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Der Spannungsbogen zwischen Historie und Zukunft inspirierte den Fotografen Michael Ermel, das Land zwischen den Meeren mit weiten Horizonten aus seiner Perspektive mit der Kamera wiederzugeben. Er hat wunderbare Lanschaftsaufnahmen von Schleswig-Holstein gemacht. Ihn reizte zwar auch immer die technisch gelungene Aufnahme, jedoch erzählen seine Bilder oft eine Geschichte. Die für die jeweilige Region typischen Bilder, wie wir sie aus den unzähligen, teilweise sehr aufwändig gestalteten Bildbänden kennen, haben ihn nie interessiert. Und doch hat es ihn immer angespornt, ein für die Landschaft markantes Wahrzeichen aus seiner Perspektive abzulichten. Herausgekommen ist dabei ein zweisprachiges Buch, in dem die eine oder andere inspirierende oder auch provozierende Aufnahme zu sehen ist. Manchmal muss man auch als Kenner der Region fragen: Ist das meine Stadt, mein See oder mein Platz? Die Antwort ist immer: Ja! Verschiebe nur einfach deinen Horizont, oder ändere deine Perspektive. Warum dieses Buch: Leben und arbeiten wo andere Urlaub machen. Dieses altbekannte Motto war Michael Ermel nicht aussagekräftig genug, um seiner in aller Welt verstreut lebenden Familie zu erklären, warum er als selbstständiger Unternehmer ausgerechnet am nördlichsten Zipfel Deutschlands, in Schleswig- Holstein lebt. So entstand die Idee das Land aus seiner Perspektive im Bild darzustellen.
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Seitenzahl: 65
Veröffentlichungsjahr: 2019
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Das Wort Horizont bedeutet im allgemeinen Sprachgebrauch »Grenzlinie zwischen der sichtbaren Erde und dem Himmel«. Im Altgriechischen ist eher »begrenzender Kreis« gemeint.
In der Kunst und in der Literatur bedeutet Horizont »Sinnbild für Sehnsüchte und Utopien«. Udo Lindenberg sang einst: »Hinterm Horizont geht´s weiter….«
In der sehr wechselhaften Geschichte Schleswig-Holsteins mussten immer wieder »Grenzlinien« übertreten oder einfach verschoben werden – das Undenkbare denkbar, das Unmögliche möglich gemacht werden. Über Jahrhunderte hinweg erwarb man die Fähigkeit, den Lebensraum mit Deichen zu erweitern und zu sichern. Man lernte, wie man die beiden Meere mit Hilfe eines Kanals verbinden konnte und wie es nach dem letzten, furchtbaren Krieg mit der Verdoppelung der Bevölkerung durch Vertriebene machbar war, ein Land wieder aufzubauen. Man erkannte, dass eine Grenze zwischen zwei Nationen auch verbinden kann. Man lernte, vom landwirtschaftlich geprägten Land zu einer Tourismus- und Industrieregion zu werden –sogar, den stetig wehenden Wind zu nutzen.
Stets bedurfte es der Überzeugung und der Vision, um den allzeit auftretenden Zweiflern und Gegnern entgegenzutreten. Immer waren dafür »Grenzverschiebungen im Kopf« die Voraussetzung.
Der »Horizont« musste einfach verschoben werden. Aber auch hinter diesem Horizont geht es immer weiter…
Der Spannungsbogen zwischen Historie und Zukunft inspirierte Michael Ermel, das Land zwischen den Meeren aus »seiner Perspektive« mit der Kamera wiederzugeben. Er wollte nie ein Landschaftsfotograf sein, und doch hat er wunderbare Landschaftsaufnahmen gemacht. Ihn interessierte immer die technisch gelungene Aufnahme, trotzdem erzählen seine Bilder oft eine Geschichte. Die für die jeweilige Region typischen Bilder, wie wir sie aus den unzähligen, teilweise sehr aufwändig gestalteten Bildbänden kennen, haben ihn nie begeistert. Aber es hat ihn immer gereizt, ein für die Landschaft markantes Wahrzeichen aus »seiner« Perspektive abzulichten. Dabei entstand die eine oder andere inspirierende oder auch provozierende Aufnahme. Manchmal muss man auch als Kenner der Region fragen: »Ist das meine Stadt, mein See oder mein Platz?« Die Antwort ist immer: »Ja! Verschiebe nur einfach deinen Horizont, oder ändere deine Perspektive.«
Generally speaking, the word horizon means 'the line at which the earth's surface and the sky appear to meet'. Deriving from Ancient Greek the original meaning translates into 'separating circle'.
In art and literature horizon depicts longing and utopia. The lyrics of the German singer song writer Udo Lindenberg goes: 'Beyond the horizon we'll endure ...'
The rather eventful history of Schleswig-Holstein made it necessary to continually cross or move lines or boundaries, to think the unthinkable and to make the impossible possible. Over centuries people learned how to expand and secure the land with dikes, how to connect the North and the Baltic seas via waterways and how to rebuild the country after the last terrible war with the help of the many displaced who doubled the population. They learned how a border beween two nations can unite people, learned how a country based on agriculture can embrace tourism and industry, even learned how to put the ever blowing winds to good use. It needed conviction and vision to confront the persistent sceptics and embittered opponents.
It needed 'shifting of the mind', in other words the horizon had to 'expand', and beyond this horizon we'll also endure ...
This friction between the past and the future inspired photographer Michael Ermel using his lense to portray the land between the two seas from his perspective. He never aspired to be a landscape photographer and yet succeeded in taking these wonderful photographs of the landscape. Michael's interest lies in technical excellence, but his pictures often tell a story. The typical images of the individual regions - well known from countless elaborate coffee table books - never tickled his fancy, but the portrayal of a prominent landmark from his own perspective has always excited him. The results are inspiring and in places thought provoking. Even if you know Schleswig-Holstein very well, you may sometimes question 'is this really my town, lake or the place I know?'. The answer is invariably 'yes', all you have to do is expand your horizon or change your perspective.
Flensburg
Schloss Glücksburg
Kappeln
Kappeln / Olpenitz
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Kiel
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Schleswig-Holsteins Inseln und Halligen
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Helgoland
Brunsbüttel
Wacken
Itzehoe
Glückstadt
Die Elbe
Elmshorn
ist heute die drittgrößte Stadt Schleswig-Holsteins. Im 18./19. Jahrhundert war der Hafen der zum damaligen Königreich Dänemark gehörenden Stadt bedeutend für den Import von Rum und Zucker. Heute geben industrielle Moderne und alte Traditionen sowie ein leicht dänisch angehauchter Flair der Stadt eine besondere Prägung. Man spricht dänisch, deutsch und natürlich plattdeutsch. Flensburg ist eine »junge« Stadt. Unter die ca. 90.000 Einwohner mischen sich rund 9.000 Studierende der Fachhochschule und der Europa-Universität.
Today Flensburg is the third largest city in Schleswig-Holstein. In the 18th and 19th century it formed part of the former Kingdom of Denmark and its port played an important role in the import of sugar and rum. The city's special flair is rooted in modern industries and old traditions as well as a fine layer of Danish culture. Spoken languages are Danish, German and of course 'Plattdüütsch', a localized dialect mainly spoken in the northern regions. Flensburg is a young city, 9,000 of the circa 90,000 residents are students of the University of Europe and Flensburg's technical college.
Die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft ist mit rund 750 Mitarbeitern eines der bedeutendsten Unternehmen an der Förde. Weltweit führend ist die FSG als Werft für den Spezialschiffbau. Das Bild zeigt die kurz vor ihrer Indienststellung stehende »RollDock Star«. Sie ist eines von zwei bei dieser Firma gebauten Spezial-Schwergut-Schiffen. Mit seinen beiden Kränen kann das Schiff konventionelle, über eine große Heckrampe rollende Ladung aufnehmen. Das Highlight aber ist die Funktion, halb getaucht schwimmende Ladung bis zu 7.000 Tonnen Gewicht aufzunehmen.
The Flensburg Shipbuilding Cooperation (Flensburger Schiffbau-Gesellschaft, FSG) is one of the most important companies located at the Flensburg Fjord, which is the westernmost inlet of the Baltic Sea. The company employs approximately 750 people and is the global leader in specialised shipbuilding. The image shows the ROLLDOCK STAR shortly before commissioning. It is one of two specialised heavy-load carriers built in Flensburg. Two heavy-duty cranes move conventional cargo via its height-adjustable stern ramp. The highlight feature of the ship is that it is submersible and can handle cargo being floated in or floated out weighing up to 7,000 tons.
Die Wiege Europas: Glücksburg
Folgt man von Flensburg der Uferstraße am Ostufer der Förde, gelangt man in einen kleinen Ort mit größter geschichtlicher Bedeutung. Hier liegt an einem kleinen See, dem Schlossteich, das Schloss Glücksburg. Glücksburg wurde ab 1587 in unmittelbarer Nähe eines aufgelösten Klosters errichtet, dessen Abtrag zum Teil als Baumaterial für das neue Schloss wiederverwendet wurde. Das einstige Klostergelände wurde geflutet und zu einem großen Schlossteich aufgestaut.
Als im Jahr 1863 Prinz Christian von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg als Christian IX. den dänischen Thron bestieg, wurde er damit auch zum Stammvater der bis heute auf dem dänischen Thron sitzenden »Glücksburger Linie«. Später nannte man ihn den »Schwiegervater Europas«. Von seinen Töchtern wurden zwei in die bedeutendsten Königshäuser Europas, England und Russland, verheiratet. Andere seiner sechs Kinder heirateteten in die wichtigsten Fürstenfamilien Europas ein. Christian IX. ist der Urgroßvater von Prinz Philip, Duke of Edinburgh, und zugleich Ururgroßvater (!) von dessen Gemahlin, der britischen Königin Elisabeth II.
The cradle of Europe: Glücksburg
