Schieben sie noch ... oder TUN® sie schon? - Sascha B. Morgenstern - E-Book

Schieben sie noch ... oder TUN® sie schon? E-Book

Sascha B. Morgenstern

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Beschreibung

Es gibt im Hier und Heute keinen Menschen der im Jetzt nichts TUN® kann oder muss. Es gibt immer etwas zu TUN®. Das geschieht entweder aus einem Problem heraus, um eine bestimmte Situation zu lösen oder um seine privaten oder beruflichen Ziele zu verwirklichen. In welcher ungelösten Situation aus den 5 Lebensbereichen Gesundheit, private wie geschäftliche Beziehungen, Beruf, Finanzen und Sinn des Lebens können Sie JETZT etwas TUN®? Es gibt Menschen die gesundheitliche Probleme haben und sich nach Gesundheit sehnen. Oder ein Mensch ist gesund und möchte zum Beispiel, ein hohes Alter bei bester Gesundheit erreichen. Manche Menschen sind in ihren Beziehungen zum Lebens- oder Geschäftspartner unzufrieden, oder sogar unglücklich und wollen ihr „Miteinander“ auf bessere Füße stellen. Andere Menschen sind in ihren Beziehungen sehr zufrieden und möchten noch mehr zwischenmenschliche Harmonie erleben. Unzufriedene Menschen in der Berufswelt möchten in ihrem Beruf Erfüllung erfahren, und beruflich erfolgreiche Menschen suchen nach weiteren Karriere Chancen. Finanzielle Probleme können im Mittelpunkt eines Menschen stehen und suchen nach Lösungen ihrer geldlichen Thematik. Oder es geht ihnen finanziell gut und sie möchten ihr Geld noch mehr vermehren. Menschen finden keinen Sinn in ihrem Leben und sind bestrebt das zu ändern und Andere haben ihren Lebenssinn gefunden und wollen sich noch mehr damit beschäftigen. All diese Menschen haben eins gemeinsam, sie müssen/wollen etwas „JETZT TUN®“.

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Seitenzahl: 265

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Sascha B. Morgenstern gilt in Fachkreisen als Experte für TUN® und Master of Communication. Neben seiner langjährigen Tätigkeit als Unternehmensberater studierte er persönliche und unternehmerische Erfolgsstrategien. Seine Ausbildung zum Experten für TUN® und Körpersprache absolvierte er bei Bernhard P. Wirth in Berlin und Luzern, Schweiz. Sascha B. Morgenstern ist heute als Keynote-Speaker, Dozent und Trainer europaweit tätig.

Sascha B. Morgenstern

Schieben sie noch... oder TUN® Sie schon?

Engelsdorfer Verlag

Leipzig

2017

Bibliografische Information durch die Deutsche Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.

Copyright (2017) Engelsdorfer Verlag Leipzig

Alle Rechte beim Autor

Abbildungen © Sascha B. Morgenstern

TUN® ist eingetragene Wortmarke von Bernhard P. Wirth

Hergestellt in Leipzig, Germany (EU)

www.engelsdorfer-verlag.de

Danke

Mein Dank gilt Herrn Bernhard P. Wirth für die gelungene Druckreife meiner Gedanken in mündlicher und schriftlicher Form. Und an jene Seminarteilnehmer, an die ich dieses Wissen weitergeben durfte.

Widmung

Gewidmet ist dieses Buch meiner Frau Tanja. Durch sie durfte ich lernen und verstehen, was >Jetzt: TUN®< im täglichen Leben letztendlich wirklich meint und ohne ihren Rückhalt wäre das Schreiben dieses Buch wesentlich schwieriger geworden.

Inhaltsverzeichnis

Cover

Titel

Impressum

KAPITEL I

Einsichten zur Einführung

• Resonanzen oder: „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.“

• Dissoziation und Assoziation

• Unser SEPP®

• „Ohne Wertung“

• Die Sprache des Unbewussten

• Ja, ich will TUN®

KAPITEL II

Wahrnehmung oder: Ich allein übernehme die volle Verantwortung für mein privates und berufliches Leben

II.1. Unser Gehirn und seine Funktionen

• Ein Baby kommt auf die Welt

• Das menschliche Gehirn

• Die Gehirnhälften und ihre Funktionen

• Gene – Das Gedächtnis des Körpers

• Lebens- und Überlebensinstinkte

II.2. Verwandte bestimmen Ihr Leben

• Unser Gehirn und seine „Draufspieler“

• Bewusst – Moral und Dogmen/Glaubenssätze

• Grenzscheide VERHALTENSWEISEN (Körpersprache)

• Exkurs Körpersprache

• Im Reich des Unbewussten

II.3. Die persönlichen Werte

• Die Werteprinzipien

• Die „Drei Werte – Aufnahme – Phasen“

• „Werteschläfer“ erwachen

• Die Lebensbereiche

• Wichtige Werte und Gesundheit

• Wichtige Werte in den zwischenmenschlichen Beziehungen

• Wichtige Werte und Beruf

• Wichtige Werte und Finanzen

• Wichtige Werte und Lebensaufgabe

• Wir denken und sprechen in Werten, wir nehmen Informationen in Werten auf

• Intime Werte

II.4. Die 14 geistigen Prinzipien

• Anmerkungen zu den 14 geistigen Prinzipien

• Polare menschliche Übernahme als Programm

• Die Verhaltensprogramme

• Ergreifen Menschen die Initiative?

• Körperliche und emotionale Reaktionen

• Wie gestalten Menschen ihr Handeln?

• Probleme lösen

• Wodurch werden Menschen motiviert?

• Alte Bahnen – neue Wege

• Sicherheit und Komfort

• Private und berufliche Veränderungen

• Welche Wege gehen Gedanken

• Schritt für Schritt

• Wie gehen Menschen mit Erfahrungen um?

• Der Umgang mit Stress

• Teamgeist-“Einzelkämpfer“

• Die Sach- und Beziehungsebene

• Unsere Denkmuster und das der Anderen

• Wie kommen Informationen in unser Gehirn?

• Wie entscheidungsfreudig sind Menschen?

• Zeitschienen

• Intro und Extro

• Auf der Gedankenautobahn

II.5. Wie funktioniert Kommunikation wirklich

• Bilder im Gehirn

• Umwandlung von Schallwellen in Bilder

• Jeder Mensch lebt auf seinem Planeten

• Bilder und Gefühle

• Codierung der Bilder

• Das Reptiliengehirn

II.6. Die Erfahrungsbilder „WICHTIG“

• Die Gefühle des Anderen

• Gedanken werden Energie, was empfindet der Mensch als wichtig?

II.7. Die Erfahrungsbilder „AKTUELL“

• Eine schwangere Frau

• Thema Auto – Ein neues Modell

• Thema Urlaub – Alle wollen nach Frankreich

• Die Ehe der Nachbarschaft

• Was wir denken, nehmen wir wahr

II.8. Unsere individuelle Einstellung

• Nun sind wir ‘EIN”gestellt – Beispiel Fotoapparat

II.9. Die Sinne – Die Fenster zur Welt

• Die fünf Sinne

• Der große Irrtum – rein funktional

• Der Wellensittich-Effekt

KAPITEL III

Denken und Sprache oder: Die Kommunikation hinter der Kommunikation

III.1. Die Kommunikation hinter der Kommunikation – Der Weg zu unserer Einstellung

• Ihr Entschluss – Die „EIN“-Stellung verändern

• Die Magie der Gedanken

• Gedankenwirkungen oder von der Macht der Gedanken

• Gedanken sind Energie

III.2. Die Macht der Worte

• Die Verkörperung von Gedanken

III.3. Handwerkszeug Sprache

• Beruflich für viele wichtig: Die Sprache

• Sprache ist mehr als ein Informationsaustausch

• Selbstkommunikation

KAPITEL IV

TUN® oder: Das Gesetz der Anwendung und des Handelns

IV.1. Das Gesetz der Anwendung und des Handelns - TUN®

• TUN® - Ein Wort wird Wirklichkeit

• Zeitlose Erfolgslehren

• Das konstante Grundbedürfnis

• Vom Kennen zum Können: TUN®

• Eine Geschichte aus meinem Leben

• Meine Überlegungen begannen

IV.2. Unsere Zeitwahrnehmung

• Die Zeitschiene

• Wann TUN®? - Nur JETZT-TUN®

IV.3. Der Konzentrationspunkt

• Eine Geschichte aus meinem Leben Teil II

• Denken in die Vergangenheit

• Denken in die Zukunft

• Sinne und Konzentration – Die JETZT-Konzentration

• Der visuelle Typ – Blick aufs Ganze

• Der kinästhetische Typ – Blick ins Detail

• Gedanken: Schritt für Schritt in die Materie

IV.4. Das Gesetz des TUN®s und Handels

• Gedanken – Körper – Materie

• Vom Sinn in unserer grobstofflichen Welt

• Die Folgen des Nicht – TUN

KAPITEL V

Lieber TUN® und erfolgreich

• Die TUN®s – Grundsätze

• Deine Gedanken wollen sich verwirklichen

• im HIER und HEUTE

• Ihr HEUTE vorbereiten

• Die Lehre vom TUN®

• JETZT TUN® im Vertrieb – JETZT das Wichtige und Richtige TUN®

• Ihre erfolgreiche Mitarbeitergewinnung – JETZT das Wichtige und Richtige TUN®

KAPITEL VI

Rhythmus

• Alles fließt – Alles ist immer in Bewegung

• Einblicke in die Lebensbereiche

• Es gibt keinen Stillstand

• Leben ist Lernen

• Das Prinzip Rhythmus

KAPITEL VII

TUN-Management®

KAPITEL VIII

Sich SELBST finden und TUN®

• Es gibt Momente im Leben … „Gnothi seauton – Er- kenne Dich selbst“

• Prinzipien in Lebensbereichen

• Unser SELBST

KAPITEL IX

Ein Blick in die ZU-kunft

• Uraltes Wissen

• Die sieben Ur–Prinzipien

• Literaturhinweise

KAPITEL I

EINSICHTEN ZUR EINFÜHRUNG

• Resonanzen oder: „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.“

Vielleicht ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass Sie ständig auf „Störenfriede“ stoßen, dauernd werden Sie belästigt. Das beginnt bei den Nachbarn, Sie erleben es im Urlaub, im Supermarkt, beim sonntäglichen Spaziergang, an der Arbeit. Manchmal haben Sie das Gefühl, „Störenfriede“ regelrecht anzuziehen. Andere kennen dieses Gefühl ganz offensichtlich nicht. Hier steht also zu befürchten, dass Sie so ohne weiteres die Schuld für einen permanent gestörten

„Seelenfrieden“ nicht dauernd Ihren Mitmenschen anlasten können. Während der Kaffeepause sagt ein langjähriger Kollege zu Ihnen, dass er mit der neuen Kollegin eigentlich sehr gut auskommt. Ihnen fällt hier nichts weiter ein als „ich habe keinen Draht zu ihr“. Was geht hier vor?

Nehmen wir ein weiteres Beispiel: Ein Radioempfänger, der auf Ultrakurzwelle eingestellt ist, wird keine Mittelwelle empfangen. Im übertragenen Sinne geht es Ihnen ähnlich. Sie brauchen für jede Wahrnehmung in sich selbst eine Entsprechung. Sie muss in der Lage sein, „mitzuschwingen“. Diese Resonanz ermöglicht Ihnen die Wahrnehmung. Goethe formuliert das sehr schön in seinem berühmten Satz: „Wär’ nicht das Auge sonnenhaft, die Sonne könnt es nie erblicken; läg nicht in uns des Gottes eigene Kraft, wie könnt uns Göttliches entzücken?“

Goethes Formulierung verlässt die rein physikalische Ebene der Resonanzfähigkeit und überträgt das Gesetz der Resonanz analog auf ein Gebiet, das uns mehr interessiert: Jeder Mensch kann immer nur die Bereiche der Wirklichkeit wahrnehmen, für die er eine Resonanzfähigkeit besitzt. Das gilt nicht nur für den Bereich der rein sinnlichen Wahrnehmung, sondern für die gesamte Erfassung der Wirklichkeit. Da alles, was außerhalb der eigenen Resonanzfähigkeit liegt nicht wahrgenommen werden kann, existiert es auch für den betreffenden Menschen nicht. Deshalb glaubt Jeder, dass er die Gesamtheit der Wirklichkeit kennt. Außerhalb dieser Wirklichkeit existiert für ihn nichts mehr. Ein Mensch liest ein Buch und glaubt, seinen Inhalt ganz zu verstehen. Dabei kann er von dem Gelesenen nur das aufnehmen, was sich mit seinem derzeitigen Bewusstseins- stand in Einklang befindet. Man erkennt das am besten daran, wenn man bestimmte Bücher nach Jahren noch einmal liest. Unser Bewusstsein hat sich in diesen Jahren erweitert und man versteht das Buch einfach besser. Oder andere Inhalte gewinnen an Wichtigkeit.

Oder denken Sie an jene Formulierung, wonach man über den Geschmack nicht streiten kann. Sie besuchen zusammen mit Ihrer Frau, Ihrem Mann, mit Freunden eine Gemäldegalerie. Nehmen wir an, den Mittelpunkt der Ausstellung nimmt ein Bild von van Gogh ein. Sie bemerken, wie Ihre Frau zunehmend beim Anblick dieses Bildes in Begeisterung gerät und versucht, sich Ihnen mitzuteilen. An sich selbst hingegen stellen Sie fest, wie Sie unruhig die Füße hin und her bewegen und verstohlen auf die Uhr schauen. Eine Unterhaltung kommt schon gleich gar nicht zustande. Sie sagen eventuell noch „na das Bild gefällt mir aber nicht“ und meinen eigentlich: Ich habe für dieses Bild keine Resonanzfähigkeit.

All die geschilderten Zusammenhänge sind wohl jedem einigermaßen geläufig und sollen deshalb auch nur zur Verdeutlichung des folgenden Prinzips dienen: Man kann immer nur mit den Menschen, Ideen, und Situationen in „Berührung“ kommen, für die wir eine Eigenresonanz mitbringen. Gerät jemand in einen Streit oder in eine Schlägerei so geschieht dies niemals zufällig, sondern immer nur auf Grund der Eigenresonanz zu einem solchen Erlebnis. Die Schuld für die etwaigen Folgen einer solchen Schlägerei trägt demnach auch der, der von sich annimmt, völlig unschuldig in diese Tätlichkeit verwickelt worden zu sein. Ohne die entsprechende Eigenresonanz hätte er aber gar nicht verwickelt werden können.

Wird jemand auf der Straße angefahren, so ändert auch die rein rechtliche und funktionale Schuld des anderen nichts an der Tatsache, dass der Angefahrene für dieses Erlebnis „reif“ war, sonst hätte dieses Ereignis nicht in seinen Erfahrungsbereich treten können. Unsere aktuelle Erfahrungsqualität hängt von unserer resonanten Frequenz ab, von dem, was wir sozusagen empfangen wollen. Sie kennen doch alle diese Konstellation: Eltern, Freunde, Bekannte reden auf Sie ein, sich den Fortgang Ihrer neuen Beziehung in Ruhe und Sachlichkeit durch den Kopf gehen zu lassen, schließlich hätte man schön so dieses und jenes gehört usw. Hier betritt die Eigenresonanz in einer ihrer bemerkenswertesten Ausgestaltung die Bühne, als „rosarote Brille“. Im Rahmen dieser „Bandbreite“ gehen Sie am Wochenende im Park spazieren (obwohl Sie eigentlich lieber auf dem Fußballplatz wären), hören Wagner- Opern (obwohl Sie eigentlich Jazzfan sind) und essen italienisch (obwohl Sie Nudeln hassen). Eigentlich sind Sie kurz davor, Selbstverleugnung zu betreiben. Nur früher oder später werden Sie hoffentlich zu ihrer ursprünglichen Eigenresonanz zurückfinden. Alles, was Ihnen im Außen begegnet, hat immer auch etwas mit Ihnen selbst zu tun.

Nehmen wir noch einmal das Beispiel mit dem Radio. Es ist sehr klein, vielleicht haben Sie es irgendwo als Werbegeschenk erhalten und verfügt nur über Mittel- und Kurzwelle. Aus der Wohnung Ihres Nachbarn hören Sie die Übertragung eines Konzertes. Sie würden es auch ganz gerne hören. Sie können jetzt an Ihrem Radio drehen wie Sie wollen, das Konzert wird auf UKW übertragen. An der Bandbreite Ihres Radios können Sie nichts ändern. Aber an Ihrer „Bandbreite“, an Ihrer Eigenresonanz können Sie durchaus etwas ändern. Wie? Durch Ihr TUN®, Ihre Gedanken und Ihre Gefühle.

Jedes Unternehmen hat mindestens eine Zielgruppe: Ein erfolgreicher Spielfilm hat seine Zielgruppe, ein tragendes Musikstück findet seine Zielgruppe, ein wohlriechender Duft strömt zu seiner Zielgruppe und ein gelungenes Feinschmeckerprodukt mundet seiner Zielgruppe. Und so hat auch die in diesem Buch dargelegte Lehre vom TUN® ihre Resonanzfähigkeit zu ganz bestimmten Menschen, zu Menschen mit einer bestimmten Eigenresonanz.

Im „TUN-Management®“ werde ich von den Seminarteilnehmern oft gefragt: „Auf welche Kunden soll ich mich konzentrieren? Die Kunden, die mich mögen oder die Kunden, die mir mit Ablehnung begegnen?“ Meine Antwort lautet immer: „Auf die Kunden, die Sie mögen!“

Mit einem guten Geschäftsfreund und seiner Frau saß ich vor einigen Jahren an einem warmen Sommerabend in einem einheimischen Fischerlokal auf Teneriffa. Wir unterhielten uns über die Resonanzen von Mensch zu Mensch und ich sagte damals: Ich kämpfe nicht mehr! Warum wohl?

Deshalb stellen Sie nun für sich fest, ob Sie eine tiefe, eine sehr persönliche Resonanzfähigkeit zu den Themen dieses Buches haben oder ob Sie seinen Inhalt ablehnen. Ihre jeweilige Entscheidung ist vor dem Hintergrund des Gesetzes der Polarität durchaus verständlich, legitim und in Ordnung. Wie das gesprochene Wort erzeugt das Geschriebene eine Schwingung und dadurch entsteht Polarität, denn Bewegung erzeugt Gegensätze. Auch das Schreiben eines Wortes gibt dem Gedanken Form und Ausdruck. Auch geschriebene Worte – wir sollten es uns abgewöhnen, bei Schwingungen nur an Töne zu denken – umgeben einen Gedanken mit einer Matrix von Vibrationen, verstärken ihn und erleichtern ihm den Weg in unser Bewusstsein. Zur Zielgruppe dieses Buches

• Ein Mensch hat alles im Griff: seine Gesundheit, seine zwischenmenschlichen Beziehungen, seinen Beruf, seine Finanzen. Er hat den Sinn seines Lebens gefunden. Er betrachtet sein gegenwärtiges Leben und sagt zu sich selbst: „Alles Bestens, so soll es sein und so wird es bleiben.“

• Oder Menschen wollen und können nicht hinsehen, was in ihrem Leben los ist. Sie sehen die Dinge eben durch die „rosarote Brille“, um den wahren Inhalt ihres Lebens zu verdrängen oder zu verzerren.

• Durch eine ‘unbewusste” Assoziation (ein persönliches Betroffensein) ist es dem Menschen unmöglich, sein Leben von Außen zu betrachten.

• Oder durch eine rein rational-kausale Denkweise bleibt der polare Blick in die Gefühlswelt des Menschen verschlossen.

• Oder bei einem Menschen ist Veränderung und aktive Entwicklung im Wertesystem sehr weit hinten angesiedelt und das Festhalten am Alten, oft „heilige Ordnung“ genannt, manifestiert sich ganz vorn.

• Oder es stehen im Leben eines Menschen Themen wie Tradition und die Absicherung von begonnenen Wegen zentral im Vordergrund.

• Oder Menschen finden ihre momentane Erfüllung in geistigen Welten, in „New Age“ und/oder esoterischen Themen.

• Oder Menschen begleitet ein momentanes oder lebenslanges Lernen in Lebensbereichen, die polar zu diesen Buchinhalten stehen.

• Oder für Menschen ist TUN®, das tägliche TUN® ihrer Aufgaben zu einer unwichtigen Sache geworden.

• Oder Menschen haben zu mir persönlich und/oder zu meinen Themen und/oder meinem Schreibstil keine Resonanzfähigkeit.

Haben Sie sich in der „oder-polaren“ Zielgruppe wiedergefunden? Dann gibt es für Sie wie immer drei Möglichkeiten:

1. Sie werfen dieses Buch in Ihren Ofen.

2. Sie heben dieses Buch auf, um es vielleicht später zu lesen.

3. Sie verschenken dieses Buch an einen „Resonanz-Menschen“.

Dieses Buch braucht Resonanz. Dieses Buch braucht Menschen die begreifen, dass man TUN® muss! Es braucht Menschen, für die Leben Lernen ist. Es braucht

• Menschen, deren Lebensaufgabe im TUN® besteht,

• Menschen, die mich oder andere Trainer kennen, die das TUN® favorisieren,

• Menschen, die JETZT TUN® wollen,

• Menschen, die Geist in Materie verdinglichen wollen,

• Menschen die wissen, dass es keinen Menschen, kein Unternehmen gibt, das nicht TUN® muss,

• Menschen, die angesichts einer existentiellen Situation (Krankheit, Schicksalsschlag, Nah – Tod – Erfahrung) verstehen müssen, den notwendigen Schritt vom Nicht – Tun zum TUN® zu gehen.

Haben Sie sich in dieser „für-polaren“ Zielgruppe wiedergefunden? Dann möchte ich mit Ihnen gemeinsam noch einige Themen klären und besprechen, ehe wir „einsteigen“.

• Dissoziation und Assoziation

Die Wörter Assoziation und Dissoziation haben ihren Ursprung im Lateinischen. Hier bedeutete „associare“ Vereinigung, Zusammenschluss. „Dissociatio“ hingegen steht für Trennung. Wenn Sie heute sagen, Sie assoziieren mit diesem oder jenen Namen eine Kindheitserinnerung, meinen Sie nichts anderes als: Wenn ich heute noch an Paul denke, fällt mir sofort unser letzter gemeinsamer Klassenausflug ein. Fällt Ihnen übrigens dieser letzte Klassenausflug nicht ein, kann Paul für Sie nicht allzu bedeutungsvoll gewesen sein. Sie haben dann keine direkte Assoziation. In diesem Sinne verwendet moderne Psychologie das Wort Assoziation. Es soll verdeutlicht werden, dass eine gedankliche Vorstellung mit etwas verknüpft wird. Das klingt sehr sachlich und will zum Ausdruck bringen, wie ich etwas sehe, etwas wahrnehme.

Anders formuliert: Wenn Sie eigene Erlebnisse vor Ihr „geistiges Auge“ führen, mit allen Ihren Sinnen so „nacherleben“ als wären Sie mit Ihnen „verschmolzen“, dann sind Sie assoziiert. Ein Gefühl, eine Stimmung, ein Seminar, ein Vortrag, eine Verhandlung können assoziiert wahrgenommen werden. Wenn Sie assoziieren, dann sind Sie ganz mit dem jeweiligen Erlebnis, dem Ereignis verbunden. Sie befinden sich im Erleben und können keine Distanz aufbauen. Zwischen Ihnen und dem Erlebnis, dem Ereignis besteht dann eine unmittelbare gefühlsmäßige Beziehung. Assoziation betrifft immer Sie selbst. Sehen Sie also das Erlebnis, das Ereignis nicht als objektiver Betrachter, sondern stellen sich sozusagen mit all Ihren Sinnen in eine Situation hinein, beteiligen sich mit Ihren Gefühlen an dieser Situation und ergreifen womöglich noch Partei, sind Sie assoziiert.

Nun besteht auch die Möglichkeit, Ereignisse und eigene Erlebnisse auf „neutralem“ Boden wahrzunehmen. Was heißt das? Wir nehmen ein Beispiel: Sie erzählen, dass Sie als Kind weiche Knie bekommen haben, als Sie auf einem Drei-Meter-Sprungbrett gestanden haben. Können Sie das in aller Sachlichkeit berichten, ohne das dazugehörige Körperempfinden zu verspüren, sind Sie dissoziiert. Dissoziation findet statt, wenn Sie sich selbst wahrnehmen können, wie Sie sich in einer Situation verhalten. Sie hören sich selbst, Sie sehen sich selbst. Dissoziation bringt immer Distanz zu überwältigenden Gefühlen. Sie erzählen distanziert von Ihren Gefühlen angesichts dieses oder jenen Ereignisses, ohne sofort Schweißperlen oder das bekannte Kribbeln unter der Haut zu bekommen. Wenn Sie im Zustand der Dissoziation überhaupt ein Gefühl haben, dann in der Regel das des „Selbst-daneben-Stehens ohne dabei zu sein“.

Es ist alles andere als bedeutungslos, ob eine Vorstellung assoziiert oder dissoziiert ist. Ein assoziiertes Bild vermittelt den Eindruck, dass man sich wirklich im und am Ort des Geschehens befindet. Mit einem dissoziierten Bild betrachtet man sich von außen. Es ist so, als würde man einen Film sehen. Im Falle der Assoziation spielen Sie in diesem Film mit.

Versuchen Sie bei dieser Gelegenheit doch einmal, sich an ein schönes Erlebnis zu erinnern. Es ist im Moment bedeutungslos, wann und wo das war. Sehen Sie, was es damals zu sehen gab, hören Sie hin, welche Töne in Erinnerung geblieben sind, vielleicht Stimmen oder andere Geräusche. Fühlen Sie noch einmal, was Sie damals gefühlt haben. Erleben Sie alles noch einmal. Jetzt lassen Sie diese Szenerie in Bewegung kommen, indem Sie sozusagen aus Ihrem Körper herausgehen und aus einiger Entfernung das ganze Ereignis erneut betrachten. Sie sehen jetzt also einen Film, in dem sich all das abspielt, was Sie erlebt haben. Verändern sich jetzt Ihre Gefühle, Ihr Sehen und Hören? Die Unterschiede entstehen aus den Vorgängen von Assoziation und Dissoziation. Sie geschehen unbewusst und beeinflussen unser Leben. Ihnen wird jetzt bestimmt klar, warum für mich diese Unterscheidung von Assoziation und Dissoziation so wichtig ist. Durch meine über 25jährige Tätigkeit im Bereich Menschenkenntnis festigte sich in mir die Überzeugung, dass dieses Thema sowohl dissoziiert als auch assoziiert vermittelt werden muss. Deshalb werde ich in manchen Kapiteln eine dissozierte, in manchen Kapiteln eine assoziierte Herangehensweise favorisieren. Ich sagte, dass Assoziation und Dissoziation unser Leben beeinflussen. Durch meine Herangehensweise möchte ich meinem Buch auch zu dem verhelfen, was es unbedingt braucht: Lebensnähe.

• Unser SEPP®

Wie oft in Ihrem Leben haben Sie sich vorgestellt, nicht der zu sein, der Sie sind, sondern ein begnadeter Künstler, ein wohlhabender Unternehmer oder nur ein anderer Mensch? Solange diese Vorstellungen „Vorstellungen“ sind und bleiben, sprechen wir von Imaginationen. Ich möchte Ihnen ein weiteres „vorgestelltes Wesen“ vorstellen:

Die „Selbst-Erfüllende- Prophezeiungs-Person“ namens SEPP®.

Stellen Sie sich unseren SEPP® als kleines Männchen in unserem Gehirn vor. SEPP® wird Ihnen zur Seite stehen, um die komplizierten und vielschichtigen Prozesse, die in unserem Gehirn ablaufen, leichter und besser zu verstehen. Sie können sich Ihren SEPP® ruhig vermenschlicht ausmalen, in Badehose oder Frack, im Dirndl oder Abendkleid, wie auch immer. Wichtig ist, dass er wichtige Aufgaben für Sie zu erfüllen hat. Er soll Sie auch darin unterstützen, den Inhalt dieses Buches dissoziiert aufzunehmen.

SEPP® nimmt alle Sinneswahrnehmungen auf und ordnet sie als „Bilder“ in unserem Gehirn ein. Ihr Sepp® geht hier sehr ordentlich vor und ordnet die Bilder nach Themenstellungen. Sie können „Unser letzter Urlaub“, „Hochzeit“, „Unser Kind“ oder „Vorstellungsgespräch“ lauten. Unser SEPP® kann dann bei Bedarf die Bilder schneller wiederfinden. Selbstverständlich verfügen Sie mit Ihrem SEPP® über verschiedene Bilder. Das Gesehene haben Sie sozusagen „fotografiert“. Ihr Sepp® klebt die Fotos in Alben und legt Sie im Fotoregal ab. Das Gehörte hat Ihr SEPP® auf CDs gebrannt und legt es im CD-Regal ab. Das Gefühlte schließlich, also alles, was Sie getan und dabei empfunden haben, kommt als Gefühlspaket in ein weiteres Regal. Mit jedem Gedanken, den Sie denken, erhält unser SEPP® neue Arbeit. Mal ist er dabei, neue Bilder einzusortieren. Mal ist er gehalten, für seinen „Chef“ – also für Sie – vorhandene Bilder hervorzuholen, damit Sie Ihre Bilder denken und aussprechen können. Sie können sich das noch nicht vorstellen?

Bitten Sie doch ganz einfach eine andere Person, mit Ihnen ein kleines Experiment zu machen. Stellen Sie dieser Person die folgenden Fragen und achten dabei auf die Augenstellungen Ihres Gegenübers, bevor die Fragen beantwortet werden.

1. Was haben Sie sich während Ihres Urlaubs in Deutschland angesehen?

2. Beschreiben Sie die Stimme Ihres Wohnungsnachbarn! Wie klingt seine Stimme?

3. Was fühlen Sie, wenn Sie an Ihren (Ehe-)Partner denken?

Sie werden jetzt eine interessante Beobachtung machen. Bei der Beantwortung der ersten Frage gehen die Augen Ihrer Versuchsperson nach oben, bei der Beantwortung der zweiten Frage halten sie sich in der Mitte, bei der Beantwortung der dritten Frage gehen die Augen nach unten. Verantwortlich für diese Augenbewegungen ist: Ihr SEPP®!

Er hat Verbindung zu den Augen, den Ohren und zum Gefühl seines „Chefs“.

Im oberen Regal, dem Fotoregal, legt Ihr SEPP® alle visuell abgesicherten (gesehen) Bilder ab. Ihre Pupillen gehen nach oben, wenn Sie gefragt werden: Was haben Sie sich in Ihrem Urlaub in Deutschland angesehen?

Im mittleren Regal, Ihrer CD-Sammlung, legt Ihr SEPP® das Gehörte ab. Fragen Sie ihren SEPP® danach, sind die Pupillen geradeaus gerichtet.

Im unteren Regal schließlich finden sich die Bilder, die mit dem TUN® in Verbindung stehen, die Gefühlspakete.

Wie Sie Ihre jeweiligen Bilder denken und was Sie schließlich kommunizieren, hängt auch von den „Eigenarten“ Ihres SEPP® ab:

„Super“ – SEPP®

Unser SEPP® hat keine festen Schlafenszeiten, er ist immer in Aktion. Selbst in der Nacht leistet er Schwerstarbeit. Deshalb wirkt er tagsüber manchmal etwas müde. Kein Wunder, schließlich musste er nachts alle Bilder einsortieren, die er tagsüber nicht geschafft hat. SEPP® hilft Ihnen bei der Verarbeitung des Tages, bei der Bearbeitung von Aufgaben bzw. bei der Bewältigung von Problemen, die Sie schon lange mit sich herumtragen. Und schließlich: Sie träumen. So wichtig sind die nächtlichen Aktivitäten unseres SEPP®. Schließlich kann kein Mensch ohne zu träumen überleben.

Hyperaktiv-SEPP®

Haben Sie z. B. zu viel Alkohol getrunken, dann kann sich Ihr SEPP® nicht mehr konzentrieren. Er bringt vieles durcheinander. Dann färbt er Ihre Bilder rosarot oder tief- dunkel. Die Bilder, die er aufgenommen hat, sortiert er unter der falschen Überschrift ein oder wirft die wichtigen in den Papierkorb. Sie können sich an manche Dinge gar nicht mehr erinnern oder Sie haben nur noch eine verschwommene Vorstellung von dem, was in diesem Zustand geschah. Eins kann unser SEPP® fast immer: Er findet den richtigen Weg nach Hause. Wenn Sie dann am nächsten Morgen mit brummendem Kopf aufwachen, können Sie sich nicht mehr so recht vorstellen, wie Sie nach Hause gekommen sind.

Hyperaktiv agiert Ihr SEPP® auch dann, wenn Sie sich gerade verliebt haben. Dann läuft Ihr SEPP® auf Hochtouren. Er muss das Bild Ihres neuen Partners wie ein vielteiliges Puzzle zusammentragen. Der neue Partner ist jetzt häufig in seiner Nähe und er muss sich an ihn gewöhnen. Er speichert ab wie er riecht, schmeckt, aussieht, welche Ansichten und Vorlieben der andere Mensch hat oder wie seine Stimme klingt. Über alle Sinneswahrnehmungen kommt «Neues» herein.

Hat Ihr SEPP® nach einer geraumen Zeit die Bilder von Ihrem neuen Partner abgespeichert, so läuft er wieder ruhiger. Das Verliebtsein lässt nach. Unser SEPP® kann sich wieder mehr auf andere Dinge konzentrieren.

Haben Sie Kinder? Wenn ja, dann wissen Sie, dass Sie sich immer wieder in Ihre Kinder neu verlieben. Sie wachsen und verändern sich ständig. Da hat Ihr SEPP® immer wieder an diesem Puzzle zu arbeiten.

Schlaf-SEPP®

Hat unser SEPP® wirklich mal nichts zu TUN®, dann liegt er in seinem Bett und ruht. Allzu oft passiert das nicht, denn meist ist unser SEPP® sehr fleißig und vorausschauend. Er bringt auch Bilder aus den Alben, die Sie vielleicht gebrauchen könnten und bietet sie Ihnen zusätzlich an. Das macht er auch ohne Aufforderung. So haben Sie für den Augenblick viel zu denken und zu reden. Unser SEPP® kann sich dann ein Weilchen ausruhen und ein bisschen faul sein.

Es gibt nur einen einzigen Zustand, in der unser SEPP® absolut nichts zu TUN® hat: Im Orgasmus. Hier hört der Mensch auf zu denken. Hier hat das kleine Männchen im Gehirn endlich einmal seine Ruhe. Hinterher fragt er dann natürlich: „Na, war’s diesmal schön – oder nicht ganz so gut?“

Stur-SEPP®

Im Laufe der Jahre hat unser SEPP® Vorlieben für bestimmte Aufzeichnungspakete entwickelt. Er hat sie griffbereit abgelegt und bietet sie ihnen immer wieder an. Mit neuen Bildern tut sich unser SEPP® etwas schwer. Sie bedeuten Arbeit, denn er muss sie aufräumen. Vor dem Lernen würde er sich gerne drücken.

Trauer-SEPP®

Worte, die unser SEPP® nicht sehr mag, sind:

«konkret», «100 %», «genau». Diese fordern ihn zu Höchstleistungen auf. Da muss er vollkommene Arbeit leisten. Lieber sind ihm diese Worte: «man», «vielleicht» oder «eigentlich». Die muss er nicht ernst nehmen. Unser SEPP® winkt dann schon mal ab, zieht sich auf sein Bett zurück und wartet ab.

Unabhängig von den Befindlichkeiten Ihres SEPP® wird er stets eines machen: Informationen, die er erhält und für die es keine „Bilder“ im Gehirn gibt oder die schwer in Bilder umzusetzen sind, wirft er in den Papierkorb. Sie sind für ihn nicht fassbar oder er sieht sie als unwichtig an.

Eine weitere Art seines Umgangs mit Bildern will ich Ihnen anhand eines Beispiels verdeutlichen. Sie gehen wie schon so oft in der Vergangenheit zur Post, um Briefmarken zu kaufen. Sie gehen anschließend den gleichen Weg wieder nach Hause zurück. Sie werden sich kaum an Einzelheiten erinnern, die auf diesem Weg zu sehen waren. Ihr SEPP® kannte die Bilder schon. Er hat sie als selbstverständlich hingenommen. Jetzt verstehen Sie vielleicht auch, warum Sie auf Fragen wie „Na, wie war’s?“ angesichts einer solchen sich wiederholenden Alltäglichkeit manchmal kurz angebunden antworten. Das kann schon ganz anders aussehen, wenn Sie einen Bekannten getroffen haben, der Ihnen eine wichtige Neuigkeit mitteilte. Sofort hat Ihr SEPP® Bilder, die er aufräumen musste.

Vollkommen unbekannt sind dem SEPP® die Worte „nicht“ oder „kein“, „nicht“ kennt er nicht. Für diese Worte findet unser SEPP® in der rechten Gehirnhälfte kein Bild. Wie auch. Haben Sie schon je in Ihrem Leben einmal versucht, sich das „Nicht“ vorzustellen? Ich will Sie jetzt nicht nach dem Resultat Ihrer Überlegungen fragen. Sehen Sie, Werbestrategen machen hiervon gelegentlich Gebrauch.

„Nichts ist unmöglich“, Sie kennen diesen Spot. Was will er eigentlich suggerieren? Genau, „Alles ist möglich“! Oder: Geht „nicht“ gibt’s „nicht“. Was versteht jetzt Ihr SEPP®? Genau, es gibt alles und damit geht auch alles. Ich fordere Sie jetzt auf: Stellen Sie sich jetzt nicht Ihre eigene Nase vor! Ihr SEPP® unternimmt dennoch etwas. Was nämlich hat er verstanden? Genau: Eigene Nase.

So gesehen hat die Formulierung „Ich wage gar nicht daran zu denken“ lediglich eine verbale Schutzfunktion. Denn Sie werden es dennoch TUN®.

Bieten sie Ihrem SEPP® doch mal folgende Aufforderungen an und betrachten Sie die Bilder, die er geholt hat!

Schneide dir nicht mit dem Messer in den Finger! Laufe nicht auf die Straße, sonst wirst du überfahren!

„Bitte nicht den Rasen betreten!“

Nun? Wie sahen Ihre Bilder aus?

Im ersten Fall kann Ihr SEPP® die Sachverhalte „schneiden“, „Finger“ und „Messer“ verarbeiten, hier hat er Bilder. Er muss also, um diese Aufforderung tatsächlich umzusetzen, noch eine Reihe weiterer Bilder hervorholen, um die genannten drei Bilder zu koppeln. Auf direktem Wege ist das nicht möglich, weil Ihr SEPP® kein Bild vom „nicht“ haben kann. Anbieten kann er Ihnen hier Messer – scharf – Finger – schneiden – Schmerz.

Der zweite Fall gestaltet sich ähnlich. Straße – Autos – schnell – überfahren – Unfall, wenn nicht gar tot.

Und schließlich das dritte Beispiel: Rasen – gehört dem Nachbarn – betreten – gibt Ärger.

Sie wissen jetzt schon einiges über den SEPP®. Erkennen Sie ihn in den oben geschilderten Befindlichkeiten wieder? Und denken Sie immer daran: Halten Sie positive Zwiesprache mit ihm. Ein fröhlicher, gut gelaunter SEPP® bringt Ihnen die Bilder, die Sie motivieren und voller Energie Ihre Aufgaben erledigen lassen.

Stellen Sie sich vor, Sie wären zu einem Vorstellungsgespräch unterwegs. Die ausgeschriebene Position entspricht im vollen Umfang Ihren Wünschen und Vorstellungen und wäre eine Riesenchance, die eigene Karriere voranzubringen. Und zack, da schließt Ihnen ein unguter Gedanke durch den Kopf. Welche Bilder bringt Ihnen Ihr SEPP®? Sie sehen sich jetzt schon in dem angebotenen Sessel immer kleiner werden, Sie ziehen den Kopf ein. In der Magengegend macht sich ein flaues Gefühl bemerkbar und Ihre Hände bewegen sich auch irgendwie fahrig. Eigentlich möchten Sie am liebsten umkehren. Das alles ist möglich und jeder kennt solch eine Situation.

Machen Sie Ihren SEPP® doch einmal zu Ihrem besten Freund. Lassen Sie sich Bilder anliefern, die Ihnen tatsächlich gerecht werden. Führen Sie sich vor Augen, welche Aufgaben Sie bislang erfolgreich gemeistert und welchen Anforderungen Sie in herausragender Weise entsprochen haben. Rufen Sie Bilder auf, in deren Rahmen das anstehende Gespräch in einer entspannten Atmosphäre verlaufen wird. Der Personalchef trägt eine nicht unbeträchtliche Verantwortung und ist auf der Suche nach einem qualifizierten Mitarbeiter. Nicht nur Sie wollen etwas, auch er. Deshalb trägt der Ausschreibungstext seine Unterschrift. Das sollten Sie sich vergegenwärtigen.

Und Sie müssen felsenfest davon überzeugt sein, haargenau der Mitarbeiter zu sein, den er sucht. Das muss Ihnen klar sein. Warum sonst haben Sie auf diese Ausschreibung überhaupt reagiert?

Sie sollten mit Ihrem SEPP® auch gelegentlich kommunizieren. Einfacher gesagt: Führen Sie ruhig das Selbstgespräch, das positive. Normalerweise haben Sie den größten Einfluss auf sich selber und den sollten Sie nutzen. Im Vorfeld wichtiger persönlicher Entscheidungen ziehen Sie ganz einfach mal zurück und befragen Ihren SEPP®. Diskutieren Sie negativ, wägen Sie unendlich ab oder erwähnen mögliche Risiken: Das Ergebnis dieses Dialogs wird negativ ausfallen. Übergehen Sie Bedenken und besprechen die anstehende Problematik positiv, wird die Entscheidung einen positiven Ausgang haben.

Auf einen Sachverhalt möchte ich Sie noch aufmerksam machen. Jeder von Ihnen hat für die unterschiedlichsten Begriffe seine eigenen Bilder. Nehmen wir: grüner Rasenteppich. Für den Einen verbindet sich damit Frühsommer, herrlichstes Wetter, Ruhe und Entspannung. Der Andere sieht das unter Umständen ganz anders, denn ihm fällt ein: Rasen mähen. Oder nehmen wir: Weihnachten. Für den Einen ist das verbunden mit Besinnlichkeit oder einem guten Essen. Dem Anderen fällt nur ein: Die Schwiegermutter kommt zu Besuch.

Sie sehen, dass die Vorlieben, Interessen und Erfahrungen eines Menschen seinen SEPP® bei der Abgabe seiner Bilder wesentlich beeinflussen.

• „Ohne Wertung“

Haben Sie jemals Schwierigkeiten damit gehabt, eine ganz einfache Verpflichtung einzuhalten? Nehmen wir ein Beispiel. Sie haben sich irgendwann für einen Computerkurs angemeldet. Nach dem zweiten oder dritten Besuch beginnen Sie, die Sache kompliziert zu machen und beginnen bereits am Tag darüber nachzudenken, was Sie alles tun müssen, um am Abend den Kurs zu besuchen. Sie listen sich in Gedanken all die Dinge auf, die im Vorfeld Ihres abendlichen Kurses „abzuarbeiten“ sind. Zunächst müssen Sie sich beeilen, nach Hause zu kommen und noch eine Kleinigkeit zu essen, Sie müssen sich umziehen. Sie müssen Ihr Auto noch mal aus der Tiefgarage holen, sie müssen sich noch mal durch die volle Stadt quälen, Sie müssen sich einen Parkplatz suchen usw. Sie machen, wie man so schön sagt, aus einer Mücke einen Elefanten. Man nennt es auch „chunking up“.