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In der Integrierten Versorgung gestaltet sich nach wie vor die Zusammenarbeit an den Schnittstellen der beteiligten Leistungserbringer im Behandlungsprozess als schwierig. Die Autoren behandeln die gesamte Behandlungskette? vom Hausarzt über das Akutkrankenhaus bis zur Rehabilitation? am Beispiel des Behandlungspfads Knie-Totalendoprothese (Knie-TEP). Die Schnittstellen zwischen den Sektoren werden identifiziert und die jeweilige Problematik herausgearbeitet, sodass die optimalen Vorgehensweisen, insbesondere im Hinblick auf die Informations- und Dokumentationsabläufe, aufgezeigt werden können.
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Seitenzahl: 222
Veröffentlichungsjahr: 2009
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In der Integrierten Versorgung gestaltet sich nach wie vor die Zusammenarbeit an den Schnittstellen der beteiligten Leistungserbringer im Behandlungsprozess als schwierig. Die Autoren behandeln die gesamte Behandlungskette? vom Hausarzt über das Akutkrankenhaus bis zur Rehabilitation? am Beispiel des Behandlungspfads Knie-Totalendoprothese (Knie-TEP). Die Schnittstellen zwischen den Sektoren werden identifiziert und die jeweilige Problematik herausgearbeitet, sodass die optimalen Vorgehensweisen, insbesondere im Hinblick auf die Informations- und Dokumentationsabläufe, aufgezeigt werden können.
Prof. Dr. rer. oec. Michael Greiling, Fachhochschule Gelsenkirchen, Lehrgebiet Betriebswirtschaftslehre, insbes. Workflow-Management im Gesundheitswesen, Geschäftsführer des Instituts für Workflow-Management im Gesundheitswesen (IWiG) GmbH, Münster.
Michael Greiling Matthias Dudek
Schnittstellenmanagement in der Integrierten Versorgung
Eine Analyse der Informations-
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Die Wiedergabe von Warenbezeichnungen, Handelsnamen oder sonstigen Kennzeichen in diesem Buch berechtigt nicht zu der Annahme, dass diese von jedermann frei benutzt werden dürfen. Vielmehr kann es sich auch dann um eingetragene Warenzeichen oder sonstige geschützte Kennzeichen handeln, wenn sie nicht eigens als solche gekennzeichnet sind.
Aus Gründen der flüssigeren Schreibweise und besseren Lesbarkeit wird im Text nicht explizit zwischen weiblichen und männlichen Wortformen unterschieden. Falls nicht anders hervorgehoben, ist jedoch die so ausgeschlossene Geschlechtsform selbstverständlich immer miteinbezogen.
1. Auflage 2009 Alle Rechte vorbehalten © 2009 W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Gesamtherstellung: W. Kohlhammer Druckerei GmbH + Co. KG, Stuttgart Printed in Germany
Print: 978-3-17-019152-5
E-Book-Formate
pdf:
epub:
978-3-17-027238-5
Vorwort
Abbildungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Themeneinführung
1.2 Zielsetzung und Aufbau des Buches
2 Das deutsche Gesundheitssystem
2.1 Allgemeine Grundlagen
2.2 Entwicklung des deutschen Gesundheitssystems
2.2.1 Geschichtliche Entwicklung
2.2.2 Zukünftige Entwicklung
2.3 Finanzierung des Gesundheitssystems
2.4 Ausgaben für den stationären Bereich
2.5 Problem der sektoralen Abgrenzung
3 Behandlungspfad
3.1 Allgemeine Grundlagen
3.2 Definition
3.3 Vorteile
3.4 Nachteile
3.5 Merkmale
3.6 Entwicklungsprozess
3.6.1 Voraussetzungen
3.6.2 Vorbereitung
3.6.3 Entwicklung
3.6.4 Einführungsphase
3.7 Abweichungsanalyse
3.8 Bewertung
3.8.1 Auswirkungen für das Personal
3.8.2 Auswirkungen für die Patienten
4 Pauschalisierte Entgelte im Gesundheitswesen
4.1 Fallpauschalen und Sonderentgelte
4.1.1 Fallpauschalen
4.1.2 Sonderentgelte
4.2 Diagnosis Related Groups (DRGs)
4.2.1 Definition
4.2.2 § 17 KHG: Einführung eines pauschalisierten Entgeltsystems
4.2.3 Klassifikation
4.3 Komplexpauschalen
5 Integrierte Versorgungsformen
5.1 Managed Care
5.1.1 Begriffsdefinition
5.1.2 Merkmale und Ziele
5.1.3 Organisationsformen
5.2 Case Management
5.3 Disease Management
5.4 Integrierte Versorgung
5.4.1 Einordnung der IV in das Managed Care Konzept
5.4.2 Modellvorhaben, Strukturverträge und IV
5.4.3 Grundlagen und Hintergründe der IV
5.4.4 Allgemeine Umsetzung der IV
5.4.5 Zusammenfassung
6 Schnittstellenmanagement
6.1 Definition Schnittstelle
6.2 Definition Prozess
6.3 Allgemeine Grundlagen
6.4 Prozessoptimierung
6.5 Die interdisziplinäre Zusammenarbeit
6.6 Prozessverantwortung
6.7 Geschäftsprozess-Vereinbarungen
6.7.1 Allgemeine Grundlagen
6.7.2 Anforderungen an die Kunden-Lieferanten-Beziehung
6.7.3 Entwicklung einer Geschäftsprozess-Vereinbarung
6.7.4 Formularentwicklung zur Geschäftsprozess-Vereinbarung
6.7.5 Implementierung der Geschäftsprozess-Vereinbarung
6.7.6 Evaluation der Geschäftsprozess-Vereinbarung
7 Knie-TEP aus medizinischer Sicht
7.1 Allgemeine Grundlagen
7.1.1 Entwicklung und aktuelle Zahlen
7.1.2 Definition Totalendoprothese (TEP)
7.1.3 Prothesentypen
7.2 Ursachen
7.3 Symptome
7.4 Diagnose
7.5 Therapien
7.6 Komplikationen
7.7 Prognose
8 Sektorenauswahl (Beteiligte Versorgungseinrichtungen)
9 Gewünschte Dokumente der einzelnen Leistungserbringer
9.1 Allgemeine Informationen
9.2 Unterlagen für den Orthopäden
9.3 Unterlagen für das Krankenhaus
9.4 Unterlagen für die Rehabilitationseinrichtung
9.5 Unterlagen für den Hausarzt
10 Erfassung der Dokumente und Datensätze beim IST-Prozess
10.1 Erfassung der erstellten Dokumente beim IST-Prozess
10.2 Erfassung der in den Dokumenten einzutragenden Datensätze beim IST-Prozess
11 Schnittstellen des IST-Prozesses und deren Analyse
11.1 Bestimmung der Schnittstellen
11.2 Analyse der Schnittstellen
11.2.1 Kommunikation
11.2.2 Datentransfer
12 Voraussetzungen für Integrierte Versorgung
12.1 Einheitliches EDV-System
12.2 Gemeinsame Dokumentation
12.3 Einheitliche Standards
12.4 Verbesserung der Kommunikation
12.5 Infrastruktur und Kooperation
13 Soll-Konzept
13.1 Modellvoraussetzungen für die Erstellung des SOLL-Konzepts
13.2 Ein Beispiel für eine Geschäftsprozess-Vereinbarung beim SOLL-Konzept
13.3 Erfassung der Dokumente und Datensätze beim SOLL-Konzept
13.3.1 Erstellte Dokumente bei der Integrierten Versorgung
13.3.2 Einzutragende Daten in den erstellten Dokumenten bei der Integrierten Versorgung
14 Dokumentationskosten beim IST- und SOLL-Konzept
14.1 Erfassung der Kosten beim IST- und SOLL-Konzept
14.2 Direkte Konsequenzen bei der Dokumentation
14.3 Weiterführende Konsequenzen
15 Fazit
Anhang
Anhang A: Geschäftsprozess-Vereinbarungsformular
Anhang B: Behandlungspfad
Anhang C: Erstellte Dokumente
Anhang D: Geschäftsprozess-Vereinbarungsformular bei der IV
Anhang E: Behandlungspfad bei der Integrierten Versorgung
Anhang F: Erstellte Dokumente bei der Integrierten Versorgung
Anhang G: Gesetzestexte
Literatur
Das Konzept der Integrierten Versorgung befasst sich mit dem Abbau von Trennungen zwischen und innerhalb von Versorgungseinheiten in der Gesundheitswirtschaft. Die Versorgung gliedert sich in verschiedene Felder, wie z. B. die ambulante und stationäre Versorgung, Rehabilitation, Versorgung mit Arzneimitteln etc. Durch Probleme sowohl an den Schnittstellen zwischen den Versorgungsformen als auch innerhalb derselben kommt es regelmäßig zu Informations-, Wirkungs- und Qualitätsverlusten, zu Doppeluntersuchungen und schließlich zu Einbußen bei der Wirtschaftlichkeit.
Zur Vermeidung dieser Probleme wird eine stärkere Verzahnung an den Schnittstellen angestrebt. Der bereits während der Aufnahme einer Patientenversorgung ausgewählte Behandlungspfad hilft, den effizientesten und effektivsten Weg für die Versorgung festzulegen. Ziel ist das Zusammenwirken von medizinischen/pflegerischen und wirtschaftlichen Aspekten bei Festlegung des optimalen Behandlungsverfahrens. Die Ausarbeitungen der Klinischen Pfade und das Anfertigen entsprechender Tätigkeitslisten mit medizinischen Leitlinien und Pflegestandards enthalten alle Arbeitsvorgänge für die Behandlung (Versorgung) des Patienten in zeitlicher Folge. Je nach Tätigkeit sind sie vom Verantwortlichen abzuzeichnen, wodurch Aufgabenverteilung, -folge und -prüfung erreicht werden. Aus den Tätigkeitslisten ist zu erkennen, welche Behandlungsschritte beendet sind und mit welchen Ergebnissen die nachfolgenden Prozesseigner weiterarbeiten können. Bei schwierigen Tätigkeiten kann die Checkliste zur Entlastung der Mitarbeiter ergänzt werden durch Arbeitsanweisungen, die Angaben über Durchführung, Material, Medizinprodukte, Geräteeinstellungen etc. sowie nähere Erläuterungen zu Teilprozessbearbeitungen, die dem Prozesseigner eine Selbstkontrolle gestatten, enthalten.
Folgende Effekte, die bei einer reibungslosen Gestaltung einer prozessorientierten Integrierten Versorgung zu erwarten sind, können genannt werden: Entlastung von Überlegungen über Verfahrenswahl, Redundanzarmut bei der Datenhaltung, Ressourcenwahl, Materialbereitstellung etc. Ebenso ermöglicht wird die Konzentration aller in der Behandlung (Versorgung) Beschäftigten auf die qualitativ hochwertige Ausführung, Verkürzung der Verweildauer, Erhöhung der Flexibilität in dem Behandlungsablauf, Verbesserung der Behandlungsverfolgung (Information über den Versorgungsstatus) sowie Verbesserung innerhalb der aufbauorganisatorischen Strukturen der Einrichtungen.
Durch die Vernetzung regionaler Versorgungseinrichtungen als strukturelle Basis für integrierte Versorgungskonzepte können außerdem zahlreiche weitere Verbesserungen erreicht werden: mehr Haus- als Facharztkonsultation, mehr ambulante als stationäre Versorgung, mehr Allgemein- als Spezialkrankenhausversorgung, gezielter Mitteleinsatz mit dem Wegfall von Doppeluntersuchungen, unnötigen Untersuchungen und auch verspätete oder unwirksame Behandlung, bessere Auslastung (auch der Bereitschafts- und Notdienste) und stärkere Konzentration von Versorgungseinrichtungen auf ausgewählte Expertisenfelder, geringeren medizinisch-administrativen Aufwand (klinische Dokumentation), niedrigere Kosten für den Informationstransfer (z. B. Porto, Boten etc.) und geringere Fahrtkosten und Arbeitsausfallzeiten (Wartezeiten, Transportkosten).
In dem vorliegenden Buch beschäftigen wir uns mit dem Schnittstellenmanagement in der Integrierten Versorgung. Am Beispiel eines Behandlungspfades konzentrieren wir uns speziell auf die Analyse der klinischen Dokumentation und die damit verbundene Datenredundanz in den Einrichtungen. Wir möchten das Verbesserungspotenzial aufzeigen, das aktuell in den Einrichtungen lediglich in dem Aspekt der mehrfach doppelten Datenverarbeitung vorhanden ist. Das Ausmaß des Volumens, das in den aufgeführten Effekten noch zusätzliche Möglichkeiten der Optimierung bietet, sollte in folgenden Untersuchungen in eine weiterführende Diskussion gebracht werden.
Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Personen bedanken, die an diesem Buch mitgewirkt haben. Mein besonderer Dank gilt den Einrichtungen und Mitarbeitern, die uns auch für dieses Projekt, Zeit sowie alle Informationen zur Verfügung gestellt haben. Ein besonderer Dank gilt Frau Verena Muszynski. Durch ihre redaktionellen Arbeiten konnte dieses Buchprojekt umgesetzt werden.
Münster, im Mai 2009
Prof. Dr. rer. oec. Michael Greiling
Abbildung 1:
Entwicklung der Gesundheitsausgaben in Euro je Einwohner
21
Abbildung 2:
Krankheitskosten 2002 nach Geschlecht und Alter
22
Abbildung 3:
Darstellung der verschiedenen Projektebenen
30
Abbildung 4:
Einführungsphase eines Behandlungspfades
32
Abbildung 5:
Abweichungsarten und Schema einer Abweichungsanalyse
33
Abbildung 6:
Erläuterung der DRG-Zusammensetzung
37
Abbildung 7:
Aufgliederung der Basis-DRG in mehrere abrechenbare AR-DRGs
38
Abbildung 8:
Ermittlung der abrechenbaren DRG
39
Abbildung 9:
Das Gatekeeping-System
42
Abbildung 10:
Einordnung der IV in das Managed Care Konzept
47
Abbildung 11:
Gesetzliche Grundlagen der Integrierten Versorgung
49
Abbildung 12:
Vertikale Gesundheitssektoren
49
Abbildung 13:
Mögliche Managed Care Lösung
50
Abbildung 14:
Raum der Integrierten Versorgung
52
Abbildung 15:
Ziele der Integrierten Versorgung (Modell)
56
Abbildung 16:
Stufenmodell der Integrierten Versorgung
60
Abbildung 17:
Medizinischer Versorgungskreislauf
61
Abbildung 18:
Funktionen klinischer Pfade in der IGV
62
Abbildung 19:
Üblicher Ablauf und Entwicklungsbedarfe einer IV-Vertragsabwicklung
64
Abbildung 20:
Geschätzte Entwicklung der IGV
66
Abbildung 21:
Prozesskette im Krankenhaus
69
Abbildung 22:
Gemeinsame Geschäftsführung
72
Abbildung 23:
Singuläre Geschäftsführung
72
Abbildung 24:
Teilprozesse im Krankenhaus
74
Abbildung 25:
Verantwortlichkeit im Prozess
75
Abbildung 26:
Prozessskizzierung CT Knie – TEP
80
Abbildung 27:
Zuweisung der Prozessverantwortlichen
81
Abbildung 28:
Portfolio Kundenanforderungen
85
Abbildung 29:
Übersicht der Leistungserbringer in den Sektoren
92
Abbildung 30:
Leistungserbringer bei der Knie-TEP
93
Abbildung 31:
Verwendete Symbole aus dem Behandlungspfad
97
Abbildung 32:
Symbole Parallelität und Vereinigung
98
Abbildung 33:
Übergangsbedingungen
99
Abbildung 34:
Symbole für Dokumente
99
Tabelle 1:
Gesundheitsausgaben nach Einrichtungen in Mio. Euro
20
Tabelle 2:
Verschiedene Bezeichnungen für interdisziplinäre Behandlungspfade
24
Tabelle 3:
Mögliche Vorteile der interdisziplinären Behandlungspfade
26
Tabelle 4:
Übersicht über den CCL-Wert
38
Tabelle 5:
Entwicklung der Integrierten Versorgung
53
Tabelle 6:
Anforderungen der internen Lieferanten
82
Tabelle 7:
Anforderung der internen Kunden
83
Tabelle 8:
Auflistung der erstellten Dokumente im Krankenhaus und der Rehabilitationseinrichtung
100
Tabelle 9:
Auflistung der erstellten Dokumente im ambulanten Sektor
103
Tabelle 10:
Auflistung der erstellten Dokumente mit den jeweils einzutragenden Daten im ambulanten Sektor
104
Tabelle 11:
Ausschnitt der Auflistung der erstellten Dokumente mit den jeweils einzutragenden Daten des stationären Sektors
105
Tabelle 12:
Schnittstellen bei einer Knie-TEP
106
Tabelle 13:
Auflistung der bei der Integrierten Versorgung erstellten Dokumente beim Hausarzt und Orthopäden
112
Tabelle 14:
Auflistung der bei der Integrierten Versorgung erstellten Dokumente im Krankenhaus
112
Tabelle 15:
Auflistung der bei der Integrierten Versorgung erstellten Dokumente in der Rehabilitationseinrichtung
113
Tabelle 16:
Auflistung der erstellten Dokumente bei der Integrierten Versorgung mit den jeweils einzutragenden Daten beim Hausarzt
115
Tabelle 17:
Auflistung der erstellten Dokumente bei der Integrierten Versorgung mit den jeweils einzutragenden Daten beim Orthopäden
115
Tabelle 18:
Ausschnitt der Auflistung der erstellten Dokumente bei der Integrierten Versorgung mit den jeweils einzutragenden Daten im stationären Sektor
116
Tabelle 19:
Übersicht über die Datensätze mit den hinterlegten Zeiten
117
Tabelle 20:
Berechnung der Mitarbeiterkosten pro Minute
119
Tabelle 21:
Übersicht über die Entwicklung der Dokumentationskosten mit und ohne Modellvoraussetzungen
121
Tabelle 22:
Dokumentationskosten und Konsequenzen ohne Modellvoraussetzungen, Hausarzt
122
Tabelle 23:
Dokumentationskosten und Konsequenzen ohne Modellvoraussetzungen, Orthopäde
123
Tabelle 24:
Dokumentationskosten und Konsequenzen ohne Modellvoraussetzungen, Krankenhaus
124
Tabelle 25:
Dokumentationskosten und Konsequenzen ohne Modellvoraussetzungen, Rehabilitation
133
Tabelle 26:
Dokumentationskosten und Konsequenzen mit Modellvoraussetzungen, Hausarzt
138
Tabelle 27:
Dokumentationskosten und Konsequenzen mit Modellvoraussetzungen, Orthopäde
138
Tabelle 28:
Dokumentationskosten und Konsequenzen mit Modellvoraussetzungen, Krankenhaus
139
Tabelle 29:
Dokumentationskosten und Konsequenzen mit Modellvoraussetzungen, Rehabilitation
142
Tabelle 30:
Weiterführende Konsequenzen, Hausarzt
145
Tabelle 31:
Weiterführende Konsequenzen, Orthopäde
145
Tabelle 32:
Weiterführende Konsequenzen, Krankenhaus
146
Tabelle 33:
Weiterführende Konsequenzen, Rehabilitation
149
a.a.O.
Am angegebenen Ort
AP-DRG
All Patient-Diagnosis Related Groups
APR-DRG
All Patient Refined-Diagnosis Related Groups
AR-DRG
Australian Refined-Diagnosis Related Groups
BGB
Bürgerliches Gesetzbuch
BPflV
Bundespflegesatzverordnung
CCL
Complication and Comorbility Level
DKG
Deutsche Krankenhausgesellschaft
DRG
Diagnosis Related Groups
DGIV
Deutsche Gesellschaft Integrierte Versorgung
EDV
Elektronische Datenverarbeitung
EFQM
European Foundation for Quality Management
EKG
Elektro-Kardiogramm
G-DRG
German-Diagnosis Related Groups
GKV
Gesetzliche Krankenversicherung
ID
Identifikationsnummer
ICD
International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems
IPA
Individual Practice Associations
IV
Integrierte Versorgung
IWiG
Institut für Workflow-Management im Gesundheitswesen
HMO
Health Maintenance Organization
HCFA
Health Care Financing Administration
KH
Krankenhaus
KHG
Krankenhausfinanzierungsgesetz
KK
Krankenkasse(n)
KTQ
Kooperation für Transparenz und Qualität im Krankenhaus
ku
Krankenhaus Umschau
KV
Kassenärztliche Vereinigung
MCO
Managed Care Organization
MDC
Major Diagnosis Category
MRT
Magnet-Resonanz-Tomographie
OP
Operationssaal
o.V.
ohne Verfasserangaben
PCCL
Patient Clinical Complexity Level
PKV
private Krankenversicherung
QM
Qualitätsmanagement
TEP
Totalendoprothese
SGB
Sozialgesetzbuch
StGB
Strafgesetzbuch
URL
Uniform Resource Locator
Das deutsche Gesundheitssystem ist in verschiedene Sektoren unterteilt. Zu diesen zählen der ambulante und stationäre Bereich, wobei der Stationäre sich weiter in den Akut- und Rehabilitationsbereich gliedert. Diese Sektoren stehen nebeneinander und es besteht derzeit keine ausreichende Verzahnung untereinander. Aufgrund dieser Konstellation entstehen durch so genannte „Doppeluntersuchungen“ und fehlende bzw. mangelnde Kommunikation erhöhte Kosten. Ein Patient1, der in ein Krankenhaus aufgenommen wird, erhält durchaus die Diagnostik erneut, die bereits beim Hausarzt durchgeführt wurde. Der Effekt des Kostenanstiegs im Gesundheitswesen wird noch weiter verstärkt.
Um das Gesundheitssystem auch in den nächsten Jahrzehnten finanzieren zu können, ist zum 01.01.2004 das Gesundheitsmodernisierungsgesetz in Kraft getreten. Damit sollen u. a. die nebeneinander agierenden Sektoren zur Kooperation ermutigt bzw. bewegt werden. Durch eine Verzahnung der Sektoren und der damit verbundenen verbesserten Zusammenarbeit erhofft sich die Regierung, die Kosten im Gesundheitswesen zu senken.
Für einen optimalen Prozessablauf muss der Prozess die Struktur bestimmen. Im Gesundheitswesen dominiert aber zurzeit immer noch die Aufbaustruktur den Prozess. Um diesen Wandel im deutschen Gesundheitswesen zu realisieren, muss ein Umdenken stattfinden. Aktuell denken die einzelnen Sektoren zu sehr in Funktionseinheiten, d. h. sie haben ihren eigenen Bereich vor Augen und blicken zu wenig über diese Grenzen hinaus auf andere Sektoren oder Abteilungen, um so einen für den Patienten optimierten, qualitativ hochwertigen und auch möglichst kostengünstigen Prozessablauf zu gestalten. Durch die Einführung der G-DRG müssen die Einrichtungen kostendeckend arbeiten, auch der Wettbewerbsdruck nimmt spürbar zu. Um sich in dem bestehenden und zukünftigen Markt der Gesundheitswirtschaft positionieren zu können, sind optimierte Prozesse ein wichtiger Bestandteil zur Existenzsicherung und zum Wachstum.
Das vorliegende Buch befasst sich nicht nur mit den DRGs des Akutkrankenhauses, sondern geht eine „Entwicklungsstufe“ weiter. Diese beinhaltet die Betrachtung der gesamten Behandlungskette vom Hausarzt, Facharzt über das Akutkrankenhaus bis hin zur Rehabilitation und wieder zurück. Dies geschieht aus dem Grund, da neben den Pflegesatzverhandlungen vermehrt Verträge der integrierten Versorgung mit den häufig vorzufindenden „Komplexpauschalen“ ausgehandelt werden. Das bedeutet, dass alle an dem Behandlungsprozess beteiligten Gesundheitsunternehmen ein pauschalisiertes Entgelt erhalten. Hier ist es von noch größerer Bedeutung, dass die Prozessabläufe zwischen den einzelnen Versorgungseinrichtungen besser – und damit kostengünstiger – koordiniert werden. Dieses wird anhand eines Beispiels des Behandlungspfades der Knie-TEP dargestellt, da bei dieser Therapie verschiedene Gesundheitsunternehmen beteiligt sind.
Im folgenden Kapitel finden sich Ausführungen zum deutschen Gesundheitswesen. Im Anschluss daran wird der Begriff „Behandlungspfad“ erläutert, bevor auf die Entwicklung der Entgelte in Deutschland eingegangen wird. In Kapitel 5 erfolgt die Begriffsdefinition der „Integrierten Versorgung“ sowie welche Ziele damit verfolgt werden und welche Gesetze zugrunde liegen.
Das Krankheitsbild aus medizinischer Sicht des betrachteten Behandlungspfades wird in Kapitel 7 kurz erläutert. Im Anschluss daran werden die einzelnen Schnittstellen zwischen den Sektoren identifiziert und deren Problematik herausgearbeitet, um in einem letzten Schritt eine beispielhafte Geschäftsprozess-Vereinbarung aufzuzeigen. Abschließend wird ein „SOLL-Konzept“ auf der Grundlage des Behandlungspfades erstellt, um so in einem ersten Schritt die Auswirkungen einer Optimierung der medizinischen und pflegerischen Dokumentation innerhalb der Integrierten Versorgung aufzuzeigen.
1 Wenn bei der Bezeichnung von Personengruppen die männliche Form verwendet wird, so sind damit selbstverständlich Frauen und Männer gemeint. Die Verwendung der kürzeren männlichen Form dient ausschließlich der besseren Lesbarkeit.
Der Artikel 2 des Grundgesetzes spricht jedem Bundesbürger ein Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit zu, sofern er dadurch keine Rechte eines anderen Menschen verletzt. Weiterhin hat jeder das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.2 Damit der Staat den Bürgern diese körperliche Unversehrtheit gewährleisten kann, muss er Voraussetzungen dafür schaffen, dass der Bürger im Falle einer Krankheit die entstehenden Kosten nicht selber zu tragen hat. Diese hat er mit dem Krankenversicherungssystem, welches auf dem Solidargedanken basiert, geschaffen. Der Grundsatz des Solidargedankens ist, dass im Falle einer Not – in diesem Fall eine Krankheit – die Solidargemeinschaft einspringt und die anfallenden Kosten trägt.
Nach § 1 SGB V hat die Krankenversicherung u. a. die Aufgabe, die Gesundheit der Versicherten zu erhalten, wiederherzustellen oder ihren Gesundheitszustand zu verbessern. Die Versicherten sind aber für die Erhaltung ihrer Gesundheit mitverantwortlich. Dies bedeutet, dass sie durch eine gesundheitsbewusste Lebensführung, Teilnahme an Präventionsmaßnahmen und ihre aktive Mitwirkung dazu beitragen, dass der Eintritt von Krankheit und Behinderung nach Möglichkeit vermieden werden kann, oder aber die Folgen überwunden werden können.3
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