Seewölfe - Piraten der Weltmeere 220 - Kelly Kevin - E-Book

Seewölfe - Piraten der Weltmeere 220 E-Book

Kelly Kevin

0,0

Beschreibung

Auf der kleinen Lichtung, war die Hölle los. Dabei mußten sich Sam Roscill, Luke Morgan, Gary Andrews, Matt Davies und der Kutscher erst einmal darauf einstellen, daß sie nicht gegen Männer, sondern Frauen kämpften. Und noch bevor sie diese Ungeheuerlichkeit richtig begriffen, fielen die Kriegerinnen bereits über sie her. Ein wildes Handgemenge entstand - ein Handgemenge, bei dem sich die Seewölfe nicht nur ihrer Haut wehren, sondern auch noch gegen das Gefühl ankämpfen mußten, daß dies ja wohl nur ein verrückter Alptraum sein könne. Leider war es die rauhe Wirklichkeit...

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern

Seitenzahl: 117

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0



Impressum© 1976/2016 Pabel-Moewig Verlag KG,Pabel ebook, Rastatt.ISBN: 978-3-95439-556-9Internet: www.vpm.de und E-Mail: [email protected]

Inhalt

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

1.

Der Sturm heulte wie ein Chor verdammter Seelen.

Von Osten orgelte er heran, pfiff durch Wanten und Pardunen, knallte in die letzten verkleinerten Segel der „Isabella VIII.“ und verlieh ihr eine Höllenfahrt. Die Galeone rauschte raumschots dahin. Beidrehen konnte sie nicht, da sie dabei dwars vertrieben worden wäre, vor Topp und Takel lenzen konnte sie schon gar nicht. In beiden Fällen lief sie Gefahr, zu nahe an die Küste zu geraten und auf Legerwall geworfen zu werden.

Edwin Carberry, der Profos, hielt sich an einem Strecktau fest und spähte mit grimmig vorgeschobenem Kinn über die Kuhl.

Die sah gar nicht mehr gut aus.

Die Trümmer der Marsrah polterten durcheinander, Schoten und Stage verknäulten sich oder zischten durch die Luft, als schlage der Leibhaftige mit der Peitsche drein.

Smoky, der Decksälteste, und der blonde Schwede Stenmark mühten sich ab, die ganze Bescherung über Bord gehen zu lassen, bevor sie jemandem den Kopf lädierte. Matt Davies sprang hinzu und schlug seine Hakenprothese in das verhedderte Tauwerk. Aus einem Schleier sprühender Gischtwolken tauchte auch noch der riesige rothaarige Schiffszimmermann Ferris Tucker auf, und im selben Moment holte die „Isabella“ beängstigend nach Backbord über.

„Festhalten, ihr Stinte!“ brüllte Edwin Carberry, der Profos, mit Donnerstimme.

„Wahrschau! Sturzsee!“ schrie gleichzeitig Sam Roscill, der sich Großmars am Mast festgelascht und zuvor beinahe die Marsrah auf den Kopf gekriegt hatte.

Der Profos fuhr herum.

Grün und glasig wuchs es an Steuerbord hoch, eine gewaltige Woge, die die Kuhl unter sich begraben würde. Die Männer klammerten sich krampfhaft fest. Nur Stenmark, der gerade der halben Rah über Bord geholfen hatte, schien nicht schnell genug Halt zu finden. Schien! Denn zum Glück hatte ihn Matt Davies im wahrsten Sinne des Wortes am Haken, um ihn blitzschnell zurückzuziehen.

Das wiederum konnte Edwin Carberry von seinem Platz aus nicht sehen.

„Dämlicher Affenarsch!“ fluchte er, ließ das Strecktau fahren und wollte mit einem Satz das Schanzkleid erreichen, um Stenmark abzufangen. Schon stieg die Sturzsee an Deck, knallte wie eine gigantische Raubtierpranke auf die Planken und überflutete die Kuhl. Stenmark verlor den Halt, doch er wurde durchaus nicht hilflos davongewirbelt. Statt dessen wirbelte etwas ganz anderes mit der grünen Woge über die Kuhl: ein klafterlanges Stück Treibholz von der Dicke eines mittleren Baumstamms.

Der Zufall wollte es, daß es dem Profos genau in die Hacken knallte.

Edwin Carberry schrie auf, verlor das Gleichgewicht und stürzte. Wie eine unsichtbare Gigantenfaust traf ihn die Gewalt des Brechers. Er schluckte Wasser, schlug um sich und versuchte verzweifelt, das Schanzkleid zu packen – doch selbst für ihn, den eisernen Profos, war das Unglück zu schnell geschehen.

Unwiderstehlich wurde er über Bord gewischt.

Nur sein wütender Aufschrei übertönte noch sekundenlang das Gurgeln und Brausen der ablaufenden Woge. Smoky und Stenmark, Matt Davies und Ferris Tucker, wie die Klammeraffen an das Strecktau gekrallt, starrten fassungslos auf die Stelle, wo der Profos eben noch gestanden hatte.

„Himmel, Arsch und Wolkenbruch!“

Es war die Stimme des Seewolfs, die als erste das Höllenkonzert des Sturms übertönte.

Philip Hasard Killigrew hatte sich an der Schmuckbalustrade des Achterkastells festgelascht, jetzt löste er blitzartig den Slipknoten. Sein Herz hämmerte, sein Puls jagte, der Schrecken krallte sich in ihm fest, als habe ihm jemand einen Enterhaken in die Eingeweide geschlagen. Aber er handelte sofort, handelte schneller, als irgend jemand denken konnte.

Wer im Sturm außenbords ging, der war verloren – so lautete ein ehernes Gesetz.

Aber hatten die Seewölfe nicht schon so manches eherne Gesetz um eine Ausnahme bereichert? Hasard scherte sich den Teufel um Vernunft und Vorsicht. Mit einem kurzen Blick überzeugte er sich, daß in den nächsten Sekunden keine weitere Sturzsee die Decks überspülen würde. Dann flankte er kurzerhand über die Schmuckbalustrade, landete auf der Kuhl, vollführte einen Hechtsprung und schlidderte genau dorthin, wo er hinwollte: zu einer sauber belegten, in Buchten aufgeschossenen Taurolle.

Mit einem Griff hat er sie sich geschnappt, samt einer daneben hängenden Leine.

Das nächste Überholen der Galeone beförderte ihn im Schnellverfahren ans Backbord-Schanzkleid. Dort prellte er sich zwar sämtlich Knochen, doch das spielte keine Rolle. Noch im Aufspringen schlang er sich den Tampen um den Leib. Die Linke brauchte er, um sich festzuhalten. Aber da er sich durchaus nicht als einziger den Teufel um Vernunft und Vorsicht geschert hatte, waren Ferris Tucker, Matt Davies, Stenmark und Smoky schon zur Stelle, um auszuhelfen.

„Wahrnehmen und belegen!“ schrie Hasard, womit er das Tau meinte.

Dabei schwang er sich bereits aufs Schanzkleid, stieß sich kräftig ab und schnellte mit vorgestreckten Armen wie ein geschmeidiger Pfeil ins Wasser.

Ihm war, als tauche er mitten in eine kochende, tobende Hölle. Ganz kurz hatte er geglaubt, auf dem gischtenden Kamm einer Welle etwas zu erkennen, das vielleicht ein menschlicher Kopf sein konnte. Wasser schlug über ihm zusammen, Urgewalten schienen an ihm zu zerren. Die unter dem Kiel der „Isabella“ ablaufenden Wellen trugen ihn vorwärts. Ganz kurz straffte sich das Tau, weil die Männer am Schanzkleid nicht schnell genug Lose geben konnten. Idioten, dachte Hasard erbittert, während sein Magen malträtiert und die Luft aus seinen Lungen gepreßt wurde. Dabei wußte er genau, daß Ferris Tucker und die anderen ihr Bestes taten. Mit zwei, drei kräftigen Schwimmstößen arbeitete er sich nach oben, schnappte nach Luft und wurde im nächsten Moment von einer Woge angehoben.

Verzweifelt riß er die Augen auf, um etwas zu sehen.

Riesige Wellenberge, schwindelerregende Täler, Gischt, der in langen weißen Schlieren davonwehte. Die See brodelte, als habe der Teufel selbst einen Suppentopf aufs Höllenfeuer gesetzt. Salz biß in Hasards Augen. Sekundenlang verschwamm die Umgebung, dann schluckte er Wasser, weil er einen Freudenschrei ausstoßen wollte.

Zwei Wellenberge weiter waren deutlich die kraftvoll wirbelnden Armschläge eines Schwimmers zu sehen.

Carberry! Er lebte – und er kämpfte. Noch befand er sich in Lee der Galeone, wo die Elemente etwas weniger heftig tobten. In Luv wäre er gegen die Bordwand geschmettert worden und hätte sich alle Knochen gebrochen. Auch hier standen seine Chancen ausgesprochen miserabel. Denn im Normalfall wurde ein Mann, der im Sturm außenbords ging, unweigerlich und ohne die leiseste Aussicht auf Rettung abgetrieben.

Aber wenn ein Edwin Carberry gegen die Gewalt der anrollenden Wellen kämpfte und ein Philip Hasard Killigrew ihm wie vom Teufel gehetzt entgegenschwamm, dann war das eben alles andere als ein Normalfall.

Es wurde knapp, sehr knapp.

Zum zweitenmal spürte Hasard, wie das Tau steifkam, aber er brauchte Ed Carberry nur eine Armlänge zu überbrücken. Das tat er mit einer letzten, verzweifelten Anstrengung. Im nächsten Moment klammerte er sich ebenfalls an das Tau, keuchte und prustete, während Hasard die kurze Leine vom Gürtel löste, mit der sie sich aneinanderbinden konnten.

Das war auch nötig. Denn bei dem Einholmanöver ließ sich nicht vermeiden, daß die beiden Männer unterschnitten, und nur zu leicht konnte einer von ihnen das Bewußtsein verlieren.

„Hölle und Verdammnis!“ fluchte der Profos los. „Wenn ich den Kerl erwische, der mir den Knüppel zwischen die Beine geworfen hat, zieh ich ihm die Haut in Streifen …“

„Futterluke dicht!“ schrie Hasard über den heulenden Sturm weg. „Himmelarsch, haben die Kerle Datteln auf den Augen, oder wollen sie uns baden?“

„Keine Sicht!“ keuchte Carberry überflüssigerweise.

„Schlaukopf!“ Hasard spuckte Salzwasser aus. Als die nächste Woge sie emportrug, riß er winkend beide Arme hoch, und jetzt endlich schienen die Männer an Bord zu begreifen, daß er den Profos längst sicher hatte.

Das Tau ruckte an.

Wasser schlug über Hasards Kopf zusammen, und er fragte sich, wie viele Männer sie da eigentlich hereinzogen und ob sie vorhatten, sie wie Katzen zu ersäufen. Aber das mörderische Tempo war notwendig. Gegen den Seegang mußten sie unterschneiden, und da von der „Isabella“ aus nicht zu unterscheiden war, ob zwei wache oder bewußtlose Männer am Tau hingen, zählte jede Sekunde.

Ed Carberry hatte noch Luft genug für einen Fluch, bei dem es ein Wunder war, daß der wolkenverhangene Himmel nicht errötete.

Hasard sparte seinen Atem, bemühte sich, mit dem Kopf oben zu bleiben, und fand nebenbei noch Zeit zu der Festellung, daß das Heulen und Orgeln des Sturms etwas nachgelassen hatte. Oder bildete er sich das nur ein, weil er schon nicht mehr klar denken konnte? Er wußte es nicht, und er kam auch nicht mehr dazu, darüber nachzudenken.

Etwas Dunkles flog auf ihn zu.

Treibholz. Vielleicht auch ein Trümmerstück von der Marsrah der „Isabella“, das ein Brecher über Bord gespült hatte. Was auch immer – auf jeden Fall war es hart. Das merkte der Seewolf genau in der Sekunde, in der ihn das Ding am Kopf traf.

„Wahrschau!“ röhrte Ed Carberry, doch auch er hatte die Gefahr zu spät erkannt.

Hasard spürte nur noch den Schlag am Schädel, sah einen prächtigen bunten Funkenregen, der dem besten chinesischen Feuerwerk um nichts nachstand – und dann fühlte er überhaupt nichts mehr.

Die portugiesische Karracke „Lisboa“ taumelte in der steilen Dünung wie eine kranke Kuh.

Krank war sie auch – sterbenskrank, wenn man es genau nahm. Der Ruderbruch zu Beginn des Unwetters hatte ihr den Todesstoß versetzt. Fast gleichzeitig waren die backschlagenden Sturmsegel in Fetzen gegangen. Zu allem Übel krachte auch noch die Großrah an Deck, fegte zwei Mann über Bord und erwischte das Brooktau einer Culverine. Die Kanone hatte sich dann beim nächsten Überholen losgerissen, das Schanzkleid durchbrochen und einen weiteren Mann mit ins nasse Grab genommen. Die „Lisboa“ wurde zum Spielball der Elemente, und es grenzte an ein Wunder, daß sie nicht längst gekentert war.

Jetzt begann der Sturm allmählich abzuflauen.

Die steile Dünung konnte der Karracke immer noch zum Verhängnis werden, deshalb schufteten die Männer wie besessen, um irgendwelche Fetzen als Notsegel anzuschlagen. Mit den Segeln zu steuern, war zwar ein mühseliges Unterfangen, aber es reichte immerhin, das Schiff am Querschlagen zu hindern, was hieß, daß sie es mit der Nase schräg an den Seegang bringen mußten. Denn vor dem Wind herlaufen konnten sie nicht – es sei denn, sie hätten Wert darauf gelegt, ein Loch in die südamerikanische Küste zu bohren.

Der Capitan auf dem Achterkastell bekreuzigte sich und schickte ein Dankgebet zum Himmel, ein etwas verfrühtes Dankgebet, wie sich wenig später herausstellen sollte.

Sturm und Pech zusammengenommen hatten den Portugiesen für ein paar Stunden die Hölle auf Erden beschert. Sie waren völlig erschöpft, am Ende ihrer Kräfte, und keiner von ihnen hatte mehr den Nerv, die aufgewühlte See ringsum zu beobachten.

Viel zu spät sichteten sie die von achtern aufsegelnde Karavelle.

Ein schriller Warnruf ließ den Capitan herumfahren. Aus schmalen Augen starrte er dorthin, wo das fremde Schiff schon erschreckend nah war. Vermutlich ein Spanier, dachte er hoffnungsvoll und zog das Spektiv auseinander.

Minuten später wußte er, daß es sich bei der Karavelle auf keinen Fall um ein spanisches Schiff handelte.

Das Holzkreuz unter dem Bugspriet fehlte. Außerdem gab es viel zu viele hellhaarige Männer an Bord, deren zerlumptes, verwahrlostes Äußeres auf einem Schiff Seiner Allerkatholischsten Majestät Philipp II. niemals geduldet worden wäre. Der Captain biß die Zähne zusammen. Nicht, daß er dem Allerkatholischsten Philipp grenzenlose Sympathie entgegengebracht hätte – die Vereinigung von Portugal und Spanien war auf portugiesischer Seite durchaus nicht freiwillig erfolgt. Aber ein spanisches Schiff wäre nichtsdestoweniger ein Verbündeter gewesen, und alles andere konnte bei dem desolaten Zustand der „Lisboa“ nicht viel Gutes bedeuten.

Die Karavelle segelte beängstigend schnell auf.

„Klar Schiff zum Gefecht!“ befahl der Portugiese erbittert.

Dabei wußte er verzweifelt genau, daß die manövrierunfähige „Lisboa“ kein Gefecht überstehen würde, und wenig später bestätigten sich seine schlimmsten Befürchtungen.

Auf der Karavelle rasselten die Geschützpforten hoch.

Sie würde angreifen. Die Portugiesen wußten, daß sie keine Chance hatten, aber sie dachten nicht daran, kampflos aufzugeben.

2.

Philip Hasard Killigrew hustete, würgte und spuckte einen Schwall Seewasser aus – mehr Seewasser, als seiner Meinung nach in einem menschlichen Magen Platz haben konnte. Aber zu dieser Erkenntnis reichte es erst etwas später.

Vorerst war er vollauf damit beschäftigt, gegen das Brennen seiner Lungen zu kämpfen, gegen das nur langsam nachlassende Gefühl des Erstickens – und gegen diese verdammte Bande von Piraten, Spaniern oder sonstwelchen Gegnern, die über ihn hergefallen waren, ihn gepackt hielten und wie einen Bettsack schüttelten.

Der Seewolf war noch halb bewußtlos, und deshalb tat er, was er immer tat, wenn sich jemand erdreistete, mit ihm Ball zu spielen.

„Au!“ brüllte Ferris Tucker erbittert.

„Uuuhh!“ röhrte Smoky und krümmte sich zusammen, weil er einen Tritt erwischt hatte. „Nun laßt doch schon los, ihr Hammel“, sagte Ben Brighton kopfschüttelnd.

Hasard landete auf den Planken, warf sich herum und wollte hochschnellen, um den Piraten, Spaniern oder sonstigen Gegnern an die Kehle zu fahren. Mit dem Hochschnellen klappte es allerdings nicht so schnell, weil in seinem Schädel eine von Ferris Tuckers Höllenflaschen zu explodieren schien. Der Seewolf fiel zurück. Bevor er die Nachwirkung der Höllenflasche überwunden hatte und zu einem neuen Angriff ansetzen konnte, klärte sich sein Blick.

Keine Spanier, keine Piraten, überhaupt keine Gegner. In dem Nebel vor seinen Augen tanzten vertraute Gesichter. Hasard erkannte seinen Bootsmann und Ersten Offizier Ben Brighton, den Decksältesten Smoky, den hünenhaften rothaarigen Schiffszimmermann. Und wie einen Bettsack geschüttelt hatten sie ihn natürlich, weil er halb ersoffen war und das Wasser aus Lungen und Magen loswerden mußte.

„Entschuldigung“, murmelte Hasard schwach.

Sie grinsten. Smoky hielt sich den Magen. Ferris Tucker tastete über die Schwellung an seinem Kinn. Der Kutscher, der so hieß, weil er diesen Beruf einmal bei Doc Freemont in Plymouth ausgeübt hatte, setzte sein weises Eulengesicht auf wie immer, wenn er nicht als Koch, sondern in seiner Eigenschaft als Feldscher agierte.

„Alles halb so schlimm“, sagte er. „Nimm erst mal einen Ordentlichen zur Brust, Sir.“

Dagegen hatte der Seewolf nichts einzuwenden.

Eine Muck Rum im Magen war einer Ladung Salzwasser entschieden vorzuziehen. Hasard fühlte es warm und belebend durch seine Kehle rinnen und wandte den Kopf, als er neben sich einen wilden Fluch hörte.