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Der etwas andere Ratgeber! Das Buch "Sie Sagen Es - Nutzen Sie die Kraft des Wortes für sich!" zeigt Ihnen, wie Sie durch einfache Veränderungen Ihrer Sprechgewohnheiten einen deutlichen Mehrwert für sich erzielen können. Diese Buch ist anders. Es zielt in erster Linie nicht darauf hin, dass Sie ein Mensch der perfekten Überzeugung werden, der ab sofort jedes Projekt bei jedem durchsetzen kann. Es zeigt vielmehr die Bedeutung der Wörter, die möglichen Auswirkungen deren Benutzung und den daraus entstehenden Mehrwert (oder sogar Schaden) auf. Rhetorik ist nicht immer gleich Rhetorik. Die Kunst des Redens wird von vielen als Instrument der Manipulation oder Mittel der Überzeugung verstanden. Die wahre Kraft der Rhetorik ist bei weitem größer und beginnt schon bei uns selbst. Im Verborgenen. Im Kopf. Im Unterbewusstsein. Stärken Sie Ihr Selbstbewusstsein, reden Sie effektiver und treten sie selbstbewusster auf! Das Buch zeigt mit seiner Leichtigkeit mögliche Blickwinkel auf, die so von Ihnen evtl. noch nicht betrachtet wurden. Das Hauptaugenmerk ist auf Sie gerichtet, denn die Wirkung nach Außen beginnt immer mit einer Änderung an sich selbst. Immer. Das Prinzip ist recht einfach: Ändern Sie Ihre Sprache, dann ändern Sie unweigerlich auch Ihr Denken. Denken Sie anders, dann werden Sie auch anders handeln. Ändert sich Ihr Handeln, dann ändern Sie unwillkürlich auch Ihr persönliches Erscheinen. Und die persönliche Erscheinung ist ein maßgeblicher Faktor für Ihren rhetorischen Erfolg! Wer sich selbst versteht, kann seine kleine Welt auch besser begreifen. Lernen Sie sich selbst kennen, bevor Sie zum Rhetorik-Profi werden! Darum ist dieses Buch das richtige: Dieses kleine Buch gibt mit seinen kurzen humoristischen Lebensausschnitten Beispiele für mögliche Stolpersteine in der alltäglichen Kommunikation. 13 mögliche Stolpersteine werden nicht nur näher betrachtet und erklärt, sondern auch mit Tipps geebnet.
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Seitenzahl: 94
Veröffentlichungsjahr: 2019
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Markus Seifert (emes)
Sie Sagen EsNutzen Sie die Kraftdes Wortes für sich!
Sie Sagen Es
Nutzen Sie die Kraftdes Wortes für sich!
Markus Seifert (emes)
Impressum
Texte:© Copyright by Markus Seifert (emes)Umschlag:© Copyright by Markus Seifert (emes)
Verlag:Markus Seifert (emes)c/o AutorenServices.deBirkenallee 2436037 [email protected]
Druck:epubli - ein Service der neopubli GmbH, Berlin
Danksagung
Ich danke meiner Frau, dass Sie mich bei diesem Projektso tatkräftig unterstützt hat.
Ohne Dich wäre es vielleicht nicht so weit gekommen.Ich danke Dir für die Diskussionen und Anregungen,die ich mit in dieses Buch einfließen lassen konnte.Ich liebe Dich!
Mein Dank gilt auch meiner „guten Fee“, die mich inNachtschichten bei meinem „Marathon“ begleitet hat.
Jule, ich danke Dir für Deine aufbauenden, anspornendenund auch teilweise lustigen Worte. Du bist der andere Grund, weshalb dieses Buch entstehen konnte.
Ich danke Euch beidenfür diese Erfahrung!
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
01 - Nicht meine Abteilung
02 - Ich will ehrlich zu Ihnen sein
03 - Ja Nein Vielleicht
04 - Wer sollte, der will nicht
05 - Sie müssen gar nichts
06 - Nichts ist schlimmer als immer
07 - Was würden Sie sagen?
08 - Verlassen Sie sich nicht
09 - Denken Sie nicht zu glauben
10 - Nie wieder aber
11 - Ich werde
12 - Sie machen keine Fehler
13 - Haben Sie ein Problem?
Gestatten Sie mir bitte, ein kurzes Vorwort an Sie zu richten.
Dieses kleine Werk hat sich zur Aufgabe gemacht, Ihnen im leicht geschriebenen Stil die einen oder anderen Mechanismen unserer Sprache näher zu bringen. Mein Ziel ist es, Sie zu unterhalten, aber auch gleichzeitig auf Dinge aufmerksam zu machen, die immer mehr und mehr in Vergessenheit zu geraten scheinen.
Unsere Sprache ist eine wirklich schöne und mächtige Sprache. Ihre Wörter haben Bedeutungen und Wirkungen, die meist nur noch von gewieften Geschäftsleuten benutzt werden. Dabei ist jeder von uns durchaus in der Lage zu sagen, was er meint, und zu bekommen, was er will. Und das, oh welche Überraschung, ohne zu lügen, zu betrügen und ohne Gewalt.
Das Thema Rhetorik ist in unserer Zeit nicht weniger wichtig als noch vor 100 Jahren. Ganz im Gegenteil. Besonders heute, wo die Aneinanderreihung von Satzzeichen dazu genutzt wird um Emotionen auszudrücken, und eine ganze Generation in der Lage ist, sich ausschließlich mit Bildchen, den sogenannten Emojis, zu unterhalten, ist es vielleicht noch weitaus wichtiger über das Thema „miteinander reden“ nachzudenken.
Niemand kann die Technik aufhalten. Auch ich nutze social media, und das täglich. Dennoch unterhalte ich mich mit realen Menschen, die ich in Geschäften oder auf der Straße treffe, nicht mit „lol“, „Chill mal die Basis“.
Das, was Sie gerade vor Augen haben, richtet sich im Grunde an jeden Einzelnen von uns und kann somit als Problemlöser, Rhetorikhelfer oder Selbstfinder angesehen werden. Dieses Buch wird versuchen, Ihnen einige Mechanismen in uns aus einem anderen Blickwinkel zu beleuchten.
Es geht um Sie! Es geht darum, wie die Umwelt auf Sie wirkt und wie Sie vielleicht auf Ihre Umwelt wirken. Dieses kleine Buch möchte helfen, die vielen Stolpersteine und Fallen in unserer Sprache aufzudecken sowie Hindernisse, die in erster Linie Ihnen das Leben schwerer machen können, zu beseitigen.
Ich stand in der Eisenwarenabteilung eines Baumarkts. Weit und breit war kein Mitarbeiter zu sehen. Der Laden schien frei von ihnen zu sein. Da, endlich. Am Ende des Ganges, in dem ich stand, huschte eine Person in den Farben des Geschäftes vorbei. Mein Ziel war es jetzt, diese Person einzuholen. Ich hatte lediglich eine Frage bezüglich einer Schraubenart, die ich für mein Bauprojekt zu Hause benötigte. Als ich das Ende des Ganges erreichte, bog ich rechts ab. In diese Richtung verschwand die schemenhafte Person. Und tatsächlich. Keine 20 Schritte entfernt standen eine Frau und ein Mann in Dienstkleidung. Sie unterhielten sich miteinander. Über den beiden prangte ein großes Schild. Information stand in großen Buchstaben darauf. Hier war ich also richtig. Hier werde ich die ersehnte Antwort erhalten. Dachte ich.
Ich näherte mich den beiden. Dabei steuerte ich direkt auf sie zu und ließ auch keinen Zweifel aufkommen, dass ich eine Frage loswerden möchte. Sie unterhielten sich weiter. Scheinbar war ich nicht existent. Es ging offenbar um einen Kollegen, der krank war. Nichts Ernstes. Nur war er offenbar schon wieder krank und deswegen konnte sie mit ihrem Freund heute nicht zur Sommerausstellung fahren. Im Ernst, das war kein dringendes Gespräch, das einen veranlassen sollte, einen Kunden links – nein, ich befand mich tatsächlich rechts von ihr – stehen zu lassen. Ihr Kollege nippte an seiner Kaffeetasse, sah mich an und machte ein kurzes Geräusch und eine unmerkliche Augenbewegung. Offenbar ein Code für seine Kollegin, denn diese wandte sich mir jetzt zu und setzte ihr Verkäuferlächeln auf. „Kann ich Ihnen helfen?“
Mir fielen in diesem Augenblick wirklich eine Menge Antworten ein, die ich liebend gern losgeworden wäre. Ihr Kollege indes war verschwunden. Leise drehte er sich um und verschwand in einem der Gänge. Egal, ich hatte mein Ziel erreicht. Jetzt würde mir geholfen werden. „Ich habe eine Frage zu einer Schraube“, begann ich. „Ich ziehe gerade eine neue Wand in unser Wohnzimmer ein. So eine Trockenbauwand, verstehen Sie? Und ich muss daran ein Schränkchen für Gläser befestigen. Nichts Schweres. Ich benötige dazu also die richtigen Schrauben und wahrscheinlich auch spezielle Dübel?“
Schon inmitten meiner Frage setzte Sie zur Antwort an, besann sich dann aber vielleicht auf Ihre Ausbildung, oder Erziehung, und ließ mich zu Ende reden. Dann kam der Klassiker: „Tut mir leid. Das ist nicht meine Abteilung. Sie sind hier in der Sanitärabteilung. Wenn Sie hier den Gang wieder zurückgehen, kommen Sie direkt auf die Information der Eisenwarenabteilung zu. Können Sie gar nicht verfehlen. Da wird Ihnen sicher geholfen.“ Ein weiterer Kunde stand mittlerweile hinter mir. Er hatte einen Traps in der Hand. Sie gab ihr „Kann ich Ihnen helfen?“ von sich und verschwand sodann mit Ihm in einen der Gänge, in dem es wahrscheinlich die Trapse gab.
Ich hingegen stand wieder alleine da und sah in die Richtung, die mir angegeben wurde. Und tatsächlich. Da war ein weiteres Schild mit der Aufschrift INFORMAITON. Und darunter stand niemand. Sie war leer, verwaist, nicht besetzt. Ich fand dann schließlich doch noch einen Mitarbeiter, der mir knapp und wortkarg ein paar Schrauben und die passenden Hohlraumdübel in die Hand drückte und mit den Worten „Damit sollte es halten!“ wieder verschwand.
Ich stand in einem Baumarkt. Das wurde nicht „mein“ Baumarkt. Diesen Laden habe ich seitdem nicht mehr betreten. Kennen Sie auch solche oder ähnliche Situationen? Ich habe davon so einige erleben dürfen. Und jedes Mal war ich enttäuscht. Quatsch! Enttäuscht. Ich bitte Sie. Ich war sauer, genervt, wütend. Wenn ich meine Arbeit so erledigen würde. „Ah, Sie möchten einen Schaden melden? Oh das tut mir leid. Das ist gar nicht meine Abteilung. Ich bin Sachbearbeiter für Reparaturaufträge. Da rufen Sie doch bitte meinen Kollegen, der direkt neben mir sitzt, an. Sie erreichen ihn unter der 945 am Ende, anstatt der 944 die Sie gerade gewählt haben. Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Tag!“. Ich hätte keine zehn Minuten später ein Gespräch mit meinem Chef gehabt. Das kann ich Ihnen garantieren.
Solche oder ähnliche Dinge sind unter anderem die Grundlage für einen Begriff, der in den 90er Jahren verstärkt aufkam: Dienstleistungswüste Deutschland. Mit zunehmender Globalisierung und dem krankhaften Wahn, immer mehr und mehr Gewinne erzielen zu müssen, blieb eines auf der Strecke: das Miteinander, die Freundlichkeit und das Entgegenkommen. Kurz, der Service am Kunden.
Die Gründe dafür, wie sich die Mitarbeiter des Baumarktes verhalten haben, können vielfältige Ursachen haben und sollen auch gar nicht Gegenstand dieses Buches sein. Wir beziehen uns allein auf die Situation an sich.
Schauen wir uns die Szene mit der Mitarbeiterin genauer an. Sie hat mich aussprechen lassen. Das ist immerhin schon ein Pluspunkt. Dann kam die Information, dass sie mir nicht weiterhelfen könne und wo ich die notwendige Hilfe bekommen könnte. Im Anschluss galt ihre Aufmerksamkeit einem anderen Kunden. Wenn man das so aufschreibt, ist doch alles in Ordnung, oder? Ja, wenn Sie keine Lust auf Kundenbindung oder positiver Weiterempfehlungen haben, ist das absolut der richtige Weg. Glauben Sie mir. Der Kunde wird Sie nicht so schnell vergessen.
Mittlerweile habe ich „meinen“ Baumarkt gefunden. Und wissen Sie was? Ich gehe gern dort hin. Man wird mit einem Lächeln begrüßt. Ein Hallo oder Guten Tag ist das mindeste, was man bekommt; und Aufmerksamkeit. Die Leute, die dort arbeiten, sehen sich um, während Sie untereinander reden und erkennen einen Kunden sofort. Sie unterbrechen die Unterhaltung und lassen den Kollegen auch stehen, nur um sich dem nähernden Kunden zur Verfügung zu stellen. Und dann das: „Hallo. Wie kann ich Ihnen helfen?“ WIE er mir helfen kann? Respekt. Ich gebe kurz einen typischen Dialog wieder.
„Ich suche Schrauben und wahrscheinlich passende Dübel.“
„Ja, da sind Sie bei mir richtig.“ Hört, hört. „Wofür brauchen Sie die Schrauben?“ Ich geh kaputt. Er wollte von sich aus wissen, was ich vorhabe? Warum?
„Ich ziehe eine Wand, in Trockenbauweise, in unser Wohnzimmer ein. Und an dieser Wand möchte ich ein kleines Schränkchen für Gläser anbringen. Nichts Schweres!“ Und dann ging es los. Er fragte mich nach der Beschaffenheit der Wand, also ob ich eine oder zwei Lagen Gipskartonplatten verwenden würde. Und ob ich in dem Ständerwerk auch Querstreben gezogen hätte. Ich war platt. Warum fragte er das alles? Nun, es stellte sich heraus, dass es einiges mehr zu beachten gab, als nur ein Ständerwerk und einige Platten dagegen zu nageln. Er erklärte mir die Gründe für die Fragen und ging dann mit mir gemeinsam in die Trockenbauabteilung, um mir zu zeigen, was er meinen würde. Noch einmal. Er verließ „seine“ Abteilung und zeigte mir etwas in einer „nicht-meine-Abteilung“!
In einer Sache war auch er sich nicht sicher und so zog er einen Kollegen, aus dieser Abteilung, heran, der uns dann, mehr oder weniger, beide beriet. Erst als ich alles zusammen hatte und „mein“ Verkäufer sicher war, dass mir vorerst keine weiteren Fragen auf den Lippen lagen, verabschiedete er sich und gab sich für den nächsten Kunden frei.
Bemerken Sie den Unterschied? Davon bin ich überzeugt. Ich bin mittlerweile Stammkunde dort und der Verkäufer ist inzwischen eine Art Baumarktkumpel geworden. Es macht Spaß, dort einzukaufen. Und ich empfehle den Laden gern weiter.
Warum erzähle ich Ihnen diese beiden Erlebnisse? Aus ihnen kann man ziemlich genau herauslesen, was vielleicht verbesserungswürdig oder gar zu vermeiden wäre. Natürlich sollte dafür der Mitarbeiter regelmäßige Schulungen bekommen. Die traurige Wahrheit aber ist, dass nicht jeder Arbeitgeber viel Wert darauf legt. Denn der Kunde muss ja früher oder später einkaufen gehen und dann auch in seinem Haus einkehren. Ich erwähnte bereits weiter oben, dass die Gründe, warum ein Arbeitgeber mögliche Schulungen anbietet oder nicht, oder warum das Verkaufspersonal augenscheinlich desinteressiert, lustlos oder misslaunig ist, eine Unmenge an Ursachen haben kann. Diese Gründe und deren Lösungsansätze sind nicht Teil dieses Buches.
Es geht hier tatsächlich nur um Sie. Als McGyver der Realität und des Alltags sozusagen. Es geht darum, Ihr Leben, oder Ihren Tag, stressfreier zu gestalten. Und nach alter McGyver-Manier, bekommen Sie nur die Dinge an die Hand, die Sie in der entsprechenden Situation vorfinden: meist nur sich selbst.
