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Moses Wolff ist der »Meister der kleinen Form«, urteilte die Süddeutsche Zeitung. Seine Texte sind tiefsinnig, satirisch, doppeldeutig, lustig, gelassen, übermütig und frivol. In dieser Sammlung finden sich über 100 Dialoge, Kolumnen, Kurzgeschichten und Parodien, sortiert in zehn emotionale Lebensbereiche. Erstmals ist auch eine Auswahl von Wolffs Zeichnungen zu sehen, die man bislang nur vereinzelt aus dem Satiremagazin Titanic kannte.
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Veröffentlichungsjahr: 2018
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gewidmet den Schwabinger Schaumschlägern
ISBN: 978-3-492-98426-3
© 2018 Piper Verlag GmbH, München
Redaktion: Eliane Wurzer
Covergestaltung: Favoritbüro, München nach Anweisungen des Autors
Datenkonvertierung: abavo GmbH, Buchloe
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Cover & Impressum
1. Jubel
Die Störer-Mafia
Ode an den Übermut
Der Osterhase
Zeigen
Gabys Glöckchen
Der Bankberater
Fiktives Interview mit Moses Wolff
Irritieridi
2. Trubel
Reißverschluss
Meisterschinken
Sieben Häuser auf dem Mond
Tante Ingrid und die Männer
Tasche in den Händen
Stehaufmännchen
Badewanne
Mango
3. Heiterkeit
Magenschmerzen
Negativ
Polizisten fragen anders
Hip-Hop-Konzert
Der nächste bitte
Beim Friseur
Roman
Allerheiligen
4. Verliebt
Hitze
Liebeskummer
Jim Morrison
Stolzer Vater
Zwischengeschlechtlicher Dialog auf einer Gartenparty
Schluss gemacht
Einfach nur ich
Vorwort für das Buch »Liebesmüh Hoch Zwei« von Svea J. Held
5. Verlebt
Am Set
Auf der Lauer
Päckchen
Currywurst
Mad Max
Bühnenwelten
Beim Griechen
Im asiatischen Restaurant
6. Verzapft
Noch 5 Wochen
Die 10 Wiesngebote – Konzept für einen Kurzfilm
Anstich
Strategisches Trinken
Der perfekte Wiesntag
Neues aus dem Wohnzimmer
Die Bierpreisbremse
München schnauft durch
7. Sekundärliteratur
Der 10. Juni
Belüftung
Unbekannterweise
Die acht Jahreszeiten
Vollkommenheit
Geräuschunterdrückung
Stachus reimt sich auf Bacchus
Droben auf dem Berg
Unser schönes Städtchen
Bei uns im Stüberl
Ein Abend mit der Wüstenmaus
8. Zeitgeist
Kolumnen aus der Wochenzeitschrift »Hallo München«
Tagwerk
Leihfahrrad
Bamboocha
Negroni
Marienplatz Süd
Umgerannt
Jeck
Gesund
9. Ertrunken
Vorwort für das Buch »Sei mir gegrüßt, Du Held im Schaumgelock«
Zuvui Leit
Craft Bier
Aufgedunsen
Schabau
Bettler
Wie geil is das denn?
Der Weihnachtsmann
10. Erlogen
Bademeister
Franz von Stuck in Geiselhaft
Donald Duck
Flughafenkontrolle
Momo
Fendstüberl
Interview mit Werner Herzog
Imaginäre Freunde
11. Jux
Dreiersteckdose
Tattoo
Hebe
Wenn der Mond in mein Ghetto kracht
Busfahrer
Drogenberatung
Mötley Crew
Gustav Gans
12. Tollerei
Jumpsuit
Rastplatzsex
Slander 2017
Zebra
Der Tantra-Lehrer und das Pferd
Dialog im Zug nach Dresden
Erotischer Dialog
Goldfinger
Danksagung
Vito: Grüss Gott, Herr Wolff. Haben Sie einen Augenblick Zeit?
Moses: Ja, gern, womit kann ich dienen?
Vito: Ich wend mich an Sie, weil Sie einer von diesen Schwabinger Schaumschlägern sind. Ist nicht heute wieder Show?
Moses: Ja, das ist richtig, wie jeden Sonntag.
Vito: Also! Wissen Sie, Herr Wolff, das ist doch für Sie auch wichtig, dass im Publikum nicht geredet wird, gell?
Moses: Ja, das setzen wir bei unserer Lesebühne voraus.
Vito: Und auch keiner telefoniert oder während des Vortrags Kommentare reinruft, oder?
Moses: Nein, natürlich ist das nicht erwünscht.
Vito: Kann es sein, dass das in letzter Zeit ein paar Mal vorgekommen ist?
Moses: Ja, leider waren ab und zu alkoholisierte Leute da und die haben dann die Show gestört.
Vito: Alkoholisiert und rüpelhaft, oder?
Moses: Genau.
Vito: Des waren Leute von uns.
Moses: Wie bitte?
Vito: Leute von uns waren das. Gute Leute. Harte Leute. Die jede Vorstellung stören. In verschiedenen Gratwanderungen.
Moses: Aber warum denn um Himmels Willen sollte jemand so etwas tun?
Vito: Weil wir die Störer-Mafia sind.
Moses: Wer?
Vito: Die Störer-Mafia. Wir gehen gezielt in kulturelle Veranstaltungen. Und dann stöööören wir.
Moses: Könnten Sie das bitte künftig unterlassen?
Vito: Logisch. Gern. Müssten wir halt nur ein Abkommen treffen.
Moses: Und wie würde dieses Abkommen aussehen?
Vito: Einen Kasten Tegernseer Spezial pro Woche – und wir kommen nicht mehr. Aber kein normales Helles! SPEZIAAAAL!
Moses: Äh, ja, das müssen wir mal durchsprechen…
Vito: … wenns Sie eine Sechserpackung Zündkerzen mit reinlegen…
Moses: … Zündkerzen?
Vito: Jaaa. Zündkerzen. Sie wissen schon, Magenbitter, Underberg oder so. Das nennt man in der Mafiasprache Zündkerzen.
Moses: Aha.
Vito: Wenn Sie da welche dazupacken, sorgen wir dafür, dass auch künftig keine anderen Störer kommen. Die halten wir euch dann vom Hals…
Moses: Hmmm…
Vito: Das würde mich schon ziemlich aufregen, wenn da ständig tou schur meine Abende kaputtgemacht werden würden, das wärsch schon sehr ärgerlich, ich weiß ja nicht, es kann ja auch sein, dass das egal ist, vielleicht sind WIR ja auch blöd, das weiß ich ja nicht.
Moses: Äh, ja, kann man das irgendwie anders regeln?
Vito: Nein.
Moses: Letztes Wort?
Vito: Jou.
Moses: Blöd.
Vito: Jou. Oder – Vorschlag zur Güte: könnten Sie mir das Bier, was ich gerade trink, spendieren?
Moses: Äh, ja, des kann ich gern machen!
Vito: Dann würde ich sagen, es passt für mich.
Moses: Keine Reinrufer mehr?
Vito: Keine von der Störer-Mafia.
Moses: Und die anderen?
Vito: Wenn welche da sind und ich in der Nähe bin, verteile ich Backpfeifen.
Moses: Backpfeifen?
Vito: Ohrfeigen.
Moses: Handschlag?
Vito: Handschlag.
Patsch!
Moses: Ciao.
Vito: Auf Wiedersehen. Es war schön, Geschäfte mit Ihnen zu machen.
Ich gehe in einen Burgerladen in der Bayerstraße, stelle mich an und frage die freundlich-gestresst wirkende Verkäuferin, ob ich bitte statt panierten Hühnerstücken einfach nur die Panade bekommen könne. Sie sagt, dass es nur das gebe, was auf der beschrifteten Leuchttafel steht. Ich mache meinen Wunsch plastisch und erkläre den Vorgang, Mehl, Semmelbrösel und Eier zusammenzumischen, zu Bällchen zu formen und einfach so in die Fritteuse zu werfen. Die Verkäuferin bekommt einen glucksenden kleinen Lachanfall. Beim Rausgehen treffe ich FC Bayern Fans mit Trikots und Schals, singe vergnügt: »Müller Müller Fussballfeld!«, ernte verwunderte Gesichter und ziehe weiter. In der Schillerstraße stehen vor einem Café rauchende Menschen diverser Kulturen. Ich erkläre ihnen, dass sie eine gewisse Verantwortung haben gegenüber den langweiligen Nichtrauchern, die jetzt ohne Gesprächsstoff sind und vermutlich gerade aus Verlegenheit Sätze sagen wie: »Was machst du jetzt so?« und bitte sie, aus Mitgefühl rasch wieder reinzugehen und etwas Spaß in die Bude zu bringen. Weiter geht’s in den nächsten Asia-Imbiss. Ich frage den gerade Gemüse schnippelnden Mann, ob ich das Essen bitte auch mit Glutamat haben könne, da ich den Geschmack so schätze. In der Schwanthaler Straße frage ich zwei Jugendliche: »Noch jemand zugestiegen?« Einer kontert: »Was hast du für ein Problem?« Ich sage: »Nächster Halt Laim.« »Spinnt der?« »Zusteigen.« »Hä?« »Zurückbleiben bidde.« In der Fußgängerzone überrede ich drei Informatikstudenten, mit mir durch den Stachusbrunnen zu rennen. Klatschnass hüpfe ich an Freiluftgästen des Augustinerbräus vorbei, streichle ein gefülltes Bierglas wie ein Kätzchen und frage dessen Besitzer: »Wie alt ist er denn?«. Dann mache ich noch drei älteren Damen in Tracht dezente Heiratsanträge und setze mich schließlich völlig aus der Puste auf den Rand des Fischbrunnens, um zu verschnaufen. Der Tag kann noch lang werden.
Ich wache auf. Es ist kurz vor 8 und es schneit. Ich strecke mich und krieche aus dem Bett. Auf dem Weg zum Badezimmer wundere ich mich über ein auf dem Gang liegendes knackig-grünes Salatblatt. Ich hab doch gestern Abend nichts mehr gegessen? Verwirrt hebe ich das Blatt auf und werfe es in den Mülleimer in der Küche. Erst dann gehe ich ins Bad. Ich putze mir die Zähne und steige in die Dusche. Hoppla, was liegt denn da am Badewannenboden? Erstaunt hebe ich eine Karotte auf. Ich hab doch gestern nur zwei Bier getrunken? Sonderbar.
Frisch geduscht bereite ich mir einen Kräutertee und öffne einen Fruchtjoghurt. Unter dem Küchentisch liegen so komische Bröckchen… Hinter dem Küchenregal höre ich etwas rascheln. Ehe ich zum Nachschauen komme, erhebt sich hinter dem Regal ein etwa 80 cm hoher Hase. Ich erschrecke mich fürchterlich.
»Äh…hallo?«, stammle ich.
»Servas«, antwortet der Hase mit österreichischem Akzent und klingt dabei ein wenig wie André Heller.
»Äh, wer bist Du?«
»Wer werdi scho sein?«
»Ich weiß es leider nicht.«
»Überleg halt amal.«
»Mein Freund Harvey?«
»Bitte! Der Harvey ist eins achtzig groß, i bin grad amoi zwarasiebazg Zantimeter. Oiso, auf geht’s, machmer halt weiter mit unserer kleinen Ratestunde.«
»Bugs Bunny?«
»Wüst du mi beleidigen?«
»Entschuldige bitte. Äh, Roger Rabbit?«
»Kleiner Hinweis: Mich gibt’s scho vü länger wie die anderen. Genauer gesagt seit Mitte des siebzehnten Jahrhunderts«
»Äh, hast du was mit einem großen christlichen Fest zu tun?«
»Du bist ja ein blitzgescheites Kerlchen. Ist schon wärmer…«
»Eine Art Auferstehungssymbol?«
»Heiß!«
»Du bist also der Osterhase!«
»Bravo! Bravo! Er hat es rausgefunden!«
»Das ist aber schön, dass ich Dich kennenlernen darf!«
»Naja, ich weiß nicht, ob das so schön ist. Hast Du zufällig Ovomaltine da?«
»Ja, hab ich da. Aber keine Milch leider.«
»Macht nix. Geht aa aso.«
Ich stelle ihm die runde, orangefarbene Ovomaltine-Box hin.
»Löffel?«
»Ja, das wär hilfreich.«
Langsam, aber ohne zu schleppen, löffelt der Osterhase die noch halb volle Dose Ovomaltine leer.
»Aaaah, des war guad! Hast Du was zum Nachspüln?«
»Orangensaft? Wasser? Almdudler? Bier?«
»Wasser, ganz gewöhnlichs Wasser.«
Ich gieße ihm ein Glas ein und er trinkt es genüsslich aus.
»Wie bist Du denn reingekommen?«
»Waaß i nimmer, durch irgendane Öffnung hoit.«
»Mhm. Und musst Du heute noch Eier anmalen?«
»Her bitte mit diesen blöden Fragen auf. Ständig muss ich mir diese Fragen anhören. (imitiert mit hoher Stimme Fragende) Und? Schon alle Eier ausgetroung? Wo wohnt denn der Weenachtsmann? Wä, wä, wä, wä, wä…«
»Ja, kann ich mir vorstellen. Kann ich Dir sonst irgendwas gutes tun?«
»Ja, ich würd mich gern a bisserl ausruhen.«
»Klar, Du kannst Dich in meinem Arbeitszimmer aufs Kanapee legen.«
»Fein. … Wäre es unverschämt, Dich um etwas Heu oder frisches Wiesengras zu bitten?«
»Ja, ich kann kurz runter gehen, nebenan ist eine Wiese, da kann ich Dir was pflücken. Is halt wahrscheinlich nass, weils ja heut vormittag geschneit hat.«»Des macht nix.«
»Gut, dann hol ich dir was.«
»Du bist a echter Freund.«, sagt der Osterhase und schlurft träge Richtung Arbeitszimmer.
Ich stelle ihm noch ein Schälchen Wasser hin, falls er Durst bekommt, fahre mit dem Aufzug runter und beuge mich zu dem Rasenteil auf dem Nachbargrundstück. Ein paar übermütige Jugendliche wanken von der After Hour heim. Sie riechen nach Marihuana.
»Hey, Du Spacko, suchst Du nach Ostereiern?«
»Nein, ich brauche etwas Gras. Für den Osterhasen.«
Wieder oben, schaue ich ins Arbeitszimmer, sehe aber den Osterhasen nicht. Auch sonst ist er nirgends zu finden. Auf dem Küchenboden finde ich wieder einige von diesen sonderbaren Bröckchen. Außerdem steht dort auf grünem Kunstgras ein goldener Lindt-Schokoladenhase mit einem kleinen Glöckchen. Mit Kinderschrift hat der Osterhase auf einen gelben Post-it-Zettel geschrieben:
Für ein schönes Osterfest
kriegst du ein kleines Osternest
Denn du warst sehr nett zu mir
ich hab gesehn, du hattest Bier
es haben sich der Flaschen acht
mit mir auf den Weg gemacht
so auch der Schnaps samt einem Glas
gehab Dich wohl, Dein Osterhas
Zetti: Kennst du des neue Lied von Bilderbuch?
Herr Koschütz: Nee, äh, also, des sinn doch diese jungg Schweizer…
Zetti: Naa, Österreicher san des.
Herr Koschütz: Ach so, ja, genau, Österreicher, die singen so bischn in Rischtung Hubert von Goisern.
Zetti: Naa, in Richtung Falco gehen die.
Herr Koschütz: Ach genau, do Falgo.
Zetti: Oiso offenbar kennst des neie Liad vo dene ned, oder?
Herr Koschütz: Nee, gloobsch ni.
Zetti: Soll i dirs amoi zoang?
Herr Koschütz: Zouhng?
Zetti: Naa, zeigen! Ob ichs dir amoi zeigen soll?
Herr Koschütz: Nojo, zeigen is ja eher was obtisches…
Zetti: Was haptisches?
Herr Koschütz: Nee, optisch. Wemmo was zeigt, dann is des doch immer mit was bildlischm verbunden.
Zetti: Bild-lie… I versteh di irgendwie ned.
Herr Koschütz: Ma zeigt nem Kind Pferde oder ner Frau de Pladdnsammlung.
Zetti: Ja. Und?
Herr Koschütz: Wenn ma n Lied vorspielt, dann spielt ma das ehmt vor. Aber dann zeigt man das ni. Ma kann kein Lied zeigen, höschstns kann man vielleischt sein Glied zeigen.
Zetti: Was kamma?
Herr Koschütz: Nee, des war jetz etwas sehr zweideudisch. Isch meinde nur, dass man Musik oder Geräusche ni zeigen kann.
Zetti: A so, Herr Gschaftlhuaba, und wia sagt ma dann dazua?
Herr Koschütz: No, wie isch ehmt sagte: vorspielen.
Zetti: Vorspiel is scho wieder zweideutig.
Herr Koschütz: Ja, dann vielleischt »isch lasse disch mal folgender Melodie lauschen«.
Zetti: Geh ma ned aufn Geist. I sag zoang und i zoag der des Liad, wannst magst, oder mir lassens halt bleim.
Herr Koschütz: Na gutt. Von mir aus.
Zetti: Und… was sagst?
Herr Koschütz: Isch hör gornischt.
Zetti: Kannst ja aa ned. Dazu miassad i ja Musi laffa lassn. Verstehst? Oiso, i wollt sagen: Dazu müsste ja Musik gespielt werden.
Herr Koschütz: Isch dachte, du wolldest…
Zetti: Isch dachte, isch dachte. Naa, i zoag der des Liad. Wiari xagt hab. Jetza, schaug amoi richtig hi. Sixt was?
Herr Koschütz: Äh…
Zetti: Aha, so lafft des. I zoag da des Liad und Du schaugst ned hi.
Gaby Glückselig, die letzte Überlebende des 1942 von Oskar Maria Graf gegründeten Emigrantenstammtischs in New York, feiert ihren hundertsten Geburtstag.
Hinreißend sieht sie aus. Hellwach verfolgt sie die Worte der Stammtischteilnehmer. Geraten die Gespräche aus den Fugen oder fängt jemand plötzlich an, eine der Grundregeln zu missachten, läutet sie ein kleines goldenes Glöckchen, das stets vor ihr auf dem Tisch steht: Gaby Glückselig ist 100 Jahre alt und war von Anfang an dabei. Damals, als man sich noch in der kleinen New Yorker Konditorei, im »Alt-Heidelberg« und später in der »Blauen Donau« traf. Damals, als täglich neue schreckliche Gerüchte aus der Heimat kamen, die sich oft leider als böse Realität herausstellten. Damals, als Oskar Maria Graf, der Gründer dieser exklusiven Tischrunde, seine Gedichte vortrug, wenn er gute Laune hatte.
Gaby Glückselig hat den einstigen Emigrantenstammtisch bis zum heutigen Tage am Leben erhalten. Er findet seit seiner Gründung ohne Unterbrechung jeden Mittwoch – mittlerweile in den privaten Räumlichkeiten von Gaby Glückselig in Upper Eastside, Manhattan – statt. Und ich durfte mit meinem lieben griechischen Freund Jimi und seiner damaligen Freundin, der Schriftstellerin Katja Huber, mit dabei sein. Menschen aller Altersgruppen duzen sich und sprechen bis zum heutigen Tag deutsch. Anfangs traf man selten Frauen am Stammtisch, weil »die Jungs unter sich sein wollten«, so Gaby lächelnd. Mittlerweile ist dieses Verhältnis ausgeglichen; Mittwoch für Mittwoch wird der Tisch in Gabys Wohnung von hochinteressanten Persönlichkeiten besucht, sei es die Dichterin Margot Schaffenberg, die Münchner Schriftstellerin Katja Huber, der aus Österreich stammende Hans Weiss, der den Spitznamen »HaWei« trägt oder die immer fröhliche und bestgelaunte Miriam Merzbacher-Blumenthal. Es gibt Kuchen, Sandwiches, Saft und von Zeit zu Zeit mal eine Flasche Sekt oder einen guten Cognac. Man trinkt echt amerikanisch aus bunten kleinen Plastikbechern und diskutiert über Tagespolitisches, Kulturelles und Hochgeistiges. Oft ist die Rede von Oskar Maria Graf, der seinerzeit ein strenges, aber heiteres Stammtisch-Regiment führte, sich zeitlebens weigerte, vernünftig Englisch zu lernen, kurze Lederhosen trug und eine Mischung aus Unangepasstheit und bajuwarischer Sturheit verkörperte. In den Nachkriegsjahren war er gern bei einem New Yorker Naturfreundeverein zu Gast, um dort für ein paar Gläser gutes Bier eine Auswahl seiner Texte vorzutragen. Er war ja generell ein großer Freund des Gerstensaftes und zeigte wenig Verständnis für Menschen anderer Gesinnung. Einmal erschien beispielsweise Bert Brecht beim Stammtisch, der sich zum Verdruss des Gastgebers entschieden weigerte, auch nur einen Schluck Bier zu trinken und von Graf den ganzen Abend auf jovial-schelmisch-oberbayrische Weise aufgezogen wurde. Dass Graf seinen Besucher an jenem Abend als »Zuckerpüppchen« und »Prinzessin Bertholde« bezeichnet haben soll, sind jedoch unbestätigte Vermutungen.
Nach dem Tode Grafs traf man sich etliche Jahre im Appartement von Oskars langjährigem Freund Harry Asher und später bei Fritz Glückselig, der unter dem Namen Fritz Berghammer in New Yorker Lyrikkreisen bekannt wurde. Als ihr Ehemann Fritz vor Anfang des einundzwanzigsten Jahrhunderts starb, übernahm Gaby den Stammtisch und achtet seither penibel darauf, dass die Themen aktuell und interessant bleiben und die Regeln gewahrt werden. Beginnt beispielsweise einer der Anwesenden einen Satz in englischer Sprache, wird er jäh unterbrochen durch den süßen Klang von Gabys Glöckchen. »Wir sprechen deutsch hier am Stammtisch!«, erinnert sie dann freundlich an den wichtigsten Grundsatz. Sprechen zu viele kleine Grüppchen über zu viele kleine Dinge, wird der Leitgedanke des Abends verfehlt oder steigt die Lautstärke zu sehr an, klingelt sie und äußert sich. »Redet bitte nicht alle durcheinander.« Und sofort kommt alles wieder in die gewünschte Bahn.
Der von Oskar Maria Graf festgelegte Kerngedanke, gegenüber allen Religionen offen zu sein und großen Wert auf Intellektualität, Weltoffenheit und Kulturelles zu legen, wird sehr ernst genommen und macht möglicherweise den geheimen Reiz dieser Runde aus. Kontinente, Generationen und Weltgeschichte werden hier verbunden. Die Atmosphäre hat etwas Heiliges, Geheimnisvolles, Immerwährendes. Und Gabys Glöckchen ist das Symbol dieses Mysteriums. Das Sprechen fällt Gaby Glückselig nicht mehr leicht, dennoch ist sie eine ungeheure Respektperson, auf deren Wort alles hört und deren Meinung zählt. Sie ist der Kernpunkt, sie trifft die Entscheidungen, sie bekommt alles mit. Ein wenig erinnert die Situation an die »Feuerzangenbowle« – eine vergangene Welt, die noch immer existiert und die jedem Besucher vertraut scheint. Mitten in New York, während Skateboards über Schlaglöcher fahren, dauerhupende Taxis durch die Projects düsen, Baseballfans in Pubs auf Fernsehgeräte einbrüllen und Plastiktüten über den Broadway wehen, sitzt eine kleine Gruppe hochinteressanter Leute Mittwoch für Mittwoch um den runden Tisch in Gaby Glückseligs Wohnzimmer, isst Gebäck, trinkt Kaffee, spricht über Politik, Bildung, Humanität und Geschmack, äußert kluge und gewagte Meinungen, singt alte Wiener Lieder, zitiert große und kleine Geister, lebt eine lebendige Magie und schreibt fortwährend Geschichte. Ganz im Sinne von Oskar Maria Graf. Wir gratulieren Gaby Glückselig und hoffen, ihr Glöckchen wird noch sehr oft erklingen.
So, Herr Wolff, schön, dass Sie es geschafft haben, ich hatte Sie ja telefonisch um dieses Gespräch gebeten. Wia läuft es mit Ihren Lesungen? Mal so, mal so, gell, das weiß man vorher nie, als Freischaffender, da kann man schlecht planen, weil, wenn keiner kommt, dann gibts auch keine Mäuse, hahahaha!
Aber mal Spaß beiseite, jetzt sollte schon zweimal was eingezogen werden von Ihrem Konto und jedes Mal war es nicht ausreichend gedeckt. Hmmm, da hab ich dann schon ernsthaft hin und herüberlegt und mich mit Kollegen ausgetauscht und pipapo, aber LEIDER konnt ich beides Mal nix für Sie tun, Herr Wolff, weil auch so unregelmäßige Eingänge kommen. Wenn jetzt mal kontinuierlich etwas aufs Konto wandern würde – und seien es nur 500 Euro im Monat, verstehen Sie? Regelmäßig der gleiche Betrag, dann könnten wir uns da schon unterhalten, aber wenn ich mir das so anschau seit ein paar Jahren… wissen Sie, Herr Wolff, ich bin wirklich der Letzte, der Ihnen bei Ihrer »Karriere« da irgendwie hinderlich sein würde oder Ihnen Steine in den Weg legen täte… Keinesfalls, nie im Leben. Aber: mir sind die Hände gebunden. Wenn Sie mir zeigen würden, dass auch mal an ihre Zukunft denken und nicht nur in den Tag hineinleben, könnte ich ja möglicherweise was für sie tun. Aber Sie vermitteln mir offengestanden den Eindruck, dass Sie durch die Welt laufen und sagen: ich bin Künstler, ich existiere nur im Augenblick und nach mir kommt die Sintflut. Nicht falsch verstehen, aber ich möcht natürlich auch das Gefühl haben, dass ich Sie kompetent beraten habe. Da bin ich ja gewissermaßen auch verantwortlich, das ist ja eine Art Vertrauensverhältnis, aber wenn ich Ihnen jetzt, sagen wir mal einen Dispo von schieß mich tot zweitausend Euro einräume, werden meine Kollegen nicht ganz unberechtigt sagen: »Ja, warum gibst denn Du dem Herrn Wolff einen Dispo, wenn der nicht mal was für seine Zukunft macht?«
Wissen Sie was, ich erzähl Ihnen mal eine Geschichte: Ich bin vor ein paar Tagen daheim im Wohnzimmer gesessen und bin auf einmal furchtbar traurig geworden. Weil, Herr Wolff, ich hab eigentlich ein tolles Leben: eine wunderbare Frau, zwei sehr nette Kinder, die uns viel Freude bereiten, super Nachbarn, eins A-Kollegen, eine Handvoll wirklich gute Freunde, einen spitzenmäßigen Posten im Beruf, da würden sich einige die Finger abschlecken, auch der Verdienst stimmt, ich kann mir das eine oder andre leisten und müsste also eigentlich zufrieden sein. Aber an jenem Tag im Wohnzimmer war es anders. Da war ich sehr nachdenklich. Und unruhig. Und, wie gesagt, ganz, ganz, ganz tief traurig. Bin ich dagesessen und hab auf einmal furchtbar weinen müssen. Ich wein nicht oft, Herr Wolff, aber wenns mich überkommt, dann LASS ICHS LAUFEN. Meine Frau hörte mich natürlich vom Nebenzimmer aus schluchzen, kam sofort herbei und fragte: »Was ist denn, warum weinst du denn? Warum bist du denn so traurig?« Ich habe ihr geantwortet: »Weil ich die ganze Zeit an den Herrn Wolff denken muss und mir solche Sorgen um seine Zukunft mach.«
Interviewer: Herr Wolff. Grüss Gott! Wie geht’s, wie stehts?
Moses: Guad. Ois guad. Passt.
Interviewer: Macha sie noch die offene Bühne da…
Moses: Des is koa offene Bühne.
Interviewer: Äh, nicht?
Moses: Naa.
Interviewer: Was ist das dann für eine Bühne?
Moses: Des is a Lesebühne, mmmmh, is des anstrengend.
Interviewer: Wir können das Interview auch an einem anderen Tag führen, wenn Sie heute…
Moses: Naa, basst doch.
Interviewer: Gut, also, es ist also eine Lesebühne. Was genau ist denn der Unterschied zu einer offenen Bühne?
Moses: A offne Bühne is a Bühne, auf die derf jeder nauf und jeder derf macha wassa mecht. Kamma Glück ham, kamma aber aa Pech ham.
Interviewer: Inwiefern?
Moses: Mei, wenn guade Leit auftreten, hat ma Glück. Wenn Deppen auftren, hast halt als Zuschauer, sagmas gradaus: die ARSCHKARTE zong.
Interviewer: Nun klar, das kann ich mir schon vorstellen, wenn da JEDER auftreten kann, dann ist das ja mit einem nicht gerade geringen Risiko behaftet.
Moses: Oiso. Vasteng ma uns doch.
Interviewer: Und der Unterschied zu jener äh Lesungsbühne?
Moses: LESEBÜHNE. Der Unterschied? Bei uns treten halt nur Leit auf, die mir für guad hoitn.
Interviewer: Also nur Profis?
Moses:(lacht) Des is ned xagt. Leit die mir guad finden. Des miassn ned unbedingt Profis sei. Trinkst a Hoibe mit?
Interviewer: Oh ja, ein Bier wär gut, es ist ja immer noch ziemlich heiß, trotz des Regens.
Moses: Ja, des hat der Sommer halt amoi so an sich, dasser hoass is. Prost.
Interviewer: Prost. Erzählen Sie doch mal, wie läuft denn Ihre Lesebühne so?
Moses:(weint) Schaumschläger! Mir san die Schwabinger Schaumschläger!
Interviewer: Gut. Wie laufen denn die Schwabinger Schaumschläger?
Moses: Guad. Immerhin gibt’s uns ja scho seit 2007.
Interviewer: Oh, da darf man ja gratulieren.
Moses: Derfst scho.
Interviewer: Dann gratulier ich.
Moses: Mersse. Aber, nur amoi bläd gfragt: so richtig vorbereitet hast du di auf des Interview ned, oder?
Interviewer: Naja, ich hab ein wenig im Netz nachgesehen und…
Moses: Beim Christoph Waltz hättst aber ned nur bisserl im »Netz« nachgschaut.
Interviewer: Äh, ich versteh den Vergleich nicht.
Moses: Beim Waltz hättst di gscheid vorbereitet. Weil der war der nämle ins Gsicht gsprunga bei so a lausigen Vorbereitung.
Interviewer: Nun ja, abgesehen davon sind Sie ja nicht Christoph Waltz. Der ist immerhin ein Weltstar.
Moses: Jetz hastas aber glei sauber beinand.
Interviewer: Das dürfen Sie nicht persönlich nehmen, aber soooo bekannt sind Sie ja nicht. Ein paar kleine Nebenrollen in irgendwelchen Serien.
Moses: Irgendwelche Serien?
Interviewer: Naja, Soko Kitzbühel. Die Klinik am See. Mit Herz und Handschellen. Mir sagen diese Sendungen nichts.
Moses: Dahoam is dahoam war i aa.
Interviewer: Wenn Sie das als Aushängeschild betrachten wollen… Außerdem ist das ja alles viele Jahre her. Warum spielen Sie denn heute nicht mehr in Filmen oder Serien?
Moses: Koan Bock.
Interviewer: Oder vielleicht auch: keine Angebote? Oder wegen Ihrer nicht unerheblichen Gewichtszunahme?
Moses: Sog amoi, soll ich dir eine schmieren, oda wos?
Interviewer: Hahaha, nein, das war NUR eine FRA-GE. Aber im Ernst: Ihnen scheints ja in letzter Zeit recht gut zu schmecken. Seit ich Sie das letzte Mal gesehen habe, haben sie mächtig zugelegt.
Moses:(lacht) I kann eana scho song, warum des so is: die Frauen stenga da vui drauf. Oiso i brauchads ned, aber was soll ich machen?
Interviewer:(atmet erleichtert auf) Dann bedank ich mich und wünsch noch einen schönen Abend.
Moses: Gern gscheng.
Du sagst
du bist zdick
Du bist zschiach
Du bist zdumm
Du bist zjung
Du bist zwach
Du bist zschwach
Du bist zmiad
Dir is zspät
Dir is zfriah
Dir is zhoass
Du bist zoit
Dir is zkoit
Aba woasst
wamma wui
geht recht vui
in dem Spui
aa mit Gfui
zwischen dStui
zwischen dWänd
ohne End
hauptsach gred
gern aa bläd
ois was geht
oder ned?
Du sagst
was nix kost
is nix wert
der is gschert
die is bes
der mag Reisch
die is foisch
der is Fisch
die is Fleisch
der ihr Bua
der is stur
was für Schuah
die Frisur
Aber woasst
wamma mecht
is ois recht
is ois guad
samma froh
dickes bluat
dickes fell
festes gstell
fester stuhl
selten schmerz
oiwei scherz
frohes herz
Nichte Astrid: Grüß dich, Tante Ingrid.
Tante Ingrid: Grüss dich. Grüss dich.
Nichte Astrid: Ich hab gehört, du bist gestürzt?
Tante Ingrid: Ja, ich bin leicht gestürzt, dass is richtich
Nichte Astrid: Wie isn des passiert?
Tante Ingrid: Wir hatten doch vor ein paar Tagen noch abends telefoniert, nich?
Nichte Astrid: Ja, Du hast mi angerufen. Du warst schon ziemlich stark angetrunken.
Tante Ingrid: Naja, also angetrunken oder nich, das sei mal dahingestellt…
Nichte Astrid: Du hast ja schon zu Beginn des Telefonats kaum noch reden können.
Tante Ingrid: Naja, ich hab sagen wir mal leicht einen sitzen gehabt
Nichte Astrid: Einigen wir uns auf »Damenschwips«?
Tante Ingrid: Von mir aus. Damenschwips, gut, damit kann ich leben. Nun ja, nach unserem Telefonat dachte ich mir, gut, mach ichs mir noch ein bisschen gemütlich vor der Flimmerkiste. Zunächst also mal die Hosen ausziehen. Nun war es aber so, dass der Reißverschluss plötzlich nich mehr an seiner gewohnten Stelle war.
Nichte Astrid: Wie? Is die Hose runtergerutscht?
Tante Ingrid: Nein, der war nich mehr an seiner gewohnten Stellllleeeeee!
Nichte Astrid: Aha.
Tante Ingrid: Dann hab ich mir gedacht: nanu? Wo issn der hingekomm? Is ja beileibe nich das erste Mal, dass ich mir die Hosen ausziehe. Dann hab ich alles abgesucht nach dem verdammten Biest, aber hab ihn nich wirklich gefunden. So. War ich vornerum fertich, dacht ich, such ich hinten danach. Aber auch nix. Nu bin ich also aus dieser Position heraus VERSTÄNDLICHERWEISE gestürzt. Nach hinten über.
Nichte Astrid: Einfach so?
Tante Ingrid: Naja, is ja auch logisch, wenn man in so einer komischen Haltung da rumsteht mit den Arm irgendwie blöd aufm Rücken, da is ja wohl logisch dass man da stürzt.
Nichte Astrid: Mhm.
Tante Ingrid: Is ja auch egal, weil mir ja eingefallen is, dass ich höchstens fuffzehn Zentimeter von der Couch wegstehe und mich einfach hinplumpsen lassen kann. Aber dann war die Couch plötzlich auch nich mehr da, wo sie mal war!
Nichte Astrid: Wie?
Tante Ingrid: Die Couch war mindestens drei Meter weg! Auf einen Schlach! Und ich hab mich extra wie ein Sack hab ich mich hinplumpsen lassen. In meiner EIGENEN Wohnung!
Nichte Astrid: Ja und dann?
Tante Ingrid: Dann habich mich vor Schmerzen gekrümmt, weil ich ja mindestens drei Rippen geprellt hab oder den Steiß oder was weiß ich denn noch alles.
Nichte Astrid: Drei Rippen geprellt. Uh, das ist schmerzhaft, das hab ich auch mal erlebt.
Tante Ingrid: In meiner EIGENEN Wohnung!
Nichte Astrid: Und was hast du dann gemacht?
Tante Ingrid: Dann bin ich auf allen vieren zu meiner Couch und auf dem Couchtisch stand noch eine halb volle Flasche Wein, die hab ich dann zu meiner Beruhigung erst mal ausgetrunken. Und dann hab ich gesehen, dass im GANZ ANDEREN ECK vom Zimmer meine Hose gelegen hat. Dabei hatt ich sie noch gar nicht ausgezogen.
Nichte Astrid: Das grenzt wirklich an Hexerei.
Tante Ingrid: Hexerei. Da hast Du den richtigen Ausdruck gefunden. Hexerei war das!
Ende der Leseprobe