SCHÜTZEN SIE IHR VERMÖGEN - Ingo Holke - E-Book

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Ingo Holke

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Beschreibung

Die immer weiter voranschreitende Finanzkrise, unsichere Renten, Altersarmut, Inflation, steigende Staatsschulden, Massenarbeitslosigkeit in Südeuropa, Generationskonflikte und Armutszuwanderung. Man könnte sagen, kein ideales Umfeld, um das eigene Vermögen zu schützen. Niemand kennt das wirkliche Ende der unbeholfenen Schritte der Politiker, die bei Weitem mit diesem Thema überfordert sind. Alle diese Umstände lassen für die Zukunft nichts Gutes erahnen. Da ist es besser, das eigene Vermögen so gut wie möglich abzusichern. Eine effektive Anlageform gegen das dauernde Abschmelzen des eigenen Vermögens können durchaus Auslandsimmobilien sein. Selbst wenn im eigenen Land immer dreistere Steuererhöhungen und andere Abgaben anstehen, kann man diese durch Auslandimmobilien oft umgehen. Selbst Agrarland in Osteuropa kann zu einer idealen Lösung werden, wenn man nur nicht zu wenig Land kauft. Die Chinesen machen es uns ja bereits vor, und kaufen ganze Regionen in der Ukraine auf. Der Autor, der beruflich seit Jahrzehnten mit dem Thema Auslandsimmobilien beschäftigt ist, vergleicht die verschiedenen Länder Europas und ihre unterschiedlichen Marktsituationen, Perspektiven und Risiken. Auch geht der Autor auf die wachsende Schuldenkrise und die Blasenbildungen in den Handelsbörsen, Rohstoff- und Immobilienmärkten ein. Durch das fortgesetzte "Gelddrucken" der Nationalbanken und der EZB, die eigentlich auch gar nicht mehr zurückrudern können und weiter "Money for nothing" produzieren müssen, entstehen Blasen in allen möglichen Sektoren. An dem Tag, an dem die Notenbanken zurückrudern, dürfte der nächste Finanzcrash sicher sein. Das könnte auch der Tag werden, an dem die uns bekannte Währung nichts mehr wert ist. Auslandsimmobilien können Ihnen dabei helfen, auch solche Situationen erfolgreich zu meistern.

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Seitenzahl: 156

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Ohne Sicherheit vermag der Mensch weder seine Kräfte auszubilden noch die Frucht derselben zu genießen; denn ohne Sicherheit ist keine Freiheit.

Wilhelm von Humboldt (1767-1825)

Ingo Holke

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MIT AUSLANDSIMMOBILIEN

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© 2013 Ingo Holke

Umschlaggestaltung, Illustration:

Alèxia Holke

Fotos: I. Holke, A. Holke

Lektorat, Korrektorat:

Akademisches Lektorat Bremen

weitere Mitwirkende: Irina Holke

Verlag: tredition GmbH, Hamburg

ISBN: 978-3-8495-7285-3

Printed in Germany

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Inhaltsverzeichnis

Sparen mit Verlusten

Europa verliert Industrie

Welche Länder bieten die nötige Sicherheit?

Agrarland, Immobilienanlage mit Zukunft!

Industrie- und Projektanlagen in den EU-Staaten

In welchen Ländern lohnt eine Investition noch?

DIE ALPENLÄNDER:

Schweiz

Österreich

DIE LÄNDER OSTEUROPAS:

Ungarn

Slowakei

Tschechien

Polen

DIE BALTISCHEN STAATEN:

Lettland, Littauen und Estland

SKANDINAVIEN:

Finnland

Schweden

Dänemark

Norwegen

WESTEUROPA:

Holland

Belgien

Luxemburg

Frankreich

England

Schottland

Irland

DIE LÄNDER SÜDEUROPAS:

Spanien

Andorra

Portugal / Madeira

Italien

Malta

DIE BALKANSTAATEN:

Slowenien

Kroatien

Serbien

Bosnien

Montenegro

Albanien

Mazedonien

Griechenland

Bulgarien

Rumänien

ZWISCHEN ASIEN UND EUROPA:

Türkei und Zypern

Welche Anlagen kommen auch noch in Betracht?

Gold und Edelmetalle

Aktien

Nicht immer gut beraten

Vorwort:

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. So ist es in Perioden beispiellos niedriger Zinsen wichtig, sich nach alternativen Anlagen umzuschauen, wenn man nicht miterleben möchte, wie der Wert des angesparten Vermögens dahin schmilzt wie Schnee in der warmen Mittagssonne.

So hat der Autor, der über jahrzehntelange berufliche Erfahrung im internationalen Immobiliengeschäft verfügt, mit diesem Buch einen Ratgeber geschrieben, der dem interessierten Leser einen ersten Überblick über den komplexen europäischen Immobilienmarkt gewähren soll.

Sollte es zu einer weiteren Verschärfung der Finanzkrise kommen, oder sogar ein „Crash“ drohen, ist es sicherlich besser, das eigene Vermögen gerade auch mit Hilfe von Immobilien abzusichern, die ruhig auch einmal jenseits der eigenen Landesgrenzen liegen können.

Wie prekär die Lage ist, mag die momentane Situation der amerikanischen Notenbank am besten beschreiben. Die Niedrigzinsen, die nicht zuletzt weltweit von dieser Institution mit beeinflusst werden, sind ja gerade für diese Notenbank selbst überlebenswichtig. Die sogenannte „Fed“ hat etwa siebzig Mal mehr Schulden als Rücklagen. Wenn da der Zins auch nur ein wenig steigt, wäre die amerikanische Notenbank sogar von der eigenen Pleite bedroht.

Viele Jahre mit Niedrigzinsen gefährden jedoch massiv das angesparte Vermögen der meisten Menschen. Auch können die Rentenkassen sowie die private Altersversorgung sich durch die niedrigen Zinsen so stark relativieren, dass immer mehr Leute von einer gravierenden Altersarmut bedroht sein werden.

So ist es also an der Zeit, sich nicht nur vom altbewährten Sparbuch und anderen unpassenden Anlageformen zu verabschieden und nach Alternativen zu suchen. Einerseits um die Abhängigkeit zu den Kreditinstituten zu verringern als auch andererseits, um die eigenen Anlagen weiter zu streuen und somit natürlich auch die Risiken zu verringern.

Nachdem der Autor ein wenig über den Stand der Dinge dieser weltweiten Finanzkrise resümiert, soll dieses Buch in der Folge vor allen Dingen zeigen, in welchen Ländern Europas eine Investition mehr Sinn macht und in welchen weniger.

Sparen mit Verlusten:

Für Anleger und Sparer wird es in letzter Zeit immer schwerer, sich der sogenannten „kalten Enteignung“ zu entziehen und Wege zu finden, um das bisher ersparte Vermögen sinnvoll und vielleicht sogar gewinnbringend anzulegen. So bewegen sich nicht nur in Deutschland viele Anleger in Richtung „Betongold“ und kaufen vor allen Dingen Immobilien. Ob sich das in der Bundesrepublik langfristig auszahlen wird, bleibt abzuwarten, denn nur in sehr guten Lagen wird sich eine langfristige Steigerung der Immobilienpreise durchsetzen können.

Zusätzlich wurde der deutsche Immobilienmarkt bisher durch ausländische Investoren aufgeheizt, die ihr Vermögen aus den Ländern Südeuropas abzogen, um sich Wohnungen oder Büros in Berlin, Hamburg, München oder anderen im Trend liegenden Städten zu kaufen. Nicht selten war diese Kapitalflucht gerade im Sommer 2012 getrieben von der Angst, im eigenen Land den Euro als Währung zu verlieren oder auch in der Heimat einen ähnlichen Bankencrash zu erleben, wie er sich dann etwas später in Zypern tatsächlich ereignet hat.

Seitdem bildet sich auch nach Meinung der Bundesbank langsam, aber unaufhaltsam in einigen Gebieten Deutschlands eine Immobilienblase, die für so manchen spät entschlossenen Anleger, aber auch für den Immobilienmarkt selbst noch sehr unangenehme Folgen haben könnte. Die vor kuzem erfolgte weitere Zinssenkung der Europäischen Zentralbank wird die Chance auf eine Immobilienblase in einigen Ländern und vor allen Dingen in Deutschland zusätzlich erhöhen und auch die Börsen weiter künstlich anheizen. Diese Niedrigpreispolitik der EZB orientiert sich nur nach an den Bedürfnissen der Krisenländer des Euroraumes und schadet den anderen und noch etwas besser dastehenden Ländern erheblich. Wenn also eine Geldanlage in deutsche Immobilien sich durch eine entstehende Überhitzung des Marktes als gefährlich erweisen kann, warum eigentlich sollte man dann nicht besser auf einen der europäischen Nachbarstaaten ausweichen können und dort vielleicht noch ideale Marktverhältnisse vorfinden?

Als weitere und wohl größte Bedrohung für die eigenen Rücklagen kommt hinzu, dass die nach wie vor nicht kleiner gewordene Finanzkrise sowohl von den meisten europäischen Politikern als auch von etlichen Wissenschaftlern erheblich unterschätzt wird und die Presse zumeist ein übriges tut, um die reale Situation zu verharmlosen oder gar zu vertuschen.

Aufgrund der Schwere der Krise werden sich die Anleger und Sparer vor allen Dingen in den westlichen Industrienationen in jedem Fall auf größere Einbußen einstellen müssen. Wer das nicht glaubt, scheint naiv, denn schon im November 2013 wurden wieder einmal Gedankenspiele über eine direkte Enteignung der Bürger öffentlich. In dem zu diesem Zeitpunkt routinemäßig veröffentlichten Staatsschuldenbericht „Fiscal Monitor“ des IWF fand sich auf Seite 49 schon ein deutlicher Ansatz dazu. An dieser Stelle wurde gefordert, gerade auch in Deutschland den Einwohnern zehn Prozent ihres Vermögens per Zwangsabgabe zu nehmen, um mit diesem Geld die Staatsverschuldung der europäischen Staaten auf das Niveau von 2007 zu drücken. Dass diese Gedankenspiele stattfinden, ist nicht neu, und entweder dieser Vorschlag oder ein anderer wird sicherlich früher oder später dankbar von der Politik aufgenommen werden. Es stellt sich nur noch die Frage nach dem Zeitpunkt und wie viel von der sogenannten Entschuldung die heutige Generation zahlen muss. Danach richtet sich auch die Höhe der Schulden, die man den kommenden Generationen aufbürden wird. Der Krieg der Generationen hat insofern eigentlich schon begonnen. Auch sind die Renten in der Zukunft alles andere als sicher. Sollte das momentane „Versuchslabor“ der Politiker letztendlich nicht funktionieren, kann im Extremfall auch die Reißleine gezogen werden. Eine Währungsreform als letztes Mittel ist vielen Menschen in Deutschland sowohl im Osten als auch im Westen noch hinreichend bekannt.

Dass es soweit kommen kann oder wohl sogar kommen muss, ist durch die immer stärker werdende verhängnisvolle Bindung der Banken an die jeweiligen Regierungen und vice versa mehr als wahrscheinlich. Dass man zusätzlich die Europäische Zentralbank (EZB) als obersten Bankenaufseher eingebunden hat und diese damit auch politische Verantwortung übernehmen muss, macht ja eigentlich den Bock zum Gärtner und lässt nicht nur bei Hellsehern und Orakeln den Eindruck entstehen, das sich hier ein Drama ungeahnten Ausmaßes anbahnt.

Denn wickelt die EZB eine europäische Bank ab, die ja wie gewöhnlich jede Menge Staatsanleihen aus dem eigenen Land halten dürfte, könnte mit der Bank auch gleich der jeweilige Staat mit abgewickelt werden. Bevor es soweit kommt, werden sicherlich zuvor die Aktionäre der Bank und Kontoinhaber mit mittleren bis großen Einlagen bluten. Denn sollte durch eine Bankabwicklung ein Staat mit der Bank gemeinsam in Schieflage geraten, bestünde ja die Gefahr, das die Europäische Gemeinschaft auseinanderbrechen könnte, und wenn dies passiert, braucht auch niemand mehr eine Europäische Zentralbank. So wird wohl auch kaum jemand ernsthaft daran glauben, das sich die EZB durch solche Handlungen freiwillig selbst abschaffen wollte.

Die Verschuldung in Europa ist nicht zuletzt auch durch die Eurokrise auf so gewaltige Werte angestiegen, dass einige der europäischen Volkswirtschaften diese Situation ohne einen Schuldenschnitt oder ohne einen Rettungsschirm nicht mehr schultern können.

Wer aber nun meint, dass man mit den Anlagen ja auch nach Amerika oder Asien gehen könnte, wird erstaunt sein über das, was ihn dort erwartet.

Amerika ist bei der Pro-Kopf-Verschuldung Europa sogar noch um einige Prozentpunkte voraus. Die letzte Episode im Streit um ein Anheben der Schuldengrenze zwischen Präsident Obama und der „Tea Party“-Bewegung der Konservativen im Oktober 2013 ließ bereits erahnen, wie krank der Patient USA mittlerweile wirklich ist und ebenfalls, wie dünn der Faden zu sein scheint, an dem auch das weltweite Finanzsystem hängt. Darüber hinaus wurde in Amerika keine Lösung der Probleme angeboten oder umgesetzt. Dort wird durch ständiges Erhöhen der Obergrenze der Verschuldung der Konflikt nur immer weiter vertagt. Die extreme Verschuldung der Vereinigten Staaten verhindert das dringend nötige Wirtschaftswachstum. Eine der größten Wirtschaftsmächte der Welt ist auf dem Weg in eine chronische Krankheit, denn die Staatsschulden wachsen viel schneller als das Bruttosozialprodukt. Wie rasant die Verschuldung steigt, sieht man an den unglaublichen Geldmengen, die die amerikanische Nationalbank in die Märkte pumpt, um die Schulden noch bedienen zu können. Die EZB in Europa hinkt in diesem Punkt kaum hinterher, auch hier werden gewaltige Summen immer wieder aufs Neue in Umlauf gebracht, was natürlich auch einen direkten Einfluss auf die Börsen hat.

Aber auch Japan steht mit einer Verschuldung von gut vierhundert Prozent seines Bruttosozialproduktes, davon etwas über zweihundert Prozent Staatsverschuldung, eigentlich unmittelbar vor dem Zusammenbruch. Die von Präsident Abe nun eingeleitete aggressive Wirtschaftspolitik bringt zwar oberflächlich betrachtet erste Erfolge, birgt jedoch auch sehr große Risiken wie zum Beispiel einen Währungskrieg in sich. Was bisher segensreich für Japan war und eine derartig hohe Überschuldung erst möglich gemacht hat, nämlich dass etwa fünfundneunzig Prozent der Staatsverschuldung durch die eigenen Bürger aufgekauft wurden, kann schon bald zu einem gefährlichen Bumerang werden. Denn durch die zunehmende Überalterung der Bevölkerung werden immer mehr Menschen ihre Rücklagen für das Alter abrufen, und so wird es auch immer häufiger passieren, dass die japanischen Bürger ihre Staatsanleihen veräußern werden, um einen halbwegs würdigen Herbst ihres Lebens finanzieren zu können. Durch das Ingangsetzen dieser Spirale wäre auch ein finanzieller Zusammenbruch der japanischen Staates schnell erreicht. Durch die immer größer werdende Last, Staatsanleihen dann mit immer höheren Zinsen vermarkten zu müssen, ist so ein Szenario in recht kurzer Zeit möglich.

Die sogenannten Schwellenländer wie Indien, Brasilien oder Indonesien stehen derweil nicht mehr im Mittelpunkt des Interesses der Investoren, und die Immobilien- und vor allen Dingen die Kreditblase in China steht ebenfalls kurz vor dem Platzen. Die kommunistische Regierung beginnt derweil sogar schon damit, die Auswirkungen einer Freigabe des Wechselkurses ihrer Währung Yuan in der Sonderhandelszone Shanghai zu testen. Nicht zuletzt dürfte auch das schwindende Vertrauen in den US-Dollar die Chinesen zu solchen Experimenten anregen. China hält immerhin weit mehr als eine Billion Dollar in amerikanischen Staatsanleihen.

Angesichts dieser Sachlage werden in naher Zukunft sicherlich dramatische Schritte nötig werden, um die Volkswirtschaften vieler Länder wieder handlungsfähig zu machen. Und es wird ganz sicher nicht nur klimatische, sondern vor allen Dingen auch brisante weltpolitische und wirtschaftliche Veränderungen geben.

Zurück in Europa zeigt ein Blick nach Griechenland, dass weitere Schuldenschnitte nicht nur hier, sondern auch in verschiedenen anderen europäischen Krisenländern mit großer Wahrscheinlichkeit nicht ausbleiben können. Belässt man Griechenland in der momentan aussichtslosen Situation, ist es sogar möglich, dass es der rechte und der linke politische Rand des Landes nicht nur mit ein paar Hinrichtungen auf offener Straße bewenden lassen und sich somit die sozialen Spannungen im Extremfall sogar bis zu einem Bürgerkrieg aufschaukeln könnten.

Die Zahlen dieser immensen Staatsverschuldungen in Europa zeigen, dass durchaus ein etwa dreißigprozentiger Schuldenschnitt nötig sein wird, um die Realwirtschaft in den europäischen Krisenstaaten langsam wieder auf Kurs zu bringen und somit größeren gesellschaftlichen Konflikten aus dem Weg zu gehen. Denn der Schuldenberg hemmt natürlich auch das Wirtschaftswachstum der betroffenen Staaten und somit auch den Weg aus der immer weiter steigenden Arbeitslosigkeit.

In Zahlen ausgedrückt würde das bedeuten, dass bei diesem gewaltigen Schuldenschnitt europaweit mehr als fünf Billionen Euro Schulden erlassen werden müssten, Geld, welches dann sowohl vom Steuerzahler als auch von Sparern und Investoren aufgebracht werden müsste!

Natürlich wäre das dann in diesem Fall noch ein kontrollierter Eingriff, bei dem fast alle Gesellschaftsschichten zur Kasse gebeten würden, das wird zwar teuer, ist aber immer noch besser, als wenn die Staaten in eine unkontrollierte Insolvenz gehen würden. Macht man diese Schuldenschnitte nicht, bliebe als eine weitere Alternative für den Abbau der Verbindlichkeiten natürlich noch die Hyperinflation, die die Kaufkraft der Bürger erst langsam und dann immer schneller und schneller werdend mit voller Wucht treffen würde!

Diese aber ist gerade bei der deutschen Bevölkerung aufgrund von bereits gemachten Erfahrungen in den Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts nicht gerade gern gesehen. Durch die Hyperinflation würde jeder Bürger Europas zur Ader gelassen, mit dem zusätzlichen Risiko, dass die dann entstehende Situation vielleicht auch einmal aus dem Ruder laufen und schließlich in einer Währungsreform enden könnte.

Bei dieser Form der Entschuldung wird ein Großteil des Geldvermögens vernichtet, aber auch von der Altersversorgung für die meisten Bürger der betroffenen Staaten bliebe dann nicht mehr viel oder vielleicht auch gar nichts mehr übrig.

Noch gefährlicher wird es natürlich dann, wenn sich die Schuldenkrise in ein unkontrolliertes Chaos auflösen würde, denn um in diesem Fall noch so etwas wie Schadensbegrenzung zu betreiben, sollte man sein Anlagevermögen möglichst weit gestreut haben.

Auslandsimmobilien können und sollten dabei eine wertvolle und wichtige Ergänzung darstellen. Aber über eines sollte man sich immer im Klaren sein: Jeder, der etwas besitzt, wird einen Teil seines Vermögens verlieren, egal wie auch immer er sich mit seinem Vermögen aufstellen wird, denn die gewaltige Schuldenlast, die entstanden ist, wird in welcher Form auch immer ganz sicher auf die Bürger abgewälzt werden!

Suchen Sie also immer nach dem Weg des geringsten Risikos, investieren Sie intelligent und stellen Sie sich in jedem Fall trotzdem auf Verluste ein. Menschen, die ihr Vermögen nicht streuen und es weiterhin den Banken und dem Staat anvertrauen, werden viel mehr verlieren, als Anleger, die sich vorbereiten und sowohl rechtzeitig als auch flexibel reagieren. Wie hoch diese Verluste dann ausfallen, liegt an Ihrer persönlichen Anlagestrategie und der Vielfalt Ihres Anlageportfolios. Ganz geschickte Anleger und Glücksritter können eventuell sogar noch Kapital aus dieser außergewöhnlichen Situation schlagen.

Bereiten Sie sich also vor, denn der Beginn des nächsten großen „Crashs“ auf den Finanzmärkten zeichnet sich jetzt bereits immer deutlicher ab, und das nicht nur durch die Krise in Asien und einigen „BRIC-Staaten“. Auch die USA haben ja im Herbst 2013 wieder einmal kurzfristig angedeutet, wie schnell der politische und wirtschaftliche Abgrund durch ihre immer weiter wachsende Verschuldung erreicht werden kann.

Aber noch einmal zurück nach Deutschland, denn hier verblenden die Politiker das Volk als Vorreiter im Kampf gegen die zockenden Banken. Zur Ader gelassen werden dabei allerdings nicht die Banken, sondern deren Kunden. So ist es sicher, das sich in einem Deutschland unter einer großen Koalition auch die Abgaben für Gewinne, die durch Anlagen entstehen, ganz sicher rapide verteuern werden, selbst dann, wenn offiziell zunächst einmal keine Steuererhöhungen auf dem Zettel der Koalitionsverhandlungen standen. Nimmt man einmal als Beispiel die bestehende Abgeltungssteuer, sieht man, dass von ihr keineswegs nur die großen Börsentrader oder Investmentbanker betroffen sind.

Gerade der sogenannte Normalbürger wird durchaus von dieser Steuer getroffen, wenn er auch nur versucht, sein Geld gewinnbringend anzulegen. Nimmt man einmal den recht geringen Freibetrag von nur 801 Euro für Unverheiratete und die doppelte Summe für Ehepaare aus der Rechnung heraus, mag hier ein Beispiel kurz einmal zeigen, wie schnell ein gemachter Anlagengewinn wieder schrumpfen kann. Wenn ein unverheirateter in Deutschland lebender Bürger nach zehn Jahren einen gemischten Fonds mit einem Gewinn von zehntausend Euro verkauft, zahlt er nach dem momentanen Stand der Dinge, inklusive Soli und je nachdem, ob mit oder ohne Kirchensteuer, von diesem Gewinn so um die zweitausendzweihundert Euro an den Staat. Dass an dieser Schraube noch weiter gedreht wird und der Staat somit noch mehr einnehmen wird, ist durchaus anzunehmen.

Auch die geplante Finanztransaktionssteuer wird den kleinen Mann mit voller Wucht erwischen, denn davon sind vor allen Dingen alle erdenklichen Arten der Altersvorsorge betroffen, seien es Investmentfonds, Lebensversicherungen oder auch nur ein simpler Aktienverkauf. Besonders übel ist es natürlich, wenn solche Steuern mit den momentanen Niedrigzinsen zusammenprallen, sodass die zu erzielenden Renditen bei den meisten Anlageformen nicht selten schon von vornherein negativ ausfallen können.

Auslandsimmobilien sollten also keinesfalls in Ihrer Anlagestrategie fehlen, auch wenn gerade bei dieser Investitionsform selbstredend eine besonders gründliche Recherche wichtig ist.

Europa verliert Industrie

Dadurch, das Europa durch falsche Investitionsanreize aus Brüssel, aber auch durch falsch geförderten Lobbyismus in den letzten zwanzig Jahren kontinuierlich seine Industrie abbaut, wird es auch immer schwerer, neue Arbeitsplätze zu schaffen. So wird in einem Bericht der EU-Kommission eingeräumt, dass es seit der Jahrtausendwende in der EU mit der Bedeutung der Industrie gemessen am Bruttosozialprodukt kontinuierlich bergab geht. So betrug der Anteil der Industrieproduktion am europäischen Bruttosozialprodukt im Jahr 2000 noch 18,1 Prozent. Laut dem zuständigen Europa-Kommissar Antonio Tajani sind davon im Jahr 2013 gerade noch einmal 15,1 Prozent übrig geblieben. Deutschland steht zwar mit 23 Prozent noch recht gut da, aber das könnte sich schnell ändern. Wenn die Steuern und Abgaben hochgehen und die Exporte einbrechen, weil die Wettbewerbsfähigkeit sinkt, ist gerade der deutsche Mittelstand extrem gefährdet. Und dass bereits Abstriche zu machen sind, ist schon heute sichtbar, denn auch in Deutschland gibt es durchaus Gebiete, die jetzt schon eine Arbeitslosenrate von mehr als fünfundzwanzig Prozent aufweisen. Sollte die Industrie darüber hinaus voll an den Kosten der Energiewende beteiligt werden, werden wohl viele Betriebe über einen Standortwechsel nachdenken müssen.

Insgesamt scheint der Arbeitsmarkt in der Bundesrepublik auf den ersten Blick stabil, aber das muss natürlich nicht immer so bleiben, denn auch Deutschland beginnt bereits damit, nach und nach seine Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren. Darüber hinaus muss man mit in Betracht ziehen, dass die Arbeitslosenrate in Deutschland zwar im Vergleich mit einigen europäischen Nachbarn eher gering wirkt und etwa drei Millionen Arbeitslose bei der Gesamtbevölkerungszahl nicht viele zu sein scheinen, aber wenn man sich einmal anschaut, wie viele Geringverdiener sich nicht einmal mit dem Gehalt ihres ausgeübten Vollzeitjobs über Wasser halten können und wie viele andere gerade in einer Umschulung oder einer anderen berufsfördernden Maßnahme stecken und somit der Arbeitslosenstatistik entzogen sind, ist die Realität dann leider doch nicht so schön wie die von den Politikern mithilfe geschönter Statistiken ausgeführte.

So wartet man auch in Deutschland vergeblich auf die Lösung vieler dringender Probleme wie zum Beispiel der Modernisierung der Infrastrukturen und dringenden Reparaturen im Straßennetz oder der immer wichtiger werdenden Finanzierung maroder Kommunen durch den Bund, die dann wohl letztendlich der Steuerzahler übernehmen