Selbstwirksamkeit aufbauen - Ingrid Barouti - E-Book

Selbstwirksamkeit aufbauen E-Book

Ingrid Barouti

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Beschreibung

Der Wunsch, aus eigener Kraft etwas bewirken zu können, begleitet uns ein Leben lang. In diesem Buch erfahren Sie, wie Sie Ängsten und Selbstzweifeln begegnen können und sich mehr zutrauen. Machen Sie sich jetzt auf den Weg raus aus hinderlichen Denk- und Verhaltensmustern und vertrauen Sie auf Ihre Stärken und Fähigkeiten. Inhalte: - Die vier Faktoren der Selbstwirksamkeit und die verstärkende Wirkung von Selbstwirksamkeits-Erlebnissen - Wie Sie Ihren inneren Kritiker und hinderliche Verhaltensmuster entmachten - Lernen Sie die fünf Schlüssel zu einem stabilen, selbstwirksamen Ich kennen - Stärken Sie Ihre seelischen Muskeln: Zahlreiche Übungen und Impulse helfen Ihnen dabei, Ihre Selbstwirksamkeit Schritt für Schritt zu entwickeln   

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Seitenzahl: 111

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Inhaltsverzeichnis

Hinweis zum UrheberrechtImpressumVorwortKraftvoll durchs LebenWirksamkeit: ein menschliches GrundbedürfnisSelbstwirksamkeit: ein Leben langKleine Beispiele zum großen Bedürfnis nach WirksamkeitAuf welche Weise wollen Sie beitragen?Die Grundlagen der SelbstwirksamkeitFaktor Nr. 1: Eigene ErfolgserlebnisseFaktor Nr. 2: Passende VorbilderFaktor Nr. 3: Ermutigung durch andereFaktor Nr. 4: Emotionale AktivierungFacetten der SelbstwirksamkeitWas Selbstwirksamkeit ist – und was nichtDer Einfluss auf unseren SelbstwertKeine Frage der MoralTiefs sind ganz normalDas Gegenteil der Selbstwirksamkeit: Opferhaltung„Ja, ich kann!“ – Vom Glauben an sich selbstZehn Selbstwirksamkeits-GeschenkeErkenntnisse aus Forschung und WissenschaftNeuroplastizität – Ihr Gehirn passt sich Ihnen anDie Kraft des ErlebensDie Macht der inneren BilderStarkes Kohärenzgefühl – hohe SelbstwirksamkeitWie alles zusammenhängt: die Ebenen Ihres ErlebensMachen Sie den Test: Wie selbstwirksam erleben Sie sich?Was Ihre Selbstwirksamkeit schwächtFalsch gedacht! Irrtümer rund um die SelbstwirksamkeitDenkfalle Nr. 1: Wer selbstwirksam ist, schafft alles alleineDenkfalle Nr. 2: Selbstwirksam sind wir nur, wenn wir erfolgreich sindDenkfalle Nr. 3: Eine getroffene Entscheidung muss unbedingt richtig seinDenkfalle Nr. 4: Besser nichts sagen als das falscheDenkfalle Nr. 5: Ich weiß genau, was der andere denkt oder fühltDenkfalle Nr. 6: Man kann alles erreichen, wenn man nur willBewertungen und MaßstäbeBeobachtung oder Bewertung?Bewertung ist AnsichtssacheKraftquelle und Energieräuber zugleich: DagegenseinEine Frage des MaßstabsHemmende GlaubenssätzeTorpediert uns mit Selbstzweifeln: der innere KritikerUnsere inneren Hausbewohner: die TeilpersönlichkeitenAlle brauchen die Steuerung des IchsHinderliche VerhaltensmusterIhr Weg zu mehr ­SelbstwirksamkeitDie fünf SchlüsselSchlüssel Nr. 1: Achtsamkeit und SelbstwahrnehmungAchtsamkeit: weg vom Soll, hin zum IstSchritt für Schritt zur SelbstwahrnehmungSchlüssel Nr. 2: Lernen aus Stärke-ErfahrungenÜbung: Der Selbstwirksamkeits-RückblickSchlüssel Nr. 3: Glaube an die eigenen FähigkeitenSchlüssel Nr. 4: Orientierung an stimmigen ZielenKriterium 1: Realistisches „Hin-Zu“-ZielKriterium 2: Zu 100 % in Ihrer VerantwortungKriterium 3: Positive KörperresonanzSchlüssel Nr. 5: Mut, den eigenen Weg zu gehenSieben Strategien für den Umgang mit ÄngstenDENKanstoß & FÜHLimpulsKraftquellen für Ihre SelbstwirksamkeitKraftquelle Nr. 1: Achtsamkeit entwickelnBasis-Übung: Aus der Mitte heraus wahrnehmenAchtsamkeit übenKraftquelle Nr. 2: Die Macht der inneren Bilder nutzenÜbung: Steckbrief für Ihren inneren KritikerÜbung: Ziele visualisierenKraftquelle Nr. 3: Werden Sie Stärken-FahnderFünf Interviews für Ihre Selbstwirksamkeit360-Grad-FeedbackKraftquelle Nr. 4: Ermutigen Sie sich selbstKraftquelle Nr. 5: Akzeptieren Sie sich selbstIhr Akzeptanz-TrainingKraftquelle Nr. 6: Schauen Sie sich etwas abKraftquelle Nr. 7: Wechseln Sie die RolleKraftquelle Nr. 8: Der Alltag zum Üben, die Krise als PrüfungKraftquelle Nr. 9: Schulen Sie Ihr WollenKraftquelle Nr. 10: Kommen Sie ins Tun!Kraftquelle Nr. 11: WOOPen Sie sich zu Ihrem HerzenswunschKraftquelle Nr. 12: Freude und Begeisterung als Energie-BoosterKraftquelle Nr. 13: Sprechen Sie eine selbstwirksame SpracheKraftquelle Nr. 14: Besinnen Sie sich auf sich selbstKraftquelle Nr. 15: „Ja, ich kann, obwohl …!“Kraftquelle Nr. 16: Füttern Sie den richtigen WolfKraftquelle Nr. 17: Verliebt in die SelbstwirksamkeitWie Sie andere in ihrer Selbstwirksamkeit stärkenMehr Selbstwirksamkeit im Team und UnternehmenSelbstwirksamkeit für Ihre KinderLiteraturDie Autorin Ingrid BaroutiDankStichwortverzeichnisArbeitshilfen Online
[1]

Hinweis zum Urheberrecht

Haufe-Lexware GmbH & Co. KG, Freiburg

Impressum

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.

Print:ISBN: 978-3-648-10759-1Bestell-Nr.: 10744-0001ePUB:ISBN: 978-3-648-10761-4Bestell-Nr.: 10744-0100ePDF:ISBN: 978-3-648-10760-7Bestell-Nr.: 10744-0150

Ingrid BaroutiSelbstwirksamkeit aufbauen – Wie Sie Herausforderungen aus eigener Kraft bewältigen1. Auflage 2018

© 2018, Haufe-Lexware GmbH & Co. KG, Munzinger Straße 9, 79111 FreiburgRedaktionsanschrift: Fraunhoferstraße 5, 82152 Planegg/MünchenInternet: www.haufe.deE-Mail: [email protected]: Jürgen Fischer

Konzeption, Realisation und Lektorat: Nicole Jähnichen, www.textundwerk.deUmschlagentwurf: RED GmbH, KraillingUmschlaggestaltung: Kienle gestaltet, StuttgartSatz: Reemers Publishing Services GmbH, Krefeld

Alle Angaben/Daten nach bestem Wissen, jedoch ohne Gewähr für Vollständigkeit und Richtigkeit.

Alle Rechte, auch die des auszugsweisen Nachdrucks, der fotomechanischen Wiedergabe (einschließlich Mikrokopie) sowie der Auswertung durch Datenbanken oder ähnliche Einrichtungen, vorbehalten.

Vorwort

„Wenn das mal gut geht!“, „Ich will schon, doch das kann ich nicht …“ – Kennen Sie solche Gedanken? Bewundern Sie Menschen, die mit einem überzeugten „Ja, das schaffe ich!“ die Dinge anpacken, während Sie noch zögern, abwägen und überlegen? Sehr vielen Menschen geht es genauso. Sie sind weder feige noch unfähig – doch sie glauben meist wenig oder gar nicht an ihre Stärken und ihre eigene Kraft. Ihnen fehlt die Portion Selbstwirksamkeit, von denen die Abenteurer, die Draufgänger und die Helden dieser Welt vielleicht manchmal zu viel haben.[2]

Selbstwirksamkeit hat Einfluss auf den Selbstwert, macht uns stabil und stark und wappnet uns für so manchen Sturm, für so manche Krise im Leben. Die gute Nachricht: Selbstwirksamkeit lässt sich gezielt aufbauen und stärken. Wie das gelingen kann und welche Hindernisse Sie auf dem Weg dorthin zur Seite räumen sollten, erfahren Sie in diesem TaschenGuide. Er lädt Sie dazu ein, sich und Ihre Selbstwirksamkeit besser kennenzulernen und zeigt Ihnen viele Übungen, die Ihren Glauben an sich selbst Schritt für Schritt beleben.

Es lohnt sich, den Weg zu gehen! Viel Freude dabei und unzählige „Ich schaff das!“-Erlebnisse wünscht Ihnen

Ihre Ingrid Barouti

Kraftvoll durchs Leben

Endlich das Steuer des Lebens selbst in die Hand nehmen, endlich das tun, was man schon immer anpacken wollte, aus eigener Kraft Ziele und Herausforderungen angehen. Selbst wirksam sein – das kann man lernen.

In diesem Kapitel erfahren Sie u. a.,

was Selbstwirksamkeit in Ihrem beruflichen und privaten Leben bewirken kann,

warum uns das Bedürfnis danach ein Leben lang begleitet,

dass es möglich ist, an sich zu glauben und selbstwirksam zu werden.

Wirksamkeit: ein menschliches Grundbedürfnis

Seit vielen Jahren beschäftigen sich Experten aus Forschung, Medizin und Psychologie mit der Selbstwirksamkeit. Im Zuge der Gesundheits- und Burn-out-Prävention gewinnen die Erkenntnisse dazu immer mehr an Bedeutung für all diejenigen, die an Persönlichkeitsentwicklung interessiert sind. Auch in Unternehmen und Organisationen finden sie zunehmend Beachtung. Kein Wunder, denn Selbstwirksamkeit ist etwas ganz Elementares und Hilfreiches: Dahinter verbirgt sich unser aller Wunsch, das Leben aktiv zu gestalten, etwas aus eigener Kraft und eigenem Vermögen heraus tun zu können. Also WIRK-sam zu werden – und im besten Fall mit der Handlung und dem eigenen Tun Erfolg zu erzielen.[3]

Wichtig

Es ist ein Bedürfnis des Menschen, sich selbst als wirksam zu erleben.

Selbstwirksamkeit ist die Fähigkeit, durch Rückgriff auf die eigenen Kompetenzen ein gewünschtes Ziel zu erreichen bzw. eine Handlung ausführen zu können. Selbstwirksamkeit benennt die subjektive Selbsteinschätzung: „Ich kann aus eigener Kraft etwas bewirken!“. Sie bringt uns dazu, Sätze wie die folgenden zu sagen:

Lass es mich wenigstens versuchen.

Ich schaffe das schon.

Lass mich mal machen.

Ich kann das.

Das traue ich mir zu.

Ich weiß, wie es geht.

Ich glaube an mich.

Ich will noch etwas bewegen in diesem Leben.

Glaubt ein Mensch an seine Selbstwirksamkeit, heißt das jedoch noch nicht, dass er die persönlichen Fähigkeiten und Kompetenzen, an die er glaubt, auch wirklich hat. Und es bedeutet nicht, dass ihm dann immer alles gelingt. Doch wer sich als selbstwirksam erlebt, geht – trotz allem Auf und Ab – stabil und ausgestattet mit einem guten Selbstgefühl durchs Leben.[4]

Selbstwirksamkeit: ein Leben lang

Der Mensch kommt als bedürftiges, ziemlich hilfloses Wesen auf die Welt. Doch schon ein Säugling wird (selbst-)wirksam durch sein Schreien oder Weinen, durch sein Lachen oder sein glückliches Glucksen. Das ist seine Art und Weise, seine Bedürfnisse vollkommen ungefiltert anzumelden. Auslöser dafür sind existenzielle Grundbedürfnisse nach Nahrung, Zuwendung, Geborgenheit, Nähe etc. Ein Säugling kann nicht anders, bewusste Entscheidungen trifft er nicht.

Zirka mit dem zweiten Lebensjahr kann man bei Kindern feststellen, dass sie ihr Tun und dessen Wirkung beobachten und deuten können. Sie beginnen nach und nach ihr Verhalten bewusst zu kontrollieren und zu steuern. Sie fangen damit an, ihre bisher erworbenen Fähigkeiten einzusetzen, um wirksam zu sein, um zu bekommen, was sie brauchen oder gerne hätten. Ein weiteres Anzeichen für ein wachsendes Selbstbewusstsein, also sich seiner selbst bewusst zu sein, ist, dass das Kind sich immer mehr als eigenständiges Ich erlebt. Es beginnt nun auch in der Ich-Form zu sprechen. Es erkennt sich erstmals im Spiegel. Das Ich erwacht und damit auch die Emotionen, die mit dem Ich-Erleben einhergehen: Scham, Verlegenheit, Schuldgefühl etc. Das Kind erlebt sich als Ursache von Ereignissen: „Wenn ich auf die weißen und schwarzen Tasten drücke, kommen Töne aus dem Klavier.“

Hier bilden sich die ersten Grundlagen der Selbstmotivation und der Bemühungen für eine Sache. Die Wirkung oder die ausbleibende Wirkung des eigenen Tuns wird nun zur Basis eines wichtigen Erfahrungsschatzes. Und genau hier gibt es viele Chancen und Möglichkeiten, ein Kind darin zu unterstützen,[5]

sich als stark und wirksam zu erleben,

die eigene Wirksamkeit zu entdecken,

die eigenen Erfahrungen als persönliche Erfolge oder Misserfolge einzuordnen,

Misserfolge konstruktiv zu deuten und

dadurch eine eigene Leistungsmotivation zu entwickeln.

Die frühen Wirksamkeitserfahrungen bilden den Grundstein für die künftige Selbstwirksamkeits-Erwartung und das Handeln.

Später kommt noch der Vergleich mit anderen hinzu. Wir beginnen damit, die an uns gestellten Anforderungen mit unseren Fähigkeiten abzugleichen. Wo kleine Kinder oftmals einfach arglos und mutig wagen, sind größere schon achtsamer. Das Leben und die Erfahrungen werden komplexer. Kinder erkennen, dass man nicht in allen Bereichen gleichermaßen stark sein kann. Es beginnt die Fokussierung und Vertiefung von Stärken. Wo vorher noch alles gleich wichtig war, geht es nun von der Quantität zur Qualität.

Wichtig

Das Bedürfnis wirksam zu sein, bleibt ein Leben lang.

Im frühen Erwachsenenalter üben wir uns durch Studium, Ausbildung, Berufswahl, Hobbys, Partnerwahl, Elternschaft in unserer Selbstwirksamkeit. Wir treffen Entscheidungen, bemühen uns um etwas oder lassen anderes sein. Wir üben Wirksamkeit innerhalb von Gemeinschaft, Partnerschaft, im Team, vielleicht sogar in einer kleineren oder größeren Öffentlichkeit.[6]

Im mittleren Erwachsenenalter warten die nächsten Übungsfelder: Die Kinder gehen aus dem Haus. Es gibt Veränderungen im Beruf. Umzüge, Trennungen, Verluste – alles Situationen, in denen der Mensch sich wirksam oder auch phasenweise als unwirksam erleben kann.

Auch in den späteren Lebensjahren, wenn vieles erlebt, durchlebt und gelernt ist, bleibt der Wunsch nach Wirksamkeit erhalten. Wissen und Erfahrungen können dann an Kinder, Enkel oder an andere Menschen weitergegeben werden. Viele Menschen sind noch im Alter kreativ tätig, schreiben, musizieren, arbeiten, engagieren sich ehrenamtlich – und erleben und stärken damit ihre Selbstwirksamkeit.

Kleine Beispiele zum großen Bedürfnis nach Wirksamkeit

Der Glaube an uns selbst, die Überzeugung, etwas bewegen und bewirken zu können, ist für unseren Selbstwert von enormer Bedeutung. Um das etwas deutlicher zu machen, hier eine Situation mitten aus dem Leben.

Beispiel

Michael ist verliebt in Julia, eine Kollegin aus einer anderen Abteilung. Er weiß nicht, ob sie auch ihn mag. Wochenlang versucht er es über Blicke, kleine Gefälligkeiten und Arbeitsangebote zu ergründen. Sie ist jedes Mal freundlich und zugewandt. Doch er bleibt unsicher. Was tun? Beim nächsten Treffen in der Kaffeeküche lädt er sie ein zu einem Abendessen. Sie sagt ja und sie verabreden sich für den Freitagabend.

Eine Geschichte, wie sie sich hundertfach ereignet, tagtäglich. Wir wissen nicht, wie es weitergeht. Wir wissen jedoch eines: dass Michael etwas getan hat. Sein mutiges Ansprechen hat ihn zumindest einen Schritt weitergebracht. Nämlich zu einem Date mit Julia und damit zu der Chance, sie näher kennenzulernen.[7]

Auch das ist Selbstwirksamkeit.

„Klar“, werden Sie jetzt vielleicht denken, „das ist doch normal!“ Doch wie oft sprechen Sie etwas direkt und offen an, was Ihnen sehr wichtig ist und aus irgendeinem Grund sehr heikel?

Beispiel

Greta ist seit zwei Jahren in einem mittelständischen IT-Unternehmen tätig. Sie hat in diesem Jahr das Ziel einer Umsatzsteigerung von 15 % für ihren Produktbereich locker erreicht. Beim Mitarbeitergespräch wird dies lobend erwähnt. Doch erfährt sie darüber hinaus keine weitere Anerkennung dafür. Was sie gerne hätte, ist eine Gehaltserhöhung.

Nur weiß das niemand außer Greta.

Sie übernimmt in der Folge aktiv, sehr engagiert und aus eigenem Impuls heraus Projekte, Sonderaufgaben und mehr Verantwortung. Sie macht Weiterbildungen und unterstützt Kolleginnen und Kollegen. Doch die erhoffte Anerkennung erhält sie auch nach all diesen Anstrengungen nicht. Sie ist enttäuscht und überlegt schon, ob sie das Unternehmen verlassen soll. Denn mittlerweile würde sie auch gerne eine Führungsaufgabe übernehmen …

Nur weiß das niemand außer Greta.

Selbstwirksam wäre es, wenn Greta das, was in ihr vorgeht, nach außen transportieren, kommunizieren würde – wenn sie also ihre Wünsche ihrem Chef mitteilen und sich mit ihm abstimmen würde über ihre Pläne und Vorhaben.

Ähnliche Geschichten höre ich häufig genau so und in vielen Varianten von meinen Coaching-Klienten oder auch Seminarteilnehmern, von Führungskräften wie von Mitarbeitern. Ob im Beruf oder im Privatleben – die Gedanken sind immer die gleichen: „Der andere müsste doch sehen, dass ich …“, oder auch anders herum: „Keiner sieht mich!“.[8]