simplify your IT - Isabell Jäger - E-Book

simplify your IT E-Book

Isabell Jäger

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Beschreibung

Die moderne Informationstechnologie ist so komplex geworden, dass sich nur noch vermeintliche Experten darin wohlfühlen. Die gute Nachricht: Auch sie lässt sich mithilfe des simplify-Prinzips grundlegend vereinfachen!

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Seitenzahl: 88

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Jäger, Isabell; Schumann, Rolf; Küstenmacher, Werner Tiki

simplify your IT

Neue Chancen für Sie und Ihr Unternehmen

www.campus.de

Impressum

Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Copyright © 2006. Campus Verlag GmbH

Besuchen Sie uns im Internet: www.campus.de

E-Book ISBN: 978-3-593-40298-7

|7|Danksagung

Dieses Buch würde nicht existieren, wenn nicht zahlreiche Einzelpersonen im Hintergrund mit ihrer fantastischen Arbeit einen unabdingbaren Beitrag dazu geleistet hätten. An dieser Stelle möchten wir daher ein großes Dankeschön an all diejenigen aussprechen, die uns so tatkräftig unterstützt haben. Beginnen möchten wir dabei mit Dunja Riehemann für das komplette Projektmanagement. Sie hat uns durch Terminüberwachungen und Erinnerungen permanent getrieben, dieses Projekt gemäß der gesteckten Ziele zum Erfolg zu führen. Außerdem stellte sie durch die finale Prüfung die Qualität des Buches sicher.

Wir möchten uns recht herzlich bei allen Teilnehmern des European Leadership Program (ELP) der SAP bedanken. Die Beiträge und Diskussionen in den unterschiedlichen |8|Workshops und Präsentationen haben uns inspiriert, dieses Projekt anzugehen. Ein ganz besonderer Dank gilt dabei Ton van Dijk (Manager IT Architecture & Policy, Heineken), Günter König (CIO, Salzgitter), Arvind J. Singh (CEO, Utopia), Gunnar Thaden (CIO, TÜV Nord), Michael Tsifidaris (CEO, KPS Consulting) und Dr. Ullrich Wegner (CFO, Schwartauer Werke), die sich die Zeit nahmen, uns in spannenden und teilweisen kontroversen Diskussion wertvolles Feedback zu aktuellen IT-Themen zu geben.

|9|Vorwort

Geht es Ihnen nicht auch häufig so, dass Sie vor lauter Bäumen den Wald im Computerdschungel nicht mehr sehen? Was ist aus der guten alten Elektronischen Datenverarbeitung (EDV) geworden? Einst noch als Wunderwaffe und freundlicher Helfer im Berufs- und Privatleben angepriesen, scheint sie derart komplex geworden zu sein, dass sich nur noch vermeintliche Experten darin wohl fühlen. Die zunehmende Verwendung englischer Abkürzungen in der so genannten Informationstechnologie, kurz: IT, wie sie mittlerweile bezeichnet wird, überfordert bereits durch ihre Begrifflichkeiten.

|10|Zahlreiche Abkürzungen überfluten den Markt und schaffen mehr Unverständnis, als dass sie zu einer Klärung beitragen. Diese Wahrnehmung ist momentan allgegenwärtig und nicht wegzudiskutieren. Leider geht dabei der wahre Wert, der mit der richtigen Nutzung von IT erreicht werden könnte, verloren. Wäre es möglich, diese Lücke zwischen Wahrnehmung und dem wahren Wert der IT zu schließen? Natürlich – durch Vereinfachung! Es muss doch machbar sein, den wirklichen Nutzen dieser wunderbaren Welt der Elektronischen Datenverarbeitung darzustellen, ohne Angst und Unverständnis aufgrund der darin enthaltenen Technologie zu verbreiten.

Und genau das möchten wir mit diesem Buch bezwecken – wir wollen, dass Sie nach dem Lesen die Möglichkeiten der IT für sich und vor allem Ihr Unternehmen neu entdecken. Dabei werden wir nicht technologische Details und Feinheiten auf Basis der letzten wissenschaftlichen Errungenschaft |11|aus Forschung und Entwicklung darstellen, sondern die IT grundlegend vereinfachen. Unsere Erfahrungen in dieser Branche haben uns zu der festen Überzeugung gebracht, dass gute Technologie immer unsichtbar im Hintergrund zu finden ist. Mit diesem Schicksal müssen die vielen intelligenten und innovativen Köpfe in der Branche leben. Es ist wenig sinnvoll, ein abgeschlossenes Ingenieurstudium vorauszusetzen, um ein Automobil zu steuern. In der heutigen Welt möchte ein typischer Endbenutzer nicht wissen, wie im Detail das Online-Banking funktioniert – ob mit HBCI, X.509 oder sonstigen Standards. Er oder sie möchte lediglich rund um die Uhr sicher und einfach eine Finanztransaktion von überall auf der Erde durchführen. Die Vereinfachung der IT, mit einer klaren Darstellung der Möglichkeiten für Sie und Ihr Unternehmen, ist die Zielsetzung dieses Werkes. Darüber hinaus möchten wir Ihnen konkrete Ideen und Tipps zur unmittelbaren Umsetzung von Veränderungen Ihrer IT beziehungsweise deren Wahrnehmung an die Hand geben.

Vielleicht fragen Sie sich, warum wir gerade jetzt ein Buch zur Vereinfachung der IT auf |12|den Markt bringen? Die Antwort ist einfach: Weil wir uns momentan an einem optimalen Zeitpunkt befinden, über IT nachzudenken. Wir stehen mitten in einem Umbruch zur nächsten Technologiegeneration. Dabei handelt es sich um eine Generation, die Unternehmen jeder Größe und Couleur zahlreiche neue Chancen eröffnet, bestehende Geschäftsmodelle und Praktiken auf deren Potenziale zu hinterfragen. Sie haben diese Veränderung selbst noch nicht bemerkt? Kein Problem – dann kommen Sie mit auf einen kurzen Ausflug aus der Vergangenheit in die Welt der IT von heute.

Lassen Sie sich inspirieren, wie Sie morgen mit einer einfacheren IT wesentlich erfolgreicher sind. Genau das wollen wir mit diesem Werk in die Tat umsetzen. Wir werden Ihnen anhand von fünf Themenbereichen aufzeigen, wie Sie Ihre IT auf ganz einfache Art und Weise zu einer strategischen Waffe Ihres Unternehmens machen können. Sind Sie bereit? Nutzen Sie die Ideen und Tipps, um unmittelbar mit der Umsetzung zu |13|beginnen – es ist Ihr Unternehmen, es ist Ihre IT. Verlieren Sie keine Zeit. Viel Spaß beim Lesen und noch viel mehr Spaß bei der Umsetzung.

Doch bevor es losgeht, noch ein Hinweis für diese Exkursion: Natürlich werden uns auf dieser Reise einige englischsprachige Begrifflichkeiten und Abkürzungen begegnen (die Sie alle in einem Abkürzungsverzeichnis im Anhang dieses Buches finden). Aber warum nutzen Sie nicht einfach die Möglichkeiten der neuen Technologiegeneration und »Googeln« beziehungsweise »Wikipedien« einfach alle Definitionen, die Ihnen nicht ganz geläufig sind? Geben Sie einfach in Ihrem Internetbrowser unter www.google.de im Eingabefeld der Suchmaschine »Definition: gesuchter Begriff« ein. Oder nutzen Sie eine Internet-Enzyklopädie unter www.wikipedia.de, indem Sie im Suchfeld den gewünschten Begriff verwenden. Sie werden erstaunt sein, welche Informationen |14|Sie erhalten. Probieren Sie es doch einfach mal mit »Definition: IT« in Google oder »EDV« in der Enzyklopädie aus.

|15|Eine Zeitreise durch die IT-Welt

Drehen wir einmal die Uhr zurück in die Zeit, als es noch kein Internet mit bunten Bildern und mehr oder weniger schnellen Suchmaschinen gab. Springen wir in das Jahr 1941, sozusagen das Geburtsjahr der eigentlichen Informatik. In diesem Jahr entwickelte Konrad Zuse den Rechenautomaten Z3, der mit der Funktionalität eines einfachen Taschenrechners ganze Wohnzimmer füllte.

Was folgte, waren technologische Innovationen mit aus Papier hergestellten Lochkarten und Programmen zur Steuerung dieser Automaten. All das ist heute Geschichte und nur noch in Museen oder in alten Fotografien auf irgendwelchen nostalgischen Internetseiten |16|vertreten. Die Errungenschaften dieser Zeit stellten in der Folge die Grundlage für die sich daraus entwickelnde betriebswirtschaftliche Datenverarbeitung (im Englischen: Enterprise Computing) dar, um Unternehmen bei der Automatisierung von Geschäftsprozessen zu unterstützen.

Die erste Welle der betriebswirtschaftlichen Datenverarbeitung, die so genannte Mainframe-Ära, kam in den 80er Jahren auf. Die Größe der Rechner reduzierte sich auf die eines Wohnwagens und IBM dominierte mit der legendären S390-Serie den Markt. Der Großteil der Unternehmen war zentral organisiert, und die Geschäfte waren auf einen sehr starken Geschäftsführer zentriert. Er war der Mittelpunkt aller Entscheidungen. Um diese Form des Geschäftsmodells zu unterstützen, eignete sich die zentrale und monolithische Plattform der Mainframe-Architektur hervorragend. Sie war dazu prädestiniert, beispielsweise im Rechnungswesen mit zentralen Kontenplänen die gesamten |17|Informationen an einer zentralen Stelle zu verwalten. Der Einsatz von Technologie fokussierte hierbei ganz klar auf die Automatisierung der Geschäftsprozesse, um die Produktivität der Unternehmen zu erhöhen. Das damit freigesetzte Potenzial schien zum damaligen Zeitpunkt nahezu unendlich. Und eines wurde dabei bereits deutlich: Nicht die Informatik, sondern das Geschäft und die zu unterstützenden Prozesse sind die Treiber für den Einsatz neuer Technologien – die IT realisiert lediglich.

Ende der 80er Jahre veränderten sich die Anforderungen aus der Geschäftswelt. Unternehmen expandierten und wollten auf einem globalen Markt wettbewerbsfähig sein. Sie eröffneten Niederlassungen in der ganzen Welt und die zuvor zentrale Rechenleistung musste auf einmal verteilt zur Verfügung stehen. Der zentrale, monolithische Ansatz war diesen Anforderungen nicht mehr gewachsen. Es begann eine zweite Welle in der betriebswirtschaftlichen Datenverarbeitung, die so genannte Client-Server-Architektur. Man begann damit, dem Benutzer mehr Funktionalität unmittelbar zur Verfügung zu stellen |18|und verteilte die Rechenleistung – sprich: Aus einem zentralen Mainframe-Rechner mit zahlreichen, angebundenen reinen Eingabegeräten etablierte sich Rechenleistung in Form vieler verteilter Personal Computer (PC). Mit Microsoft und Intel hielten plötzlich ganz neue Namen Einzug in die Unternehmen der einst von Pionieren dominierten Client-Server-Welt wie IBM, HP und SUN.

Neben der Lösung der dezentralen Geschäftsanforderungen wurde mit der Client-Server-Architektur zugleich die Antwort auf eine neue Anforderung gegeben: Der Einsatz vieler kleiner und verteilter Einzellösungen aus unterschiedlichsten Geschäftsbereichen, wie Rechnungswesen, Produktion, Personalwesen, erforderte die Integration untereinander. SAP beantwortete dies mit der Entwicklung einer integrierten Standardsoftware für Unternehmen mit dem Namen SAP R/3. Durch den Einsatz mehrerer R/3-Systeme an unterschiedlichen Standorten konnten dezentrale Organisationen nun virtuell zusammenwachsen. Die Schaffung|19| skalierbarer Prozesse zur Unterstützung von Geschäftsanforderungen läutete zugleich eine neue Welle der Prozessgestaltung unter dem Begriff Business Process Reengineering ein. Das Ziel bestand in der Harmonisierung beziehungsweise Standardisierung von Prozessen, um die Unternehmensproduktivität weiterhin zu steigern. Nahtlos ineinander greifende Prozesse in Echtzeit wurden realisiert und stellten das Kernstück dieser als ERP-Systeme (Enterprise Resource Planning) bezeichneten Lösungen dar. Die Motivation entsprang auch hier wieder der Geschäftswelt, die in der Technologie die benötigte Unterstützung fand.

Was dann folgte, ist uns allen in sehr guter Erinnerung: 1996 entwickelte sich das Internet aus einer nur »Freaks« zugänglichen Welt zu einem Medium für Unternehmen und mittlerweile jedermann. Mithilfe von Internet-Technologien war es plötzlich möglich, scheinbar alles mit allem zu verbinden. Anwendungen konnten über Systemgrenzen hinweg miteinander kommunizieren |20|und Unternehmen sahen die Möglichkeit, ihre Prozesse einfach über Bereichs- und Organisationsgrenzen hinweg auszudehnen. Die einzige Voraussetzung dafür war die Unterstützung offener Internetstandards. Die Anzahl der Anwendungen, die dieser Anforderung genügten, stieg rasant an – alles in der Hoffnung, neue Märkte zu erobern. Zahlreiche Unternehmen setzten auf dedizierte Einzellösungen mit direkten 1:1-Verbindungen zu bestimmten Geschäftspartnern. Andere wurden teilweise gezwungen, bestimmte Industrieoder De-facto-Standards einzusetzen, um den Fortbestand der Geschäftsbeziehung aufrechterhalten zu können. In diesem Zuge erhöhte sich für die Unternehmen die mögliche Auswahl an Geschäftsapplikationen. Die ERP-Lösung von SAP wurde meist als umfassende Unternehmenssoftware eingesetzt und ergänzende Partnerlösungen integriert. Zusätzlich implementierten Unternehmen für spezielle Geschäftsanforderungen auch nicht-standardisierte Software von anderen Anbietern. Unter dem Begriff der Best-of-Breed-Lösungen wurde die bis dato so wichtige Integration sekundär – denn Internettechnologien galten |21|plötzlich als Wunderwaffe der Integration. Best-of-Breed (das Beste seiner Art) meint in diesem Zusammenhang die derzeit beste am Markt verfügbare Lösung einer bestimmten Kategorie, unabhängig von welchem Hersteller sie stammt oder welchen Integrationsgrad sie aufweist. Zum Beispiel gibt es Unternehmen, die Microsoft Word als Textverabeitung verwenden, aber Lotus 1-2-3 als Tabellenkalkulation. Dies birgt natürlich einige Tücken.