Schönes aus Papier - Miriam Paulsen - E-Book

Schönes aus Papier E-Book

Miriam Paulsen

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Beschreibung

Papier, so alltäglich und doch so unglaublich vielseitig! Von gemusterten Designpapieren über asiatische Seidenpapiere bis hin zu alten Buchseiten oder Landkarten - die Auswahl ist riesig groß. Die Autorin zeigt anhand über 50 moderner Kreativ-Projekte aus den Bereichen Schreiben, Verpacken, Dekorieren, Wohnen und Schenken wie Papier gefaltet, geschnitten und bedruckt werden kann und animiert zu eigenen Kreationen. So entstehen unter anderem dekorative Girlanden, stilvolle Geschenkanhänger und besondere Lampenschirme. Ein einleitendes Kapitel zeigt die Vielfalt des Werkstoffs Papier und beschreibt zusätzlich benötigte Materialien und Werkzeuge. Bei den Projekten garantieren klare Schritt-für-Schritt-Anleitungen, hilfreiche Tipps und Tricks sowie die Downloadmöglichkeit aller Vorlagen das sichere Gelingen.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 80

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Vorwort

Gefaltet, gefalzt, glatt gestrichen, vermessen und markiert, gerillt und geschnitten, gelocht und gestanzt, gewebt, verknotet, durchstochen, verklebt, bemalt und angesprüht, marmoriert, gestempelt, geheftet und geklammert, eingedrückt, umwickelt, gerissen und zerknüllt – kurzum: Da geht was mit Papier.

Es braucht nicht viel: das richtige Material, das passende Werkzeug, einige technische Tipps und Tricks, bei kniffligen Knicken etwas Konzentration, Experimentierfreude, Faszination für Farben und Formen, Strukturen und Materialien und zwei Hände!

Dieses Buch versammelt über 50 Ideen: Analoge Grüße und Glückwünsche, nützliche Notizhefte, vielseitige Verpackungen, sich entfaltende Einrichtungsgegenstände, praktische Helfer, mit Girlanden Garniertes und vieles mehr. Alles rund ums Schreiben und Verpacken, Dekorieren und Wohnen und natürlich Feste feiern mit Papier.

Es gibt Kurzweiliges und Zeitintensiveres, manches erfordert etwas mehr Konzentration, anderes hat eher kontemplativen Charakter. Jede Idee lädt ein zur eigenen Interpretation und Weiterentwicklung. Die dafür notwendigen Techniken werden anschaulich in Wort und Bild erklärt. Was am Ende dabei rauskommt, entscheiden Sie!

Allzeit guten Knick wünscht:

KREATIVmit Papier

KLEINE Papierkunde

PAPIER GIBT ES IN VIELFÄLTIGEN FORMEN. DA DIE ERFOLGREICHE UMSETZUNG EINER IDEE SCHON BEI DER MATERIALAUSWAHL BEGINNT, HIER EIN KURZER ÜBERBLICK ZUM BESSEREN KENNENLERNEN.

Papier lässt sich nach seinem Gewicht, nach seiner Zusammensetzung oder auch nach seinen Maßen klassifizieren.

1 | GRAMMATUR

Ausschlaggebend bei den meisten Projekten ist die Grammatur des Papiers, sprich: das Gewicht. Sie ist als flächenbezogene Masse definiert und gibt das Gewicht des Papiers in g / m² an. Gemäß DIN 6730 ist demzufolge zwischen Papier (7 – 225 g / m²) und Pappe (ab 225 g / m²) zu unterscheiden. Umgangssprachlich sind Überschneidungen möglich. Die Angaben in diesem Buch beziehen sich auf die DIN-Vorgaben. Neben diversen Papieren bis 150 g / m², dazu gehören Origami-, Kopier-, Künstler- und Geschenkpapier, kommen auf den folgenden Seiten auch Land- und Postkarten, Flyer sowie diverse andere Schnipsel zum Einsatz. Und natürlich die im Folgenden noch genauer vorgestellten Papiere (>).

2 | LAUFRICHTUNG

Eine weitere wichtige Eigenschaft ist die Laufrichtung. Sie bezeichnet den Faserlauf des Papiers. Dieser ist unter anderem beim Falzen, aber auch bei Klebearbeiten von Bedeutung. Papier lässt sich in Laufrichtung besser falzen, rillen und ritzen. Gegen die Laufrichtung gefalzt, kann es je nach Papier passieren, dass die Fasern brechen. Wird Papier feucht, dehnt es sich quer zur Laufrichtung aus, zieht sich aber nach dem Trocknen wieder zusammen. Deshalb immer darauf achten, dass zum Beispiel beim Verkleben von Pappe und Papier die Laufrichtung übereinstimmt, da es sonst wellen kann. Bestimmen kann man die Laufrichtung zum Beispiel mit der Falz- und Biegeprobe. Der Biegewiderstand in Laufrichtung ist geringer als der quer zur Laufrichtung. Falls möglich, kann man das Papier auch reißen: Der glattere Riss gibt die Laufrichtung an.

3 | PAPIERFORMAT

Mal so, mal so: Auf die Größe kommt es an. Nach DIN unterscheidet man die rechts abgebildeten A-Formate (>). Die Fläche des größten Formates, DIN A0, entspricht einem Quadratmeter. Zum nächstkleineren Format gelangt man jeweils, indem man das Ausgangsformat einmal quer teilt, das Seitenverhältnis bleibt hierbei immer gleich.

Daneben unterscheidet man in der Reihe B (B0: 1000 x 1414 mm) Formate, die nachträglich zugeschnitten worden sind. Briefumschläge, Hüllen und Mappen werden wiederum in C-Formaten (C0: 917 x 1297 mm) angegeben. Kleine Größen für Karten bekommen Sie mit dieser Maßangabe im Papeterieladen Ihres Vertrauens. Größere Papierformate stammen in der Regel von der Rolle und werden nicht in -DIN-Größen angegeben. Falls der Ausgangsbogen quadratisch sein soll, wie zum Beispiel bei den Origamiprojekten, können Sie einfach einen DIN-Bogen nehmen, eine Ecke auf den gegenüberliegenden Rand hochfalzen und den überstehenden Streifen abschneiden. So erhalten Sie Ihren quadratischen Ausgangsbogen.

4 | INDIVIDUALISIEREN

Für die in diesem Buch vorgestellten Papierprojekte gibt es immer eine Materialempfehlung; je nach Verwendungszweck können Sie diese individuell variieren. Nutzen Sie Papierreste, Zeitschriften, alte Landkarten – was immer Ihnen in die Hände fällt. Auch die Maßangaben können im Verhältnis beliebig angepasst werden. Ist das Papierprojekt etwas komplizierter, finden Sie unter www.gu.de/diy/52121 eine passende Vorlage zum Herunterladen und Ausdrucken. Generell gilt: Experimentieren Sie! Ihre eigenen Ideen haben immer Vorfahrt gegenüber Vorlagen.

Tipp

Bewahren Sie Ihre Papierreste auf! Zum einen entsteht auf diese Weise über die Zeit ein kleines haptisches und optisches Archiv, welches sich durchaus als Gedächtnisstütze nützlich erweisen kann – falls Sie manche Projekte später noch rekonstruieren möchten, etwas nachkaufen müssen oder auch einfach nur als Inspirationsquelle. Außerdem kann man aus fast jedem Schnipsel noch irgendetwas machen, und seien es am Ende Konfetti!

VERSCHIEDENE Papiersorten

Tonpapier (1) ist ein mittelstarkes, durchgefärbtes Papier (130 g / m²) in unterschiedlichen Farben mit matter, griffiger Oberfläche. Es eignet sich gut für Schneid-, Falt- und Falzarbeiten.

Fotokarton (2) ist sozusagen der starke Bruder des Tonpapiers (270 – 300 g / m²). Er ist gleichfalls durchgefärbt und unter anderem das Material der Wahl für Einbände, Dekorationen oder auch größere Objekte aus Papier.

Graukarton und Graupappe (3) bestehen aus 100% Altpapier (350 – 700 g / m² bzw. 950 – 1830 g / m²). Elastisch, aber von hoher Festigkeit sind sie optimal für Schachteln, Mappen und Buchdeckel zu verwenden. Neben dem Gewicht wird zusätzlich die Stärke angegeben (0,5 – 3 mm).

Neobondpapier (4) ist ein Synthesefaserpapier (200 g / m²) und als solches reiß- und falzfest, licht-, alterungs- und chemikalienbeständig, wasserfest, lebensmittelecht und temperaturbeständig bis 100 °C. Dieser Allrounder ist ideal für langlebige Projekte.

Krepppapier (5) gibt es in 2 Varianten: Im Gegensatz zu Bastelkrepp (32 g / m²) ist der Floristenkrepp (160 g / m²) sehr stark gekreppt, durchgefärbt, stabil und formbar und somit ideal für plastische Arbeiten.

Seidenpapier (6) oder Blumenseide (bis 30 g / m²) eignet sich dank der hauchdünnen Beschaffenheit wunderbar für Papierobjekte, die in ihrer dreidimensionalen Struktur etwas leichter und luftiger anmuten sollen.

Wellpappe (7) gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. Dreidimensionale Körper lassen sich zum Beispiel bestens mit Mikrowellpappe umsetzen. Orientieren Sie sich an der Papierstärke, dreiwellige Mikrowellpappe ist stärker als ein- oder doppelwellige.

Masking Tape (8), ein japanisches Papierklebeband, besteht aus leicht transparentem Reispapier (Washi). Es lässt sich problemlos reißen und von den meisten Oberflächen und glatten Papieren wieder rückstandsfrei ablösen.

Lochkarton (9), auch Stickkarton genannt, ist ein Fotokarton (300 g / m²) mit kleinen runden Löchern. Neben dem Besticken eignet er sich auch als Einband für Hefte und Bücher oder zum Gestalten von dreidimensionalen Objekten wie Vasen oder Lampenschirmen.

DIE WICHTIGSTEN Werkzeuge

UM SCHÖNES AUS PAPIER ZU GESTALTEN, BEDARF ES KEINER WERKSTATT. EIN HELLER ARBEITSPLATZ UND EIN PAAR KLEINE HELFER SORGEN DAFÜR, DASS WEDER DAS PAPIER NOCH DIE FREUDE AM FALTEN UND FALZEN RISSE BEKOMMT.

1 | FALZBEIN

Das Falzbein wird sich bei den meisten Projekten als treuer Freund und Falter erweisen. Mit seinen Seiten lassen sich einfache Knicke akkurat nachfalzen, mit seiner abgerundeten Spitze stärkere Papiere vor dem Falten rillen, um so Brüche zu verhindern. Als traditionelles Werkzeug besteht das Falzbein aus Knochen. Falls Ihnen das zu makaber ist: Es gibt auch Varianten aus Holz, Kunststoff oder Edelstahl.

2 | BLEISTIFT

Um punktgenau markieren und zeichnen zu können, sollte der Bleistift hart genug (Härte HB) und gut gespitzt sein. Ihm zur Seite auf dem Arbeitstisch liegt stets ein Radiergummi.

3 | SCHERE, CUTTER & SKALPELL

Formen schneiden, Ecken abrunden, kurze gerade Schnitte – das sind Aufgaben für die Papierschere. Diese bitte nur für Papier verwenden, sonst ist der »Wie-durch-Butter«-Effekt schnell dahin. Zum Schneiden von Papier, aber auch Karton eignet sich der Cutter. Besonders bei sauberen geraden und längeren Schnitten ist er der Schere vorzuziehen. Dabei immer den angesetzten Winkel beibehalten. Als Grundregel gilt: Je dünner das Material, desto flacher wird der Cutter angesetzt. Für sehr feine Linien – rund und gerade – greifen Sie zum Skalpell.

4 | LINEAL & GEODREIECK

Ein Lineal oder besser zwei – kurz (30 cm) und lang (80 cm) – dienen nicht nur zum Messen, sondern auch als Führung für Falzbein und Cutter bzw. Skalpell. Damit der Winkel stimmt und die Parallele sitzt, gehört das Geodreieck beim Arbeiten mit Papier zur Grundausstattung.

5 | SCHNEIDEMATTE

Sie ist die beste Grundlage für alle Arbeiten mit Cutter, Skalpell und auch Falzbein.

6 | LOCHZANGE & MOTIVLOCHER

Lochzange, Motivlocher und Co. helfen nicht nur der Öse, den richtigen Platz zu finden; sie bringen auch das Papier in Form und geben ihm gänzlich neue Funktionen.

7 | PAPIERKLAMMER

Sie hält zusammen, was nicht verrutschen soll: beim Markieren, Lochen, Schneiden, Binden, Auffächern und auch Kleben. Lang und schmal oder breit und kurz – eine kleine Auswahl an Klammern sollte immer griffbereit liegen, falls gerade keine dritte Hand verfügbar ist.

8 | NADEL & AHLE

Gut gestochen ist halb vernäht: Für Näh- und Buchbindearbeiten sind Nadel oder Nähmaschine sowie eine Ahle unverzichtbar.

GRUNDLEGENDE Techniken

MATERIAL UND WERKZEUG LIEGEN BEREIT? DAS NÄCHSTE PAPIERPROJEKT STEHT IN DEN STARTLÖCHERN? KOMBINIERT MIT EIN PAAR TIPPS, TRICKS UND DER RICHTIGEN TECHNIK, KANN ES GLEICH LOSGEHEN!

1 | FALTEN & FALZEN

Die wichtigsten Tätigkeiten auf den folgenden Seiten: Beim Falten arbeiten Sie ohne Hilfsmittel, beim Falzen in der Regel mit einem Falzbein. Der Knick – auch Bruch oder eben Falz genannt – ist in letzterem Falle deutlich präziser. Dabei am besten immer mit der Laufrichtung gehen, gerade bei stärkeren Papieren, da diese sonst brüchig werden können.

2 | RILLEN