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Dieses Buch bringt Klarheit hinter das Geheimnis von Mann und Frau. Sex mit Fun-Faktor und Liebe mit Toleranz. Wir wollen alles, nur keine schlaffen Nummern oder Beziehungen ohne Tiefgang. Die erfolgreichsten Tipps und Tricks aus der erotischen Welt der Geschlechter. Frauen verstehen in jeder Lebenslage. Geheimcode Mann, zwischen Dosenbier und warum er beim Sex immer Socken trägt. Eifersucht ist passe, locker bleiben, wenn Ihr Partner Sie betrügt, Bewegung macht schlank. Mit Sexappeal zum Traumjob, Schluss mit Frust im Liebesleben und Beziehungskrisen erfolgreich meistern. Böse, zynisch mit tiefschwarzem Humor. Plus, was uns sonst noch scharf macht!
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Seitenzahl: 405
Veröffentlichungsjahr: 2021
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Hinweis, ganz wichtig!
Liebe Leserinnen und Leser,
Dieses Buch soll Ihre Emotionen bis an die Grenzen fordern, mehr als nur der übliche Unterhaltungswert. Die folgenden Kapitel sollen Sie ganz in Ihren Bann ziehen, nicht mehr loslassen, bis zu der letzten Seite. Es soll berühren, lachen und bewusst provozieren. Ich entführe den Leser in eine zynische Welt, wo wir uns vielleicht wiederfinden oder in einem Spiegel sehen. Was Menschen lustig, amüsant oder verletzend finden, kann niemand vorausahnen. Wie wäre die Welt, wenn wir alle gleich währen. Die folgenden Seiten sollen niemanden beleidigen oder gar verletzen, sondern ausschließlich Ihren Tag mit Humor versüßen. Die folgenden Personen und Orte in diesem Buch sind von mir geändert worden, mögliche Hinweise auf reale Personen sind rein zufällig. Ausgenommen die des Autors. Die Benutzung dieses Buches sowie die Umsetzung der darin enthaltenen Informationen erfolgen ausdrücklich auf eigene Gefahr. Alle Inhalte in diesem Buch unterliegen ausschließlich journalistischer und kabarettistischer Arbeit, keine Aufforderung zu einer strafbaren Handlung. Ich als Autor kann für etwaige Unfälle und Schäden jeglicher Art, die aus den Inhalten entstehen könnten, keinen Rechtsgrund für eine Haftung übernehmen. Wäre auch völlig sinnlos, wenn Sie meinen Kontostand kennen würden. Daher gibt es keine Möglichkeit Haftungsansprüche gegen den Autor für Schäden sei es materieller, körperlicher oder ideeller Art durch Nutzung oder Nichtnutzung der Informationen in diesem Buch zu stellen. Gegen die Nutzung fehlerhafter Informationen und Ausführung unvollständiger Informationen, daraus entstandener Schäden sind Rechts-und Schadenersatzansprüche sind ausgeschlossen. Daher nerven Sie nicht Ihren Anwalt. Für dieses Werk inklusive aller Inhalte wird weder vom Autor noch vom Verlag eine Haftung übernommen. Das Lesen dieses Buches gilt auf eigene Gefahr. Sollten Sie beim Lesen dieses Buchen Nebenerscheinungen verspüren wie etwa Hautausschläge, nervöses Zittern, Durchfallerkrankungen (igitt) oder Schweißausbrüche, so liegt das nicht an dem Inhalt dieses Buches, sondern an einem fragwürdigen Liebesleben. Autor und Verlag haben keinen Einfluss auf Inhalte fremder Internetseiten und deren Inhalte somit auch keine juristische Verantwortung. Sollten Sie irgendwelche Druckfehler oder Rechtschreibfehler jeglicher Art finden, übernimmt weder der Autor noch der Verlag eine Haftung. Anders ausgedrückt, ich war einfach zu faul nach der Fertigstellung dieses Buchmanuskriptes alles zu kontrollieren. Ich habe echt Besseres vorgehabt als Germanistikstudenten zu beeindrucken. Zum Beispiel mit den Kumpels ein kühles Bier trinken gehen. Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung sowie der Übersetzung sind vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Herausgebers veröffentlicht werden. Jegliche Weitergabe, etwa an außerirdische Wesen, wird vom Autor geahndet. Ich wünsche ihnen beim Lesen gute Unterhaltung Mark Zipper
Vorwort
Der erste Flirt bis zum Gruppensex.
Am Anfang war der Sex das Feuer kam erst später
Warum Männer die besseren Mütter sind.
Kinder, des einen Freud des anderen Leid
Frauen bekommen Kinder, Männer einen Schnupfen.
Von Urologen mit kalten Händen und Zahnärzten ohne Humor
Auch Männer haben Gefühle, nur Frauen können sie manchmal nicht finden.
Warum Männer die schlechteren Zuhörer sind
Scheiden tut weh und Seitensprünge ohne Folgen.
Scheidung verhindern und trotzdem die Sau rauslassen.
Beste Freunde können mehr als die Planung der Hochzeitsreise.
Richtiges Sex-Management, was im Leben wirklich zählt
Dosenbier beim Kochen, Staubsaugen, ein Schuhkauf.
Arbeitsteilung der erotischen Art
Job mit Karriere, Heimchen Herd oder durchstarten
Sex alleine ist zu wenig, ohne Moos nix los.
Schlank sein sieht anders aus, das Auge isst mit.
Herr Ober, wo bleibt mein Schweinebraten
Im Partnerglück, Best Ager die besten Jahre
Die Jahre kommen, die Jahre gehen, trotzdem bleiben wir scharf
Nachwort, das Beste zum Schluss.
Vita
Plus was uns sonst noch scharf macht!
WARNUNG! Alles, was Sie auf den folgenden Seiten lesen werden, ist die »nackte« Wahrheit. Ungeschönt ehrlich, frei für den Popo-Klatsch. Ganz im Vertrauen, sind wir nicht alle ab und zu etwas »scharf« und bereit für mehr? Genießen Sie die folgenden Kapitel und lassen Sie sich in eine zynische Welt entführen. Die bis zu diesem Zeitpunkt nur im geheimen Verborgenen existiert hat. Wissen, das vom Großvater an den Sohn, Enkelsohn und der restlichen Mischpoche in direkter Linie weitergegeben werden durfte. Denn eines ist klar wir »Männer« lieben unsere Frauen und das bei vielen nackten Tatsachen, ups, ich meinte natürlich von der ganz romantischen, intellektuellen Seite. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, wo in einer Erzählung irgendwo ein einhundertjähriger Chinese mit grauen Zöpfen oder ein weiser alter Mann aus dem Morgenland mit langem weißen Bart auftaucht, um mit seinem magischen Wissen zu beeindrucken. Damit kann ich als Autor leider nicht dienen, mein Großvater und Vater sind leider nicht sonderlich alt geworden, frei nach den alten Römern, oder waren es die Griechen?
Im Credo: Wein, die holde Maid und Zigarren paffen. Man kann ohne Umschweife sagen, ein Leben auf der Überholspur. Dass diese Form zu leben nicht gerade vorteilhaft für Herz, Lunge und Leber war, ist sonnenklar. Doch uns ist das Wurst. Sollten Sie als »Mann« geborener Leser das Licht dieser Welt erblickt haben, möchte ich, dass Sie mir einen Gefallen tun. Danken Sie Mutter und Vater, dass Sie damals so richtig scharf aufeinander gewesen sind. Sollten Sie als »Frau« geborene Leserin auf diese schöne Welt gekommen sein, dann was war da noch? Entschuldigung, ich muss kurz überlegen, ein Jackpot. Frauen sind uns Männern weit überlegen, ist leider so, egal ob auf intellektueller Ebene oder bei der Gesundheit. Ja, hier spricht der Neid aus diesen Sätzen: »Im nächsten Leben werde ich eine Frau«. Denn egal ob ein Mann Doktor, Professor oder Ingenieur sich betitelt, in Grunde können wir den Mann auf das Mindeste, Einfache reduzieren. Selbst wenn jetzt viele Geschlechtsgenossen mir wiedersprechen möchten. Gut, wir Männer haben Atome gespalten, den Verbrennungsmotor erfunden und das Antibiotikum zusammengemischt. Das war es aber auch schon. Männer ab Fünfzig, was bedeutet die Midlifecrisis wird eingeläutet, erheblich jüngeren Damen nachstellen um mit Sprüchen zu Punkten wie: Na, Mädchen heute schon gemännert? Wir sind auch noch der Meinung, dass diese Art der Umwerbung als »cool« angesehen wird. Ganz ehrlich, erwecken solche Sprüche einen Würgereflex beim zarten Geschlecht. Mehr ganz bestimmt nicht.
Oder unsere wertvolle Freizeit mit stundenlangem Sitzen vor dem Fernseher zu vertrödeln, nur um zweiundzwanzig Spielern in Trikots nachzueifern, die einen rundem Lederball hinterherlaufen. Was noch weniger einem Harvard Abschluss gleicht, an Sonntagen Formel 1 Rennwagen zuzusehen wie sie stundenlang im Kreis fahren. Nur damit am Ende der Gewinner sich mit einer Flasche Magnum Sekt von oben bis unten anschütten. Das diese Verhaltensweisen bei den Damen weniger auf Begeisterungsstürme trifft ist mehr als nur nachvollziehbar und garantiert kein Fundament für eine glückliche Partnerschaft. Der gute Wille war da doch das Fleisch war zu schwach. Liebe Damen, bevor Sie weiterlesen möchte ich hier und jetzt eines festhalten. Mir ist klar, dass Ihr Ehemann, Lebensgefährte, Freund oder Liebhaber natüüürlich ganz anders ist als hier in diesem Buch beschrieben. Er ist ein ganz ein lieber, zuvorkommend, vertrauenswürdig, intelligent, also in Summe etwas Besonderes. Einer von der Sorte wo Sie bei jedem Anlass ihr Umfeld wissen lassen möchten, dass Sie sich nach zehn Jahren noch immer sooooo Lieb haben wie am ersten Tag und jede nur erdenkliche Möglichkeit nützen um, na Sie wissen schon um was zu tun. Obwohl wir alle wissen, dass diese Aussage völliger Unsinn ist (ausgenommen Sie sind Nymphomanin) lassen wir Ihr Umfeld halt in diesem Glauben, wenn es Sie glücklicher macht.
Neben geheimen Wissen soll dieses Buch vor allem mehr Verständnis beim weiblichen Geschlecht hervorbringen über, sagen wir vorsichtig, manchmal eher fragwürdige, oft unverständliche Verhaltensweisen des Mannes. Um ein alltägliches männliches Beispiel darbringen zu dürfen: Ihr Mann, der nichts Besseres zu tun hat, als sich den ganzen Tag mit literweisem Dosenbier zuzuschütten, am Abend im Bett mit übelriechender Bierfahne und Sensibilität eines Hydranten Ihnen ins Ohr flüstert: Na Schatz bist du auch geil? Fünf Minuten später, dass Vorspiel wurde bei diesem Zeitmanagement bereits eingerechnet, schnarchend in einen komatösen Schlaf zu verfallen. Was das Thema Nachspiel betrifft, wenn Sie diesbezüglich den Wunsch hegen, ohne Kuscheln geht gar nichts, bleibt Ihnen immerhin noch Ihr »Pluto«. Hunde aller Rassen freuen sich auf das Knuddeln mit Frauchen. Falls Sie sich hier wiedererkennen, biete ich Ihnen als Motivation, warum es so schön sein kann zu Hause, folgendes Kopfkino an. Stellen Sie sich vor, Sie liegen ganz alleine an einem schönen Strand irgendwo in der Südsee in Ihrem Lieblingsbikini. Plötzlich steigt ein Kerl aus den Wellen empor mit langen schwarzen Haaren, stahlblauen Augen, braun wie eine Haselnuss und seine Muskeln glänzen in der Sonne. Mit langen Schritten kommt er in Ihre Richtung und begrüßt Sie: » Nur du allein fehlst mir noch zu meinem vollkommenen Glück!«
Nebenbei besitzt unser exotischer Supermann drei Doktortitel, Millionen auf der Bank und seine fünfzig Meter Jacht wartet bereits zum Auslaufen in Richtung Hochzeit. Gut, ok. Dann handelt es sich mit größter Wahrscheinlichkeit doch um einen Außerirdischen, aber wen kümmert das schon. Ruhig bleiben, träumen dürfen Sie immer und jederzeit. Wir wollen hier nicht zu sehr vorgreifen, es werden jede Menge anderer Themen angesprochen, die nicht nur mit Erotik zu tun haben werden, aber dennoch viele Irrtümer vorherrschen. Zum ultimativen Partnerglück gehört noch einiges mehr. Wie zum Beispiel die Sinnhaftigkeit, sich Vorhänge vor die Fenster zu hängen obwohl es Jalousien gibt und Pinsel mit schwarzer Farbe. Wer muss Vorhänge aufhängen, abhängen, richtig geraten die Männer. Oder, dass wir Männer Superköche sind, was nicht gleichbedeutend heißen muss, dass Geschirrabwaschen inkludiert ist. Selbst brandgefährliche Themen werden angeschnitten, warum das Raumlüften nicht zwingend notwendig sein sollte. Regelmäßiges Lüften im Winter führt nach unserer Meinung nur zu Lungenentzündung und horrenden Heizkosten. Man bedenke, erstunken ist noch niemand, doch erfroren sind bereits viele Menschen. Sparst du am richtigen Platz, bleibt mehr Kohle für die wirklich wichtigen Dinge im Leben, also lasst die Fenster zu!
Sollte Ihr geliebter Schatz trotz der Warnung ein Frischluftfanatiker sein, richten Sie Ihr einfach ein Bettchen am Balkon und wir können es uns endlich am Sofa vor dem Fernseher gemütlich machen, mit einer Kiste unserer Lieblingsbiersorte inklusive der DVD-Box »Planet der Affen.« Unwichtige Themen wurden bewusst außen vorgelassen, was bereits jeder weiß oder in unzähligen Büchern niedergeschrieben wurde. Genauer gesagt, was in Wahrheit kein Schweinchen ernsthaft interessiert. Warum Männer nie zuhören, Frauen nicht einparken können (ganz ehrlich wen interessiert das wirklich, ausgenommen Ihre Versicherung) oder warum sich Männer gegen Wohnungsrenovierungen mit Händen und Füßen wehren. Was eigentlich logisch sein sollte, wer halst sich schon selber Arbeiten auf wie Verlegen von Fußböden oder literweise Farbe an die Wand zu pinseln. Als Zugabe müssen wir auch noch das ganze Zeug selber bezahlen, was uns der Verkäufer vom Baumarkt aufgeschwatzt hat. Selbst das Drama um unsere Vergesslichkeit, obwohl wir ein Gehirn besitzen, das jeden Supercomputer in den Schatten stellt. (Eine Annahme des Autors, wissenschaftlich leider noch nicht bestätigt) Bis zu der Frage unserer Frauen, warum unsere Wäsche herumliegt, von stinkenden Socken, die tagelang neben dem Bett liegen, bis zur Bügelwäsche die nie dort ihren Platz findet, wo sie eigentlich hingehört. Solche Unwichtigkeiten haben in diesem Bestseller keinen Platz.
Männer sind kommunikative Spezialisten, unsere Lieblingssätze sind: Das kann ich leider nicht, das erledige ich ein anderes Mal (sprich nie) oder sehe ich etwa aus wie ein Installateur. Das ist für die allgemeine Verständlichkeit dieses Buch sehr wichtig. Fragen wie » Schatz kannst du mir vom Supermarkt Damenbinden mitbringen oder könntest du endlich die neue Lampe montieren die bereits seit Wochen herumliegt?« Können Sie sich bei Ihrem Ehegatten ersparen! Wir haben nur für weltveränderte Sachen Zeit oder müssen uns mit wichtigen Strategien auseinandersetzten wie »Mann« erfolgreich Zahnarzttermine und Prostatauntersuchungen aus dem Wege geht. (ausgenommen Sie stehen auf Schmerzen)
Jetzt sind Sie für die folgenden Kapitel gewappnet, Lesen und genießen Sie die geheime Welt des Partnerglücks von der zynischen Seite!
Ihr Autor
(natürlich ein Mann)
Am Anfang war der Sex, später kam das Feuer.
Ein Orgasmus? Super. Zwei Orgasmen hintereinander? Grenzt an Herrlichkeit. Drei Orgasmen, echt jetzt? Warum eigentlich nicht, es ist Zauberei. Ok, erwischt. Wir beginnen mit der wichtigsten Sache der Welt, richtig geraten »SEX« zumindest für uns Männer. Auch im Volksmund » Liebe machen« für alle die etwas zart besaitet sind » gern haben« für alle Mamasöhnchen auch » Ein Kind Zeugen«. Weitere Begriffe für alle, die frisch verliebt sind » das Kopfkissen teilen« aus der Fernsehserie Shogun, »einen wegstecken« aus dem Proletariat, »die Maus durch das Bett scheuchen und zum Schreien bringen« auch Ektase genannt, für alle die es gern wissenschaftlich haben möchten » Geschlechtsverkehr «. »Ein Rohr verlegen« aus der Zunft der Installateure, und weil es einfach so schön klingt, »liebe mich hier und jetzt« aus dem Wortschatz der Damenwelt.
Dass Männer öfter Sex benötigen als Frauen ist nun wirklich keine Neuigkeit und bedarf selbst für eine Nonne keiner Aufklärung mehr. Das wissen wir bereits seit Adam Eva im Paradies verführt hat. Sie wissen schon, wovon ich rede, die zwei Nackten mit dem Apfel. Damit sich selbst unsere Jüngsten ein Bild davon machen können, wie Mama und Papa erotischer weise im Schlafzimmer so ticken, müssen wir zum Anbeginn der Schöpfung zurückkehren. Wobei es vom Zeitgeschichtlichen für diese Tat mehrere Überlieferungen gibt: Vor langer Zeit kam die erste Frau, nennen wir sie einfachheitshalber Claire, ihre Rundungen machten alle verrückt ebenso ihre verführerischen Lippen, die zum Küssen einladen mit Wimpern wie Engelshaar. Um jedes romantische Klischee zu befriedigen. Hierzu an ihre Seite gestellt der erste Mann, nennen wir ihn Alfons. Wenn er in seiner vollen Nacktheit durch das Paradies stapfte, zitterten seine stählernen Muskeln bei jedem Schritt. Um vieles schöner als ein kleiner Glatzkopf mit Bierbauch. Woher die Beiden kamen oder warum überhaupt, darüber streiten sich die Geister und interessiert in Wahrheit ohnehin niemanden. Eines wunderschönen Tages verliebten sich die zwei ineinander und kamen von selber auf die grandiose Idee, dass es noch etwas Anderes geben muss als Händchenhalten. Sie hatten ohnehin den ganzen Tag nichts Besseres zu tun als in der Sonne zu liegen um sich anzuhimmeln und Äpfel zu futtern.
Wie es dazu kam das Claire und Alfons miteinander zum allerersten Mal Sex hatten, gibt es mehrere Überlieferungen. Möglichkeit Nr. 1: Die ewige Nörgelei von Adam »Tun wir es doch endlich« ging Claire irgendwann so auf die Nerven, dass sie endlich nachgab (Sie kennen das vielleicht von Zuhause). Ein großer Vorteil für Alfons, er konnte sich damit brüsten, ein Gott im Bett zu sein, da Claire ohnehin keine Vergleichsmöglichkeiten hatte. Selbst wenn sie dabei außen vor geblieben ist und keinen befriedigenden Orgasmus ihren Körper in Beschlag genommen hat. Was du nicht kennst, kannst du nicht vermissen. Nehme ich zumindest an, da nicht überliefert worden ist ob es hierfür andere Alternativen gegeben hat. Sei es wie es sei, wir können davon ausgehen, dass Eva keine Hand an sich gelegt hat. Möglichkeit Nr.2, Jahr für Jahr vegan leben, Tag für Tag immer nur Grünzeug futtern, wir bedenken, dass es früher weder Fastfood- Ketten noch Dönerhütten oder Asia-Nudeln gab. Hat Alfons und Claire so scharf aufeinander gemacht, dass sie endlich einmal die „Sau“ herauslassen wollten. Und die böse Schlange, wollte nur zusehen. Denn wer lässt sich schon von einem Reptil zu einem Apfel verführen, der alle seine Gehirnzellen beisammen hat. Nur um alle Akteure dieser Geschichte zu nennen. Bevor wir uns der Realität widmen, dürfen natürlich die letzten Ungereimtheiten nicht fehlen.
Nach diesem Akt der Liebe kam schon bald ein Kind auf diese Welt, nennen wir es Fritz. Was damals eine echte Hürde war vor allem medizinisch gesehen. Doch die Natur meinte es gut mit ihnen, vielleicht war es auch einfach nur Glück. In meiner Geschichte gibt es keine unbefleckte Empfängnis oder eine Geburt in einem Stall, wo heilige drei Könige, geleitet durch einen Stern (vergleichbar mit unseren Navigationssystemen von heute) ihren Weg fanden, um milde Gaben zu bringen. Wenn Sie sich fragen sollten, welche Gaben die drei Jungs gerne gespendet hätten, einen Geschenkkorb mit Wurst und Käse, Gutscheine vom Diskonter oder einfach nur die Abendausgabe der Zeitung Jerusalem-News. Halt alles, was ein Junge für seine Zukunft so braucht, um bis in das Rentenalter glücklich und zufrieden zu sein. Als Fußnote möchte ich noch festhalten, dass bereits seit der ersten Minute des Biologieunterrichts für alle Naiven, die es bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten, medizinisch gesehen, eine unbefleckte Empfängnis nicht nur realitätsfremd, sondern auch unmöglich ist. Also können wir getrost behaupten, juristisch ist diese Ausrede für eine Schwangerschaft vor einem Scheidungsgericht ein definitives No-Go. Soviel sei versprochen. Aber wir wollen nicht weiter darauf herumreiten, denn wir wollen keinen Ärger mit dem Vatikan. Doch zurück zu der Geburtsstunde der monogamen Zweisamkeit. Leute ganz ehrlich, eine Geburt in einem Stall oder einer Höhle, ist allein aus hygienischen Gründen selbst für damals, eine Meldung bei einem Jugendamt wert. Dass unsere Spezies sich gesund und berechtigt, trotz der vielen Viren und Bakterien entwickelt hat, grenzt an ein Wunder. Es hat sich zwar über die vielen Jahrtausende punkto Geburtsorte einiges zum Positiven verändert.
Weg von feuchten tropfenden kalten Höhlen, nass, dunkel, allein der Gedanke daran lässt bei mir bereits eine Blasenentzündung aufkeimen, oder Bretterbuden mit Fleckvieh, wo es zieht wie auf dem Bahnhof. In Zeiten wie diesen fangen sich die werdenden Mütter in Spitälern Keime ein, die nicht einmal mit einem Flammenwerfer zu vernichten sind. So viel zum Thema medizinischer Fortschritt. Ich sehe schon die Marketingsprüche der Spitäler der Zukunft vor mir: Kommen sie – bei uns werden sie garantiert krank, wenn sie es nicht bereits sind! Von Antibiotika, die nur mehr dazu dienen, unser Essen steril zu machen zu uns Jungs, die sich in der Frühzeit keine monogame Lebensweise leisten konnten. So leid es mir tut, ihr lieben Damen, aber hier liegt bereits der erste Fehler, warum Ihr Ehemann dauernd am Fremdgehen ist. Wären unsere Vorfahren treu geblieben, wäre es bald vorbei gewesen mit der Menschheit. Das lag daran, dass die Sterblichkeitsrate extrem hoch war zur damaligen Zeit. Entweder starben die Frauen bei der Geburt, Krankenwagen inklusive Notarzt konnten sie ja per Handy keinen rufen oder das Kind erlebte nicht einmal die Pubertät. Also einmal mit einem Speer versehentlich in den Fuß gestochen und das war es dann. Machten die Männer bei der Jagd einen Flüchtigkeitsfehler wurden sie von den Dinos gefressen. Allein aus dieser Tatsache schon ist es doch nur logisch, dass auf allen Ebenen kräftig Liebe gemacht worden ist. Jeder mit jedem, Sie können es auch als naturhistorisch allerersten Gruppensex bezeichnen.
Die Geschichte zeigt uns, dass wir Männer erblich vorbelastet sind, was unsere sexuellen Neigungen und Verfehlungen betrifft. Daher lasst Milde walten, wenn wir unserer Ehefrau einen Dreier mit ihrer besten Freundin vorschlagen sollten. Wie Sie sehen, hat dies nichts mit Gefühllosigkeit oder Ignoranz zu tun, sondern wir Männer sind auch nur Opfer unsere Gene. Bevor wir in unsere Zeit zurückkehren können, müssen wir noch einiges an Vergangenheit in Sachen Sex aufarbeiten. Also springen wir aus den Höhlen unserer Vorfahren weiter in die Zeit der wilden Rittersleute. Eine Zeit, die weder Hygiene noch Anstand hatte so wie wir ihn kennen, bis hin zur Inzucht. Ja, dort wurde geheiratet und sich vermehrt nach dem Motto: Wenn du meine Tochter nicht heiratest, brenne ich deine Burg nebst Ländereien nieder. Gewaschen wurde sich wenig bis nie, da es weder fließend Wasser noch Duschen in den Häusern gab. Was mit allergrößter Wahrscheinlichkeit neben der Geruchsentwicklung bestimmt der historische Beginn für sämtliche Geschlechtskrankheiten war, die wir kennen. Da ohnehin zu dieser Zeit die durchschnittliche Lebenserwartung bei gerademal 45.Lebensjahr war, dürfte das den Burgbesitzern Wurst gewesen sein. Bis irgendeine Geschlechtskrankheit sie im akuten Stadium dahingerafft hat, waren sie bereits ohnehin unter der Erde. Daher wurden sämtliche Hemmungen fallen gelassen und nach Lust und Laune kräftig allen sexuellen Fantasien nachgegangen. Mit der Königin bis zur Magd vom Stallburschen bis zur zärtlichen Cousine. Natürlich mit dem Vorwand, möglichst viele Söhne zu zeugen, denn Erben mussten her. Was in Wahrheit nur als Ausrede für die wilden Exzesse der Adeligen und Ritter war. Stopp! Halt, Aktennotiz, würde sich glänzend als Verteidigungsstrategie vor einem Scheidungsgericht machen: »Euer Ehren, ich musste mit 567 Frauen fremdgehen, ich brauchte einen Erben für meinen Nachlass.« Es gab früher weder Flirtrituale noch Liebesbekundungen, außer beim Akt selber, klingt ja auch so gut. Nein, die Jungs mit ihren Rüstungen waren so richtige Kerle, nach jedem Fraß und Saufgelage wurde jedem weiblichen Wesen kaum eine Wahl gelassen. Was zum ersten Werbespruch unserer Zeit führte » entweder der Folterkeller oder Sex« was die Geburtsstunde des modernen Marketings war. Blöd nur, wenn sie auf eine Masochistin getroffen sind, komm gib mir die Peitsche im Schlafgemach! In diesem Fall kamen die Männer bestimmt mit mehr Verletzungen davon, als nur der obligatorische zerkratzte Rücken. Das einzige Problem, was den Damen der schmerzhaften Sexualpraktiken passieren konnte, war, dass sie als Hexe am Scheiterhaufen geendet sind. Aber was tut man nicht alles für eine heiße Nacht in Lack und Leder.
Zumindest können wir den Damen nicht nachsagen, sie waren nicht hinzureichend motiviert. Was zum Thema Sex zeitgeschichtlich folgt und eine völlig neue Epoche der sexuellen Ausschweifungen darstellen sollte, waren die Römer. Ach ja, die Römersleut, die Jungs wussten wirklich, wie man feierte, da werden meine Augen ganz nostalgisch feucht. Eine gewisse Art von Neid keimt auf was so Julius Cäsar bis Caligula, der für seine Orgien berühmt wurde. Er war der Meinung, die Mächtigen und Reichen sollten ihre sexuellen Praktiken in die Öffentlichkeit tragen. Was dazu führte, dass jeder mit jedem ganz ungeniert herumferkeln konnte, ohne negativen Konsequenzen fürchten zu müssen. Nach harter getaner Arbeit im Senat oder auf den Schlachtfeldern war der Gang In Badehäusern zur Erholung. Dort vergnügten sich die Römer nach Herzenslust mit hübschen Damen und Herren, zwischen weißem Marmor und prunkvollen Obsttellern. Da waren die Eroberer der Welt nicht wählerisch, ihr Wahlspruch war ein Knack Po bleibt ein Knack Po, egal welchem Geschlecht es zum Zuordnen war. Gefolgt von den Griechen bis zu Alexander, dem Großen, der nicht einmal vor seiner eigenen Mutter Halt machte. Lassen wir diesen einzelnen ekligen Part einmal weg, können wir heute sagen, der Harem von Alexander, der Knabe mit dem goldenen Haar, war mehr als nur bestens bestückt. Manche Historiker sind der Meinung, dass Alexander der erste offizielle Bisexuelle war und kein Problem damit hatte es nach außen hin voll auszuleben. Dass die Helenen mit sämtlichen Körperöffnungen ihre Freude hatten, wurde historisch erst später bekannt. Leider gab es damals noch kein Gleitmittel.
Ob das native Olivenöl zweckentfremdet wurde, ist nicht überliefert. Daher der Begriff »Liebling, machen wir es heute auf Griechisch« Ein weiterer Vorteil seit Cäsar und Co, endlich gab es fließend Wasser und die Menschen zumindest, die die es sich leisten konnten, erkannten die Wichtigkeit von Reinlichkeit. Caligula raffte zwar dann doch die Syphilis dahin (Kondome gab es noch nicht), und Julius Cäsar wurde von Brutus und Konsorten im Senat niedergemäuchelt. Weil er seine Hormone nicht unter Kontrolle hatte. Langjähriges Fremdgehen mit Cleopatra und Bigamie war politisch gesehen bestimmt keine große Hilfe. Was schlussendlich für Cleopatra folgte, war der Suizid mit einer Schlange. Kurz nachdem sie sich noch schnell mit Markus Antonius ein Stelldichein gab, der war übrigens ein alter Kumpel vom Julius. Wenn sie sich Fragen sollten, wie die Königin von Ägypten von Julius Cäsar zu Markus Antonius kam. Die Drei kannten sich natürlich länger, nach diversen Saufgelagen im Palast der Cleopatra. Ja, so sind die Frauen, kaum ein schweißtreibendes heißes Wochenende im Bett mit strammen Römern verlebt, kommt der Drang, es mit niemand anderem teilen zu wollen. Zugegeben, deshalb sein Leben mit einem Reptil zu beenden, finde ich dann doch etwas übertrieben. Die Jahre vergingen und die drei Musketiere mit ihrem Kaiser Ludwig, dem XIII oder so, der angeblich auch nichts hat anbrennen lassen (ja, ich weiß, ich hätte in Geschichte besser aufpassen sollen).
An meine ehemalige Geschichtslehrerin: Sie gaben sich einst die größte Mühe mit mir, doch leider hatte ich damals einfach andere Sachen in meinem Kopf als Geschichte lernen. Meine Geschichtslehrerin war übrigens eine ganz scharfe. Weiter in Sachen Sex. Es gab Wasser und Seife, trotz dieses Fortschritts muffelten die Menschen lieber weiter vor sich hin, die Armen starben weiterhin an Seuchen und der Krätze, die Reichen bekämpften ihr Ungeziefer wie der Kopflaus bis zur Filzlaus lieber mit einem Kratzer und Parfum. Casanova, der Charmeur im Rüschenhemd zeigte uns, wie » Mann « es richtigmacht. Leider brachten ihn seine Lenden am Ende doch ins Gefängnis, und Mozart im zarten Alter von 6 Jahren komponierte derweil seine kleine Nachtmusik. In späteren Jahren, so sagt man über Mozart, habe er sein ganzes Geld für Frauen und Wein zum Fenster hinausgeworfen. Aber Hallo, ob er doch recht hatte! Es gibt sicher weit negativere Beispiele, seinen Kontostand für immer zu terminieren, wie zum Beispiel zu heiraten, Kinder in die Welt zu setzten oder seiner Frau zu beichten, dass man nach zwanzig Jahren Ehe inzwischen schwul geworden ist. Oder es für eine geniale Idee gehalten hat, als 50-jähriger Mann eine um 20 Jahre jüngere Frau zu heiraten, die nur schön ist. In den folgenden Generationen wurden zwar die Menschen immer reinlicher, doch leider auch verklemmter. Nichts ging mehr in Sachen wir tun es, wann wir wollen, wo wir wollen, bis zu mit wem wir wollen.
Also ein erheblicher sexueller Rückschritt. Selbst die Gesetzgebung fiel uns in den Rücken, mit seiner Scheidung und Unterhaltsgesetzten, die uns zur Monogamie und Treue ermahnen sollen. Hollywood schockierte Frauen und Männer mit Filmen wie: Eine verhängnisvolle Affäre und Basic Instinkt 1&2. Die Emanzipation wurde modern, was den klassischen Machos endgültig den Gar ausmachte. Weg von: He Baby, schau mir in die Augen Kleines, wo ganze Generationen nur so dahinschmolzen. Bekommen wir Männer heutzutage von unserem Objekt der Begierde höchstens ein: Pass mal auf du Solarium gebräunter Quatschkopf, wenn ich Lust auf dich verspüre, sage ich dir Bescheid und tu mir den Gefallen, überlasse das Reden lieber den Wissenschaftlern. Danke Humphrey Bogart. Zusammenfassend, für uns Männer ist es auf dieser Welt bestimmt nicht einfacher geworden. Wir wollen jetzt nicht die Stirn in Falten legen oder mit Zedern und Heulen beginnen. Es gibt auch viel Positives zu berichten, dank der Wissenschaft kamen bahnbrechende Neuerungen auf den Plan. Begonnen mit der „Pille“, was tausenden Männern Millionen an Unterhaltsleistungen ersparen sollten, was sofort beim Kultkonzert »Woodstock« einem Praxistest unterzogen wurde. Neben diversen Drogen der allgemeine Sex erst so richtig zur olympischen Disziplin emporhob. Ausgenommen bei den Damen, die es für eine gute Idee halten, die tägliche Pillendosis mit einer Antibiotika Kur zu mischen. Soviel zum Thema weibliche Logik.
Gefolgt vom medizinischen Durchbruch in der Chirurgie namens “Vasektomie“, wer schlau ist und Money hat, lässt sich gleich und sofort seine Leitungen vom Arzt durchknipsen. Sollte die neue Liebe ihres Herzens plötzlich Kinderwünsche äußern, natürlich damit ihre Liebe vollkommen ist, können Sie auf den Spruch verweisen » Gut Ding will eben Weile haben!« Außerdem sei zu bedenken, dass ärztliche Befunde unter den Datenschutz fallen. Was immer als wunderbare Ausrede gilt für den Fall, dass etwas Misstrauen aufkeimen sollte, wenn nach 25-Jahren hemmungslosen Sex noch immer kein Nachwuchs erfolgt. (natürlich sollten Sie diverse angeordnete Untersuchungen, wie etwa eine Spermaprobe beim Urologen abzugeben, tunlichst vermeiden). Um nicht zu vergessen, eine der wichtigsten Erfindungen unserer Zeitrechnung, ist selbstverständlich das Kondom, das eine neue Ära in der Erotik einläuten sollte. Warum ich es erst jetzt mit Verspätung erwähne, dass wir Männer in Wahrheit zwar sehr froh darüber sind über unser Verhüteli, doch in der Praxis mit weniger Begeisterung zur Anwendung kommt. Zumindest konnten wir durch dieses Kautschukprodukt diverse Geschlechtskrankheiten verhindern, was uns einige Male den Gang zum Urologen (Das ist der nette Doktor mit dem großen kaltem Finger) erspart und die Beichte an unsere Frauen, es wäre wieder mal an der Zeit, obligatorisch ein Antibiotikum einzuwerfen. Wodurch wir den Beweis geliefert haben, zu blöd zum Fremdgehen zu sein. Da helfen auch keine Ausreden wie: Schatz den Tripper hast du dir bestimmt im Schwimmbad eingefangen. Die praxisnahe Anwendung eines Kondoms ist gefühlt vergleichbar, als wenn Sie mit einem Regenmantel schwimmen gehen, oder eine Potenzpille einwerfen und dabei ein Fußballspiel ansehen. Dies kann uns Männern wirklich den Spaß an der Sache nehmen, wenn unsere Angebetete in der Hitze des Gefechtes anfängt, uns diesen transparenten Gummischlauch krampfhaft drüber zurollen. Da nützt es auch wenig, aus Marketinggründen »gefühlsecht« oder »extra dünn« auf die Verpackung zu schreiben.
Ich persönlich hätte viel ehrlichere Werbesprüche auf Lager zum Beispiel: Pech gehabt Junge, du armes Schwein. Das macht die Sache zwar auch nicht gerade erotischer, doch würden wir Männer uns dabei nicht so verarscht fühlen. Eine weitere Idee aus der Werbeindustrie könnten wir übernehmen, und zwar plakative Abschreckungsbilder, die wir von den Zigarettenpackungen her kennen. Anstatt offene Raucherbeine oder Lungenkrebsbilder abzudrucken würden spezielle Abbilder auf den Kondompackungen gut aussehen wie: Den berühmten Finger des Urologen bei der Prostatauntersuchung oder einen Ganzkörperausschlag von Latexprodukten. Was uns zu einer weiteren Errungenschaft der Wissenschaft führt, die Wunderpotenzpille in Blau. Ja liebe Leute, der Himmel und die Götter haben uns Männer in unserem Zetern und Klagen endlich erhört. Göttervater Zeus, du bist der Größte. Keine Schlaffis mehr, kein Schatz ich bin heute zu müde, in der Kürze liegt die Würze oder andere Ausreden. Wenn unser bestes Stück im Schweiße unseres Angesichtes wieder einmal im Stich lässt. Gut, ich gebe zu, viele von uns mussten es wieder einmal mit der Medikation übertreiben, es war eine weniger gute Idee, Potenzpillen wie Würfelzucker einzuwerfen. Die Folge, dass viele Jungs sich nun die Radieschen von unten ansehen. Davon abgesehen » schließlich lernen wir aus unseren Fehlern« wurde weiter in diese Richtung geforscht und entwickelt. Was nicht nur der Pharmaindustrie satte Renditen einbrachte. Die anfänglichen Mittelchen durften zu unserer Bestürzung nicht mit Alkohol oder fettem Essen gemischt werden, da sie sonst unwirksam wurden. Die Qual der Wahl zwischen einer Stelze mit Bier oder Sex mit unserer Geliebten. Mit den neuen moderneren Potenzpillen (auch Lattenpillen genannt) sieht unsere Welt um einiges rosiger aus, was aus jedem Zwerg einen Riesen macht. Dürfen wir heute ohne anzugeben sagen: Allzeit bereit! Selbst nach ordentlichen Trinkgelage und Fressorgien. Trotz dieser Tatsache sei beiläufig erwähnt, dass es weniger medizinisch ratsam ist, Potenzpillen mit einer Flasche Wodka einzuwerfen.
Ich möchte mich hier nicht als Arzt aufspielen, doch Hochprozentiges in Kombination mit Medikamenten wird Ihrer Leber auf Dauer unter Garantie nicht gerade wohlwollend entgegentreten. Doch sei es wie es sei, sind die neuen Potenzpillen vor allem für Alkoholiker ein Segen Gottes. Um den berühmten Satz hier an dieser Stelle zu wiederholen, den einst der Astronaut Neal Armstrong bei der ersten Mondlandung von sich gab eine ganz neue Bedeutung beizumessen: Ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein großer Schritt für die Menschheit! Mit einem Dank an die Wissenschaft, wo wir Männer nach dem Einnehmen von einer Potenzpille mit drei Flaschen Schnaps und zwanzig Bier noch immer unserer Geliebten eine Steifvorlage bieten können. Jetzt hält uns Männer beim Sex nichts mehr auf, keine Frau die uns zu unansehnlich wäre, kein Versagen mehr im Bett. (im Sprachgebrauch auch Rohrkrepierer) Egal ob silberne oder goldene Hochzeit, selbst Altersunterschiede von zwanzig Jahren und mehr stellen beim Sex kein Problem mehr da. So lange es das Kreuz aushält. Liebes Forscherteam, ganz ehrlich, wir lieben euch. Weitere Alternativen seitens der Medizin dürfen nicht unerwähnt bleiben: Eine Potenzspritze in unser bestes Stück (wovon ich persönlich abraten würde, außer sie stehen auf Schmerzen und ja, so wie es klingt, so brutal ist es auch)
Besuche beim Psychiater, der Sie nach unzähligen Sitzungen mit seiner Diagnose zum Perversen des Jahres kürt, bis hin zu hirnlosen Mittelchen die Ihnen per Direktmarketing versprechen, Ihr Potenzproblem zu lösen durch Inhaltsstoffe wie zerriebenes Nashornpulver oder Bieber Sperma. Vorbei ist die erotische Durststrecke mit Schwarz-Weißfotos von nackten Frauen und Männern oder den ersten Pornoheften bis zum Männermagazin mit Hasenohren. Die wir in früheren Jahren heimlich in Sexshops erwerben mussten. Manche von uns Oldies werden sich bestimmt noch an die schwarz gehaltenen Plastiktüten erinnern, womit unsere Magazine eingetütet wurden. Damit wirklich jeder auf der Straße sofort wusste, wo wir einkaufen. Angefangen mit den ersten Sexfilmchen aus Hollywood, um die Sache mit den mordlüsternen Frauen mit Eispickel und Co wieder gut zu machen, es sei euch verziehen. Wo wir im deutschen Sprachraum anfänglich im Filmgeschäft noch auskommen mussten, mit Softpornos- Darsteller die nur so tun als ob. Das höchste der Gefühle, wenn Sie eine nackte Brust zu sehen bekommen. Leute, echt jetzt, in jeder Sauna ist es erotischer. Abgespeist wurden wir mit Filmtiteln wie: zärtliche Cousinen 1-4, auf der Alm dort gibt’s ka Sünd und stramme Bauernburschen in Lederhosen. Mit kreativen Künstlernamen der Darsteller wie Rosi, Reserl, Axel oder Huberbauer.
Eine echte Steigerung in Sachen Sexfilme kam mit den Importfilmen aus den ehemaligen Ostblockländern. Keine anderen Länder kämen sonst auf die Idee, Filme zu drehen mit Darstellerinnen, die breitere Schultern hatten wie ein Fleischhauer. Mit Titeln wie: Schulmädchenreport, in Sibirien wird es richtig heiß, die Russen wissen, wie man’s macht oder meinem ganz persönlichen Lieblingsporno: Entführt und für immer eingeschlossen im Nonnenkloster. Natürlich hat auch hier der Kommunismus Einzug gehalten, mit Künstlernamen der Darsteller wie Georgi, Ludmila, Lutschenko bis Leckminsky. In den Anfangsjahren gab es diese Art von Filmen natürlich nur in den von uns Männern beliebten Pornokinos zu sehen. Non-Stopp selbstverständlich, liefen sie für uns, ob bei Tage oder bei Nacht. Warum? Weil wir nie wussten, wann wir unsere Chance bekommen, uns heimlich davon zu stehlen, um uns unsere Oscar verdächtigen Kinopornos reinziehen zu können.
Sie glauben uns Männern war dies peinlich? Abgelehnt, wir Jungs werden nicht einmal rot, wenn wir uns (natürlich) rein zufällig in eine Schwulensauna verirren. Gut, ich gebe zu, die schauspielerische Leistung der Darsteller dieser Filme war unter aller Würde und die Texte bestanden nur aus einem Schnaufen, Grunzen oder höchstens ein, ja gib es mir. Doch uns Männern störte dies wenig, es mussten nur gewisse Regeln eingehalten werden. Bei einem Besuch im Pornokino ist folgendes zu befolgen: 1. Sollten Sie unbedingt auf einen Sitzplatz in den vorderen Reihen bestehen, ist ein Regenschirm unerlässlich. Bitte keine Fragen, wieso brauche ich einen Regenschirm, lassen sie ihre Fantasie walten. 2. sollten Sie auf modische Accessoires wie teure Raulederschuhe oder den Maßanzug vom Top-Designer tunlichst verzichten. An dieser Stelle wäre der berühmte gelbe Regenmantel, eher ratsam, den sie später mit dem Gartenschlauch abspritzen können.
In Folge wurde anno dazumal alles auf VHS-Videokassetten festgehalten. Was einem geheimen Versteck vor unseren Frauen eine echte Herausforderung darstellte, diese Kassetten waren einfach zu groß. Welcher seriöse brave Ehemann möchte schon von seiner Frau als abartiger, sexbessener Freak ertappt werden. Doch unsere Siegesserie in Sachen Fortschritt ging zu unseren Gunsten weiter, von den DVDs bis zum Datenstick wurden die Speichermöglichkeiten für unsere filmtechnischen Schweinereinen immer kleiner und effizienter. Bis zum krönenden Abschluss, Trommelwirbel Beifall, dem Internet!!!Richtig Leute, vorbei mit irgendwelchen Verstecken für unsere erotischen Abartigkeiten, ab jetzt wird sich per Mausklick im Cyberspace alles angesehen, heruntergeladen gestreamt was das Frauen und Männerherz in Sachen Sex höherschlagen lässt. Vorbei die Zeit, wo unsere Frauen uns am erotischen Arm verhungern lassen, ein Mausklick und selbst ist der Mann. Nur sollten Sie in Zeiten der totalen Überwachung vorher die Kamera an ihrem Laptop überkleben. Sonst könnte es passieren, dass Sie auf einmal im Netz per Kurzfilm erscheinen mit dem Titel: Wieder einer der von Hardware keine Ahnung hat. Ebenfalls wenig empfehlenswert, sich mit dem eigenen Namen und IP-Adresse auf Hardcore- Sexseiten zu registrieren. Nicht nur, dass wir Männer 24H Online auf Sex-Seiten als Zuseher dabei sein dürfen, wir können unsere eigenen Film- Orgien ins Internet stellen. Sorgsamer weise sollten Sie der oder den Damen (es dürfen auch Männer sein) des Geschehens vorher mitteilen, was Sie mit den gefilmten Ferkeleien vorhaben. Wenn Sie nicht vor einem Strafgericht landen wollen.
Erfahrungsgemäß wenig erfolgversprechend ist ein Vorschlag an die eigene Ehefrau Ihre häuslichen Sexspielchen per Smartphone im Internet zu posten. In Wahrheit will niemand langweiligen Blümchensex sehen, nicht böse sein. Wenn Sie nicht irgendeine schräge Sexnummer draufhaben, um die Zuseher bei Laune zu halten, ernten Sie nur lachende Smileys und Daumen nach unten. Schlimmsten falls ernten Sie zynische Kommentare wie » Na, war es kalt an diesem Tag« oder »War deiner immer schon so klein«, »Deine Frau sollte auch wieder einmal im Fitnessstudio vorbei schauen«, » Mann der Begriff, in der Kürze liegt die Würze, trifft bei euch vollends zu«, »Wenn bei mir der Sex eines Tages so endet, erschieße ich mich freiwillig«,» Wau, ich wusste gar nicht, dass mit einem Bierbauch diese Stellung noch möglich ist. Beim nächsten Stelldichein wäre es besser euer Licht auszuschalten, es gibt Zuschauer, die heute noch etwas essen wollen«, oder » He Alter, dein Hintern hat mehr Falten als mein Mops! « Sie sehen an Hand der Beispiele, nichts davon ist sonderlich schmeichelhaft oder zum Angeben in lüsterner Runde geeignet. Mein Rat, bleiben Sie Konsument und genießen Sie. Was die Zukunft noch zu bieten hat, ist noch ungewiss. Die Wissenschaft denkt pragmatisch, von künstlichen Menschen, mit denen wir alles tun dürfen, was unsere schmutzige Fantasie zu bieten hat, ohne dabei als Sittenstrolch eingekerkert zu werden. Dass mit der künstlichen Intelligenz, naja ganz ehrlich, davon sind wir Männer nicht begeistert. Wer möchte schon eine Sexpuppe mit Hirn?
Aktuell müssen wir uns noch mit billigen Alternativen begnügen wie der aufblasbaren Sexpuppe, die es übrigens für Mann und Frau zu erwerben gibt. Was die Sexpuppe für den Mann betrifft, gibt es hierzu zwei Ausgaben, mit drei Körperöffnungen oder mit zweien. Sollte die dritte Körperöffnung für Sie ein Rätsel sein, kann ich Ihnen nur raten einen Sexualkundeunterricht zu besuchen. Eines gilt es unbedingt zu beachten, auf die Zigarette danach sollte man besser verzichten, es könnte sonst mit der Liebe aus Latex ein unschönes Ende nehmen. Es ist bereits kompliziert genug im Alltag, wenn wir den Drang nachgegeben, eine Dame mit Dr.-Titel zu ehelichen. Weil wir in dem Glauben leben, dass dies für unser Image und Selbstwertgefühl von Vorteil sei, nur um baldigst herauszufinden, dass dieser Schuss gehörig nach hinten losging. Weitere Grausamkeiten von Seiten der Genies der Technik sind computeranimierte Pornofilme, Cybersex und die totale Enthaltsamkeit.
Auch für die Damenwelt hat sich einiges zum Besseren gewandelt in Sachen Sex, im Laufe unserer Zeitrechnung. Wie bereits oben erwähnt die »Pille« und das Kondom, wo sich die Damen endlich vor Männern schützten können mit sämtlichen Geschlechtskrankheiten die der Sextourismus aus Asien zu bieten hat. Vorbei ist die Zeit, wo der Frauenarzt seinen Patientinnen Wagenladungen von Penizillinen verabreichen muss, weil der Ehemann zu wenig Blut in seinem Gehirn beim Fremdgehen hatte. Die Weiblichkeit hat sich nun endgültig etabliert. Wenn früher eine Frau beim Fremdgehen erwischt worden ist oder sich als Nymphomanin geoutet hat, wurde sie oft als Schlampe bezeichnet.
Nicht so heute, wenn Sie als Frau häufig Ihren Sexualpartner wechseln, gibt es nur die Bestnote mit Brief und Siegel. Ja richtig gelesen, wir lieben euch dafür, dass ihr euch sogar zur gleichgeschlechtlichen Liebe geoutet habt. Was soll ich sagen, Männer lieben nun einmal Gender-Pornos. Selbst in Sachen Fremdgehen haben Frauen mehr Intelligenz bewiesen. Flüchtigkeitsfehler, die nur einem Mann mit Erbsenhirn passieren können, die Stundenhotelrechnung mit der Familienkreditkarte zu bezahlen, es am Rücksitz des Familien-Van zu treiben, und verräterische Spuren zu hinterlassen. Die Telefonnummer von der Gespielin auf dem Handy abzuspeichern unter den Namen »geiles Schweinchen«. (Wirkt übrigens auf niemanden verdächtig, wenn auf Ihrem Telefonrufnummernnachweis eine bestimmte Nummer dreißig Mal am Tag angerufen wird). Ein persönlicher Erfahrungsschatz, ich kam nach Hause und hatte versehentlich den String- Tanger meiner Freundin, im zarten Apfelgrün in der Sakkotasche. Meine Freundin, eine Weiblichkeit, die natürlich um zwanzig Kilo schlanker, im Fachterminus auch »Hungerhaken« genannt und zehn Jahre jünger war. Ja, meine Ehefrau hat das Korpus Delikt entdeckt.
Weitere Einzelheiten möchte ich Ihnen ersparen. Wobei ich sagen muss, Sex mit einer Dame mit Modelfigur ist gefühlt als würde man mit einem Fahrrad über Eisenbahnschwellen fahren. Ergibt leider allzu oft Blutergüsse an den ungünstigsten Körperstellen. Liebe Leserinnen, ich verrate Ihnen jetzt ein großes Geheimnis, in Wahrheit stehen die meisten Männer auf Frauen mit natürlichen Rundungen, doch niemand von uns würde es zugeben. Bitte bleiben Sie so, wie die Natur Sie erschaffen hat, Sie sind unter Garantie begehrenswert genug. Versprochen! Modelfiguren, die niemand sextechnisch im Bett haben möchte, die aussehen als hätten sie seit Wochen nichts gegessen und Erinnerungen wecken, an den Stalingrad-Krieg, in Kombination mit einer schweren Lungenentzündung. Selbst wenn die Werbeindustrie uns etwas Anderes weismachen möchte. Um kurz zu meiner »String-Tanger Affäre« zurück zu kommen, die Scheidungsrichterin hat es ebenfalls wenig spaßig gefunden. Die Einzigen die es lustig fanden, waren mein Anwalt, weil er seine Honorarnote bereits vor Augen hatte, und meine Wenigkeit. Zumindest hatten wir etwas Spaß am Gerichtshof. Was sagt uns dieses Beispiel? Frauen wären nie so gedankenlos sich dem Rausch hinzugeben, nur um anschließend fremdzugehen. Vor allem in Sachen gefühlsechte Erotikutensilien hat sich viel für unsere Frauen getan, angefangen vom Vibrator, den es in verschiedenen Größen zu kaufen gibt. In den Anfangsjahren wurden sie in den Kaufhauskatalogen gerne als Gesichtsmassagestab beworben. Vibratoren gibt es von der Größe eines Bleistifts für Anfängerinnen bis hin zu der Größe wo es anfängt so richtig Spaß zu machen. Für die Profilieger, die bereits einige Jahre am Buckel haben. Es ist auch keine Schande zuzugeben, dass Sie nicht nur in den Bergen ein Echo hören.
Abgelöst wurde der Vibrator, so scheint es, mittlerweile durch das Handy mit Vibrationsalarm. Das unsere Damen bei jeder Gelegenheit quasi Non-Stopp ihr Handy in ihrer Hand herumtragen und zärtlich mit ihren Fingern darüberstreichen. Ihr habt ja so Recht, auch Maschinen brauchen Liebe. Weiteres aus dem Sortiment Sextoys sind die »Liebeskugeln«, die einer Waffe aus dem Mittelalter nachempfunden wurde, der Bola. Bola= eine Wurfwaffe, mehrere Kugeln die mit einer Schnur verbunden sind, wie unsere Damen ihr Utensil detailliert anwenden, soll hier kein Thema sein. (Selbst, wenn voller Erwartung unsere männlichen Leser es gerne in Wort und Schrift erfahren hätten)
Ich sagte Ihnen ja bereits, die Rittersleute wussten, wie man feiert. Wer nun schlussendlich auf die Idee kam, aus einer Waffe ein Erotikspielchen zu basteln, um es in Körperöffnungen zu versenken anstatt seinen Gegnern den Schädel damit einzuschlagen, ist zeitgeschichtlich nicht überliefert worden. Nicht genug, haben unsere Vorfahren noch viel mehr zu bieten, und zwar den »Intimschmuck«. Ich gehe mal davon aus, dass selbst diese Kategorie aus der gleichen Jahrhundertwende stammt, rein in die Folterkammer der Burgherren. Wo früher mit Daumenschrauben dem Geknechteten die Finger einzeln zertrümmert wurden, kam vielleicht ein Folterknecht, auf eine grandiose Idee, der zu einem gefeierten Künstler zu Hofe aufsteigen wollte. Bei dieser Gelegenheit sollten wir gleich einmal die Brustwarzen nicht nur mittels Nippelzange behandeln, sondern wenn wir schon dabei sind mittels Bolzen durchbohren. Er war von seiner Kreation so begeistert, dass er sein Geschäftsgebaren weiterverfolgte. Dadurch hat die Dame von heute die Möglichkeit, sich sämtliche Körperteile mit verschiedenste Metallen, die unsere Erde zu bieten hat zu perforieren, nach dem Motto: Dort schmerzt es doch am meisten. Zum Nasenring mit dem Produktnamen »Rosi die Milchkuh« sieht besonders Hipp aus bei Schnupfen. Weiter gelocht wird bei der Zunge, wo ohnehin die meisten Menschen Schwierigkeiten mit der deutschen Aussprache haben, wird es durch das Zungenpiercing noch unverständlicher. Weitere Körperstellen, vor denen nicht haltgemacht wird, wenn es um Schmerz und Kunst geht, von Gesichtshälften bis zum Bauchnabel. Sieht übrigens echt fies aus, wenn Ihr Piercing plötzlich zum Endzündungsherd wird und zu eitern beginnt. Nur weil Sie sich ein paar Euro sparen wollten um es sich kurzer Hand selber zu verabreichen.
Kurz noch ein kleiner Rekurs aus der Medizin für die ganz Unbedarften: Eierlikör, Bier oder ein Energiedrink eignen sich nicht zum Desinfizieren einer offenen Wunde. Bis in den Intimbereich, wo alles zur Anwendung kommt, was der Baumarkt zu bieten hat: Ringe, Bolzen, Kabel bis Vorhängeschlösser. Kurz in die Welt der Mode, hat auch das Schamhaar seine Zeiten hinter sich. Vom vollen Busch der Sixties, wo lange Haare, Koteletten, Schweißtropfen am Achselhaar und Glockenhosen modern waren, (Auch die Filzlausgeneration genannt). Doch auch hier hat uns natürlich wie so oft die Wissenschaft unser Sexleben gerettet. Die Filzlaus, zugehörig zu der Gruppe der Arachnoiden, wurde bald erfolgreich durch chemische Kriegsführung mittels Pestiziden zu Leibe gerückt. Leider brauchten wir Männer nach dem Oralsex mehr als nur einen Zahnstocher. Kamen wir an eine rassige Schönheit, mussten wir notgedrungen bei unserem Zahnarzt für einen Zahnhygienetermin vorsprechen. Jahre später, wo Buschmesser und Heckenscheren, die uns den Weg zum Genitalbereich geebnet haben, außer Mode kamen, wurden kreative Schnittmuster modern, daher der Begriff: Rasenpflege im Vorgarten. Hier wurde im Intimbereich vor nichts haltgemacht, das Schamhaar wurde nach bekannten Ikonen hingestylt. Von berühmten Markennamen bis zum Superheldensymbol.
Selbst vor berühmten Porträts wurde nicht haltgemacht, wie etwa »Der Rückkehrer aus dem Vietnam Krieg« für die wirklich harten Jungs bis zu » Wall-Street Banker « der sich reihenweise Schnee reinzieht. Bis schlussendlich zu unserer Zeit der haarmäßige Kahlschlag bei Mann und Frau Einzug hielt. Ja, jetzt wird alles gnadenlos wegrasiert, geleasert und geharzt, was nur annähernd einem Haar ähnelt. Abwärts ab der Augenbraue muss heute alles blitz blank sein, gerade so wie bei einer Porzellanpuppe, so mögen wir es. Wenn es gefällt, dann gefällt es eben und über Mode lässt sich bekanntlich nicht streiten. In den anfänglichen Gezeiten wurden natürlich verschiedene Experimente in Sachen Haarentfernung durchgeführt, kostensparende und zeitsparende Alternativen wurden gesucht. Zu Beginn versuchte man, dem vollen Busch mittels Brandrodung zu Leibe zu rücken. Doch von dieser Methode wurde bald Abstand genommen, da gewisse schmerzhafte Nebenerscheinungen wie der Blasenbildung bis zur Hautverbrennung vierten Grades. Zugegeben es war auch eine saublöde Idee mit Kerosinkanister und Feuerzeug das Schamhaar auszurotten.
Vor allem die ewige Nörgelei der Geliebten, nach einem Arzt konnte einem wirklich die Stimmung beim Sex vermiesen, da half auch der motivierende Satz: Schönheit muss eben Leiden, reichlich wenig. Böse Zungen behaupten, dass bei dieser Gelegenheit die Idee für den Molotowcocktail geboren worden ist. (Molotowcocktail= Brandsatz Benzin-Dieselgemisch, auch als die Atombombe für verarmte Terroristen) Weitere Versuche in Sachen Schamhaar und Sparsamkeit wurden mit Teilerfolgen weiterverfolgt, die Idee das Schamhaar operativ zu entfernen, um es auf einem Glatzkopf zu transplantieren. Die Ergebnisse waren mäßig bis unzufrieden, der Modetrend mit einer Kopfkrause konnte schlussendlich leider doch nicht durchgesetzt werden. Da kam uns das neue Sexsymbol der Vollglatze gerade recht. An dieser Stelle halfen uns Filme weiter wie: stirb langsam und Einsatz in Manhattan.
Den Männern wird nachgesagt, wir hätten außer Sex sonst nichts im Kopf. Diesem bösen Gerücht wollen wir hier und jetzt sofort entgegentreten. Ich möchte meinen weiblichen Leserinnen nun beweisen, was noch in genialen Männer-Gehirnen steckt. Daher gehen wir brisante Themen an, was alle Frauen berührt, Körperhygiene im Intimbereich! Die Intimzonenproblematik bei der Dame wurde nun endlich effizient in Angriff genommen. Die Lösung, die »Vaginaldusche« wo bisher dieses pikante Problem zweckendfremdlich mit Flaschenreinigungsbürste und Essigwasser entgegengetreten wurde, in extremen Fällen mit einer Chlorgasmischung, gibt es endlich die Hightech-Lösung. Die Vaginaldusche. Geniale Erfindung, keine Nebenerscheinungen wie die totale Vernichtung Ihrer Schleimhäute. Ja, ja, die Vaginaldusche, dort wird gespült und gewaschen, was das Zeug hält, kein Nasenrümpfen und böse Blicke mehr beim Oralsex von Ihrem Sexpartner. Keine Anzeigenpflicht mehr beim städtischen Seuchenamt, nun können die Frauen ohne schlechtes Gewissen, dem heimischen Vorspiel mit Vorfreude entgegentreten.
Was uns Männer freut, wann immer wir uns mit einer Wäscheklammer auf der Nase unter der Bettdecke langsam zu unserem Ziel empor schlängeln mussten. Was schon immer erheblich störend gewesen ist. So wurde übrigens die Idee zum Apnoetauchen geboren. (Eine Annahme des Autors) Diesem Wunderding der Technik beigefügt sind ein detailliertes Zubehör, diverse Aromazusätze nach Geruchsrichtungen, die dem Wassertank beigefügt werden. In der Ausführung vergleichbar mit der Lanzenwäsche, und integriertem Naß-Trockenstaubsauger. (Wir kennen das von der Autowaschanlage) Was bei Ihrem PKW der Duftbaum ist oder die Duftkerze im Wohnzimmer, ist die gleiche Idee im Intimbereich. Als Geruchspalette zur Auswahl stehen verschiedenste Richtungen zur Verfügung, von exotischen Obstsorten wie Kiwi, Ananas oder der Banane, bis zu unserem heimischen Kräutergarten, wie Anis, für die ganz harten Fälle, der Weihrauch. Ein Antrag bei der Erzeugerfirma einen Aromazusatz mit Biergeruch zu entwickeln, wurde kategorisch abgelehnt. Mit der Begründung, dass es bei einer Fahrzeugkontrolle zu erheblichen Komplikationen seitens der Exekutive kommen könnte. Weitere Geruchsideen wurden beantragt wie Wodka für Alkoholiker, Soja, damit sich auch unsere vegetarischen Damen heimisch fühlen dürfen trotz der Fleischeslust.
Wie werden sehen was in dieser Richtung noch kommen wird. Nachdem das Thema Einsparungsmaßnahmen hoch im Kurs steht, gibt es auch hier eine Möglichkeit einen wichtigen Beitrag zu leisten. Sie und Ihr Lebenspartner können die Vaginaldusche einfach auch als Munddusche verwenden, so sparen Sie Geld und Platz im Badezimmer. Ein Tipp vom Fachmann, bevor Sie sich Ihren Zähnen zuwenden, sollten Sie aus hygienischen Gründen bei der Vaginaldusche eine genaue Reinigung durchführen. Weitere medizinische Helferlein zum Thema Intimbereich, sind verschiedenste Schmiermittel für die Dame fortgeschrittenen Alters. Es hat die Natur nicht immer gut gemeint mit der Weiblichkeit, daher nagt der Zahn der Zeit auch in diesen Bereichen, sprich der Scheidentrockenheit. Ein Problem, das Männern sehr am Herzen liegt, denn nur wenn es flutscht dann rutscht es (soweit der Volksmund) um die physikalischen Gesetze nicht zu vergessen.
