Selbst gemachte Nachrichten - Anna Dorb - E-Book

Selbst gemachte Nachrichten E-Book

Anna Dorb

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Beschreibung

Weil man einfach nichts mehr glauben kann und niemals weiß, ob das auch wirklich stimmt, was man da und dort zu hören oder zu sehen bekommt, gibt es jetzt: SELBST GEMACHTE NACHRICHTEN Die gesammelten Werke aus der Wochenblatt-Kolumne ACHTUNG SATIRE und mehr.

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Seitenzahl: 217

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Die

Gute Nachricht

zuerst:

Das Meiste, was man so hört oder liest, ist erstunken und erlogen – es kommt direkt aus der „Gerüchteküche“.

Oder wie sagte schon die verlogene Käth'?

„Ich sach jedes Mal VORHER: Mer söll's nit gläb!“

Übersetzung:

„Ich sage es jedes Mal VORHER:

Man soll es NICHT glauben!“

Lüüche

aus „Gedichte und Moritaten“

von Edwin Brod

(ISBN: 978-3839166635)

Die Käth' is fei scho ä racht's Lüüchemaul

un im Leutaustrache gar nit faul!

Kaum schnappt sie was uff – gleich werd's verbouche

un e weng durch'n Draak gezouche

un weiterverzäilt der Nachbari schnall,

bekannt isses ä Stunn druff überall.

Un die Gosche werd franzi von früh bis spät;

Ja, ja, es is scho ä Luder, die Käth!

Vor 14 Tach höü i sie doch emol g'fröcht,

worüm sie dann dauernd sou viel Lüüche mecht?

Do grinst sie mi oo un guckt e weng schepp:

„Ich sach jedes Mol vorher: Mer söll's nit gläb!“

( und frei übersetzt von Anna Dorb)

Lüge

Die Käth' ist fei schon ein schlimmes Lügenmaul

und im Leuteausrichten gar nicht faul!

Kaum hat sie etwas gehört – wird es schon verbogen

und ganz schön durch den Dreck gezogen.

Und weitererzählt der Nachbarin schnell,

bekannt ist es eine Stunde später überall.

Und das Mundwerk wird fransig von früh bis spät;

Ja, ja, sie ist schon ein Luder, die Käth'!

Vor 14 Tagen habe ich sie doch mal gefragt;

weshalb sie denn dauernd so viele Lügen macht.

Da grinst sie mich an, ganz schief unter der Hauben:

„Ich sag doch jedes Mal VORHER: Man soll es NICHT glauben!“

Vorwort

Irgendwann kommt der Zeitpunkt, da steht man da und fragt sich:

„Häh? Was zum__________________* soll das???“

*Hier darf imaginär oder auch real ein Schimpfwort nach Wahl eingefügt werden.

Ganz gleich welches – es bleibt unter uns.

Da bekommt man an einem Tag eingebläut, dass dies oder das gut für uns ist, an einem der folgenden Tage (manchmal aber auch erst viele Jahre später) nachdem wir alles geglaubt, verinnerlicht und uns an die Empfehlungen gehalten hatten, wird das zuvor Propagierte dementiert und genau das Gegenteil für ratsam und richtig erklärt.

Gerne auch mal umgekehrt.

Theorien von gestern sind laut Experten plötzlich völlig verkehrt und alles wird über den Haufen geworfen, bis die Fachmänner und inzwischen auch die „Quoten“-Fachfrauen von übermorgen, wieder ganz neue Erkenntnisse und Weisheiten ans Licht befördern.

Sportergebnissen kann man selbst dann nicht mehr trauen, wenn sie digital gemessen wurden, weil auch diese inzwischen manipuliert sein können.

Ganz davon abgesehen werden Schiedsrichter bestochen und Dopingsünden der Athleten entweder untergejubelt oder vertuscht. Die Medien halten uns diesbezüglich ja auf dem Laufenden. - Oder eben nicht.

Prominente aus allen Bereichen werden hochgejubelt und laufen damit Gefahr mal eben ganz schnell wieder fallen gelassen zu werden. Hierbei gilt die Faustformel:

Je höher - desto fall

Nachrichten und Rufmorde, oftmals in Verbindung mit gefälschten oder manipulierten Fotos und/oder Videos unterlegt, sind gang und gäbe und die dazugehörigen Gegendarstellungen erscheinen, wenn überhaupt, in viel zu geringem Ausmaß und oftmals zu spät für den oder die Geschädigten.

Dass die Opfer sich nicht oder kaum dagegen wehren können, mag den einen oder anderen ebenfalls verwundern, wo wir doch angeblich unter ständiger Beobachtung der NSA, des BND und anderen Lauschern stehen, die es eigentlich (am besten) wissen müssten.

Gleiches gilt leider auch für Nachrichten über die Kriegsschauplätze dieser Erde, die entgegen unserer zivilisierten Erziehung, anstatt weniger, in Wirklichkeit jedoch durch die Ungezogenheit einzelner Mächtiger, immer mehr werden. Dass es hierbei um so viele Menschenleben geht, scheint traurigerweise keine Rolle zu spielen. Aus welchem Grund DIE DAS machen, bleibt derweil ihr Geheimnis - können doch auch sie nichts an materiellem Wert aus dieser Welt mitnehmen.

Oder habe ich diesbezüglich etwa eine wichtige Nachricht übersehen?

Die Entstehung neuen Lebens ist für uns derweil kein Wunder mehr.

Was es in diesem Bereich zu wissen gibt, haben wir längst erfahren.

Sind wir doch aufgeklärt und belesen und durch wissenschaftliche Fachzeitschriften und Internetseiten selbst schon so etwas wie Spezialisten geworden.

Viele, vor allem jene, die sich via Internet informieren, sind nach eigener Überzeugung (!) sogar schon gescheiter als alle Berichterstatter, Journalisten und Nachrichtenmacher zusammen, die ihrerseits ja auch nur das weitergeben können, was ihnen bei ihrer Recherche untergekommen ist, was sie ausgegraben haben oder was ihnen suggeriert wird. Nicht selten geben sie aber auch einfach ihre persönlichen Schlussfolgerungen an die Öffentlichkeit weiter, die ihnen in diesem Moment am besten gefallen, oder die ihnen eine Titelstory mit entsprechender Vergütung einbringen. Selbst wenn sie in ihren Berichten die Geld- und Machtgier eines anderen anprangern.

Steuerverschwendungen, Missbrauch von Spendengeldern und die Abzocke an den Tankstellen pünktlich zu jedem Ferienbeginn, mit der Begründung, dass irgendwo ein Krieg herrscht - wahlweise auch, weil hier oder dort gerade mal keiner stattfindet – unterstreichen jetzt mal stellvertretend für die unzähligen Vorkommnisse in diesem Bereich „nur“ den finanziellen Aspekt.

Was heute Fakt ist, ist morgen hinfällig und übermorgen schon mehrfach überholt.

Neue, teilweise haarsträubende Gesetze, Beschlüsse und Vorhaben unserer Regierung, der EU und den anderen Mächtigen in der Welt, lassen uns so manches Mal am gesunden Menschenverstand zweifeln.

Danach verzweifeln wir, bis wir keine Lust oder einfach keine Kraft mehr haben, dagegen aufzubegehren.

Weshalb wir jedoch allen schlechten Nachrichten zum Trotz noch immer am Leben sind, bzw. die BRD so tüchtige ArbeiterInnen und Geldverdiener zu haben scheint, obwohl laut Statistiken kaum noch einer für arbeitsfähig erklärt werden dürfte, weil rein rechnerisch eigentlich alle irgendwie krank sein müssten, sollte mal einer versuchen, mir plausibel zu erklären.

Auch die Frage, weshalb es beispielsweise ein Rauchverbot gibt, welches uns vor Krankheiten schützen soll, gleichzeitig aber einzig Deutschland auf der Suche nach einem Atommüll-Endlager zu sein scheint und wieso die anderen Länder nicht, stelle ich immer wieder gerne.

Nein, diese Aussage ist nicht korrekt! In Wirklichkeit stelle ich sie absolut ungern!

Man ist geneigt zu empfehlen, die Verantwortlichen sollten sich doch einmal an den Lösungsmöglichkeiten orientieren, die sich der Rest der atombetriebenen Welt zunutze macht, hat aber gleichzeitig große Angst davor.

Angst vor dieser Wahrheit.

Also der wirklichen, richtigen, realen, ungeschönten und absoluten Wahrheit.

Stellt sich somit die Frage:

Wollen wir die Wahrheit wirklich wissen?

Sind wir überhaupt stark genug sie ertragen zu können?

Die ganze Wahrheit, nichts als die Wahrheit?

Dessen bin ich mir nicht sicher, denn manchmal gibt es Lösungen für Probleme, die sind so problematisch, da möchte man lieber seine Probleme von zuvor wieder zurückhaben.

Doch ich wäre nicht ich, wenn es mir nicht irgendwie gelänge, aus diesem Teufelskreis von Fehlinformationen mit den daraus resultierenden Missverständnissen, Wirrungen und Fehlbarkeiten wieder herauszukommen.

So nahm ich mich der unvermeidlichen Taktik der Medien, Politiker, Konzerne usw. an, und rückte mir die Nachrichten einfach so zurecht, bis sie mir (besser) gefielen, oder doch zumindest ein Lächeln entlocken konnten.

Auch wenn dieses Lächeln teilweise ziemlich verquer daherkommen sollte. Um des Spaßes willen und natürlich aus reinem Selbstschutz, verzichte ich ganz bewusst auf besonders „harte Themen“.

Dieses Vorwort möchte ich mit einer Bitte und einem Rat abschließen: Bitte glauben Sie nicht alles, was gesagt, getwittert, gepostet, gedruckt, geschrieben oder sonst wie geäußert und veräußert wird -Es könnte sich um etwas Selbstgemachtes handeln.

Und noch ein Hinweis:

Die angegebenen Daten beziehen sich auf die Entstehung der Nachrichten mit entsprechendem Anlass und /oder dem Zeitpunkt der Veröffentlichungen im Wochenblatt Berchtesgadener Land.

An dieser Stelle ein herzliches „Dankeschön“ an Tanja Weichold und dem Wochenblatt für die über einige Jahre hinweg gegebene Möglichkeit, meine satirischen SELBST GEMACHTEN NACHRICHTEN in einer Zeitungs- Kolumne präsentieren zu können.

Bildungspolitik:(20. Juli 2011)

In Anlehnung an die gelockerten EU-Gesetze, wie zum Beispiel dass die Gurken nun krumm sein dürfen und ein Liter Benzin auch dann als vollwertig anzusehen ist, obwohl es sich lediglich um circa 850 Milliliter handelt (!), zog das Bildungsministerium auch im Hinblick auf den zu bekämpfenden Fachkräftemangel und die Plagiatsaffären nach; Bankenmanager dürfen sich auch dann im Geschäft behaupten, wenn sie der Mathematik nicht mächtig sind. Voraussetzung ist jedoch, dass sie mit dem geistigen Unvermögen ihrer Kunden rechnen können.“

Vergleiche:(27. Juli 2011)

Wissenschaftler der Uni Bayreuth haben endlich herausgefunden, wo die Ungleichverteilung des Regens auf die Erde herkommt. Seit Petrus in die Gewerkschaft Wasser und Wein eingetreten ist, hat auch er Anspruch auf Urlaub. Leider hatte er vergessen seine Vertretung richtig zu instruieren. Diese kommt nicht ganz mit den Gleichungen zurande und so kommt es eben, wie es momentan auf der Welt zugeht: Wasser zu Wasser und Staub zu Staub.

Als Petrus davon erfuhr, wurde er depressiv und ließ sich auf eine Reha ein, die unglücklicherweise auch noch verlängert werden musste. Und so sitzen wir hier im Juli mit dem Regenschirm und Gummistiefeln im kühlen Nass, während die Amerikaner derzeit keinen Finger krumm machen können, vor lauter Hitze.

Politik:(03. August 2011)

Die Politikverdrossenheit der Bevölkerung macht allen Parteien zu schaffen. Bei der Planung des Bundestagswahl-Rettungsprogramms haben sie in geheimen Absprachen gemeinsam (!) DIE Lösung gefunden: Der Voice-Trainer Robin D. wird beauftragt dem Volk seine Stimme zurückzugeben. Wieder ein Schuss, der nach hinten losgeht: Durch die virtuose Ausbildung werden wir alle Superstars und können auswandern.

Einzig die Frage „Wohin?“ bleibt.

Währungsreform: Der Euro-Krisenstab lässt endlich Vernunft walten. Im Zuge des Stabilitätspaktes wurde hinter verschlossenen Türen ein offenes Wort gesprochen: Sämtliche Preis-, Gehalts-, Diäten- und sonstige Erhöhungen werden verboten. Zuwiderhandlungen werden ignoriert und als ungeschehen abgestempelt. Einer drohenden Inflation wird somit jeglicher Nährboden entzogen und auch der Goldpreis geht wieder dahin, wo er hingehört – in den Keller!

Rennsport:(10. August 2011)

Allen Unkenrufen zum Trotz: Der 7-fache Weltmeister der F1, Michael S. nimmt laut Angaben seines Rennstalls noch immer aktiv an den aktuellen Rennen teil und nicht, wie es böse Zungen verlauten ließen, als Fahrer des Safety-Cars. Leider wird er aufgrund mangelnder Leistungen kaum noch erwähnt und wenn, dann nur unter der Rubrik Ferner liefen …

Ein erster Vorschlag, diesen Missstand zu unterbinden, kommt von Anna Brod* Sie meint: „In der modernen Journalistik sollte es in Bereichen, die auch nur ansatzweise mit Rädern oder Rollen zu tun haben, heißen: Ferner fuhren mit …“

(*Name von der Redaktion unkenntlich verdreht)

Zum Haareraufen:

Führende Politiker sollen mit der Vereinigung Deutscher Dentisten unter einer Decke stecken. Angeblich hätten sie vereinbart, die Defizite, welche aus den Gesundheitsreformen resultieren, insoweit wieder wettzumachen, indem sie die Gesetze so gestalten, dass sich die Bürger an deren Einhaltung die Zähne ausbeißen werden.

Das Dementi aus dem Bundestag ließ nicht lange auf sich warten.

Nicht die Dentisten profitierten hiervon, sondern die Neurologen und Psychiater! Und es sei genau umkehrt, so ein Regierungssprecher: „Das Volk verlangt Gesetze, deren Formulierung und Umsetzung unter Einhaltung der bestehenden EU-Rechte zustande kommen müssen, gleichzeitig kein Lebewesen und kein Pflänzlein auf dieser Welt diskriminiert werden darf und die TROTZDEM dem Wohle und dem Wohlstand der Gesellschaft dienen sollen, was somit den Regierenden die letzten Nerven kosten und einen erheblichen Verlust ihres Haupthaares zur Folge haben wird. Womit wir zumindest einen weiteren Berufszweig haben werden, der sich darüber ins Fäustchen lachen könnte – der Haartransplantant.“

Derweil gehen aber schon die Hersteller der Speichelabsauganlagen auf die Barrikaden. Sie befürchten, dass den Patienten bei der Präsentation der Kosten für Zahnersatz auch noch die Spucke wegbleiben wird und sie deshalb um den Absatz in diesem Bereich fürchten müssen, weil der Zahnarzt ja schließlich auch schauen muss, wo er bleibt. Fabrikanten von Defibrillatoren haben dagegen gut Lachen.

Sie profitieren am meisten von alledem, denn ihre Gerätschaften werden immer öfter an Orten und Stellen benötigt, wo jemand zur Kasse gebeten wird. Entsprechend sollten sich diese kleinen Lebensretter mittlerweile eigentlich in jedem Haushalt befinden, der mit einem Briefkasten ausgestattet ist. Dies sollte wiederum den Finanzbeamten zu denken geben, die eine höhere Steuer auf solche Teile erheben könnten, wenn … tja, wenn – siehe oben.

Diese Liste ließe sich unendlich fortführen.

Erziehung:(17. August 2011)

Der besorgniserregende Verfall wahrer Werte wird nun endlich Thema im Bundestag. Ausschlaggebend hierfür war der Vorfall, bei dem eine Abgeordnete der linken Fraktion eine Tür von rechts auf die Mitte ihrer Nase bekommen hatte, weil sie irrtümlich glaubte, der vor ihr durchgehende Kollege würde ihr die Tür aufhalten. Nun soll bundesweit in allen Kindergärten und Schulen eine Pflichtstunde in Sachen Sitte und Anstand eingeführt werden. Und da der Apfel nicht weit vom Birnbaum fällt, sollen auch die Eltern und Großeltern involviert werden, indem sie die Lernbögen ebenfalls ausfüllen müssen.

Abschreiben, Spicken und Einsagen vonseiten der Schüler ist in diesem Fall nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht.

Klimawandel: (17.August 2011)

Man möchte es nicht glauben, doch durch die schon lange angekündigte Erderwärmung, die sich derzeit hierzulande, vor allem durch geschmolzenen Schnee zu erkennen gibt, wird künftig auch im Berchtesgadener Land nicht mehr nur auf den Anbau von Latschenkiefern, sondern auch auf den von Wein gesetzt. Beim diesjährigen Weinfest in Bad Reichenhall wurden unter so manchem Tresen die ersten Ergebnisse heimischer Rebsorten verkostet. Leider konnten die Kritiken der Sommeliere durch ihre zam'pfetzten Lippen kaum verstanden werden.

Die „Stille Post“ kam zu Hilfe und versuchte wie üblich, so gut es ging, zu übersetzen: „Der eigentliche Favorit, der Bad Reichenhaller Predigtstuhl - Schnürling-Kabinett, der zum Landratsschoppen gekürt werden sollte, konnte in diesem Jahr leider nicht überzeugen, da es mit dem Trockenausbau noch gewaltig hapert.“

Wirtschaft:

Krise hin oder her. Gerade noch rechtzeitig kam die Meldung, dass die deutsche Wirtschaft wohl doch bessere Aussichten hätte, als zunächst angenommen. Rechtzeitig deshalb, weil die Oberspekulanten ihren Urlaub schon auf dem Campingplatz eingeplant hatten anstatt in einem Luxushotel und erleichtert die Bestellungen ihrer Wohnanhänger stornieren konnten, noch bevor ihnen auffiel, dass sie an ihren Ferraris und Porsches gar keine Anhängerkupplung haben.

Verkehr:

Immer mehr Bürger begehren gegen immer mehr werdende Gesetze und Verbote auf und verhalten sich demonstrativ unkooperativ, indem sie genau das Gegenteil von dem machen, was sie sollten. Um diesem gefährlichen Missstand entgegenzutreten, hat die „Optionale Partei“ den Vorschlag eingebracht, den „Umkehrschwung“ auszunutzen.

In einem ersten Versuch wurde schon mal die Anschnallpflicht durch ein „Fesselverbot“ ersetzt. Laut Mitteilung des VDPC (Verein Deutscher Presse-Cafés) gab es auch schon erste Erfolgserlebnisse: Einschlägige Mitglieder aus der SM-Szene wurden dabei beobachtet, wie sie geradezu große Lust verspürten, sich genau diesem Gesetz zu widersetzen und schnallen sich jetzt erst recht an.

Gesundheit I: Wie die Kassenärztliche Vereinigung verlautbaren lässt, hat der in Gemeiner Mission beauftragte Bundesagent Johann Band herausgefunden, woran es liegt, dass immer mehr Menschen eine Lesebrille benötigen. Und wieder einmal konnte die EU als schuldig überführt werden.

Zitat: „Die Gesetzesbestimmung der EU, die vorschreibt Warnhinweise, Bedienungsanleitungen und mögliche Aus- und Nebenwirkungen in ausführlicher und ungekürzter Form an jedes noch so kleine Produkt anzubringen, gleichzeitig jedoch den Raubbau des Regenwaldes anprangert und somit die Papierindustrie zu Sparmaßnahmen drängt, zwingt die Hersteller zur Nutzung einer Mikroschrift, die mit dem bloßem Auge kaum noch gelesen werden kann.“

Gesundheit II:

Der derzeitige Gesundheitsminister greift radikal aber wirkungsvoll durch. Alle Übergewichtigen, die gerne abnehmen möchten, wird eine Hungerkur in der Schweiz empfohlen.

Die Anwendung ist so simpel wie einfach: Auf Selbstzahler-Basis! Wo eine Pizza Margarita 24 EUR kostet, lässt der Erfolg sicher nicht lange auf sich warten.

Religion: (24. August 2011)

Eine überraschende Wende macht sich bei den Kirchen bemerkbar! Immer mehr Menschen möchten wieder in die christlichen Religionsgemeinschaften eintreten.

Ein Wunder? Nein! Seitdem durchgesickert ist, dass die Regierungsparteien darüber nachdenken, die Feiertage und Ferien, die auf Religionsbasis beruhen, wie z. B. Ostern, Weihnachten, Pfingsten, sowie auch die Himmelfahrten von Christi und Maria, wegen Desinteresse am eigentlichen Thema zu streichen, werden die Anmeldeformulare zum Wiedereintritt in die Himmlischen Sphären knapp.

Verkehrspolitik: Manchmal kann man es einfach nicht glauben, in welcher Weise die verschiedensten Institutionen miteinander verknüpft sind. Wie jetzt herauskam, wurde die Deutsche Telekom vom Verkehrsministerium (!) dazu angehalten, ihre Leistungen weiter einzuschränken, um damit dem wachsenden Verkehr Herr zu werden. Begründung: Allein der Gedanke daran, sein Telefon ummelden zu müssen und somit die daraus resultierenden Schwierigkeiten und Probleme an der Backe zu haben, schreckt grob überschlagen ca. 50 % der Bevölkerung von einem Umzug ab. Dies trägt ungemein zur Entlastung der Straßen und Verbesserung der Luftqualität bei.

Lebenshilfe:

In Anbetracht der Tatsache, dass überwiegend die Frauen NACH dem Urlaub wieder kurz VOR einer "Urlaubs-Reife" stehen, weil vor allem SIE die Wäscheberge der Familie in Ordnung bringen müssen, rät die Gewerkschaft Kleidung/Schuhe/Taschen, zu dem Erwerb von Einmal-Produkten. Damit ihr Urlaub auch wirklich Sinn macht.

Staatssicherheit:(31. August 2011)

Aufgrund der Besorgnis erregend ansteigenden Krankheitsmeldungen der noch vorhandenen Arbeitskräfte, unterstützt die Bundesregierung weiterhin die Fluglobby und empfiehlt die Reisen in ferne Länder.

Wie der Sprecher der Gesetzlichen Krankenversicherungen mitteilen ließ, nehmen es die Deutschen erstaunlich gelassen hin, wenn sie aus dem Urlaub zurückkehren und der hier vorherrschenden Sauberkeit, der Ordnung und vor allem der Sicherheit im eigenen Land finanziellen Tribut zollen müssen. Unsere Regierung verdankt dies vor allem den erlittenen Erfahrungen, welche die Urlauber während ihres Aufenthaltes im Ausland machen konnten/mussten.

Entwicklungshilfe: Die Länder, in denen unsere finanziellen Hilfen zwar unter den Armen, fälschlicherweise jedoch unter den „Armen“ der Machthaber verteilt wurden, sollen endlich gründlich von Korruption und Missbrauch bereinigt werden.

So hat das Ministerium für Entwicklungshilfe, trotz der nebulösen Verschleierungstaktiken dieser Länder, nochmals Gelder zur Eigenhilfe locker gemacht. Nach dem Motto: Schmierseife statt Schmiergelder, soll mit diesen Beträgen jedoch lediglich der Kauf von Schrubbern, Besen und weiteren Putzmitteln möglich gemacht und somit für Abhilfe und einen sauberen Abgang der Despoten gesorgt werden.

Unser Diättipp der Woche:

Wer kennt das nicht? Der Sommer kommt unaufgefordert zurück und die bereits angesetzten Speckröllchen, die eigentlich dem bevorstehenden Winter angedacht waren, werden beim Besuch des Freibades oder an den Seen wieder offensichtlich. Wir empfehlen die Vic.-Beckham-British-Amuse-Diet: Shoppen anstatt essen gehen und dabei jede Menge "Pfunde" verlieren. Selbst dem hartnäckig verbreiteten JO-JO-Effekt haben wir inzwischen etwas entgegenzusetzen. Den Bungee-Spring-Sport. Vorausgesetzt man nimmt alle seine Mahlzeiten ausschließlich während der Ausübung dieser Sportart zu sich, stellt sich ein 100%iger Erfolg ein.

Außenpolitik:(07. Sept. 2011)

Die vermeintlich falsche Entscheidung unseres Außenministers hat sich nicht, wie zunächst befürchtet, auf die deutsche Wirtschaft ausgewirkt. Vor allem unser „Know how“ wird nach wie vor sehr gefragt. Als erste Soforthilfemaßnahme wird der Künstler Alfred Darda engagiert, um beim Wiederaufbau mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Darda ist eine Koryphäe auf dem Gebiet der Zusammenfügung von Einzelteilen. Seine bevorzugten Kurse laufen unter dem Projektnamen: „Vom Fragment zum Ganzen.“

Wirtschaft:(Wunschdenken)

Wie erst jetzt bekannt wurde, kam es beim letzten Krisengipfel des UN-Sicherheitsrates zu einem Eklat ungeahnten Ausmaßes. Auslöser war zunächst eine kleine Meinungsverschiedenheit zwischen zwei Volksvertretern, deren Herkunft im Nachhinein nur noch vermutet werden kann. Der anschließende Sturm der Entrüstung löste hierbei unfreiwillig und unerwartet den Weltfrieden aus. Die hierbei finanziell ins Straucheln geratene Rüstungsindustrie, hat nun ebenfalls ein Umdenken erkennen lassen. Sie investiert ab sofort in eine „florale Aufrüstung“ und forstet die gerodeten Regenwälder wieder auf.

Wetterchen:

Uns sagt ja wieder keiner etwas. Nur durch Zufall und weil wir noch 1 + 1 zusammenrechnen können, sind wir dahinter gekommen, dass Petrus von seiner Reha zurückgekehrt sein muss und seine unfähige Vertretung wieder fortgeschickt hat. Bereits zum 3. Mal in Folge durfte die Philharmonische Klangwolke bis zur Verstummung des letzten Tones über Bad Reichenhall schweben, ohne dass irgendjemand auch nur ansatzweise von oben nass wurde. Petrus muss ein großer Fan der Philharmonie sein, denn er wollte sich diese himmlischen Klänge offensichtlich durch nichts verleiden lassen.

Auch nicht von einem kleinen Missverständnis, das dank seiner souveränen Umleitung des Saalach-Windes, kaum noch zu vernehmen war. Es hieß zwar, dass die Bayernwelle Süd-Ost die Klangwolke übertragen wird, doch davon, dass sich eine Bauernwelle mit einer „Duftwolke“ beteiligen würde, war nicht die Rede.

Anmerkung: Für die Organisation und Durchführung der Philharmonischen Klangwolke wurde der Innovationsclub bei einem feierlichen Festakt am 17. Juli 2014 im Festsaal des Wirtschaftsministeriums mit dem 7. Stadtmarketingpreis 2014 in der Kategorie Stadtgröße 12.000 - 30.000 Einwohner ausgezeichnet.

Zusammen mit den Partnern der Veranstaltung (Philharmonie Bad Reichenhall, Bayernwelle SüdOst, Kur GmbH und der Stadt Bad Reichenhall) wurde diese hohe Ehrung vom Staatssekretär Franz Josef Pschierer an die Bad Reichenhaller Abordnung überreicht.

Quelle: Innovationsclub Bad Reichenhall

Rückzugs-Taktik: (14.09.2011)

Nur kurze Zeit nachdem die Info durchgesickert war, dass die Guttenbergs Deutschland verlassen und nach New York übersiedeln, machten sich nicht nur im Internet schon wieder die ersten Häme breit. Zitat einer Bloggerin, deren Name lieber nicht genannt werden soll: „Es ist ja eine altbekannte Weisheit, dass nicht jeder, der zurücktritt auch wirklich verschwindet, sondern nur Schwung für einen Neubeginn holt, aber ob eine Anlaufstrecke in diesem Ausmaß für einen so großen Wassergraben ausreichen wird?“

Verbraucherschutz: (Zum Beginn der Herbst-, Volks- und Oktoberfest-Hauptsaison)

Aus gegebenem Anlass hat die Gewerkschaft der Promille-Beauftragten nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die regionalistische Abgabe von Bier in Festzelten trotz mehrfacher Rechtschreibreformen, immer noch in „Maßen“ heißt und nicht in „Massen“.

Verkehrspolitik (Wunschdenken): (21. Sept. 2011)

Um die überhitzten Gemüter zu beruhigen, die sich wegen der geplanten KFZ-Maut (zur Erinnerung – wir befinden uns hier im Jahr 2011) auf Siedepunkt gebracht haben, hat sich unser Bundesverkehrsminister ein kleines Gusto für Autoliebhaber einfallen lassen. Damit nicht nur die Straßen wieder ansehnlicher werden, sondern auch die dafür angedachten Kraftfahrzeuge, plant er zusammen mit den Deutschen Herstellern wie Mercedes, BMW und anderen namhaften Automarken, eine Neuauflage der beliebtesten Alt-Modelle wie „Pagode“, „Adenauer“, „Barockengel“ und dergleichen. Der Clou daran: Sie werden in originaler Erstlingsausstattung im eigenen Land gefertigt und zu den gleichen Preisen wie damals, in den Handel kommen.

Aus dem Polizeibericht:

Die vor einigen Tagen festgenommenen Personen, die in flagranti ertappt wurden, als sie vermeintlich erneut das Amtsgebäude in Bad Reichenhall beschmieren wollten, kamen wieder auf freien Fuß. Es hat sich herausgestellt, dass die mitgeführten Utensilien wie Farbeimer, Leiter, Pinsel und Roller lediglich dafür gedacht waren, die bereits seit vielen Wochen vorhandenen Schmierereien zu beseitigen!

Zur Entlastung trug vor allem die zuvor bereits professionell zusammengemischte Farbe bei, die genau die gleiche Nuance aufwies, wie das Amtsgebäude. Zitat eines der Delinquenten: „Wir konnten diese Verunstaltung einfach nicht mehr mit ansehen und wollten doch nur den ursprünglichen Zustand wieder herstellen.“

Wirtschaft: (28. Sept. 2011)

Das ungewöhnlich schöne, sonnige und sommerliche Wetterchen der letzten und auch der nächsten Tage und Wochen, führt dazu, dass die Umsätze von Lebkuchen, Spekulatius und dergleichen stark sinken werden. Wie ein Sprecher der Nikolaus-Gewerkschaft mitteilte, würden deshalb die Verkaufsstrategien künftig besser überdacht und gegebenenfalls insofern geändert werden, dass dieses Weihnachtszubehör frühestens ab dem 1.

Advent in den Läden in Erscheinung treten darf. Als Ausgleich für die entgangenen Umsätze dürfen die Eisdielenbesitzer ihre Saison verlängern.

Verbraucherschutz:

Ein Aufschrei der vorwiegend weiblichen Bevölkerung wird endlich erhört. Mit Hilfe der Schuhindustrie ist es der erbosten Damenwelt gelungen, die Städteplaner dahingehend zu bewegen, die Fußgängerzonen unserer Städte noch schöner zu gestalten, indem sie mit dicken, roten Teppichen ausgelegt werden, damit die kaufwilligen Damen nicht mit ihren schicken, hochhackigen Schuhen in den Ritzen der Pflastersteine hängenbleiben und sich somit ihrer eleganten Gangart beraubt sehen.

Widerstand kommt noch nicht einmal von Seiten der Schuster, die ihr Angebot mittlerweile auf das Gebiet der Orthopädie ausgedehnt haben. Anstatt Schuhe zu reparieren, werden sie die daraus resultierenden Folgen mit Einlagen und dergleichen zu bekämpfen wissen.

Der Gesundheitstipp:(für zwischendurch)

Geht es Ihnen auch manchmal so? Nur kurze Zeit nach einem überaus wohlschmeckenden Mahl, welches man sich in letzter Zeit immer öfter gönnt, weil das Geld für eine Investition in Gold oder Immobilien einfach nicht mehr reicht (...), fühlt sich der Magen an, als hätte man ihm Bauschaum zugeführt. Sei es aufgrund der verheerenden Nachrichten, mit denen man tagein, tagaus konfrontiert wird, oder wegen der Lebensmittel, die wir vorgesetzt bekommen, welche sich wegen ihrer angeblichen Schädlichkeit abwechselnd ebenfalls in den Meldungen namentlich erwähnt vorfinden. Helfen könnte hier ein Tee, alternativ und vielleicht sogar noch effektiver, auch ein Getränk in destillierter Form, zum Beispiel aus Anis oder Kümmel.

Doch Vorsicht ist auch hier wieder geboten: Es könnten sich darin Spuren von Erdnüssen und/oder Alkohol befinden.

Europa - von der Wiese bis zum Meer: (05. Okt. 2011)

Der Europäische Gerichtshof hat eine Petition von Tierschützern zur Kenntnis genommen und den Belang aufgrund der Dringlichkeitsstufe I, bereits in einem neuen Gesetz verankert. Selbiges besagt, dass ab sofort alle Freiland-Kühe mit Bodenhaltung Anspruch auf einen Kuh-Port haben, der ihnen auf der Weide Schutz vor Regen, Hitze, Sturm und Hagel bieten soll. Landwirte, die ihren Kühen noch keinen Kuh-Port zur Verfügung gestellt haben, sind dazu angehalten, dies unverzüglich nachzuholen. Als Ausgleich dürfen sie ihr selbst geschlagenes Holz zu dessen Herstellung verwenden und diesen so groß bauen, dass das Heu auch wieder reinpasst und somit die teure (und unter uns gesagt: Landschaft verschandelnde) „Heueinpapierlplastikfolie“ überflüssig wird, was wiederum ungemein zur Reduzierung der Verplastilierung der Weltmeere beiträgt.

Bildung:

Zu den Vorkommnissen der letzten Wochen und Monate bezüglich der mangelnden Arbeitsfähigkeit unserer Jugend und den sich dadurch abzeichnenden Problemen, die sich zwangsläufig eher früher als später ergeben, hat ein Mitglied aus dem Kultusministerium nun den Vorschlag eingebracht, zwei Pflichtfächer in den Schulen einzuführen:

Schreiben und Rechnen!"

Wahlk(r)ampf: Einer neuen Splitterpartei, die sich GFA (GERECHTIGKEIT FÜR ALLE) nennt, wurde für die nächsten anstehenden Wahlen große Chancen eingeräumt, das Ergebnis für sich entscheiden zu können, da ihr Motto lautet: „Jeder wird das bekommen, was er möchte“. Wie „Spieglein online“ berichtete, blieben die anderen Parteien jedoch relativ gelassen, da inzwischen durchgesickert ist, dass im zunächst verschwiegenen Untertitel der Haken bereits enthalten ist:

„…und auch das, was er verdient!“

Verkehr:

Nachdem zwischenzeitlich die Staus und die Unfälle im allgemeinen Kreisverkehr überhandgenommen haben, hat der ADAC gemeinsam mit dem Verkehrsministerium in einer außerordentlichen Sitzung beschlossen, die Autoindustrie dahin gehend zu fördern, alle Neuwägen mit wieder sichtbaren Blinkern aus-, und bereits ausgelieferte Modelle, mit unscheinbaren Vorrichtungen, nachzurüsten. Verkehrsteilnehmer, die bereits im Besitz dieser revolutionären Erfindung sind, werden angehalten, diese auch zu benutzen.

Und hier noch der Gesundheitstipp der Woche:

Die gesetzlichen Krankenkassen weisen nochmals ausdrücklich darauf hin, dass nicht alles, was im eigenen Haus und Garten heranwächst, der Gesundheit dienlich ist. Brennnesseln zum Beispiel, sind gekocht zwar sehr gesund, die Ernte ist jedoch nicht jedermanns Sache. Ganz besonderes Augenmerk sollte auf Gewächse gerichtet werden, die „von ganz alleine“ in Kühlschränken heranreifen.

Hier sei sogar äußerste Vorsicht geboten!

Psychologie: (19. Oktober 2011)

Wir ahnten es schon lange, doch nun wurde von einer Kommission unabhängiger Wissenschaftler zweifelsfrei bestätigt, dass die ungewöhnliche Anhäufung von Störungen der Telefon/Internet/Television-Netze in der letzten Zeit kein Versehen oder Vergehen der Anbieter war, sondern pure Absicht unserer Regierung!