Satans Testament 1 - Peter Grosse-Plankermann - E-Book

Satans Testament 1 E-Book

Peter Grosse-Plankermann

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Beschreibung

Dieses Buch wird in vier Bänden erscheinen, wobei dieser Band den Namen -Das Evangelium der Selbstverblendung- trägt. Die Übersetzung des Wortes Evangelium lautet -Die frohe Botschaft- oder -Die christliche Glaubensbotschaft-. Ob die Botschaft allerdings wirklich froh ist oder wird, entscheiden sie letztendlich ganz allein. Lassen sie sich auf den Inhalt der vier Bände ruhig ein. Wenn sie im Glauben gefestigt sind, geschieht ihnen nichts, außer dass sie eventuell empört sind. Aber auch das überlasse ich ihnen. -Satans Testament- soll eine Erweiterung vom Alten Testament über das Neue Testament hin zu diesem neuen Testament sein. Es ist so zu sagen ein Erfahrungsbericht, mit dem ich in etlichen Episoden zeigen will und wenn es auch nur manchmal Postulate (Annahmen) sind, wohin blinder Gottesglaube führen kann. Viele Menschen behaupten, dass sie in der Bibel tröstende Worte finden würden, die helfen ihren Alltag zu überstehen. Ich behaupte schlicht und einfach, dass diese Menschen die Bibel brauchen, weil sie sich auf sich selbst nicht mehr besinnen können und wollen. So geben sie ihr Schicksal in fremde Hände, um nicht selbst ihre Lebensweichen stellen zu müssen. Sie machen sich so abhängig von Anderen. Sie betreiben damit Lebensverweigerung und suchen ihren Lebensweg bei einer Geschichtensammlung. Diese führt sie letztendlich zu einem Mann, der am Kreuz starb, weil es die Geschichten so vorgegeben haben. Danach soll eine Auferstehung von den Toten stattgefunden haben, der niemand beigewohnt hat. An dieser Stelle wird der Gläubige auch gefordert, dies unbedingt zu glauben. Und so kommt es auch, dass schlichter Glaube diese Geschichten am Leben hält, ohne wirkliche Hintergründe und Tiefe.

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Seitenzahl: 340

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Satans Testament 1

TitelseiteSatans TestamentEinleitungKapitel 1Kapitel 2Kapitel 3Kapitel 4Kapitel 5Kapitel 6Kapitel 7Kapitel 8Kapitel 9Kapitel 10Kapitel 11Kapitel 12Kapitel 13Kapitel 14Kapitel 15Kapitel 16Kapitel 17Kapitel 18Kapitel 19Kapitel 20ZwischenbemerkungKapitel 21Kapitel 22Kapitel 23Kapitel 24Kapitel 25Kapitel 26Kapitel 27Kapitel 28Kapitel 29Kapitel 30Kapitel 31NachwortImpressum

Satans Testament

                   Satans Testament

Band I

Das Evangelium der Selbstverblendung

Menschen, die meist geradeaus sind, haben es manchmal schwer,

denn bei ihnen stoßen Heuchler größtenteils auf Gegenwehr

Norbert van Tiggelen

Einleitung

Liebe Leserin und lieber Leser, ich will sie jetzt mit einem Buch unterhalten, dass in Bezug zum Buch „666 Das Höllencastle“ entstand. Ich habe es „Satans* Testament**“ genannt.

*Satan (auch Satanas; hebr. שָׂטָן Satan „Gegner“; Masoretisches Hebräisch: Śāṭān; Koine-Griechisch: Σατανᾶς Satanâs; Latein: satan (m., indeklinabel) und satanas (-ae, m.) bzw. Satan und Satanas; Aramäisch: צטנא, Ṣaṭana; arabisch شيطان Schaitan, DMG Šaiṭān) ist ein Begriff, der einen oder mehrere Geistwesen bezeichnet. Er hat seine Ursprünge im jüdischen Monotheismus und enthält antike persische religiöse Einflüsse, besonders des Zoroastrismus.

Satan ist vor allem der Ankläger im göttlichen Gerichtshof, der die religiöse Integrität von Menschen testet und Sünden anklagt, wie es beispielsweise aus den biblischen Büchern Ijob und Sacharja bekannt ist.

Andere religiöse Glaubenssysteme belegen den Begriff Satan mit Bedeutungen wie Dämon, dem gegen Gott rebellierenden gefallenen Engel, Verkörperung des Bösen und Teufel oder Götzen (falscher Gott).

**Das deutsche Wort Testament stammt vom lateinischen testamentum. Dessen Ursprungsbedeutung ist „rechtsverbindliche Verfügung“, etwa als Regelung für den Erbfall.

Im Latein der christlichen Kirchen ist testamentum eine Begriffsübernahme des griechischen diatheke (διαθήκη) der Septuaginta, dies von ursprünglich hebräisch berit, und bezeichnet den von Gott „verfügten“ Bund, den das Volk Israel annahm. Ein diatheke war ganz allgemein ein Vertrag, der von einer Seite angeboten wurde, und von der anderen Seite akzeptiert oder abgelehnt, aber nicht geändert werden konnte.

Diese Bedeutung ist gemeint in der Bezeichnung der beiden Teile der christlichen Bibel als Altes Testament und Neues Testament und in den Abendmahlsworten der lutherischen Bibelübersetzung und Liturgie: „Das ist das Neue Testament in meinem Blut“ bzw. „Das ist mein Blut des neuen Testaments“. (Auszüge aus Wiki)

Dieses Buch wird in vier Bänden erscheinen, wobei dieser Band den Namen „Das Evangelium der Selbstverblendung“ trägt.

Die Übersetzung des Wortes Evangelium lautet „Die frohe Botschaft“ oder „Die christliche Glaubensbotschaft“. Ob die Botschaft allerdings wirklich froh ist oder wird, entscheiden sie letztendlich ganz allein. Lassen sie sich auf den Inhalt der vier Bände ruhig ein.

Wenn sie im Glauben gefestigt sind, geschieht ihnen nichts, außer dass sie eventuell empört sind. Aber auch das überlasse ich ihnen.

„Satans Testament“ soll eine Erweiterung vom Alten Testament über das Neue Testament hin zu diesem neuen Testament sein.

Es ist so zu sagen ein Erfahrungsbericht, mit dem ich in etlichen Episoden zeigen will und wenn es auch nur manchmal Postulate(Annahmen)sind, wohin blinder Gottesglaube führen kann.

Viele Menschen behaupten, dass sie in der Bibel tröstende Worte finden würden, die helfen ihren Alltag zu überstehen.

Ich behaupte schlicht und einfach, dass diese Menschen die Bibel brauchen, weil sie sich auf sich selbst nicht mehr besinnen können und wollen. So geben sie ihr Schicksal in fremde Hände, um nicht selbst ihre Lebensweichen stellen zu müssen. Sie machen sich so abhängig von Anderen.

Sie betreiben damit Lebensverweigerung und suchen ihren Lebensweg bei einer Geschichtensammlung. Diese führt sie letztendlich zu einem Mann, der am Kreuz starb, weil es die Geschichten so vorgegeben haben. Danach soll eine Auferstehung von den Toten stattgefunden haben, der niemand beigewohnt hat. An dieser Stelle wird der Gläubige auch gefordert, dies unbedingt zu glauben.

Und so kommt es auch, dass schlichter Glaube diese Geschichten am Leben hält, ohne wirkliche Hintergründe und Tiefe.

Die Geschichtensammlung ist Glaubensbestandteil von vor über dreitausend Jahren Gotteserfahrung. Die Geschichtensammlung, die sich zur Bibel* formierte, ist als das Heiligste aller Heiligen Bücher in aller Munde.

*Als Bibel (altgriechisch βιβλία biblia ‚Bücher‘; daher auch Buch der Bücher) bezeichnet man eine Schriftensammlung, die im Judentum und Christentum als Heilige Schrift mit normativem Anspruch für die ganze Religionsausübung gilt.

Die Bibel des Judentums ist der dreiteilige Tanach, der aus der Tora (Weisung), den Nevi’im (Propheten) und Ketuvim (Schriften) besteht.

Diese Schriften entstanden seit etwa 1200 v. Chr. im Kulturraum der Levante und Vorderen Orient und wurden bis 135 n. Chr. kanonisiert.

Das Christentum übernahm alle Bücher des Tanachs, ordnete sie anders an und stellte sie als Altes Testament (AT) dem Neuen Testament (NT) voran.

Beide Teile wurden bis zum 3. Jahrhundert für kanonisch erklärt; spätere christliche Konfessionen haben diesen Kanon leicht abgewandelt.

Die zweiteilige Bibel ist das am häufigsten gedruckte und publizierte und in die meisten Sprachen übersetzte schriftliche Werk der Welt. (Auszug aus Wiki)

Es ist aber nichts aber auch gar nichts Heiliges an diesem Buch. Es sind nur Geschichten, die sich Menschen ausgedacht haben, um sich selbst Erklärungen zu liefern, woher der Mensch kommt und wohin er nach unserem Ableben gehen wird.

Wir lebende Menschen denken heutige völlig anders, als die damaligen Menschen, die die Geschichten zu der Bibel erfunden haben! Wie kann es sein, dass wir uns noch an so überholte Ansichten halten, die auch noch die pure Unwahrheit verkörpern soll?

Eine Leserin des Buches „666 Das Höllencastle“ war geneigt, das Buch nicht weiterzulesen, weil sie der Annahme war, dass es sich um ein religiöses Buch handeln würde. Beim Weiterlesen wurde ihr aber klar, dass das Buch in keiner Weise in die Kategorie religiöse Unterhaltung einzustufen war.

Auch diese Bücherreihe „Satans Testament“ ist selbstverständlich keine religiöse Lektüre - das Gegenteil ist der Fall. Es hat aber auch nichts mit dem Fallen des Engels Luzifer zu tun.

Falls sie auf ihre Wiederauferstehung nach ihrem Tod am Jüngsten Gericht oder Jüngsten Tag hoffen, lesen sie diese Bücherreihe nicht weiter. Die Hoffnung auf eine Auferstehung wird arg in Frage gestellt, denn wenn sie nur hoffen, sind sie in ihrem Glauben nicht gefestigt.

Ich empfehle ihnen daher entweder ganz mit diesem Glauben zu brechen, oder sie lassen sich durch ihren Pastor / Pfarrer wieder in Marschrichtung bringen. Momentan machen sie nur halbe Sachen.

Entweder geben sie sich ihrem Herrn ganz und gar hin, oder sie lassen diesen Herrn links liegen und versuchen ihren eigenen Weg der Glückseligkeit zu finden.

Der Glaube, der auf dem Alten -, und dem Neuen Testament und selbstredend auch auf den Koran basiert, ist ein Aberglaube, da das Alte und Neue Testament und der Koran großangelegte Märchenbücher sind.

Was der Glaube an diese Märchen allerdings vermocht hat, will ich in dieser Bücherreihe „Satans Testament“ beschreiben.

In dieser Bücherreihe gehe ich auch wieder auf Einlagerungen ein, die auf der Genetik fest verankert wurden. Die Einlagerungen sind über etliche Generationen mit den psychologischen Erpressungs-Werkzeugen: Angst und Schrecken in ihre Genetik eingebrannt worden.

Wobei aber noch erwähnt werden sollte, dass in ihrer Kindheit ihre Gutgläubigkeit in Richtung Religiosität ausgenutzt und dabei in die Richtung gedrängt wurde, die ihnen ihre Erziehungsberechtigten vorgegeben haben.

Zudem wurden Ihre Vorfahren mit Dingen konfrontiert, die nur auf Mutmaßungen, Anmaßungen, Behauptungen, Postulaten, Spekulationen, Unterstellungen und Annahmen basierten, die in keiner Weise bewiesen sind. Im Gegenteil. Es wurde festgestellt, dass dies alles nur mehr oder weniger Hirngespinste von Fanatikern, Zeloten(Frömmler)undEreiferer waren, die sich so ihre eigenen Gottheiten erschafften.

Religiöse Historiker sind zwar immer noch stark daran interessiert, zu beweisen, dass die „Heiligen Bücher“ doch etwas wie eine Wahrheit beinhalten könnten.

Selbst die Rollen vom Toten Meer*(Rollen von Qumran), die man mit so viel Hoffnung versehen hatte, erbrachten nicht das, was man sich von ihnen erhoffte.

*Populäre Spekulationen aus Schriftrollen vom Totem Meer.

Verschiedene Autoren konstruierten direkte Kontakte zwischen Personen, die im NT vorkommen, und Qumranbewohnern. Johannes der Täufer soll als in der Wüste lebender Asket zeitweise in Qumran gewesen sein und von dort seine Taufe im Jordan übernommen haben.

Dabei wurde übersehen, dass rituelle Reinigungsbäder damals unter Juden keine Besonderheit waren, in Qumran als wiederholte, nicht einmalige Bäder geübt und in den Schriften nicht mit einer Rettung aus dem Endgericht verbunden wurden.

Außerdem gab es bei den Reinigungsbädern in der Regel keine Person, die als „Täufer“ fungierte. Zudem war die Gegend von Qumran, wie man heute weiß, damals noch keine Wüste. Weder die dortigen Schriften noch die archäologischen Befunde belegen eine asketische Lebensweise.

Der „Lehrer der Gerechtigkeit“ wurde bisweilen mit Johannes dem Täufer, der „Lügenmann“ als sein Gegenspieler mit Jesus von Nazareth identifiziert, so dass die Qumranbewohner Mandäer gewesen wären. Demgegenüber sahen andere in Jesus den gerechten Lehrer.

Meist aber wurde dieser mit Jakobus dem Gerechten, der „Lügenmann“ dann mit Paulus von Tarsus gleichgesetzt. Dazu mussten die Qumranschriften in das 1. Jahrhundert n. Chr. datiert werden.

Die Vertreter dieser Thesen übergingen sowohl die Radiokarbon-Messergebnisse als auch die paläographischen Altersindizien und das Fehlen des Ausdruckspaars im NT. Es kommt nur in 1QpHab vor, und gerade dieser Text konnte sicher auf 104–43 v. Chr. datiert werden.

Die Damaskusschrift (CD) wurde benutzt, um „Damaskus“ als Symbolnamen für Qumran und tatsächlichen Wohnort der Jerusalemer Urgemeinde zu deuten, so dass Paulus sie nach dem Damaskuserlebnis (Apg 9,1ff) dort aufgesucht hätte.

Dieses Konstrukt scheitert daran, dass Damaskus nach CD nicht in Judäa lag und dieser Text keinerlei Bezüge auf urchristliche Themen, etwa eine Verfolgung seitens der Tempelpriester, enthält.

Einige griechische Texte aus Höhle 7 wurden als Ausschnitte aus dem NT gedeutet. Das Papyrus 7Q5 wurde mit Mk 6,52f EU identifiziert. Diese These ist seit 2000 paläographisch widerlegt. (Auszug aus Wiki)

Einige Unverbesserliche (s.o.) interpretieren allerdings Dinge hier hinein, um die Rollen doch noch für die römisch-katholische Kirche ins positive Licht zu bringen. Man kann wieder mal sagen, dass der Geist der alten Bibelfälscher hier erneut in bemerkenswerter Weise mitschwingt.

Man hat doch in diesen Rollen tatsächlich schlicht weg vergessen, den Herrn Jesus Christus und sein Wirken zu erwähnen. Der taucht zum Leidwesen der Christenheit überhaupt nicht auf und glänzt mit wunderlicher Abwesenheit.

Wahrscheinlich hat Jesus Christus das extra gemacht, um seiner Gemeinde eine Möglichkeit zu geben, sich im Glauben zu ihm zu üben und zu festigen.

Oder er ist ein ganz Gerissener. Davon kann man allerdings ausgehen. Denn wenn er tatsächlich existiert hätte und sich an den damaligen Aufzeichnungen geschickt heraus gemogelt hätte, dann wäre der Glaube an ihn doch mit einer höheren Intensität behaftet, als wenn man über ihn berichtet hätte, so wie es das Christentum anstellte.

Um des lieben Glaubenswillens wird er also nicht erwähnt, denn der christliche Glaube ist auf schnöden Glauben aufgebaut und ruht nicht auf tiefer Wahrheit.

An Wahrheiten braucht man nicht zu glauben, denn die sind ja vorhanden. Wenn Jesus Christus nicht in den Rollen oder sonst wo erwähnt wird, außer in den Evangelien, dann ist das sehr gut für den Glauben. Jetzt ist nur zu hoffen, dass nie ein Papier, Papyrus oder sonstige Aufzeichnungsart auftaucht, wo Jesus Christus zur Zeiten seines Wirkens dokumentiert wird.

Johannes 11…24Martha spricht zu ihm: Ich weiß wohl, dass er auferstehen wird in der Auferstehung am Jüngsten Tage.

25Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe;

26und wer da lebet und glaubet an mich, der wird nimmermehr sterben.Glaubst du das

Den meisten Gläubigen sind solche Spekulationen(Behauptungen)egal. Es reicht bei ihnen voll und ganz die Verblendung aus, die sie in ihrem Leben erfahren durften und so glauben sie, was das Zeug hält.

Nur weil man keine Erklärungen hatte, wie das Universum entstanden ist und woher der Mensch kommt und wohin er wieder nach seinem Ableben geht, haben sich angebliche „heilige“ Männer etwas einfallen lassen, das zwar in ihr Weltbild passte, aber dennoch nicht den Nagel auf den Kopf treffen konnte.

Sie entwickelten etwas, das dazu führte, dass man damit etwas machen konnte, dass das Wort Missbrauch verdient. Sie erarbeiteten sich damit ihre persönlichen Vorteile heraus.

Ihre Vorfahren, liebe Leserin und lieber Leser, wurden mit diesem Missbrauch konfrontiert, weil bestimmte Interessengruppen auf den Knochen wiederum ihrer Vorfahren sich ein besseres Leben leisten wollten und sogar auch konnten.

Die Einlagerungen wirken versteckt, sodass ihnen im ersten Moment überhaupt nicht klar ist, dass diese Dinge sie letztendlich beherrschen. Viele Menschen wollen sich nicht vorstellen, dass solche Dinge über sie eine Macht haben könnten und lehnen das selbstverständlich ab, da sie meinen, Herr über ihr Leben zu sein.

Bei ihrer kompletten Ablenkung, die sie betreiben, wirken die Einlagerungen allerdings munter weiter. Die kümmern sich nicht darum, dass sie meinen, Herr über ihr Leben zu sein.

Selbst die deutsche Sprache, sowohl in der schriftlichen als auch in der mündlichen Überlieferung ist sehr stark von christlichen Ausdrücken geprägt und unterstützt die Einlagerungen.

Die Entstehung der deutschen Schriftsprache ist untrennbar mit der Christianisierung der ursprünglichen an Naturgottheiten glaubenden Germanen verbunden. (Aus:DeutschDie Geschichte unserer Sprache, von Kirstin Casemir und Christian Fischer, Seite 129)

Insbesondere wurden und werden bildungsferne Menschen durch die religiös geprägte Sprache erreicht.

So war bereits im 19. Jahrhundert der Stil der politischen Propaganda stark religiös geprägt, weil auf diesem Weg auch bildungsferne Schichten zu erreichen waren.(Aus:DeutschDie Geschichte unserer Sprache, von Kirstin Casemir und Christian Fischer, Seite 144)

Letztendlich unterliegen sie, liebe Leserin und Leser ebenfalls diesem Missbrauch, ohne auch nur einen blassen Schimmer davon zu haben.

‚Die westliche Kultur hat keinen Wert an sich, sondern nur insofern, als sie vom Christentum erfüllt wurde und wird‘*. Dieser Ausspruch soll vom Oberhirten Papst Benedikt XVI getätigt worden sein.

*Oliver Roy, -Heilige Einfalt- Seite 94, Erste Auflage

Diese unüberbietbare Überheblichkeit nutzen unter anderem namhafte Politiker voll, um ihnen ihre populistische* Politik unterzujubeln.

*Sich mit seinen politischen Forderungen nach den jeweils aktuellen Wünschen und Ängsten der Bevölkerung richtend, um die Unterstützung möglichst vieler Wähler zu erhalten.

Sie geben dabei vor, überzeugte Christen zu sein, verfolgen jedoch nur egoistische Ziele, um als segensreiche Machtpolitiker(welcher einzig auf Entfaltung und Behauptung von Macht gerichtet ist)in die Geschichtsbücher einzugehen. Diese fragwürdigen Menschen, man verglich einen von ihnen mit einem -pubertierenden Schulhofschläger-, versuchen sie vor ihren Karren zu spannen, den sie auch noch mit aller Kraft ziehen sollen, wobei ihnen der Herr zuschauen dürfte, denn diese –Vollchristen- wollen das Kreuz des Herrn in allen öffentlichen Gebäuden (zu mindestens in Bayern, oder vielleicht besser ausgedrückt –Bavaria first-) immer präsent haben.

Ich versuche, eine Begründung zu finden, wie das alles geschehen konnte und sogar musste. Ich unterbreite ihnen eine Theorie in den Nachbetrachtungen zu jedem Band, die Erklärungen liefern. Bei den Erklärungen begründe ich ihnen diese direkt in kursiver Ausführung.

Sie können die Ausführungen selbstverständlich auch mit einem müden Lächeln abtun, weil sie glauben könnten, dass sie über den Dingen stehen und ein Mensch mit einem freien Willen wären. Ich muss sie da leider bitter enttäuschen.

Sie sind bedauerlicherweise kein Mensch mit einem freien Willen. Diese Behauptung ist hinreichend schon bewiesen und bereits als Tatsache anerkannt, nur könnte das bei ihnen noch nicht durchgedrungen sein.

Ich will sie jetzt nicht beleidigen und ihnen ihre hohe Intelligenz absprechen. Sie sind wahrscheinlich intelligenter als ich. Aber bedenken sie bitte bei ihrer überragenden Intelligenz, dass es nicht ihr Verdienst war, mit so einer hohen Intelligenz beschlagen worden zu sein, die haben sie nur mitbekommen, mehr nicht.

Sie können aber ihre Intelligenz nutzen, indem sie sinnvolle Dinge damit machen. Aber einfach nur ihr Umfeld mit ihrem Zynismus zu nerven, dafür ist ihre Intelligenz nicht geschaffen.

Ihr scheinbar freier Wille hängt übrigens auch davon ab, welche Erziehung sie unterlagen, in welchem Umfeld sie leben und welchen Einlagerungen sie unterworfen sind. Davon haben sie im Moment überhaupt keine Ahnung, trotz ihrer hohen Intelligenz.

Ich will mich jetzt nicht als der Weise aufspielen, oder der weiß wie und wo es lang geht. Ich will nur einfach aufmerksam machen und in Frage stellen.

Wenn man weiterkommen will, sollte man das Erreichte immer wieder in Frage stellen und versuchen, sich klar zu machen, ob das alles richtig war, hinter dem man bisher hinter hergelaufen ist.

Ich bin genau wie sie auch nur ein Blinder, der im Dunkel herumtappt und versucht, so etwas wie einen Weg auszumachen.

Wenn ich aber meine, so einen Weg gefunden habe, ist es meine Pflicht, dies auch kundzutun. Ich bin der Überzeugung, dass ich so etwas wie einen Weg gefunden habe, der begehbar ist.

Ich habe wieder einige Geschichten in dieser Buchreihe „Das Dämon Evangelium“ zusammengetragen, die für manche Menschen Wegweiser sind, die ich aber anzweifele und sogar behaupte, dass diese Hinweise Irrwege sind.

Die Geschichten haben sich tatsächlich so oder so ähnlich zugetragen. Sie sind nur von mir zeitlich und örtlich verschoben und hier und da etwas ergänzt worden. Ich habe dabei allerdings die echten Protagonisten(Hauptfiguren)durch fiktive(angenommene)Personen ersetzt. So ist es möglich, dass sich auch hier Menschen wiederfinden, die sich in ähnlichen Situationen befinden oder befunden haben.

In der Nachbetrachtung, die in jedem Band am Schluss die Geschichten beenden, versuche ich die verheißungsvollen Wegweiser als Irrweg-Hinweise zu demaskieren und mache Vorschläge, wie man diese Hinweise anders deuten könnte.

Meine langen Jahre als -Therapeut der Lösungsorientierten Psychologie- brachten mir Einsichten und Erfahrungen, die es mir erlauben, die Nachbetrachtungen anzustellen, wobei ich aber auch meine Jahrzehnte langen Erfahrungen als aktiver Ingenieur in der Industrie mit habe einfließen lassen.

PS 1: Ich habe etliche Fremdworte in die Texte einfließen lassen. Kursiv werden sie in Klammern paraphrasiert(umgeschrieben),um sie zu verdeutlichen und sie so ausreichend zu erklären.

Ich entschied mich aus folgendem Grund für die Fremdworte, denn es sollen auch Hochgebildete einen gewissen Lesereiz erfahren und ich hoffe, sie damit auf ihrem intellektuellen Orbit(Umlaufbahn)zu erreichen.

Hätte ich alle Fremdworte weggelassen, dürfte ich zum Beispiel das Wort Fenster auch nicht benutzen, denn das stammt aus dem lateinischen: Fenestra(Luke zum Erhellen eines Raumes),oderdas Wort Straße(lat. Via strata; Deutsch: Gepflasterter Weg)oder fabrizieren(lat. fabricare; Deutsch: fertigen, bauen),wobei die Endung-ierensogar aus dem französischen stammt.

Sie sehen also, dass es gar nicht so einfach ist, auf alle Fremdworte verzichten zu wollen.

Ich glaube, dass ich in der Lage bin, mich im gebräuchlichen Deutsch ausreichend ausdrücken zu können, weshalb ich die benutzten Fremdwörter arbiträr(willkürlich und nach Belieben)habe einfließen lassen.

Eingeflochtene Allgemeinthemen habe ich mit Sternchen versehen und kursiv hervorgehoben, wobei am Fuß des Textes die Quellennachweise angegeben sind. Ich habe dies getan, um ihnen ein Nachlesen in anderen Nachschlagewerken zu ersparen.

Ferner versuchte ich, ein wenig mehr Information einfließen zu lassen, um die Hintergründe verständlicher zu machen.

Die Gefahr besteht nun jedoch, dass ein flüssiges Leseerlebnis leicht ins Wanken geraten könnte. Wenn ihnen die mit Sternchen versehenen Allgemeinthemen jedoch bekannt sind, können sie sie getrost überlesen.

Ich hoffe, dass ich ihnen dennoch viel Vergnügen bei Lesen bereiten kann, obwohl ich zwar die Romanform gewählt habe, aber dennoch sachbezogene Themen als Erklärung beigefügt habe, sodass dieses Buch, so zu sagen, eine Kombination aus Sachbuch und Roman geworden ist.

PS 2: In den Anhängen zu den einzelnen Bänden habe ich Erklärungen angefügt. Sie beziehen sich nicht unbedingt auf den speziellen Band, sondern auf alle Bände dieser Bücherreihe und können in allen Bänden von Relevanz(Bedeutung)sein.

PS 3: Es kann sein, dass ihnen einige Sachen, die in dieser Buchreihe beschrieben werden, überhaupt nicht passen, dann ist das auch von mir so gewollt, um eine Anregung zu erzeugen. Es gibt Dinge im Leben, die man einfach so übernommen hat, ohne sie weiter zu hinterfragen

Unter uns leben aber auch Menschen, die unter Nafriitis leiden. Das ist eine ernstzunehmende Psychische Krankheit, die ansteckend wirken kann. Sie äußert sich dadurch, dass befallene Menschen sich über Alles und Jenes aufregen und riesige Wellen und Aufsehen damit erzeugen. Sie lassen sich durch Bagatell-Angelegenheiten inspirieren(anregen, beseelen),um sie eventuell(unter besonderen Umständen)aufbauschen zu können.

Wenn Politiker darunter leiden, ist das schon besonders schlimm, denn sie können dann mit ihrem geistigen Müll für unnötigen Ärger sorgen.

Nafriitis setzt sich aus Nafri* und -itis** zusammen.

*Nafri ist eine interne Arbeitsbezeichnung unter anderem der Polizei Nordrhein-Westfalen. Sie wird als Abkürzung sowohl für „Nordafrikaner“ als auch für „Nordafrikanischer Intensivtäter“ verwendet.

Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen definiert „Nafris“ als:

Tatverdächtige aus Ägypten, Algerien, Libanon, Libyen, Marokko, Syrien oder Tunesien, meist zwischen 15 und 25 Jahre alt, die Raub-, Körperverletzungs-, Betäubungsmittel- oder Taschendiebstahldelikte in Innenstadtbereichen begehen.

Laut dem Kölner Polizeipräsidenten Jürgen Mathies wird der Begriff seit 2013 behördenintern für nordafrikanische Intensivtäter verwendet.

Der Rheinischen Post zufolge richtete die Polizei in Düsseldorf und Köln 2014 inoffizielle Arbeitsgruppen ein, um Kriminalität von allein reisenden Männern aus dem nordafrikanischen Raum zu dokumentieren.

Dabei habe sich der Ausdruck „Nafri-Täter“ etabliert. Im März 2014 bezeichnete die Kölner Stadtverwaltung das Projekt als „NAFRI – Straftäter aus nordafrikanischen Staaten“.

Die Bezeichnung wurde nach der Kölner Silvesternacht 2015/2016 öffentlich bekannt und wurde seither auch von Medien übernommen.

Im Januar 2016 stellten die Fraktionen von SPD, CDU, Bündnis 90/Grüne und FDP im Landtag den Antrag, einen Untersuchungsausschuss zur Silvesternacht 2015/2016 einzusetzen.

Im Antrag wurden das Projekt bzw. die Sonderkommission „NAFRI“ genannt.

Ein Tweet der Kölner Polizei in der Sylvesternacht 2016/2017 über ihren Einsatz am Hauptbahnhof Köln („Am HBF werden derzeit mehrere Hundert Nafris überprüft. Infos folgen“) löste eine politische Diskussion aus.

Simone Peter, eine der beiden Grünen-Vorsitzenden, nannte den Begriff „völlig inakzeptabel“, da er eine herabwürdigende Gruppenbezeichnung sei.

Der grüne Oberbürgermeister Tübingens, Boris Palmer, fand die offizielle externe Verwendung des internen Ausdrucks unangemessen, verteidigte aber im Gegensatz zu Peter den Polizeieinsatz.

Es entstand eine Diskussion um Racial Profiling.

Der Vorsitzende der Bundespolizeigewerkschaft, Ernst G. Walter, erklärte, der Begriff Nafri stehe für nordafrikanische Intensivtäter.

Damit seien nicht pauschal alle Menschen aus Nordafrika gemeint: „Wenn eine nordafrikanische Person in Verdacht steht, eine Straftat zu begehen, ist sie ein ‚Nafri‘.“

Zugleich erklärte er, dass der Begriff weder rassistisch noch als Schimpfwort zu verstehen sei.

Thomas Wüppesahl, Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Kritischer Polizisten, äußerte sich, es sei ein behördentypisches Kürzel. (Auszug aus Wiki)

**Die griechische Endung -itis (älteres Griechisch -ίτις, neueres -ίτιδα, ítida) bezeichnet meist eine entzündliche Krankheit. (Auszug aus Wiki)

Sie können mir auch selbstverständlich und selbstredend bei allen was ich hier niedergeschrieben habe widersprechen, aber und da darf ich auf die Worte von Joseph Ratzinger – Papst Benedikt XVI zurückgreifen und ebenfalls beanspruchen, die er im Vorwort zum ersten Band seines Werkes – Jesus von Nazareth – geschrieben hat:

„Ich bitte die Leserinnen und Leser um jenen Vorschuss an Sympathie, ohne den es kein Verstehen gibt.“

Kapitel 1

Frau Dr. Isa war eine ältere, zu tiefst lethargische(teilnahmslose)Frau, die ihre letzten Tage ihres Lebens nur noch ablebte. Wenn man wissen wollte, wie alt sie war, bot sich hier nur noch die Radiokohlenstoffdatierung* an.

*Zur Altersbestimmung menschlicher Hinterlassenschaften in der Archäologie sind meist Ausgangsisotopen mit kürzeren Halbwertszeiten erforderlich als in der Geologie.

Hier wird vorwiegend die Radiokohlenstoffdatierung von organischen Materialien angewandt. Bei der Radiokohlenstoffdatierung wird der Gehalt an radioaktivem Kohlenstoff14C, der eine Halbwertszeit von 5.730 Jahren hat, gemessen.

Damit sind Altersbestimmungen bis zu 60.000 Jahren möglich. Bei älteren Proben ist der14C-Anteil bereits zu gering, um noch gemessen werden zu können.

Eine Schwierigkeit dieser Methode ist, dass der Anteil von14C in der Erdatmosphäre nicht konstant ist. Diese Schwankungen können beispielsweise mit Hilfe der Dendrochronologie ermittelt werden. (Auszug aus Wiki)

Man hätte Frau Dr. Isa sicherlich auch nach ihrem Alter befragen können, was gewiss einfacher gewesen wäre. Aber eine Antwort wäre sie schuldig geblieben, weil sie die Frage überhaupt nicht mehr intellektuell hätte nachvollziehen können.

Das Alter nach ihrem Zahnzustand zu urteilen, wäre auch sehr schwer gewesen, da sie sich ein künstliches Gebiss bei Zeiten zugelegt hatte.

Anbohren, wie man das bei Bäumen macht, um eine Altersbestimmung über die Jahresringe vorzunehmen, geht bekanntlich bei organischen Lebewesen nicht.

Die einzige Möglichkeit wäre noch gewesen ihren Zahnarzt aufzusuchen, um hier ihr Alter doch noch auf einfache Weise in Erfahrung zu bringen.

Frau Dr. Isa hatte nach einem bestimmten Erlebnis in ihrem Dasein ein Leben geführt, das sie zu einem lebenden Fossil gemacht hatte. Es war schier unmöglich, mit ihr hierüber zu sprechen. Man könnte auch sagen, dass ab diesem Zeitpunkt ein anderer Lebensverlauf in ihr stattfand, den man auch mit wahnhaft betitulieren könnte.

Im Alter vegetierte sie mehr, als sie lebte. Das Einzige, was ihrem Leben noch einen Sinn abringen konnte, war eine Tätigkeit, zu der sie noch einigermaßen fähig war und die sie mit Eifer betrieb. Sie betete! Und wenn sie dies tat, tat sie es inbrünstig. Dies machte sie aber nur, wenn es ihr wieder mal danach war.

Beim Beten kam ein Glanz in ihre Augen, der allmählich nachließ, wenn sie nicht mehr betete. Mit zur Hilfenahme einer Paternosterschnur* betete sie etliche Gebete hintereinander ab und erfuhr dabei so etwas wie Leben.

*EinRosenkranz(früher regional auch Paternosterschnur) ist eine Zähl- oder Gebetskette, die für das Rosenkranzgebet verwendet wird.

Es kann aber auch die Bezeichnung für das Rosenkranzgebet selbst sein.

In seiner häufigsten Form wird eine regelmäßige Abfolge von drei Gebeten – das Vaterunser, das Ave Maria und die Doxologie Ehre sei dem Vater – sogenannte Gesätze, mit der Betrachtung des Lebens, Sterbens und der Auferstehung Jesu verbunden.

Der Rosenkranz kann heute als die am weitesten verbreitete katholische Andachtsform angesehen werden.

Das Wort Rosenkranz stammt vom lat. rosarium, das mit ‚Rosengarten‘ übersetzt wird.

Rosengewächse symbolisieren in der christlichen Ikonographie Maria, die Mutter Jesu. Das Motiv der Madonna im Rosenhag als Beispiel für einen Hortus conclusus steht für die Jungfräulichkeit Mariens.

Auch ein Kranz aus Rosen auf dem Kopf ist ein Symbol der Jungfräulichkeit. In der Lauretanischen Litanei wird Maria als Rosa mystica (geheimnisvolle Rose) angerufen.

Der kirchenlateinische Begriff rosarium wurde später auf die Gebetskette übertragen und erscheint unter seiner deutschen Bezeichnung Rosenkranz erstmals im 15. Jahrhundert, wobei der genaue Zusammenhang bis heute nicht eindeutig geklärt werden konnte.

Es wird angenommen, dass die Kette ursprünglich aus Rosenblüten bestand, die auf einer Schnur aneinandergereiht waren.

Der Rosenkranz als Devotionalie geht auf Gebetsketten aus dem Orient zurück. Da der Marienkult bereits früh in den byzantinischen Ostkirchen praktiziert wurde, hat der Rosenkranz seinen christlichen Ursprung im orthodoxen Christentum.

Als „marianische Leben-Jesu-Meditation“ verbindet der Rosenkranz Marienverehrung und Christusfrömmigkeit, die den irdischen Jesus in seiner Entäußerung in seinem Leiden betrachtet.

Der thematische Bogen der christologischen Meditationspunkte reicht von der Verkündigung an Maria über Geburt, Wirken und Passion Jesu bis zu seiner Auferstehung und der Geistsendung an Pfingsten. (Auszug aus Wiki)

In ihrem Leben hatte sie sich so weit von sich selbst entfernt, dass sie sich beim besten Willen nicht mehr an sich selbst erinnern konnte.

Sie lebte in einer betreuten Seniorenwohnanlage und bewohnte eine kleine helle Wohnung, die mit Kruzifixen* übertrieben dekoriert war.

*DasKruzifix(von lateinisch cruci fixus „ans Kreuz geheftet“) ist die künstlerische Darstellung des gekreuzigten Christus.

Im Unterschied zum einfachen Kreuz trägt das Kruzifix den Leib des Gekreuzigten (Korpus, Corpus Christi,Kruzifixus), in der Regel als plastische Darstellung, aber auch aufgemalt oder zusammen mit den Leidenswerkzeugen (Arma-Christi-Kreuz).

Das Kruzifix ist Sinnbild für das Opfer Christi, das dieser nach christlichem Glauben zur Erlösung der Menschheit gebracht hat.

Diese sinnbildliche Bedeutung wurde im Mittelalter durch monumentale Triumphkreuze in zahlreichen Kirchen betont.

Manchmal ist das Kreuz selbst verlorengegangen und nur der Korpus (Kruzifixus) als kreuzförmige Skulptur erhalten geblieben, oder es wurde von vorneherein nur ein Corpus Christi als Kunstwerk geschaffen.

Ursprünglich standen der Kreuzesverehrung zwei Faktoren entgegen: Die Auferstehung Jesu Christi wurde als der alleinige Mittelpunkt des Heilsgeschehens angesehen und die Hinrichtungsart der Kreuzigung Christi galt als nicht besonders hervorhebenswert, da viele Hunderttausende so hingerichtet wurden, bzw. als schändlich. Ein Spottkruzifix** aus der Römerzeit gilt dafür als Beleg.

**Bis ins 3. Jahrhundert wurde das Kreuz als Spottsymbol verwendet (Auszug aus Wiki).

In allen verschiedenen Größen und Materialien hingen sie an den Wänden, oder standen auf Vitrinen oder Fensterbänken oder sonstigen freien Ecken.

Dieses Sammelsurium(Durcheinander)wirkte auf die Anwesenden erdrückend, aber das spürte Frau Dr. Isa schon nicht mehr. Für sie war ihr gekreuzigter Herr zum Lebensinhalt geworden und hatte ihr Selbst total vereinnahmt.

Die reale Welt um sie herum war schon seit längerer Zeit im schlammigen Sumpf der Vergangenheit versunken und sie konnte sich auf Grund einer fortschreitenden Demenz auch nicht mehr an sie erinnern. Sie hatte zwar das Zeug gehabt, weise zu werden, aber so wie das bei vielen Menschen der Fall war, spielten die Lebensumstände nicht mehr mit.

Die Schuld, dass solche Lebensbedingungen diese Menschen heimsuchten, muss ganz allein bei ihnen selbst gesucht werden.

In den Anfängen ihres Lebens war Frau Dr. Isa, wie alle Kinder, die besorgte Eltern hatten, behütet aufgewachsen. Ihre Eltern erzogen sie im Sinne der Gesellschaft und die war streng römisch-katholisch.

Sie ließ sich auch sehr gut von ihren Eltern leiten und lenken und nahm die gesellschaftlichen Zwänge wie selbstverständlich hin.

Ihre herausragende Intelligenz befähigte sie zu einem Besuch eines Gymnasiums*, wo sie ein sehr gutes Abitur** hinlegte.

*Ein Gymnasium (Plural: Gymnasien), teilweise auch Lyzeum (Plural: Lyzeen), ist eine weiterführende Schule des sekundären Bildungsbereichs, die zur Hochschulreife führt. Der Beginn und die Länge der Ausbildung in einem Gymnasium hängen vom jeweiligen Schulsystem ab. Ein Schüler eines Gymnasiums wird Gymnasiast (oder veraltet Lyzeist) genannt. (Auszug aus Wiki)

**Das Abitur (von lateinisch abire ‚davon gehen‘, aus Abiturium, von neulat. abiturire ‚abgehen wollen‘) bezeichnet den höchsten Schulabschluss in der Bundesrepublik Deutschland und damit die allgemeine Hochschulreife.

Mit ihm wird die Befähigung zum Studium an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen nachgewiesen.

Im Unterschied dazu ermöglicht die Fachgebundene Hochschulreife, auch als Fachgebundenes Abitur bzw. Fachabitur bezeichnet, das Studium nur fachbezogener Studiengänge an Hochschulen, während die Fachhochschulreife, welche ebenfalls umgangssprachlich als Fachabitur bezeichnet wird, ein Studium an Fachhochschulen (Hochschulen für angewandte Wissenschaft) und diesem gleichgestellter Studiengänge ermöglicht.

In Belgien heißt das Abschlusszeugnis der Oberstufe des Sekundarunterrichts auch Abitur. Es wird auch Abiturdiplom genannt und unterschieden in allgemeines, technisches oder berufliches Abitur.

In Österreich und der Deutschschweiz sowie in einer Vielzahl anderer Länder spricht man nicht von Abitur, sondern von der Matura (von lat. examina matura ‚Reifeprüfungen‘; zu lat. maturitas ‚Reife‘). In Teilen der Deutschschweiz wird auch die Kurzform Matur verwendet. (Auszug aus Wiki)

Sie studierte auf Lehramt* und liebäugelte dabei auf einen richtigen Akademischen Titel.

*Als Lehramtsstudium wird die wissenschaftliche und schulpraktische Ausbildung von Lehrern bezeichnet, die zu einer Qualifizierung für den Lehrerberuf an Schulen führen soll.

Ähnlich wie in anderen Studiengängen (etwa dem Medizinstudium) werden die wissenschaftlichen Grundlagen in einer ersten Phase an einer Universität oder gleichgestellten Wissenschaftlichen Hochschule gelegt. In einer zweiten Phase folgt dann eine schulbezogene, sogenannte „schulpraktische“ Ausbildung, die in Studienseminaren und in Verbindung mit Schulen stattfindet.

Die Ausbildungsabschnitte werden mit der Ersten (wissenschaftlichen) und der Zweiten (schulpraktischen) Staatsprüfung abgeschlossen.

In Niedersachsen gibt es seit 2010 eine Sonderregelung gemäß der §§ 8 und 13 Absatz 1 NLVO-Bildung.

Die Länge des Lehramtsstudiums und seine didaktische und inhaltliche Ausgestaltung ist von dem Zuschnitt auf die gewählte Schulform und Schulstufe abhängig. (Auszug aus Wiki)

Sie schaffte es auf Grund ihrer schnellen Auffassungsgabe und herausragender Logik, Doktorwürden* zu erlangen.

*DerDoktor(weibl.Doktorin; lateinisch doctor, weibl. doctrix; zu lat. docere ‚lehren‘, doctus ‚gelehrt‘) ist der höchste akademische Grad. Die Abkürzung istDr., im PluralDres.(lat. doctores).

Der Plural gilt jedoch allein für mehrere Personen mit Doktorgrad und nicht – wie vielfach fälschlich auch von höchsten akademischen Würdenträgern angegeben – auf mehrere Doktorgrade einer Person.

Die Bezeichnung "Dres. h.c." für eine einzelne Person ist daher grammatisch und sachlich falsch.

Der akademischeDoktorgrad(das Doktorat) wird durch die Promotion an einer Hochschule mit Promotionsrecht erlangt.

Durch die Promotion wird dem Kandidaten die Fähigkeit zum selbstständigen wissenschaftlichen Arbeiten bescheinigt.

Eine abgeschlossene Promotion ist in der Regel Voraussetzung für eine Habilitation**.

In vielen Staaten gibt es auch berufspraktische Doktor-Studiengänge zur Vertiefung oder Erweiterung eines vorherigen Bachelorstudiums, bei denen erfolgreichen Absolventen ohne zusätzliche Promotionsleistung ein Doktorgrad verliehen wird, ein sogenanntesBerufsdoktorat, zum Beispiel Medical Doctor (M.D.) oder Juris Doctor (J.D.).

**DieHabilitationist die höchstrangige Hochschulprüfung in Deutschland, Österreich, Frankreich, Liechtenstein, der Schweiz und einigen osteuropäischen Ländern, mit der im Rahmen eines akademischen Prüfungsverfahrens die Lehrbefähigung (lateinisch facultas docendi) in einem wissenschaftlichen Fach festgestellt wird.

Die Anerkennung der Lehrbefähigung bildet die Voraussetzung für die zusätzliche Erteilung der Lehrberechtigung.

Letztere wird auch Lehrerlaubnis, Lehrbefugnis oder venia legendi (aus dem Lateinischen für "Erlaubnis vorzulesen" [= Vorlesungen zu halten, d. h. zu lehren]) genannt.

Im Unterschied zur Lehrbefähigung ist sie oftmals an die Einhaltung regelmäßiger Lehrverpflichtungen gebunden.

Mit der Habilitation soll geprüft werden, ob der Wissenschaftler sein Fach in voller Breite in Forschung und Lehre vertreten kann.

An einigen Fakultäten wird nach erfolgreichem Abschluss des Habilitationsverfahrens lediglich die akademische Bezeichnung Privatdozent (PD oder Priv.-Doz.) verliehen, die dann einziges äußeres Erkennungsmerkmal der erworbenen Qualifikation ist.

Zahlreiche Fakultäten verleihen jedoch zusätzlich den akademischen Grad eines habilitierten Doktors (Doctor habilitatus, kurz: Dr. habil.), welcher auch nach Beendigung der Lehrtätigkeit erhalten bleibt.

In Deutschland ist seit der Novelle des Hochschulrahmengesetzes 2002 die Habilitation im Unterschied zu früher nicht mehr die einzige Qualifikation für den Beruf des Hochschullehrers an wissenschaftlichen Hochschulen.

Die Einstellungsvoraussetzungen für Professoren sind vielmehr an wissenschaftlichen Hochschulen „zusätzliche wissenschaftliche Leistungen“, die in verschiedenen institutionellen Rahmen – einer Habilitation, einer Juniorprofessur, Wissenschaftlichen Mitarbeiterstellen u. Ä. – erbracht werden können; für künstlerische und Fachhochschulen gelten entsprechende Anforderungen (vgl. die jeweiligen Hochschulgesetze der Länder).

Im Gegensatz zu Habilitanden gehören Juniorprofessoren bereits zur Gruppe der Hochschullehrer, wenn auch auf Zeit.

Hinsichtlich der praktischen Bedeutung der Habilitation gibt es große Unterschiede zwischen den Fächern (Auszug aus Wiki).

Sie ergriff nach ihrem Studium, das sie flott durchzog, den Beruf einer Lehrerin an einem renommierten(angesehenen)Gymnasium, nachdem sie den Vorbereitungsdienst bravourös(meisterhaft)absolviert(bewältigt)hatte.

Während des Studiums, das sie fern von ihrem Heimatort in einer Großstadt absolvierte(bewältigte),vollzog sich auch ein Wandel in ihrer Ansicht über die Welt, der sie bis vor dem Eintritt in die Hochschule ausschließlich um den Erhalt der vorgegebenen katholischen Meinung bewegte.

Sie stellte alles bisher Dagewesene in Frage und brach allmählich mit den Werten, die für ihre Eltern so wichtig waren.

Es kam zu Spannungen in der Familie. Sie lehnte die Lehren der katholischen Glaubensgemeinschaft vehement ab, da sie festgestellt hatte, dass diese nicht mehr in ihr Logikgebäude passten.

Je mehr sie sich von der wahren und echten Glaubenswahrheit entfernte, umso mehr beteten ihre Verwandten für ihr in Gefahr geratenes Seelenheil.

Hofften sie doch, dass der Herr ihre Tochter wieder auf den rechten Weg des Glaubens führen möge. Sie baten für ihre Tochter um eine ähnliche Bekehrung, die Saulus zum Paulus werden ließ.

So vergingen die Jahre, die auch mit einer immer größer werdenden Kluft zwischen ihr und ihren um sie betenden Verwandten wurde. Bei dieser versuchten Beeinflussung wurden auch jede Menge Opferkerzen* in der Kirche verbrannt.

*Opferkerzen sind in katholischen Kirchen häufig an Seitenaltären von Heiligen- und Marienfiguren oder in Gedenkkapellen für Verstorbene zu finden.

Es gibt manchmal auch in lutherischen Kirchen die Möglichkeit, eine Kerze zu entzünden und mit ihr einen Gebetswunsch zu verbinden.

In orthodoxen Kirchen ist das Entzünden von Kerzen vor den Ikonen sogar ein Element der aktiven Mitfeier der Eucharistie. (Aus reliles.de)

Sie konnte es sich nicht erklären, wie man bei so einer dünnen Beweislage, wie sie das Neue Testament lieferte, überhaupt Christ werden konnte. „Christ sein“ entbehrte jeglicher Logik*, so dozierte(lehrte)sie.

*MitLogik(von altgriechisch λογικὴ τέχνη logiké téchnē ‚denkende Kunst‘, ‚Vorgehensweise‘) oder auchFolgerichtigkeitwird im Allgemeinen das vernünftige Schlussfolgern und im Besonderen dessen Lehre – dieSchlussfolgerungslehreoder auchDenklehre– bezeichnet.

In der Logik wird die Struktur von Argumenten im Hinblick auf ihre Gültigkeit untersucht, unabhängig vom Inhalt der Aussagen.

Bereits in diesem Sinne spricht man auch von „formaler“ Logik. Traditionell ist die Logik ein Teil der Philosophie. Ursprünglich hat sich die traditionelle Logik in Nachbarschaft zur Rhetorik entwickelt.

Seit dem 20. Jahrhundert versteht man unter Logik überwiegend symbolische Logik, die auch als grundlegende Strukturwissenschaft, z. B. innerhalb der Mathematik und der theoretischen Informatik, behandelt wird.

Die moderne symbolische Logik verwendet statt der natürliche Sprache eine künstliche Sprache (Ein Satz wie: Der Apfel ist rot wird z. B. in der Prädikatenlogik als f(a) formalisiert, wobei a für Der Apfel und f für ist rot steht) und verwendet streng definierte Schlussregeln.

Ein einfaches Beispiel für ein solches formales System ist die Aussagenlogik (dabei werden sogenannte atomare Aussagen durch Buchstaben ersetzt).

Die symbolische Logik nennt man auch mathematische Logik oder formale Logik im engeren Sinn. (Auszug aus Wiki).

So vertrat sie ihre Ansichten über das Christ sein bei ihren Kommilitonen(Mitstudenten)vehement(heftig)und erreichte sogar, dass sich einige Zweifler von ihrem Glauben lossagten.

So manch Gefestigter kam durch ihre Ansichten ins Wanken und etliche von ihnen wechselten auf die Seite der Zweifler.

Je mehr Menschen sie aus dem Sumpf des Glaubens befreite, umso glücklicher hierüber war sie.

Zum Entsetzen ihrer Eltern und insbesondere ihrer Großeltern, die ja nur um ihr eigenes Seelenheil bedacht waren, trat sie aus der Kirche aus.

Frau Dr. Isa‘s Verwandten hatten schlicht weg Angst, dass der Herrgott nun auch sie selbst verstoßen würde, da sie es nicht geschafft hatten, ihre Verwandte im Schoß der Kirche zu halten.

Ohne den Segen der römisch-katholischen Kirche heiratete Frau Dr. Isa einen höheren Beamten. Diese Ehe war nicht nach dem katholischen Glauben legitimiert, weswegen sie als Konkubinat* bezeichnet wurde.

*AlsKonkubinat(lateinisch concubinatus) wird eine dauerhafte und nicht verheimlichte Form der geschlechtlichen Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau, mehreren Männern oder mehreren Frauen bezeichnet, die nicht durch das Eherecht geregelt wird.

Der weibliche Partner einer Konkubinatsbeziehung heißt Konkubine; der männliche wird im deutschen Sprachgebrauch häufig als Konkubinator benannt, dieser Begriff ist dem Lateinischen concubinus abgeleitet. Das Konkubinat wird in der Schweiz anders definiert.

Nach katholischem Kirchenrecht galten Ehen, die im Geltungsbereich des Tridentinischen Konzils und des damit zusammenhängenden Eheschließungsrechts nicht vor dem zuständigen katholischen Pfarrer geschlossen wurden, noch bis ins 20. Jahrhundert als Konkubinat.

Dies galt für Ehen zwischen Evangelischen, die vor einem evangelischen Pfarrer geschlossen wurden, ebenso wie für bloße Zivilehen.

Für bestimmte Gebiete wurde jedoch die verbindliche Wirkung des tridentinischen Dekrets für protestantische Ehen ausgesetzt, zuerst durch eine päpstliche Konstitution von Benedikt XIV. vom 4. November 1741 (Benedictina), so dass die evangelische Ehe dort nicht als Konkubinat angesehen werden konnte. (Auszug aus Wiki)

Frau Dr. Isa lebte in guten finanziellen(wirtschaftlichen)Verhältnissen, die ihnen so manche Dinge erlaubten, die anderen Menschen verwehrt blieben.

Trotz aller Annehmlichkeiten entwickelte Frau Dr. Isa eine latente(getarnt, nicht erkennbar, verborgen)Unzufriedenheit.

Nach Erreichen ihrer Doktorwürde stieg zunächst ihr Selbstwertgefühl steil an. Sie entwickelte daraus eine gewisse Arroganz(Einbildung),die dieses Gefühl förderte und damit verdrängte sie so auch ihr eigentliches Selbst, das bereits stark verkümmert und kaum noch spürbar war. In ihrer Kindheit ging man nicht auf ihr Selbst ein, denn die Installation(Unterbringung)des Herrgottes stand an erster Stelle. Sie selbst spielte dabei nur die Rolle, dass sie den Herrgott in sich aufzunehmen und dabei sich selbst aufzugeben hatte.

Die Menschen, die sie erzogen und zu denen sie aufsah, brachten deshalb ihr Jesus Christus näher, sodass sie mehr auf diesen Herrn fixiert war als auf sich selbst. Dadurch verkümmerte allmählich ihr Selbst, stattdessen wurde ihr eine glorifizierte(verherrlichte)Jesusfigur aufgezwungen, die letztendlich ihr Leben stark beeinflusste. Sie merkte dies genau so wenig, wie alle anderen Menschen, die so mit der Heilsfigur Jesus Christus vergiftet wurden.

Während ihrer Studienzeit stärkte sie ihr Selbst ebenfalls nicht, Zu sehr bildete sie sich auf Grund ihrer geistigen Errungenschaften etwas ein, das nicht unbedingt gut für sie war. Deswegen kam es auch während ihrer Studentenzeit zu einer zusätzlichen Verkümmerung ihres Selbst.

Während sie ihre Schüler unterrichtete, war sie voll bei der Sache und sie teilte ihnen auch ihre Lebensansicht, so wie sie das Leben sah, mit.

Sie versuchte ihre Schüler zu kritischen Menschen zu erziehen, was ihr auch gelang. Sie war an einer Schule beamtet worden, an der man auch auf solche Dinge Wert legte.

In der schulfreien Zeit und insbesondere in den Ferien machte sich ihre Unzufriedenheit immer mehr bemerkbar. Irgendwann entdeckte sie die beruhigende Wirkung von Alkohol und sie sprach diesem Zeug immer mehr zu. Sie verkam allmählich zu einer Alkoholikerin.

Wenn sie das Verlangen hatte, während der Schulzeit dem Alkohol zusprechen zu müssen, ließ sie sich kurzer Hand von ihrem befreundeten Hausarzt krankschreiben und mit dem gelben Urlaubschein ausgestattet, gab sie sich die alkoholische Kante.

Ihr Mann wusste um ihren Zustand, aber all seine Bemühungen, ihr zu helfen, schlug sie in den Wind. Sie glaubte, mit ihren Problemen allein fertig werden zu können. Ihre Zuversicht entnahm sie ihrem Bildungsstand und behauptete diesen auch sehr fest.

Seit langem mussten die beiden Eheleute feststellen, dass ihre Ehe auseinander zu brechen drohte. Jeder ging mehr oder weniger seine eigenen Wege. Bei ihrem Mann war es allerdings noch ein aufrechtes Gehen, während sie, wenn sie Johnnie Walker oder Jack Daniels oder auch Mariacron zu Besuch hatte, es nur zu einem starken Schwanken brachte.

Waren sie alle drei gemeinsam zu einer Fete geladen, brachte sie selbst ein Schwanken nicht mehr zu Stande. Meist lag sie lallend auf dem Sofa und glotzte teilnahmslos die Decke an.

Kapitel 2

Frau Dr. Isa und ihr Mann wohnten in einem schönen Bungalow am Rande eines großen Waldgebietes, dass Frau Dr. Isa’s Mann entdeckt hatte. Durch ausgiebige Wanderungen wollte er es erkunden. Es war eine schöne Abwechslung für ihn, den Kopf damit freizubekommen und so ging er des Öfteren auf Wanderschaft.

Bei solchen Ausflügen die Frau Dr. Isa‘s Mann in vielen Fällen allein unternahm, überwältigte ihn das Bedürfnis, seiner Notdurft mitten in der freien Natur nachzugeben. Er stellte fest, dass dieses Nachgeben mit einem gewissen Reiz verbunden war.

Bei Nachtwanderungen stellte er fest, dass der Drang, sein Geschäft in freier Natur zu erledigen, am stärksten war und der Reiz sich auch wirkungsvoller zur Geltung kam.

Er versuchte seine Frau an seinen Wanderungen teilhaben zu lassen, indem er ihr von seinen Empfindungen nach so einem Ausflug erzählte.

Eine Steigerung seiner fäkalen Erlebnisse konnte er aber noch erfahren. Aber solange sie nur zu Hause waren, konnte er ihr nichts von einer Steigerung seines Verdauungsgebarens schildern, welches immer dann eintrat, wenn er vor Morgengrauen tief in den Wäldern unterwegs war.

Das Bedürfnis einer Darmentleerung wurde so immens stark, dass er sich der Defäkation(Stuhlgang)augenblicklich mit Leidenschaft hingab.

Den absoluten Höhepunkt erlebte er, wenn er sich in der Hocke seiner Unterkleider entledigt und die heller werdende dunkelgraue Sichel am östlichen Himmel erblickte, die den neuen Tag ankündigte. Wenn dann die Entleerung seines Darmes begann, vollführte sein Körper eine Art von Ekstase(Begeisterung).

Adrenalin (Ein Hormon der Nebenniere, das vor allem ausgeschüttet wird, wenn man aufgeregt und nervös ist)durchströmte ihn dabei und ließ ihm einen eiskalten Schauer über den Rücken laufen, während ihn Endorphine(Glückshormone)eine nie dagewesene Entspannung seines kompletten Körpers und insbesondere seines Bauches wellenartig durchzogen.

Ein intensives Glücksgefühl bemächtigte sich Seiner und er war so dankbar für das Erlebnis, dass ihm Tränen des Glücks die Wangen hinunterrannen.

Der Mann von Frau Dr. Isa lebte hier etwas aus, das in jedem Mensch angelegt ist und eine Lebensgrundeinstellung wiedergibt. Der Mensch ist von Grund auf ein heiteres Wesen, das durch innehalten zu seinen wahren Lebenszielen findet. Dieses Gefühl erlebte er und er war diesem Erlebnis sehr dankbar.

Das Gefühl wird aber nicht dadurch erzeugt, wie es der Mann von Frau Dr. Isa erlebte, sondern es ist ein ständiges Gefühl, das der Mensch hat, welches aber auf Grund seiner Lebensumstände ins Hintertreffen geraten ist.

Man muss sich ab und zu mal wieder über den Reset-Knopf (Zurücksetzungsknopf) auf Werkseinstellung bringen.

Seine Probleme und sonstigen Unannehmlichkeiten verflogen bei solchen Notdurft-Verrichtungen, die man auch als erdige Abgänge bezeichnen konnte. Die Sorgen, die er sich um seine Frau machte, verließen ihn ebenfalls, wenn auch nur für einen kurzen Augenblick.

Hockend, entleert, verbrachte er so eine Zeitlang, bis der Glückszauber allmählich nachließ und er die üblichen Hygienemaßnahmen vornahm.

Nachdem er sich wieder vollständig angekleidet hatte, setzte er beschwingt seine Wanderungen fort. In solchen Momenten empfand er sein Leben als ausgesprochen heiter und sorgenfrei.

Er hatte sich seit diesem Erlebnis vorgenommen, seine Wandertouren schon tief in der Nacht zu starten, um bei beginnenden Morgen sich an seinen außergewöhnlichen Sitzungen zu erfreuen.

Er unternahm die Wanderungen nicht regelmäßig, sondern wie es seine Zeit und die Witterung zuließ. Diese Art von Wanderungen vollführte er im fortlaufenden Frühling und beendete sie in den Anfängen des Herbstes, wenn es witterungsgemäß anfing ungemütlich zu werden.

Im Winter blieb er auch bei gutem Wetter zu Hause, weil bei Kälte keine Ekstase bei besagter Darmentleerung aufkommen mochte.

Es kam allerdings auch schon mal vor, dass seine Frau ihn bei einigen Waldspaziergängen begleitete, ohne dass ihn ein Darmdrang aufforderte, den Wald mit hochwertigem Dünger zu beglücken.

Von diesen eigenartigen Bedürfnissen berichtete er dennoch seiner Frau, wenn sie aufnahmefähig war. Er wollte sie so an seinen Unternehmungen teilhaben lassen.

Er erzählte seine Erlebnisse seiner Frau, um ihr die Möglichkeit zu geben, sein Inneres näher kennen zu lernen. Er meinte es gut mit ihr und wollte sie auf keinem Fall damit beschämen.

Aber seine Frau reagierte pikiert und ein Ekelgefühl bemächtigte sich ihrer, wenn er begann, von seinen Entleerungswanderungen zu erzählen.

Er erwähnte dabei das Wort Stuhlgang* überhaupt nicht, sondern verwendete Begriffe wie Defäkation oder auch Egestion und ließ sie so kultiviert in die Unterhaltung einfließen.

*AlsStuhlgangbzw. medizinischDefäkation(von lateinisch faex ‚Hefe, Bodensatz‘) auchEgestion(lateinisch egero ‚etw. entleeren‘), bezeichnet man das Ausscheiden von Kot aus dem menschlichen Verdauungstrakt bzw. Darm.