Sauna - Emma O'Kelly - E-Book

Sauna E-Book

Emma O'Kelly

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Beschreibung

Die heilsame Kraft der Hitze Entspannen, Freunde treffen, den Kopf freibekommen und zusätzlich die Gesundheit fördern – das alles kann mit einem Saunagang erreicht werden. Neben der positiven Wirkung auf Körper und Geist steckt die Tradition des Saunierens voller Geschichten und einzigartiger Naturerlebnisse. Erfahren Sie alles über: - Die Entstehung der Saunakultur - Verhaltensregeln und Rituale in verschiedenen Ländern - Die Sauna als Schlüssel zur Heilung: Entgiften, Stress abbauen, Entzündungen hemmen, Schmerzen lindern, Immunsystem stärken, Blutdruck regulieren Eindrucksvolle Fotografien außergewöhnlicher Saunen nehmen Sie mit in diese faszinierende dampfende Welt – ein wunderschöner und zugleich informativer Bildband, so beruhigend wie ein Saunagang!

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

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Seitenzahl: 224

Veröffentlichungsjahr: 2024

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Emma O’Kelly

Mit Fotografien von Maija Astikainen

Sauna

Tradition | Praxis | Wirkung

Emma O’Kelly

Mit Fotografien von Maija Astikainen

Sauna

Tradition | Praxis | Wirkung

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie. Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://dnb.de abrufbar.

Für Fragen und Anregungen

[email protected]

Wichtige Hinweise

Dieses Buch ist für Lernzwecke gedacht. Es stellt keinen Ersatz für eine individuelle medizinische Beratung dar und sollte auch nicht als solcher benutzt werden. Wenn Sie medizinischen Rat einholen wollen, konsultieren Sie bitte einen qualifizierten Arzt. Der Verlag und die Autorin haften für keine nachteiligen Auswirkungen, die in einem direkten oder indirekten Zusammenhang mit den Informationen stehen, die in diesem Buch enthalten sind.

Ausschließlich zum Zweck der besseren Lesbarkeit wurde auf eine genderspezifische Schreibweise sowie eine Mehrfachbezeichnung verzichtet. Alle personenbezogenen Bezeichnungen sind somit geschlechtsneutral zu verstehen.

1. Auflage 2024

© 2024 by riva Verlag, ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH

Türkenstraße 89

80799 München

Tel.: 089 651285-0

Die englischsprachige Originalausgabe erschien 2023 bei Welbeck Publishing Group unter dem Titel Sauna: The Power Of Deep Heat. © 2023 by Emma O’Kelly. All rights reserved.

Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden. Wir behalten uns die Nutzung unserer Inhalte für Text und Data Mining im Sinne von § 44b UrhG ausdrücklich vor.

Übersetzung: Simone Fischer

Redaktion: Ulrike Reinen

Umschlaggestaltung: Marc-Torben Fischer

Umschlagabbildung: Maija Astikainen

Alle Fotos im Innenteil: Maija Astikainen; außer: Wellnesshotel Tanne: S. 111, Birger Möbus: S. 113

Layout: Welbeck Non-Fiction Ltd 2023

Satz: Daniel Förster

eBook: ePUBoo.com

ISBN Print 978-3-7423-2617-1

ISBN E-Book (PDF) 978-3-7453-2405-1

ISBN E-Book (EPUB, Mobi) 978-3-7453-2404-4

Weitere Informationen zum Verlag finden Sie unter

www.rivaverlag.de

Beachten Sie auch unsere weiteren Verlage unter www.m-vg.de

Björholmens Marina-Sauna Nähe Göteborg, Schweden.

Für Mark und Mikko – unsere liebsten Saunapartner

Für A, T und L – Jungsaunierer in der Entwicklungsphase

Und für den Van – unsere zuverlässige Kutsche und unser vertrautes Fortbewegungsmittel

Inhalt

Vorwort

Einführung

Kapitel 1

Gesundheit

Gute Gründe fürs Saunieren

Kapitel 2

Feuer und Eis

Sauna und Kaltwasserschwimmen

Kapitel 3

Natürliche Verbindung

Erholung in der Wildnis

Kapitel 4

Gemeinschaft

Begegnungen in der Hitze

Kapitel 5

Geschichte

Bescheidene Anfänge

Kapitel 6

Rituale

Was im Inneren passiert

Kapitel 7

Die besten Saunen

Orte, an denen es sich zu schwitzen lohnt

Quellen und Referenzen

Dank

Über die Autorin und die Fotografin

Vorwort

Emma O’Kellys Entdeckungsreise in die Welt der Sauna- und Schwitzbadkultur ist ein Beweis für die transformative Kraft einer einfachen Tradition, die es seit Jahrhunderten gibt.

Als Veteran auf dem Gebiet der Schwitzbadkultur dokumentiere ich diese uralte Tradition seit fast einem halben Jahrhundert, inspiriert von meinem norwegischen Vater, der mir die Liebe zur Badstue – der norwegischen Version der finnischen Sauna – vermittelt hat. Ich hatte das Glück, einen Ort kennenzulernen, an dem Familie und Freunde zusammenkamen, um sich nicht nur körperlich, sondern auch geistig und seelisch zu reinigen. Ich glaube, es ist schwer, eine andere menschliche Aktivität zu finden, die das Körperliche, das Soziale und das Geistige unter einem Dach vereint.

Das Saunieren ist eine faszinierende und gesundheitsfördernde Praxis, die im Laufe der Geschichte ebenso allgegenwärtig war wie das Backen von Brot und das Auspressen von Weintrauben. In meinem Buch Sweat habe ich die unglaubliche Kultur und Geschichte des Schwitzbadens dargestellt, denn damals waren viele dieser Praktiken am Rande des Aussterbens. Fast 45 Jahre nach der Veröffentlichung des Buches ist die Welt wieder aufgewacht und hat die unglaubliche Kraft und Schönheit der Sauna wiederentdeckt. Vor Kurzem wurde auf der Grundlage des Buchs Sweat ein siebenteiliger Dokumentarfilm mit dem Titel Perfect Sweat gedreht, der einen Einblick in die dramatische Wiederbelebung der Kultur des Schwitzbadens aus vorderster Reihe bietet. In unserer sich schnell verändernden Welt inspiriert das wachsende Bedürfnis nach körperlichem, sozialem und spirituellem Wohlbefinden die Menschen dazu, nach alternativen Lebensstilen zu suchen, und die Sauna beziehungsweise das Schwitzbad entspricht dieser Sehnsucht.

Ich hatte das Privileg, viele der führenden Köpfe des Sauna- und Schwitzbad-Revivals persönlich kennenzulernen, die Emma in diesem Buch porträtiert und interviewt hat. Emmas Herangehensweise ist von Neugier geprägt und – in Verbindung mit Maijas prächtigen Fotografien – das Ergebnis ein tiefes Verständnis dieser alten Tradition und ihrer Rolle in unserer modernen Welt.

Dieses Buch zelebriert ein kulturelles Wiederaufleben und erinnert an die Kraft der Verbindung mit der Natur und etwas, das größer ist als wir selbst. Es ist ein Stärkungsmittel für mein Herz – ich hoffe, Sie genießen es so sehr wie ich.

Mikkel Aaland, Autorwww.mikkelaaland.com

Einführung

Saana: Schwimmende Sauna in Rovaniemi, Finnland.

Ich war eigentlich noch nie ein großer Saunafan. Dieser Bereich der Londoner Fitnessstudios, der meist irgendwo in einer Ecke versteckt lag, war für mich nicht sonderlich verlockend. Denn die trockene Hitze bescherte mir immer eine schuppige, spröde Haut und in dem kleinen, begrenzten Raum fühlte ich mich regelrecht klaustrophobisch. Deswegen bevorzugte ich immer die sanfte, feuchte Wärme des Dampfbads.

Dann kam dieses Buch, das ursprünglich als gemeinsames Kunstprojekt mit Maija über skandinavische Saunen konzipiert war. Auf Arbeitsreisen nach Finnland, Schweden und Norwegen hatte ich mich aus dem Autofenster heraus in diese ochsenblutroten Hütten verliebt, die an den unwahrscheinlichsten Orten Rauch aufsteigen ließen. Wer, so fragte ich mich, baute und nutzte solche Orte in dieser rauen Ecke der Natur? Bisher hatte ich mir darüber keinerlei Gedanken gemacht. Weil ich wirklich keine Ahnung hatte.

Private Sauna in den Schären, Südfinnland.

Meine erste »Forschungsreise« führte mich zu den Community Sauna Baths im Londoner Stadtteil Hackney, einem Komplex von Saunen im finnischen Stil und einem Sammelsurium verschiedener Konzepte für Schwitzbäder aus der ganzen Welt. Ich blieb zu lange zum Abkühlen in einem Fass voller Eiswasser, nachdem ich im Gespräch mit den enthusiastischen Gründern der Therme die Zeit aus den Augen verloren hatte. Mir wurde schwindlig und übel, und ich musste mich komplett angezogen und mit Mantel in die Sauna setzen, um mich wieder aufzuwärmen. Das warf mich aus der Bahn. Wie konnte ich ein Buch über Saunakultur schreiben, wenn ich die Hitze – oder auch die Kälte! – nicht ertragen konnte? Was würde Maija, die Finnin und Saunaprofi ist, davon halten, wenn ich in schweißtreibender Panik zum Ausgang stürmte? Wie würden meine Interviewpartner reagieren, wenn ich alle paar Minuten aus der Sauna verschwinden müsste, um mich abzukühlen?

Als erfahrene Winterschwimmerin ist mein Körper an die Kälte gewöhnt. Das Eintauchen in Gewässer mit Minusgraden versetzt mir einen Adrenalinstoß und ein Hochgefühl wie kaum etwas anderes. Es macht süchtig, ist lebensbejahend und hilft mir, Ängste und Stress abzubauen. Saunabesucher sagen das Gleiche über die Hitze. Warum eigentlich? Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen senkt regelmäßiges Saunieren den Blutdruck, verringert das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Demenz, stärkt das Immunsystem und hilft gegen Erschöpfungszustände, Depressionen und weitere Beschwerden (siehe Kapitel 1). Der ständige Temperaturwechsel zwischen Schwitzen und Abkühlen und erneutem Schwitzen und Abkühlen tut unserem Körper sehr gut – und ist nicht so anstrengend wie das reine Kaltwasser-Schwimmen. Nicht umsonst rangieren saunabegeisterte Nationen wie Finnland, Schweden und Norwegen alljährlich auf den vorderen Plätzen des Weltglücksberichts der Vereinten Nationen.

Meine Reise begann in Finnland, weil Maija Finnin ist und weil »Sauna« ein finnisches Wort ist – wenn auch keine rein finnische Erfindung (siehe Kapitel 5) – und es dauerte nicht lange, bis ich überall neue Sauna-Bewegungen fand. Häufig, aber nicht immer, gehören die Saunafreunde zur gleichen Gruppe wie die wachsende Schar der Kaltwasserschwimmer, die Seen, Flüsse und Meere von Großbritannien bis nach Nordamerika wieder für sich entdeckt haben. In Städten wie London, Kopenhagen und Oslo entdeckten wir Baucontainer, Armee-LKWs und alle möglichen Vorrichtungen, die auf Parkplätzen, an verlassenen Hafenanlagen und in schattigen Gebüschen aufgestellt worden waren und als Saunen genutzt wurden. Wir schwitzten in Pferdetransportern an kalten britischen Stränden, auf Flößen in norwegischen Seen und in Baumhäusern in finnischen Wäldern, und schon bald wünschten wir uns, wir wären dazu in der Lage, selbst eine Sauna zu bauen, die wir jederzeit aufstellen und zum Schwitzen anfeuern könnten, wann immer uns danach war.

Wir fuhren über 10 000 Kilometer in Maijas zuverlässigem Wohnmobil durch die Weiten Schwedens, Finnlands und Norwegens, wo die Entfernungen zwischen den Dörfern – oder den winzigen Ansammlungen von Häusern – riesig sind. Auf windgepeitschten Schären suchten wir Badehäuser auf, in denen keine Menschenseele zu sehen war und in denen man einen freiwilligen Beitrag in eine Spendendose warf, um sich dann an einem Stapel Holzscheite zu bedienen. Vor den herbstlichen Meeren erlebten wir die Natur in ihrer reinsten Form und bestaunten die untergehende Sonne, Adler, Robben und das eine oder andere schwimmende Reh. In der winterlichen Wildnis Lapplands stolperten wir in Eissaunen, die auf zugefrorenen Seen errichtet worden waren, wälzten uns im Schnee und sprangen in Eislöcher. Im Frühling hüpften wir in halb aufgetaute Wasserfälle und mussten dabei dem ein oder anderen Eisbrocken ausweichen. Wir stürzten uns von Booten, Flößen und Saunadächern ins warme Sommerwasser.

Baumhaussauna im Saunadorf Urpolan Kartano Manor, Finnland.

Wir trafen Saunierer jeden Alters, jeder Herkunft und jedes Berufs. In Helsinki brachten uns Amateurmusiker ein Ständchen, indem sie auf Sägen spielten – richtig gelesen, auf Sägen –; in Estland wurden wir von heidnischen Künstlern mit Birkenzweigen gequästet. Wir trafen Schamanen, Hipster, Büroangestellte, hochschwangere Frauen, Kleinkinder, Babys und Saunaveteranen, die quasi schon in der Sauna geboren worden waren, und teilten Bier, Wodka, Würstchen und Geschichten mit ihnen allen.

Da ich die Sauna-Etikette nicht kannte, musste ich sie auf die harte Tour lernen. So wurde ich von einem nackten Saunabesucher mit einer Eieruhr höflich gebeten, still zu sein; in Tallinn wurde ich von mürrischen Babuschkas zurechtgewiesen, weil ich die falschen Wassereimer oder die falschen Sauna-Quasten (gebündelte junge Birkenzweige mit Blättern zur Massage) benutzt und einen Badeanzug getragen hatte. Dank des »Saunagehirns« – dieses entrückte, schwebende Gefühl, das ein Besuch im Dampf der Sauna auslöst – verlor ich Handtücher, Bikinis, Wasserflaschen, Stifte und Sonnenbrillen. Manchmal musste ich mich vor Fremden nackt ausziehen; das wurde, wie auch die Hitze, mit der Zeit einfacher. Ich begann, mir weniger Gedanken über meine Fettpölsterchen, Dellen, Narben und Falten zu machen, und tröstete mich damit, dass alle anderen sie auch haben.

Je mehr Kilometer Maija und ich hinter uns brachten, desto mehr änderte sich. Es gelang mir, die Hitze jedes Mal ein wenig länger zu ertragen und nicht in Panik zu geraten, wenn ein anderer Saunagast Wasser auf die Steine goss. In den meisten Ländern, die wir besuchten, ist eine Sauna keine richtige Sauna, wenn man kein Wasser auf die Steine gießen kann. Das können Sie jeden Saunafan fragen. Der Dampf fügt eine neue Dimension hinzu, sowohl körperlich als auch geistig. Der finnische Name löyly (ausgesprochen: loʊly) bedeutet Geist oder Seele und hat ein Eigenleben. Man könnte sagen, dass er der Protagonist dieses Buches ist.

Am Ende der Reise – meiner Feuertaufe – war ich in der Lage, zwischen einer guten, einer schlechten und einer mittelmäßigen Sauna zu unterscheiden. Über 50 Saunen haben wir für dieses Buch bewertet, und nach jeder einzelnen fühlten wir uns erholt, gestärkt und glücklich am Leben zu sein.

Und jetzt hat es mich gepackt. Ich bin besessen. Süchtig. Während ich mich am Ende jedes Saunabesuchs abtrockne, frage ich mich, wann ich wohl das nächste Mal wieder saunieren kann. Wir hoffen, dass Ihnen das beim Lesen dieses Buches ebenso geht.

Traditionelle Privatsauna in Ostfinnland.

Kapitel 1

Gesundheit

Gute Gründe fürs Saunieren

Die Arkkisauna in Finnisch-Lappland steht am Seeufer und bietet Eisfischern die Möglichkeit, sich bei Ausflügen in die Wildnis aufzuwärmen und zu waschen.

Schon seit Jahrhunderten fühlen sich die Menschen nach einem Saunagang erholt. Nicht umsonst pflegte jede Kultur zu jeder Zeit ihre eigene Form des Schwitzbadens. Vom osmanischen Hammam und dem Temazcal der Maya bis zum japanischen Mushiburo und Kamaburo, von den Banjas in Russland bis zu den Saunen in Finnland – die Wärmetherapie hat sich im Laufe der Zeiten behauptet, ihre Beliebtheit hat mal zu- und mal abgenommen, und sie hat sich über verschiedene Kontinente hinweg in den unterschiedlichsten Variationen weiterentwickelt. Aber erst dank der Fortschritte der modernen Medizin konnten wir wirklich ergründen, warum genau uns das Schwitzen so guttut.

2019 veröffentlichte der finnische Kardiologe Jari Laukkanen die Ergebnisse seiner 26-jährigen Studie über die Saunagewohnheiten von 2000 Männern mittleren Alters in Ostfinnland. Diejenigen, die regelmäßig saunierten (vier- bis siebenmal pro Woche), waren deutlich gesünder als diejenigen, die dies nicht taten. Die Wahrscheinlichkeit, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu leiden, war bei ihnen um 50 Prozent geringer als bei den Nicht-Saunagängern, und bei den regelmäßigen Saunagängern halbierte sich die Häufigkeit von Schlaganfällen, Lungenentzündung, Alzheimer und Demenz.

Aber wer, außer den Finnen, geht schon vier- bis siebenmal pro Woche in die Sauna, argumentierten Kritiker. Und könnte es sein, dass diejenigen, die in die Sauna gehen, nicht wegen der Sauna gesünder sind, sondern dass sie in die Sauna gehen, weil sie gesünder sind? Doch Laukkanens Ergebnisse sind so überraschend, die Unterschiede zwischen den beiden Gruppen so gravierend, dass sie den Anstoß zu weiteren medizinischen Studien gaben und dazu führten, dass sich von Japan über Norwegen bis zu den USA ein ganzer Kreis potenzieller Schwitzbadbesucher von den körperlichen und geistigen Vorzügen der Sauna überzeugen ließ.

Ein Sprung ins kühle Nass nach der Sauna in Keuruu, Finnland.

Die positiven Effekte des Schwitzens

»Die Sauna bringt uns zum Schwitzen, was ein gutes Fitnesstraining für die Organe und die Blutgefäße ist«, sagt Dr. Hans Hägglund, Arzt und Professor an der Universität Uppsala in Schweden, der häufig in der ganzen Welt Vorträge über die medizinischen Auswirkungen des Saunierens auf die Gesundheit hält. Er untersuchte die Wirkung des Schwitzens auf Herz-Kreislauf- sowie Hormon- und Immunsystem.

»Durch die Hitze reguliert der Körper seine eigene Temperatur, die bei 37,5 °C liegen muss, weshalb alle Zellen und Organe hart arbeiten, um diese Temperatur stabil zu halten«, erklärt Hägglund. Die Herzfrequenz kann während eines mäßig heißen Saunagangs (70 °C) auf bis zu 100 Schläge pro Minute ansteigen, während eines heißeren Saunagangs (90 °C) sogar auf bis zu 150 Schläge pro Minute. Beim Verlassen der Sauna verlangsamt sie sich dann wieder. Ein solches Herz-Kreislauf-Training ist sehr gesundheitsfördernd. Rund 80 Millionen Menschen sterben jährlich an Herz-Kreislauf-Erkrankungen – die häufigste Todesursache in der westlichen Welt. Zwei neuere Studien haben nachgewiesen, dass ein 30- bis 50-minütiger Saunabesuch die Herz-Kreislauf-Fitness in gleicher Weise verbessert wie 30 bis 50 Minuten moderater Sport (zum Beispiel ein zügiger Spaziergang).

Eine Studie aus dem Jahr 2021 ergab, dass Sport und Sauna den Blutdurchfluss, die Herzfrequenz und die Kerntemperatur in einem ähnlichen Maße erhöhen. Das klingt ja wirklich gut, denn nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation erreichen weltweit etwa 25 Prozent der Erwachsenen nicht das empfohlene Mindestmaß an körperlicher Aktivität von 150 Minuten moderater oder 75 Minuten intensiver Bewegung pro Woche. Eine medizinische Studie aus dem Jahr 2019 bringt dieses sitzende Verhalten mit etwa 11,6 Prozent aller jährlichen Todesfälle in Verbindung.

Aber wenn es zu schön klingt, um wahr zu sein, dann ist es das auch. Ein Saunabesuch ist nämlich nicht dasselbe wie ein richtiges Workout. Das fängt schon damit an, dass das Saunieren weder zum Fettabbau noch zum Aufbau von Muskelmasse beiträgt. Die beste Kombination ist ein Saunabesuch nach dem Training, denn dann versorgt das Saunieren die müden Muskeln mit frischem Blut und kann zur Verbesserung der Kraft und zur Erholung beitragen.

Entgiften in der Sauna

Bei einem 30-minütigen Saunagang scheiden wir etwa ein halbes Kilogramm Schweiß aus. Zwar handelt es sich dabei zu etwa 97 Prozent um Wasser, doch Studien haben gezeigt, dass auch einige Giftstoffe und Schwermetalle ausgeschieden werden – und das geschieht mit dem Schweiß effektiver als mit dem Urin. Egal wie gesund wir sind, wir leben in einer verschmutzten Welt und nehmen Arsen aus landwirtschaftlichen Produkten, Kadmium aus Zigarettenrauch, Blei aus Quecksilber und Autoabgase auf – eine Liste, die sich endlos fortsetzen ließe. Jede Form der Entgiftung hilft also. Und in Ländern wie Finnland, Schweden und Russland, in denen Baden und Saunieren traditionell miteinander verbunden sind, gehören Waschen, Quästen und Abspülen dazu, sodass auch die Haut eine gute Reinigung erfährt.

Vielleicht noch wichtiger ist, dass die Sauna eine technikfreie Zone ist. Wo sonst sind wir frei vom Klingeln des Smartphones oder vom Druck des Selfies? Niemand sieht nackt und verschwitzt gut aus, und in der Sauna gibt es keinen Zwang, etwas mit anderen zu teilen. Während einige Gruppen zusammensitzen und sich unterhalten, starren andere einfach schweigend auf den Ofen. Der Saunabesuch kann ein Moment sein, in dem man sich ganz auf sich selbst konzentriert. Viele junge Leute sagen, dass sie genau deshalb die Sauna so lieben. In Japan bezeichnen die Saunabesucher die Sauna als den »dritten Raum« – nicht die Arbeit, nicht das Zuhause, sondern ein Ort dazwischen, an dem sie abschalten können. Die Japaner haben sogar ein Wort für dieses besondere Gefühl nach der Sauna erfunden – totonotta –, was frei übersetzt so viel wie »ausgeglichen« oder »wieder in Ordnung gebracht« bedeutet. Es gibt kein vergleichbares Wort im Deutschen oder Finnischen – zumindest noch nicht.

Finnische Sauna-Gesellschaft in Lauttasaari, Helsinki, Finnland.

Die Kultgemeinschaft Sompasauna wurde von Anarchisten in Helsinki gegründet, kann kostenlos genutzt werden und ist jeden Tag geöffnet.

Guter Stress

Hormetischer Stress ist »guter Stress«. Der Sprung in einen kalten Teich zum Beispiel, die Teilnahme an einem Marathon oder das Backen eines wirklich komplizierten Kuchens können guten Stress verursachen. Er ist das Gegenteil von schlechtem Stress, der durch negative Lebensereignisse wie einen Todesfall in der Familie, eine Scheidung oder einen tyrannischen Chef ausgelöst wird. Heiße und kalte Anwendungen – wie beispielsweise ein heißer Saunagang und ein anschließendes Bad in einem Eisfass – sorgen für einen schnellen Schub an gutem Stress und für ein intensives Gefäßtraining.

In der Vergangenheit konzentrierten sich wissenschaftliche Untersuchungen auf die positiven Auswirkungen von Stress durch Kälte. Der Urvater der Hydrotherapie, Sebastian Kneipp (1821–1897), dessen Methoden auch heute noch in modernen Heilbädern angewandt werden, machte die Heilwirkung von Kaltwasseranwendungen bekannt und heilte sich sogar selbst von Tuberkulose. Warmes Wasser hingegen spielte nur eine untergeordnete Rolle. Doch seit den Tagen des Wasserdoktors wurde auch der Wärmetherapie eine Vielzahl positiver Wirkungen nachgewiesen.

Temperaturen um 38 °C bis 40 °C stimulieren das Immunsystem, und so wie wir uns auf Kälte programmieren können, indem wir uns sinkenden Wassertemperaturen aussetzen, können wir auch unsere Toleranz für die Hitze erhöhen, indem wir Wasser auf Steine gießen und uns den starken Dampfschwaden überlassen, die sich daraufhin bilden. Bei beiden Varianten ist eine gleichmäßige Atmung von Vorteil. Wärme und Kälte verbessern die Durchblutung, sodass die Körperkerntemperatur sinkt, und je kühler der Körperkern ist, desto weniger Schaden nimmt unser Erbgut und desto länger leben wir. Studien zufolge braucht unser Körper etwa sieben reguläre Saunagänge, um sich positiv an die thermische Belastung anzupassen.

Entzündungen

»Ein Saunagang hat eine entzündungshemmende Wirkung auf das Innere unserer Blutgefäße«, sagt Hägglund, »aber wir verstehen den Mechanismus noch nicht.« Es gibt zahlreiche Studien, die davon ausgehen, dass Entzündungen die Ursache vieler körperlicher und psychischer Probleme sind, vom Reizdarmsyndrom über das chronische Erschöpfungssyndrom und Fibromyalgie bis hin zu Depressionen.

Dr. Charles Raison, Professor für Psychiatrie an der Universität von Wisconsin-Madison (USA), ist ein aktiver Verfechter dieser Theorie. »Seit den 1980er-Jahren wissen wir, dass depressive Menschen eine höhere Körpertemperatur haben und schwerer schwitzen können«, berichtet er. »Die Nervenbahnen, die unsere Fähigkeit zur Abkühlung steuern, überschneiden sich mit Bahnen, die unsere Stimmung regulieren. Körpertemperatur und Stimmung sind also direkt miteinander verbunden.«

Im Jahr 2016 setzte Raison 16 klinisch depressive Patienten einer Ganzkörper-Hyperthermie aus, indem er sie in spezielle Wärmekammern brachte und ihre Körpertemperatur für zwei Stunden auf 38,5 °C erhöhte. Alle berichteten, dass sie nach der Behandlung sechs Wochen lang weniger depressive Symptome verspürten. Es mag zwar kontraintuitiv erscheinen, Menschen zu erwärmen, denen ohnehin schon zu heiß ist, doch tatsächlich wird dadurch das thermoregulatorische System wieder ins Gleichgewicht gebracht. »Die Ganzkörper-Hyperthermie ist keine saunaähnliche Erfahrung«, betont Raison. »Es wird einem sehr heiß, und man kann nicht einfach rein und raus gehen. Aber Wärme hat die gleiche Wirkung wie Antidepressiva; die Chemikalien wirken alle zusammen, wir wissen allerdings noch nicht, auf welche Weise. Wenn man also depressiv ist, muss man sich aufwärmen.«

Schmerzlinderung

In einer Studie aus dem Jahr 2019, die in Seoul, Südkorea, durchgeführt wurde, gingen 37 Patienten, die unter Schmerzen im unteren Rückenbereich litten, an fünf aufeinanderfolgenden Tagen zweimal täglich für 15 Minuten in die Sauna. Drei Viertel der Teilnehmer gaben an, dass sich ihre Schmerzen danach massiv verringert hatten.

Warum ist das so? Weil sich die Blutgefäße in der Sauna lockern und erweitern und die Durchblutung in den Muskeln und Gelenken verbessert wird, was wiederum Schmerzen und Steifheit lindern kann. Außerdem steigt durch das Saunieren der Spiegel der wichtigen Schmerzhemmer der Beta-Endorphine an. Für Menschen, die unter unheilbaren Schmerzen wie rheumatoider Arthritis leiden, kann regelmäßiges Saunieren eine immense Erleichterung bieten. Und für Menschen mit Krankheiten wie Lupus, chronischem Erschöpfungssyndrom und Fibromyalgie, bei denen die ständigen Schmerzen ein Sporttraining nicht zulassen, scheint die Sauna eine naheliegende »Einstiegstherapie« zu sein, da sie ein vaskuläres Fitnesstraining ohne Fitnessstudio bietet.

»SALT«-Saunalandschaft in Oslo, Norwegen.

Immunsystem

Die Zeiten, in denen Volksheiler empfahlen, Schweinemistdämpfe zu inhalieren oder Schweinefleisch mit Zwiebeln in eine schmutzige Socke zu stecken, um grippeähnliche Symptome zu bekämpfen, sind lange vorbei. Seit den 1970er-Jahren haben Studien gezeigt, dass Saunieren das Immunsystem deutlich stimuliert. Ist Fieber denn nichts anderes als die Art und Weise, wie der Körper eine Infektion abwehrt? Beim Saunieren entsteht schlichtweg eine fiebrige Temperatur, ohne dass wir tatsächlich Fieber haben, und unser Abwehrsystem tritt in Aktion: Die Zahl der weißen Blutkörperchen, die Keime bekämpfen, nimmt zu, sie bewegen sich schneller, und die Schleimhäute von Nase, Rachen, Speicheldrüsen und Tränenkanälen werden feuchter. Diese Schleimhäute fangen infektiöse Erreger, wie Hustenerreger und Erkältungsviren, ab und leiten sie aus. Je heißer es ist, desto besser funktionieren sie.

Blutdruck

Die Auswirkung des Saunierens auf den Blutdruck ist einer der am besten dokumentierten Bereiche der medizinischen Forschung, und der allgemeine Konsens lautet, dass regelmäßiges Saunieren mit der Zeit den Blutdruck senkt. (Für Menschen mit niedrigem Blutdruck gilt: Wenn Sie zum ersten Mal in die Sauna gehen, kann das Übelkeit, Schwindel und sogar Ohnmachtsanfälle auslösen.) Bluthochdruck ist eine der Hauptursachen für Schlaganfälle, Herzinfarkte und Nierenversagen. Daher sind diese Forschungsergebnisse sehr erfreulich – in Deutschland ist, wie in ganz Europa, etwa jeder dritte Erwachsene von Bluthochdruck betroffen.

Laukkanens bahnbrechende Studie ergab, dass Menschen, die vier- bis siebenmal pro Woche in die Sauna gingen, ihr Bluthochdruck-Risiko im Vergleich zu denjenigen, die nur einmal pro Woche saunierten, um fast die Hälfte senkten. Und warum? Die am häufigsten vertretene Theorie besagt, dass der Anstieg der Körpertemperatur während des Saunierens die Blutgefäße erweitert, was den Blutdurchfluss erhöhen und die Funktion des Endothels – der Zellschicht, welche die Innenseite der Blutgefäße auskleidet – verbessern kann.

Infrarotsauna

Die Saunaweltmeisterschaft markiert einen dunklen Moment in der Saunageschichte, aber sie machte Timo Kaukonen zu einer Legende. Der fünffache Weltmeister war berühmt für seine Fähigkeit, augenschmelzende Temperaturen zu ertragen, aber im Finale 2010 nahm dies eine schlimme Wendung. Nach sechs Minuten in 110 °C Hitze und einem endlosen Strom von löyly wurde Timo ohnmächtig und wurde mit lebensverändernden Verbrennungen und Traumata aus der Sauna gezogen. Sein russischer Rivale starb. Timo Kaukonen lag sechs Wochen lang im Koma und musste sich Operationen und Hauttransplantationen unterziehen und eine langsame und schmerzhafte Genesung durchmachen. Die Infrarotsauna mit ihrer trockenen Wärme war ein Teil der Behandlung.

Sie ist sicherlich nicht so romantisch wie eine Dampfsauna – hier gibt es keine Kameradschaft, kein löyly, kein Hinein- und Herausgehen und keine Temperaturschwankungen (das Thermometer ist auf 60 °C festgelegt). Aber die Infrarotsauna löst viele der gleichen Wärmestressreaktionen aus wie eine traditionelle Sauna. Sie verbessert die Zellgesundheit, die Regeneration der Muskeln und reduziert Entzündungen; sie erwärmt den Körper, nicht die Luft, weshalb die Haut nicht heiß wird. Man muss keinen Schmuck ablegen, und die Frisur wird nicht ruiniert. Da sie nicht anstrengend ist, eignet sie sich ideal für Menschen mit therapieresistenten Krankheiten, Herzproblemen oder Mobilitätseinschränkungen. »Das Grand Resort Bad Ragaz« in der Schweiz ist ein typisches Beispiel für viele Hotels der gehobenen Klasse, in denen die Infrarotsauna die beliebteste Sauna bei den wohlhabenden Gästen ist.

Timo hat die Ausdauer-Wettkämpfe ad acta gelegt und veranstaltet stattdessen therapeutische Rituale in der Sauna. Obwohl er zugibt, dass die Infrarotsauna ihm bei seiner Genesung geholfen hat, wird sie für ihn niemals mit der traditionellen holzbeheizten Sauna vergleichbar sein: »Sie ist meine Liebe und mein Leben«, sagt er.

Die Infrarotsauna wärmt von innen heraus und ist eine beliebte Alternative zur traditionellen Sauna.

Waon-Therapie

1989 leistete der japanische Kardiologe Dr. Chuwa Tei Pionierarbeit, indem er eine spezielle Infrarotsauna-Behandlung, Waon-Therapie genannt, zur Behandlung von Patienten mit schweren Herzerkrankungen entwickelte. Der Name leitet sich von den japanischen Wörtern wa für »beruhigend« und on für »warm« ab. Bei der Waon-Therapie legt man sich 15 Minuten lang in eine Infrarotsauna, wird anschließend in Decken gewickelt und ruht eine weitere halbe Stunde auf einem Bett. Bei einer konstanten Saunatemperatur von 60 °C erhöht sich die Körpertemperatur der passiven Teilnehmer um 1 °C – was ausreicht, um sie zum Schwitzen zu bringen. Dies verbessert wiederum Stimmung, Appetit und Schlaf.

Im Jahr 2012 gründete Dr. Tei das Waon-Therapie-Forschungsinstitut in Tokio. Obwohl er mehr als 50 000 Patienten mit der Waon-Therapie behandelt hat, ist sie in Japan immer noch eine Nischenbehandlung und wird nicht von der staatlichen Krankenversicherung übernommen. Dennoch haben Studien gezeigt, dass die Therapie bei einer Vielzahl von Beschwerden wirkt, von Herzproblemen über Fibromyalgie bis hin zum chronischen Erschöpfungssyndrom (Chronic Fatigue Syndrome, CFS). Eine Studie aus dem Jahr 2015 mit zehn CFS-Patienten ergab, dass die Durchführung der Waon-Therapie einmal täglich an fünf Tagen in der Woche über einen Zeitraum von einem Monat zu einer Verbesserung von Symptomen wie Schmerzen, Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Appetit und Stimmung führte.

Gehirnzellen und Hormone

Nach 30 Minuten in einer mittelheißen Sauna (ab 45 °C) werden Hitzeschockproteine aktiviert. Dabei handelt es sich um eine Familie von Proteinen, die in allen Zellen vorhanden sind. Unter Stressbedingungen und mit zunehmendem Alter können diese Proteine geschädigt werden; neurodegenerative Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson und Chorea Huntington sind das Ergebnis einer Anhäufung von zu vielen geschädigten Zellen. Durch die Einwirkung von Wärme – und in geringerem Maße von Kälte – werden diese Proteine jedoch stabilisiert, repariert und die Zellen neu synthetisiert.

Bei Patienten im Frühstadium der Alzheimer-Krankheit wurde das bahnbrechende Medikament Lecanemab erprobt, das nachweislich die Ablagerung des Proteins Beta-Amyloid im Gehirn verringert und damit die Krankheit verlangsamt. Weltweit leiden mehr als 55 Millionen Menschen an Alzheimer, und Prognosen zufolge wird die Zahl der Betroffenen bis 2050 auf über 139 Millionen ansteigen. Bislang ist Lecanemab noch nicht erhältlich. Aber für diejenigen, die es wollen, ist natürlich immer die Sauna verfügbar.