Sehe was ich sehe - Simone Jerosch - E-Book

Sehe was ich sehe E-Book

Simone Jerosch

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Beschreibung

Das Buch handelt von einer jungen Frau, die seit ihrer Kindheit an einer Sozialphobie leidet und mit den Jahren leider feststellen muss, dass sich diese Krankheit ausgebreitet hat und von täglichen Panikattacken begleitet wird. Es wird versucht, die Thematik zu verstehen, für Betroffene, wie auch deren Angehörige.

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Seitenzahl: 72

Veröffentlichungsjahr: 2015

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Simone Jerosch

Sehe was ich sehe

Leidensweg einer Panikstörung und diese in den Griff zu bekommen

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Impressum neobooks

Kapitel 1

Sehe was ich sehe

Meine Mutter hat heute Geburtstag. Es muss über acht Jahre her sein, als ich das letzte Mal etwas in ein Buch geschrieben habe. Viel zu lange. Früher habe ich es fast täglich getan aber, wie so vieles, ist es irgendwie im Sande verlaufen. Obwohl sich in meinem Kopf ein Beben aus Ideen und Fantasie erhebt, fällt es mir wahnsinnig schwer es in Worte zu fassen oder gar auszudrücken. Die Angst ist groß, dass ich missverstanden oder als verrückt angesehen werde. Wenn ich so zurückdenke, bin ich seit meiner frühen Kindheit so. Bin ich so geboren worden oder gab es einen Auslöser für manch andere Denkweisen? Ich weiß es selber nicht, aber meinem Gefühl nach, bin ich so geboren worden. Sehr in mich gekehrt, schüchtern, ja sogar fast still. Ich hatte wegen meiner Schüchternheit oft Probleme in der Schule. Fast täglich und das über viele Jahre. Genau aus diesem Grund bildete ich eine sogenannte Mauer um mich herum und vergrub mich in meine Gedanken, Träume, all das was die Welt zu bieten hat. Wie viel werde ich von dieser wunderschönen Welt erleben? Jedenfalls fällt es natürlich auf, wenn ein junges Mädchen stets still und für sich ist. Demnach kann ich es teilweise verstehen, dass manch einer sich davon distanziert und damit nicht in Berührung kommen möchte. Und so war es auch. Jeden Tag frage ich mich, warum bin ich so? Will man mich damit bestrafen oder ist es eine Art Gabe, welche ich nicht richtig einzusetzen weiß? Nun bin ich 27 Jahre alt und habe noch immer keine Antwort gefunden, nach der ich so sehnlichst suche. Doch die Gewissheit ist da. Ich bin anders. Vielleicht liegt es an der Art wie ich aufgewachsen bin...Ich weiß es nicht. Noch nie habe ich jemandem erzählt, wie ich mich fühle, aus Angst verstoßen zu werden oder nicht ernst genommen zu werden. Aus diesem Grund, belasse ich es dabei, es mit mir selber vereinbaren. Wo soll ich denn bloß anfangen? Jedes mal, wenn ich darüber nachgedacht habe etwas von meinen Gedanken schriftlich festzuhalten, prasselten so viele Gedanke durch meinen Kopf, dass ich eine Art Blackout entwickelt habe und mein Gehirn platzen würde. Gerade um diese Blackouts zu bekämpfen, machte ich es mir zum Ziel einfach alles auf Papier zu bringen. Vielleicht hilft es mir ja dabei, diverse psychische Erkrankungen und negative Erfahrungen aufzuarbeiten. Um es auf den Punkt zu bringen, ich versuche mein Leben und meine negativen Erfahrungen zu schildern und woran ich immer mehr merkte, dass ich anders bin, als „normale“ Menschen. Zu Beginn muss ich sagen, dass ich viel lieber normal wäre, als ständig Angst zu haben oder Zwangsgedanken zu produzieren. Seit meiner Kindheit leide ich an einer Sozialphobie, welche aber nie als derart erkannt wurde, sondern ich eigentlich nur als bockig eingestuft wurde. Ein Mädchen, was sich einfach stumm stellt, aus welchen Gründen auch immer. Keiner sah was los war. Vielleicht wollte es aber auch niemand sehen. Viele Jahre später, im Jahr 2008, habe ich meine erste Panikattacke bekommen, welche sich noch bis heute erkenntlich zeigen. Des weiteren bekam ich schwere Depressionen und litt an einer unbewussten Essstörung. Bei 1,70cm Körpergröße wog ich nur noch knapp 40kg. Ich denke, dass ich schon mein Leben lang an diesen Dingen erkrankt bin, es jedoch erst viele Jahre später quasi ausgebrochen ist. Nach all den Jahren dachte ich, ich könnte damit leben und umgehen. Naja, was soll ich sagen?