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Die traditionelle asiatische Kampfkunst ist der Ursprung für die Entwicklung des She-Kwan-Dao Kung-Fu und soll praktische Selbstverteidigung vermitteln. Auch das traditionelle Kung Fu und seine Tierstile bilden die Grundlage für das She-Kwan-Dao. Mit Elementen verschiedener harter und weicher Kampfkünste gemischt, wurde ein neuer Kampfkunststil modifiziert. Das Erlernen praktischer Selbstverteidigung des She-Kwan-Dao hat zum Ziel, Angriffe des Gegners abzuwehren. Alle Bewegungen des She-Kwan-Dao gehen vom Grundsatz der Selbstverteidigung aus.
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Seitenzahl: 40
Veröffentlichungsjahr: 2016
Das She-Kwan-Dao Schriftzeichen
Der Ursprung des Kung Fu
Was ist She-Kwan-Dao?
Der Stilgründer des She-Kwan-Dao
Warum trainieren wir She-Kwan-Dao?
Die Generationen
Das She-Kwan-Dao Schulabzeichen
Der Meister des Meisters
Die Schulregeln des She-Kwan-Dao
Der Altar und der Schulfeiertag unserer Schule
Das Lehrer-Schüler-Verhältnis
Das Gurt- und Stufensystem
Der Aufbau des Unterrichts
Die Art der Ausbildung
Die Grundschule des She-Kwan-Dao
Begriffe der Grundschule
Fallschule und Bodentechniken
Grundschule – Blocktechniken
Grundschule – Hand- und Fausttechniken
Grundschule – Stellungen / Schritte
Grundschule – Tritte
Grundschule – Ellenbogentechniken
Die 1. Bewegungsform des She-Kwan-Dao
Die 2.Bewegungsform des She-Kwan-Dao
Die 3.Bewegungsform des She-Kwan-Dao
Die 4.Bewegungsform des She-Kwan-Dao
Die 5. Bewegungsform des She-Kwan-Dao
Die 6. Bewegungsform des She-Kwan-Dao
Die 7. Bewegungsform des She-Kwan-Dao
Die 8. Bewegungsform des She-Kwan-Dao
Die 24.Tam Tui des She-Kwan-Dao
Die 24. Partnerübungen des She-Kwan-Dao
Die Atmung
Erste Hilfe bei Verletzungen im Unterricht
Prüfungsbedingungen
Der Buchautor
Für die Unterstützung beim Verfassen meines Buches, bedanke ich mich ganz herzlich bei Renate Güpner-Krause und bei ihrem Mann Stephan Krause, sowie bei meiner Frau Kerstin.
Der Weg ist das Ziel
Laotse
Schlange-Faust-Weg
Die wohl weitverbreitetste Geschichte über die Entstehung des Kung-Fu ist die, dass ein indischer Königssohn und Mönch mit dem Namen Budhidharma (Ta Mo) im Jahre 520 nach China kam, um die Lehren des Zen-Buddhismus zu verbreiten. Im Kloster von Shaolin in der Provinz Honan fand der Königssohn Zuflucht, nachdem er vom Kaiser Liang Wu Ti abgewiesen wurde. Mit erschöpfenden Meditationsübungen begann er dort seine Lehren zu predigen. Die Mönche schliefen jedoch oft bei den Meditationsübungen ein. Ta Mo entwickelte die 18 Übungen (Shi-pa-lo-han-so) „Die 18 Hände der Lohan“, um so die körperliche wie auch geistige Verfassung der Shaolin-Mönche zu verbessern. Diese 18 Übungen waren die Grundlage für das sich später entwickelnde Shaolin-Kung Fu. Die 18 Übungen wurden von einem Boxmeister, der das Amt eines Oberpriesters in Shaolin innehatte, Jahrzehnte später erst wieder aufgegriffen und auf 72 Bewegungen erweitert. Man kam zu der Erkenntnis, diese Übungen auch gut für den Kampf gebrauchen zu können, bisher dienten diese nur dazu, die Harmonie zwischen Körper und Geist der meditierenden Mönche zu vervollkommnen. In gemeinsamen Studien verschiedener Boxmeister von Shaolin wurden diese Übungen auf 170 Übungen erweitert. Daraus entstanden die Formen des Drachen, des Tigers, der Schlange, des Affen und der Gottesanbeterin. Hunderte Stile des chinesischen Boxens haben sich bis heute entwickelt, die alle Grundelemente der Lohan enthalten. Der Shaolin-Stil verbreitete sich schnell über ganz China, wobei sich zwei Hauptrichtungen entwickelten: Es waren die äußere und innere Schule (oder auch harten und weichen Systeme), wobei die innere Schule als der eigentliche Ursprung der chinesischen Kampfkünste bezeichnet wurde.
Diese Bewegungen, die der Ausgeglichenheit und der Gesundheit des Körpers dienten, beinhalteten fließende und runde Bewegungen. Systeme der inneren Kampfkünste sind z.B. Tai Chi, Hsing-I und Pa Kua. Übungen und Techniken, die unterrichtet wurden, einen Gegner schnell kampfunfähig zu machen, oder die zur Abhärtung des Körpers dienten, wurden als äußere Kampfkünste bezeichnet. Es entwickelten sich auch unterschiedliche Stile zwischen Nordchina und Südchina. Der nördliche Stil enthält sehr viele Fußtritte und Kombinationen, wobei der südliche Boxstil überwiegend Hand- und Boxkombinationen beinhaltete.
Die traditionelle asiatische Kampfkunst ist der Ursprung für die Entwicklung des She-Kwan-Dao Kung-Fu und soll praktische Selbstverteidigung vermitteln. Auch das traditionelle Kung-Fu und seine Tierstile bilden die Grundlage für das She-Kwan-Dao. Mit Elementen verschiedener harter und weicher Kampfkünste gemischt, wurde ein neuer Kampfkunststil modifiziert. Das Erlernen praktischer Selbstverteidigungstechniken des She-Kwan-Dao hat zum Ziel, Angreifer waffenlos, das heißt mit Händen, Füßen oder einem anderen Teil des Körpers abzuwehren. Alle Bewegungen des She-Kwan-Dao gehen somit vom Grundsatz der Selbstverteidigung aus. Das She-Kwan-Dao Kung-Fu soll nicht als eine Ansammlung von sinnlosen Techniken und Formen verstanden werden, wobei das Wesen und die Tradition der Kampfkünste über Bord geworfen werden. Im Gegenteil: Das She-Kwan-Dao ist ein neuer Stil der Kampfkünste im Aufbau der Techniken vom Schülergrad bis zum Meistergrad. Hier wird nicht nur körperliche Kraft, Ausdauer und Technik unterrichtet, sondern es trägt auch zur Formung der eigenen Persönlichkeit und Stärkung des eigenen Willens bei. Das Trainieren des Körpers und der traditionellen asiatischen Kampfkünste, sowie die Verbindung mit der Erziehung des Geistes, machen das She-Kwan-Dao zu einem Kampfkunstsystem neuer Art. Die Kampfkunst des She-Kwan-Dao soll nicht als Freizeitbeschäftigung verstanden werden, sondern eine Art der Lebenseinstellung vermitteln. Nur durch das richtige Verständnis und diszipliniertes Denken sowie das Erkennen der eigenen Persönlichkeit erhält man ein gesundes Selbstvertrauen und die nötige Gelassenheit zur Selbstverteidigung.
Meister Siegfried Kynast 6. Dan Kung Fu
