Stadt der Insel, ist deutlich weniger touristisch als das für seine Korallen bekannte Städtchen Alghero. Ruhig geht es auch in Iglesias zu. Das Städtchen ist ein idealer Ausflugsort, wenn Sie sich nach dem Besuch eines Bergwerkes bei einem Cappuccino auf der Piazza entspannen wollen.

Kostbare Funde abseits der Touristenströme können Sie in Santadi, Villanovafranca und in Oschiri besichtigen. Während es im UNESCO-Welterbe Su Nuraxi, im antiken Nora und in Tharros zur Saison schon mal eng wird, herrscht in den etwas unbekannteren Ausgrabungsstätten Su Mulinu, Pani Loriga und am Opferstein von Santo Stefano noch eindrucksvolle Gelassenheit.

Wenn Sie es hingegen so richtig einsam mögen, dann sind Sie in der Marina di Tertenia richtig. Der abwechslungsreiche Küstenabschnitt an der Südostküste ist so fernab vom Schuss, dass sich selbst zur Saison nur wenige Touristen dorthin verirren. Wenn Ihnen das dann doch zu ruhig ist, machen Sie einen kurzen Abstecher und besichtigen Sie Ulassai oder Villaputzu.

Neben Baden, Sonnen, Wandern und Sightseeing sollten Sie unbedingt die kulinarischen Highlights der Insel probieren: Culurgionis, Porceddu Arrosto und ein Gläschen Karmis oder Carignano sollten auf jeden Fall dabei sein. Und – Sie sollten eines der vielen kleinen Feste und Outdoor-Festivals besuchen, auf denen Sie definitiv mehr über die sardische Seele erfahren als bei einem Strandbesuch.

Unser Büchlein soll Ihnen mit viel Insiderwissen beim Planen Ihrer Sardinien-Reise abseits ausgetretener Pfade helfen. Unter den weniger bekannten Zielen finden Sie nicht nur Strände und Badebecken, sondern auch eher untouristische Kleinstädte, Museen, Ausgrabungsstätten und Panoramaplätze. Wir freuen uns, wenn Sie diese bilderbuchschöne, kontrastreiche Insel anhand unserer Tipps für sich entdecken können. „A si Biri in Sardigna!“!

Andrea Behrmann & Paolo Succu

INHALTSVERZEICHNIS

CAGLIARI UND DER MITTLERE SÜDEN

1.Villanova: Bummel durch Cagliaris mittelalterliches Händlerviertel

2.Castello di San Michele: Kunst in der Trutzburg

3.Capo Sant‘Elia: Wandern auf dem Weg der Göttin Astarte

4.Sant‘Elia: Kultur und Kartoffeln im Problemviertel

5.Saline Conti Vecchi: die wilde Seite der Inselhauptstadt

6.San Gavino Monreale: bunte Wandbilder statt grauer Fassaden

7.Nuraghe Su Mulinu: Fruchtbarkeitsrituale und Tieropfer für die Götter

8.Sa Trona: Fotoshooting auf der Kanzel

9.Armungia: Leben in der Abgeschiedenheit

10.Villaputzu: Abwechslung pur!

SULCIS-ARCHIPEL UND DER SÜDWESTEN

11.Santadi: Phönizier, Punier und Party

12.Isola di Sant‘Antioco: weit, wild und an der Westküste einsam

13.Isola di San Pietro: Insel vor den Inseln

14.Grande Miniera di Serbariu: Strom für das Vaterland

15.Iglesias: Die Stadt der Kirchen

16.Buggerru: als ein Bergarbeiterdorf Italien lahmlegte

17.Costa Verde: ganz wunderbar einsam an der Punta Fenu Struvu

18.Villacidro: Streifzug zu Füßen des Monte Linas

DIE PROVINZ VON ORISTANO

19.Monte Arci: jungsteinzeitliche Obsidian-Werkstatt bei Pau

20.Oristano: attraktiv und von vielen übersehen…

21.Cantina Contini: Kellerei mit Rebsorten, die kaum einer kennt

22.Busachi: Trachyt, Leinen und eine kulinarische Spezialität

23.Capo Mannu: Samtpfoten am großen Kap

24.Isola Mal di Ventre: Insel des bösen Windes

25.Su Lunisi de sa Pudda: Karneval in Santu Lussurgiu

26.Punta Foghe: schroffe Küste, Wachtürme und ein Bach

ALGHERO UND DER NORDEN

27.Osilo: in San Lorenzo klapperten einst zahlreiche Wassermühlen

28.Padria: Kirche und Kulinarik

29.Sas Picas de Monte Mesu: abenteuerlustige Kletterpartie

30.Rebeccu: der Fluch der 30 Häuser

31.Grotta delle Brocche Rotte: ein Plätzchen für den ultimativen Panoramablick

32.Isola Asinara: die Insel der Verbrecher

33.La Rocca: Höhlenhaus in Sedini

GALLURA, MONTEACUTO, GOCEANO UND BARONIE

34.Monte Moro: Berg mit grandiosem Ausblick

35.Museo Galluras: Zeuge der sardischen Sterbehilfe-Geschichte

36.Luogosanto: heiliger Ort

37.Isola Tavolara: diese Insel hat einen in der Krone

38.Time in Jazz: Wein, Sonne und Trompete

39.Altare Rupestre di Santo Stefano: vorgeschichtlicher oder byzantinischer Opferstein?

40.Thermalbäder von San Saturnino: planschen wie die alten Römer

41.Strandspaziergang: von Berchida nach Biderosa

NUORO UND DER OSTEN

42.Lollove: verlassenes Dorf

43.Orani: Berühmtheiten aus Kunst, Mode und Literatur

44.Fuochi di Sant’Antonio: riesige Feuer sollen den Winter vertreiben

45.Bau Mela: unberührte Badestelle neben Dorf der Hundertjährigen

46.Is Arredelusu & Is Caddaias: zwei herrliche Spots zum Schwimmen in der Natur

47.Sadali: Dorf mit Abkühlung

48.Stazione dell‘Arte: Bahnhof der Kunst in Ulassai

49.Marina di Gairo: Steine statt Sand

50.Marina di Tertenia: eine verträumte Ecke Sardiniens

REGISTER

BILDNACHWEIS

In den Monaten vor der Veröffentlichung dieses Buchs mussten Lokale und Besucherattraktionen immer wieder aufgrund der Corona-Pandemie ihre Öffnungszeiten einschränken oder zeitweise komplett schließen. Die in diesem Band angegeben Öffnungszeiten wurden gewissenhaft nach dem letzten bekannten Stand recherchiert – mit weiteren Änderungen ist jedoch nach der Pandemie zu rechnen, weshalb wir Lesern empfehlen, während des Aufenthalts auf Sardinien Öffnungszeiten anhand der hier aufgeführten Internetseiten selbst zu überprüfen.

CAGLIARI UND DER MITTLERE SÜDEN

Der Torre del Prezzemolo aus dem 16. Jahrhundert vor der untergehenden Sonne bei Sant'Elia

CAGLIARI UND DER MITTLERE SÜDEN

1.Villanova: Bummel durch Cagliaris mittelalterliches Händlerviertel

2.Castello di San Michele: Kunst in der Trutzburg

3.Capo Sant‘Elia: Wandern auf dem Weg der Göttin Astarte

4.Sant‘Elia: Kultur und Kartoffeln im Problemviertel

5.Saline Conti Vecchi: die wilde Seite der Inselhauptstadt

6.San Gavino Monreale: bunte Wandbilder statt grauer Fassaden

7.Nuraghe Su Mulinu: Fruchtbarkeitsrituale und Tieropfer für die Götter

8.Sa Trona: Fotoshooting auf der Kanzel

9.Armungia: Leben in der Abgeschiedenheit

10Villaputzu: Abwechslung pur!

1. VILLANOVA: BUMMEL DURCH CAGLIARIS MITTELALTERLICHES HÄNDLERVIERTEL

In Cagliaris historischem Händlerviertel muhten einst die Rinder und es blühten Felder und Weingärten. Heute glitzern in Villanova Modeboutiquen, Kunstgalerien und Cafés. Einfach perfekt für einen Bummel abseits des Burgviertels und der beliebten Piazza Yenne.

Auf der Piazza Garibaldi kann man Einheimische beim Flanieren beobachten oder mit ihnen gemeinsam einen Espresso trinken.

Im Mittelalter war Cagliari eine Kleinstadt, die aus vier übersichtlichen Teilen bestand: dem Burgviertel Casteddu, in dem der Adel und der Klerus residierte, dem Hafenviertel Marina, wo die Hafenarbeiter, Huren und Seefahrer hausten, dem ehemaligen Arbeiterbezirk Stampace, in dem die Handwerker wohnten, und der „Neustadt“ Villanova im Osten, in der die Bauern und Händler lebten. Von den vier Altstadtvierteln ist Villanova das unbekannteste. Ein Glück, weil es die alten Straßen zwischen der Viale Regina Elena und der Via Giuseppe Garibaldi zu kleinen Oasen inmitten der Hektik macht. Bei ziellosen Streifzügen landet man in verwunschenen Gassen oder lauschigen Plätzen.

Bunte Blumenbalkone im Händlerviertel

Einige der ein- bis zweistöckigen, ziegelgedeckten Häuser haben zur Straße hin offene Ladenfronten.

Villanova oder Biddanoa nennen die Bewohner von Cagliari ihren an der Ostseite des Burgbergs liegenden Bezirk. Das mittelalterliche Viertel entstand im 13. Jahrhundert, als sich dort etliche Bauern aus dem Campidano-Gebiet ansiedelten, um der Armut, Plackerei und Unfreiheit zu entkommen. Sie träumten davon, sich als Stadtbürger selbstständig zu machen und ihre Waren im Burgviertel zu verkaufen. Als immer mehr Menschen nach Villanova zogen, wurden die einstig blühenden Wein- und Obstgärten Anfang des 18. Jahrhunderts bebaut. Mitten in Villanova befindet sich die Via Giuseppe Garibaldi, Cagliaris zweite große Einkaufsmeile nach der Via Manno. Wo einst Weinreben prächtig gediehen und Bauern Saubohnen anbauten, verkaufen Fratelli Rossetti, Coccinelle, Piquadro, Foot Locker und Geox heute ihre Waren, Studenten treffen sich auf ein „Ichnusa non filtrata“ – ein ungefiltertes Bier – und junge Modedesigner schneidern mutige Klamotten. Flanieren und shoppen, das geht auch in der Via Vincenzo Sulis. Seit der Sanierung der Altstadtgasse im Jahr 2012 haben sich hier Designerläden, Edelboutiquen, Restaurants und die schicke Libreria di Via Sulis angesiedelt.

Villanova hat auch von der Bastione Saint Remy aus betrachtet seinen Charme.

Bei all dem bunten Trubel finden sich an vielen Stellen aber auch stille Rückzugsorte. Zum Beispiel im 1254 gegründeten Convento di San Domenico auf der gleichnamigen Piazza. Die dicken Mauern des Dominikanerklosters, von dem seit dem verheerenden Bombenangriff 1943 nur noch die Krypta und der Kreuzgang bestehen, halten hier den Lärm der Straßen fern. Ohne das fröhliche Geplapper der Kinder, die nachmittags auf der Piazza San Domenico spielen, wäre es fast ruhig. Freunde des Nichtstuns können sich auf dem kleinen Platz, der mit seinen Cafés, Bars und Restaurants ein angesagter Treffpunkt für Müßiggänger ist, dem Dösen in der Sonne hingeben.

Il Giardino Sotto Le Mura – in der winzigen Grünfläche, die sich schutzsuchend unter der Bastion duckt, geht es gemütlich zu.

Sprayer gestalten das Stadtviertel mit. Hier ein Motiv der Künstlerin „La Fille Bertha“.

Einen weiteren herrlichen Rückzugsraum bietet der Giardino sotto le mura auf der Viale Regina Elena. Wer in dem kleinen Garten unter den Festungsmauern ein wenig Zeit verbringt, sitzt zwischen Blumenbeeten, knorrigen alten Bäumen und Skulpturen des Bildhauers Pinuccio Sciola. Unbedingt sehenswert ist zudem das EXMA in der Via San Lucifero. Nirgendwo lässt sich mit zeitgenössischer Kunst, Theater, Festivals und Konzerten so gut die Zeit verbringen wie hier. Das Kulturzentrum ist in einem ehemaligen Schlachthof aus dem Jahr 1852 untergebracht. Noch heute erinnern steinerne Rinderköpfe an der Fassade an die blutige Vergangenheit des Gebäudes. Nicht weit entfernt vermittelt die alte Basilica di San Saturnino einen Einblick in die Kirchenarchitektur frühchristlicher Zeit.

INFO

Lage: Cagliari ist die Inselhauptstadt von Sardinien. Sie liegt im Süden der Insel und zählt 150.189 Einwohner. Die südlichen Stadtviertel erstrecken sich bis an die Lagunen, den Strand und das Meer.

Anreise: Nach Cagliari kommt man sehr übersichtlich. Die Inselhauptstadt hat einen Flughafen (Aeroporto Mario Mameli Cagliari-Elmas, www.sogaer.it) und einen Fährhafen (adspmaredisardegna.it). In anderthalb bis zweieinhalb Stunden Flugzeit gelangt man ab deutschen, österreichischen oder Schweizer Flughäfen auf die italienische Mittelmeerinsel. Außerdem ist Cagliari mit den Fähren der Tirrenia (tirrenia.it) von Civitavecchia, Neapel und Palermo aus erreichbar.

Aktivitäten:

•EXMA – Exhibiting and Moving Arts: Via San Lucifero 71, 09127 Cagliari, Tel. +39 070 666399 oder +39 346 6673565, [email protected], exmacagliari.com

Unterkunft:

•Riegel Villanova Rooms: Drei kleine, aber feine Zimmer in einem Palazzo aus dem 20. Jahrhundert. Perfekte Lage, um Villanova zu erkunden; Via Antonio Piccioni 143, 09124 Cagliari, Tel. +39 347 9947210, [email protected], rigelrooms.com

Hinweis: Für die Erkundung des historischen Altstadtviertels Villanova gilt: Alles ist per pedes zu erreichen. Wer nicht gut zu Fuß ist, kann die eine oder andere Strecke mit dem Bus fahren. Der öffentliche Nahverkehr wird von den Bussen (Linie 1, M oder 6) des CTM bestritten. Einzelfahrscheine (90 Minuten 1,30 EUR) bekommt man im Bus (passendes Fahrgeld bereithalten), in Tabakwarenläden sowie in Zeitungskiosken.

2. CASTELLO DI SAN MICHELE: KUNST IN DER TRUTZBURG

In der Nordstadt Cagliaris kann ein Kastell den Anspruch erheben, authentisches Mittelalter-Flair zu verströmen. Die Geschichte des Castello di San Michele reicht bis ins 9. Jahrhundert zurück, als Sardinien in vier Judikate unterteilt war und durch Richter regiert wurde. Heute beherbergt die Burg ein Kunstzentrum und zeigt längst nicht mehr ihren Originalzustand.

Die Trutzburg zählt heute mit den Festungen in Sanluri, Las Plasas und Siliqua zu den bedeutendsten Wehranlagen im Süden der Insel.

Die Nordstadt Cagliaris ist ein Ortsteil, durch den nur selten Touristen schlendern. Dabei kann man in Is Mirrionis eine mittelalterliche Trutzburg besichtigen und im Parco di San Michele das eigene Joggingprogramm durchziehen. Der kleine Park, der aus Aleppo-Kiefern, Agaven, Erdbeerbäumen, Kakteengewächsen und grünen Rasenflächen besteht, erstreckt sich über einen 120 Meter hohen liegenden Hügel, auf dessen Spitze das Castello di San Michele thront. Das wehrhafte Gebäude soll im 9. bis 13. Jahrhundert Santa Igia, den einstigen Hauptort des Judikates Cagliari, bewacht haben. Von dem Platz vor der Burg mit den drei klotzigen Türmen und dem Wassergraben hat man einen herrlichen Panoramablick über die Inselhauptstadt, die stolz darauf ist, wie Rom auf sieben Hügeln erbaut zu sein.

Der Parco di San Michele bietet den Cagliaritanern einen Rückzugsort im Grünen.

Mit dem Einfall der Pisaner und der damit eingehenden Zerstörung von Santa Igia im Jahr 1258 gelangte die Burg in den Besitz der Seefahrerrepublik. Der Trutzbau mit nur einem Turm wurde weiterentwickelt und umgebaut. Aus dieser Zeit stammen die beiden imposanten Nordost- und Südost-Türme sowie Teile der Verbindungsmauer. Im Jahr 1325, kurz nach der Eroberung Cagliaris durch die Aragoner, ging das Kastell in den Besitz des Edelmanns Berengario Carroz über. Sein Vater Francesco hatte sich bei der Eroberung Sardiniens und Korsikas besonders verdient gemacht und wurde von Jakob II., König von Aragon, zum Gouverneur des neuen Königreichs Regnum Sardiniae et Corsicae ernannt. Mit historischen Bauplänen hielt sich der Adelige nicht auf. In nur wenigen Jahren ergänzte er dekorative Kitschbauten samt Bergfried, Zugbrücke und Wehrgängen. Edel und kostspielig sollte sein Kastell sein. Während der Pestepidemie von 1652 bis 1656 wurde in der Burganlage ein Lazarett eingerichtet. Im 18. Jahrhundert fiel die Festung zunächst unter österreichische Herrschaft, dann an das Haus Savoyen. Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Kastell als Funkstation genutzt. Nach dem Krieg und bis in die 1980er-Jahre blieb die schwer beschädigte Burg ungenutzt. Erste Ausbesserungen an der Ruine begannen 1966 unter der Leitung des Architekten Renato Salinas. Richtig ans Renovieren gemacht hat sich die Stadt aber erst Mitte der 1980er-Jahre. So wie die Burg im Mittelalter einmal war, ist sie allerdings nicht erhalten geblieben.

Der Blick aus dem Fenster zeigt, wo Santa Igia einst beheimatet war.

Heute ist in den stark veränderten Innenräumen des Castello ein Kunst- und Kulturzentrum untergebracht, das seit 2005 für Besucher zur Besichtigung offensteht. Zu entdecken gibt es dort wechselnde Ausstellungen von Fotografie, Malerei, Plastik und Grafik. Beachtung verdient auch der schöne, die Burg umgebende, 246.000 Quadratmeter große Park mit Blick auf die Dächer der Stadt, den Strand, den „Teufelssattel“ und die Lagune von Santa Gilla, an deren östlichem Ufer einst Santa Igia angesiedelt war. Besucher können in der grünen Oase ihre müden Beine ausruhen. Die Cagliaritaner nutzen die Grünfläche, um mit ihren Kindern an der frischen Luft zu spielen, zum Abschalten und Joggen. Morgens wie abends sieht man Frühfitte oder Feierabendler hier ihre Runden drehen. Viele fahren auch einfach nur hin, um den Sonnenuntergang zu sehen. Vom höchsten Punkt des Parks hat man eine spektakuläre Sicht auf die Lagune, hinter der allabendlich die rotgelbe Sonne versinkt.

INFO

Lage: Das Castello di San Michele liegt in der Nordstadt Cagliaris, Ortsteil Is Mirrionis; Via Cinquini s.n., 09121 Cagliari

Anreise:

•mit dem Auto: Ab der Via Roma rechts auf die Via Maddalena, dann links auf die Viale Trieste abbiegen. Diese geht nahtlos in die Viale Sant'Avendrace über. Am Kreisel die dritte Ausfahrt (Viale Monastir) nehmen. Am zweiten Kreisel die erste Ausfahrt (Via Puglia) nehmen. Am dritten Kreisel die zweite Ausfahrt (Via Aldo Marongiu) nehmen. Am vierten Kreisel die erste Ausfahrt (Via Cornalias) nehmen. Nach etwa 650 Metern links in die Via Giovanni Cinquini abbiegen. Nach weiteren 260 Metern links abbiegen und der Straße bis zum Parkplatz folgen.

•mit dem Bus: In Cagliari am Hauptbahnhof (Stazione FS) in die Line 5-11 Richtung Cinquini (Parco San Michele) steigen und bis zur Endstation (Capolinea) fahren. An der Haltestelle rechts die Straße Richtung Park einschlagen. Einzelfahrscheine (90 Minuten 1,30 EUR) bekommt man im Bus (passendes Fahrgeld bereithalten), in Tabakwarenläden sowie in Zeitungskiosken.

Aktivitäten:

•Burg: Sommer Dienstag bis Sonntag 10 bis 13 und 17 bis 21 Uhr, Winter Dienstag bis Sonntag 10 bis 13 und 15 bis 18 Uhr. Montags geschlossen; Eintritt 3 EUR; Tel. +39 070 15240479 oder +39 346 6673657, [email protected]; consorziocamu.it/spazi/castello-di-san-michele

•Park: Januar bis März 7 bis 19:30 Uhr, April und Oktober 7 bis 20 Uhr, Mai und September 6:30 bis 20:30 Uhr, Juni bis August 6:30-21:30 Uhr, November bis Dezember 7 bis 19 Uhr

Unterkunft:

•Residenza Santa Igia B&B Country House: Für alle, die das Landleben und Tiere mögen; ein verstecktes Plätzchen unweit des Flughafens; Via Girolamo Emiliani 21, 09030 Elmas, Tel. + 39 328 1659901, [email protected], santaigia.it

3. CAPO SANT‘ELIA: WANDERN AUF DEM WEG DER GÖTTIN ASTARTE

Ein mittelalterliches Burgviertel, eine Kolonie wilder Flamingos und ein heller Sandstrand – das ist Cagliari. Weniger bekannt ist die Inselhauptstadt als Wanderziel. Dabei kann man vor den Toren der Stadt und hoch über dem Meer auf der Landzunge von Sant’Elia bis zum „Teufelssattel“ spazieren.

Wer in Cagliari landet, ist meist nur für ein paar Tage vor Ort. Viele Urlauber machen daher auch nur in der Innenstadt halt. Sie besichtigen das mittelalterliche Burgviertel, die Markthalle San Benedetto, die Aussichtsterrasse am Bastione di Saint Remy und entspannen in den Bars an der Piazza Yenne. Dann geht es fast immer weiter an die atemberaubenden Strände der Südwest- oder Südostküste. Ein Fehler, denn Cagliari hat auch ein kleines Wander- und Spazierparadies vor der Haustür zu bieten. Nur wenige Auto- oder Busminuten vom Zentrum entfernt, erstreckt sich links der Salinen und des von rosa Flamingos bewohnten Lagunensees ein helles Kap.

Am Wochenende sind viele Cagliaritaner auf dem Höhenweg am Capo Sant'Elia unterwegs, um die grandiose Aussicht auf die Stadt und die „Engelsbucht“ zu genießen

An der südlichen Spitze der Inselhauptstadt, am Capo Sant’Elia, ragen die Felsen bis zu 135 Meter aus dem Meer heraus. Hier windet sich ein kleiner Wanderweg von der Viale Calamosca die Landzunge aus miozänem Kalkstein hinauf. Der ziemlich schweißtreibende Aufstieg wird durch den Blick auf den Leuchtturm von Sant’Elia und das Meer im Westen belohnt. Der Legende nach trägt der „Sentiero di Astarte“ seinen Namen, weil die Phönizier, die zu Astartes Tempel wollten, einst diesen Weg zur Kultstätte wählten. Von dem Tempel der phönizischen Liebesgöttin, in deren Kult die heilige Prostitution praktiziert wurde, ist heute allerdings nicht mehr viel übrig. Oben angekommen, bieten sich himmlische Aussichten auf den Golf von Cagliari im Osten, den kleinen Hafen Marina Piccola, den kilometerlangen Poetto-Strand, die brackigen Salinen, die Lagune von Molentargius und die Silhouette der Altstadt im Hintergrund. Es duftet abwechselnd nach Mastix, Wacholder, Thymian und Olive. Bei gutem Wetter reicht der Blick bis nach Villasimius und zum Capo Carbonara. Der Weg zur Spitze im Süden schlängelt sich in stattlicher Höhe die Steilküste entlang. Immer wieder eröffnen sich atemberaubende, neue Aussichten in die Tiefe. Man läuft an der Ausgrabungsstätte des Tempels, den Überresten einer phönizischen Zisterne, einer Flugabwehrstellung aus dem Zweiten Weltkrieg und den Ruinen eines Sarazenenturms aus dem 13. Jahrhundert vorbei. Dann erreicht man die Sella del Diavolo (Teufelssattel), die steil gegen das Meer ausläuft. Der Blick ist großartig.

Überreste des alten Wachturms aus dem Jahr 1282

Der Weg führt in das Revier von Wildkaninchen, Hufeisennattern, Turm- und Wanderfalken.

An kaum einem Kap der Insel liegen Sieg und Sturz so nahe zusammen wie hier am Capo di Sant’Elia. In grauer Vorzeit machte ein unversöhnlicher Kampf den Golf von Cagliari zum Schauplatz einer glorreichen Errungenschaft und einer herben Niederlage. Es wird erzählt, dass Luzifer und seine Anhänger die Bucht von ausnehmender Schönheit in einem nicht näher spezifizierten vorchristlichen Jahrhundert eroberten, weil sie fasziniert waren von ihrem Licht und ihrer Ausstrahlung. Die Legende berichtet von einem Gefecht zwischen den gottestreuen Engeln und dem aufsässigen Luzifer. Da Satan nicht willens war, sich zurückzuziehen, wurde er vom Erzengel Michael im Kampf bezwungen und mit seinem Pferd aus dem Himmel gestürzt. Dabei verlor er seinen Sattel. Der fiel vor den Toren Cagliaris ins Meer, wurde zu Stein und brachte die felsige Landspitze Sella del Diavolo hervor. Seitdem heißt die Bucht Golfo degli Angeli (Engelsbucht). Heute ist der Teufelssattel ein Symbol der Inselhauptstadt wie rosafarbene Flamingos und saftige Fischsuppen.

INFO

Lage: Das Capo di Sant’Elia liegt knapp sechs Kilometer südöstlich der historischen Altstadt von Cagliari.

Anreise:

•mit dem Auto: Ab dem Largo Carlo Felice links auf den Lungomare New York 11 Settembre abbiegen. Am Kreisel auf die Viale Cristoforo Columbo (zweite Ausfahrt) abzweigen. Kurz danach auf der Viale Salvatore Ferrara weiterfahren. Am Kreisel auf die Viale San Bartolomeo (zweite Ausfahrt) abbiegen. Kurz danach auf der Viale Calamosca bis zum Buswendeplatz fahren. Es gibt keine gekennzeichneten Parkflächen, man parkt am Straßenrand oder auf dem Platz auf der Höhe des Restaurants Le Terrazze Di Calamosca.

•mit dem Bus: In Cagliari am Hauptbahnhof (Stazione FS) in die Line 5-11 Richtung Calamosca steigen und bis zur Endstation (Capolinea) fahren. Am Buswendeplatz links die Straße Richtung Hotel einschlagen. Einzelfahrscheine (90 Minuten 1,30 EUR) bekommt man im Bus (passendes Fahrgeld bereithalten), in Tabakwarenläden sowie in Zeitungskiosken.

Wanderung: Einstieg in der Viale Calamosca, gegenüber dem gleichnamigen Hotel (GPS: 39.186153, 9.153707). Der einfache Wanderweg ist mit zum Teil verwaschenen, grünen Punkten markiert. Auf- und Abstieg jeweils ca. 30 Minuten. Festes Schuhwerk ist erforderlich, da die Felsen an einigen Stellen glatt sind und Rutschgefahr besteht. Für Wanderungen zum Sonnenuntergang empfiehlt sich die Mitnahme einer Taschenlampe für den Rückweg.

Restaurant:

•Le Terrazze Di Calamosca: Der perfekte Ort für den Sundowner. Herrlicher Meerblick, der Service ist manchmal etwas langsam; Viale Calamosca 50, 09126 Cagliari, Tel. +39 351 7971172, facebook.com/terrazzecalamosca

4. SANT‘ELIA: KULTUR UND KARTOFFELN IM PROBLEMVIERTEL

Sant’Elia ist mit Sicherheit keine schicke Wohngegend. Im südlichen Stadtteil der Inselhauptstadt lebt ein Großteil der Bedürftigen und Abgehängten. Abwechslungsreiche Initiativen im Kunst- und Kulturzentrum und ein bunter Straßenmarkt locken trotzdem Besucher an.

Die Fahrt mit dem Auto in das südlichste Viertel Cagliaris dauert nur acht Minuten. Doch wer von der Innenstadt kommt und am Piazzale del Lazzaretto parkt, der hat eine andere Welt erreicht. Sant’Elia ist ein Stadtteil mit grassierender Armut und überdurchschnittlicher Kriminalitätsrate. Etwa 6600 Menschen wohnen hier, eingeklemmt zwischen Fußballstadion, Landzunge und Meer, in einfachen zweigeschossigen Häusern oder hässlichen Betonbunkern. Die ersten Unterkünfte und eine Kirche wurden in den 1950er-Jahren für die, die nichts hatten, vor dem alten Lazarett gebaut. Borgo di Sant'Elia hieß der neue Ortsteil, in dem vor allem arme Fischer ein Zuhause fanden. Ende der 1970er-Jahre, als das Viertel gewachsen war, kamen die ersten klobigen Hochhäuser hinzu. Die Cagliaritaner machten damals einen großen Bogen um die Gegend. Aus den Wohntürmen quollen Müll, Geschrei und Motorengeheul. In den 1990er-Jahren wagte die Stadt ein Experiment mit Sprengkraft. Sie siedelte Polizisten in dem Stadtteil an, um den Ruf von Sant’Elia zu verbessern. Doch das tat der Stimmung nicht gerade gut. Erst durch die Sanierung des Seuchenkrankenhauses mit dem bröckelnden Putz und dessen Konversion in ein Kunst- und Kulturzentrum hat sich ein kleiner Wandel vollzogen.

Der kleine Straßenmarkt ist nicht nur ein Ort der Sinnesfreude und des Genusses, sondern auch der Begegnung.

Wer sich umsichtig verhält, kann in Sant’Elia einige Höhepunkte, wie den Sonnenuntergang auf der Strandpromenade, erleben.

Sant’Elia liegt zu schön am Meer, als dass die Stadtverwaltung den Ortsteil als Getto abschreiben wollte. Die Stadtplaner im Rathaus setzten deshalb auf Kunst und Kultur und investierten Ende der 1990er-Jahre in das Lazzaretto, das für lange Zeit nur als Schrottimmobilie gehandelt wurde. Das ehemalige Pestspital aus dem 17. Jahrhundert wurde in Sant’Elia errichtet, als die Seuche in Cagliari aufflammte und Tausende Bewohner am schwarzen Tod starben. Es war ein Schreckensort, nur wenige, die hierher gebracht wurden, kehrten wieder zurück. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde das Lazarett auf Anweisung von Viktor Amadeus II. zum dauerhaften Krankenhaus für ansteckenden Erkrankungen umgebaut. Etwas mehr als hundert Jahre später schloss das Spital seine Tore, vermoderte und verfiel für viele Jahre.

Die Ausstellungskonzeption im Lazzaretto ist nicht immer einfach. Die Cooperativa Sant'Elia muss mühsam für jede Ausstellung Sponsoren suchen.

Knallrot leuchten die Chilischoten, sattgrün ist der Frisée, daneben duften getrocknete Tomaten im Glas.

Um den Stadtteil aufzuwerten und die Kultur auch dahin zu bringen, wo man sie nicht erwartet, wurde das ehemalige Seuchenkrankenhaus im Jahr 2000 als polyfunktionale Galerie eröffnet. Heute machen abwechslungsreiche Ausstellungen, Kunstlabors, Schreib- und Malkurse, Tagungen, die das Immigrationsthema ins Blickfeld rücken, zwei Kreativmärkte, auf denen man Produkte jenseits der Stange kaufen kann, und ein Bierfest mit handgebrautem Gerstensaft aus der Region das Lazzaretto di Sant’Elia aus. Sollte mal nichts zu sehen, hören oder kaufen sein, kann man sich auf der Terrasse des Lazaretts auf einen Stuhl sinken lassen, den atemberaubenden Blick und ein erfrischendes Getränk genießen.